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Gsflrler pbenLzeitung

Fernsprecher 951 und 952.

Donnerstag, den 18. Mai 1911

Fernsprecher 951 vnd 952.

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einen so vortrefflichen Eindruck gemacht, daß

richt hinzuzufügen:Unb däs Urteil erscholl vor

Paris, 17. Mai.

Abdul Hamid wahnsinnig?

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Englands Aero-Park

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Zeugen aus den Kreisen der hohen Beam­tenwelt beantragt, deren Aussage ihn ent­lasten soll und die bekunden sollen, das? seine Vermittlungen" cinwandsreicr Natur gewesen seien.

der Sultan am Morgen des fünften Juli eine Schere, um sich Bart und Nägel zu beschneiden. Der Kammerherr des Sultans, Fahri Beh, weigerte sich, ihm die Schere zu geben, aber die Sultanin-Mutter bestand darauf, daß der Wunsch ihres Sohnes erfüllt werde. Am näch­sten Tage fand man den Exsultan tot: Durch seine Wächter vergiftet! Was das Schicksal AbdulHamids betrifft, so sträubt man sich, die heutigen Machthaber der Türkei, deren Pro- I gramm die Humanität und der Fortschritt ist, I mit dem nahen Ende des Sultans in Zu­sammenhang zu bringen, wie man dies unter dem alten Regime unbedenklich hätte tun können. Sicherlich bat aber auch die jetzige tür- | kische Regierung kein besonderes Interesse an

dieses Kindes, um dessen Jugend Mutter und Pfleger mit allen Waffen der Erbittrung und des leidenschaftlichsten Hasses gerungen.

Hätte das Reichsgericht den Fall der bei­den Zeitgenossinnen König Salomos zu ent- cheiden gehabt, so hätte es keines Schwertes bedurft. Es würde vermutlich (wie im Fall Kwilecki) einfach entschieden haben: Die Kläge-

gerin ist abzuweisen, da der Paragraph sechs­hundertvierzig der Zivilprozeßordnung hier nicht zutrifft. Ob aber dann wohl der Chronist diese Entscheidung der Nachwelt überliefert hätte? Wir möchten es bezweifeln. Jedenfalls

e ___________, kam Oberbüraermeisier Dr. Hohler eingehend

baben die kürzlich stattgehabten Versuche mit auf das Unglück zu sprechen. Die Wind- und Flugavvaraten in maßaebenden Kreise«! Wetterverhältnisse sind nack seiner Ansicht so

Eine mysteriöse Angelegenheit beschäftigt seit gestern die Marinebehörden. Auf unerklär­liche Weise verschwanden von dem Torpedoboot 256 vertrauliche Papiere des Archivs und wichtige marinetechnische Dokumente. Auch eine große Summe Geldes ist entwendet wor­den. Das Tagebuch des Torpedobootes wurde später von einem Unbekannten gefunden. Bis­her konnte noch kein Licht in diese dunkle Ge-

JnserttonSpreise: DtesschSg-spaltcn- Zeile für einheimische Geschäfte 15 Pfg., für auSwärttge Inserate 25 Pf., Reklamezetle für einheimische ®e- schäfte 40 Pf., für auswärtige 60 Pf. Geschäftsstelle: Kölnische Straße 5. Berliner Vertretung: SW., Friedrichstraße 16, Telephon: Amt IV., 676.

Nacht ihr Kind weggenommen und dasür das eigne tote, das sie im Schlafe erdrückt hatte, hingelegt zu haben. Sie wollte nun ihren Sohn heraushaben. Die Sache ging bis vor das Reichsgericht in Israel, dem damals König Salomo in Person präsidierte. Seine juri­stische Vorbildung war freilich nur mangelhaft! ja, wenn er vor einer Königlich preußischen r? Prüfungskommission sein Examen hätte able­gen sollen, so hätte diese vielleicht die beschä­mende Entdeckung machen müssen, daß Seine Majestät vom Paragraphen sechshundertvierzig der Zivilprozeßordnung keine Ahnung hatte. Dafür hatte er aber viel gesunden Menschen- r . verstand, der auch in dieser schwierigen Lage nicht versagte. Er ließ ein Schwert herbeibrin­gen und befahl, das Kind zu zerteilen und je­der Partei eine Hälfte zu geben. Da sprach die wahre Mutter des Kindes:Ach, mein Herr, gebt ihr das Kind lebendig und tötet es nicht." ( Die andre aber sprach:Es sei weder mein fe och Dein, laß es teilen." Da antwortete der M König und sprach:Gebt dieser das Kind le- : bendig und tötet es nicht: Dies ist seine Mut- kl ' ter!"

König Salomo ist tot und man konnte ihu> ; den Fall Kwilecki nicht mehr zur Entscheidung unterbreiten. Aber wenn er darüber zu urtei-

(Eigene Draht Meldung.)

Wie uns aus London depeschiert wird.

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Sie Zelltschland Katastrophe.

Graf Zeppelin an der Unglücksstätte-

(Eigene Drahtmeldungen.)

Düsseldorf, 17. Mai. (Telegramm unseres Korrespondenten.) Heute in der Frühe traf Graf Zeppelin, von Friedrichshafen kommend, hier ein. Kurz nach der Ankunft fuhr der Graf im Automobil zur Golzheimer Heide, wo sich die Luftschiffhalle befindet, um das Wrack vcrT e u t s ch l a n d" zu besichtigen. Graf Zeppelin war tief erschüttert über die neue Katastrophe, und seine Umgebung merkte die tiefe Bewegung des greisen Grafen, als er den Trümmern des verun­glückten Luftschiffs gegenüberstand.

Weitere Telegramme unseres Düsseldorfer Korrespondenten be­richten uns über die gestrige Katastrophe noch folgende Einzelheiten: Die Ursache des Un- alücks oder wenigstens seiner verhängnisvollen Schwere ist, wie Sachverständige bekunden, der unglücklichen Lage der Halle und dem Umstand zuzuschreiben, daß die Halle aus völlig sandigem Boden gelegen ist. Die Be­dienungsmannschaften haben, wenn der Luft­kreuzer' aus der Halle hcrvorgezogen wird, gar keinen Halt unter den Füßen. Die Gondeln, die Motoren und die Propeller derDeutsch­land" sind nickt beschädigt und können wieder verwendet werden. Auch verschiedene Ballonette baben wenig gelitten. Das Luftschiff, das jetzt zum Teil an der Schutzwand und zum Teil auf dem Dacke liegt, gewährt einen traurigen Anblick Die Aufräumungsarbeiten sind in vollem Ganae, werden aber mehrere Tage in Anspruch nehmen. Nack den letzten Disposi­tionen wird das Luftschiff wabrscheinlich nickt nack Friedrichshafen transportiert, sondern in Düsseldorf repariert werden.

Einer der Mitfahrenden

(Eigene Drahtmeldung.

Aus Saloniki wird uns depeschiert: Die Meldung über den Selbstmordversuch des in der Villa Alltini gesangen gehaltenen Ex­sultans Abdul Hamid entspricht den Tatsachen. Der Exsultan, der seit seiner Entthronung fort­gesetzt an Wahnvorstellungen leidet, hat ver­sucht, sich aus den Fenstern seiner im ersten Stockwerk befindlichen Wohnräume in die Tiefe zu stürzen. Dicht unter den Fenstern der Villa ragen haushohe, scharf äugeft>t»te <51 f c n = gitter empor und der Exsultan wurde sich auf diesem Gitter aus gespießt haben, wenn ihm sein Vorhaben ?elungenware Dre Acrzte bezeichnen den Zuftand des Cxsultans als Wahnsinn und rechnen mit einem nabe bevorstehenden Verfall der Kräfte des Kranken.

monisch nennen würde. Soweit die bisher ver-i ösfentlichte Urteilsbegründung erkennen läßt, stellt die Entscheidung des Reichsgerichts einen Triumph des reinen Formalismus dar: Die Kernfrage, die durch den Prozeß klar gelegt werden sollte, ob nämlich der angeb­liche Kwilecki junior der Sohn der Bahnwär terfrau ist oder nicht, bleibt ganz unentschieden Für das Reichsgericht hat sie kein Interesse;! denn der Paragraph sechshundertvierzig der Zivilprozeßordnung, auf Grund dessen Frau Zäzilie Meyer ihren angeblichen Sohn begehrt paßte auf den vorliegenden Fall nicht, oder paßte wenigstens nach Ansicht des Reichsge­richts nicht. Ergo erübrigte es sich, in eine materielle Prüfung des Falls einzutreten.17 ""T 'snA ki hie Unteriu-

Vierzehnjährige blieb Graf'. noch rm Lame des Heu ttgenTages Aufklärung -e jedenfalls

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daß Frau Meyer keinen Anspruch auf Heraus- ssbyr. ,

gäbe ihres angeblichen Kindes hat, und auf gnmh

der andern Seite haben Wir die unwiderlegte MSMÜN, RüMl UNS S0MY.

Entscheidung deS Oberlandesgerichts Posen, (Eigene Drahtmeldung.)

daß der angebliche Joseph Kwilecki tatsächlich yug Paris wird uns depekckiert: Gegen der Sohn der Frau Meyer ist. Dieser die in die sensationelle Aktendiebstahlsaffäre un unlösliche Widerspruch läßt eine Genugtuung Ministerium des Aeutzern verwickelten Perso-

Urteils wird dem jungen Kwilecki für alle Zei- band^uMc^eniun brci Angeklagten wer­ten der Makel anhaften, daß er ein nuterge-fi^ uou sechs Advokaten verteidigt werden, und sckobnes Kind, und durch eine ll-walttattge wahrscheinlich, daß in der bevorstehende« Korrektur des Schicksals auf verschwiegnen Verhandlungdes Prozesses intereffaMe Ent- niiahen aus bei Armuthütte der Mutter ins I hüllungen über diemärchenhafte" Tätigkeit rarAtenirMnc bei Kwilecka verpflanzt worden des Hauptbeteiligten Maimon erfolgen werden.

Ei« mrfilgbare Trübung des Emvfindens! Maimon selbst hat die Ladung von fünszeü«

dem aanzen Israel, das der König gefallet würde, daß die entthronten Sultane den Ver- werden. Diese Zahl soll indessen spater noch batte und befürchteten sich vor dem Könige;!lust ihres Kalifats nur kurze Zeit überleben, bedeutend erhöht werden, denn cs besteht der h?n fiTLo« hnTbie 99 e i § b e i t ® o 11 e 8 Sie meisten türkischen Sultane haben sich we- Plan, der Kriegsverwaliung einen vollständi- benn Ü- sahen, baß de Weish e i t G o t t e s Wochen nach ihrer Entthronung selbst ent- *en 'Aero-Park" anzugliedern, der im in ihm war, Gericht zu halten. 1> leibt, einmal um dadurch den untröstlichen Kriegsdienst, namentlich auch in der Kolonie,

Salomos vor dem ganzen -ande kann oas > Schmerz über die erfahrne Schmach zu verwin- Perwendung finden soll. Sogar für die e n g - Reichsgericht nicht beanspruchen; will's vermut- ben, zum andern aber auch, um die nationale lische Marine wird die Schaffung eines lich auch nicht, denn nicht die Weisheit Gottes Politik und die Dynastie von einer überslüssi- besonders konstruierten Aeroplan-Typs geplant, spricht Recht, sondern der Buchstabe des ®c- qen und störenden Persönlichkeit zu befreien, bei für den Seedienst eingerichtet werden setzes Und im Paragraphen sechshundertvier- Es ist dies gewissermaßen eine Tradition, der und speziell für Rekognoszierungsfahrten Ver- zia der siivilordnung steht zu lesen:Auf einen sich bisher alle abgesetzten Beherrscher der Wendung finden soll.

h», her TeHftenutta bes Bestehens Gläubigen mehr oder weniger willig gefugt RechisstE, der der Feststellung des gehens, Schon Abdul Hamid selbst bekannte sich oder Nichtbestehens eines Eltern- ober K ^wie so viele seiner Vorgänger) zu bem Grunb- besverhältnisses zwischen den Parteien, oder die baß nur die Toten nicht mehr zurückkehren, Feststellung des Bestehens ober Ricktbestehens unb CI gegen seine Widersacher, oder gegen der elterlichen Gewalt der einen Partei über biejenigen, die er dafür hielt, uvzähligemale die andre zum Gegenstand hat, finden die Vor- nach diesem Grundsätze gehandelt. Selbstver- schriften der Paragraphen 607, 613 (folgen Wei- stündlich ließ man den gefangenen Sultanen tere acht Paragraphen, die die prozessuale Be- jedesmal die Wahl ihrer Todesart: Bald schlitz- juristisch" auszudrucken), Salomos SSetSben niflCI jeeiwillig aus dem Fenster (wie Moha- rankte sich nicht an himmelanstrebendem Bara-i meb ber Dritte), bald öffneten sie sich mit Hilfe graphen-Gefüge empor; es war das natürlich-! einer kleinen Schere an beiden Armen die Puls- menfchliche Rechtsempfinden, oderdie Weis- adern wie Abdul Aziz.

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I deutiche Gericht . . . zehnjähriger Regierung. Man fand ihn eines

len gehabt hätte, fo hätte er vielleicht gefaat: ---1 Tages tot, in der einen Hand eine Schere, mit

E Eine Frau, die ihren angeblichen Sohn vomi Mprzo KpnsMnNkN. der er sich die Pulsadern geöffnet haben sollte

t wrben eines aräftichen Majorats zu einem rin-I Slclie eeiHUlSMSICU. Unzweifelhafte Dokumente haben allerdings

k" fachen Mev-r mit einer ungewissen Zukunft Eine französifche Schiffskaffe verschwunden, inzwischen den Beweis erbracht daß Abdul

% ses Kindes sein, und er ^tteFrauZazilie In Frankreich jggt eincS'nLlonbl^ von dem Marschall Soliman Pascha von seiner

M Meyer abgewresen. Das Reichsgericht ist zu andere, ein Skandal solgt dem andern,^und^^lqten Absetzung in Kenntnis gesetzt Worden

.. demselben Resultat gekommen, gleichwohl wird es zeigen sich immer neue Schwachen und ~uib. ^urde der Sultan nach kurzem Wider- sich kaum jemand finden, ber dieses Urteil salo- ttgkeiten. der h^§ <Re?totoinbcn der stände überwältigt und zunächst in den Palast

| monisch nmnen würde. Soweit die bisher ver- neueste Affäre^etriT t ba« * Top Capu. später in das Palais von

Kasse und des Dokumentdepots eines ^.ori gebracht, wo er streng bewacht

p e d o b o o t s, das gestern amtlich bekannt ge- b ^ach der offiziellen Version verlangte geben wurde. Eine Ausklarung des seltsamen'w " - - - ~ - -

Falles ist noch nicht möglich gewesen. Ein Privattelegramm berichtet uns darüber:

Salomo und Kwilecki.

Noch ein paar Worte zum Kwilecki-Prozeß.

Ben Akibas greisenhaft-pessimistische Weis­heit hat abermals ihre Bestätigung erfahren: Es war alles schon da, und auch derFall Kwilecki" ist nicht der erste seiner Art. Wer ,m heil'gen Buch ber Bücher Bescheid weiß, kann's bestättgen. Schon zur Zeit des guten und weisen Königs Solomo kannte man einen Fall Kwilecki, und die Affäre erregte damals solches Aufsehen, daß em ausführlicher Bericht darüber in das erste Buch der Könige aufge- 609 M nommen wurde. Die Geschichte ist allbekannt: ms M- Zwei Frauen stritten sich um ein Kind; die eine loci Partei beschuldigte die andre, ihr heimlich bei

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erzählt: Nachdem die Passagiere das Luftschiff bestiegen hatten und das Fahrzeug gerade zur Hälfte aus der Halle herausgebracht war, setzte eine furchtbare ein und das Luftfchiff wurde nach oben gettieben. In diesem Augenblick rissen zwei Taue, an denen das Luftschiff (wie üblich) gehalten wurde. Durch diesen Zwischenfall ging die Herrschaft über das Schiff verloren; es stieß hart auf und der hintere Teil wurde dreimal ge­knickt, verfing sich an der Schutzwand und brach. Die Passagiere, einige rheinische Großindustrielle und mehrere Damen, ver­ließen die Kabinen zum Teil durch den hin­teren Gang und wurden von hort auch von der Feuerwehr geborgen. Als die Nachricht von dem Unglück die Stadt durchflog, begann sofort

ein Sturm auf die Straßenbahn

und alle Verkehrsmittel. Alles fuhr zur Ballon» i balle hinaus. Dort war jedoch eine strenge Absperrung borgenommen worden. Die vordere Gondel hatte sich am Tack der Halle festge- klemmt: Dach und Gondel waren stark be­schädigt. Einige Kompagnien Militär leisteten bei den Bergungsarbeiten Hilse. Ballonnetz und Umhüllungen wurden abgetrennt, damit das Gas entweichen konnte. Die drei Teile, in die das Fluqschiss zertrümmert wurde, hingen nur noch lose miteinander zusammen. Der I Schaden ist größer als seinerzeit bei dem Un» I glück im Teutoburger Walde. In der Bevölke- I rung offenbart sich eine große Teilnahme an dem Sckickfal des Grafen Zeppelin, und in bet gestrigen Stadtverordneten-Sitzung

die Regierung ersucht werden wird, bedeutenve Kredite zur Erwerbung von Aeropla- nen zu bewilligen. Von kompetenter Seite wird darauf hingewiesen, daß die Erwerbung von Flugapparaten billiger sei und größere .... . _ ,Aussicht auf praktischen Erfolg verspreche, als

Die Tragödie der bnttyronten. die schwerfälligen Lnstkreuzer nach beut«

- h- Nin-1 -MffnHni schein Muster. Der M a r i n e m in ist e r ist

Der Gefangene der Villa Allattm. begeiferter Anhänger der Flugapparate ge-

(Von unserm 51orrespondenten.) worden und verspricht sich viel von ihrer Ver- Nach den neuesten Meldungen aus Solouiki wcndbarkeit für den Kundschafterdienst, eine hat der Exsultan Abdul Hamid einen Ansicht, die auch von anderen hochgestellten Selbstmordversuch unternommen. Früher oder Persönlichkeiten der Armee und Marine geteilt _____ . später wird man sich also voraussichtlich aus wird. Wie es heißt, soll zunächst eine Bestel-

aber hätte er keinen Anlaß gehabt, seinem Be- bas Ende des ehemaligen Padischah _ gefaßt [ung auf fünfzig Flugapparate bei *-LL,--......---- ^"'machen müssen, was die alte Regel bestätigen französischen und englischen Firmen gemacht

würde, daß die entthronten Sultane den Ver- werden. Diese Zahl soll indessen später noch