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Rr. 117i — 1. Aahrgang.

». .....—

Casseler Neueste Nachrichte«

Sonnabend, 22. April 1811.

für den 17. und 18. Juni zur Ausschreibung Das Programm sieht für den ersten Tag neun Rennen und für den zweiten Tag elf Rennen vor. Die Rennen werden zum ersten Male aus einer neuen Rennstrecke abgehalte», die sich zweitausend Meter lang schnurgerade hinzieht und hinreichend Platz für fünf gleich­zeitig startende Boote bietet. Die Strecke liegt am rechtsseitigen Rheinarm zwischen Straffer und Kaiscrbrücke. Meldeschluß für Verbands­vereine ist der 2. Juni abends sechs Uhr.

Gericht und Recht.

Der Stiefvater mit dem Beil. (Von unser m Korrespondenten.) Man schreibt uns aus Hanau: Am 6. März wurde der 21 Jahre alte Fabrikarbeiter Louis Stock aus Ostheim zum Militär ausgehoben. Als er abends vergnügt nach Hause kam, geriet er mit seinem Stiefvater, dem Tagelöhner Peter Heck, in einen Wortwechsel, da dieser sich darüber ärgerte, daß der junge Mann für diensttauglich befunden worden war. Im Verlaufe des Streits griff Heck zum Meffer und ging aus seinen Stiefsohn los. Ehe Schaden damit an- gerichtet wurde, konnte jedoch dem Wüterich die Waffe entrissen werden, worauf er mit einem Beil dem Burschen eine klaffende, bis auf den Knochen gehende Wunde an der rechten Schul­ter beibrachte. An den Folgen des Hiebes lag Stock bis zum 12. April im hiesigen Kranken­haus. Der Stiefvater hatte sich wegen seiner rohen Tat vor der hiesigen Strafkammmer zu verantworten; das Urteil lautete wegen ge­fährlicher Körperverletzung aus s e ch s M o - nate Gefängnis.

„ Die verkaufte Schwester". Ein P r i - vat-Telegramm berichtet uns aus Ber­lin: Der Erpreffungsvcrsuch eines angeblichen Schriftstellers, der durch die Androhung der Veröffentlichung eines Schlüsselromans die Summe von 10 000 Mark zu erlangen ver­sucht hat, wurde gestern vom Gericht mit einer empfindlichen Freiheitsstrafe geahndet. Der erst zwanzig Jahre alte Angeklagte, ein Bohe- mier namens Martin Ehrlich, richtete Ende August vorigen Jahres an den Inhaber eines hiesigen großen Kaufhauses einen Brief, in dem er mitteilte, daß in nächster Zeit ein Roman mit dem Titel: „Die verkaufte Schwester" erscheinen werde, in dem der Adressat die Hauptrolle spiele. Der Angeklagte erklärte, daß er bereit sei, das Manuskript des hochsensationellen Romans für 10 000 Mark zu verkaufen. Der Empfänger des Briefes ging scheinbar auf den Handel ein, übergab dann aber die Sache der Staatsanwaltschaft. Das Gericht erkannte gestern gegen den Schlüssel­roman-Mann auf vier Monate Gefäng­nis.

Q General von Otterstedt freigcsprocken! Wie uns aus Berlin berichtet wird, wurde in der gestrigen Pfeilprozeß-Verhandlung vor dem Kriegsgericht, die wegen Gefährdung militär­dienstlicher Interessen unter Ausschluß der Oeffentlichkeit stattfand, Generalleutnant von Otterstedt, der die Gräfin Pfeil beleidigt ha­ben sollte, freigesprochen.

Die Amtsunterschlagung eines Polizei- kommiffars. Aus Erfurt meldet uns ein Telegramm: Die Strafkammer verurteilte gestern den Polizeikommissar Toenniges wegen Amtsunterschlagung von fünftausend Mark zu zwei Jahren Gefängnis und dreijährigem Ehrverlust.

Der Karersee-Hotelbrand. Wie uns aus Meran berichtet wird, fand vor dem dortigen Bezirksgericht die Verhandlung wegen des Ho­telbrandes statt. Aus den Zeugenaussagen Dr. Stainers und von Heppergers ist folgendes bemerkenswert: Direktor Bardh hat die Feuerwehrleute von Welschnofen nicht von der Bergung von Effekten abgehalten, weil diese versichert seien, sondern er hat ihnen ge­sagt, sie sollen so unsinnige Arbeiten wie das Abreißen befestigter Gegenstände, wie ange- schrauber Spiegel, angeschraubter Apparate bleiben lassen und sich überhaupt lieber zurück­ziehen, da der größere Teil der Feuerwehr­leute schwer betrunken war. Die Klage, die von den bei dem Brande Geschädigten ge­gen den Tiroler Verein für Alpen­hotels auf Zahlung von dreihunderttausend Kronen Schadenersatz gerichtet war, wurde in der gestrigen Verhandlung abgewiesen.

Handelr-Ietzeschen.

g? Die heutige Berliner Fondsbörse. (Privat-Telegramm.) Von der heuti­gen Berliner Freitag-Börse wird uns telegraphiert: Eine ganze Reihe verstimmender Momente ließ die Börse heute in vorwiegend schwacher Haltung einsetzen: Die schwache Haltung Newyorks, ungünstige Nachrichten aus Mexiko und Marokko, die Schwierigkeiten, die sich der Verlängerung des Rohcisensvndikats entgegenstellen, ungünstige Berichte vom Sie­gerländer Eisenmarkt und die Vorgänge an der Wiener Börse. Hierzu kamen auch noch Ge­winnrealisationen einiger hiesiger kleiner Fir­men. Montanaktien waren durchschnittlich */. Prozent niedriger. Der Bankenmarkt war ziemlich behauptet. Von Transportwerten waren Staatsbahn fest. Schiffahrtsaktien setz­ten auf die Auslassungen der Verwaltung fest ein, schlossen sich aber später der Allgemeinten­denz an. Elektrizitätsaktien waren von Be­ginn an abgeschwächt.

gf Kahlgrund-Eisenbahn-Aktiengescllschaft Das Gesamtergebnis der Kahlgrund-Eisen- bahu-Akt.-Ges. aus Bahn- und Industriebe­trieb stellt sich für das abgelaufene Geschäfts­jahr einschließlich des vorjährigen Gewinnvor- trages auf 104 146 Mark (i. V. 101221 Mk.), woraus die Verteilung einer Dividende von Prozent (wie i. V.) in Anschlag gebracht werden wird.

g? Lehmann u. Co., A.-G. für Eisenkon ftruktion, Brücken- und Signalbau. (Privat- telegramm.) Nach dem Rechenschaftsbericht verbleibt ein Gewinn von 404 448 (gegen 523 686) Mark. Davon sollen 7 (gegen 10) Pro­zent Dividende verteilt und 108 315 (gegen 104408) Mark auf neue Rechnung übertragen werden. Ueber die Aussichten wird von der Verwaltung erklärt, daß, wenn sich der Ge­schäftsgang in derselben Weise weiter gestaltet, wieder ein befriedigendes Resultat zu erwar­ten ist.

Der Ruhrkohlenmarkt. (Privattele­gramm.) Auf dem Ruhrkohlenmarkt blieb der Absatz in der Berichtswoche hinter dem vor­wöchigen Ergebnis nicht wesentlich zurück. Der Grund des eingetretenen Rückganges ist indes­sen keineswegs auf eine Abschwächung der Marktlage, sondern ausschließlich auf die ge­ringere Zahl der Arbeitstage und auf die an den Tagen vor und nach dem Osterfest übliche schwächere Förderleistung der Zechen zurückzu­führen.

gf Armaturen und Maschinenfabrik, A.-G., vormals Hilgert, Nürnberg. Privat-Te- l e g r a m m.) Nach dem Geschäftsbericht ver­bleibt ein Betriebsüberschuß von 481 336 Mark (gegen 394 219 Mark i. 53.). Nach Abschrei­bungen von 187 988 Mark (gegen 194 219 Mark) verbleibt einschließlich Vortrag ein Reingewinn von 431715 Mark (gegen 337 676 Mark). Davon sollen nach Dotierung verschiedener Fonds und Zahlung der Tan­tiemen 5% Prozent Dividende (gegen 4 Prozent i. V.) ausgeschüttet und 135856 (138 367) Mark auf neue Rechnung vorgetra­gen werden. Im neuen Geschäftsjahr ist die Nachfrage für die Erzeugnisse eine lebhafte, hat aber nicht die sehnlichst erwartete Besse­rung der Preise gebracht. Eine gewisse Zuver­sicht kann aber zum Ausdruck gebracht werden.

5$ A.-G. für rheinisch-westfälische Zement­industrie, Beckum. (Privatt elegramm.) Laut Rechenschaftsbericht verbleibt nach Ab­schreibungen von 104148 Mark (gegen 95 330 Mark i. V.) ein Reingewinn von 179 437 (gegen 188 520) Mark. Davon sollen 7 (8) Prozent Dividende verteilt und 78373 Mark auf neue Rechnung vorgetragen werden.

§5 Wiener Börsen-Sensation. (Privat- Telegramm.) Sln der Wiener Börse gab es gestern nachmittag eine Sensation außerge­wöhnlicher Art: Ein Baissekampf, wie ihn wilder auch die größten Weltbörsen nicht erlebt haben. Die Aktien der Skodawerke in Pilsen, ein Spekülationspapier, das seit etwa einem halben Jahre vom Publikum bei­spiellos begehrt wurde, hat im Verlauf von we­nigen Minuten einen Knrsstnrz von nicht weniger als 100 Kronen unter dem höchsten Ta­geskurse zu verzeichnen gehabt. An der Börse entstand eine förmliche Panik, die erst der Be­ruhigung wich, als bekannt wurde, daß der Sturz auf ein Spekulationsmanöver -urückzuführen sei.

8® Die deutsche Kohle siegreich! (P r i Vat- Telegramm.) Aus Newyastle on Tvne wird uns berichtet: Nicht geringes Aufsehen erregte auf der gestrigen hiesigen Kohlenbörse die Nachricht, daß die dänische Staatsbahn bei der Vergebung von 130 000 Tonnen Lokomctivkoh- len die englischen Produzenten voll­st ä n d i g übergangen hat. Der größte Teil des Auftrags. 87 880 Tonnen, ist den Rheinisch-Westfälischen Kohlen­werken zugefallen. In früheren Jahren

war stets mindestens die Hälfte des Kohlenbe­darfs aus Newcastle bezogen worden.

Am der Heimat.

Der kommende Schießplatz Srd.

(Telegramm unferS Korrespondenten.)

Bad Orb, 21. April.

Im südlichen Teil unseres Regierungsbe­zirks Cassel, und zwar südöstlich von Bad Orb, ist (wie wir schon berichtet haben) die Errichtung eines großen Truppenübung s- und Schießplatzes geplant. Nachdem eine gütliche Einigung wegen der Abtretung des Ge­ländes nicht zu erzielen war, wurde gegen die Eigentümer das Enteignungsrecht eingeleitet. Der deutsche Kaiser hat jetzt dem Militärfiskus das Enteignungsrecht verliehen. Die Gemein­den Lettgenbrunn und Vi l l b a ch wer­den vollständig geschleift und sechs weitere um­liegende Ortschaften (darunter auch Bad Orb) müssen bedeutende Geländestrecken zu dem Schietzplatz abtreten. Der Schießplatz wird ins­gesamt 4600 Hektar groß. Die Barackenbauten, die zur Aufnahme einer vollständigen Jnfan- teriebrigade ausreichen sollen, beanspruchen al­lein etwa fünf Millionen Mark Unkosten. Der Militärfiskus hat sich bereit erklärt, für das zu enteignende Terrain, den vollen Wert des Ge­ländes zu bezahlen. Die Kosten für den Ge­ländeerwerb und die Bauten werden aus dem Erlös für den Verkauf des Tempelhofer­feldes bestritten werden.

Zeugfeldwebel Müller.

(Privat-Telegram m.)

Frankfurt, 21. April.

Der Zeugfeldwebel Müller, der im De­zember vorigen Jahres wegen Ermordung sei­ner Geliebten zu fünfzehn Jahren Zuchthaus verurteilt worden war, hatte bekanntlich gegen das Urteil Berufung eingelegt, weil die Strafe ihm für die Tat, die er begangen hatte, zu ge­ring erschien. Im April dieses Jahres wurde Müller dann (wie wir berichteten) vom Ober­kriegsgericht z u m T o d e verurteilt. Die Frist zur Einlegung der Revision ließ Müller ab­sichtlich verstreichen und legte keine Revision ein. Daraus wurde ihm nahegelegt, ein Gna­de ng e s u ch an den Kaiser einzureichen. Dies hat der Verurteilte jetzt ebenfalls abgelehnt mit der Begründung, daß er „hingerichtet sein wolle, und daß es ihm viel zu lange dauere, bis diese Mordtat ihre entsprchende Sühne ge­sunden habe."

oo Marburg, 21. April. (Die Bei­setzung des Landrats.) Zu einer im­posanten Trauerkundgebung gestaltete sich die Beerdigung des verstorbenen Landrats von N e g e l e i n. In dem Leichenkondukt befan­den sich viele auswärtige hohe Beamte und Militärs aus Berlin und C a s s e l, die Kriegervereine, Feuerwehren, Abordnungen studentischer Korporationen von hier und Straßburg, sowie Hunderte von Bürgern und Landwirten der Umgebung. Sechs Gen­darmeriewachtmeister trugen den mit Blumen und Kränzen reichgeschmückten Sarg zur Gruft.

o°o Marburg, 21. April. (EinWohltä - t e r.) Der Bierbrauereibesitzer Bopp hat zu seinem siebzigsten Geburtstage seinem Perso­nal zehntausend Mark und dem Altertumsver­ein zwanzigtausend Mark gestiftet.

8c Eschwege, 21. April. (Als Lerche gelandet!) Eins der Opfer des Unglücks bei Frieda, der Schüler Ernst Schulz, wurde gestern in der Nähe von Niederdünzebach bei der Schaftränke aus der Werra gelandet.

8o Limburg, 21. April.. (DcrneueDi- re k t o r.) Am hiesigen Gymnasium und Real­gymnasium sand gestern die Einführung des neuen Gymnastaldirektors Beckmann durch Geheimen Ober-Regierungsrai P a e h l e r aus C aff el statt. , .

8o Biebrich, 21. April. (Die Biebri- ch e r beim K r i e g s m i n i st e r.) Die vom Bürgerverein ernannte Deputation für Erhal­tung der Unterosfiziersschule wurde vom K r ie g s mini st e r, der in Wiesbaden zur Kur weilt, in Audienz empfangen. Die Unter­redung ergab, daß die Verlegung der Unter­offizierschule eine feststehende Tatsache ist. Als Ersatz soll eine Unteroffizier-Vorschule bierber verlegt werden. Die Kaserne wird mit einem Betrage von zweih'-nderttawend Mark iimgebaut.

*

Aus den Rachbargebteien.

"8o Hann.Münden, 21. April. (Das ver­giftete Osterei.) Die Frau des Stein­brucharbeiters Grünewald in Oberscheden wurde gestern abend von einem heftigen Un­

wohlsein befallen, und ein Arzt erklärte, es liege Vergiftung vor. Die Frau hatte ein rot- gefärbtes Osterein gegessen, durch dessen zer­knickte Schale die rote Farbe in das Innere des Eies gedrungen war. Trotz Anwendung verschiedener Gegenmittel ist die Frau heute gestorben.

o°o Heidesheim (Kr. Mainz), 21. April. (Das Drama einer Familie.) In der Nähe des Bahnhofs fand man die durch einen Eisenbahnzug überfahrene Leiche der Frau Rohr. Der Gatte hatte am Hauptbahnhof in Mainz Nachtdienst. Als Familienangehörige in die Rohrsche Wohnung eindrangen, fanden sie im Kinderwagen das drei Monate alte Töchterchen ebenfalls als Leiche vor. Wie die Untersuchung ergab, ist das Kind von der Frau erdrosselt worden. Die Ursache zu dem Familiendrama soll in der Drangsalierung der jungen Frau durch ihre Schwiegermut­ter zu suchen sein.

WM Md Wiks. „Parsedal vi" gestrandet! (Eigene Drahtmeldungen.)

Das Luftschiff „P. VI", dessen Aufstieg zur Fernfahrt nach Amsterdam gestern wegen widriger Winde verfchoben werden mußte, ist heute morgen vier Uhr dreißig Minuten von Berlin aus aufge stiegen, um zu versuchen, die Fahrt ohne Unterbrechung bis zum Ziel fortzusetzen. Nach einer Meldung aus Stendal passierte das Luftschiff um achteinhalb Uhr die Stadt in ziemlich schneller Fahrt und mäßiger Höhe. Es fuhr in der Rich­tung auf Hannover weiter. Auf der Fahrt nach Hannover ist dann das Luftfchftf ge­strandet. Wir erhalten darüber folgende Depeschen:

Hannover, 21. April.

Der „Parseval VI" ist heute aus seiner Fahrt nach Hannover gegen 12*A Uhr zwi­schen Isenbüttel und Gifhorn wegen Plötz- l i ch eintretender böiger Winde ge­landet. Die Landung erfolgte, da man be­fürchtete, daß der Ballon sich in den Kiefern verstricken könnte. Die Landung erfolgte zwar glatt, gestaltete sich aber s e h r s ch w i e- r i g, da die Gegend sehr fumpfig ist und Hilfe nicht so schnell zur Stelle war. Alle zehn Insassen des Luftschiffs befinden sich wohl­auf. Der Ballon soll entleert und verpackt nach Bitterfeld zurückgebracht werden. Der Führer, Oberstleutnant Sperling, gab über die Landung folgenden Bericht: Wir erlitten fünf Kilometer westlich des Eisenbahndam­mes dadurch einen kleinen Defekt, daß sich ein Tau in einer Kiefer verstrickte. Wegen der plötzlich austretenden böigen Westwinde wurde sofort zur Landung geschritten, die glatt, ohne Reißleine sich vollzogen hätte, wenn sich nicht ein großer Sumpf ge­zeigt hätte und irgendwelche Leute zur Hilfe­leistung gezeigt hätten. Ich zog deshalb die Reißleine, und die Gondel landete auf trok- kenem Gebiet mitten im Niederholz der Gif­horner Schweiz, während die große Ballon­hülle sich zum Teil in den Sumpf legte. Alle zehn Insassen sind unverletzt.

Ein weiteres Privat-Telegramm aus Hannover meldet uns: Der Ballon wird demontiert und nach Bitterfeld zu­rück gebracht werden. Bemerkenswert ist, daß das Luftschisf drei Kreise beschrieb, ein Zeichen der beabsichtigten Landung. Leider hat man aber in Gifhorn dieses Zeichen nicht zu deuten gewußt.

< Das Unglück der „Deutschland". (Tele­gramm unsers Düsseldorfer Kor­respondenten.) Die Ausbesserungsarbei­ten am Luftschiff „Deutschland" sind soweit ge­fordert worden, daß man hofft, am Sonntag die Aufstiege wieder beginnen zu können. Die Seitensteuerung und das Gerippe ist fertig; es fehlt nur noch ein paffender Propeller und ein Ersatz für die Hülle. Die „Delag" hat sich entfchloffen, eine mechanische Ein- uno A u s- suhrvorrichtung an der Halle anbringen zu lassen. Die Kosten werden sich auf an­nähernd zwanzigtaufend Mark belaufen und fallen später von der Stadt übernommen werden. Mit der Ausführung der Neuerung ist eine Mannheimer Firma beauftragt worden, die auch die Friedrichshafener Halle mit derselben Vorrichtung versehen wird, da­mit Unfälle von der Art des atzten vermieden werden. Der indirekte Ausfall, der die Düssel­dorfer Geschäftswelt durch die unterbrochene Fahrt trifft, wird auf hundertfünfzig- tansend Mark beziffert.

< Die Mainzer Ruder - Regatta. Die große Mainzer Ruder-Regatta ge­langt jetzt von dem „Mainzer Ruder-Verein"

GeschMiche Mitteilmge».

** Italienische Sprachkurse. Wie aus dem Inseratenteil ersichtlich, veranstaltet die Ber­ti tz - S ch o o l Extrakurse in der italienischen Sprache. Dieser Unterricht wird erteilt durch eine langjährig erfahrene, diplomierte, italieni- fche Lehrkraft. Nicht nur für folche. die der ita­lienischen Sprache schon mächtig sind, sondern auch für Anfänger in dieser Sprache, eignet sich dieser Unterricht, da nach der „Berlitz-Methode" stets Grammatik mit Konversation pädagogisch verbunden wird.

Nachbörsenkursa gegen 37» Uhr

20. 4. 21. 4

Berliner Kursbericht

20. 4. 2 t. 4

149.10

149.-

20. u. 21. April 1911, nachmittags 3 Uhr.

Wechsel.

224.80

121.50 1122.—

18.90

18.90

Muktenlfte

Prinz Heinrich-Bahn|U6.

135.8"

135.81

matt.

Weizen, Tendenz:

92/25

101.50 101.25

108.75

108.75

173.2.

99.25

99.25

176.—

97.40

308.20

309.75

100.

99.90

259.87

363-80

363.-

98.30

98.60

20. 4. 2L 4.

51.40

97.60

308.-

354.

173-

142.40

81.81

89.—

Dezbr.

Mai .

311.50

355.—

93.90

84.20

102.60

94.—

84.10

' 20. 4. 189.90 104.40

170.—

175.12

Lübeck—Büchener . Baltimore Canada-Pacific Warschau—Wiener. Pennsylvania Südösterr. Lombard. Oesterr. - ungarische

Staatsbahn

237.75

>07.50

187.12

188.62

195.12

139.- mitl

55.90

160.90

146.25

81.25

178.50

82.75

93.87

108.25 110.87

107.75 23 .‘.25

117.50 180.62

30.50 32.87

108.75 126.37

63.75 77.62

13.75

7.92

10.30

275.—

490.—

193.25

286.90

167.25

136.—

13.87

7.94

205.25

190.25

2^.50 187.-. iSW 195.12 218.- 260.62

168.10

137.80

196.25

202.50 matt.

157.50

161.75 matt

162.50

82.75

93.87

106.25

110.75

218.—

262.-

205.87

192.12

264.75

167.87

|Rhein!. Stahl lAllg. Elektr. Ges. jSiemens & Halske : D eutsch—U ebersee Ges. f. elektr. Untern. Dynamit-Trust Gr. Berliner Str.-B . Tendenz:

21. 4.

189.50

104.—

224.40

222.75

128.25

138.87

127.87

167.87

221.80

161.—

18.87

145.87

104.25

225.37

Roggen, Tendenz , Dezbr. .

„ Mai . . .

Hafer, Tendenz: „ Dezbr. . . „ Mai ....

Mais, Tendenz: • „ Dezbr. . . . . Mai

Kiibäl, Tendenz: , Dezbr. . . ,, Ma’ . , . .

(Schlusskurse.)

23. 4. 21. 4.

183.62

170.87 189.23

192.37 befst

170.25 275.62 247.12 184.12

171.25 189.25 192.87 schw.

Engi. Konsols .. . 4rt/0 Argentinier . . . 3°/e Deutsch. Reichs­

anleihe A/0 . . .

4°/0 Russen 5°/n Russen Atchison Baltimore Canada Southern Pacific . • Union Pacific ....

Erie .........

Missouri New-York Central . Northern Pacific . . Pennsylvania .... Steel Com Steel Prefe Central Mining . . . Randmines .....

161.75

18.62

145.87

103.87

221.87

219.50

261.50

63.75

76.62

217.50

256.— 174.70 280.10 145.25

99.50 101.20 223 — 259.10 169.75 185.25 174.60

167.31

157.62

128.—

138.75

127.62

Berliner Handelsges. Darmstädter Bank . Deutsche Bank .... Diskonto- Command. Dresdner Bank .... Mitteldeutsche Pri­vatbank ........

Nalional-Bank Oesterreich. Credit . Petersburger Intern

Handelsbank .....

Fonds.

20. 4. 21. 4.

Dynamit-Trust Esch weil erBergwrk. Geisweider Eisen... Gelsenkirch. Bergw. Ges. f. elektr. Untern. Gr. Berlin. Str.-Bahn Gr. Casseler Str.-B. Hamburg. Packetfrt. Harpener Bergbau . Hartmann. Masch.. . Hasper Eisen Herkulesbr. Cassel . Hirsch Kupfer Hohenlohewerke. . . König Wilhelm conv. Laurahütte Ludwig Loewe & Co. Neue Boden-Ges... i Norddeutscher Lloyd Oberschl.Eisnb.-Bed. Orenstein & Koppel Phönix Bergbau ... Rhein. Stahl Rombacher Hütte .. Schuckert. Elektr... Siegen—Solingen .. Siemens & Halske . Stahl & Nölke Stolberger Zink. ... Vor wohl. Porti. Zern. Wenderoth Westf. Stahlwerke . Wittener Guß Zellstoff Waldhof..

231.37

117.25

179.87

29.62

32.87

108.59

125.62

93.90

84.20

102.60

93.90

84.—

Accumul.-Fabrik

Allgem. Elektr. Ges. Badische Anilin.... Berk-Anhalt.-Masch. Bochumer Gußstahl Braunschweig. Jute. Brauer. Schöfferhof Casseler Federstahl Concordia Bergbau .

Consolidation

Deutsche Linoleum-

Wachs ....’•

Dortmunder Union C. Donnersmarckhütte. Deutsche Spiegel-

Glas.............

Russ. Bank für aus- wärt. Handel...

Olavi-Minen

South - West - Afrika (deutsche Stücke)

Bahnen,

41/5®'o-ige öslerr.

Silberr. Jan.—Jul'

4°/n-ige Russen von

1902............

40,0-ige Spanier ....

4°/0-ige Türken von

1905 Türken-Lose 4°/0-ige Ungar. Goldr. 4°/0-ige Ungar. Kro­

nenrente

4°/0-ige Mosk.-Kasan

4°/n-ige Russ. Süd-

Ostbahn 1897 ....

Banken.

170.25

192.10

111.25

136.30

186.59

178.-

81.93

89.—

Industrie.

20. 4. 21. 4

Londoner Börse

(Anfangskurse.)

20. 4. 21. 4.

246.75 155.— 150.—

224.69

fest 196.50 203.50

test 158.— 162.50

fest 164.25 163.75

fest 131.59

165.— gs ch.

137.-.

139.— still

5876 ss.so

189.75 183.50 184.- 207.60 171.40 193.—

111- 136.25 187.- 178.25 189.25 170.- 142.50 218.40 256.—

175.10 281.50 145.90

98.80 101.75 226.—

261.10 170.50

189.60 175.90

Laura Bochumer Gelsenkirchen Harpener Rombacher Deutsch—Luxe mb. Hohenlohe Phünix

10.50

276.25

490.-

193.10

136.25

98.75

167.-

92.25

216.50

153.-

149.10

Reichsanl. 3°/0-ige ReichsanL.. 4°/0-ige Preuß. Cons. 3’/s°/0-igePreuß.Cons. *°/o*ige Preuß. Cons. tVsVo-i.ge äußere Ar­gentinier Chinesen von 1898 4°/o-ige Griechische Monopolanl. . ‘. 4l/i°/o-ige Japaner .. 4af0-ige am ort ItaL . 5c;0-ige Mexikaner . 4%-ige österr. Gold­rente

Credit Diskonto Deutsche Bank .... Berliner Handelsges. Dresdner Bank Darmstädter Bank.. A.Schaaffh.Bankver. National-Bank ;.. Russische Bank Petersb. Int Hndlsb. Oesterr. Staatsbahn Lombarden Prinz Heinrich-Bahn Baltimore Canada Lübeck—Büchner .. Pennsylvania Schantungbähn .... Warschau—Wiener. Hamburger Packetf. NorddeutscherLloyd. Hansa 4°/0-ige Russen v.1932 4I/3°/0-ige Japaner .. 3°/0-ige ReicnsanL . Türken-Lose

189.50

183.50

183.-

130.87

99.62

20. 4. 21. 4

20. 4.

21. 4.

Eastrands ......

4.82

4.80

Goldfields.......

5.49

5.42

Modderfontain . . .

Geduld.........

1.20

123

Goerz ......

1.15

1.13

Chartered.......

34 9

34/

Debeers........

18.43

18.43

Amalgamated . . .

6^-,

62.75

Anaconda .... . . Rio Tinto.......

66.37

66.75

Otavi ..........

-——

South Westafrika. .

29/9

29.9

Tendenz:..... .

ruhig 1 ruhig

20. 4.

ZL 4.

92.40

92.40

—

—.—

86.60

85.60

178.25

178.10

93.90

93.80

91.20

90.80

00.80

90.60

20. 4.

21. 4.

168.10

167.10

128.40

128 —

264.40

264.—

192.10

199.40

158.20

157.75

125.75

125.75'

120.20

120.20

—.—

—■

221.—

220-

20. 4.

21. 4.

ffalien kurz~ ...

80.40

__

London vista ......

20.45

20.44

London kurz ......

20.44

—- —

Paris vista........

80.82

80.82

Paris kurz........

. —

--.----

Wien kurz........

85.17

85.17

Privatdiskont......

Yk

27s