I-""-......——>—----------------—-----------------—-----——-----------------—--------------------------------------------—.
Nummer 143
1. Jahrgang
COlerUellch Winchlen
Csflelrr pbentzritung
hesflsche pbkndzritung
Fernsprecher 951 und 952.
Dienstag, den 23. Mai
1911
Fernsprecher 951 «nd 952.
**
leichtern wird.
e
Die Ursache des Unglücks.
(Eigene Drahtmeldung.)
An der Bahre Berteaux.
(Eigene Draht Meldung.)
Rach der Katastrophe.
(Privat-Telegram m.)
Orleans zu geflogen, als gegen halb sieben Uhr morgens der F li e g e r T r a in auf einem Apparat eigener Konstruktion startete und zunächst einen Rundflug um die Bahn unternahm. Hierbei wurde vom Publikum bemerkt, daß Train des Apparats nicht ganz Herr war. Hinter der Iournalistentribüne befand sich eine Abteilung von Kürassieren, die die offizielle Tribüne bewachte. Der Apparat Trains, der ziemlich niedrig flog, kam in zentraler Richtung auf die offizielle Tribüne zu. Um nun einen Zusammenstoß mit der Reiterabteilung zu vermeiden, machte der Aviatiker eine scharfe Wendung. Sein Apparat drang hierbei mit furchtbarer Gewalt mitten in eine Gruppe Zuschauer, unter denen sich der Ministerpräsident M o - nis, Kriegsminister Bertheaux und andere bekannte Persönlichkeiten befanden. Der Kriegsminister wurde von dem herniedersausenden Flugzeug an der Schläfe getroffen und so furchtbar verstümmelt, daß er alsbald verstarb. Ministerpräsident Monis erlitt einen Beinbruch und fchwere Verletzungen am Kopf. Der bekannte Aviatiker de la Meurth wurde ebenfalls leicht verletzt. Die Leiche des Kriegsministers wurde nach dem Kriegsministerium übergeführt, wo auch seine Gattin in Begleitung ihres Sohnes und Schwiegersohnes ein- tras. Monis wurde im Automobil nach dem Ministerium des Innern gebracht, wo ihm die erste ärztliche Hilfe zuteil wurde. Die Katastrophe rief in Paris eine unbeschreibliche Aufregung hervor und Zehntausende von Menschen bestürmten die Auto-Haltestellen und die Eisenbahn-Stationen, um zumSchauplatz der Katastrophe hinauszueilen.
Bewußtsein tragen zu müssen, daß ich an dieser furchtbaren Katastrophe Schuld habe. Als ich abfuhr, merkte ich, daß mein Lenkrad nicht gut funktionierte, deshalb machte ich einen Rundflug, wobei ich feststellte, oaß mein Apparat sich bedenklich senkte. Den Kürassieren, die von rechts kamen, wollte ich ausweichen, und merkte plötzlich, daß ich über einer Gruppe offizieller Persönlichkeiten war. Sie drängten sich zusammen und sahen nach oben. Run erinnere ich mich an nichts anders mehr, als daß ich sah, wie ein Herr mit einem Cylinder von meiner Schraube beiseite geworfen wurde. Gleich darauf lag ich selbst am Boden. Ich wünschte, ich wäre nicht mehr aufgestanden .. .1*
ausgesprochen. Ueber die Ursache der Katastrophe ist noch gestern die gerichtliche Untersuchung eingeleitet worden.
gnferttonSpretf«; ®le sech-gespaltene Zeile für einheimische Geschäfte 15 Psg., für auswärtige Inserate 25 Pf, Reklame,eile für einheimische Ge. lchäste 40 Pf, für auswärtige 60 Pf. Geschäftsstelle: Kölnische Straße 5. Berliner Vertretung: SW, Friedrichstraße 16, Telephon: Amt IV, 676.
Die Pariser Morgenpresse spricht sich tiesi bewegt über die gestrige Katastrophe aus und widmet dem Kriegsmintster ehrende Nachrufe. Sie bedauert allgemein, daß Berteaux, der neunzehnhundertdreizehn sicher auf die Präsidentschaft hätte rechnen können, auf so tragische
(Eigene Drahtmeldungen.)
L Die Nachricht von der gestrigen Katar strophe hat auch ,m Ausland tiefe Bewegung hervorgerufen. Der D e u t sch e Kaiser und der Kaiser von Rußland haben dem Präsidenten Fallibres sofort telegraphisch ihr tiefes Beileid über den schweren Verlust ausgesprochen und den Präsidenten gebeten, der Familre Berteaux, sowie Herrn Monis ibr Beileid zu bekunden. Der Eindruck, den die Katastrophe m Svanien bervorgerufen hat, ist besonders tiefgehend. Der König v.on Spanien begab sich sofort ,u Fuß zu dem französischen Botschafter und kvrach sein Beileid aus. desgleichen der Ministervräsident ^analeias und der svanische Minister des Aeußern. Der französische Konsul in San Sebastian und die dortiac französische Kolonie sandten ein Kondolenztelearamnr an die fran- -ostsche Regierung. Der deutsche Reichskanzler und der stellvertretende Staatssekretär des deutschen Auswärtiaen Amtes, Zimmer-
Die Minister kamen um elf Ubr im Ministerium zusammen. Eine Ministerkrise ist wahrscheinlich. Der Minister des Aeußeren hat vorläufig das Kriegsministerium mit übernommen. Der Poliieivräfekt Levine batte sofort die weiteren Auftfieqe der Aviatiker verboten. Der Ministerpräsident Monis hat aber die Fortsetzung der Flüge aektattet. Die Beisetzung des Kriegsministers findet auf Staatskosten statt. Der bevorstehende Empfang des K ö ni g s von Serbien wurde vorläufig abgesagt, "nd der König davon telegraphisch verständigt. Unter den Diplomaten, die ihr Beileid über den Tod des Kriegsministers und über den Unfall selber ouskprachen, befand sich als erster der deutsche Botschafter von Schön. Auch das in Paris zurzeit weilende dänische! Königspaar bat dem Präsidenten sein Beileid !
höherer Offizier schwer verwundet wurden. Berteaux starb kurz darauf. Eine Tragödie, die die Seele in ihren tiefsten Tiefen erschüttert: Zwei Minister als Opfer einer Katastrophe, deren eigentliche Ursachen noch der Entschleierung bedürfen, die aber offenbar auf Umstände zurückzuführen ist, die in menschlicher Schwäche und technischen Unzulänglichkeiten wurzeln. Frankreich steht trauernd an der Bahre seines Kriegsministers, eines Mannes von ausgeprägt nationaler Art, der als Minister grade demjenigen Sport seine eifrigste Förderung widmete, der ihm zum Verhängnis werden sollte. Reben dem Kriegs- Minister traf das Unglück den Ministerpräsidenten, der zwar vom Engel des Todes unberührt blieb, aber ebenfalls Verletzungen erlitten hat, die das Ernsteste befürchten lassen. Es scheint, wie wenn ein Unstern über den Konkurrenzen des Fliegerspotts walte, und als kämpfe die Natur im Bunde mit den dunklen Mächten des Schicksals einen verzweifelten Kampf wider die Menschen, die sich vermessen, das Reich ihrer Geheimnisse auch des letzten Zaubers zu entkleiden. Dieser Tage ettt stellten wir fest, daß seit dem Maibeginn zweiundzwanzig Fliegerunfälle ins Buch des Schicksals einzutragen waren, meist Katastrophen, die ein Menschendasein aus der Liste der Lebenden tilgten, oder das Leben eines Kühnen durch des Unglücks Hätte verdüstetten. Die Zahl der »Opfer der Höhen" wächst mit riesenhafter Schnelle und aller Eifer der Technik, alles Streben, die Gefahren des Fliegerspotts herabzumindern, scheinen zu versagen angesichts der Tücke bösen Zufalls und der widerstrebenden Gewalten der Natur. Das gestrige Drama von Issy reiht sich wie ein drohendes Menetekel an die lange Reihe schwerer Schicksalschläge, die als das Verhängnis ungebändigten Menschenstrebens von der Kulturgemeinschaft der Nationen zu betrauern sind, und es ist aufrichtige Anteilnahme, menschlich-reines Mitleid mit dem vom Unglück schwer heimgesuchten Nachbarland, die sich in den Kundgebungen der Presse über die gestrige Katastrophe äußern. Umso schmerzlicher für das Land, das zwei seiner Besten und Tüchtigsten in einem Augenblick vom knöchernen Arm des Unglücks ergreifen sah, als sie als Förderer national-sportlicher Bestrebungen und als Vettreter der Regierung zu einem Wettkampf erschienen waren, von dem der nationale Stolz die siegreiche Bewährung französischer Flugkunst erhoffte. In der ganzen Welt wird Frankreichs Trauer in diesen Tagen schwerer Heimsuchung mit-trauernd und mit-sühlend empfunden werden und diese auf« richtige Anteilnahme an einem Schicksalschlag, wie er schwerer und verhängnisvoller in neuern Tagen nicht zu betrauern war, darf der französischen Ration auch im Düster des Unglücks als Lichtstrahl kultureller Weltverbrüderung lindernder Trost sein, der ihr die hatte Prüfung eines Tags des Verhängnisses er-
Das Drama von Issy.
Wie wir beretts gestern durch Aushang gemeldet haben, stürzte beim gestrigen Start der Flieger für den Wettflug Paris-Madrid auf dem Flugfclde Jssh-les-Moulineaux bei Paris früh um halb sieben Uhr das Flugzeug des Fliegers Train, der wegen schlechten Funktionierens des Motors noch einmal landen wollte, in eine Menschengruppc, wobei Ministerpräsident Monis, Kriegsminister Berteaux und ein
91a*ri*te”" erfch-fnm wöchentlich sechsmal und zwar “ -®61 ^EementSpretS beträgt monatlich 50Pfg. bet freier Zu.
3>rU^”ei' V"lag u. Redaktion: Schlachthofttraßs 26/30. gerttoer Vertretung: SW, Friedrichstraße 16, Telephon: Amt IV, 676.
Der Tag des Unglücks.
(Privat -Telegram m.)
Ueber die Einzelheiten des schweren Unglücks auf dem Flugplatz Issy - les - Moulineaux wird uns aus Paris berichtet: Anläßlich des vom »Petit Parisien" veranstalteten Wettfluges Paris-Madrid hatte sich gestern in der Frühe eine große Menschenmenge auf dem Flugfelde Issy-les-Molinaux eingesunden. Das Wetter war trübe und es herrschte besonders in den höheren Luftschichten ziemlich starker Nordwind. Die Flüge sollten in Intervallen von fünf Minuten erfolgen. Es waren bereits drei Aviatiker aufgetziegen und in der Richtung auf
Ueber die Ursachen der Katastrophe gab der Mechaniker des unglücklichen Aviatikers Train folgende Erklärungen ab: Mein Chef ist aufs Tiefste erschüttert und wiederholt fortwährend, daß er lieber selbst getötet worden wäre, als die Ursache dieses schrecklichen Unglücks geworden zu sein. Die Schuld an dem Unglück trifft aber nicht den Flieger Train, der erst vor einer Woche durch einen gelungenen Passagierflug über eine Strecke von hundertfünfzig Kilometern bei ehter Windstärke von achtzehn Sckundenmetern bewiesen hat, daß er ein geschickter und kaltblütiger Führer ist: Aus allen Begleitumständen der Katastrophe geht vielmehr hervor, daß sie lediglich der mangelhaften Organisation des Starts zuzuschreiben ist. Dir zur Absperrung verwendeten Truppen waren gänzlich unzureichend und der Wachtdienst wurde auch nicht streng genug durchgeführt. Nach den ausgegebenen Bestimmungen sollte das Flugfeld selbst nur den mit Armbinden versehenen Fliegern, Mechanikern und Journalisten zugänglich sein. Es befanden sich aber zahllose Personen auf dem Felde, die hierzu kein Recht hatten. Vollends unverständlich ist es schließlich, daß die Organisationsleitunq des Flugs weniger auf die Sicherheit der Minister bedacht war, als auf die des übrigen Publikums, und daß sie die Regierungsvertreter auf das Flugfeld ließ und sie so einer Gefahr aussrtzte, der sie auch wirklich zum Opfer gefallen sind. Bei dem Gedränge, das nach dem Bekanntwerden des Unglücks von Ifsy-leS- «SÄÄwÄÄhSM»«STasf »ML schwere Verletzungen und mußten inS Kran- s/yter&u U?lltt^Imtet
kenhauS gebrockt werden. Daß die Organisa-1 W bis in die späten Abendstunden die Ver- tion deS Wettffugs mangelhaft war, wird in ?.^^^" fott. Man glaubt nicht, daß eS der Presse allgemein bervorgeboben und cS 1 n*(»wÄ2 StnHafle Segen den unglück- werden infolgedessen gegen die Flugleitung Aviattter Train kommen Wird, dagegen chwcre Vorwürfe und Anklagen laut. m» b°6 bic Nuglertung und
. die für die Absperrungen verantwottlichen
* Personen zur Rechenschaft gezogen werden, nach-
W, Spser der Katastrophe. einwandfrei festgestellt ist, daß die selbst.
(Eigene D r a h t m e ld u n g.) gement des Flugs außer Acht gelassen worden Ministerpräsident Monis ist erheblicher sind Das um Mitternacht ausaegebene Bulleverletzt. alS es zuettt den Anschein hatte. Das tm über den Zustand des Ministerpräsidenten reckte Bein ist zweimal gebrocken, das Nasen- Monis besagt, daß der Ministerpräsident im dein ist gleichfalls gebrochen, die Backen und tiefen Schlafe liege, nachdem ihm verschiedene Stirn aufgeriflen, die Augen aber sind wie Schlafmittel eingegeben worden waren. Sein durch ein Wunder unverletzt. Monis klagt Zustand gibt zwar noch zu Besorgnissen An- außerdem über große Schmerzen in der Brust laß. doch hoffen die Aerzte, daß es gelingen und im Unterleib. Ob auch innere Verletzun- wird, Komplikationen zu verhindern Heute gen vorliegen, konnten dir Aerzte noch nicht früh war Monis nach verhältnismäßig gut ver- seststellen. Monis ist bei voller Besinnung, brackter Nackt fieberfrei. Der im Elhsce-Palast Seine ettten Motte nack der Untersuchung wa- abaebaltene Ministerrat betraute den Minister ren: »Bitte, den Wettflug nickt zu unterbre- des Aeußern, Crupvi, mit der vorläufigen cken!" Dem Präsidenten Fallisres, der Führung der Geschäfte des KriegsministerS ihn um zehn Uhr abends besuchte, sagte er. daß * r ->
er hoffe, am Leben zu bleiben und in nickt zu *__ »
langer Zeit wieder beraestellt zu sein. Auch TkaNkk, $t6UCt!
der Sobn des Ministervräsidenten Monis, ~
Kabinettsdirektor im Ministerium, bat Kontusionen am Bein erlitten. Der Sportsmann Deuffck bat einen schweren Rervenckoc erlitten.
Zwei französische Minister verunglückt!
Re Flug-Katastrophe bei Fffh-les Moulineaux. - Kriegsminister Berteaux getötet, Minister Prüfident Moris schwer verletzt. — Die übrigen Spser der Katastrophe. Ein unglücklicher Zufall die Ursache des Unglücks ? — Die Unzulänglichleit der Absperrungen. — Frankreich an der Bahre des Kriegsministers. — Reue Flug-Katastrophen <
Die Einsargung der Leiche des Kriegs» Ministers Berteaux erfolgte gestern abend um neun Uhr in Gegenwart zahlreicher Minister, sowie der Familienangehörigen. Der Tag der Beisetzung ist noch nicht definitiv festgesetzt, I doch glaubt man,daß sie Donnerstag oder Frei- | tag erfolgen wird. Der Sarg des Ministers wird von Ordonnanzoffizieren und Mitgliedern des Zivilkabinetts bewacht, die sich von zwei zu zwei Stunden ablösen. Die Ge - I m a h l i n Berteaux befand sich am Krankenlager ihres Sohnes, der als Dragoneroffizier mit dem Pferd gestürzt, aber außer Gefahr ist, als ihr die Nachricht von dem tragischen Ende ihres Gatten überbracht wurde. Der Staatschef Fallieres konnte keine Trostworte finden; ihm standen die Tränen in den Augen, als er der Witwe im stummen Beileid die Hände drückte. Kriegsminister Berteaux hinterläßt eine Witwe, einen Sohn, der Offizier ist, und eine Tochter. Gegen zehn Uhr abends führten der frühere Minister Doumer und der Schwiegersohn des verunglückten Kriegsministers die beiden völlig gebrochenen Damen aus ihrem Hause ins Kriegsministerium, wohin man die Leiche Berteaux gebracht hatte. Der abgerissene Arm war der Leiche wieder beigelegt worden und die schreckliches Verletzungen am Halse wurden bedeckt Betteastx hinterläßt eilt Vermögen von etwa dreißig Millionen Francs. Dem Publikum wurde gestattet, an der aufgebahrten Leiche des Kriegsministers vorbeidcfi- lieren zu dürfen, und seit gestern abend haben Hunderttausende das Kriegsministc- rium besuckt, wo die Leiche des toten Ministers zwischen Palmen und Blumen aufgebahrt
Am Schauplatz der Katastrophe.
(Eigene Drahtmeldung.)
Einer der nächsten Augenzeugen des Unglücks, der Deputiettc D r e y f u i, erzählt den Vorgang wie folgt: Ich befand mich in der Umgebung der Minister, die nahe dem Stattplatz standen. L s p i n e, der Polizeipräfekt von Paris, sagte: »Sie werden besser von der anderen Seite sehen, weil Sie dort das ganze Feld vor Augen haben." Ich folgte dem Rat und ging über das Feld nach rechts. In diesem Augenblick kam der Aviatiker Train, der einen Apparat offenbar nicht recht zu meistern verstand. Wir hatten alle den Eindruck, als wolle er der Abteilung Kürassiere ausweichen, die im Trab über das Feld ritt, um zudringliche Gaffer zu entfernen. Kriegsmintster B e r. t h e a u x befand sich neben Monis und LSpine, links von den Kürassieren. Wir standen alle till, um abzuwatten, was der Aviatiker tun würde.
Plötzlich machte der Apparat eine scharfe Wendung nach rechts. Der rechte Flügel ging über den Köpfen der Zuschauergruppe hoch während der linke auf den Boden aufschlug und mit einer rasenden Bewegung Monis und Berteaux fortschleuderte. Man konnte sich im ersten Augenblick kein Bild von dem Geschehenen machen; man sah, wie die Ambulanz, von Zuschauern umdrängt, auf das Feld eilte und glaubte, daß der Aviattker Train und fein Passagier verunglückt seien. Tann verbreitete sich mit Biltzesschnelle die Nachricht von dem Tode Bertheaux und schon kamen Automobile mit den Körpern der verunglückten Minister: Monis war blutbedeckt, sagte aber fortwährend: „Es ist nicht fo schlimm!" Dann folgte der zweite Wagen: Offiziere umgaben einen mit einem Plan bedeckten Körper: Ber- th e a « x! Ein Offizier faßte: „Keine Hilfe mehr, er ist tot!" Alle Umstehenden entblößten das Haupt. Auf dem ganzen Platz, der eben noch das Bild geräuschvoller Fröhlichkeit war, herrschte tiefes Schweigen. Hinter dem Wagen Bertheaux ging der Deputierte Doumer, dem die Tränen übers Geficht liefen.
Die Ursache des Unglücks ist außer dem Ver,agen des Apparats in der Kürassierabtei- lung zu suchen, die auf dem Felde hin und ?CJ, ita&tc und die Aviatiker in Verwirrung 'kvie. Tram ist ein ganz junger Mann, der ei» uen Apparat konstruiert hatte, dessen Schnelligkeit bei Versuchen in Mourmelon ausgefallen war. Er und fein Begleiter blieben vollständig unverletzt, sind aber durch das Unglück vollständig gebrochen. Train konnte auf die Fragen, die die Untersuchungskommiffion an ihn stellte, nur w e i n e n d Auskunft geben. Er sagte: »Ich kann noch nicht zu mir kommen lieber würde ich selbst tot sein, als nunmebr das