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Casseler Neueste Nachrichten

der Verdacht geschöpft hatte,

sollten angeblich als Gebnrts-

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neindet werden.

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Prinz Heinrich-Bahn 151.

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falsche Gräfin wurde beim Schmucksachen durch einen Kri-

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bekannter Weise. Er habe lustiger Stimmung Originelles" auszuführen.

verkleidete er sich im Hotel lin als Dame und fuhr

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anderen Hirsche sind überhaupt nicht von der Seuche ergriffen.

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den war. Die Aussnchen von minalbeamten.

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Russ- Bank für aus wärt. Hande! ....

Otavi-Mmen.......

South - West-Afrika

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Dynamit-Trust Eschweiler Bergwerk Geiswetder Eisen ... Gelsenkirch. Bergw. Ges. f. elektr. Untern. Gr. Berlin. Str.-Bahn Gr. Casseler Str.-B. Hamburger Päketf. . Harpener Bergbau . Hartmann Masch.. . Hasper Eisen Herkiilosbr. Cassel • Hirsch Kupfer HoherJeliewerke. . . König Wilhelm conv. T.a'.irahü«te ....... Lx:<Lwig Loewe & Co. Neue Bod*>-Ges.. .. Norddeutscher L*cy<i CA »erseht .Rismb.-Be«1 ■ Orenciein L Koppe! Phönix Bergbau . . . Rhein. Steh! Rnmbaehcr Hütte .. Scliuckert Elektr. #. Stegen—Solingen . • Siemens & Halske . Stahl & Nölke Stolberger Zink.... Vorwohl. Porti. Zem. Wenderoth Westf. Stahlwerke . Wittener Guß Zellstoff Waldho?

Wächtersbach. 26. Juni. (?? ü r ft und Stadt.) Der Fürst von Usenburg- Wächtersbach schloß mit der Verwaltung der Stadt Wächtersbach einen Vertrag ab, wo­nach eine größere Zahl Waldparzellcn in einer Gesamtfläche von 33 Hektar 91 Ar, die inmitten der fürstlichen Waldungen als Enklaven der Stadt Wächtersbach liegen, mit dem Prinzessin- iaUZ in den Bezirk Schloß Wächtersbach umge-

Berliner Handelsges Darmstädter Bank . Deutsche Bank .... Diskonto- Command. Dresdner Bank .... Mitteldeutsche Pri­vatbank

National-Bank . —. Oesterreich. Credit .

8:4.60

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Baltimore

Canada-Pacific Warschau—Wiener Pennsylvania Südösterr. Lombard Oesterr. - ungarische

Staatsbahn

Accumul.-Fabrik

Boese Allgem. Elektr.-Ges. Badische Anilin.... Berl.-Anhalt.- Masch. Bochumer Gußstahl Braunschweiger Jute Brauerei Schöfferhof Casseler Federstahl Concordia Bergbau Consolid ation Deutsche Linoleum-

Wafehs....‘ Dortmunder Union C. Donnersmarckhütte. Deutsche Spiegel-

Glas............

während des Brandes um das Hans herum und rührten keine Hand, um das Feuer zu lö­schen. Auf Grund des Wahrspruches der Ge­schworenen erkannte der Gerichtshof gegen den Hauptangeklagten Selbach auf drei Jahre Gefängnis, gegen einen weiteren Ange­klagten, der zugleich einer Verletzung der Ei- dcspflicht beschuldigt wurde, auf drei Fah­re neun Monaten Gefängnis: ein Angeklagter wurde frergesprochen und die bei­den übrigen Angeklagten, gegen die ebenfalls noch eine Meineidsklage schwebte, zu je drei Fahren Gefängnis verurteilt.

6.- 27450 503.— 194.40 234.50 223 — 103- 263.50 307.6'1 340.25

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307.50

378.-

Spott und seiet

Der „Fall Guignard".

(Von unserm Korrespondenten.)

Der Verwaltungsausschuß des Verbandes Deutscher Radrennbahnen hielt am Sonntag in Berlin eine Sitzung ab, der Knorr-Berlin, Honschka-Breslau, Ullrich-Dresden, Düber-Leip- zig und Herwig-Barmen beiwohnten. Den Hauptpunkt der Tagesordnung bildete der be­kannte Fall Guignard. Bekanntlich hat­ten die deutschen Rennfahrer das Starten gegen Guignard verweigert, weil der Franzose in Paris wiederum gestartet war.

Im Gegensatz zu den Rennfahrern sah der V. D. R. das Vergehen Guignards sehr milde an, da das von Guignard bestrittene Rennen die Meisterschaft von Frankreich war, für die Guignard schon im Frühiabr verpflichtet wor­denist. Außerdem hatte Guignard vorher beim Verbandsvorsitzenden angefragt, ob er starten könne, und war ihm auch ein direktes Verbot nicht zugegangen. Der Verband will übrigens auch künftig den ihm unterstehenden ausländi­schen Rennfahrern den Start in ihren vaterlän­dischen Meisterschaften nicht verwehren, um nicht unnötig den Chauvinismus herauszufor­dern. Guignard soll indessen mit einer Geld­strafe, deren Höhe noch festgesetzt wird, be­legt werden, weil er dem V. D. R. bei Lösung seiner Licenz nicht gleich mitgeteilt hatte, daß er für die französische Meisterschaft ein Engage­ment bereits besaß, Walther Rütt, der'als Vorsitzender des Deutschen Rennfahrer-Verban­des die Boykottierung Guignards ins Werk ge­setzt hatte, soll eine Verwarnung erhalten. Dem neuerdings von der U. C. I. eingeleiteten Versuch einer Verständigung zwischen beiden Körperschaften will man entgegenkommen, -sr-

< Casseler Fußballspiele. Am gestrigen Sonntag standen sich die erste Mannschaft des Casseler FuHballverefns „Kicker s" und die erste Mannschaft des Fußballvereins „P h ö - nix" im Wettkampf gegenüber. Nach einem flotten Svielr gingen die „Kickers" mit 2:0 als Sieger hervor. Halbzeit 2:0 für „Phönix". Danach traten sich die zweiten Mannschaften beider Vereine gegenüber. Auch hier konnten die „Kickers", trotzdem ..Phönix" mit vier Mann aus der ersten Mannschaft svielte, mit 3:2 bett Sieg erringen. Halbzeit 2:0 für „Kickers".

Die Ruder-Regatta in Frankfurt a. M. Die Frankfurter Ruderregatta nahm bei trü­bem, kühlen Wetter und schwachem Südwest­wind ihren Anfang. Eine große Ueberraschung brachte der Vierer ohne Steuermann, in dem die bekannte Kaiserpreis-Mannschaft des Main­zer Rudervereins und der Ludwigshafener Ru­derverein aufeinandertrafen, liebet die ersten tausend Meter führten die Mainzer mit etwa anderthalb Längen Vorsprung, dann rückte Ludwigshafen auf. paffierte den Gegner über­legen lind siegte mit vier Längen Vorsprung in 6:44.1 gegen den Mainzer Ruderverein mit 6:54,3. Infolge dieser Niederlage ist die Teil­nahme des Mainzer Rudervereins an der Hen­ley-Regatta in London wieder stark in Frage gestellt. Der Ludwigshafener Rudcrverein ge­wann auch noch den Vierer um den Preis des Deutschen Ruderverbandes überlegen mit an­derthalb Längen, aegen Grashopper-Zürich und Frankfurter Ruderverein. Den Junior- Achter gewann Ruder-Gesellschaft Sachsenhau­sen nach starkem Kampf gegen Kasteller Ruder- Gesellschaft und im Universitätsvierer siegten Grashovper-Zürich mit anderthalb Längen gegen Avirion Romand-Zürich. Die beiden Heidelberger Vereine folgten weit zurück.

< Das Deutsche Derby in Hamburg. Auf der Horner Rennbahn wurde gestern nachmit­tag das Deutsche Derby um den Preis von 125 000 Mark gelaufen. Erster wurde Baron Springers Zuchthengst. C h i 1 p e r i e, eine halbe Länge zurück lag von Schmieders Mono- statos, dritter wurde von Oertzens Saint Cloud, nachdem Graf Arco-Zinnebergs Mirage fast das ganze Rennen hindurch geführt hatte. Die Pferde des Königlichen Hauptgestüts Gra­bitz und des Gestüts Weinberg blieben un­plaziert.

< „Meteor" abermals siegreich. Bei der gestrigen Wettfahrt des Norddeutschen Regatta- Vereins starteten die großen Jachten, unter ihnen der „Meteor" mit dem Kaiser an Bord,

sich mit Klemm in verabredet, „etwas Zu diesem Zwecke Esplanade in Ber-

mit Klemm nach

161.12 274.25 248.50 187.25

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PotSdam, wo sie' zunächst als „Gräfin Arnim und Begleitung" das Marmorpalais besichti­gen wollten, was ihnen aber verwehrt wurde. Dann seien sie zu dem Juwelier Baert- g e s gefahren, der vorher durch Klemm tele­phonisch von dem Erscheinen einer „Hof­dameder Kaiserin" benachrichtigt wor-

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Banken.

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Handels-Isveschen.

g* Die heutige Berliner Fondsbörse. (Privattelegramm.) Von der heutigen Ber­liner Fondsbörse wird uns telegra­phiert: Der feste Verlauf der Newyorker Sonnabend-Börse (dortsclbst hat der Ausgang des Prozesses der Union Pacivie-Bahn befrie­digend eingewirkt) hat im Verein mit der Mel­dung, von großen deutschen Kohlenabschlüssen nach Frankreich und auf einen etwas besseren amerikanischen Kohlenmarktbericht befesti­gend auf die hiesige Börse eingewirkt. Mait lagen nur Warschau-Wiener, die 3V, Prozent unter dem Sonnabend-Kurs einsetzten, ange- gcsichts der Nachwirkung der Meldung, das; die russische Staatsregierung sich tatsächlich mit der Verstaatlichung der Privat, bahnen beschäftigt hat. Weiterhin waren aber Warschau-Wiener auf Rückkäufe wieder befestigt. Reges Geschäft entwickelte sich in Kolonialwerten, von denen besonders die in­freien Verkehr gehandelten Caeao-Aktien auf die etwas zuversichtlicheren Meldungen eines süddeutschen Blattes über die Goldfunde besonders gefragt waren. Amerikaner waren im Einklang mit Newyork fest. Fest waren auch Elektrizitätswerke. Dynamit-Trust war auf Hamburger Käufe wesentlich gebessert. Von Schiffahrtsaktien waren Hansa fest, da­gegen Lloyd-Paketfahrt etwas schwächer, an­geblich weil in einigen Häfen choleraverdäch- tige Fälle vorgekommen sein sollen.

G? Wilhelmshütte. (Privattelegramm.) Die Gesellschaft hat einem Aktionär auf Anfrage mitgeteilt, daß sie hofft, falls nicht besondere Umstände eintreten, der Generalversammlung eine Dividende von 6 Prozent (gegen 4 Prozent im Vorjahr) in Vorschlag bringen zu können.

G? Leopoldshall. (Privattelegramm.) Die Dividende wird auf 2 bis 3 Prozent ge­schätzt.

s? Vereinigte Thüringische Metallwaren- Fabrik. (Privattelegramm.) In Kressen, die der Verwaltung nahe stehen, rechnet man für das laufende Geschäftsjahr mit einem gegen das Vorjahr etwas gebesserten Resultat. Die Dividende wird mindestens die vorjährige (14 Prozent) erreichen. Die Beschäftigung sowohl wie die Preise werden als befriedigend be­zeichnet.

Der Kursrückgang bei Gummi-Peter. Wie von der Frankfurter Börse berich­tet wird, ging am Sonnabend der Kurs der Aktien der Gummiwarenfabrik Peter aber­mals um 17 Prozent auf 260 Prozent zurück in Erwartung eines ungünstigen Halbjahrab­schlusses. Bei der Finanzierung dieses Unter­nehmens hatten sich seinerzeit bekanntlich zwei Großbanken starke Konkurenz gemacht. Man sieht, zu welchen Ergebnissen dieser starke Wett­bewerb manchmal führt.

e? Rheinische Portland Zement-Werke. Die Generalversammlung beschloß, den V e r l u st von 106 336 Mark größtenteils aus den R e - fernen -I decken, welche dann erschöpft sind, und den Rest von 8160 Mark als Verlustsaldo vorzutragen. Die Aussichten für das laufende Fahr seien noch unklar, der Versand habe noch teilte Steigerung erfahren, und es lasse sich noch nichts Bestimmtes sagen, ob das vorjährige Ergebnis im lausenden Geschäftsjahr erreicht werde: von einer Besserung kann vorläufig noch keine Rede fein.

Sf Sachsen-Weimar und Alexaudershall. In der am Sonnabend abgehaltenen Gcwer- kenversammlung der Kaligewerkschaft Sach­sen-Weimar wurde vom Vorstände mitge- . teilt, daß die schon feit längerer Zeit mit der Kaliqewerkschaft Alexandershall geführ­ten Fusionsverhandlungen nunmehr zwischen den Vorständen der beiden Unternehmungen zum Abschluß gebracht worden seien. Mitte nächsten Monats soll der Verschmelznngsver- trag den Gewerken in außerordentlichen Ge­werkenversammlungen der beiden Gewerkschaf­ten vorgelegt werden. Einzelheiten über du Fusion mitzuteilen, lehnte der Vorsitzende ab da eine präzise Fassung des Fusionsvertrage- noch nicht ausgearbeitet sei.

96.50

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Gericht und Recht.

Die abenteuer der „falschen Hofdame".

(Von unserm Korrespondenten.)

Vor der Potsdamer Strafkammer als Be­rufungsinstanz fand am Sonnabend die Ver­handlung gegen die falsche Hofdame und ihren männlichen Begleiter statt, die int De­zember vorigen Jahres in das Marmor- Palais bei Potsdam einzudringen versuch­ten und im Anschluß daran einen Betrugsver­such bei dem Juwelier Baertges unternahmen. Die falsche Hofdame entpuppte sich bei ihrer Festnahme als der jetzt einundzwanzig Jahre alte Kaufmann Josef Eichbaum, sein Be­gleiter als der Kaufmann Wilhelm Klemm.

Die beiden jungen Leute, die aus wohlha­benden Familien stammen, waren miteinander befreundet und hatten von einem Berliner Hotel aus ihren Streich in Szene gesetzt. In der schöffengerichtlichen Verhandlung war Eich­baum zu einem Monat Gefängnis, Klemm zu zweihundert Mark Geldstrafe verurteilt wor­den. Beide haben gegen das Urteil Berufung eingelegt. Der Angeklagte Eichbaum, der wegen Betrugs schon zweimal vorbestraft ist, schildert bei seiner Vernehmung den Vorfall in

11*.- 137.62

61.- 80.87

122.— 1306

Rr. 171. — 1. Jahrgang.

Luise dienen. Auch der Mitangeklagte Klemm ettlärt, daß es sich nur um einen übermütigen Streich gehandelt habe und daß sie nicht die Absichten hatten, einen Betrug zu versuchen. Der Sachverständige Dr. Magnus H i r s ch f e l d erklärt den Angeklag­ten Eichbaum für einen sogenannten Trans­vestiten, ein Mitglied einer bestimmten Gruppe mannweiblichen Ueberganges, deren hexvor- stechendes Kennzeichen es ist. sich mehr oder weniger als „dem andern Geschlecht seelisch zu­gehörig" zu betrachten. Diesem seelischen Zwittertum suchten die Betreffenden durch Verkleidung Ausdruck zu geben. Im vorlie­genden Falle bestehe neben dem Transvestiten- tum eine so erhebliche Schwächung der Intelligenz, daß die Frage nach der Zurechuungsfähigkeit des Angeklagten nicht mit voller Bestimmtheit bejaht werden könne. Rach längerer Beratung kam die Strafkammer zu einer Verwerfung der Berufung, sodaß also das erstinstanzliche Urteil bestehen bleibt. Die beiden Angeklagten haben gegen das Ur*ei( sofort Revision beim Reichs-

4°/n-ige Russ. Süd- Ostbahn 1897 ....

verhaftet. Tie Schmucksachen waren bereits eingepackt und ( ' ’*

tagsgeschenk für die Prinzessin Viktoria

Aus bet Heimat.

Die Frankfurter Metallarbeiter.

, In den Adlerwerken in Frankfurt am Main find die Metallarbeiter bekanntlich in eine Lohnbewegung getreten. Eine außerordentlich statt besuchte Betriebsversammlung nahm am Sonnabend den Bericht des Arbei- terausschuffes über die letzten Verhandlungen auf Grund der Beschlüsse der vorhergehenden Bettammlung entgegen. Die Direktion bestritt die in der Versammlung gemachten Angaben und erklärte, eine allgemeine Lohner­höhung vorgenommen zu haben.

Sie händigte dem Arbeiterausschuß ein Verzeichnis derjenigen Arbeiter aus, die eine Lohnerhöhung erhalten haben und gestat­tete. Nachforschungen anzustellen. Diese erga­ben, daß auch nach beit Angaben der Direktion ein Drittel der Arbeiterschaft keine Lohner­höhung erhalten hat. Der Bevollmächtigte des Metallarbeiterverbandes gab ein genaues Bild der Angaben der Direktion und bezeich­nete die wirklich erfolgten Lohnerhöhungen als durchaus ungenügend. Von 1988 Arbeitern, von oenen jedoch ein großer Prozentsatz für die Be­legung nicht in Frage kommt, erhielten 1691 Arbeiter eine Zulage von 2 Pfg. und weniger. Nur 297 Arbeiter erhielten mehr als 2 Pfg. Diese Zulage könne angesichts der äußerst nie­drigen Löhne der Adlerwette unter keinen Um­ständen genügen. Die Akkordreklamationen blieben bisher völlig unberücksichtigt. Unter diesen Umständen stelle die Ortsverwal­tung der Arbeiterschaft frei, int Sinne der vorhergehenden Versammlung zu handeln. Die Versammlung beschloß einstimmig, ab Mon­tag, den 26. Juni, jede Ueberstundenleistung zu verweigern und den Betrieb der Adlerwerke zu sperren. Von dem Verhalten der Firma wird eS abhängen, was seitens der Arbeiterschaft weiter unternommen wird. In Aussicht ge­nommen ist, falls keine Verständigung erzielt wird, zunächst die Arbeiter einzelner Abteilun­gen in den Streik treten zu lassen, und die wei­teren Maßnahmen von dem weiteren Verhak­en der Firma abhängig zu machen.

Mitbachquellen als Eigentum überwiesen, au­ßerdem erhält sie einige andere Grundparzel- len und eine Anzahl Wegerechte zuerkannt. Der Fürst verzichtet weiter dauernd auf den städtischen Beitrag zur Unterhaltung der Klein­kinderschule.

-A Rotenburg. 26. Juni. (Kreisspar- kaffe und städtische Sparkasse.) Durch Beschluß des Kreistags und mit Geneh­migung des Oberpräsidenten sind die Satzun­gen der Kreissparkasse hier int wesentlichen da­hin abgeändert worden, daß: 1. anstelle der mo­natlichen Verzinsung die halbmonatliche Ver­zinsung eingesührt wird. 2. hinsichtlich der Einlagen der Uebertragbarkeitsverkehr zugelas­sen und 3. der Verkehr der Kreissparkasse auf laufende Rechnung mit der Landeskreditkasse aufgenommen ist. Die hiesige städtische Sparkasse erzielte int Jahre 1910 einen liebersckuß von 14 845,60 Mark. Die Bilanz am Ende des Jahres schloß mit 2 766 86.3 95 Mark. Die Spareinlagen (außschließlich Re­servefonds) betrugen 2 425 948,79 Mark, der Reservefonds 248 260,71 Mark.

ÖOO Fulda, 26. Juni. (Die Krankheit der Edelfische.) lieber eine Krankheit un­ter den Edelfischen in der Fulda, der Ulster und anderen Gewässern in unserer Gegend haben wir jüngst berichtet. Es wäre nun aber ein Irrtum, anzunehmen, alle Edelfische (Forellen) seien zurzeit krank und ungenießbar. Das ist, wie von den Untersuchungsanstalten in Mün­chen bestätigt wird, durchaus nichts der Fall. Nur einzelne Exemplare unter den Fischen sind von der Krankheit ergriffen. Die Krankheit be­steht nämlich in einem Hautaus (Mag. der an jedem Fisch deutlich sichtbar ist. Solche Fische zeigen rote, wunde Flecken gn der Seite in der Größe eines Pfennigs- bis zu der eines Mark­stücks. Die Gewässer werden täglich nach er­krankten Fischen abgesucht, diese werden ver­graben. denn jeder Fischer und Fischfreund hütet feine Fifche gleich einem Augapfel.

Frankfurt a. M . 26. Juni. (Die Maul- und Klauenseuche im Zoo.) Die Maul- und Klauenseuche im Zoologischen Garten bat nicht weiter um sich gegriffen. Die cttrankten Rinder sind jetzt wieder völlig gesund und die beiden Renntiere. bei denen die Krankheit nur äußerst leicht auftrat, sind nahezu genesen. Alle

24. 6.

4

PI Wemt's auf dem Lande brennt... Aus Bonn am Rhein wird uns geschrieben: Eine fünskövfiqe Brandstifterbande hatte sich vor dem hiesigen Schwurgericht in einer Verhand­lung zu verantworten, die interessante Ein­blicke in die Anschauungen der Landbevöl­kerung über die Zwecke der Feuerversi­cherung gewährte. Fm Februar dieses Jah­res brannte im benachbarten R 0 i s d 0 r f das Anwesen des Schuhmachers Selbach ab. Es lag anscheinend Brandstiftung vor. Die vier anderen Mttanaeklagten sollen dabei alles ge­tan haben, um die Löscharbeiten der Feuerwehr zu hin de r n und ein Weitergreifen des Bran­des zu ermöglichen. So wurden der Feuer­wehr die Wafferleitungsschläuche zerschnitten und ferner wurde von den Angeklagten die Decke mit Stangen durchstoßen, damit das Feuer mehr Zug bekäme. Einem Jungen, der die Feuerwehr benachrichtigen wollte, wurde angedroht. er fette ja umkehren, sonst bekomme er mächtige Hiebe. Ein Bürgermeister aus der Nachbarschaft bekundete als Zeuge, die dortige Bevölkerung fei der Meinung, wenn ein ver­sichertes Haus in Brand gerate, dann könne es auch ruhig abbrennen: die Besitzer zahlten die Brämie und bi» Versicherungsaesellichaft könne fetten, wo sie bleibe. Ein Angeklagter, der voll­ständig geständig war. erklätte. daß er im Auf­trage des Hauvtangeklagten eine Vetroleum- kanne geholt und damit die ganze Einrichtung der Wobnuq begossen habe. Zwei andere An- aeklagte batten die Fenster der Wohnung einge- sMagen. damit das Feuer „fchön Luft bekom­me". Die meisten Bewohner des Ortes standen

Wechsel.

24. 6. 26. 6.

Hafer, Tendenz:

• Juli .. .

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Muis, Tendenz:

. Juli ...

. Sept . . .

RSbul, Tendenz

. Juli . . .

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Italien kurz . London vista London kurz Paris ^ista ... Paris kurz . . Wien kurz .. Privafdisfcont

158.-

145.—

180.—

159.25

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(Schiusskur.^e.)

21. 6. 26. 6.

Reichsanl. E^/e'ige Reichsanl... Prruß. Cans. 4V?°A»-t£cPreu ß.Cons. 43/o-tgc Preuß. Cons. VsVr-g* Süßere Ar­gentinier .... f/^Mgo Cb i pesen von 1398

Griechische

Monopolen!

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Mexikaner .

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173 10 307*50

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8.5C 70.62

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fest ruhig

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Eastrands .

Goldfields...

Modderfontam . .

Geduld.......

Goerz .......

Chartered.....

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Rio Tinte Otavi South Westafrika Tendenz: .....

Petersburger Intern.

Handelsbank . .. 121L251211.40

468 5.21

12.37 1.03

1.0? 31/6 18.81 73.37

Eng!. Konsols . . 4*V0 Argentinier .

3Deutsch. Reich anleihe A/O . .

4®/0 Russen ....

5°'n Russen ....

Atchison Baltimore Canada ......

Southern Pacific Union Pacific . . Erie...» Missouri New-York Contra1 Ncrtharn Pacific Penney-irania . . Steel Com. .... Steel Piofe ....

Central Mining . Randminae....

Weizen, Tendenz: . JnS . . . . . Sapt . . .

Roggen, Tcp/Jcnz

Londoner Börse

(Anfangskurse.)

24. 6. 26. 6.

(deutsche Stücke)] 178.75

Bahnen. 24 6

Lübeck—BÜchener . 185 10

2«. 6

185 50

107.80

244.10

213.75

2493

4.63

5.24

12.31

1.06

1.06

31/6

18.75

72.87

8.25 70.57

31'9 still

20.42

80.70

RhetaL Stahl Allg. Elektr.-Ges. Siemens & Halske Deutsch—Uebersee Ges. f. elektr. Untern Dynamit-Trust Gr. Berliner Str.-B Tendenz:

Berliner Kursbericht

24. u. 26. Juni 1911, nachmittags 3 Uhr.

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. 170 ■>) . k 53.75

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! 142.-

...... 80.35

...... 20.42

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84.97

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Fonds.

4,/s0'n-ige österr.

Silberr. Jan —Juli 4°/0-ige Russen von 1902 4° 0-ige Spanier .... 4®/o-ige Türken von

1905....,

Tflrken-Lose ..... 4°/0-ige Ungar. Goldr. 4°/n-ige Ungar. Kro­nenrente .......

Lienslag, 27. Juni 1911.

um 11 Uhr 35 Minuten bei Strande, die klei­neren um 12 Uhr 5 Minuten bei Heikendorf bei schönem Wetter und frischem, südlichem Winde. Zahlreiche Dampfer, Dampsjachten, Barkassen und Boote aller Att begleiteten die Regatta. Auch die „Iduna", mit mehreren Herren des kaiserlichen Gefolges an Bord, segelte hinaus. Ebenso ging der Dampfer „Kronprinzessm Cc- cilie" der Hamburg-Amerila-Linie mit. Der „Meteor" nahm gleich vom Start aus die Füh­rung und behielt sie. Er ging wenige Minuten vor 3 Uhr als erste Jacht durch das Ziel bei Laboe. In weiterem Abstand folgten „Ger­mania", „Waterwitch", „Hamburg".

Der Grand Prix von Paris. Rach einem Privattclegramm aus Paris wurde gestern der Grand Prix von Paris (300 000 Francs) in Longchamps von A s d^A t ont gewonnen. Präsident Fallisres wohnte dem Rennen bei.

16125 »74.37 249 - 183.75 187.37 179.— 193.12 ruhig

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MachhSrsenkursß neuen 3’^ Uhr

178.75

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178.25

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Credit............

205.87

207.25

200.—

199.60

Diskonto..........

188.12

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Deutsche Bank ....

25.3.37

163.25

195.75

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Berliner Handelsges.

166.1?

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112.50

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Dresdner Bank ....

156.50

156.24

135.36

135.10

Darmstädter Bank..

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186.40

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A.Schaaffh.Bankver.

137.27

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National-Bank.....

127.-

123.87

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Russische Bank....

158.37

158.25

173.00

173.50

Petersb, Int. Hndlsb.

21L-

211.25

148.50

148.75

Oesterr. Staalsbahn

——

160.—

203.—

207.75

Lombarden........

24.87

24.87

248.75

249.25

Prinz. Heinrich-Bahn

150.99

151.25

175.10

175.30

Baltimore

106.87

107.85

279.80

279.-

Canada...........

241.11

143.8’

11 r —

113.50

Lübeck—Büchner ..

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S..10

97.—

Pennsylvania......

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135.37

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95.25

Schantungbahn ....

13237

133.50

23P.-

220.60

Warschau—Wiener.

222.50

21S.W

25« ,3C

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Hamburger Paketf.

125.2

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162.-

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Norddeutscher Lloyd

97.25

97.-

182.—

Hansa............

172.75

174.-

174.70

175.-

4°/o-i?e Russen v.1902

92.75

92,75

90.25

90.50

4t/2*'0-ige Jäpancr . .

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248.90

248.40

il°/0-ige Reichsanl. ..

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83.50

147.50

147.50

Türkei)-Lose ......

175.25

112.—

112.—

Laura ..............

175.62

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216.75

215.50

Bochumer

2335:

213.75

11550

115.-

Gelsenkirchen

IM. 87

199.50

45.—

42.50

Harpener

1SS.Ö0

196.12

205 50

205.-

Rombacher

161^7

181.37

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257.-

Dcub»c!i —Luxemb.

190.12

189.25

Holionlohe PhAnk.

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