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* A- S-kchLstSflell^ Kölnisch. Straße 5.
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Nummer 132.
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Fernsprecher 951 und 952.
Mittwoch, den 10. Mui 1911
Fernsprecher 951 und 952.
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Einzelheiten:
tiStt Paris, 9. Mai.
alles zu kassieren,
Der Kaiser im Reichrlaud.
geworden ist.
beweglichem und unbeweglichem Gut
des Studentenausschusses erwiderte der Kaiser
Bolles; wenn Die daS Interesse daran vor-
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Buch viele Bürgerhäuser sind beflaggt und die Straßen, die der Kaiser passiert, prangen tm Girlandenschmuck.
daß Sic gelernt haben werden, aus dem, was in unserem Baterlande vorgeht, daß die Parteinicht die Hauptsache ist, sondern einzig und allein daS Gedeihen unseres Vaterlandes und unseres
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daß der Feind nicht rechts oder links im bürgerlichen Lager, sondern außerhalb der Grenzpfähle bürgerlicher Interessen, auf dem Bulkanbodrn der Internationale zu suchen sei: Ein Ereignis, das angesichts des sonst übliche« Aezirkvereins- und Bierbank-Kriegs tm bür- gDklichen Lager zu erfreulich ist, als daß man's übersehen oder schämig verschweigen dürste. Trotz dieser Einigung hat indessen Kandidatus Ti Lindemann noch immer die besten Aussichten, durch das Vertrauen der Bürgerschaft auf den Stuhl des Oberbürgermeisters berufen zu werden: Alk erster Sozialdemokrat im Amt eines deutschen Oberbürgermeisters!
Um es gleich vorweg zu nehmen: Als L Kommunalpolitiker ziemt Doktor Lin-
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hatte nicht gemindert, trotzdem die Klugheit geböte, der Gegnerpartei im Bereich ernster Arbeit Raum zur praktischen Erprobung ihrer ,volk- und weltbeglückenden" Theorien zu gewähren, und ihr damit die Möglichkeit zu leihen, aus unfruchtbarer Negation zu positiver und nützlicher Leistung emporzu-
Schwäbische Kunde.
Der erste „rote" Oberbürgermeister?
Es ist Seltsames geschehen: Unter den Anwärtern auf den in den nächsten Tagen neu zu besetzenden Stuhl des Oberbürgermeisters der schwäbischen Haupt- und Residenzstadt ist im Abendschatten der Wahl-Erregung ein So.
nach dem Verbleib von etwa
achtzig Millonen Kongowerten nesragt. die eiaentlich im November 1908 bei der Uebergabe der unabhängigen Kongoftaaies an Belaien in Ben« des belgischen Staates hätten überaehen müssen, der ja das Kolonialreich mit allen Aktiven und Passiven übernommen bat. Auf diese Frage bekam man vlötzlich die Antwort, daß etwa dreißia Millionen Kongowerte in der Koburger Gründung ausgesunden wurden, auf die der Staat unter dem Truck des Parlaments sofort Besitzan-
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Was nachträglich geschehen sollte. König Leo- pold hat nämlich einen Tag vor seiner Oper«, tton. am dreizehnten Dezember 1909, alles, was et besaß, verschenkt, nachdem »r schon vor, her feht S»loß w Laaken geleert und ferne wertvollen Kunstsammlungen durch. Agenten verschleißen hatte lassen.. Er schenkte ferner Freundin, der Baronin Vaughan, in drei Soffern unaezählte und unbekannte «um- men. die die Baronin persönlich auf Brüsseler Bank in «mpsana nabm. Die Vermittler dieser Anaekeqenbeit solle« mm unter Eid auSsagen, was die Koffer enthielten, den« nicht umsonst dürste König Leopold einem hoben Beamten des Finanzministeriums den Austrag aeaeben haben, seiner Freundin die „schweren" Kostet auszuhändigen. Ferner ver- I teilte König Leopold ebensalls am Tage vo, seiner Operation alles, Was er noch an
anstelle«, so hasse ich, daß stets Ihr Leitstern und Ziel sei: DaSWohldesBater- landes . . .!
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König Leopolds Millionen
Ein belgischer Riesenprozeß.
(Telegraphischer Bericht.) gfS? Brüssel, 9. M»l.
Bor der zweiten Kammer des hiesigen Zivilgerichts begann gestern der mit großer Spannung erwartete Prozeß, den die Prinzess i n L u i f e von Belgien gegen den belgt- schen Staat wegen der Hinterlassenschaft des verstorbenen Königs Leopold angestrengt hat. Der Andrang zu der Verhandlung ist _etn sehr großer. Viele fremde Journalisten und anwesend, und eine große Anzahl Stenochcaphen und viele Damen drängen sich in dem Raume, der für die Oeffentlichkeit freigegehen ist. Der Gerichtshof verfügte, daß rede Woche an den drei ersten Tagen Sitzungen am Vonmttagabgehalten werden. Von nächster Woche ab wird dann auch am Donnerstag eine Sitzung am Nachmittag gbgehalten werden. Der Prozeß wird voraussichtlich mehrere Wochen dauern, da eine große Menge von Zeugen zu vernehmen ist. Der Zweck des Prozesses ist
mit folgenden Worten:
Ich spreche Ihnen meinen Tatst aus für die Huldigung, die ®ie mir soeben bärge bracht haben. Ich erwarte von Ihne«, wenn Sie einst ins Leben hinanstreten werde«,
besaß, an drei Stiftungen, die er eigens ,« diesem Zweck gründete, und für die er die Leute »u gewinnen wußte, die ibm zeitlebens seinen mannigfachen Geschäften als
1 abermals -45eL” ®trobmätt«er gedient hatten. Der Ko- von noch nicht ub-rseh ^„Gründung, eine Stiftung, die anfangs den Zweck hatte, seinem Stammlande einen
Kaiser Wilhelm an die Studenten. (Telegraphische Meldungen.) Die Anwesenheit des Kaisers in den Reichslanden ist für Straßburg zu emer großartig verlaufenen Feier geworden, die Sestern mit einer Parade der Truppen der Straßburger Garnison und einet Huldigung der Studentenschaft vor dem Kaiser ihre« glanzvolle» Abschluß gesturden hat. Dw gesamte Studentenschaft erschien unter Führung des Rektors vor der Säulenhalle des Kaiser-
wachsen. „ , . ,.
Das Verhängnis der Sozialdemokratie war stets ihre Unverantwortlichkeit im Abstecken der Ziele und die Beschränkung auf die Theorie ihrer Weltanschauung, deren praktische Geltendmachung ihr bisher nur zum bescheidensten Teil auf hart erstrittnem wirtschaftlichem Boden möglich gewesen ist. Pie Unveraniwortlichkeii aber erzeugt den Ueber- schwang idealistischer Theorien, den Fanatismus des Prinzips und die Unduldsamkeit gegenüber dem Gegner: Symptome, deren Wesensart speziell bet deutschen Sozialdemokratie eigentümlich ist, und in denen man mit Recht Schwachen sehen darf, di» hiß Partei als solche belasten. In Stuttgart würde nu» die beste Gelegenheit geboten sein, die Theorie der .Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit" einmal kommunalpoMisch auf ihren praktischen Gert zu prüfen und gleichzeitig de« Beweis zu erbringen, inwieweit die Soziak- | demokratie im Rahmen des Gegenwartstaats überhaupt arbeitsfähig und taten- i willig ist. Der «ersuch, der in Frankreich mit Millerand gemacht wurde, hat nicht beschämt, und vielleicht würde auch Genosse Lindemann als bet Schwabenresiden, Oberbürgermeister da, Zeugnis Nugen Leistungvermögens erbringen und gleichzeitig (für dis im Bannkreis der Parteidoktrin Verharrenden) Me Ueberzeugung. daß nut MMUchrM* beit und nützliche Tat betet Vofitischen Ideal Existenzberechtigung und Weitinhalt leihen. *•
■ bemann, bem klugen Herausgeber des »Kommunalen Jahrbuchs" burchaus di« Schätzung, die ihm mit der Aufstellung als Oberbürgrt- meister-Kandidat erwiesen wirb, unb wenn man vom Rein-Paxteilichen absieht, dürfte man sogar den Wunsch hegen, daß es gelingen ' möchte, diesen glänzenden und zweifellos hoch- t befähigten Theoretiker der praktischen Arbeit L im Dienst einer großen Kommune zuzusühren. r Daß Herr Lindemann als selbständiger und zielklarer Kopf zu den Revisionisten innerhalb | seiner Partei zählt und mehr als einmal bewiesen hat, daß er nicht gewillt ist, den Um- | kreis seiner Voraussetzungen vom Geist irgend eines ParteidogmaS beengen zu lassen, daß er ferner alS Abgeordneter als Mann ruhi- * p vvt wv, ___________ ...
gen und besonnenen Temperaments im Parka- pa£art§ y8ran yie Chargierten in vollem WickS ment nützliche und werwolle Arbeit geleistet m,t Fahnen und blanken Schlägern, dahinter Hot, läßt diesen Wunsch auch vorn Rützlickkeits- in imposanten Zuge über zweitausend Studen- standpunkt aus begreiflich und verständlich er- ten. Der Rektor meldete dem Kaiser, daß die scheinen. Einen Beweis freier Mannesart und Studenten berett stehen ihrem Kaifer und unabhängigen Sinns hat Genosse Lindemann I H«rn ihre
bereits als Kandidat erbrackt, trotzdem er da- ^tz Chargieren einen Halbkreis bildeten, vor, mit das Schwergewicht seiner Anwartschaft un-1 banfte bem Staifer für die Erlaubnis und sagte, 1 ter Umständen bedenklich erschüttern konnte: Ee |öa^ bie Studenten mit aller Begeisterung, der
hat auf das kategorische Verlangen der Radi- bie akademische Jugend fähig sei, dem großen kalen im Parteibannkreis, daß der erste Ober- Führer des deutschen Volkes eniegegeniubele. E bürgermeister-Genosse die mit dem Stadtregen- An ihrem Ehrentage lege fie das heilige Ge- ? tenamt nun einmal untrennbar verbundnen Re- lobnis ab, daß. wenn sie dereinst Mitwirken - ni-ätentationsvMckten aus das dem Partelemp- durse an den heiligen Aufgaben des Vaterlan- I Er,v°«NidMrin denWegÄrPfttcht nicht I w«dl'° Auf d<KfpÄ^..des^^^n beengen lassen zu können, und damit erreich», daß der Fanatismus in ihm bereits den „Seh zer" wittert und eilends Holz zum Spetter-
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Im Juli vergangene« Jghres kamen ei« junger Belgier, namens Eppe«, aus der Umgegend von Lüttich gebürtig, Md ein junger Deutscher, namens Saum elfter aus Oberhausen, bie sich i» Augsburg, wo sie ihre« Studien yvgelegen hatte«. kennen lernten, «ach Paris. Bride ließen sich auf Anregung EYdens bei einer Persicherungsgesellfchast mitte lw»i- hunderttansenb Franes auf Todesfall versichern, mit der Bestimmung, baß berm TobeSfall bes Einen die Versicherungssumme bem Anberen zufallen solle, Später würben beide Freunde Mitakieber eineSSchwimmkürbs und Ebben erteilte seinem Gefährte« Schwimmunterricht. Am zehnten Oktober vorige« Jahres waren nun die beide« Freunde haben gegangen unb Baumeister war hierbei ertrunken. I Seine Leich« wurde erst zwei Tage fvätersus- gefunveü. 'Sbbsr. erhob nun Versicherungssumme. Nachtersch^v-öI brachten aber verschiedene Momente zu Tage, die darauf fchließen lasse«, daß Baumeisters einem Verbrechen zu« Opfer gefalle« ist. So bekundeten Augenzeugen, daß EYden seinem ertrinkenden Kameraden im Augenblick der Gefahr nicht beigestanden, fon- bet« bavongelausen sei, unter bem Vergeben Hilfe herbei hole« zu wollen, «uck andere Umstände spreche« ««günstig für Epde«, gegen de« jetzt «in Verfahr«« wegen vorsätzlicher Tötung eingeleitet worbe« ist. Er ist indessen vorläufig auf freiem Fuß belasse« worden. Die UntersuchungSbehörbe nimmt an. daß Eyden seinen Freund hat beseitigen wollen, um die hohe Versicherungssumme zu "langen, und verschieden«, inzwischen ermittelte Un^ stände deute« darauf hin, daß dies tatsächlich der Fall gewesen und der junge Deutsche das D Opser eines raffiniert angelegten Verbrechens I -
eine
Verschandelung des ungeheure« Vermögens, das Koni« Leopold hinterlassen hat, hü Verbindern. König Leopold hat nämfich feisten Lindem, mit denen er nie tn gutem Einvernehmen Selcht hat, nur eme aanj bestimmte Summe hinterlassen wollen- Sem Steftament kennzeichnet ihn und feine Absichten- Es lautet wörtlich wie folgt: »Ich habe boit meutern Vater und meiner Mutter fünfzehn Millionen Franes geerbt. Diese fünfzehn Million-« hinterlasse ick meinen Kindern d,e sie sich teilen mögen. Infolge meine« Tätigkeit Md auf Gmnd des Vertrauens, das verschiedene Persönlichkeiten zu mir hatten- sind mir IN verschiedenen Zeiten große Summen unter dir tiänbe gekommen- die nicht mir gehören. JO efttee also nickte als die oben angeführten fünszehn Millionen
Testament ist am acktz-rmten Oktober ISNS, aff, zwei Monate vor dem Tobe bei Königs ßtzr macht Werbt« in der Absicht,
<Bte »EafseierNeuefte Nachrichten" erscheine» wöchentlich iechtmal und zwar abend«. Ter Adoimementsxrei« beträgt monatlich SSWg. bei freier Zu- tteOung in« Hau«. 2 nietetet, B er lag u. Redattt«,: echlachthofstrab» te/aa Berliner Bertretimg: SW, tzrtedrichftrobe 16, Telephon: 8tat.1V, 676.
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Pariser Abenteuer.
6i« Deutsche» iw Paris gemordet.
(Eigene Drahtmoldung.)
I« der französischen Haupistabt scheint man die Spur eines mysteriösen Verbrech e n s entdeckt zu haben, dessen Ovser an- cheinend ei« Deutscher geworden ist. Die Einzelheiten des Falles sind noch nicht aufgeklärt, doch'scheint es sich um einen Vorgang zu handeln, te ben offenbar mehrere Versionen verwickelt sinb. Die Pariser Untefuchungsbe- hörde hat den wahrscheinlichen Hauptschuldigen bereite ermittelt und ein Verfahren «ege« ihn emaeteitet. Ein Privat-Telegramm berichtet uns über die mystefiSfe Affäre folgende
spruch erhob, indem er den drei Erbinnen, den cnrinzessinen Stevbanit. ietziaen Gräfin Lonvav, Klementine, iebiaen BrinteNj« Viktor Ravcleon, "«d der Nkäaertn. Printessin Luise von Belaien. »Ine Uftfind'inassnmme anbot. damit Sc tfirorfeHS auf reden Bekteatfvrnch vertickte- »en <r»-wifcken bat daS Minteteri'tm mit dem OTuffirbtÄrat her Koburger Gründung einen Peraleich abaescklossen, wonach alle Wert- vapiere der Koburger Gründung, bereit Betrag jetzt sogar auf
etwa sechzig Millionen
Francs anaeaebeg wird, fast bedingungslos
- Haufen sammelt.
Im Süden nimmt man das »drohende 1 Verhängnis" nicht sonderlich tragisch. Die ganze T Entwicklungslinie des öffentlichen Lebens gra- M VUiert dort mehr nach links, und das Schwa- M benland würde sichte vermutlich sogar als Fort- - schritt auf Gewinn-Konto buchen, den ersten Oberbürgermeister roten Couleur erzeugt zu | haben. Selbst die Regierung hat angesichts der -- Möglichkeit dieser Ueberraschung nicht die Ruhe | verloren, sondern in würdiger Kürze (ohne | Klausel und Angstschnörkel) kundgetan, daß sie i Nachmittags halb zwei Uhr reifte der Kai- ; bereit sei, tm Fall einwandfreier Wahl den Ge K untei btm g-c{gut b„ Glocken des Münsters «offen als Oberbürgermeister zu bestätigen, i unter begeisterten Kundgebungen des Pub- Unter nördlicherm Himmelsstrich wäre Aehn-1 n{umÄ, das überall die Straßen dicht Mte, - liches nicht denkbar: Dort, Wo in seltnen Fällen Automobil nach Metz. Im Wägen des bisher wirtlich einmal die »rote Flut" bis zur Kaisers hatten Statthalter Gras von Wedel Rathausschwelle leckte, ward der Selbstverwal- und Staatssekretär Zorn von Bulack Platz ge- : t«ng die bändigende Fessel sorglicher Aufsicht- nommen Die Ankunft m Metz effolgte turg ? Mrung angelegt und der Wucht der Masse der A^ich die^Straßen säumenden'Publikum
Prellbock staatlicher Autorität entgegengestemm . bi5Ciftertm Hochrufen begrüßt, stieg vor M Daß trotz der Umhürdung der Kommunal-Re- bem Generalkommando ab, und begrüßte dort gienmgen mit dem Schutzwall der Wahlrechts- btc Spitzen der Militärbehörden. Obschon die M harte die Sozialdemokratie in die Bürger- Anwesenheit des Kaisers hier diesmal einen Parlamente drang und dort, wo verständige mehr militärischen Charakter trägt, unbJebe M Führung klug die Kräfte nutzte, ersprießliche offizielle Begrüßung unterbleibt, hat bie Stadt arbeit leistete, hat die Schroffheit der Kamps- doch reichen, Flaggenschmuck angelegt, nement' drariS aeaenüber der kommunalen Sozialdemo-' lich di- Kaiernen und öffentlichen Gcbaud .
ist. x., » jiafbemolrat aufgetaucht, und da im Schwg- irfiten' I Penland der Brauch besteht, den Stadt-Regen- ?' I ten in freier Wahl zu küren, so ist die Möglich- feit gegeben, daß Genosse Sinbemanu A aus ber Volkabstimmung als Sieger hervor- gehen unb als Oberbürgermeister bie Zügel derSMttgarterStabtregierung übernehmen wirb.
- Schon ber Gedanke an die Verwirklichung solch grausigen Traums bereitet manchen Leuten Pein, und die Plötzlich grell am Horizont • aüstauchende »rote Gefahr" hat die bürgerlichen Parteien in der Hauptstadt pes Schwabenlands r g,it einem Schlag i« der Erkenntnis geeint,
arm t’ dem Wienei 1 i. 1. Et ifort
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Gosch. 1 kachi." i timbcti i :t bcin t
2. (ff. nimmt liegen«
Neue russische Sensationen.
Die unterschlagene« Pest-Millio«e«.
(Eigene Drahtmeldung.)
I« Rußland sind abermals Verwal- barer Ausdehnung aufgedeckt worden, die darauf schließen lasse«, daß die ganze Organisa-1 ZHmmsty'in sein'em'Geburtslande zu erhalten, tion der russische« ReichSverwaltuiig von der j^^wieS er alles, was seine Schränke und Beamten-Korruptton durchfiessen ist, und Miß- Qn Fgerwollem noch enthielten: Tafel-
bräuche schlimmster Art zur wglichen Uebung Pferde, silberne Löffel unb Autogehören. lieber ben neuesten Skanbal berichtet gaIaienItbieen Uttb Bettwäsche. Die
uns ein Privattelegramm aus in Belgien gelesenen Gebäude wurden zu eiltet
Petersburg, 9. Mat. Stiftung vereinigt, genau wie die an ber Ri-
SÄ'.’!« Snffun
Wenzel, hier zur Revision bet Berwaltungs- organisationen ein. Seine vevorstehenbe Ankunft hat alle Beamte« in groß« Aufregung gesetzt Die Reise Wenzels hängt nämlich mit enormen Unterschleifen an Geldern zusammen, die feinerzett zur Bekämpfung der Pest hetgegeben worben waren. Senator Glischtschinski Hot vor einiger Zett bei ber Grenzwache ber manbschuttschen Bahn unb tm Amurgebiet kolossale Mißbräuche mit staatlichen Geldern festgestellt. Er besteht auf einer Revision, doch widersetzt sich der Finanz- minifter Kokowszeff diesem Ansinnen, da er nicht ohne Grund eine Revision auch des ganzen Zollwesens der europäischen Grenzwache fürchtet. Jedenfalls scheint nun die Reihe der Skandale am Finauzmiwiste- rium zu sein, wo die Berhältnifle nicht viel besser sind alS in der übrigen Verwaltung. Dem Ergebnis der Revision der mandschurischen Bahnverwaltung sieht man in amtlichen Kreisen mit großer Beunruhigung ent-
f ab- hisste.
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