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Drummer 155*

1. Jahrgang.

hessische AbmdMung

Fernsprecher 951 und 952.

Donnerstag, den 8. Juni 1911

Fernsprecher 951 und 952.

de Mitteilunar

c§3 Berlin, 7. Juni.

sein als die Türkei, und wieder ward ein Krieg

.unvermeidlich'",

und den beiden serbischen Staaten.

französischen Kommandostelle nicht etwa eine

chenland und der Türkei .unvermeidlich" er-

SiMos neueste Rote.

Hine frauzöfische Niederlage.

u züchigen.

Bebel als Prophet.

Balkan-Feuerchen hineinzublasen, sobald die Gelegenheit dazu günstig ist. Die Intervention

scheinen lassen.

Sind alle diese .unvermeidlichen" Kriege

schäftsführung der anarchistischen Foderatto- nen bleibt Berlin. Zu ihrem Leiter wurde Paul Nicolaus gewählt. Eine geheime Be- mechung in einem besondern Lokal wurde, als die P o l i z e i erschien, kurzer Hand abge­brochen.

Depeschen aus Paris zufolge hat sich die Situation int Winzergebiet von Bar sur Aube weiter verschärft. Die Aufregung un­ter den Weinbauern ist außerordentlich groß, und man befürchtet für heute weitere Zwischen­fälle, da die Maßnahmen der Regierung dazu betgetragen haben, die Erregung der Winzer noch zu verschärfen. Am gestrigen Tage ist eS bei Bar sur Aube zu ernsten Zwischen­fällen gekommen, doch sind dabet. soweit bisher bekannt Personen nickt verletzt worden. Es geht uns darüber folgende Meldung zu:

$ Paris, 7. Juni.

desgroßen Bruders" würde es auch begreif­lich erscheinen lassen, wenn man in Monte­negro im Fall des Ernsts auf Rußlands Hülfe rechnete. Indessen: Der alte Nikita ist durch frühere Erfahrungen viel zu sehr gewitzigt, um nicht zu wissen, daß ans seinen russischen Freund kein Verlaß ist. Wegen des bißchen Montenegro wird es Rußland nicht auf einen europäischen Krieg ankommen lassen: Eher könnten noch Bulgarien und Griechen­land die Gelegenheit ergreifen, wegen Maze­donien und Kreta mit der Türkei abzurechncn. Die Interessengegensätze zwischen den einzel­nen Balkanstaaten sind aber auch bezüglich Bulgariens und Griechenlands so groß, daß es fast als unmöglich erscheint, auch nur zwei

Das Wortunvermeidlich", auf Krieg ange­wandt, hat am Balkan eine verhältnismäßig harmlose Bedeutung, und Balkandiplomaten haben mit den Kutschern die Gewohnheit ge­mein, daß sie starke Ausdrücke lieben. Wenn daher ein Balkandiplomat einen Krieg fürun­vermeidlich" erklärt, so ist das etwa dasselbe,, wie wenn ein Kutscher einem seiner Berufs­genossen droht, er werde ihm den Schädel ein» schlagen. In Wirklichkeit wollen beide damit nur andeuten, daß sie die Ansichten des andern I Teils nicht völlig teilen. In den letzten Iah- ren war eigentlich immer irgend ein Krieg am Balkanunvermeidlich". Als sich der Bul- garenfürst Ferdinand c.y-2 eignem Reckt zum Zaren ernannte, war ein Krieg zwischen der Türkei und Bulgarien .unvermeidlich". Das Gleiche galt von Oesterreich und der Türkei, als Oesterreich Bosnien und die Herzegowina annektierte. Als dann die Türkei nachqab, wollten Serbien und Montenegro türkischer

Sie Samtfihtige.

Der Balkankrieg unvermeidlich?"

Konstantinopel, 7. Juni. (Pri­vattelegramm.) Ein im Kriegs­ministerium eingegangenes Telegramm meldet, daß die christlichen Mallissoren von Lesch, gemeinsam mit mehreren hundert Meriditen, die Blockhäuser des Distrikts Strafildfche überfallen und die dor­tigen Waffendepots berauben wollten. Die Aufständischen schnitten die Telegra­phendrähte ab, verloren dann aber bei dem Zusammenstoß mit den Truppen und der Gendarmerie n e u n T o t e und viele Ver­wundete. Die Truppe« verloren einen Offizier und drei Mann.

Am Balkan soll wieder mal ein Krieg

Las Anarchisten Rendezvous.

Ter Düsseldorfer Anarchisten-Kongrcß.

August Bebel über die Reichöagswahlen.

^n einer Vorrede zu der neuen Auflage des Marrschen Buches .Die Kkasscnkämpfe^

(Telegraphische Meldung.)

Depeschen 'aus F e z berichten, daß die Kolonne G o u r a u d . die zur Unterwer­fung der aufrührerischen Stämme ausgebrochen und von den Beni Mter angegriffen worden War, am vorletzten Montag e r h e b l i ch e Ver­luste erlitten habe. Ein Militärarzt sei in dem Augenblick gefallen, als er einen Schwerver­wundeten verbinden wollte. Ferner seren drei Fremdenlegionäre gefallen und zwanzig ver­wundet worden. Nach Meldungen aus Fez i vom dritten Juni beabsichtigte General Mornier I am fünften Juni nach M e k i n e s zu marte­ren und ans dem Wege dabin dre Beni Mter

die kommenden Reich s t a g swählen und die sich etwa ergebende politische --"uaiton aus. Er gibt zu, daß dre soztaldtniokranscke Partei nicht den von Friedrich Engels «rwar- teten Zuwachs aus ben Streifen b« RIem6ur- «er und Kleinbauern erhalten hat. Diese hätten sich von den Agrarien und Ruckwarr,ern um­fangen lasse«: die Enttäuschung werde aber nicht ausbleiben und habe anscheinend schon begonnen. Von den nächsten Reichstagswahlen erwartet Bebel einen erheblichen . Stim- Im en, «wachs für seine Partei: als wirklt-

Das Debda-AbenLemr.

Die ausgewicsene Mannesmann-Expedition.

Wie wir gestern schon mitgeteilt haben, ist nach einem Telegramm aus Tanger eine Man - nesmannsche Minenexpedition unter Führung des Ingenieurs Dr. B e r t r a u d aus Debda in Ostmarokko (das jetzt von französischen Truppen besetzt ist) a n s g e w i e s e n worden. Französische Ingenieure sollen dre Mannes- mannschen Minenfelder in ,ener Gegend m Besitz genommen haben. Es verlautet, daß sich die deutschen Behörden in Marokko bereits mit dieser Angelegenheit beschäftigen, um zu­nächst festzustellen, ob und aus welchem Grunde Dr. Bertrand ein Aufenthaltsverbot rn Debda erhielt. Von dem Ergebnis dieser Ermitte- lungen werden die weiteren Schritte abhangen. Wir erhalten in der Angelegenheit noch folgen-

«nvermeidlich sein. König Rikita von Monte- es sa ars \at

uegro und seine Minister haben es erklärt, und von chnen mitt- t , b 9 bhft§= so wird die Sache Wohl ihre Rrchttgkeit haben. Trotz alledem braucht man noch nicht die Hoff­nung aufzugeben, daß auch diesmal im Wetter- Winkel Europas der Friede erhalten bleibt.

Wie aus Bar sur Aube gemeldet wird, brachte nach einem ruhig verlaufenen Nachmit- tag gestern gegen Abend eine Stafette von Reitern dem kommandierenden General plötz­lich die Meldung, sie habe eine lebhafte Agitation in den verschiedenen Gemeinden wahrgenommen. Einwohner dieser Gemein­den' hatten sich z u s a m m e n g e r o 11 e t und drangen gegen Bar sur Aube vor. Sozort wurden eine Kompagnie Infanterie, eine Sckwadron zu Pferde und die Gendarmerie mobil gemacht und nach verschiedenen 9k<6tun« gen ausgesandt. Gegen zehn Uhr abends wurde mitgeteilt, daß gegen Patrouil­len Schüsse abgefeuert worden seien. Die Weinbauern, die gegen Bar sur Aube vor- drangen, sollen mit Gewehren bewaff­net gewesen sein. Die Signale zum Zusam- meNrotten sollen von Montagne Saint Geno- vtzve ausgegangen fein, wo sogenannte Ge­rn i tt e rb o mb en, die sonst bei Gewtttern abgefeuert werden, zur Explosion gebracht wurden. Um Halbelf Uhr nachts mußten in Bar sur Aube sämtliche Läden fchließen; bis um ein Uhr morgens war indessen weiter kein Zwisckensall zu verzeichnen. Um diese Zeit waren anch alle Feuer auf den umllegenden Höhen erloschen. Es verlautet, Kundgeber, die sich in Boigny, vier Kilometer vor Bar für Aube, versammelt hätten, hätten die Absicht gehabt, im Laufe der Nackt eine deutsche Flagge auf einem Gebäude neben dem Rat­haus aufzupslanzen. Heute früh war in Bar für Aube alles ruhig.

und im Jemen L----------

Kleinkrieg Montenegro nur verschwindend ge ringe Aussicht auf Sieg; es würde fchließlick durch die Ueüermacht erdrückt werden, w^m ihm keine Bundesgenossen ersteben. Dtt Kriegsluft der montenegrinischen Regierung ließe sich daher nur verstehen, wenn ite be­gründete Aussicht aus Bundesgenossen hat, und hier (scheint's) lauert die eigentliche

schäft- 40 Pf. für auswärtig- «0 Pf. Geschäftsstelle: Kölnische Sttab- ö. Berliner SBertretunß' SW. Friedrichstraße 16, Telephon: Amt IV. «l«.

Allensteiner Reminiszenz.

Nach einem Jahre.

Am gestrigen Dienstag war ein Jahr ver­flossen, feit in Allenstein vor dem dortigen Schwurgericht der Prozeß gegen Frau von Schönebeck-Weber wegen Beihilfe zum Morde begann. Der Verlauf der nahezu vier Wochen währenden, an aufregenden Zwischen- fällen reichen Verhandlung ist noch in Erinne-

cher Gewinn könne aber nur angesehen wer- den was über dreieinhalb Millionen Stimmen hin aus gebe, da die ungünstige Situation der Wahlen im Jahre neunzehnhundertsieben der Partei mindestens eine Viertelmillion ' Stimmen kostete, die sie bei normalen Wahlen hätte haben müssen. Es werde sich also fragen, wieweit bis zu den nächsten Wahlen der Stimmunqs- und Gesinnungswechsel in den kleinbürgerlichen und kleinbäuerlichen Schichten eingetreten sei. Alsdann könnte im Verein mit den vermehrten Arbeiterstimmen eine sehr erhebliche Steigerung der sozial« demokratischen Stimmenzahl em- treten, die alsdann Regierungen und herrschen­de Klassen veranlassen könnte, die Frage zu stellen: Was nun? Sich über die Antwort auf diese Frage den Kopf zu zerbrechen, sei nicht die Ausgabe der Sozialdemokratie. Es könne alsdann möglicherweise einer jener welthistori- schen Momente eintreten, die der Entwicklung eines großen Volkes neue Wege aufzwingen. Bebel weist aber zugleich den Gedanken an G e- walttätigkeiten zurück, indem er sagt:

Für die Sozialdemokratie ist die Richt­schnur gegeben; sie wird sich nicht, komme was wolle, von ihrem bisherigen Boden ab­drängen oder verleiten lassen, ihr bedenklich scheinende Wege zu betteten; sie hat k e i n e n Grund, ihren Feinden gegenüber sich zu Unbesonnenheiten und gewünschten Gewalt st reiche« verleiten zu lassen.

Die Kundgabe Bebels ist umso wertvoller, als gerade mit Rücksicht aus die kommende« Reichstagswahlen von angeblichensozialisti- chen Sturmplänen" die Rede gewesen 'st, die verschiedentlich sogar als berart gefahrdrohend angesehen worden sind, daß die Einleitung entsprechend gesetzlicher Maßnahmen geboten erscheine. Bebel proklamiert nun kluge Mäßigung und weise Besonnenheit, und et be­weist damit, daß derZug der Zeit" und die Erfahrungen der Vergangenheit an der So­zialdemokratie nicht fw'rlos vorübergegangen sind.

De? nm MnHagner-Wes.

Die Winzer von Bar für Aube.

(Eigene Drahtmeldung.)

Wie ich auf Erkundigung an kolonialamtli­cher Stelle erfahre, handelt es sich bei der Deb- da-Affäre um eine Expedition, die vor etwa vier Wochen in das Gebiet von Debda aufge­brochen ist und vor ihrem Aufbruch von dem frauzösifchen Oberstkommandierenden, General Tout^e ausdrücklich gewarnt wurde, die genannte Gegend zu betreten, da eine Ga­rantie für die Sicherheit der Reifenden nicht übernommen werden könne. Aus welchen Gründen der deutfchen Expedition jetzt der Auf- eutLgU. in Debda nnterfagt worden ist, sst einst­weilen nicht bekannt. Die deutschen Behörden haben bereits Schritte unternommen, um die Gründe, die zu dem Aufenthaltsverbot geführt haben, festzustellen.» Eine Auskunft darüber ist indessen bis zur Stunde noch nicht eingegau- gen. Heber die Tragweite des Zwischen­falles läßt sich deshalb einstweilen kein Urteil

schließlich doch vermieden worden, so kann man auch hoffen, daß der diesmalunvermeidliches Krieg zwischen Montenegro und der Türkei vermieden werden wird, umso mehr, als für I diesen Krieg eigentlich gar kein vernünftiger Anlaß vorliegt. Am allerwenigsten hat Mon­tenegro Grund, die Rolle der gekränkten Leber­wurst zu spielen. Die Türkei ist nur in ihrem outen Reckt, wenn sie den Ausstand in Alba­nien mit Waffengewalt unterdrückt. Dagegen hat Montenegro seine Pflicht der Neutr^.nat dadurch verletzt, daß c8 die Unterstützung der j Aufständischen von Montenegro aus nickt ver­hindert hat- Ja, es scheint fak als ob bte montenegrinische Regierung selbst an der ttn ierstützung der Rebellen teilgenommen habe denn nur dadurch würde es erklärlich werden daß sich die aufständischen Malissoren im B- sitze von Gebirgsaeschützen befinden. Nun wäre ti allerdings nicht das erste Mal, wenn ein Krieg mutwillig provoziert würde, und man wird deshalb die Frage nickt fo stellen dürfen ...........

ob Montenegro einen zwingenden Grund zum Beziehungen unmöglich mache. Kriege hat, fondexn vielmehr, ob es von dem Kriege Vorteile erwarten kann. Es netz' nun auf der Hand, daß das vorzüglich oraam sierts türkifcke Heer für das kleine Montenegro ----... _

allein unüberwindlich ist, aber die kriegs- Düsseldorf, 7. Juni. /Telegramm

SXfi HW

Mta Eie Wed« die 9. u t" b « «wU 1 Gebirge ist, zeigen za die Aufstände in Alban n 5 zwanzig Orlen waren einundv'er-

Jmmerhin. bietet ein solcher «« Agierte, darunter fünf aus Berlin, er 1 schienen. In den teils öffentlichen, teils ge-1 Heimen Zusammenkünften, wurden Referate erstattet: unter andern von Cahl-Berlin über I «ibbuhbwi» ...

den sozialen Generalstreik, sowie von Paul Marrfcken^ -Luche - $ u " Bebel über Nicolaus-Berlin über die Stellung der Anar-1Frankreich spricht chisten zu den nächsten R eick s t a g sw a tz- len Unter Hinweis auf die grundsätzliche Gegnerschaft tum Parlamentarismus wurde st re ngste Stimmenthaltung empfoh-

Gesabr. ... .Heti. Als eine Hauptaufgabe der Föderation

Tie Regierung des Zaren hat fungst tn rouTt)e pw Proklamation des Anti-j lkonstantinopel im Feldwebelton zugunsten «Militarismus und die Einleitung einer Montenegrosinterveniert", und wenn auch anarchistischen Ju ge n d b e w e gung diese Intervention Rußlands zu einer blama- bezeichnet, .^n Deuttchlatch heftthen ^r^ett dein Niederlage der iarischenDiPlomattege- Krefeld. Eine Verschmelzung

worden ist, so hat sie doch betoitfen bafe man | m Se uno t $er bei in Petersburg immer noch geneigt ist. in-veioer

Lafleler pdendzeitung

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SBtelaRelet Neueste Nachricht««" erscheinen wöchentlich sechsmal und zwar abends. Ter AbonnelnentSpretS beträgt monatlich 50Psg. bet freier pellung tnS Haus. Druckerei, Verlag «.-Redaktion: Schlachthnfttratze 28/3L. Berliner Vertretung: SW Friedrichstraße 16, Telephon: Kmt TV, 676.

cherung der Deutschen in Debda, die durch die kriegerischen Ereignisse in Ostmarokko ernstlich gefährdet gewesen seien. Es gewinne den Anschein, daß Frankreich nicht die Garan­tien für die Sicherheit der Expedition habe übernehmen können, und deshalb die Auswei­sung verfügt habe, um jeder Verantwortung enthoben zu fein. Anderseits macht sich aller­dings auch eine starke Erregung über das Vorgehen der französischen Militärbehörde ! bemerkbar, daS, wenn nicht dringende Grunde

eS erforderlich gemacht haben, einfach unent­schuldbar sei. Sofort nach dem Eingang

-xuni (Privat-Tele- authentischer Nachrichten wird die deutscke Re- . tmml' Die montenegrinische Negierung gienmg in der Angelegenhett die erforderlichen balnote. in der sie unter Hinweis auf bte durch die türkischen Truppen fortgesetzt provo­zierten Grenzzwischenfäüe jede ^Verant­wortung für die hieraus entstehenden ero­gen ablehnt und erklärt, daß, nachdem die Türkei die vereinbarten Abmachungen nicht em- halte, sie die Erhaltung der gut nachbarlichen

doch selbst die Freundschaft zwischen dem bluts­verwandten Serbien und Montenegro die An­nexionskrise nicht überdauert. Man kommt da­her immer wieder zu dem Schluß, daß auch das neueste Kriegsgeschrei nicht gar zu tragisch zu nehmen ist, und daß derunvermeidliche" Krieg trotzdem vermieden werden wird.

Daß der Zaunkönige ewiger Lärm im Südosten Europas eine ernstliche Gefahr für ben Frieden werden kann, ist glücklicherweise nicht zu befürchten: Die kleinen Majestäten der Balkanberge brauchen den Nervenkitzel kriege­rischer Erregung gewissermaßen zur Unterhal­tung, und da sie auch in der Prägung stolzer I Worte eine charakteristische Begabung offen­baren, ist's nur natürlich, daß der Gott des Friedens im Wetterwinkel Europens keine essensvhären der einzelnen Ländchen so abge- Heimstatt hat. Glücklicherweise sind die ^nter. grenzt und einander vorgebaut, , daß fua die Balkan-Rationen gewissermaßen untereinan­der kontrollieren und beargwöhnen, und dieser gegenseitige Argwohn ist die beste Schutzwehr gegen etwaige kriegerische Abenteuergeluste Bismarck hat seinerzeit im Berliner Vertrag t, unv mieser waro ein strie<j dieses Ventil für den Aberfchwang s

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Möglichkeiten, aber ein beachtlicher Faktor des Friedens im europäischen Wetterwinkel ist demgegenüber die immer sichtbarer in bie Er­scheinung tretende innere Erstarkung der -nr- kei die als Hauptmacht im Süd osten den stärk­sten Regulator der Stimmungen darstellt. Em Krieg auf dem Balkan ist heut kein Kinderfprel mehr und felbst der Heldenmut tatenburftenber Zaunkönige reicht nicht aus, die Welt aus den Angeln zu heben.