Casseler Abendzeitung
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Nummer 134. , __ .
WltrAkliO
Hessische Abendzeitung
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Fernsprecher 951 und 952.
Freitag, den 12. Mai 1911
Fernsprecher 951 «ud 952.
Die Brandkatastrophe im Empire Palace-
(Privat-Tclegramme.)
Reue Reichsland-Kabaleu?
nett Ausweg mehr. Lafayette selbst wurde als verkohlte Leiche neben einem verkohlten Pferde und einem Löwen aufgefunden. Dadurch, daß auf der Bühne brennende Stoffreste lagen, konnte der eiserne Vorhang nicht bis zum Boden herabgehen, und das Feuer griff in den Zuschauerraum über. Als das Feuer auf der
Verschwundene Millionen.
Frankreich, das Defraudanten-Dorado.
Hat's die lange Intimität mit Rußland und die Verpflanzung löblichen Brauchs von der Newa zur Seine, hat's der „Zug der Zeit' oder irgend eine schlimme Gelegenheit (die bekanntlich „Diebe macht') verschuldet: In Frankreich häufen sich die Sensationen ärger noch als im Zarenland, ein Skandal jagt den andern, und der Pariser „Ma- tin', der im Aufdecken politischer und unpolitischer Intimitäten von jeher Ansehnliches geleistet hat, erlebt die Freude, ganze Seiten seines Boulevard-Papiers mit pikanten Histörchen Men zu können. Seit gestern weiß man, daß abermals eine Million verschwunden ist, und nachdem das Ministerium des Aeußern, das Kriegsministerium und die Finanzverwaltung heimgesucht wurden, ziemte sich's, daß auch dem Ministerium des Ackerbau's eine kleine Ueberraschung bereitet ward. Das ist jetzt mit anerkennungsweiter Promptheit gescheh«: Der Berichterstatter der parlamentarischen Kommission zur Prüfung der Abrechnungen der Ministerien, Abgeordneter Emanuel Broufle, beschäftigt stch seit Wochen mit der Verrechnung des Ackerbauministeriums, speziell mit der Finanzgebahrung des seit Monden wegen Geisteskrankheit internierte« ehemaligen langjährigen Ackerbauministers Ruau, und er hat dabei die im Zeitalter der Sensationen nicht grade überraschende, aber immerhin doch merkenswerte Feststellung gemacht, daß der Kaflenverwaltung des Ministeriums eine runde Million Francs durch die Fiuger geglitten ist, von der man nicht weiß, wen sie schließlich,
Theater hat ungeheureAufregung her- vorgerufen. Man ist noch immer mit den Auf
gelebt haben. '
Dante, der im dreizehnten Jahrhundert lebte, setzt als Lebensdauer der Menschen zu jener Zett das Alter von 35 Jahren fest, und auf den Dickster der „Göttlichen Komödie' kann man sich in dieser Beziehung einigermaßen verlassen, da von ihm anzunehmeu ist, dass ei alles Wissen seit den Tagen des Altertums bis zu seiner Epoche beherrschte. Ist aber das Älter von 35 Jahren der Durchschnitt zu jettet Zeit gewesen, dann mutz man sich im Grunde wundern, daß heut dieser Durchschnitt nur um drei Jahre zugenommen haben soll, da zur Zett Dantes die Sterblichkeit eine außerordentlich hohe war. Pest, Hungersnot, beständige Kriege, politische und religiöse Wirren, Räuberei und andere Ursachen, die mit der Unwissenheit und dem Aberglauben jener Zeit im engsten Zusammenhang standen, dezimierten die Völker und erschütterten die soziale Ordnung, während beute alle Existenzbedingungen nur nach einem Ziele streben: Verbesserung und Verlängerung des Lebens. Die allgemeine Aufklärung, der Forttchritt der Humanitären Ideen, die Hygiene, die Sauberkeit und der Komfort, an den wir gewöhnt sind, die immer größer werdende perfönlicke Sicherheit waren zur Zeit des Papstes Bonifacius und Philipps des Schönen nickt bekannt. Und trotzdem nur ein so geringer Unterschied an Jahren?
Dennoch hat diese Tatsache nickts Ueber- raschendes: Das Ratttrgesetz, das sick die Wesen auf Erden folgen müssen, daß die Einen gehen, um den Andern Platz zu machen, ist uner- sckütterlich, und die raffiniettesten Errungen- schäften der Zivilisatton und alle Anstrengungen der Wissenschaft werden den durchschnittlichen Zeitpunkt unseres Verschwindens nur um weniges zu verschieben vermögen Ein Blick aut die Entwicklung der Menschheit und der Kultur bestätigt dies. Sicherlich leben wir heute besser als ehedem, aber wir leben auch viel schneller. In früheren Jahrhunderten I waren die Lebensgenüsse das Privilegium ver- I einzelter Gesellschaftsgruppen. Heute ist eine gewisse Wohlhabenheit allgemein. Einst gab I es eine Zeit, in der die arbeitenden Klassen I weder Wäsche noch Fußbekleidung, weder I Kaffee noch Tabak, weder Fleisch noch Weizen-
und immer schärfre Erbitterung ins unwillige Murren der Oeffentlichkeit hineinflietzen lassen zu müssen, und darum beeilt man sich nicht, das glimmende Fünkchen zum Feuer anzublasen. Aber der Notbehelf ist schwächlich: Während man rechts den Mantel der Liebe über des Nächsten Schwächen deckt, reißt links eine rauhe Hand den Vorhang von neuen Sünden, und die Zahl der „verschwundnen Millionen" wächst mit beängstigender SchnelleF. H.
Ehre und Pistole.
Die Geschichte eines Geld-Geschäfts.
(Eigene Drahtmeldung.)
Budapest, 11. Mai. Zwischen dem AVge- nrhnctcn der klerikalen Volkspartei Georg, «zmrersalyi und dem Vertreter der Re-1 beseitigt nnd.
heutige Ablehnung in der Haupffache auf den Umfall des Zentrums zuruckzufuhren ist das noch in letzter Stunde neue Forderungen geltend machte und dadurch die Situation abermals erheblich erschwerte. Ursprünglich war das Zentrum bekanntüch die Hauptträgerin der Regierungsmehrheit; es scheinen indessen am Vorabend der Entscheidung den Führern der Partei wegen des durch die Haltung des Zentrums in der Reichslandfrage entstehenden Gegensatzes zu den Konservativen Bedenken aufgesttegen zu fein, bte sie dann nach der Richtung hin geltend machten, daß sie neue Forderungen stellten, die den Re- aierungsplan weit überschritten. Auf diese Weise wurde die Sachlage kompliziert und das Ergebnis der Verschiebung war dann das heutige Abstimmungs-Resultat, das in parlamentarischen Kreisen allgemein überrascht hat. Der Schicksalspunkt der Reichslandverfassung liegt nun im Plenum des Reichstags;, es laßt sich aber nicht verkennen, daß sich in letzter Stunde die Aussichten sür das Zustandekommen der Reform recht ungünstig gestaltet haben und es erscheint zum mindesten fraglich, ob Herr von Bethmann Hollweg auch bei seinem morgigen Vorttag beim Kaiser in Wiesbaden sich noch für berecktigt hält, zuversichtlich lächelnd zu erklären: Sie wird gelingen.. Z.-
Herr von Gaffgon lernte vor einigen Jahren den Leutnant Freiherrn von Richthofen kennen, von Richthofen benutzte nun seine. Be- kannffchaft mit Gaffgon, um von diesem fünfundzwanzigtausend Mark zu leihen, die er innerhalb vierzehn Tagen in Monte Carlo verspielte. Als er wieder in finan- __________________
zieller Bedrängnis war, offenbarte er stch fei- Bühne ausbrach, war die Vorstellung zu Ende, neu Brüdern. Dabei stellte er ihnen die Geld- Der Direktor stürzte auf die Bühne, ließ die angelegenheit mit Gaffgon so hin, als ob ihm Nationalhymne spielen und den Feuer- dieser für die geliehene« fünfundzwanzigtau- Vorhang herabsenken. Das Publikum verlies send Mark seine Erbschaft im Betrage toon ba3 Haus in guter Ordnung innerhalb vrer vierzigtausend Mark abgekaust habe. Die bei- Minuten. Viele glaubten, daß der Rauch nur den Brüder schenkten diesen Angaben Glauben bon Lafayettes Feuerwerk herstamme. Auf der und waren über die Handlungsweise des Herrn Bühne spielten sich jedoch aufregende szene« Gaffgon sehr empört. Sie liehen ihrer Em- ab. Teppiche hatten verhindert, daß der ^euer- pörung auch Ausdruck, indem sie in Bekannten- porhang sich bis ganz auf den Boden lenkte, kreisen das angebliche Manöver Gaffgons er-1 Urtb ein furchtbarer Zug durch dte ~etf* zählten. Die Folge davon war, daß Gaffgon nung sgKte das Feuer auf der Bühne rettzend immer mehr und mehr von der Gesellschaft an> sodaß an eine Dämpfung des Brandes boykottiert wurde. Es kam zwischen bscht zu denken war. Das Tcheater^tft völlig Gaffgon und Richthosen schließlich zu einer > zefftört. und der Schaden an Gebäude. Jn- Ohrfeigerei in einem öffentlichen Lokale. I pentar und Material wird auf mindestens zwct Diese führte zu einem gerichtlichen Verfahren, Millionen Mark geschätzt in dem festgestellt wurde, daß von Gaffqon in 1 der Geldgeschichte völlig einwandfrei gehandelt habe. Mit der Fällung dieses Urteils war die Feindschast zwischen den beiden Männern aber nicht beendet, im Gegenteil: Sic loderte nun erst recht auf und führte zu einer Duellsorderung, die gestern ausgefochten wurde und das geschilderte tragische Ende fand. Gegen den Freiherrn von Richthofen ist bereits ein.Verfahren eingeleitet worden.
versilbert oder vernickelt, beglückt hat.
Herr Brousse will nämlich große Unregel- . Mäßigkeiten beim Ankauf von Zuchthengsten ' und bei der Verrechnung von Reisediäten festgestellt haben, nnd nach seiner Ansicht betragen die Unteffchlagungen etwa eine Million Francs. Der gegenwärtige Ackerbauminister P a m s erklärte in einer Unterredung,Herr Brousse habe dem Ackerbauministerium einen Fragebogen mit zweihundert Fragen vorgelegt, die noch nicht beantwortet seien. Die Unregelmäßigkeiten werden speziell dem verstorbnen Direktor der Gfftüte des Ackerbauministeriums, Heruez, zur Last gelegt. Ackerbauminister Pams erklärte gegenüber einem Berichterstatter, daß jedenfalls kein einziger der gegenwärtig feinem Ministerium angehörigen Beamten ttt dte Angelegenheit verwickelt sei. Sobald genaue Angaben vorlägen, werde er die erforderliche Un- teffnchnng einleiten. Das ist der übliche Trost. „Es wird eine Unteffnchnng rtngeleitet werden^' Daß es geschehen wird, ist sicher, denn Herr Pams, der der Republik Ackerbau und Viehzucht verwaltet, ist ein wackrer Mann, der auf Reputation hält und den Rostfleck auf dem Ehrenschild seines Amts nicht duldet. Daß indessen bei der üblichen Untersuchung etwas Greifbares herauskommen wird, glauben selbst die eingeschworensten Opttmisten nicht: Wenn s gut geht, wird man „feststellen', daß dreier oder jene Subalterne Amts- und Gewtflenpsl^i gröblich verletzte und dem Leichtsinn sträfliche Opfer brachte, aber die wirklich Lchuld-gen, die Revisoren mit den verbundnen Augen und bie Verantwortlichen mit der chronischen Schwäche der Gewissenerweiterung, wird niemand behelligen. Der rasche Wechsel der Regierungen und Regierenden trägt eine fuhware Unficherhett in den ganzen Apparat der Lan- desverwaltung, und wenn über einem werbenden Ministerium nach kurzem Sorgendasetn der Vorhang der Erlösung fällt, zerstreuen sick seine Paladine in alle Winde, in Journalistenstuben und Advokatenkanzleien, Hörsäle und Böffenkontors und dir Nachfolger würgen an der Suppe des Unbehagens, die ihnen die Ent- ichwnndnen leichten Herzens einbrocktcn.
Am Dienstag eift hat man den vortreff- flchen Herrn Jubal, der einst als Direktor der Liquidationskasse in Havre Vorstand, und seine Zeit so klug zu nutzen wutzte, daß innerhalb weniger Jahre zehn volle Millionen in seiner Hand zum Nichts veffckwanden, für fünf Jahre dem Kerker überantwortet, und seinen Adlatus I u st i n mit drei Jahren Zel- len-Einsamkeit belastet, ohne daß die Volksseele sich sonderlich darüber erregte. Herrn Chedanne, den ausgezeichneten „Arckitek- ten des grünen Tischs', der es verstand, einharmlose Löt-Reparatur am Regenrohr des Berliner Dotschaftgebäudes zur Staatsaktion zu machen, und demgemäß auch sinanziell zu managen' (indem auf diplouiatischem Weg der Spezial-Löter' des Herr« Chedanne von
Dreizehn gegen zwölf Stimmen.
- /Eigene Drahtmeldungen.)
Berlin, 11. Mai. (Privat-Tele- a r a m m ) Die Kommission zur Beratung des Elsaß-Lothringischen Der-! fassungsentwurfes hat tn der heutigen Gesamtabstimmung dw ganze Bor- laae mit dreizehn gegen zwölf stimmen ab gelehnt, trotzdem gestern noch wegen des totsten Tifferenzvunktes: Zusammcn- setzuna der Ersten Kammer, vertrauliche Verhandlungen zwischen der Äegterung und den Parteiführern stattgefunden hatten, die auch eine Verständigung ergab:«. rx scheint demnach, daß Herrn von Beth- ..... esoffmea3 siegsickeres: „esie wird ge- N«a?n'' doch nicht s- S°nz wörtlich zu nehmen ft, denn die heutige Ablehnung der Vorlage in der Kommission, beweist zum Mindesten daß die Schwierigkeiten, tue dem Zustandekommen der reichsläudijcken Versassung.- r-form im Wege stehen, noch bet wettern nickt Es ist an.zunehmen. daß bte
der erlittenen Verletzung starb. Ueber bte Vorgeschichte des aussehenerregenden Zweikampfs werden uns folgende Einzelheiten mit- geteilt:
S Berlin, 11. Mat.
tzdisonr Lebenr Airi«.
„Wie werde ich 150 Jahre all ..
(Von unserm Korrespondenten.)
DUtHttU|e,u »uw ------------------------ . Thomas Alpha Edison will bekanntlich
räumungsarbetten beschäftigt und findet unter hunderffünfzig Jahre alt Werdern Em bchchen den Trümmern die Unglücklichen, die ein Opfer viel, wenn man b-dentt daß das dnrWntt- des Brandes geworden sind. Neun Leichen l liche^chstalter de^ EuroPaets^gegeuwatttg sind bisher geborgen worden, von denen zwei “ _ a£teij$ngg das durchschnittliche Le- 'r ■ fcoriAM toirb bat Ials Feuerwehrleute rekognosziert tour- Len§aßer etwas höher (beispielsweise bei den
Wie uns aus Berltn benchtet wi.d, , t I« der Garderobe der Schauspielerinnen . b t ^pern (wie bei den Negern)
JmiatornÜeL " bei^B^erlin^ein l l"zwischen wurden mehrere Künstlerinnen gefunden, bie um einiges geringer. Der Weg also, den Edi-
Äm^einundttinfffaiäbriaen ONfter a D. und durch den dichten Rauch erstickt waren. Der {on mit seiner Methode nicht nur für seine fttzweu Ma77r NlMm von Gaffgon Komiker der Truppe, Lafayette Soure. Upeffon, sondern für die 8°nze Menckbett v°r- und Oberstrad am und beut fünfundzwanzig der stch bei den Rettungsarbeiten aufs eifrigste Kreibtistdemnach ungewohnt langer. Jahre alten Freiherrn Oswald von beteiligte, wurde, als er in die Flammen Vielleicht wird man emwenben datz auch tm Richthofen (Sohn des verstorbenen Staats- brang, um zu retten, was noch zu retten fei, ^rtum -ebensalter hundert und^m^h sekretärs), Reserveoffizier tm zweiten Garde- dem Feuer erfaßt und starb einen entsetz- ^"^d^uk Methusalem weisen der be- Ulanenr-giment, stattgefmldcn. Beim ztoetten sichen Tod. Die Unteffuchung nach der Ent- und twMl wnd^s Dmt 996 Jahren' erreicht Kugelwechsel, sank von Gaffgonin bte t ® Brandes hat ergeben, daß der ^enM DiewssenschastlichLKreise steh?« ^hBtif?1ae6rad>? too et bald darauf an Löwe der Truppe Lafayette eine Lampe um- M
Gerhardstist gebracht, wo er bald AM an, ^rfen hatte. Das Tier, das durch das ent-1 Dchrist etwas fleptisch gegetzüber und haben standene Feuer effchreckt wurde, rannte wie den Nachweis zu erbringen versucht, daß die wild umher. Die Künstler, bie sich von der Patriarchen wahffcheinlich kein höheres Alter Bübne retten wollten, wurden durch bett brül- erreicht haben, als heutzutage unsere „ältesten
nur auf Vermutungen angewiesen, so hat man doch sesteren Anhalt bei der Beutteilung, tote lange die Menschen vor etwa tausend Jahren
Herr von Gassgon, der vefftorben ist, ohne das Bewußtsein wieder erlangt zu haben, hinterläßt drei Kinder im Alter von dreißig bis vierundzwanzig Jahren. Die Duellasfäre erregt in den Gesellschaftskreisen der Reichshauptstadt das größte Aussehen und matt ist empört Über das Verhalttn Richthosens, dem man a l l e in die Schuld an dem Vorfall beimitzt.
Weges eines Worts...!
Varis nack Berlin beordert wurde, um den Riß gterungspartet H a y o s wurde gestern ein : «iu hAtrintitoet Meister- Ehrenhandel mit der blanken Waffe auLgetra-
im Republikanerblech mit patriotischer / fiotjoS wurde an der rechten Stirnseite
Hand zu flicken) hat man tn verständiger En bie Gegner schieden versöhnt. Die
kenntnis seiner manntgsachen, sur dte Kasse der gfreitigteit war dadurch entstanden, daß Ha- Republikk nur zuweilen etwas kostspieligen Ta- Log gcgcn bic Regierungspartei ausgesprochne lente kalt gestellt, ohne sich der Mühe zu unter- Verdächtigungen als „impertinen t" beziehen, das Gewirr seiner fein ausgeklügelten zeichnet hatte. Ein zweiter ähnlicher Ehren- Tricks ru enffckleiern. Herr H a m o n d, der handel wird heute zwischen dem Abgeordnete« Sündenträger der Finanzpharisäer des Aus-1N a g y und G r a f K a r o l Y i erledigt wer- toärtigen Amts, harrt im Untersuchungsgesäng- den. Auch hier handelt es sich um eine Polinis noch seines Schicksals; die von ihm sröh- 'W Bagatelle. __________
lich zum „Strom des Lebens' lancierten Milli-
ottett sind noch nicht addiert und man zögert StüQOUtC ÖOtt WtN8Mg.
pietätvoll, dem Hartgeprüften die ganze Größe Der Brand im Empire Palace-Theater. begangner Schuld vor's angstveffchleierte Auge I (Privat-Telegramme.) zu halten. Die dre im Kriegsministerium, $(e Brand-Katastrophe im Empire Pa- desten Kasten ebenfalls von emsigen Fmgern lace-Theater in Edinburg (über die wtr erleichtert worden sind, läßt stch in ihrer gan- bereits gestern telegraphisch berichtet haben), ist zen Ausdehnung noch nicht übersehen: Es ist weit schrecklicher gewesen, als nach den ersten peinlich, immer mehr Holz auf den Scheiter- Berichten anzunehmen war. Bis beute früh Haufen des republikanifchen Regierunas-Re- wurden neun Leichen aus den noch gltm-
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Trümmern liegen, mit deren Forträumung heute begonnen werden soll. Die Opfer der Katastrophe sind in der Mehrzahl Schauspieler; vom Publikum wurde niemand verletzt. Wir erhalten über das Unglück noch folgende ergänzenden telegraphischen Meldungen:
** London, 11. Mai.