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Mummer 111* Iahrgavg.

MklerNmsie Mchruhm

Casseler jflbrnöjeitung

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Fernsprecher 951 und 952.

Donnerstag, den 13. April1911.

Fernsprecher 951 mrd 952.

Sturm im Sstm"

Aber das Schicksal schläft auch auf der I Berliner Reise- und Verkehrsausstelluna nicht: An einem der letzten Tage geruhte des K ö -1 nigs von Schweden Majestät, den Höchsten| der Reise- und Verkehrs-Aguren Allerhöchstsei- nen Besuch in Aussicht zu stellen, um die dort', auf engem Raum gefällig präsentierten Herr­lichkeiten dieser Erde alleranädigst in Augen-1 schein zu nehmen. Im Präsidial,immer verur-1 sachte die Kunde eine kleine Panik. und eine ei­ligst zitierte Konferenz der Großwürdenträger l kam nach langem Rat und emsiger Debatte zu I dem sorgenendenden Schluß, daß die interna-1 tionale Höflichkeit es gebiete, der schwedischen Majestät den Besuch der Ausstellung so unver­geßlich wie nur immer möglich au machen, und daß deshalb auch dem Auge Gustavs alles fern zu halten sei, was irgend geeignet erscheine, das ästhetische Reinempfinden des hohen Herrn ab- zulenken, oder peinlich zu beeinträchtigen. Löblich, darf man sagen, denn ein König besucht nichts alle Tage Reise-Ausstellungen, und man durfte außerdem bescheidenüich erhoffen, daß der Gast vom Norden seine Dankbarkeit sicher auch in der bei Königen üblichen, untertanenbeglucken- den Form abtragen werde. Es erging also em Ukas der Direktion, in dem brevi mann verfugt wurde, daß am Tag- des Königbesuchs die beiden grell gemalten Schilder der norweavchen i Abteilung mit dem Lüstern Tuch des Verges­sens zu überdecken seien, damit Gustav von Schweden beim Rundgang durch die srunlmg- frohen Hallen nicht durch den Anblick norwegi- f*et Schneeschuhe daran erinnert werde, dan cs eben diese Norweger waren, die vor wenig Jahren vom Vorfahr des Schwedentönigs trut- zig die Krone des Nordlands zurückverlangten und mit der Revolution drohten, als Oskars

beschränkt ist. Hieraus dürfte zu entnehmen sein, daß der Verein von jetzt ab sich auch die staatlichen Mittel zur Förderung seiner Bestre­bungen nutzbar machen will. Zur Verbeflerung des "Wohnungswesens der minderbemittelten Bevölkerung überhaupt, insbesondere auch der Arbeiter, bestehen hier gegenwärtig fünf Bau- aenoffenschaften. Tie älteste ist der im Jahre 1892 gegründete .Arbeiter-Bauverein, ! der seither 33 Häuser mit 324 Kleinwohnungen im Herstellungswerte von 1374600 Mark er- | baut hat, von denen die Mehrzahl in Ktrchdtt-

gebührt dem hiesigen

Bezirksverein des Preuß. Beamtenvereins.

ten besungen weiden. Leider haben die braven Norweger indessen für diese seltsame Form deutscher Höflichkeit nicht nur kein Verständnis bezeigt: Sie betrachten auch die Blendung der Norweger Reklameschilder und die Verban­nung des farbenfrohen Landesfahnentuchs als eine der Normänner-Nation zugefügte schwereKränkung, haben ihren Berliner Geschäftsträger mit der Einleitung diplomati­scher Schritte beauftragt und finden in ihren Preßorganen in der Kritik der deutschen Takt­losigkeit Worte von einer Enlrüstungskraft, die dem massig-wuchtigen Temperament unsrer nordischen Vettern alle Ehre macht.

Die Geschichte ist wirklich peinlich, und wir haben im nationalen Interesse allen Grund, sie aufrichtig zu bedauern, wenn auch imgrunde nut die stark byzantinisch gefärbte ! Höflichkeit von ein paar überemsigen Leuten das Unheil verschuldet hat, deren ruhige Be­sonnenheit angesichts der nahenden Majestät wie Neuschnee in der Sone schmolz, und die es als ihre Sterblichen- und Untertanenpflicht er­achteten, dem Schwedenkönig den Anblick nor­wegischen Fleißes und normännischer Geschäf­tigkeit zu ersparen, selbst auf die Gefahr hin, damit (durch die Art der Ausführung) eine ganze Nation zu beleidigen. Die Braven wür­den ebenso unbedenllich Schwedens Herr­lichkeiten mit den Tüchern des Byzantinismus zugedeckt haben, wenn statt Gustavs von Schwe­den der Norweger Haakon sie mit königlichem

Aus seiner Mitte bildete sich im Jahre 1839 ' : .Beamten-Wohnungsverein^

Zweifel unterliegen, daß in China die k riege­rische Stimmung immer mehr Anhänger gewinnt und offenbar auch Pläne bestehen, die die Gefahr kriegerischer Verwicklungen in nächste Nähe rücken. Welchen Umfang die krie- gotische Bewegung in China erreicht hat, er­hellt aus einem Privnt-T elegramm^ das uns soeben aus

Petersburg, 12. April zugeht, und in dem es heißt: Die Moskauer Blätter berichten, daß der chinesische Kriegsminister alle Korps-Komman­deure nach Peking berufe« habe, um de« Plan einer außerordentlichen Mo­bilisierung mit ihnen zu beraten. Der Regent hat ein kriegerischesMani- fest erlassen, das die Armee ermahnt, jede« Augenblick kriegsbereit zu sei«. Er for­dert den Kriegsminifier auf, die Reorganisa­tion der Armee unverzüglich zu Ende zu füh­ren, da China zu keiner Zeit die Schlag­fertigkeit seiner Armee so sehr benötigt habe, wie im gegenwärtigen Moment, wo zu jeder Stunde die Anfordemng an das Heer her-

Mermezzo. i

Berliner Ausstellungsgeschichte«.

Man hat wieder einmal eine .Helden­tat" vollbracht, die-man belächeln könnte, wenn die Geschichte nicht so unangenehm ernst und kein so peinliches Charakteristikum unsrer natio- nalen Psyche wäre, das gerechten Zorn und ehrliche Entrüstung weckt. Der Tatbestand er- heischt's, im Einzelnen bewachtet zu werden,! denn erst dann kostet man die ganze Tragikomik des Intermezzos: Mit dem Lenzeinzug haben rührige Leute in Berlin eine Internatio­nale Reise- und Verkehrsausstel- l u n g aufgemacht, und damit bewiesen, daß die Mettopole an der Spree auch diesmal den gol­digen Frühling einer mit allem Raffinement geschliffnen .Fremden-Jndustrie" nicht bet» träumt hat. So weit Bergschuhe und Gebirg-I Echos, Eispickel und Edelweiß, Jägerhemden und Alpenlandschaften im ehrlichen Wettbe­werb der Völker produziert werden, gebührt der Ausstellung der Ruhm, der Jnternationalität verständnisvoll Rechnung getragen zu haben: Das Prinzip ist sogar (dem Verdienste seine Krone!) so tolerant durchgeführt, daß neben dem Panorama von Rügen gleich die pittores­ken Köstlichkeiten der römischen und schweizeri­schen Touristenplünderung das staunende Auge! ergötzen. Daß auf einer Ausstellung dieser Art auch König Haakons bäurisch-idyllisches Nor­wegen nicht fehlen durfte, leuchtet ein, und es verdient hervorgeboben zu werden, daß die braven Männer des Nordens es nicht an Mühe haben fehlen lassen, den Berlinern alle Reize ihrer eisia-romanttschen Heimat plasfisch Vors Auge zu führen. Zwei mächtige Schilder (de­ren Form und Aufschrift dem Reklamctalent einstiger nordischer Naivität dos Zeugnis be­ängstigender Entwicklung cuLstellen). künden dem Besucher, wo des Rordlands Schätze glit­zern.

Besuch allergnädigst zu ehren geruht hätte. Unsre Zeit der internationalen Höflichkeiten, der Kondolenzdepeschen und Ruhmeskränze, der Versöhnungsfahrten und der politischen Duld­samkeit hat auch im Volk auf die am Rückgrat Schwachen mißbildend eingewirkt, und statt männlich-würdiger Höflichkeit vor König und Knecht schauen wir eine aller höher« Motive bare Liebedienerei, die man jenseits des Grenzstrichs mitleidig belächelt, oder (dort, wo die Arttgkeit den Stachel spüren läßt- mit ge­bührender Entrüstung zurückweist. Die Berli­ner Reise- und Verkehrsmänner mit der über­emsigen Hand aufdringlicher und verletzender Artigkeit sind typische Beispiele aus dem Krank­heitsbuch deutscher Schwäche und das Inter­mezzo verdient es, der nationalen Zeitgenossen­schaft des zwanzigsten Jahrhunderts als lehr­reiches, wenn auch peinliches Spiegelbild mit der eindringlichen Bitte um ernstes Nach­denken vor Augen gehalten zu werden.

V. H.

geS Betrugsmanöver handelt, an dem nach Lage der Sache unbedingt mehrere Personen beteiligt gewesen sein müssen. Wer allerdings als Schuldiger und Mitschuldiger in Betracht kommt, hat bisher noch nicht festgestellt werden können, da die Untersuchung darüber noch schwebt. Es heißt übrigens, daß die Unregel­mäßigkeiten amüich bereits vor vier­zehn Tagen anläßlich einer unvermuteten Bücherrevision entdeckt, damals aber mit Rück­sicht auf den bereits spukenden Maimon-Rouet- Skandal verheimlicht worden seien, um nicht noch größere Aufregung hervorzurufen. Die .Patrie" hatte indessen von einem amtli­chen Vertrauensmann Mitteilungen über die Affäre erhalten und brachte nun gestern detail­lierte Angaben, worauf dann auch amtlich der Tatbestand bekannt gegeben wurde. Die Unre­gelmäßigkeiten liegen zum Teil schon lange zurück und fallen fast ausnahmslos in die Ministerzeit Pichons. *

Majestät sich sträubte, den Schatz zu missen. _

Nicht genug damit: Auch das Fahnentuch-1 /ein in den Farben von König Haakons Reich, das neben andern Fahnen und Fähnchen am Tor der Ausstellung lustig, und vom Bema? des Schwedekönigs gänzlich ungerührt, tm preußischen Winde flatterte, wurde auf pran- diale Anordnung hin am Tag des Könrgde- suchs von der Stange gebunden, offenbar der-, selben zarten Rücksicht geopfert, die schon b,c norwegischen Ausstellungsschilder mit schützen­dem Tuch umhüllte, damit weder Fahnentuch noch Rellamesang des Schwedenkönigs *-eI1 mit Trauer erfülle. Die sinnige Anteilnahme der Berliner Reise- und Verkehrsmänner am Enttäuschungsschi sal des Hauses Bernadotte ist sicherlich ein erzeugender Beweis sur me Empfindsamkeit u ter Seelen und die Art, M der diese Anteilnahme sich offenbarte, darf un­bedenklich als das non plus ultra des von Eu- ropens übertünchter w-at.« Gelentc-

Ei« Manifest des chinesischen Re re«.

(y e£,e 0 * a 13Beseitigung" aller Imöld.^in'derUhe'des Bahndreiecks, liegt. Der Mißverssiind^isse-^'wischen "R u tzland und!Verein bietet seinen Mietern durch Schreber- C h °n ä gcht dft La?eimReick der Mitte fort- gärten,. Spielplätze und einem Memftndergar' gesetzt zu den ernstesten Besorgnissen Anlaß, und! tm bei^e^ Vottette. De^ Ge^aftsantett es kann nach den neuesten Deveicben kememvenaat 200 Mark. Lie dsl j/cuaiieorr «uw

Mitteilungen gedenkt das Z a r e

Herbst dieses Jahres für eine Reihe von Woche« int Schlosse zu Friedberg Aufenthalt zu nehmen, das ihm vom Grobherzog vonHessen abermals zur Verfügung ge­stellt worden ist/ Auf einer Reise durch Ruß­land hatte der Nauheimer Arzt der Zarin kürzlich Gelegenheit, am russischen Hof zu weilen und sich von dem günstigen Befinden der Zarin zu überzeugen. In ___

gut unterrichteten Kreisen verlautet, daß bei der eamten-Wohnungsderern, dieser Gelegenheit der im Herbst in Nauheim der bis letzt 51 Wohnhäuser mit 373 Qohnun- vorzunehmende Kurgebrauch besprochen wor- 8«t fle&autWÄfe® u«b den ist. Daß der allgemeine Gesundhettszu- @runbftüde beträgt fast 3# Millionen Mark, stand der Katserm nichts zu wünschen nbrtg $cr Geschäftsanteil beträgt 500 Mark. Das läßt, beweist auch der für den kommenden I Geschäftsguthaben der 885 Mitglieder umfaßt Mai in Aussicht genommene Besuch des rus-1 runj> goo OOO Mark. Da die Mitgliedschaft nur fischen Hofes in Kopenhagen, der im vo- Beamten zugänglich ist, so kommt der Beamten­rigen Jahr aufgegeben werden mußte. Nach Wohnungs-Verein für die Befriedigung des

w* »«» Mi*' ÄÄm seiet,

betn Zarenpaar einen Bezuch abzustatten. I unb |ÖI öie Beamtenbauvereine in an- Einige Wochen spater erfolgt dann die Ab-1 bmn stäbtcn vorbildlich geworden. Bemer- icife der Kaiserfamilie an Bord der ^acht ftnswert ist, daß der Beamtenwohnungsverein .Standard" in die finnischen Schären, wo seither seine Tätigkeit nur im Rahmen der ein mehrwöchiger Aufenthalt in Aussicht ge- Selbsthilfe (also ohne Unterstützung durch Dar- nommen ist, sodaß die Abreise nach Hessen (ehe« aus öffentlichen Mitteln) ausgeübt hat. wohl kaum vor Ende August erfolgen dürste. Erst in diesem Jahre, hat er seine Satzungen In Uebereinstimmung mit diesen Mittei- dahmabgeandert, day Vttemszweck au^ lungen wird uns aus Darmstadt berichtet, I dw Beichaffung von Kunden preiswerten daß dort der Herbstbesuch des Zarenpaares be-1ohnungen.. t.

reits anaemeldet ist. Das Friedberger Schloß, für minderbemittelte Mitglieder

reits angemeldet ist. Das Friedberger Schloß, in dem das Zarenpaar auch diesmal Wohnung nehmen wird, erhält für die Dauer des Be­suchs dieselbe scharfe Bewachung, wie bei der letzten Anwesenheit des russischen Kai­serpaares, und ebenso werden _aud)_ die Ab­sperrungen des Schloßgeländes in dem früheren Umfang durchgeführt werden.

Paris, 12. April. (Privat -Tele­gramm.) Zur Hochverratsaffäre M a i m o n - Rouet bringt derIntransigent" eine aufse­henerregende Meldung, wonach auch der B o t- fchafter einer fremden Macht in dre Hochverratsaffäre verwickelt sein soll. Aus dem Wortlaut geht hervor, daß es sich um de« s p a - nischen Botschafter Caballero han­delt, der von seiner Regierung auch bereits ab- berufen worden fein soll, weil tatsächlich fest­steht, daß er mit Maimo« Beziehungen unter­halten und in der Marokko-Affäre wiederholt seine Dienste in Anspruch genommen haben soll.

Zarenbesuch In Friedberg.

Die Herbstfahrt des Zarenpaares. (Eigeue Drahtmeldungen.)

Ein Telegramm unseres Pariser Kor- respondenten berichtet uns zu der sensationel­len, und ungeheures Aufsehen erregenden Affäre folgende Einzelheiten: Es scheint wirllich, daß das ftanzösische Ministerium des Aeußern vom grimmigsten Schicksal verfolgt wird, denn die Ünterschlagungsaffäre, die gestern von der .Pa- trie" in allen niederschmetternden Einzelheiten enthüllt worden ist, erregt hier noch mehr Sen- ! sation und Aufregung, als die Aktendiebereien von Maimon und Rouet. Heute verlautet be­reits, daß die Unterschlagungen in Wirklichkeit viel höher sind, als gestern bekanntgegeben wurde: Sie sollen den Betrag von einer Million Franken übersteigen. Der vom Amt suspendierte Chef der Buchhalterei i im Ministerium des Aeußern, Hamon, ist übri­gens an der peinlichen Affäre nicht direkt schuld; cs scheint, daß seine Vertrauensseligkeit und Unachtsamkeit bei der Kontrolle der Neben- bücher von einem Konsortium «erbte» cheri sch er Beamter msgenutzt worden sind, und für angebliche siferungen und At- I beit?Meinungen, die in 2T sichlest nie stattge­funden hatten, enorme : hnungsbeträge als Ausgabe zu bucken und t : Summen dann in | yic eigene Tasche fließen zu lassen. Die ganze Art der Fälschungen deutet darauf hm, dan | o£ sich um ein planmäßig angelegtes, gtoßzüsi-

Die neueste Sensation.

Nach de« Diebe«: Defraudanten! (Eigene Drahtmeldungen.)

Paris, 12. April. (Privat-Tele- gtamnt.) Gestern wurde« hier in der Kassenabteilung des Ministeriums des Auswärtigen schwere Unre­gelmäßigkeiten entdeckt. Der Chef der Buchhalterei des Ministeriums, H a- m o n, ist vom Minister bereits seines Am­tes enthoben worden. Die Prüfung der Rechnungsabschlüsse für das abgelaufene Geschäftsjahr soll Unregelmäßig- keitenin Höhevon4VÜ 00 OFran- ken ergeben haben. Bei de« Unregel­mäßigkeiten soll es sich namentlich um un­gewöhnlich hohe Rechnungsbeträge für Marinebauten und Lieferungen handel«.

outreten könne, das Reich zu verteidige«.

Aus Paris meldet uns ein wettetes Te­legramm: Wie demHetald" aus S o « g k o n g berichtet wird, ist hort alles ruhig, und daS Chinesenvietiel ist von einem Polizei- und Mi- litärkordon abgeschlossen. Die Polizei fahndet nach Miffchuldigen des Mörders des Tattaren- generals, doch ist es bisher nicht möglich gewe­sen, die Komplicen des Mörders zu ermitteln. Der Mörder selbst zeigt sich sehr erfreut über den ihm gelungenen Mord und bedauert nur, daß es ihm nicht gelungen sei, noch mehr Mandschus in die Ewigkeit zu befördern. Die Stimmung im Chinesenviertel ist noch immer sehr erregt und trotz der augenblicklichen Ruhe ist mit der Möglichkeit neuer AuSschrettungen

WWW hu rechnen.

Bereits beim letzten Besuch des Zarenpaa-1 -----------

Rede" daß mit ^Rücksicht auf den Gesundheits-! Kasseler öozial-ötadie«. Ä WÄMÄÄ DI- I« »JL.,

um der Zarin die Möglichkeit zu geben, die be- Wenn der Fruhlmg auf die Berge stergt gonnene Nauheimer Kur, die auf das Befinden dann erscheinen alliahrlrch m den -^S^zerMn der Kaiserin außerordentlich günstig eingewrrkt gen die Veröffentlichungen derAktiengefell hat, sortzusetzen. Die damaligen Meldungen schäften und Genossenschaften über das Be finden jetzt ihre Bestätigung in Nachrichten aus I triebsergebnis des ^gelaufene« Geschäfts iah Petersburg, nach denen bereits im Herbst!res. So sind jetzt auch die Btlanze« der ver- ein abermaliger Besuch in Friedberg vorge- schiedenen hiesigen Baugenossenschaf­sehen ist. Ein Privattelegramm berichtet uns t e« für das Jahr neunzehnhundettzehn er- darbet aus schienen. Aus ihnen allem kann ledoch ein ge.

Berlin, 12. April. Inanes Bild über den Umfang der Untemeh-

Nach hier aus Petersburg eingegangenen Wohnungen)? niÄ gewonnen werden,'

«paar im 1^ fte auf die durch das Genoffen­schaftsgesetz vorgefchriebenen Angaben beschrän­ken. Im Nachstehenden soll deshalb eine lieber» sicht über den derzeitigen Umfang bet gemein­nützigen Bautätigkeit in Cassel gegeben werden. Das ^Verdienst, die gemeinnützige Bautättgkett in Cassel überhaupt in Fluß gebracht zu habens