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136 1- Jahrgang.

g Die Agitation der Ortsgruppe C a s

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i uch j s Deutschen Flotten Vereins

im-- 3 ujf nickt nur der Wehrhaftmachung Deutsch­en- 1 Mbs zur See, sie erstreckt sich auch aus das ihr- ; tzzjalc Gebiet. Für den gestrigen Tag hatte rie- 1 Ortsgruppe zu einem Wohltätig-

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Pdampsers noch folgendes geschrieben: Ten Mnvfschiffahrtsgesellfchaften, die bisher auf S Weser den Frachtverkehr besorgten, ist jetzt Konkurrenz entstanden. Ein neuer Damp- k »Expreß 1* ist sei gestern in Dienst gestellt.

i A Die drei kritischen Tage. Mamertus und «nkratius sind vorüber und auch Servatius M begonnen, ohne, daß ein Kälterückschlag ^getreten ist. Im Gegenteil, man muß rin ^nehmen der Wärme konstatieren. Gestent hten wir insofern nur einen etwaskri- foen Tag", als ein Gewitter über Cas- kzog, das jedoch in mehr nordöstlicher Rich- 98 zur Entladung kam. Aus der dortigen ktzend kommen denn auch Meldungen von U n- 'etterschäden. -A Sn Wolfsanger

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äe Veranstaltung erfolgten Verlosung gewin- M konnte. Das heißt: Wenn man ein Los gekauft und . . . Glück hatte.

; Seitwärts des großen Saals hatte man einen Erfrischungsraum eingerichtet, der wäh- . itnb der Pausen stark in Anspruch genommen wurde, da dort junge Damen die schönsten Leckerbissen und perlende Getränke kredenzten. Der Festausschuß hatte aber auch für einen er- Wenen geistigen Genuß Sorge getragen. Vo?- W sprach Herr Friedrich Junghenn in -Heroldstracht einen wirkungsvollen Prolog, eher auf den Zweck der Veranstaltung hinwies j ümb in dem zu freudiger Opferwilligkeit aufge- \ Wrdert wurde. Dann ist der Casseler | kr« hrer-Gesang-Verein zu nennen, der fern zweiten Satz aus der Svmphonie-Ode »Das Meer" von Louis Nicode und die »Wikingerfahrt" von F. Gamble zum Vortrag brachte. Wuchtig und stark klang be- ' sonders der zweite Chor, der auch ungeteilten - Beifall auslöste. Herr E. v o nM a s s o w sang drei Lieder .Morgen" und .Cäcilie" von Arauß und .Heimweh" von Hugo Wolf, in bei ihm eigenen temperamentvollen Weise und Herr Warbeck erfreute durch heitere Gesangs- ; Dcke. Er entzückte das Publkum derart, daß : ci sich zu einer Zugabe verstehen mußte..

Fräulein Isolde Hoppen spielte auf der i Violine eine Romanze von Svendsen mit Or- :! chesterbegleitung, wobei man eine große Fer- : tiflteit der jungen Dame auf dem Instrument zu bewundern in der Lage war. Obermusik- Mister H i e g e dirigierte die Kavelle des In- santcrie-Rediments 167, die den Einzugsmarsch der Gäste auf die Wartburg aus .Tannhäuser" ' und den Krönungsmarsch aus der Oper .Die j fGolkunger" von Kretschmer mi tgrotzer Bra- : E tour zu Gehör brachte. Sehr nett wirkten auch nn elektrisches Keulenschwingen und ein von ; prei jungen Damen vorgetragenes Terzett aus :: .Mikado". Ein musikalischer Damenkaffee be- j schloß die Vortragssolge, die einige stimmungs- ] [tolle Stunden geschaffen hatte. Natürlich war das Fest noch nick beendet, denn die bisher tätigen Damen verlangten auch ihrerseits eine Seine Erholung, die bei lustigen Tanzweisen wgleich erfolgte. Aller Voraussicht nach dürfte der Ertrag der Veranstaltung ein recht erheb- sicher sein. -ss-

L_A Das Plakat der Landwirtschafts Ans- : klung. Aus Fachkreisen wird uns ge­schrieben: Es dürfte bisher noch nicht aufgefal- Int fein, daß die in Casiel aushängenden Pla­tte für die .Landwirtschaftliche Ausstellung" mit einem Fehler behaftet sind. Sieht man tonauer hin, so wird man finden, daß die Wense in des Jünglings Hand verkehrt bärge- J :Mt ist. Der breite Teil der Sense ist immer 3 1 mchrs, nicht, wie es auf dem Bilde zu sehen t ä »links. Mit der auf dem Plakat dargestellten h a Senfe läßt sich nicht mähen, weil der Rücken ehr i-M unter und die Sensenwölbung nach oben Mimen würde, statt umgekehrt. Außerdem ?.en | Wht der zum Dengeln erforderliche Hammer zur Schnittfläche; bei dieser Hammerstel- würde die Sensenschärfe nicht gedengelt,

Mits fest eingeladen, dessen Reinertrag zum gaten eines Alters- und Jnvalidenheims für Zeeleute der Kriegs- und Handelsmarine Ver- vcnbung finden soll. Der Einladung war man Mm gefolgt, und in großen Scharen in die bestück dekorierten Räume des Stadtparks oe- M, wo bald ein buntes Gewoge eleganter roiletten, prächtiger Uniformen und schwar- iei Röcke begann. Cassels elegante Welt war Mrsammelt, und opferte freudig auf dem Altar Zer Nächstenliebe. Recht intim hatte der Fest- Msschuß die Räume gestaltet: Die Wände wa- M mit Landschafts- und Seebildern überzo- Si, große Fahnen und vielhundert kleine buchen schmückten Decke, Brüstungen und Meiler, und gegenüber der Bühne lag ein Schiff verankert, bas über die Toppen geflagot hatte vnb die Kriegsstandarte am Großmast ttus führte. Aus seinem Deck waren die kostbarsten Hachen ausgestellt, die man bei der am Schluffe

- weitere Dampfer werden noch gebaut.

1 Befe Dampfer, die einer Gesellschaft von Schif-

'^TTTfcft schlafend) an die Dachrinne. Eine Shorin erwachte von dem Geräusch und rief ^schlafende Nachtwandlerin entsetzt mit San Namen an. Tie Unglückliche erwachte EL, und stürzte in den Hof hinab, wo man ^sterbend aushob.

9ns Neueste aus Kassel.

Das Kasseler Flottenfest.

Im Dienste der Wohltätigkeit.

; I Rumschlagstelle zur Löschung ihrer Frachten.

D scheint so, als ob sich ein Konkurrenzkampf s stf.be r Weser entwickeln wollte.

zen Widern gebeult."

- 1 eTA Der größte Dampfer auf der Fulda. tTy, j M für die Fulda-Schiffahrt zur Verfügung Wende Flotte ist um einen großen Dampfer ef*» «er einer neuen Bremer Gesellschaft gehört

: Ab den NamenErpreß 1* führt)" vermehrt £ h»rden. .Erpreß 1* sKapitär Reese) ist heute

1 Wnnittag von Münden abgefahren und wird :..e, - m Laufe des Nachmittags im Casseler Hafen ". ä Wtresfen. Aus Hannoversch-Münden wird

"Us zu der Indienststellung dieses neuen Eil­ave - -- ' " -

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SN. tteit el- rin-

Casseler Neueste Nachrichten

Sonntag, 14. Mai 191kl

schlug der Blitz in vier Bäume und zerschmet­terte sie. Tie in der Nähe mit Holzauflaben beschäftigten Leute erschraken sehr und es ge­lang ihnen mir mit großer Mühe, die unruhig gewordenen Pferde zu bändigen. Im Rein­hardtswald soll bas llutvetter besonders gewütet haben. Wie uns mitgeteilt wird, sind in W a i z r o b bei Immenhausen zwei auf einem Hausflur wohnende Frauen von einem Blitzstrahl bc'täubt worden, daß so­fort ärztliche Hilfe geholt werben mußte. Ter mit dem Gewftter verbundene starke Regen hat auf den Fluren außerordentlich gewirkt und das Wachstum der Pflanzen sehr gefördert.

A Der Hauptgewinn der preußischen Klas­senlotterie, Wie uns ein Privattelegramm aus Berlin meldet, fiel der fünfhunderttausend Mark betragende. Hauptgewinn der königlich preußischen Klassenlötterie auf die Nummer 12 332.

Ter Kreis Walfhagen und die Kleinbahn Cassel-Naumburg. Der Vorsitzende des Kreis­ausschusses des Kreises Wolshagen, von Butt­ler, erläßt eine Bekanntmachung, in der er die Stellung des Kreises zu der Weitersübrung der Bahn in der Richtung nach Wolshagen darlegt und in der es heißt: Der Kreis Wolf­hagen hat die Stellimg, die er einer Bahnver­bindung Wolfhagen-Naumburg gegenüber ein­genommen hat, «entgegen einer von einem an­deren hiesigen Blatte gebrachten Notiz), nie verlassen, er bat stets sein Interesse an einer solchen Babnanlage kimdgegebcn und er hat auch die Kleinbahn Cassel-Naumburg nie im Zweifel darüber gelassen, daß er für eine Wei­terführung, der Kleinbahn von Naumburg nach Wolfhagen nicht nur den erforderlichen Grund und Boden, sondern auch noch einen erheblichen Geldbetrag hergeben würde.

A Mutter und Kind auf dem Wochenmarkt. Auf dem Heufigen Wochenmarkt aus dem Kö­nigsplatz hatte eine Frau den Sportwagen mit ihrem etwa zweijährigen Liebling an einem Verkaufsstande auf kurze Zeit zurückge­lassen, um in nahe gelegenen Geschäften einige Einkäufe zu machen. Auf dem Rückweg fand sie jedoch den Verkaufsstand nicht wieder und irrte nun trostlos und mit tränenerstickter Stim­me Umfrage hakend, in dem Wirrwarr desMarkt- getriebes umher. Da endlich vernahm sie bas ängstliche Wehgeschrei eines von vielen Neu­gierigen umstanbenen Kinbes. Es war i h r Kind, bas sie alsbald wieder in ihre Arme schließen konnte...

A Schülerturnen auf der Landwirtschaft­lichen Ausstellung. Wie uns mitgeteilt wird, beabsichtigt der Turnlehrer Buchenau, auf der kommenden landwirtschaftlichen Aus­stellung mit einer größeren Schülerzahl allerlei turnerische Hebungen (Turnspiele und Reigen) vorzuführen.

A Aus unserer Garnison. Am nächsten Dienstag früh sieben Uhr wird das Infanterie- Regiment Nr. 167 unsere Garnison verlassen, um drei Wochen lang auf bemTruppenübungs- platze Ohrdruf in Verbindung mit dem Regi­ment 32 aus Meiningen das Regimentsexer- zieren und das Scharfschießen in größeren Verbänden abzuhalten. Von dem erlassenen Kasernement wird das dritte Bataillon des Regiments 83 aus Arolsen auf die Dauer von fünf Tagen Besitz ergreifen, um auf der Sichel­bach in Wilhelmshöhe die Kompagniebesichti­gung vorzunehmen. Das Kompagniefcharf- schießen. der Maschinengewehr-Kompagnie des Regiments^ 83 findet am 18. Mai am Dörnberg ftatt.: Die Schußrichtung liegt gegen den Hel- fenftein." Das Gelände wird, soweit Gefahr besteht, durch Posten gesperrt und darf nicht be­treten werden.

Habichtswald und Naturpark. Der Vorstand der. Kurhessischen Waldgenossenschaft tagte kürzlich im Stänbehause. Die Verhanb- lungen würben vertraulich gehalten, dock ver­lautet, daß die vom Königlichen Sanbrat Frei- Herrn von Buttlar im Kommunallandtage an­geregte Frage der Umwandlung des Habichts- Waldes in einen Naturpark in dieser Sitzung zum Gegenstand einer Besprechung gemacht worden war. Uebcr die Stellungnahme des Waldgenoflenschastsverbandes zu dieser Ange­legenheit ist jedoch nichts bekannt geworden.

A Die Verkehrsstörung auf der Straße. Im Stadtteil Rothenditmold entstand gestern nachmittag auf der Wolfbager st raße eine Verkehrsstörung dadurch, daß an einem Backstein-Wagen ein Hinterrad bra* in dem Augenblick, als sich das Fuhrwerk auf dem Gleis der Straßenbahn befand. Der Verkehr des Stratzenbahnbetriebs konnte daher län­gere Zeit nur durch Umfteigen aufrecht erhal­ten werden. Erst nach längerer Zeit war das Hindernis beteiligt.

A Krieg im Frieden. Die Divisionsmanö­ver der 22. Division finden in diesem Herbst auf dem Eichsfeld statt, sodaß die bort liegen den Ortschaften mit starken Einquartierungen zu rechnen haben werben. Das Manöverge- lätibc nach Heiligenstabt zu würbe in ben letz ten Tagen von mehreren höheren Offizieren besichtigt.

A Cassels beste Schützen. Beim Abschluß­schießen im atten Schützenhause in der Schützen­straße erhielten die erften Preise auf der Mei­sterscheibe Kassierer Genau, Stadtobergätt- ner Müller und Apothckkenbesitzer M e r - g e l l. Letzterer, mit dem die dritte Generation der Familie dem Casseler Schützenverein ange­hört. bat sich übrigens auch die von dem ersten Schießmeister Hofbüchsenmacher Häfner ge­stiftete Ehrenscheibe geschossen.

A »Die gesundheitlichen Anforderungen an Straßen und Plätze-." Im Saale des Restau­rants Stadt, Stockholm hielt gestern abend im Kreise der hiesigen Handwerksmeister- Per e i n i gu n g und einiger Gäste Regie­rungsbaumeister Brockmann einen beifäl­lig aufgenommenen Vortrag überdie gesund­heitlichen Anforderungen an öffentliche' ©ra­ffen und Plätze." Bei der Aufftellung von Be­bauungsplänen fei vor allem darauf Rücksicht zu nehmen, daß Licht und Luft an die dem­nächst zu erbauenden Häuser vom Keller bis zum Bodenraum heranreichen können. Die Breite der Straßen, die Höhe der Bauten, der Straßenbelag Iber vor allen Dingen fugensrei sein muß>, die Straßenreinigung (die maschi­nell in nächtlichen Stunden zu erledigen fei), müßten sämtlich von hygienischen Standpunk­ten geprüft und nach deren Leitsätzen gestaltet

werden. Erholungsplätze mit Sand­kästen sür die Kinder seien möglichst viel anzu­legen, viel Rafenplätze und Sitzgelegenheiten seien habet im Interesse der allgemeinen Volks­gesundheit zu Pflegen. Reichliches Sprengen der Straßen während des Tages ist gleichfalls unerläßlich. Leider könnten bei dem schnellen Wachstum mancher Städte die Anforderungen, die in hygienischer Beziehung gestellt werden müßten, bei Aufstellung der Bebauungspläne meistenteils nicht erfüllt werden.

A Auf dem Gelände der Landwirtichafts- ausstellung. Die Bautätigkeit auf dem Forst ist jetzt zu einer sehr lebhaften geworden. Die Hallen für die Erzeugnisabtcilung sind neuerdings in Angriff genommen. Dazu gehört in erster Linie die große Erzeugnishalle, die aus einem Komplex von einzelnen kleinen Hallen besteht, die insgesamt fünftausend Qua­dratmeter Grundfläche bedecken. In der Nähe wird das Hallengebäude für die kolonial- wirtschaftliche Ausstellung von der Abteilung Cassel der deutschen Kolonialgesell­schaft errichtet und eine sehr umfangreiche und .interessante Sammlung kolonialer Produkte aller deutschen Kolonien enthalten. Die deut­schen Molkereiprodukte werden in einer Butter­und einer Käsehalle zur Ansicht gebracht. Da­neben befindet sich eine Molkereikosthalle, mit bereit Bau ebenfalls begonnen ist. Die Pferdc- ställc,-vierzehn an der Zahl, ftnb bereits um- wanbet und werden in den nächsten Tagen mit Zeltdächern versehen. Die mächtige, mit drei­tausend Sitzplätzen ausgestattete Tribüne dürste in wenigen Tagen zur Vollendung kom­men. Die Aussteller werden nun bald erwartet, ihre Stande sind größtenteils abgesteckt, und einzelne Firmen, die selbst feste Bauten errich­ten, haben damit begonnen. Geklagt wird viel- sach über die ungenügenden Kiesan - fuhren, wodurch die Waflerlöcher und die feuchten Niederungen des Geländes noch nicht ausgeglichen ftnb.

A Die zusammengestellten Fahrscheinhefte. Von der Königlichen Eisenbahndirek­tion wird uns geschrieben: Infolge des er­heblichen Rückganges in der Benutzung von zusammengestellten Fahrscheinheften ist die Ausgabestelle Rundreisehefte in Cas­sel im vergangenen Jahre aufgehoben wor­den und die Geschäfte der Ausgabestelle Cassel sind an die gleiche Dienststelle in Hannover übergegangen. Diese Verhältnisse scheinen nvch nicht allgemein bekannt zu sein, weshalb da­rauf hingewiesen wird, daß die in den Räu­men der früheren Ausgabestelle verbliebene Auskunftstelle zwar die Bestellscheine auf Fahrscheinhefte entgegennimmt, sie aber zur Ausfertigung der Hefte an die Ausgabestelle in Hannover weitergeben muß. Um die recht­zeitige Beretthaltung der auSgesertigten Hefte am Fahrkartenschalter sicherzustellen, empfiehlt es sich daher, die Bestellscheine möglichst früh- zcitig, mmdestens zwei Tage vor Anttitt der Reise der Ausgabestelle in Hannover einzu­senden oder bei der hiesigen Auskunstsstelle oder am Fahrkartenschalter zur Weitersen­dung nach Hannover abzugeben.

A Das Promenadenkonzert auf dem Frie- drtchsplatz. Am morgigen Sonntag mittag konzertiert die Kapelle des Infanterieregiments Nr. 83. Das Programm umfaßt folgende Stücke: 1. Amerikanischer Zapfenstreich, SDlarto von Coy; 2. Ungarische Rhapsodie Nr. 6 (Pe- fter Karneval) von Liszt; 3.Mein schönes Wien", Albumblatt von Strauß; 4. Nachruf an C. M. von Weber, Fantasie von Bach; 5. Do­nauperlen", Walzer von, Vollstedt.

A Kleine Tageschrönik. Dem Vernehmen nach eröffnet die Firma Henschel & Sohn in dem erworbenen Gewerkschaftshaus ein K o n- s u m verein, um ihrer Arbeiterfchaft billige Lebensmittel zur Verfügung stellen zu können. Dem Zimmerpolier Carl H u p f e I b wurde in Anbetracht seines fünfundzwanzigjährigen Arbeitsjubiläums im Betriebe des Zimmermei­sters W. Zimmermann von der Handwerkskam­mer eine Ehrenurkunde verlieben. Am 31. Mai feiert der Zweigverein Cassel des Allge­meinen Deutschen Sprachvereins sein Viettel- jahrhundettbestehen. Im Arbeiter-Fortbil- dungsverein wurde heute vormittag eine K a - ninchen-Ausstelluna eröffnet, mit der eine Verlosung und Belustigungen verbunden sind. Das Nähere ist aus der Bekanntmachung im Anzeigenteil derCasseler Neueste Nachrich­ten" ersichtlich. Im Chrisilichen^er- ein junger Männer (Kölnische Straße 46) hält morgen abend 8 Uhr Rechnungsrat Jäger einen Vortrag über das Tüema:Die öffentliche Meinung und der christliche Volks­geist". Der Zweigverein Westend (Wilhelms- Höher Allee 304) veranstaltet morgen einen Ausflug. Der Abmarsch vom Vereinslokal er­folgt um zwei Uhr nachmittags. Im Grand- Hotel Wilhelmshöhe konzertiert morgen nach­mittag die Henkelsche Kapelle.

A Das Wetter am Sonntag. Der amt­liche Wetterbericht sagt für ben morgigen Sonntag für Hessen-Nassau solaenbe Witterung voraus: Trübe, verbreitete leichte Regenfälle, kühl, strichweise Gewitter.

Letzte Zelearamme.

(Rach Schluß der Rednttion eingegangen.)

Las Geheimnis von Wroblewo.

(Eigene Drahtmeldung.) A Leipzig, 13. Mai.

Vor dem Reichsgericht begann heute der letzte Akt des Kampfes um das Kiwilecki- f ch e M a j o r a t. Es soll heute entschieden werden, ob der kleine Graf Kiwilecki künftig diesen Namen führen darf oder ob er als Sohn der Bahnwärterfrau Mayer anerkannt wird. Der Präsident des Reichsgerichts. Freiherr von Seckendorff, präsidiert persönlich dem Senat, vor dem die Verhandlung ftatfiindet. Eine grosse Anzahl Iuhörer aus besten Gesellschasts- kreisen hat sich eingestinden. darunter viel Damen. Von der klagenden Partei ist der alte Graf Zbianiew Kiwilecki selbst anwesend. Frau Meyer ist nicht erschienen: fie wird durch den Rechtsanwalt am Reichsgericht. Dr. Mittel- städt vertreten. Der Präsident erteilt zunächst dem Rechtsanwalt Seifig das Wort. Dieser behandelt sehr eingehend die romanhafte Vor­

geschichte des Prozesses. Er nimmt sämtliche Zeugenaussagen unter die Lupe, kritisiert die Ausführungen der Gegenpartei und rollt noch­mals ein Bild der ganzen angeblichen Unter­schiebungsgeschichte auf. Namens der Nagenden Partei beantragt Rechtsanwalt Dr. Mittelstädt in kurzen Worten die Verwerfung der Revision.

Marotto-Sensationen?

(EigencTrahtmelbung.)

-Q- Paris, 13. Mai.

Rach einer Madrider Depesche desHerold" erhält sich dort das Gerücht, daß eine spani­sche Kolonne sich von Zentha nach Tetnan auf dem Marsche befindet. Eine offizielle Be­stätigung dieser Nachricht war indessen nicht zn erhalten. Auf Anordnung des Ministerpräsi­denten Canalejas ist eine strenge Zensur für sämtliche Pretztelegramme eingeführt wor­den. Der britische und der deutsche Bot­schafter hatten gestern lange Konferenzen mit dem spanischen Minister des Aeußeren. Aus Fez, Tanger und anderen marokkanischey Orten liegen heute sehr ernste Nachrichten vor. Briefe aus Fez vom 5. und 6. Mai, die durch einen speziellen Eourrier aus Fez übermittelt worden sind, lassen keinen Zweifel darüber, daß in der Hauptstadt selbst die Rebellion ihr Haupt erhoben hat und die Lage des Sul­tans eine verzweifelte ist.

Eine Spur des Lichtenberger Mords?

Berlin, 13. Mai. Privattele­gram m.) An der fogenanntenScharfen Lanke" bei Pichelsdorf fand am Mittwoch ein Arbeiter eine Flaschenpost, die auf den Lichten­berger Mord Bezug nimmt. Erst heute vor­mittag lieferte er den Fund der Polizei ab. Es handelt sich um eine in der Flasche befind­liche Postkarte, aus dxr her Unbekannte seine Eltern um Verzeihung bittet, daß er ins Was­ser gehe, aber er habe nicht anders gekonnt, weil er an der Ermordung der Frau Nickel beteiligt sei und sein Leben lang un­glücklich sein werde. Unterzeichnet war die Karte mitHermann". Ob es sich um eine My­stifikation oder um eine wirkliche Spur des Verbrechens handelt, ist noch nicht festgestellt.

Die Spitzendiebe vor Gericht.

Elberfeld, 13. Mai. (Privatte- arammi Die SraRammer verurteilte eine sechsköpfige Diebes- und Hehlerbande zu Gefängnis- und Zuchthausstrafen von 10 Monaten bis zu anderthalb Jahren. Die Ver­urteilten waren Angestellte der Firma Kayser & Dicke und haben für über 15 000 Mark kost­bare Spitzen gestohlen.

Auf der letzten Etappe abgestürzt.

Freiburg, 13. Mai. (Privatte - gram m.) Oberleutnant Real ist heute früh halb fechs Uhr zum Fluge Bafel-Bern der letz­ten Etappe der Fahrt, aufgestiegen. Bei Läufel an der Bahnstrecke nach Olten, sechs Stunden von Basel, stürzte Real, vermutlich wegen Steuerdefekts, ab. Der Apparat wurde zer­trümmert, der Flieger blieb unverletzt. Oberleutnant Real hatte den Flug bekannlich im Auftrage des Schweizerischen Armee-Depar­tements unternommen.

In neuer Trick?

London, 13. Mai. (Privat-Tele- gram m.) In Mexiko ist das Gerücht ver­breitet, daß Präsident Dinz nun end gültig zu entsagen beabsichtige und den General Reis als Militärdittaior vorgeschlagen habe Dieser Staatsstreich des Präsidenten Diaz soll Cude dieses Monats zur Ausführung kommen. Man mißt ihm in Washington große Be­deutung bei.

Die Mörder von Houndsditch.

London, 13. Mai. (Privat-Tele- g r a mm.) Irn Prozeß gegen die wegen der Polizeimorde in Houndsditch Ange­klagten wurde heute die Polin Wassiliewa für schuldig befunden und zu zwei Jahren Ge­fängnis verurteilt. Aus Empfehlung der Ge- fchworenen sah das Gericht davon ab, die De­portation über sie zu verhängen. Die drei männlichen Angeklagten Peters, Dubow und Rosen wurden freigesprochen.

Unter Trümmern begraben.

Rotterdam, 13. Mai. (Privat-Telc- g r a m m.) Als etwa dreihundert Arbeiter einer Glashütte in Leedam, sich, um Photo graphiert zu werden, auf einem Holzgerüst aufgestellt hatten, stürzte das Gerüst zu­sammen. Aus den Trümmern wurden vier­zehn Sdi to erocrrounbetc hervorge­zogen; eine größere Anzahl Arbeiter wurde leicht verwundet.

Das Urteil im Posa Prozeß.

Barcelona, 13. Mai. (Privat-Tele­gram rn.) Der Prozeß gegen Manuel Posa, der seinerzeit auf ben ehemaligen Ministerpräsi­denten Maura mehrere Revolverschüffe ab­feuerte, wurde gestern beendet. Der Staats­anwalt beantragte 16 Jahre Zwangsarbeit; das Gericht erkannte nur auf drei Jahre neun Monate Gefängnis. Rach dem Urteilsspruch kam es vor dem Gerichtsgebäude zu lebhaften Demonstrationen seitens der radikalen Partei. Militär und Polizei mußte von den Waffen Gebrauch machen und die Menge verschiedentlich auseinander treiben. Eine große Anzahl Personen wurde ver­haftet; auch wurden einige der Demonstran­ten verwundet.

Indische Glaubenstragödien.

Kalkutta. 13. Mai. (Privatteke - g ramm.) Trotz des Verbots der Witwen- Verbrennung hat sich die Witwe eines vornehmen Inders verbrannt. Als der Dame gesagt wurde, ihr Gatte könne nur noch einige Stunden leben, zoa fie ihre kostbaren Gewän­der an und ließ sich neben dem Lager ihres Gatten auf einem Haufen brennbaren Mate­rials nieder. Dann entzündete fie den Schei­terhaufen und ehe Hilfe kam, war die Frau eine Leiche. Der Mann starb fünfzehn Mi nuten später.