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I. Jahrgang

Nummer 135

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Fernsprecher 951 unb 952.

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Sonnabend, den 13. Mai 1911

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Bedauern und mit dem Empfinden des Unbeha-

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zu höchster Blüte zu entfalten.

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Kreuzfeuer von Zwischenrufen

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acn auf ein fünfzigjähriges Bestehen zuruck- olicken. Die Kali-Industrie im Werra- und Rhöngebiet ist jüngeren Datums: Als erstes Werk entstand hier vor etwa fünfzebn Jahren das Kalibcrgwerk Kaiserroda beiTiefcnort, dem dann in verhältnismäßig kurzer Zeitfolge die Werke Bernhardshall (Heddberg), Alexan- dershall, Wintershall, Großherzog von Sach­sen, Hattorf, Sachsen-Weimar, Heiligenroda und die Gewerkschaft Neuhof bei Fulda folgten. Zeichnen sich diese Werke auch nicht durch beson­ders mächtige Lagerung der Kalisalze aus, so

SU .«affeUr SUotfte Nachrichten- erschein« wöchentlich lechrmal und zwar abend«. Der«bonnementrprei» beträgt monatlich 50 Pfg. bei freier Zu- fteHtstg in» Hau». Druckerei, «erlog n. MedaNion: Schlachthofstraße 28/30. Berliner Vertretung; SW, Friedrichstraße 1«. Delephon. Amt lV, 676.

ich den

Vorwurf gegen die Krankenkaffen, daß sie ihre Angestellten zu so sozlaldemokra tischen Agitationen mißbrauchen. Der Abaeord

Sozialdemokratie zu entrollen. Der dem Osten j entspr^ßnr Graf ist sonst ein Mann wohltem- - temperierter Lebens- und Kampfesart, leiden- , fchaftlos, klug in der Wahl der Argumente , und sorglich im Ausfeilen packender Pointest. Er ist außerdem Jurist in hoher Stellung, of- senbart im politischen Handel die strenge Kon- . segnen; logischen Denkens und gilt als begab­tester Rhetor auf den Bänken der Rechten. Auch seine gestrige Anklagerede wider dieVerpartei- lichung- der Krankenkassen war ein auf Gebalt und Wirkung fein berechnetes oratorisches Mei­sterstück, scharf wie die Schneide eines Dolchs, wuchtig wie der Schlag der Keule, und doch: Im Wert gemindert durch den leidenschaftlichen Groll, der durch die Worte zitterte und zum Schluß zur Herausforderung des Gegners sich steigerte, ohne die Wirkung zu krönen. Zuviel Wucht macht stumpf, Leidenschaft trübt den Blick, und Graf Westarp zerstörte gestern am Ende seiner Rede, was er im Beginn, Schritt um Schritt klug berechnend, an veberzeuL'U:«: , kraft dem harten Boden abgerungen.

Was dann folgte, war die Explosion nach bem Aufglimmen des verhängnisvollen Fun­kens: GenosseLedebour trat auf den Plan,gerüstet mit den schärfsten Stachelspitzen seines Tempera­ments und von der Erregung der Herrschaft über Sinn und Zunge beraubt. Im Parla- mentShauS des Deutschen Reichs hörte man die Worte: »Sie bellen wie ein Hund-, mitten in der infernalischen Symphonie ohrbetäuben­den Lärms und galliger Zwischenrufe. Die Prä­sidentenglocke zittert wie ein Sehnsuchtseufzer durchs Gewirr, ungehört und unbeachtet, und Minuten vergehen, ehe di« Wogen sich mählig glätten, und der Mann auf der Tribüne das Ohr de» Hauses wieder zu erreichen vermag. Ein Moment peinlichster Verwirrung aller par­lamentarischen Grundsätze, betrübendsten Sich- Vergessens und wildester Leidenschaft, der die Grenzen des GefechtfeldS weit über die Gesetze hausordnungmäßigen Brauchs hinausdrängtr und im Auffchäumen des Grolls alle Hemmun­gen niederriß. Herr Ledebour ist ein vulkanisch, leidenschaftliches Temperament, dessen Aufwal­len nie der Zügelung untertan war, und der. alsSturmgeselle- selbst im Lager der Freunde sanft gebändigt zu werden pflegt.Datz er aber am Donnerstag-Intermezzo nicht allein Schuld trägt, darf die Gerechtigkeit nicht verschweigen: Graf Westarp war's, der den Funken ins Pul­verfaß warf und in einem Kampf, der links im Hause knirschend als Entrechtungsversu-b ge­genüber der Dreimillionen-Partei des vierten Stands betrachtet wird, Pfeile abk-boß, die den Gegner an der empfindlichsten Stelle ver­wundeten. Ein der ganzen bisherigen Taktik der Mehrheit widersprechendes Manöver, dessen übler Ausklang auch dadurch nicht versöhnlicher ' 1 gestaltet wird, daß tatsächlich ernste Kritik am System der heutigen Krankenkassen-Verwaltung berechtigt und geboten ist (von den Rächstbetei- £ ligten übrigens auch als notwendig erkannt

gttftrtionOprtit«: DU fed>8g«fpaltene Zeile für einheimisch- Geschäfte 15 Bf. für auswärtig« Inserat« Ä PU Reklamezeile für einheimisch, Ge- schäfte 40 Pf. für auswärtige « Pf. Geschäftsstelle: Kölnische Straß« 5. Berliner Vertretung: SW, Friedrichstraße 16, Telephon: Amt IV, 676.

Eine Revision der Moskauer Stadthaupt­mannschaft durch den Senator Garin hatte sei­nerzeit eine Untersuchung gegen den Stadt­hauptmann Generalmajor Anatol 3t ein« I bot zur Folge, die ein weit umfassendes bela­stendes Material ergab. Die einzelnen Perge- hen bieten kein allgemeines Interesse, zusam- mengefaßt, nach Gruppen geordnet, ziehen sie aber die Aufmerksamkeit um so mehr auf sich, I als sie in der ersten Hauptstadt des Reiches be­gangen wurden. DaS Sündenregister General I Reinbots weift bestimmungswidrige Verwett- düng von Staatsgeldern, Bestechlichkeit, Er­pressung, Mißbrauch der Amtsgewalt Kompe­tenzüberschreitung auf, und alle diese Vergehen I brachte er in dem kurzen Zeiträume seiner Tä­tigkeit als Stadthauptmann von Moskau zu­stande. Seine Amtstätigkeit begann im Janu­ar 1906 und erreichte ihr Ende bereits im November des nächsten Jahres. Die erste Ka-1 tegorie der Amtsvergehen Reinbots betrifft die Verwendung von S ta a ts g e ld e rn I zu Zwecken, für die sie nicht bestimmt waren. I Das Rechnungswesen und die Rentei hatte er I unmittelbar sich selber unterstellt und waltete nach Gutdünken, wobei er seinem Kanzleidrrek- tor und anderen Beamten keine Einmischung gestattete. In den kaum zwei Jahren seiner Amtstätigkeit wurden fast dreihunderttausend Rubel zu außerordentlichen Belohnungen an die Polizeichargen verwandt. General Rein- bot liebte zu leben und leben zu lassen. Er war der Gründer eines Wohltätigkeitsfonds der Polizei, der durch Erpressung florierte.

Damit im Zusammenhang stehen Reinbots Erpressungsmaßnahmen gegen Restaurants und Klubs, angeblich zur Ausrottung des Ha­sardspiels. In der Kremlstadt war zur Ge­nüge bekannt, daß Spenden für den Wohltä­tigkeitsfonds alle beschränkenden Maßnahmen der Polizei beseitigten, und so hatte das Vor­gehen der Polizei gegen Restaurants und Klubs jedesmal den besten Erfolg für den Wohltätigkeitsfonds, über dessen Bestand und Verwendung fast gar keine Belege aufgefunden wurden. Der Ueberschreitung der Amtsgewalt machte sich General Reinbot bei Auswei­sungen aus Moskau schuldig. Eine Un­tersuchung stellt fest, daß Reinbot wiederholt Personen auSgewiefen hatte, ohne die Geneh­migung des Generalgouverneurs oder des Mi­nisteriums des Innern einzuholen. Was Ge­neral Reinbot in der Voruntersuchung zu sei­ner Verteidigung vorbrachte, konnte die gegen ihn vorliegenden Beweise nicht entkräften. Et : versicherte, seine Maßnahmen während des.'

Der Reinbot'Aanval-

Moskaus Stadthauptman» vor Gericht.

(TelegraphischerBericht.)

In Moskau begann gestern der Prozeß gegen den General Reinbot, den ehe­maligen Stadthauptmann von Moskau. Die Anklageschrift, die gegen zehn Druckbogen um- jutzt, zählt Hunderte von Fällen von Amts- mißbrauch, Erpressung, Unterschlagung von Amtsgeldern und andere Unregelmäßigkeiten auf. Der Prozeß wird voraussichtlich drei Wochen dauern. Der Gerichtssaal ist ständig von einem eleganten Publikum überfüllt, da die Reinbot-Affäre seinerzeit in den Kreisen der russischen Gesellschaft das größte Aufsehen erregt hat. Ueber den Prozeß werden uns fol­gende .Einzelheiten berichtet:

Petersburg, 12. Mai.

n ie.

Maiensturm im Reichstag

Die gestrige Reichstag-Sitzung.

wird.)

Rach Ledebour: Eichhorn! Sonst kein Stürmer und Dränger; eher einer der Gema tzigtern auf den Bänken der Linken. Seine ge­strige Anklagerede wider die Rechte und die bürgerlichen Parteien überhaupt knisterte förm­lich in der Glut tiefinnersten Grolls und ver­irrte sich schließlich auf Pfade, die weder vom Blümchen der Aesthetik noch vom Immergrün der Sachlichkeit geziert wurden. Abermals Sturm im Haus, schrille Glockenklänge vom Prästdententisch her, wildes Gewoge unten im Saal und auf allen Mienen die Spuren glü­hend geschürter Erregung. Und das, was uns gestern im Hause Wallots erfreut hat, soll erst der A u f t a 11 des Kommenden, die Ouvertüre des Kampfs sein, der noch bevorsteht! Man er­schauert beim Gedanken an die Möglichkeit der

hat doch die Erfahrung gelehrt, daß die hier gefundenen Salze von sehr guter Beschaffenheit sind, gleichmäßige Lagerung aufweisen und in­folgedessen sehr vorteilhaft abgebaut werden können. Die vorgenannten Werke, die kurzweg als Werra-Werke bezeichnet werden, liefern zu­sammen etwa den zwanzigsten Teil der gesamten deutschen Kalivroduktion. an der zur­zeit dreiundsiebzig Syndikatwerke beteiligt sind. Im Entstehen begriffen sind im biesioen Jndn- striegebiet fünfzehn neue Werke. ~te rnupiT aeroeien irinu «ui . Gewerkschaft Heringen (ein Schwesterw-rk von

_ . .. m ... , . >Reinbots übte keine Wirkung und verhinderte Wintershall) ist von diesen am weitesten vor-

Der erste Sturm, der die Gemüter auspeiftcht, - . . seinen Mitschuldigen, geschritten und dürfte noch in diesem Jahr mit

wirft die dünnen Schranken nieder und das b^Gard /obersten Karotki, der ihm der Förderung beginnen; die übrigen Werke ha-

Kampfbild gewinnt Formen, die die ganze We- a(8 zur Seite gestanden, das gerichtli- ben erst mit den Schachtbauten begonnen und

fenSart parlamentarischer Arbeit verzerren und L$c Verfahren eingeleitet wurde, das nunmehr können im glücklichsten Falle in etwa drei

das ästhetifche Kulturprinzip des Geisteskampfs in dem Drei-Wochen-Prozetz feinen Abschluß. Jahren in Förderung treten.

wir ein Stäubchen verwischen. Man steht's mit! finden soll. " I " "

Wetterleuchten.

Momentbilder aus dem Hanfe toaUatS.

Nach demgroßen Schweigen- ist nun der Sturm gekommen: Im Reichstag kocht der Groll auf wie die Lava eines Vulkans, die Er­regung reißt die forglich gehüteten Schranken parlamentarischen Brauchs mit rauhen Händen nieder, der Trlbünen-Commeni verbleicht in der Siedehitze des Gefechts, und matt wähnt dort, wo über des Reiches Wohl und Wehe in ' ernstem Rat verhandelt werden soll, zuweilen die triften Sitten bierbankmäßigen ©elfter- kampfS heimisch geworden. Gestern lohte das Flämmchen deS Unheils blutigrot auf, als Graf Westarp, der Sprecher der Rechten, zur Tribüne stieg, gewappnet mit imposanten Aktenbündeln, um vorm Hohen HauS das Sündenregister der

lani- ö tr­otzen- haus

weitern Kampfgestaltung, nachdem eine Woche I Ausnahmezustandes seien einzig und allein hindurch dasgroße Schweigen- überm Hohen durch das Bestreben veranlaßt .worden die fsaus oelaaert und die Taktik der Mehrheit Ruhe und Ordnung wtederherzustellen. Unter in anderem erzählte Rembot, schon drei Wochen den anschwellenden Groll der Gegner klug m 0£)r bcr Auslösung der ersten Duma habe der dte Kanäle geschaftsordnungmaßtger Sachbe- Minister des Innern an ihn die Frage gerich- handlung abgelenkt hat. Das Schreckgespenst ^t, ob er wirksame Maßnahmen treffen könne der Zolltarifdebatten steigt drohend aus der für den Fall, daß die Auflösung der Duma in Versenkung empor und man fühlt besorgt, wie Moskau Unruhen Hervorrufen würde. Er habe wenig haltbar imgrunde das Gehege ist, das unverzüglich umfassende Vorbereitungen ge- die Arena parlamentarischen Tourniers bom troffen, die mit betzeutenden Ausgaben ver-

er 1. t Ge- iaes. auter luna. c 1-L

na nactt rüder

Im Gegensatz zu der einförmigen Debatte der letzten Tage ging es gestern im Reichstag schon zu Beginn der Sitzung recht temperament­voll zu, und es kam zu lebhaften Zusammen­stößen zwischen Konservativen und Sozialde­mokraten. Die Rechte hatte ihren gewandtesten Wortführer vorgeschickt, den Grafen We­starp, um den Sozialdemokraten in Sachen der Krankenkassenfrage kräftig Bescheid zu tun. Graf Westarp ging dabei gegen den nach feinet Meinung bestehenden Mißbrauch der Kranken- kassenämter zu politischen Zwecken durch die So­zialdemokratie so scharf vor, daß links im Hause die Erregung hohe Wellen schlug und die De- batte sich zu einem förmlichen

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nur die Gegensätze und zeugt Groll und Ver­bitterung da, wo er versöhnen sollte. D a s ist die Erkenntnis, die der gestrige Tag wieder grell in's Volkempfinden hineingeschrieben hat. Und man lernt, vor der Zukunft bangen . . , F, H,

zehnten verschollenen früheren Er z Herzog! fon'hcrnB bafe cini0c ^a6ie später die Gewerk- Johann Salvador, der spater auf ferne I Kaiserroda aegründet und durch den S8ar* Titel und Würden verzichtete und als einfacher I ^CT8®egur Grrie6tung neuer

Johann Orth in die Welt hinausgrng, für ^'tfe gebahnt wurde. Frau Bankier Hadra tot ettlart und in den nachten Tagen soll £r(or c9(teTbirtaa bei dieser Pionierarbeit einen durch Kaiser Franz >5 o s e Pb als dem &en Deft ihres Vermögens,denn die Schwte- Chef des Hauses Habsburg, die Eröffnung bcr ^feiten,bie sich dem Zustandekommen der hiess- beiden Testamente des Verschollenen erfolgen, 9n ä(tercn Werke seinerzeit entgegenstellten, von bereit Bekanntgabe man interessante Auf-1 ^arenußerordentlich groß. Das Großkapital IKlüsse über die Beweggründe des f=ttfamen betTacbtct(J3 anfänglich die neuen Unternehm»«- Schritts des Erzherzogs erwartet. In Hof- mit Mißtrauen und beobachtete Zurückhal- kreisen wird jetzt anläßlich der bevorstehenden « Dazu kam das Eintreten starker Wasser- Testamentseröftnung eine intereffan 1 eIe(n£rürf,e in bedeutender Tiefe, der Mangel Vegeb enh eit bekannt, die sich kurz vor dem ausreichender Eisenbahnverbindungen und die Verzicht des Erzherzogs auf Titel und Wurden gelegentlich des Leipziger Bankkrachs erfolgte ereignete. Ein Prtvat-Telegramm be- Erschütterung des deutschen Geldmarktes. Ra- richtet uns darüber: mentlich in dieser Zelt der Bankzusammenbrüche

, " , Wien, 1 Mai. erachte die junge Kaliindustrie des WerrataleS

Als der frühere Erzherzog im vertrauten und der Rhön eine schwere Krisis durch, die sie Kreise feine Absicht kundgegeben hatte, alle feine | jedoch glücklich überwand, um bann fbäterjid) Geburtsvorrechte abzulegen unb als einfacher Bürger Johann Orth fein Schicksal selbst zu gestalten, herrschte in der Wiener Hofburg u n - geheure Aufregung, die sich noch stei­gerte, als bekannt wurde, der Erzherzog habe I feine Besitzung verlassen und sich ins Aus­land begeben, um seinen Plan zur Aus- sührung zu bringen. Der alte Kaiser, der von der Absicht Johann OrthS erfahren hatte und wußte, daß der Flüchtige nach der Schweiz gegangen war, sandte ihm den im vorigen Jahre verstorbenen Feldmarschall S e z a n a d y nach, um ihn zur Rückkehr zu bewegen. Es gelang dem Feldmarschall auch, den Erzherzog in Zürich in einem Hotel aufzufinden. Er übergab ihm einen Brief des Kaisers. Der Erzherzog öffnete den Brief, las ihn und wurde leichenblaß, denn der Brief erhielt die Ab­erkennung feiner Würde als Erz- Herzog und genehmigte den Wunsch des Erz-

Herzogs unter der Bedingung, daß er nie- gestaltete, und der Präsident wiederholt und m a l s wieder die österreichische Monarchie be- sehr energisch einschreiten mutzte. Die sozial- treten dürfe Sezanady fragte Johann Orth, bemofraten beantragen statt der KommissionS' treten vurze. ^eza o v bei Orts- unb Lanbkrankenkassen

was er nunmehr zu tun gebenk. D er E $6 durchweg die Wahl des Vorsitzenden durch die zog erwiderte. »Ich werde michvon der Wett Vorstandsmitglieder und zwar in gemeinsamer

I ; nrückztehen unb selbständig von meinem I Abstimmung der Vertreter der Arbeitgeber Vermögen leben, das siebzigtausenb Gulden ve- unb ber Versicherten. Die Polen beantragen, trägt. Zurück will ich niemals wie- b^ Landkrankenkassen durchweg mit den OrtS- Ibcr!- Als der Feldmarschall dem Kaiser krankenkassen gleich zu behandeln. Den gleichen

Frann Joseph diesen Bericht erstattete, lächelte Antrag stellt die Volkspartei. __

dieser und sagte: .Siebzigtausenb Gulben? Abg. Gras Westarp (kons.): Der Mißbrauch ^as ist nicht wahr, er hat viel mehr Mittel: ber Krankenkassen zu parteipolitischen Zwecken

In Wirklichkeit durfte der Besitz Erzherzogs ßabcn j-,* immer mehr von der Verwaltung bei seiner Flucht ins Ausland wert über etnc ber Ortskrankenkassen zurückgezogen unb eben- Million Gulden betragen haben. Die bevor- fo bte Arbeiterkreise, die nicht zur Sozialdemo- sichende Testamentseröffnung wird baruber fratic gehören.

Aufklärung bringen. Sinb besondere Bestim- Die Düffeldorfer Verträge,

mungen über die Verwendung des Vermögens b-e ber Zentralverband der sozialdemokratischen nicht getroffen, dann fällt der ganze Besitz dem Krankenkassen mit dem Verband ber Büroan- Hause HabSburg zu. gestellten abgeschlossen hat, stellen unter attberm

-- I fest, daß ein Angestellter nicht gekündigt wer- «o» Srftrtli h»» OlJintt den kann, wenn er wegen politischer oder reib

Der vlyny oer Nyov. g$öfer Verbrechen und Vergehen bestraft ist.

Ein Jublläum der Kall-Industrie! Dazu gehören die Verbrechen des Hochver- (Don unserm Korrespondenten.) Irats und des Landesverrats, der Ma-

Staatsgewalt und die Gotteslästerung. Auf Grund dieser ganz ungeheuerlichen Vertrags­formulare sinb unfähige Beamte nur deshalb in die Kassen bineingekommen, weil sie aus dem Gebiete der politischen ober gewerkschaft­lichen Bewegung sich Verbienste um die So­zialdemokratie erworben haben. Weiter erhebe

"" Die ersten Anfänge zur Erschließung der int Werratal und in der Rhön befindlichen Ka- gens angesichts derT -ge.die nochJammen ,unb in I J)er heMolleNe Erzherzog. I "Vei'eines^lsi^'ÄiätzaÜsoch b ta. ihrem Schoße noch mehr Unheil bergen wer- Erinnerungen an Johann Orth. ließ bamals bei Kaiserroda die erste Bohrung ben, als bis heut zu betrauern war. Daß ber«.f?"*'"*. nach Kali aussühren. Rach seinem frühzeitig

Kampf mit biefen .Waffen des Geists- Reich (E igene -rahtineldung .) , erfolgten Tobe führte seine Gattin das Unter-

und Volk nützlich fein und Früchte wirklichen Wie wir fchon mitgeteilt haben, hatbas I nef)nten meiter, unb ihrer Energie ist es zu dan-

Werts reifen lassen tarnt, wirb auch der wildeste Wiener Zwttgencht bteser Tage den seit Jahr- ba6 e§ hei dem ersten Versuch nicht blteb, Stürmer nicht behaupten wollen: Er verschärft