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! Jahrgang.

Nummer IOK

. tzrssische Mrnüssitung

Cassrlrr MraHMong

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Donnerstag, de« 6. April 1911

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fürchten.

den

den ersten Wink das dünne Papierchen von » geciras mit scharfem Bajonettstich zu durch­bohren, mit Haubitzen und Maschinengewehr die Ordnung im Land wiederherzustellen und den Lärm der Revolution zur Ruhe des Gra-I bes zu wandeln. Des Sturmgesellen Ungestüm war den Männern am Quai d'Orsay ersichtlich peinlich, und man ist denn auch bemüht gewe­sen, die durch das DelccM-Jntermezzo erzeugte Unruhe zu schwichtigen. Frankreich regt noch keinen Finger, um das Marokko-Abenteuer nicht vor der Stunde der Aktion des nerven- prikelnden Reizes der Friedensgefährdung zu entäußern; ist der Augenblick aber gekommen, dann wird's an Energie nicht fehlen und mit dem letzten Aufzucken eines in Fesseln geschlag­nen Volks, dem der Deutsche Kaiser noch ayf der Tangerfahrt feierlich Freundschaft kündete, wird sich dann das Staunen der Welt über! den raschen Schachzug raffinierter Erobererpo- litik zum traurigen Finale einen. Wähnt man in der Berliner Wilhelmstraße, das Intermezzo werde auch diesmal in Wohlgefallen löslich sein und das Kriegsgeschrei schließlich im Ak- tenschrank enden? Herr von Kiderlen-Wächter liebt sonst eine starke Sprache, und seine Noten im Bismarck'schen Lapidarstil erfreuen sich ge-

waffnung von Dorfmiliz vornehmen. ES ste­hen ihr bereits zu diesem Zweck hunderttau­send Mausergewehre zur Verfügung, bte un­ter die Bauern zur Verteilung gelangen sol­len, und zwar hauptsächlich unter jene Bau­ern, die an der ostchinesischen Bahn wohnen. Die Milizen sollen dann von europäisch ge­schulten Offizieren ausgebildet werden. Ob­wohl die Engländer an der Vollendung der in Angriff genommenen Befestigungen und Kasernenbauten in Pjen rastlos arbeiten, hofft die chinesische Regierung doch noch, daß England seine Truppen zurüSzrehen wird, und hat aus diesem Grunde an die Ortsbe­hörden die Weisung ergehen lassen, einem Boykott der englischen Waren vorzubeugen.

Die chinesische Regierung hat sich in dem ganzen Streit mit Rußland fatalistisch treiben lassen, sie handelt von Fall zu Fall. Der rus­sisch-japanische Druck war zu groß, sie gab nach; wenn die Antwort des chinesischen Volkes auf die Niederlage der Regierung erfolgt, wird sie auch nachgeben. Russischerseits ist man darauf gefaßt und hat sich gegen Ueberrasckungen vor­gesehen: Rußlands Rüstungen im fernen Osten sind fast beendet und in der Mandschurei ist eine gewaltige Truppenmacht kon­zentriert, die jeden Aügeublick vorrücken kann, wenn es die Notwendigkeit erfordert.

Ministcrstuhl sich kaum zurechtgesetzt, mit schö­ner Offenheit enthüllt, wovon die gallische

Seele träumt: Wäre sein Wunsch Ereignis ge­worden, dan ständen heut zwanzigtausend Mann an Mauretaniens Grenzen, bereit, auf

inzwischen bereits ausgeflogen.

Der falsche Marauis. der (wie schon oemeldetl Charles Reiß heißt und ttt Wirklichkeit der Sohn eines Weinhändlers aus St. Dis ist hat eine bewegte Veraanaenbeit hinter uch. Charles verließ als junger Menschs von Aben- teuerlust gepackt, Paris und begab ,im nach Al­gier. Hier trat er in ein T r a v v i ft e n k l o - st e r ein, wo er vier Fahre verblieb. «Vater be­reiste er China und Südamerika und kehrte mit einem beträchtlichen Vermögen zu­rück Er siedelte sich wiederum in 'Algier an und trat hier alsMarauis Paul dc Roane - feuille" auf. Vorher batte er sich in El Brar i in Algier mit einem Fräulein 8 avointe ver inählt. die ihm drei Kinder gebar. Der falsche Marquis verließ iedock seine Frau, letzte ihr eine monatliche Rente ans und lebte m Algier unter dem Titel einesMarauis Paul de Ro- quefeuille" weiter. Dort nahm er __

an der politischen Bewegung lebhaften Anteil. Eine Zeitlang trug timt sich sqar mit der Absicht, tön als Kandidaten i i ü r das Parlament auszustcllen. Er reiste snäter nach Italien und Spanien und kam im Jahre 1906 nach Pari- wo er sich in der Rue des Batianolles unter dem Namen Reiß de Tisserand eine kleine Wohnung mietete und als Schriftsteller austrat. Seine stattliche Erscheinung, leinen Manieren und elegantes

I Auftreten verschafften ibm, dem vorgeblichen Marauis de Roaucleuillc, in der vornehmen Pariser Gesellschaft schnell Eingangs Im Mai 1909 lernte er die verwitwete Grä s in B o u r- mtzne kennen. Diese mehr als fünfzigjährige Dame verliebte sich sterblich in den Marquis. Sie war die Witwe eines Wcinhändlers aus

Die Rot des ßebens.

Teuerungs-Demonstrationen in Rom.

(Eigene Drahtmeldung.)

Rom, 5. April.

Wegen der andauernden Steigerung der Lebensmittel fanden hier gestern zahlreiche Protestversammlungen von Arbei­tern, Handelsangestellten und Beamten statt. Die Demonstranten veranstalteten Umzüge und trugen Plakate mit den Aufschriften:Nie­der mit den Spekulanten",Wir for­dern Bebauung der römischen Campagna", Wir verlangen das allgemeine Stimmrecht." In den Versammlungen wurde darauf hinge- wiescn, daß die L e b e n s m i t t e l p r e i s c der letzten fünf Jahre um fünfzig Prozent gestiegen seien, während die Löhne in dem gleichen Zeit­raum nur eine Steigerung von fünf Prozent zu verzeichnen hätten. Während Italien seine fünfzigjährige Einheit mit großem Prunke feiere, herrsche Hungersnot unter den arbeitenden Klassen. Es wurden Re- sclutionen beschlossen, in denen die Regierung aufgefordert wird, die ausgedehnten, unbebau­ten ^Ländereien der römischen Campagna nutz­bar zu machen. Am kommenden Sonntag sol­len weitere Demonstrations-Versauimlunaen und Protest-Umzüge stattsinden. Die soziale P.ge der untern Bolksklassen in Italien bat sich in den letzt:' Jahren tatsächlich in bedenklicher I Weise verschlechtert, und es herrscht in diesen Kreisen ein Elend. das zu den ernstesten Be- scrgnissen Anlaß gibt und die Notleidenden massenhaft der revolutionären Partei in die Arme treibt.

Marokkana.

DaS Kuliffenspiel der Weltgeschichte.

Tanger, 5. April. (Privat-Tele- gramm.) Die europäischen Konsuln in Fez hielten gestern eine Versammlung ab und beschlossen, die Europäer angesichts der krttischen Lage zu bestimmen, die Haupt­stadt zu verlassen und unter einer Es körte nach der Küste zurückzukehren. Nach einer weiteren Meldung hat der französische Konsul Gaillard drei Europäer, die letzthin in Fez anlangten, ersucht, unverzüglich nach Tanger zuruckzukehren. Eine Anzahl Fran­zosen hat die Stadt bereits verlassen, da die Lage mit jedem Tag bedrohlicher wird.

Seit den Tagen der Dorflomödie von Alge­ciras steht Marokko, und alles, was mit dem M a u r e n t u m zu tun hat, auf dem Index und in der erhabnen Sphäre der Ber­liner Wilhelmstraße wird das Wort nur noch ausgesprochen, wenn Horcher nicht in der Nähe lauschen: Die Erinnerung an Tanger und an Das, was später von den Nachbarn belächelt ward, wirkt noch nach, und nach der flauen Abrechnung mit Frankreich hat man mit einem Seufzer der Erleichterung über die acta marok­kana das Weißbuch geschlossen. Weise: Erklär­ten damals die Kurzsichtigen; der Klügere gibt nach, wen er durch Nachsicht das Risiko eignen Schadens mindern kann. Und unser Marokko- Lorbeer-war doch schon welk, eh' die Leute in Algeciras nach langweiligem Sommerwerk dje Koffer packten! Die f o fprachen, übersahen die nächstgelegnen Entwicklungsmöglichkeiten und der Kriegslärm, der vom Scherifenland her be­drohlich laut zu den Algeciras-Konttahenteu hinüberhallt, mahnt zum Aufmerken. Auch b e i uns wird man nicht umhin können, den Din­gen, die sich unter Frankreichs geschickter Regie im Maurenreich vorbereiten, einige Sorgfalt zu- zuwenden, nachdem es überzeugend klar ge­wordenist, daß die Leute am Quai d'Orsay in Paris das Algeciraspergament als Produkt sommerlicher Ueberhitzung betrachten und ent- fchloften scheinen, ohne zimperliche Rücksicht­nahme auf die Nachbarn in Muley Hafids Reich die mählich reifende Ernte einzuscheuern.

gangen haben.

Es gewinnt den Anschein, daß der Ange­klagte von der fixen Idee besessen ist, die Kirche | verfolge und schädige ihn und suche sein Fort-1 kommen zu erschweren. Pesantt ist offenbar | geisteskrank und wird zur Beobachtung seines Geisteszustandes einer Irrenanstalt uberwiestti werden Infolge des Attentats ist in der Pe- terskirche der Wacht- und Aufsichtsdienst ver­schärft worden. In kirchlichen Kreisen hat der Vorfall große Aufregung verursacht, und es ist wahrscheinlich, daß besondere Sch« ö m a tz r e- aeln im Petersdom zur Einiuhrung gelan­gen werden. Pesanti, ein Jstrier stammt aus einer kathoRschen Landwirffamilic, und hat schon während der Verbüßung seiner zwanzig­jährigen Kerkerstrafe deutliche Spuren geisti­ger Erkrankung offenbart.

Paris. 5. Avril. (Privat-Tele- gramm'» D?e ^e^eqierttn der Lokale-" sse von «or-sur-Anbe und Bar-sur-Seine träte« gestern in Troyes zu einer Beratung zusam­men und beschlossen folgende Tagesordnung: .Wir protestieren gegen die Verzögerung der Beratung über den Bericht der Unlersuchungs- konimission und beschließen, nächsten Sonntag

Pariser Sensationen.

Vom Trappistenmönch zum falschen Marquis. (Telegraphische Meldungen.)

Paris, 5. April.

Die Affäre des falschen Marquis de Roquefeuille, der die Gräfin Bounndne auf raffinierteste Art in seine Rene zu locken verstand, erregt hier ungeheures Aufsehen und bildet andauernd den Gesprächsstoff in der vor­nehmen Pariser Gesellschaft. Der Lebenslauf des falschen Marquis liest sich wie ein Kapitel ans einem der senstttionellsten Hochstapler- und Abenteurerroman^. Das Paar ist immer noch unauffindbar, denn alle Nachforschungen waren ergebnislos. Die Schwindeleien des falsche« Marquis sind auf ganz merkwürdige Weise ans Tageslicht gekommen. Vor einigen Wochen sah der echte Marquis de Roquefeuille in der Empfangsliste eines Pariser Salons auch den Namen des

iEhepaars Marquis Paul de Roquefeuille'-'. Verblüfft über diese Namensgleichheit, stellte der Marquis eine Untersuchung an. Sein Bru­der Paul war schon vor zweiundzwanzig Jah­ren in Alaier, wo er bei den Zuaven gedient und später ein Landgut gepachtet batte, m einem Irrenhaus gestorben. Der echte Marquis begab sich in das Haus des falschen, und dieser legte seinem Besucher Paviere vor, die seine Identi­tät mit dem ehemaligen Paul de Roquefeuille untrüglich nach wiesen. Er verstand es sogar, den Besucher zu überreden, day dieser bei den Gerichten um die Richtigstellung der Livilmatrikel seines Bruders eintreten möge. Dem Besucher stiegen dennoch Bedenken auf, und er verständigte die Staatsanwaltschaft, die einen Untersuchungsrichter mit den Nachfor­schungen betraute. Der Richter , lietz m der Wohnung des falschen Marquis in der Rue

I Charron eine Haussuchung vornehmen, das Paar war jedoch

Knegsstimmung im Sfteu?

Chinas Rüstungen dauern fort!

(Telegraphische Meldungen.) Petersburg, 5. April.

Den letzten, aus C h a r b i n hier eingegan­genen Depeschen zufolge dauern Chinas Rü­stungen fori und nehmen einen immer größe­ren Umfang an. Bis fetzt sind i.j der Mand­schurei bereits die dritte, zwanzigste und cm- undzwanzigste Division, sowie eine gemischte Brigade konzentriert. Dieser Tage durste auch die 'Formierung der zweiten Brigade beendet sein. Der Abmarsch der sechsten Division aus Paotingsu nach der Mandschurei ist bereits an- aeordnet. Sobald die Rüitungen vollständig abgeschlossen sind, wird der chinesische General Ulutshen den Oberbefehl über die Truppen in bet Mandschurei übernehmen.

Dem Drängen verschiedener patriotischer Vereine nachgebend, wird die chinesische Re­gierung ferner die Organisation und Bc-

Jm Algeciraspapier ward Abdul Asis' stark- säustigem Nachfahr die Ausgabe zugewiesen, die Ordnung im Land wiederherzustellen und für den dauernden Frieden innerhalb der Reichs­grenzen ausreichende Garantien zu schaffen, wÄrend dem nachbarlich interessierten Frank­reich die Vergünstigung verblieb, die marokka- nische Interessensphäre nach dem praktischen Prinzip derfriedlichen Durchdringung" im Rahmen der kümmerlich gefügten Akte sich nutz­bar machen zu dürfen. Zwischen den Tagen von Algeciras und deyi erneuten Auchculen der Revolution im Scherifenland liegen noch nicht viele Monde: Die kurze Spanne Zeit hat indessen genügt, Frankreichs Pläne der Verwirklichung beträchtlich näher zu bringen, nachdem das Ca­sablanca-Abenteuer von einst bei den Zuichau- ern im Welttheater die Lust gedämpft hat, an den maurischen Kastanien sich abermals allzu geschäftige Finger zu verbrennen Heut steht ] Dreiviertel des Sultanats in Hellem Amrrbr, . die Mächtigsten der Stämme haben (wie in^.lv- dul Asis' letzten Kaisertagen) einen neuen sul- tan proklamiert und vor den Toren von Fez starren die Speere der Rebellen den paar ^.acb- tern Mulch Hafids entgegen, während die zche- rifische Mahalla (schlecht geüstet und noch küm­merlicher diszipliniert) in den Bergen von den Aufrührern im Guerillakrieg aufgerieben wiro. Irgend einen erfolgreichen Schlag gegen die Revolution hat Sultan Muley bisher nicht zu führen vermocht, und das grausame ten gefangner Feinde hat die Erregung der Re­bellen zum wilden Haß gestachelt: Marokko im Morgendämmern der neuen Aera, wenig )war nach dem Diplomaten-Turnier von Algeciras.

Sultan Muley wand sich schon in den Fall­stricken der Fremdherrschaft, als er noch «m Abdul Asis' Schwächlingsthrou rang: Franl- reichs Gold bahnte ihm den Weg zur Herr­schaft, und der Gallier Mammon ist's au», der ibn aus blutia erskrittner Herrschaft »rangt Muley Hasid regierte als Sultan von Allah - Gnaden, Marokko aber stöhnte unternt Ginflu« fränkischer Oberherrschaft, deren Truck umi empfindlicher wurde, je mehr das Sultane Frankreich gegenüber in wirtschaftliche Abhän­gigkeit geriet. Tic Erkenntnis der dem renreich daraus erwachsenden Gefahr ucb den Groll gegen die Franken und ihren Vai all, den Sultan, aufschäumeu imd die jetzige 'Revolu­tion im Scherifenland ist nichts anders, als c-.n Kampf um Marokkos Unabhängig­keit, die durch das im Sarazenenreich start

Gleich nach seinem Eintreffen auf der Po­lizeiwache wurde Pesanti einem einge­henden Perhör unterzogen, in dem er aber nut wirre und unzusammenhängende Ant­worten gab. Er wurde dann in eine Zelle gebracht, wo er in Tobsucht verfiel. Gestern abend unterwarf man ihn einem abermali­gen Verhör, bei dem Pesantt bestimmte und klare Aussagen machte. Er erklärte dem ihr. vernehmenden Kommissar, daß er unbedingt I einen Priester habe töten wollen, er bedauere, daß ihm dies nicht gelungen sei; leider habe die Kugel einen Unschuldigen ge­troffen. Er habe Onkel und Tante um­geb r a ch t, deren einziger Erbe er gewesen fei. Diese Verwandten hätten aber alle ihre Habe der Kirche vermacht. Er habe daher die beiden Verwandten wie zwei £> u6ner hingeschlachtet. DasJournal dIta­lia" berichtet, daß der 3erenwntenmhfter den Vorfall sofort dem Kardinal-Staatssekrctar Merry bei Dal mitteilte, der sich sogleich zum P a p st begab, der sehr betrübt war und die Verzeihung Gottes für den Schuldigen erflehte. Pesantt hat schon in seiner fugend einen unüberwindlichen Haß ge­gen die Geistlichen offenbart, woran, auch schwere Zerwürfnisse in seiner Fa­milie zurückzuführen feien. Auch feine Hei­rat hätten sie vereitelt. Infolge der Ermor­dung der beiden Verwandten wurde Pesantt zu zwanzig Jahren Kerker verurteilt, die er auch verbüßte. Dann reifte er tn der Welt umher und kam im vorigen Jahr nach Rom, wo er als Maurer arbeitete, ©eit einem Monat war er arbeitslos und in der Ver­zweiflung und in der Annahme, daßauch dieses Schicksal durch die Kirche veranlaßt worden sei," will er dann das Attentat be-

bührender Schätzung: Für Marokko indes­sen scheint das Intermezzo noch flau, und es dünkt fast, als liebe man es nicht, an .schwache Stunden" erinnert zu werden. Bis man dann eines Tags erfahren wird, daß in kritischer Zeit tolze Ruhe auch dem Starken schädlich wer- kann . F. H.

ftrankeid) politisch und wirtschaft-1eine Manifestation der Winzer zu organisie-I lick bedroh/ wird In Paris hat man indessen ren." Am nächsten Sonntag sollen im ganzen nicht AnÄ, diese natürliche (und von kluger Weinbaugebiet Massendemonstrationen stott- Politik sicherlich auch vorausgesehne) Entwick- finden.__

luna der Dinge zu beklagen; im Gegenteil: Sie

beweist, daß der Sultan von Algecttas' Gna- gfa Mevlüt fa foßt PeterSlNHe.

ä ÄS.-S xfesÄ sffi ° r°°! mernis von der Stirne scheuchen wurde. Daß Prestern, ohne sie indessen zu treffen. Er ver- noch einmal ein Mißgönnender Neigung spuren Mundete jedoch einen Polizeibeamten, der ihn könnte, in's Marokkana-Feuerchen bortoifcig behaftete. Es scheint, daß es sich um n- hineinzublasen, ist nach den überzeugenden Er-en Geisteskranken handelt. Der Tater fahrunqen hitziger Erregungstage nicht zu ist ein aus Dianano in Istrien stammender ' - 'und in Rom ansässiger Oesterreich«. Als er

, aus der Peterskirche zum Gefängnis transpor- Herr Theophfle Delcasss hat, als er un neuen toulbe> mußte ibn ein Polizeiaufgebot vor " 11 - den wütenden Angriffen der Menge schützen.

Ein Vrivat-Telegramm berichtet uns och I-l«-nd- Einzelheiten: &