3tri23. — 1. Jahrgang.
Eaffeler Neueste Nachrichten
Die Politik des Tages
der
Neuer bom Laue
-Lä-
Kleines Feuilleton.
Die gegen Kryshiki arbeitenden Kritiker veröffentlichten nun eine Reihe von Artikeln, in denen sie ihn mit schweren Vorwürfen und Schmähungen überschütteten. Kryshiki erklärte hierauf, daß er eine vor etwa zwanzig Jahren in der Heide von Bielowiesky aufgenommene Photographie zu seinem Bilde benutzt habe und daß auch Brovard seinerzeit nach dieser Photographie gemalt habe. Mit dieser Erklärung hätte man sich zufrieden geben können, denn niemand konnte im Ernste daran glauben, daß ein Maler vom Range Kryshikis an einer untergeordneten Größe wie Brovard ein Plagiat hätte begehen können. Die Hetze wurde trotzdem fortgesetzt und der aufs äußerste gereizte und verletzte Krvshiki erhängte sich in seinem Atelier. Kryshiki, der namentlich als! Aquarellist einen hervorragenden Platz in der I russischen Malerei einnabm,.stand auf dem Bo-1
& Der erste Mai in Paris. (Telegraphische Meldung.) Aus Paris wird uns gemeldet' Bezüglich des Beschlusses der Regierung, die für den ersten Mar geplanten StraßenLndge- h buIbert iu Wollen, wurde einem MM ??n~ ?mem Ausschußmitglied beS Syndikats des Semedepartements erklärt b*?& die Straßenkundgebungen trotz des Verbots stattflnden wurden. Die Kundgebungen
des Budapester Besuchs König Peters zu einem heftigen Konflikt zwischen den ^ungradikalen und den Altradikalen Serbiens geführt habe. Da das gegenwärtige serbische Kabinett auf der Coalition zwischen Jung-und Altradikalen basiert, wird dieser Streit höchst wahrscheinlich die Demission des Ministeriums zur Folge haben.
Und alles dies, dieses Leben von Glanz, Luxus und Raffinement
, Der Kaiser als Kunstfreund und Wohltäter. Meldungen aus Korfu zufolge wohnte der Kaiser gestern den Ausgrabungen bei. Sie wurden mit Ziehung zahlreicher Lluergräben fortgesetzt, wobei Teile von Weihgeschenken, darunter ein sehr hübscher, kleiner Terrakotten -
Alle die Mädchen aber, die nicht n ..borfMttPr#" werden konnten, . ,»—u— fü'btXft ftefi
5^®** Bauernburschen, dem es auf em paar Goldstücke nicht anzukommen brauchte die angenehmsten Aussichten eröffneten. Die moderne Zeit hat allerdings mit den Maibrauchen stark aufgeräumt, und die alten . ^,in. ihrer ursprünglichen Art nur noch vereinzelt m abgelegenen Erdenwin-
Der abgesagte Königsbesuch als Ursache der Kabinettskrise? (Privat-Telegramm.) Te- wgraphisch wird aus Wien berichtet: Aus
MAlbuygen aus C e t i n j e zufolge haben ^'D°??^brer die sich zurzeit in Monte- V?, aufhalten, an den Sultan eine Depesche • ” ? i!t bet s'e um Wiederaufnahme !,^b AE5 ° E bitten Em ähnliches Bittge-
bon den orthodoxen Führern '
Auswanderer an den Sultan abgeschickt.
Allerheiligsten des Börsenmaklers trifft man auch die vornehmsten Mitglieder der amerrkanischen Gesellschaft; die elegante New- yorkerm, die „ein wenig an der Börse spielt", oen reichen Landerbesitzer aus dem Süden, den Staatsgouverneur, und diese oder jene Leuchte der Kunst-und Theaterwelt. Ein Glockensignal
^A'bonruf, und der Geschäftsmann,--.- wuroen. L>,e Kundgebungen
Hä n. hpm seinem Frycur hinauf hatten einen friedlichen Charakter tragen ?o "
Geschäft und die kostbarsten E d e l st e i n e die in Amerika verkauft werden, finden ihre Liebhaber von zehn Uhr vormittags bis drei Uhr
Im Trubel der Weltstadt. Wie uns aus Berlin gemeldet wird, entstand gestern abend ein dreifacher Zusammenstoß da- durch daß ein Krankenautomobil und eine Autodroschke bei einer Kreuzung der Straßenbahngleise zusammenstießen und in diesem Augenblick von einem Straßenbahnwagen angefahren wurden. Während das Krankenautomobil, in dem sich eine Dame in Begleitung eines Arztes befand, die Fahrt sortsetzen konnte, wurde die Droschke vollständig zertrümmert. Die beiden Insassen, zwei Herren, wurden erheblich verletzt.
Die Liebestragödie im Pensionat. 5KeI= Zungen aus Berlin zufolge, hat sich in einem Pensionat in der Bulowstraße gestern vormittag eine Liebestragödie abgesvielt, der ein junges Mädchen zum Opfer fiel. Nach einem Wortwechsel mit ihrem Geliebten, jagte sich dort die dreiundzwanzigjährige Elisabeth Gartner eme R e v o l v e r k u g e l in die rechte hKä war so schwer,
d-m T.-n-p-,, „,6 d.„
iS Die Heimkehr des Legionärs. Meldun- Asn «ns Frankfurt zufolge stellt in St. Ludwig ein dortiger Bürger das traurige ®“b . ""^„beunkehrenden Fremdenlegionärs dar der vollständig erblindet ist. Seine Erblindung war die Folge einer schweren Verwundung, die seine Entlassung zur Folge hatte nÄ*ftUL^ mnr ren französischen Behörden zu- nachst nach Basel und von dort zu seinen Verwandten nach St. Ludwig gebracht wurde
«r Die Aufstiege der „Deutschland" verschoben. Rach enter Meldnug aus Düsseldorj konnten wegen der ungünstigen Wetterlage auch Astern keine Paffagierfahrten des Zeppelin- luftschiffes „Deutschland" stattfinden. Dort herrjcht fast ununterbrochen Regen, und nach den vorliegenden Wetterberichten ist mit einer Aenderung der Wetterlage in den nächsten
barmherzigen Bruders, des bischöflichen Notars Pater Pompejus Ni bau er, ein schreck- ucher Massenmord verhindert wurde. Ein Wahlssinniger, der sich das Leben zu nehmen versucht hatte, war ins Krankenhaus einge- liefert worden und wurde in den Operations- jaat geschafft, wo seine Wunden verbunden wurden.
Politische Shronik.
I der Großfürstin Maria Pawlona,an der Spitze'. I<iN den Grabreden wurde unverhüllt auf die Lt^*Berrteic„n chtcd Teiles der Kritik und ge- iotffer Kollegen hingewiesen und man muß an- daß der Tod Kryshikis noch zu einem IS “ n'?1 e *'i1 a n b a I führen wird. In ber E l'egt hierzu reichlicher Anlaß vor, beim man darf von einer starken Verwilderung bi/-..mU4f4ld,en Kunstkritik sprechen, zweifelhaften, sachlich keines- ! Leute« ausgeübt wird. Es
unterlftllt keinem Zweifel, daß die Hetze gegen ntt«n?lte,ntert worden ist. Weil er Prä M ^'"dshi-Gesellschast war, die das kb Kuind-
r aus dessen Zinsen jährlich die
duen rusii,chen Bilder prämiiert toerben ~te Prämiierungen, die die moder- nen Richtungen Nicht berücksichtigen, haben den j bZT Vertreter dieser Richtungen nicht ohne Recht erregt, und man schrieb die einseitig-» Stellungnahme der Gesellschaft (wiederum nicht ohne Recht) ,m weientlichen Kryshiki zu der nch zu den neuen Ausdrucksformen der Kunst ablehnend, zum Teil sogar feindlich ver- d'"t. o. Gg.
?b d°v kein.Außenstehender'au^nür ei- Schimmer von diesem Glanze er- a.??tt um ,^/ei Uhr nachmittags die 55^?ft Kette von Automobilen sich von der Z - glaubt ber Laie, das hier
Geschäftsleute nach harter Nerven auf« reibenber Arbeit ihrem Heim zueilen und dort l^leden und Bequemlichkeit suchen. Doch eine leltiame Erscheinung bleibt es, daß gerade diese E"'»-^»^Ldmenschett von Wall-Street in ^^^Hauslichkeit Einfachheit und Schlichtheit walten lassen gerade tn ihren Villen wird man am wenigsten von jenem Luxus spüren, dem sie an ihrer Arbeitsstätte in aller Heimlichkeit e'nen Tempel errichteten. Das ist Amerika, wie es lebt, liebt und genießt... b. D.
Befriedigung raffinierten Lebensgenusses, wie in Wall-Stteet. Der Neuling freilich, der schüchtern das Büro einer bekannten Borsen- wird vergeblich etwas Aufsälli- ges suchen. Nur der alte, der „fette" Kunde er- wiigt Zutritt zu den Geheimnissen dieser fast märchenhaften Welt. Ihn führt man in die
Mosaikfußböden oder großen weißen Marmor" 1 beä ®ubabefiet ® - -----
platten Springbrunnen rauschen und das Wunderland Alabins Wahrheit zu werden scheint. Auf den Tischen blinken massiv goldene Tintenfässer und galonierte Lakaien stehen bereit um auf emen flüchtigen Wink hin im Handum- drehen alles herbeizutragen, was verwöhnte Lebenskunstler nur begehren mögen. Hier, in Die| em
fcag lebenslustige Paris opfern für den Lebens-, fenberren -!?^^-Rlesensummen, wie sie das b r Wall-Street-Viettel in Newyork allein wäb- . '------ ----------p™,,.,
reub ber Arbeitszeit ausgibt. Nicht umsonst ^telt sich so still, so unmerklich so geheimnis- vergleicht em genauer Kenner von s,'iaff='trect hnrr •-1- ------- - - -
in einer großen amerikanischen Zeitschrift bas ragliche Leben ber Newyorker Börsianer mit ber prunkvollen.Ueppigkeit babylonischer K-nige Allein sür die Befriedigung des Gaumens werden im Wall-Street täglich bie großen Banken und
Maklerhauser unterhalten mtt ganz gewaltigen §.^rn eiaene Kuchen und erstklassige Pariser »«*««<»«* »■-
«r«r Kampf mit einem Wahnsinnigen.
(Von unserm Korrespondenten.)
Man schreibt uns aus W i e n: Im Kon- vent der Barinherzigen Brüder in Krakau kam es vorgestern zu einer furchtbaren ®3 c n e- die durch einen Wahnsinnigen im
baSHÄ ,an unterrichteter' Stelle,'
Ais <sss Hills Nachfolger zum Botschafter in Berlin der frühere Gouverneur von Ohio H," r ick, rn Aussicht genommen ist. Herrick i^ ein intimer Freund Tafts und verfügt über großen, politischen Einfluß. Schon früher er- regte es Aussehen, dqß. Herrick als Uebermittler LMS? । mu. wätä; »sSÄXÄ'S'"—Me ----- yaveno. 7
Wahrend der Operation war es dem Kranken gegluckt, ein großes Seziermesser zu ergreifen und bei sich zu verstecken. Als er nnn tn das Gitterbett gelegt worden war, um Krankenzimmer geschafft zu werden, mCL ?ilt dem Messer das Strickgitter i emes Bettes durch, sprang aus dem Bett und stürzte sich auf den allein im Zimmer anwesenden barmherzigen Bruder Nibauer, das scharfe Operationsmesser in der hocherhobenen Faust. Dabei ichrie er fortwährend: „Ich muß alle Kranken ermorden!" Er versetzte dem f.ater emen furchtbaren Stoß in den Arm und r*ir$tc„an ihni vorüber zur Tür, um die hilflosen Kranken niederzumetzeln. Trotz der Ver- wundung warf sich Pater Nibauer auf den TOn^JrUr-cBtt’c're? Kampf zwischen dem Wahustnnigen und dem Pater, bei dem der Tobsüchtige seinem Gegner elf schwere Wunden beibrachte. Als bie Kraft des Hel-
Mea«« pflanzen eines M ai b a u mTunter "dem sich' °^ehmsten Ausückte»
allerlei Spielen ergötzte, i orauchen stark । Ä w l) e > n war es tn vergangenen Zeiten I Sitten haben ück Brauch,^ daß die Kinder von armen Leuten I nur noch ver^ zu Haus zogen und Maienlieber kein erhalten sangen, wofür sie mit Geld und Nahrungs- 9 uiitteln beschenkt wurden. In manchen ent-' legenen Gegenden in der E i f e l, in Ostflan- Lerr? “nb der Schweiz bestehen ähnliche Brauche noch heute. In verschiedenen Gegen- den Luddeutschlands ist es noch jetzt Ä.i"e, daß die jungen Männer dem geliebten Mädchen am ersten Mai einen grünen B°um vor die Tür pjllanzen Mädchen aber, die sich unbeliebt gemacht haben, erhallen ein i A lro h bündel vor das Fenster oder vor die Tur gebunden. Diese Bräuche reichten vordem weit. bis nach Mittel- und Norddenssch- ^ud dlneln Sehr ausgedehnte Festlichkeiten rn England mit dem Auf- p,tanzen von Marbäumen verbunden. Mit einer Musiffapelle und unter fröhlichen Scher-1
??.g rn bett einzelnen Ortschaften bie ganze Bevölkerung hinaus in den Walb, um den Mai- baum zu jallen, der dann auf dem Dorfanger ausge.ckmiuckt und aufgestellt wurde. Dem I Aufpflanzen des Maibaumes folgten die mannigfaltigen Volksbelustigungen, wobei als yeftfmtig und Festkönigin eine Maifrau uvb ein Matherr gewählt wurden.
Besonders originelle Maifestlichkeiten ver- £ ins achtzehnte Jahrhundert
Hinern die Milchmädchen von London; noch langer hielten sich die Maiumzüge der Lon-! smfni!1 LerJ• Vesschiedene hübsche iwuei _e.ene von Weivgelwenken,
Tänzen^ ItÄ Pickn'kcksVyranstaltung von barunter ein sehr hübscher, kleiner Terrakotten, bett" O“ ®k'stieren noch jetzt IN köpf gesunden wurden. Der Kaiser stiftete
Indern. A,n einigen Ge- zweitausend Franken für die Armen der Stadt $ ’J-r/ mtoar, es üblich (und zum Korju, fünfhundert fürMe Armen Gasturis und
hrirJkÄ uoch jetzt) daß die tausend für die griechiUe Gendarmerie
-LS'» ö Sd,-, ®«,e. L- «...
aert“ tourh?«"»perstel-vattelegramm meldet uns aus Mün- mit cinS 6 anSnÄ" ®,cr bcfannte Schriftsteller und „Simpli-
erft tta oS ÄÄ mußte zlsslMus"-Mitarbeiter Edgar Steiger ist durfte bann ober die fo erroDtb^ p,’p„^TUt n f4V” nachmittag an der Straßenbahn beim liebste auch bis Herzaller- Umsteigen von einem Automobil übersah-
zum Herbst mit keinem andern ren worden. Er erlitt einen Unterschenkel-
Buncken tanzen,..oder m einer andern Wesse Ibrnch und mußte ins^^ Spita "gebracht
f 2-?-1 tm Bezirk 4 Gumbinnen insgesamt 3o6 stimmen abgegeben. Davon erhiel- ken Gutsbesitzer Iany- Niederwitz (Kons) 345 und Landwirt Büttler-Eydssuhnen (liberai 11 Stimmen. Jany ist mithin gewählt.
Meldungen aus Görlitz zufolge wurde nachdem wegen Lohnstreitigkeiten in der Norddeutschen ^utespinnerei und Weberei in Ostritz ein teilweiser Streik ausgebrochen war, der Betrieb nunmehr eingestellt. Es sind etwa 1000 Arbeiter beteiligt. ’
_ Nach einer Meldung aus München ist der Geschäftsführer Rudolf der Zahlstelle Re- geusburg des deutschen Bauarbeiterverba,rdes fluchtig. Ob er mtt Kaffengeldern verschwunden S'.muß erst eine Revision ergeben. Soviel steht abeJ kest, daß Rudolf das ihm geschenkte Vertrauen gröblich mißbraucht hat.
Aus Konstantinopel meldet uns ein ^^g^amnu Aus Anlaß des gestrigen Jahres- pfr Th r o n bestergung hat der Sul- lan ps.^undsiebzig wegen der vorjährigen al- banesischen Unruhen vom Kriegsgerichte in Debra, sowie zweihundertsiebenundsechzig wegen der Unruhen in Adana Verurtesste begnadigt.
uns aus Newyork gemeldet wird, machen die mexikanischen Friedensver- paudlungen gute Fortschritte. Die Regierung soll bereit fern, den verwundeten Jnsur- genten Penftonen zu gewähren und die Schul- den der Insurrektion zu decken. Auch will sie zugestehen, daß kein aegenwärtiger Beamter wiedergewahlt werden kann.
tGi Aus Cassels Hoftheater. Am Samstag gelangt zu gewöhnlichen Preisen ,Ma- dame Butterfly" mit Fräulein von der Osten in der Titelrolle zur Aufführung. An- T^ng TA Uhr. Am Sonntag werden Richard Wagners „Meistersinger" ebenfalls zu gewöhnlichen Preisen in der bisherigen Beset- Mng in Szene gehen. Ansang 6 Uhr. Der Spielplan für die nächste Woche bringt unter andern, zwei Novitäten: Das Drama „S o n n- w e n d t a g" von Karl Schönherr und die Operette „Prima Ballerina" von Otto schwarz. „Sonnwendtag wird am 2. Mai in per erst vor kurzem fertiggestellten Neubearbeitung des Dichters erstmalig aufgeführt werden. D,e erste Aufführung der Operette „Prima Ballerina", die bereits an anderen namhaften Buhnen durchschlagende Erfolge erzielt hat, ist auj Sonnabend, 6. Mai, angesetzt. Der Vorverkauf für alleVosstellungen der nächstenWoche beginnt, wie üblich, am Montag.
Maien-Glöck.
Alte Maivräuche und Maisitien.
(Von unserem Korrespondenten.)
Man schreibt uns: Von den vielen Polks- bräuchen, die noch in den verschiedenen Ländern und Distrikten bestehen, haben die Mai-
die Wall-Street-Magnaten ssssp Epikuräer und glauben daran, daß Trüf- seln, Si rammetsvogel, eine achtundfunfziger ^ehloßabzug ober ein hundert ^^A.K?guak ihren Geschäftssinn er- .Die großen Wetuhänbler Newyorks machen ihr bestes Geschäft in Wall- ©treet unb bte rastlos hastende Börsenwelt i --- r- —
Zeit, zwischen zweiEntschlüs-1 S- Die Zarenfahrt verschoben» (T ele-
zahlen mit dem die Borsenmänner sich umae- Nelsedispofitionen des Zaren einstweilen baden haben. Viele Arbeitsräume können an er- ■ ,eme Abänderung gefunden, daß der Auf- Neuem Adel des Materials und Kostbarkeit be$ Zarenpaares in den finnischen säs? s ,“e“»"»'«»» S*ä
Mark nur für wertetmtUwn ^unt eme längere Auslandsreise anzutreten
die Ausstattung zweier Bürozimmer h beä Zaren in Friedberg
ausgegeben,und die kostbaren Holzschnitzereien jetzt kaum^n^"^ Metterer Entschließungen m diesen Gemächern bilden eine Sehenswür 68 IUflt u°he,
digkeU, auf die jedes Museum stolz sein könnte i ba6 b,e Nesse des hessischen
Erst kürzlich kaufte der Partner eines bekannten ^rovherzogspaares dem Besuch des russischen
S”dSS° “W»l0»»? W Ä
asttsxass I!°»- »“■«« .Ä a»
liche aa'.’Yn
?as Gefühl für den Geldeswert abstumvft aber jedenfalls findet man in keiner Geschäftswelt wtbA ,er Arbeitszeit und inmitten
des Arbeitsfeldes so viel
Sie Tragödie eines Malers. |Ä9IaÄ’Ä. bS Der Selbstmord des Malers Kryshiki. ! Aiotive aus der Schneeschmelze von hohem
(Don unserm Korrespondenten.) !?rbtt^tt Reiz und ungemein stimmungsvoll.
rsa ___Er verfugte über eine tadellose Zeichnung eine
o-« k —. ^J?eterS6urfl' 26‘ April. I wunderbare Lustperspektive und ^«ichteffekt»
UHb Gesell- von stupender Wahrheit und Kraft. Als stei"- W der tragische Tod des weit über die ner stand er in Rußland beinahe unerreicht da
Battrlandes hinaus bekannten was er der strengen Schule seines früheren Landschaftsmalers Konstantin Kryshiki Lehrers Clodi von Jürgensbura eine« Art™ eme ftarfe erregimg hervorgerufen, denn der Düsseldorfers, verdankte “
<?a^£ und auf der Höhe Kryshiki war ungeheuer produktiv und bc§ fteljenbe Mann hat seinem Le- seine Bilder waren sehr begehrt sodaß er bobe
bfn durch Erhängen em Ende gemacht, weil er Preise ansetzen konnte, die ihm 'auch ohne wess U'cht nnstande war, gegen eme systemati- irres bewilligt wurden. Auf verschiedenen in- sche Hetze anznkampfen, die einige Peters- ternationalen Ausstellungen ist er bervorra- burger Kritiker rm Verein mit einigen Malern gend gusgezeichnet worden. Seine Bestattima
inszeniert hatten. Diese Hetze wurde land mit großem Pomp statt: an ihr beteilia- Kb£tn-ben und sie gip- ten sich mehrere Mitglieder des Kaiser h au-' selte im wejentlichen darin, daß man die Bil-1 l e s, mit der Präsidentin der
der Kryshikis in jeder Weise bemängelte und'»'" ..ber Kunstakademie,
ihm jede Spur von Talent und Können absprach. Auf der diesjährigen Frühlingsausstellung der Kunstakademie war Kryshiki wie immer mit einigen seiner vortrefflichen Landschaften vertteten. Ganz besondere Aufmerksamkeit erregte ein sehr starkes Schneemotiv mit ein paar brillant gemalten gewalssgen Eichen im Vordergründe. Nach einigen Tagen erklärte der Maler Brovard in einem von dem stärksten Widersacher Kryshikis, dem Maler Foma Railan, herausgegebenen Kunstjournal, bas besagte Bild sei ein Plagiat, da er (Brovard) dasselbe Motiv vor einigen Jahren gemalt habe.
_______________Sonnabend, 29. April 1911.
benmütigen Mannes erlahmte, kamen endlich Helfer herbei und bändigten den Wütenden Pater Nibauer mußte sich einer schweren e>ve- ration unterziehen und schwebte eine zeitlana m Lebensgefahr. Jetzt befindet er sich auf dem Wege der Besserung und war imstande, eine Schilderung der entsetzlichen Szene int Opera- ttonäfaal zu geben. Er erzählte folgendes- >zch habe nur meine Pflicht getan, um ein großes Unglück zu verhüten, denn der Wahnsinnige wollte durchaus in die Kranken- l ä l e stürzen, um die Kranken in ihren Betten 3U ermorden. Mir selbst wollte er nichts tun, sondern versuchte nur, mich abzuschütteln Urtö sich aus meiner Umarmung zu befreien 'ym dies nicht gelang, begann er wie tajenb aitf mich einzustechen. Die linke Wange
Nase wurden mir beim ersten Stoß Tann brachte er mir eine Idjtoere Wunde im Nacken, eine am Hals unb am Kopf bei. Er versuchte fortwährend, mit bte Augen auszustechen. Dies gelang ihm aber nicht; bafür traf er mich bei einem folgen Versuch in die rechte Wange und brachte mir eme vier Zentimeter lanae Wunde bei. Dies alles war das Werk von wenigen Minuten. Zu meinem Entsetzen fühlte ich, wie meine Kräfte erlahmten, und immer noch
Hilft da. Meine Angstrufe schienen vollständig ungehört zu Verhallen. Endlich, im Augenblick der höchsten Not, kamen Vier Wärter und fesselten den Tobsüchttgen. Ich habe allerdings viel schreckliche Wunden erhalten. zich tröste mich aber mit dem Gedanken, daß ich m einem Kriege gewesen bin, der ebenso viertvoll ist, wie die Kämpfe der Völker, denn es war eine Schlacht der Menschen, licnc ... §