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Nr. 96.

Erster 3ah rga«g.

Lsffrler Meuestr Mschrichten

Verlage.

Sonntag, 26. März 1911.

Spott und Spiel.

Ser Sport de« Sonntags.

(Bon uttferm Korrespondenten.)

Der Rennsport bringt am morgigen Sonn- tag die Fortsetzung der vor einer Woche be- gonnenen Dresdner Frühjahrs.Kam. pagne. Die Hauptkonkurrenz deS TageS ist wiederum ein Flachrennen über 1500 Meter, daS .MonfalvaP nach ihrem leichten DreSde- ner Siege am vergangenen Sonntag nur schwer verliere« kann. Zu schlagen hat die Stute in erster Linie .Custozza* auS dem in vorzüglicher Form befindlichen Stalle des Trainers A. Horazek. In den übrige» Kontur, renzen ist auf die Chanzen von Apatin, Dra- ton, Blitz, Jamagata und Erna hinzuweisen.

Die von Jahr zu Jahr an Ausdehnung ge- wtnnende Kampagne Rheinland-West, falens leitet Horst-Emscher mit einem guten Sport versprechenden Meeting ein. In Paris gelangt der Prix Murat, eine wertvolle Steeple Chase auf der Bahn von Auteuil zur Entschei- düng. Wesentlich früher als sonst nimmt dann am Montag in Berltn-Weißensee die Trab- rennsatson ihren Anfang. Zur Förderung diese- Sports hat man als Neuheit Trabreiten für Herrenreiter und Professionals eingeführt, doch muß man abwarten, ob sich diese Konkur­renzen bewähren werden, da man andererorts schlechte Erfahrungen damit machte und sie in Wien beispielsweise nach kurzer Zeit wieder abschaffte. Im Radsport wendet sich das Haupt­interesse dem Berliner Sechstagerennen zu, durch daS die deutschen Fahrer und eine Reihe guter Ausländer in Anspruch genommen sind. Die Pariser Winterbahn bringt unter an- derm ein Fliegermatch Friol-Dupre-Moretti- Duvuy. Im Straßenrennsport ist die von dem Süddeutschen Rennfahrer - Ver- band veranstaltete Fernfahrt Ludwigshafen- Straßburg zu verzeichnen. Im Fußball­sport ist ein Ereignis von internationaler Bedeutung zu verzeichnen: In Stuttgart stehen sich zum vierten Male die repräsentativen Mannschaften Deutschlands und der Schweiz gegenüber und man darf ein hochinteressantes Spiel erwarten.

Die Casseler Fußballspiele.

Am morgigen Sonntag tritt die erste Mann­schaft des Casseler Fußballvereins

in der Vorrunde um die Westdeutsche Meister- schäft deS Casseler Fußballvereins ,Olympia*«OSnabrück gegenüber. In Cassel fechten die ersten und zweiten Mannschaften Sportfreunde* und .Hohenzollern" die fälligen Verbandsspiele auS. Für den ersten Osterfeier- tag bat der Casseler Fußballverein den Ma­rine-Sportklub Lehe-Bremerhaven zu Gast geladen.

< DaS Berliner SechStage-Renncn. Wie uns aus Berlin berichtet wird, wurde der Be­ginn deS Sechstagerennens von gestern abend neun Uhr auf Mitternacht verschoben. Punkt zwölf Ubr entsandte der bekannte Berliner Schauspieler HanS Waßmann vom Deutschen Theater die Fahrer auf die sechstä- glge Reise. In der Zusammensetzung der Paare sind noch einige geringfügige Aenderungen vorgenommen worden, die jedoch die Favoriten nicht betreffen. Neu hinzuge­kommen als 15. Mannschaft sind noch C a r a - pezzi-Techmer. Die Bahn wird, nachdem die Fahrer sich beim Training schon mit ihrer Eigenheit vertraut gemacht haben, infolge der guer (statt wie üblich längs genagelten Latten als sehr schwer fahrbar bezeichnet, und man fürchtet, daß die nicht vollständig eintrainierten Konkurrenten den erheblich größern Anforde- rungen nicht Stand halten werden. Im übri­gen macht die ganze Anlage einen großartigen Eindruck, der den der beiden ersten Sechstage­rennen wegen der wesentlich größern Raum- Verhältnisse bei weitem übertrifft.

< Der telegraphier Schach-Wettkampf. Für den .telegraphischen Schach-Wettkampf Wien-Berlin" steht nach per in Wien erfolgten Auslosung der Spieler die Paarung nun­mehr wie folgt fest: Brett 1: Greaorv-Berlin gegen B. Löwy Wien: Brett 2: Dr. Perlis- Wien gegen E. Cohn-Berlin: Brett 3: Ahues- Bcrlin gegen Dr. Kaufmann-Wien: Brett 4* Zinkl-Wien gegen Ed. Lasker-Berlin; Brett 5: Moll-Berlin gegen S. R Wolf-Wien; Brett 6: M Weiß-Wien gegen Dr. B. Lasker-Berlin; Brett 7: Prätorius-Berlin gegen S. Wolf4 Wien: Brett 8: Marco-Wien geaen W. Cohn» Berlin. Zu Schiedsrichtern sind für Berlin der Weltmeister Dr. Emanuel Lasker, für Bien sein Matchaeaner Karl Schlechter erwählt werden.

< Die Deutsche Steher-Meisterschaft. Die Steber-Meisterschaft für Deutschland ist in die­sem Fabre der Radrennbahn Barmen über­wiesen worden. Im Ganzen sind acht große

Nennen vom dorffgen Sportklub vorgesehen worden. Die Eröffnungsrennen finden am Ostermontag statt. Ferner wurde seitens der Rennleitung mit dem Barmer Reit- und Fahr- Verein ein Abkommen getroffen, daS auf dem Sportplatz alljährlich ein Concours hip- Pique veranstaltet wird.

£ Eine Segelwettfahrt Rewvork-Rom. Das Projekt einer Ozeanfahrt taucht wie­der auf, und zwar sollen die bevorstehenden ita­lienischen Jubiläumsfeierlichkeiten den Anlaß zu einer Wettfahrt zwischen Europa und Ame­rika gegeben haben. Wie eS heißt, beabsichttgt der König von Italien für eine Wett­fahrt von Newyork nach Rom einen wertvollen Preis zu stiften; ferner sollen je 4000 Mark für jedes Boot von den beteiligten Vereinen gege­ben werden. Die Regatta soll Anfang Juni in Newyork ihren Anfang nehmen.

Die deutschen Kriegervereine.

Die Größe der Kriegervereine am ersten März.

Im Jahre neunzehnhundertzehn haben die deuffchen Kriegervereine wieder eine be­deutende Entwickelung genommen. Während der Khffhäuserbund am 1. Januar 1910 27 675 Kriegervereine mit 2 500 000 Mitgliedern umfaßte, weist er nach dem Stande vom 1. März 1911 30071 Vereine mit 2 618000 Mit- gliedern auf. Er hat also einen Zuwachs von fast 2500 neuen Vereinen erhalten. Der größte Teil dieses Zuwachses kam auf Preußen. Hier gab es im vorigen Jahre 15 645 Vereine, während in diesem Jahre 17 287 Vereine ge­zählt werden. Die Größe der Mitgliederzahl wuchs von 1370 000 Mann auf 1522 000 Mann. Der bayerische Veteranen- und Krieger­bund hatte 3182 Vereine mit 292 000 Mitglie­dern und verfügt jetzt über 3486 Vereine mit 304 350 Mitgliedern. Der Militärvereinsbund des Königreichs Sachsen wuchs von 1633 Vereinen auf 1710 Vereine, in denen 210 800 Mitglieder gezählt wurden. Im vorigen Jahr waren hier rund 200000 Kriegervereinsmitglie­der, sodaß eine Zunahme von rund 10 000 fest­gestellt werden kann. Württemberg hat eine Zunahme von rund 50 Vereinen mit 10 000 Mitgliedern erfahren. Im vorigen Jahre zählte Württemberg 120 000 Mitglieder, wäh­rend in diesem Jahre 130 162 gezählt wurden.

Die Kriegervereine von Bremen, Ham- bürg und Lübeck, der Kriegerlandesver-

Iband in Elsaß-Lothringen, die Land- Wehrverbände in Braunschweig und den übrigen kleineren Bundesstaaten haben gegen daS Vorjahr sehr wenig Veränderung erfah­ren. Der Landesverband Braunschweig um- faßte zum Beispiel 269 Vereine mit rzmd 14500 Mitgliedern. Bemerkenswert ist nur noch das Wachstum des badischen Militär- Vereinsbundes, der im vorigen Jahre 1477 Vereine mit rund 133000 Mitgliedern und in diesem Jahre 1524 Vereine mit 137 900 Mit­gliedern umfaßt. Der Badische Militärver- einSbund steht, waS die Zahl seiner Mitglieder anbetrifft, sogar an vierter Stelle, da Würt­temberg zwar mehr Vereine aufzuweise» hat, aber rund 8000 Kriegervereinsmitglieder we­niger zählt. Der Khffhäuserbund umfaßt tat ganzen 27 Landeskriegerverbände mit (wie oben bemerkt) 30071 Vereinen und 2618000 Mitgliedern. Die Kriegerverbände der nicht einzeln aufgeführten Bundesstaaten sind natur, gemäß von geringerem Umfang und umfassen mit geringen Ausnahmen nur bis zu 100 Ver­einen. Vor hundert Jahren gab eS insgesamt 55 Kriegervereine, die über eine Mitgliederzahl von ungefähr 2000 Mann verfügt haben sol­len. In diesen 100 Jahren ist also ein bis­her ungeahnter Aufschwung im deutschen Krie- gcrvereinswesen zu verzeichnen gewesen, -er-

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