Nr. 97. — L Jahrgang.
Casseler Neueste Nachrichten
Dienstag, 28. März 1911'.
25. z. 27. 3.
Nachbörsenkurse gegen 37* Uhr
25. 3. 27. 3.
25. 3. 27. 3.
25. 3.
2<>'45
92.40
36/
80.82
•I ruhig
249.50 249.
98.75
98.75
9Z20
215.- 214.25
367.— 367—
133.75 fester 60.30
133.87 211— 142.25 103—
174.12 9237
169.— 182.50 161.50
97.76 241.60 158— 147.75 229— 123.80
85*05 3*/.
fest 154.25 158— isSf 188.25
186.50 184.75
182.10 212.70
172.25 194.50 108.10
25. 3.
174.10
130.75
271.40
198.50
164.20
126.25
120.20
169— 27062 240 37 182.75 172.12 186.75 194.37 fester
142— 186.50 176.80 178— 167.50 142.25 213.90 258— 175.10 283.75 144.50 102.90 103.40 229—
169.37
271.37
241.25
172.37 187L0
169— 182.30 161.25
97.25 240.75 158— 147.76 227.50 118.80
57.10 213.50
86.60
179.50
93.60
91L0
89.75
89.70
Der „Herr Feldwebel". In der Frühe des 10. Dezember vorigen Jahres klopfte es bei dem Landwirt Heinrich Wilhelm Buhmann in Dorfweil an die Tür, und als geöffnet wurde, trat der 32jährige Bahnarbeiter August Horz aus Lönberg herein, der schon die Hälfte seines Lebens hinter schwedischen Gardinen zugebracht hat. Er stellte sich als Fel d- Webel des in Mainz dienenden Sohnes Buhmanns vor und überbrachte von dem jungen Marssohne viele Grüße. Mit offenen Armen wurde er ausgenommen und festlich bewirte; es wurde ihm auch ein Nachtquartier gewährt. Ehe Horz sich entfernte, erhielt er noch zwanzig Mark, die er an den jungen Buhmann ab-
die etwa vier Monate in der Grube gelegen haben dürste. Die Nachforschungen der Staatsanwaltschaft nach der Mutter des Kindes sind im Gange.
So Frankfurt, 27. März. (Set falsche ®101) Die hiesige Kriminalpolizei verhaftete den .General Grafen de Passhwegen verschiedener in Süddeutschland begangener Hochstapeleien. Die Untersuchung ergab, daß Passy identisch ist mit dem Berliner Kaufmann Max Schiemangk, der in Berlin mit drei Jahren Gefängnis bestraft ist. Schiemangk kaufte zuletzt in Heilbronn ein Schloß, ohne einen Pfennig Geld zu haben.
- - „ —4--------'at* wurde er der
art mit Messern bearbeitet, daß ihm die Kopfhaut von einem Ohr bis zum andern bis auf den Schädelknochen durchschnstten wurde Der Kopf war völlig stalpiert. Blutüberströmt wurde der Verletzte nach dem Krankenhaus gebracht. Die Täter sind entkommen.
Rhein! Stahl Allg. Elektr. Ges. Siemens & Halske Deutsch—Uebersee Ges. f. elektr. Untern. Dynamit-Trust Gr. Berliner Str.-B . Tendenz:
Sf Die heutige Fondsbörse. (Spezial- Telegramm.) Von der Berliner “
Berliner Handeisges. Darmstädter Bank . Deutsche Bank .... Diskonto- Command. Dresdner Bank .... Mitteldeutsche Privatbank
National-Bank .. . . . Oesterreich. Credit
behpt 15450 158.25
ruhig 155.75 158.25
matt
133— 134— fester 60.10
172.50
194.60
108.75
142.10
186.60
175—
177.25
167.75
142.80
213.75
260—
175.50
285.— I
144.60 :
103.— !
104.30 :
Gericht und Recht.
Schlesische DorftragSdien vor Gericht.
(Von unserm Korrespondenten.)
Man schreibt uns aus Brieg in Schlesien: Die bisherige Verhandlung gegen den Bergarbeiter G a n c z y k wegen Ermordung des Gastwirts Jung in Jankau hat noch kein Licht in diese schlesische Dorftragödie zu bringen vermocht. Der Angeklagte, der bereits als Junge von elf Jahren einen Diebstahl beging und daher in Fürsorgeerziehung kam, bleibt dabei, daß er den Mord nicht begangen habe, daß vielmehr der Wirtschaftsinspektor Schirdewan, der mit der Frau Jung ein Verhältnis unterhielt, den Plan gefaßt und ihn auch ausgeführt habe.
84.50 174— 176— 232.37 212.37 186.75 18L50 197.62 214.25 249.75
27. 3. 212.62 198.24 262.62 173.87 167.87 130.60 171.87 128.75 169.25 214.50 159—
19.62 144.50 103.26
222.25
f«-ige Japaner . ige amort Ital ige Mexikaner .
*ge österr. Gold-
Handelszeitung.
Sie Furcht vor der Seffeutlichkeit,
(Bon «nferm Korrespondenten.)'
Man schreibt unS: Die Rücksicht der Verwaltungen einzelner Aktiengesellschaften auf die A k t i 0 n ä r e wird immer geringer. Es zeigt sich dies besonders deutlich an einem Vorfall, der erst in diesen Tagen sich ereignet hat. Vor kurzem sind die Aktien der Joh. GirmeS & C0. Aktiengesellschaft an der Berliner Börse eingesührt worden. Die Fabrik beschäftigt sich mit der Verarbeitung von Seide und tierteilte für das Geschäftsjahr 1909 eine Dividende von sechzehn Prozent.
Da die Konjunktur der Seidenindustrie sehr lebhaft aufwärts und abwärts sich bewegte, so gab e8 auch einige Neugierige, die am Ende des Geschästsjahres 1910 von der Direktion der Gesellschaft wissen wollten, was für eine Dividende für das Geschäftsjahr 1910 zu erwarten sei. Die Antwort der Direttion lautete
25. 3. 27. 8. matt | fest 201.— 201.50 200.25 200.25
25. 8.
211.62 198.25 276.25 174—
130*87 142.12 129— 169.50 214.62 159.62
19.75 143.62 102.87 22.'.62
27. 3.
173.80
130.75
262.10
198.40
164—
125.70
120.20
183.75
185.60
181.10
212.50
97—
99*75
98.50
0°o Kirchhain, 27. März. (Wieder ein Automobilunfall.) Ein tödlicher Automobilunglücksfall hat sich
57.40 213.501: .
262.251262.25
27. 3.
94—
84.40
102.60
94—
84.50
25. 3.
94.20
102*60
94.20 84L0
Metallguss |
für alle Zwecke, roh nnd bearbeitet jtj
27. 3.
96.60
91.90
99.70
98.50
AccumuL-Fabrik
Boese
Alldem. Elektr.-Ges. Badische Anilin.... Bert-Anhalt.- Masch. Bochumer Gußstahl Braunschweig. Jute. Brauer. Schöfferhof Casseler Federstahl Concordia Bergbau . Consolidation Deutsche Linoleum-
Wachs
Dortmunder Union C. Donnersmarckhütte. Deutsche Spiegel-
Glas
86.60
179.60
93.80
91.75
90.25
90.60 j
Weizen. Tendenz: , Dezbr. .
• Mai . . .
Roggen, Tendenz
• Dezbr. .
, Mal . . .
Hafer, Tendenz: • Dezbr. .. „ Mai ... *
Mais, Tendenz: . » Dezbr.... w Mai
Rüböl, Tendenz: . Dezbr. . • Ä Mai ... .
10.50
271.50
501.40
191.75
231.60 227.—
99.50
304.—
315.50 359.—
165.50
311150
11.30
270.75 501.40
191.50
231.80
225.-
9850 302.— 315.— 358.—
165.25
310*25
■ Dynamit-Trust.....
Esch weil erBergwrk. Geisweider Eisen... Gelsenkirch. Bergw. Ges. f. elektr. Untern. Gr. Berlin. Str.-Bahn Gr. Casseler Str.-B. Hamburg. Packetfrt Harpener Bergbau . Hartmann. Masch... Hasper Eisen Herkulesbr. Cassel . Hirsch Kupfer Hohenlohewerke... KOnig Wilhelm conv. Laurahütte........
Ludwig Loewe & Co. Neue Boden-Ges.... Norddeutscher Lloyd Oberschl.Eisnb.-Bed. Orenstein & Koppel Phönix Bergbau ... Rhein. Stahl Rombacher Hütte .. Schuckert Elektr... Siegen—Solingen .. Siemens & Halske . Stahl & Nölke Stolberger Zink.... Vorwohl. Porti. Zem. Wenderoth Westf. Stahlwerke . Wittener Guß ... Zellstoff Waldhof..
Credit............
Diskonto Deutsche Bank .... Berliner Handeisges. Dresdner Bank .... Darmstädter Bank.. A. 8 chaaffh .Bankver. National-Bank Russische Bank.... Petersb. Int. Hndlsb. Oesterr. Staatsbahn Lombarden Prinz Heinrich-Bahn Baltimore.........
Canada Lübeck—Büchner .. Pennsylvania Sehantungbahn .... Warschau—Wiener. Hamburger Packetf. NorddeutscherLloyd. Hansa 4°/o-ige Russen v.l 902 4I/-°/o'ige Japaner .. 3°/0-ige ReichsanL .. Türken-Lose Laura Bochumer Gelsenkirchen Harpener Rombacher
D eutach—Luxemb. Hohenlohe
Phönix
ProiliilrtenMr$e
(Schlusskurse.)
von ihm über de Vergehen die er ück ae? Tref-ndesL-b-nS.) In Niederfischbach RS
f*6 uoch „verhandlungsunsahtgen" Dannys*4u*- i-1— ""—•*- - - "■ -
Gürtler veranstalteten öffentlichen Versammlung, hatte zu Schulden kommen lassen. Dem „Volksredner" wurde zur Last gelegt, in einer Rede und einem Gedicht den Pap st öf- fentlich geschmäht zu haben.
Man erwartete in Anbetracht der vielen Vorstrafen des Angeklagten ein recht hartes Urteil. Wegen Beleidigung Olga Molitors erhielt Waßmann seiner Zeit bekanntlich acht Monate Gefängnis. Die Beleidigung des Papstes wurde aber mit nur acht Tagen Gefängnis geahndet, trotzdem die medizinischen Sachverständigen erklärt hatten, daß der Angeklagte wohl exaltiert, aber keineswegs unzurechnungsfähig sei. Die ganze Angelegenheit wurde allgemein überhaupt nicht recht ernst genommen. Für die Gießener Musensöhne wurde ...
Karl Waßmann der Mittelpunkt eines .fidelen unter Aufwand
Ganczhk behauptet, daß Schirdewahn ihn dunh verschiedene Briefe aufgefordert habe, nach Kankau zu kommen und sich einen Revoltier zu besorgen. Er kann aber nicht angeben, wo diese belastenden Briefe geblieben sind. Verblüffend wirkte das Gutachten des Medizinalrats Dr. Lichter-Ohlau, der die Leiche Jungs obduziert hat. Der Sachverständige hat festgc- stellt, daß die Wundränder scharf und glatt waren, die Wunde mußte daher mit einem charfkantigen Instrument verursacht sein; auf keinen Fall ist daher Jung erschossen worden. Es ist aber in dem Mordzimmer noch eine üattgedrückte Kugel gefunden worden. Die Eherau des Ermordeten, die in tiefschwarzer Kleidung vor Gericht erscheint, schildert, wie sie von einem Geräusch in der Nacht aufgeweckt sei und ihren Mann auf dem Boden liegend und stark blutend vorgefunden habe. Die acht-1 zehnjährige Tochter der Zeugin, ein frisches Mädchen vom Lande, schildert die Vorfälle, nachdem der Vater aufgefunden war. Die Mutter habe ihn auf das Sofa gelegt und ihm Balsam in die Wunde geträufelt. Sie habe ihm auch einen Verband angelegt, es war aber schon zu spät, der Vater sagte selbst: „I ch b i n s ch o n g a n z k a l t!" Eine Reihe von Strafgefangenen macht Bekundungen über Aeuße- rungen des Angeklagten im Zuchthaus. Darauf war Ganczhk immer darauf bedacht, neue Einbruchs- und Diebstahlspläne auszuhecken. Er machte auch Aeußerungen, wonach es ihm nicht darauf ankommen würde, einen Menschen, der ihm in den Weg treten würde, niederzustechen. Der Berliner Kriminalkommissar Gennat, dem die Verhaftung Ganczhks gelungen ist, bekundet als Zeuge, daß der Angeklagte ihm gegenüber ein G e st ä n d n i s abgelegt habe. Er habe behauptet, Schirdewan habe den Plan gefaßt und ihn auch ausgeführt, während er nur aufgepaßt habe, daß sie nicht gestört wurden. Der Zeuge Wirtschaftsinspektor Schirdewan gibt seine Beziehungen zu der Frau Jung zu. Er habe den Eheleuten Jung, denen es nicht gut ging, verschiedentlich Geld geliehen, zusammen etwa 1500 Mark. Aussicht, das Geld wiederzubekommen, hatte er nicht. Roch am Tage vor der Tat habe er Jung zwanzig Mark gegeben. Ob dieser von feinem Verhältnis zu Frau Jung wußte, vermag der Zeuge nicht anzugeben. Mit fester Stimme erklärt der Zeuge, daß er den Angeklagten niemals gesprochen und daß er nie Briefe an ihn geschickt habe. Der Angeklagte Ganczhk muß dem Zeugen seine Behauptungen ins Gesicht hinein wiederholen. Der Zeuge erwidert, ’ er könne sich nicht erklären, wie Ganczhk zu : seinen Behauptungen komme. Die weitere Be- 1 Weisaufnahme wird schließlich auf Montag vertagt. -er-
zwar etwas unbestimmt, immerhin ließ sich daraus entnehmen, daß die Aktionäre froh sein sollten, wenn sie für 1910 wieder sechzehn Prozent bekommen würden. Roch am zehnten Februar dieses Jahres hat die Verwaltung sich einem Aktionär gegenüber dahin geäußert, daß die Bilanzarbeiten zwar noch nichr ganz zum Abschluß gelangt seien, daß die Verwaltung aber doch glaube, die berechtigte Hoffnung aussprechen zu dürfen, daß auch .die Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr Wieder 16 Prozent erreichen werde." Nach einer solchen Auskunft auf eine höhere Dividende als 16 Prozent zu rechnen, hätte jedem Aktionär als Hochmut ausgelegt werden müssen. Trotz dieser schlechten Nachrichten wollte aber der Kurs der Girmesaktien sich durchaus nicht ermäßigen, er ist vielmehr in den letzten Wochen andauernd in die Höhe gegangen. Des Räffels Lösung wurde am letzten Donnerstag gefunden, als die Verwaltung mitteilte, daß sie in der Lage sei, für das Geschäftsjahr 1910 ... zweiundzwanzig Prozent Dividende zu verteilen. Die Börse beantwortete dieses überraschende Ergebnis mit einer Kurserhöhung der Aktien um fast 33 Prozent. Wenn nun lediglich die auffallende Steigerung der Dividende bestände, könnte man immerhin annehmen, daß es hauptsächlich an Mängeln der Verwaltung der Gesellschaft gelegen habe, wenn sie einige Monate nach dem Schluß des Geschäftsjahres noch nicht eine Steigerung des Gewinnes um fast die Hälfte voraussehen konnte. Da aber mit der merkwürdigen und unzutreffenden Auskunft der Verwaltung an die Oeffentlichkeit die ständige Steigerung des Kurses nebenher lief, so liegt die Vermutung nahe, daß Kreise der Verwaltung, oder solche, die ihr nahe stehen, in-den Aktien des Unternehmens in großem Umfange spekuliert haben und also ein Interesse daran hatten, die Oeffentlichkeit über den tatsächlichen Stand der Dinge tunlichst lauge int Unklaren zu lassen. Der Fall steht übrigens nicht vereinzelt da; er beweist aber aufs neue, was manchmal von den „von zuständiger Stelle" gegebenen Auskünften zu halten ist. v. R. z.
So Hanau. 27 . März. (Der Selbst, mord eines Tbtengräbers.) Wie ein Telegramm unseres Hanauer Korre- spondenten berichtet, hat sich in Groß-Auheim der Totengräber Schmidt aus dem Friedhofi am Totenhaus erhängt.
4V*°/o-ig* österr.
Silben*. Jan.—Juli 4°/n-ige Russen von
1902
4%-ige Spanier ....
4%-ige Türken von
1905 Türken-Lose 4°/0-ige Ungar. Goldr. 4%-ige Ungar. Kronenrente ........
4°/0-ige Mosk.-Kasan 4%-ige Russ. Süd-
Ostbahn 1897 ....
Banken.
. „ ... --------------„9tt>
tagsbörse geht uns folgender telegraphische Bericht zu: Die Nachrichten, die heute über den russisch-chinesischen Konflikt Vorlagen, lauteten anfangs zuversichtlich und konnte infolgedessen die Börse in fester Haltung einsetzen, jedoch war das Geschäft sehr still, weil man dem Wochenbericht einer ersten Berliner Bank Beachtung schenkte, in dem die Spekulation vor Uebcrtrei- bungen am Kassamarkte gewarnt wurde. Als im weiteren Verlaufe über Petersburg wieder ungünstige Nachrichten über den russisch-chinesischen Konflikt eintrafen, und gerüchtweise verlautete, daß Rußland doch Truppen in China einrücken lassen wollte, trat (von russischen Werten ausgehend) eine einheitliche Abschwächung ein. Später waren die Kurse wieder etwas befestigt auf Jntcrventionskäufe.
5? Reichels Maschinenschraubcn A.-G. (Spezial-Telegramm.) In der heutigen Generalversammlung wurde mitgeteilt, daß die Aussichten für das laufende Geschäftsjahr infolge der vorliegenden Aufträge zuftiedenstel- (enb seien.
llches zur .Hebung der Stimmung" beitrug: Nach der Verhandlung und der Verkündung des Urteils bestieg Waßmann vor dem Gerichtsgebäude ein Roß und ... ritt begleitet von singenden Studenten, stolz erhobenen Hauptes ab. Auch die Frankfurter werden demnächst das seltene Vergnügen haben, Karl Waßmann in ihren Mauern und vor Gericht zu sehen. Wegen derselben Vergehen oll sich der »Letzte der Romantiker" auch vor der Frankfurter Straflammer verantworten. Die erste, auf den letzten Freitag angesehte Verhandlung mußte vertagt werden. -e-
o°o Mainz. 27. März. (Die Gefähr- düng des Mainzer Doms.) Ermittlun- gen haben ergeben, daß durch die Entwässerung von Mainz von Grundwasser und das immer wiederkehrende Stauwasser die großen Grundpfeiler des Domes unterspült sind und es dadurch notwendig geworden ist, im Interesse der Erhaltung des denkwürdigen Bauwerks
.. ------- - - ; Auf—bedeutender Mittel diele
Bierulks , bei dem der Held des TageS erkleck- Grundpfeiler neu zu unterfangen. An
“** a‘*“‘ ---*""11----- diesen Kosten wird Wohl das ganze Land tra
gen helfen müssen. Da durch die derartigen Entwässerungsarbeiten auch andere wertvolle Gebäude in Gefahr kommen dürften, ersucht« Dr. Dendix die R e g t e r un g bei dem Kapitel Denkmalschutz um Abhilfe.
haßen kurz .....
London vista London kurz ..... Paris vista Paris kurz Wien kurz Privatdiskont......
Fonds.
ReichsanL ”Afige ReichsanL .. Übrige Preuß. Cens.
Mge?reuß.Cons.
* /erige Preuß. Cons. *W<r*ge äußere Argentinier *ß°/<rige Chinesen von 1898
tigen Generalversammlung) normal gewesen. Angesichts der hohen Rohmaterialienpreise hat es schwer gehalten, einen Profit aus dem Warenverkauf herbeizuführen. Ueber das neue Geschäftsjahr wurde ausgeführt, daß die Beschäftigung der Spinnerei ausreichend und gut sei. Der Ordre-Eingang sei regelmäßig, sodaß man wieder ein angemessenes Erträgnis erwarten könne.
S? Kaligewerkschaft Heeringen. (Privat- Telegramm.) Wie die Verwaltung mitteilt, ist bei 450 Meter Tiefe das obere Kali- lager in einer recht guten Beschaffenheit angefahren worden.
liefern sollte. Horz war aber damit nicht zu-1 gers Luckt hat gestern ergeben, daß der $Äeit"ÄtrthV0^tam'5a?tial' weg. storbene an Skorbut gelitten ha? Das^ein- Durch den Raddiebstahl merkte Buhmann, daß I getretene Fieber und die Todesursache fins der Fremde nicht der anscheinend darauf zurückzufuhren ^^
emes Sohnes war, was dieser auch! Frankfurt, 27 März lAus hem "stattete Anzeige und Horz Dunkel der Großstadt) In der Nacht xDie WieSba- auf Sonntag wurde in der Fahrgafle ein hier? fiorj auf Titnen,w>^meJ ^rkamite s^en zigjähriger Kaufmann aus der Myliusstratze fäM d) L einer f“’ mehreren Burschen angerempelt und be.
m» 5ctneL Zuchthausstrafe von 3% lastigt. Als et sich das verbat wurde er ber- bereitTtobeaett^IeiAer^a,t^Ulter- ®tra art mit Messern bearbeitet, daß ihm die XXfi Setru6ereiett und Dieb.
- D Me „Prinzessin von Bentheim". (Pri- vat - Teleg r a m m.) Wie uns aus Han- nover gemeldet wird, wurde vom dortigen Schöffengericht am Sonnabend die Gemahlin des Erbprinzen von Bentheim - Steinfurt, Lilli Pauline geb. Langerfeld wegen unbefugter Anmaßung des Adelsprädikatts einer .Erbprinzessin von Bentheim" tu 50 Mark Geldstrafe, evt. fünf Tage Hast verur- vÜnkt ®hÄ®h;,CU auf den Stanv- pun», daß die Verehelichung der Gattin des Erbprinzen noch nicht das Recht habe, das Adelspradikat „Erbprinzesstn von Bentheim" zu führen Gegen das Urteil hat der Rechts- beistand der Angeklagten Berufung angemeldet
Ö Graf Leichtfuß. (Privat-Telegramm.) I
S(u§ Perlin wird uns berichtet: Der leicht-1 ** u » । u u qm ua;
«tilge Graf Gerhard von Sch inettow, der Sonnabend in der Nähe des benachbarten bekanntlich mit der schwerreichen, aber ent- Dorfes Stausebach ereignet. Ein junger Mann, mundlgten ungarischen Prinzessin Irmgard der früher auf dem Rittergute Plausdorf in Sulkowska verlobt ist, und dessen „Affären" Stellung war, jetzt aber bei der Aktiengesell- bereits feit längerer Zeit die Oeffentlichkeit schäft -Adlerwerke" in Frankfurt a. M. als Be- beschafttgen, ist von einem seiner Gläubiger amter Anstellung gefunden hatte, hatte mittels letzt in Berlin entdeckt und von einem Ge- Automobils von Frankfurt aus einen Ausflug richtsvollzieher auf Grund eines vollstreck- na* bier unternommen, um frühere Bekannte baren Urteils feftgenomemn worden. Nach >u besuchen. Abends um sieben Uhr hat er die Begleichung der auSgeklagten Forderung Rückfahrt angetreten. Das steuerlos gewvr- wurde Graf Schmettow wieder auf freien dene Automobil rannte auf der Frank- Fuß gesetzt. furter Landstraße gegen einen Baum,
n Das Trigona-Drama. Depeschen aus bet Insasse wurde herausgeschleudert, das Rom zufolge ist Leutnant Patemo der Automobil überschlug sich und siel auf den Be- am 2. März die Gräfin GiuNa Trigona er- wußtlosen, welcher zu Tode zermalmt mordete, auf Beschluß des Disziplinargerichts- wurde.
Hofes aus der Armee ausgestoßen & Frankenthal, 27. März. (Erpres- worden. Die Verhandlung gegen Paterno sung?) ES geht hier das Gerücht, daß der
wird tm nächsten Monat vor dem Schwur- "ebzigjährige Direktor der Frankenthaler
gericht in Rom ftattfinben. Volksbank, Ferdinand Heintz, der sich be-
---------- kanutlich vergiftet hat, durch Erpresser in den Sm« ITod getrieben worden ist.
US OCt VCtmOL I °°o Heusenstamm, 27. März. (Verkehr -er letzte Romantik^ u»d Kirche.) Hier haben Pfarrer und Ren-
er , 1 „ Datttntifct * «dant es abgelehnt, den auf sie entfallenden An-
(Von unserm Korrespondentenj steil zu den Kanalkosten beizuttggen. Die Kirche
Aus Frankfurt a. M. wird uns ge-Pst dreimal, in der Schloß-, Kirch- und Eckgasse, schrieben: Karl Waßmann, der „Dich- mteressiert. Die Ortsverwaltung will die An- ter-BohSmien"", stand am Sonnabend wieder Gelegenheit dem Kreisamte zur Entscheidung rinmal vor den Schranken der Straflammer. °^n. „
Die Gießener Richter forderten ReckenlebattIr °£° Riederfischbach, 27. Marz. (Aus den von ifim ithor w7 iLTiefen .des Lebens.) In Niederfischback
Treuhand -A.-G. (Spezialtele- Sramm.) Wie in der heutigen Aufsichtsrats- tzung mitgeteilt wurde, ist die Geschäftsentwicklung eine recht gute; insbesondere wird die Tätigkeit des Instituts von industrieller und privater Seite mehr und mehr in Anspruch genommen.
6? Konkordia, Spinnerei und Weberei. sSpezialtelegramm.) Das ab gelaufene Geschäftsjahr ist (nach Mitteilungen in der hen-
4.74
5.31 12.12
1.31
1.13 31.09 18.25 64.75
7S7 «7J5 817* unver.
Eastrands Goldfields . .. Modderfontain. , Geduld Goerz ...... Chartered .... Debeers Amalgamafed . . Anaconda.... Rio Tinto Olavi South Westafrika Tendenz:
Wechsel.
25. 3- 27. 3.
4.74
5.36 12.18
1.31
114
32/ 18.37 64.75
7.87 67.12
80.40
20.44
20.41
80.85
85*—
3 */,
8L93 90.50
84.50 94.75
106.25 112.37
106.25 225—
118.75 180.87
29.87 34.62
111— 127.25
65— 80.50
122.75 13.87
7.76
... , Steel Prefe ... 21J-- Central Mining 249.25 Randminea ...
Londoner Börse
(Anfangskurse.)
25. 3. 27. 3.
Russ. Bank für auswärt Handel.... Otavi-Minen.......
South - West - Afrika (deutsche Stücke)
EngL Konsols ... 4% Argentinier . . . 3°/0 Deutsch. Reichsanleihe A/0 .. .
4% Russen......
5°/0 Russen .....
Atchison ......
Baltimore .....
Canada ..
Southern Pacific .. Union Pacific Erie...» Missouri .......
New-York Central . Northern Pacific ..
Berliner Kursbericht
25. u. 27. März 1911, nachmittags 3 Uhr,
81.93 90.50
84.50 95—
105.25
112.37
105.75
226.12
118.62
180.75
31.87
34.50
111.25
127.37
65—
80.50
122.75
13.81
7.80
133.50 211.—
141.8- 102.87 173.62
92.—
84> 179.24 175.50 232.62 212.50 186.12 182.50 197.62
Lübeck—Büchener . Baltimore Canada-Paeifie Warschan—Wiener. Pennsylvania Südasterr. Lombard. Oesterr. - ungarische
Staatsbahn Prinz Heinrich-Bahn
Industrie.
25. 3. 27. 3
--- \£> Lager-Weissmetalle
So Wiesbaden, 27. März. (Der Tote T . ?
vom Leberberg.) Der lebensmüde junge L m sämthchen Regierungen. 6
Mann, der sich vorgestern am Leberberg er- I &> ~ — we — o,, ?
choß, ist ein achtzehn Jahre alter Kaufmann I£> 2
(Artur Agner), dessen Eltern in Düsseldorf „VlUVmtUI D *
Mottv"zur^Tat'dürite°tti Mittellosigkeit M^su- § Metallgiesserei, Armaturen- und L
A>sFrankfurt, 27. März. (Das „fchmerz- A MüSCilinen*FUtinK CUSSBl-R., €
lose" Zahnziehen.) Die Sektion der Fernspr. 1096. Wolfhaaer Str 177 $ Leiche des angeblich an den Folgen des Zie- H ager öir’ 1' '• 5
Heus von dreizehn Zähnen gestorbenen Bür- •
25. 3.
27. 3
170—
169.10 1
135.60
135.25
152—
152.40
■25. 3.
27. 3.
187.40
187.60
103—
103.30
221.90
221.50 .
210.50
211— 1
124.50
19.75
19.60 °
144*75
144*25