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Casseler Neueste Nachrichten

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Russische Kabalen.

sowie von Polizeibeamten und Nachtwächtern

delt sich um eine Frage, die für die S i ch e r • heit und das Bestehen des Deut­schen Reichs von großer Bedeutung ist. Schon bei der Gründung des Reichs ist der preußische Einfluß aufs Aeußer- ste eingeschränkt worden. Wir haben

v c n Borstoß in der reichsländischen Berfas- snngsfrage und kompliziert die ohnehin schwie­rige Situation noch mehr. Rach Heydebrand kam der nationalliberale Abgeordnete Fried­berg zum Wort.

geben wir die uns gewordene Nachricht wieder, daß die Firma Henschel und Sohn Be­triebseinschränkungen plant, die mit einer Reduzierung der Arbeitskräfte verbunden sein sollen. Einer Anzahl von Ingenieuren (die zum Teil mehrere Jahre im Dienste der Firma

autes, ,-ieuanis aus. Wobei ich denke, daß gute Beispiele böse Sitten vertreiben ....

Walter Kaylfuss.

Die Statistik geht bis zum Jahre 1882 zu­rück. Verfolgt man hier die Zahlenreihen von unten an, so sindet man mit dem Wachstum der Bevölkerung auch ein Steigen der Sarsum- men an sich. Während 1882 nur 14 759 Einle-

Die neuesten Gruben Katastrophen-

(Eigne Drahtmeldung.)

Beuthen, 23. März.

In der Hcwigwunsch-Grube fiel einem Bergmann ein Holzstempel auf den Kopf und verletzte ihn derartig, daß er bald darauf starb. In derselben Grube und in der Con­cordia-Grube wurde ie ein Hauer von herab­stürzenden Kohlenmafsen getötet. In der Paulusgrubc wurde ein Hauer durch vorzei­tiges Losgehen eines Svrengschuffes getötet. In der Donnersmarck-Grube stürzte ein Bau­schlosser vom Fördergerüst und erlitt schwere Verletzungen, an denen er alsbald verstarb.

gehalten werden, steuerfrei bleiben. Die Ver­günstigung bezieht sich jedoch nur immer auf einen Hund. Anstelle des aus dem Vorstande der Kreissparkaffe ausgeschiedenen Arnisxats G a b k e wählte der Kreistag Herrn Kirch­hof aus Wolssanger. Als Ersatzmänner von Mitgliedern des Vorstandes wurden ferner Richard C r e d s - Niederzwehren und Müh­lenbesitzer Karl Landgrebe -Obexvellmar gewählt. Zum Mitglied des Kreisausschuffes anstelle des ausgeschiedenen Amtsrats G a h k e wurde Bürgermeister F ü r e r - Harleshausen gewählt.

△ Schlechte Zeiten? Mit allem Vorbehalt

ger ein Guthaben von 1 683 855 Mark hatten, waren 1908 fast viermal so viel Einleger vor­handen mit säst fünfzehnmal höherem Gutha­ben, während die Einwohnerzahl kaum um das Dreifache gestiegen ist. Die eine über« raschende Ta ts-che machte ick: In Cas­sel kommt auf 2% Menschen ein Sparer. Im Jahre 1908 Waren 59290 Spareinleger zu verzeichnen, die ein Einleger- guthaben von 23 600 472 Mark hatten oder im Durchschnitt auf ein Einlaqebuch 398,05 Mark. Das ist wahrlich ein anständige Summe und stellt der Sparsamkeit der Caffelaner ein recht

Letzte Telegramme.

(Rach Schluß der RedaMoa eiugegangen.)

Die Konservativen ans dem Kriegspsad

^Telegramm unsers Korrespondenten.)

Die Wohnungs-Kündigung.

Wann müssen Wohnungen gekündigt werden?

Die Mecklenburger „Verfassung". "

Schwerin, 23. März. (Telegramm) Ta mit den Ständen die Erzielung einer Eini­gung über die Aenderung der bestehenden Lan­desverfassung nicht zu erreichen war, verzichtete der Grotzherzog auf die mit dem Erlast vom 18: November 1910 heranSgegebe- ne Vorlage und behielt sich in bezug auf die Verfaffungsreform freie Entschließung vor,

Grotzfeuer im Dorf.

Könitz, 23. März. (Privat-Telegramm.) Im benachbarten Dorfe Brust brach gestern abend in einer Scheune des Stellmachers Klatt vermutlich durch Brandstiftung Feuer auS, durch welches zehn Wohnhäuser mit Nebenge-

Jas Neueste aus Kassel. .

Wie Caffel spart.

Jeder dritte Bürger ein Sparer.

Das Sparen ist eine schöne Sache, schon um deswillen, weil man in der Not „etwas hat". Diese schöne Sache habe ich jetzt in unserer Re­sidenz konstatieren können, ich habe es schwarz auf weiß gelesen: Die Casselaner sind sparsame Leute. Es steht in dem dicken Buch mit den vielen Zahlen, das dieser Tage das städtische Statistische Amt herausgegeben hat (und das in allen Buchhandlungen zu er­halten ist). Das heißt, es steht eigentlich nicht drin, denn mancher wird vergebens bie- Blät­ter des Buches ein-, zwei- und auch mehrere Male herumschlagen, und es nicht finden. Zwi­schen den Zahlenreihen muß man lesen, wenn man diese Entdeckung machen will.

Ein Drama auf der Straße.

London. 23. März. (Privat-Tele» g r a m m.) Eine schwere B l u t tat ereignete sich heute früh mitten auf der Straße vor einem Ho­tel in Islington, einem Borort von Lon- von. Eilt Mann namens B u r g e f f hatte eben das Hotel in Begleitung seiner Frau und eines Kindes verlassen, als ein anderer Mann mit einem Revolver in der Hand den

Berlin, 23. März. Dreien entgegentrat. „Beschützen Sie mich", Im Abgeordnetenhaus begann ticf die Frau ihrem Begleiter zu. Burgeff er­beute die dritte Beratung des Etats. Bei" der hpbr bic Sanb- °6“ ^on krachte ein Schuß und allgemeinen Besprechung nahm zunächst der " lank rn den Kopf getroffen ntcber. Führer der Konservativen, Herr von Heyde- hunderte von Menschen sammelten sich nm die brand, das Wort zu der von uns bereits an- ’,nb.?,u,r nut cjLbcr

gcküm>igten konservativen Erklärung in bet f* t a“

reichs ländischen Berfassun^sfra- "w .in Ei ersuch ts-

g e. Herr von Hendebrand führte ans: | ~ r a m c ;n handeln.

Bau begonnen würde. Beschlossen wurde noch der Ausbau einer Reihe von Landwegen und die Kreishunde st cuerordnung da-

Da die Ausgaben größere geworden sind, so muß auch eine entsprechend höhere Einnahme geschaffen werden, die man durch Erhöhung der Kreissteuer von 15 auf 17 Prozent erzielen wird. Für die Unterhaltung der Landwege sind 55 000 Mark, für Pflaste­rungen 10 000 Mark ausgeworfen. Das Ar­me n w e s e n beansprucht 23 000 Mark, die Volksbücherei 300 Mark und die ländlichen Fortbildungsschulen 2000 Mark. Zum Projekt der Söhrebahn wurde mitgeteilt, daß die von der Stadt Caffel gemachten Schwierigkei­ten beim Grunderwerb in kurzer Zeit als be­hoben angesehen werden könnten und daß nach Abschluß aller Verhandlungen sofort mit dem

der General auf einen in Fahrt befindlichen Straßenbahnwagen aufspringen wollte, glitt er aus und zog sich bei dem Sturz s ch w e r e V e r- letzungen am Kopf zu. Nach Anlegung eines Nytverbandes auf einer Unfallstation wurde der Patient, dessen Befinden zu Besorg- niffen Anlaß gibt, in ein Krankenhaus geschafft.

Das „Depot" des Defraudanten. Nach einer Depesche aus Halle wurde ge­stern im Kassenzimmer der Säch­sisch-Thüringischen Aktiengesellschaft für Vraunkohlenverwertung ein versiegelter Brief mit 13 625 Mark gefunden, den der Kassierer si ü h.n e. dort vor seiner Verhaftung v e r st e ck t hatte.

zz Feuer im Eifeldorf. Meldungen aus Trier zufolge steht das Eifeldorf B e r re­sch e i d bei Schleiden in Flammen. Bis jetzt sind neun Wohnhäuser mit Wirtschafts­gebäuden und eine Kapelle niederge- bräunt. Infolge des Wassermangels ist das ganze Dorf gefährdet. Ta in letzter Zeit in der Nachbarschaft mehrfach Brände ausge­brochen sind, wird allgemein angenommen, daß die Ursache des Riesenbrandes auf. Brand­stiftung zurückzuführen ist.

Die Pennäler von Hermannstadt. Nack> einer Depesche aus Budapest sind in dem Gymnasium zu Hermannstadt auffallend viele Schüler unter S y p h i li s er sch e i nu n- S e n erkrankt. Der Unterrichtsminister, der sich darüber Bericht erstatten ließ, soll die Rele­gierung der meisten Erkrankten anaeordnet jaben.

zz Wenn der Friede flieht . . . Meldungen aus B u d a p e st zufolge erschoß in der letz­ten Nacht im Dorfe Barand der wohlhabende Landwirt Valenfln Szakacs seine Frau und seine drei Kinder. Dann verübte er S e k b st - mord. Das Motiv zu der Tat soll in Fa­milienstreitigkeiten zu suchen sein. I

12 Der Siegeszug des Aeroplans. Nach einer Depesche aus London haben sich der Er­finder Hiram Maxim, der Aviatiker Graham White und der französische Aviatiker Bls- riot vereinigt, um ein Syndikat für die Fa­brikation von zwei neuen Typs von Mili-1 tarflugapparateu zu bilden. Der eineI Typ ist ein kleiner Apparat von großer Ge­schwindigkeit, der zu Erkundungen benutzt I werden soll. Der zweite Typ ist ein großer Zweidecker, der imstande fein soll, fünfhundert Pfund Sprengstoff zu tragen.

gezahlt wurden in diesem Jahre 6855 288 Mark auf 75 213 Posten, zurückgezahlt wurden 6 334 862 Mark auf 44 530 Posten.

f (EigneDrahtmeldung.?

Petersburg, 23. März.

Die Nachricht, daß Ministerpräsident S t o« l y p i n im Amte verhleiben werde, beruht auf bisher unbestätigten Gerüchten, die allerdings wahrscheinlich find. Für heute werden wichtige Beratungen an leitenden Stellen, sowie eine Audienz Stolypins beim Zaren in Zarskoje- Selo erwartet. Der General-Gouverneur von Kiew, T r e p o w, hat Befehl erhalten, unver­züglich über seine Aeutzerungen betreffs der Einführung von Semstwos nähern Bericht zu erstatten. Die Reichsräte Trepow und Dur­nowa hatten die Aenderung der Depeschen zu­gunsten der Semstwos als F ä l s ch n n g S t o- lypins bezeichnet.

genüber dem Vorjahre um etwas gestiegen, während er 1910 mit 166 100 Mark balancierte, beträgt diesmal die Summe 177900 Mark.

Wer in diesen Tagen eine Wohnung kün­digen will, muß dies an ganz verschiedenen Tagen tun, je nachdem er eine Vereinbarung in dieser Richtung getroffen hat oder nicht. Ist nämlich über die Kündigung gar nichts verein­bart, so gilt bet vierteljährlicher Mietzinszah- lung die gesetzliche Regelung, wonach späte­stens am dritten Werktag des Vier­teljahrs auf den Schluß desselben Viertel­jahrs zu kündigen ist. In diesem Jahr, in dem der zweite April eilt Sonntag ist, müßte also in einem solchen Fall spätestens am vierten April auf den ersten Juli gekün­digt werden. Ist sowohl Kündigungsfrist wie Kündigungstermin genau vereinbart (bei-1 »“‘r

spielsweise halbjährige Kündigung, aber ftur I".a0ff ..®beim Verkehrsamt Cal­ci m ersten April und ersten Oktober), so muß I l“ beschäftigte Gutervorsteher Esser ist zum natürlich spätestens am ö e r e i n 6 a r te n A ”u?£.flu ber Königlichen Eisenbahn- Termin. also am ersten April gekündigt wer- I-Ttrellion hier versetzt. — Regierungsrat Dr. den. Ist aber nur eine viertel- oder halbjährige und n a g e l (Dezernent der hiesigen Kö- Kündigungs frist, aber kein Kündigungs ter- "'glichen Etsenbahndtrektion) ist zum Ministe- mi n vereinbart, so könnte matt annehmen, es Iriun? ber öffentlichen Arbeiten in Berlin versetzt gelte stillschweigend der gesetzliche oder ber toorbAeit™ , ortsübliche Kündigungstermin als vereinbart. . △ Rechnungsrat August Froeb P. Eine in so daß man also evtl, noch am vierten April wetten Kreisen unserer Residenz bekannte Per- kündigen könnte. Die Praxis der Gerichte w""wkett, , Provinzialschulsekretär August geht aber dahin, daß in einem solchen Fall » 1 0 e6- ist gestern nachmittag nach kurzem spätestens am letzten Märztag ge- Krankenlager im Alter von 54 Jahren plötzlich kündigt werden muß Liegen also Zweifel vor, Zorben. Der tückische Scharlachbazillus ob ein Kündigungstermin vereinbar ist, so batte in seiner Familie Einzug gehalten, hatte muß man vorsichtigerweise schon am einundrei- bte beiden jugendlichen Söhne ergriffen, doch ßigsten März kündigen. -e- wurde die Krankheit nach wenigen Tagen

, durch Arzteskunst gehoben, und schließlich den

Der Verein für Wobnunasreknrml®ater selbst aufs Krankenlager »i.» w. «XÄiäta hsK?

-Gaffe!« Neueste Nachrichten" ersichtlich ist) amM)t<61er hervorgetrrtrn ifl) hat <e*3unb. morgigen Freitag abend im „Casö Zeppe- zwanzig Jahre hindurch den Posten eines Pro­lin" eine Versammlung abhalten, in der über vizialschulsekretärs mit großer Pflichttreue Ver­den in Caffel üblichen Mietsvertrag ein waltet. Der Charakter als Rechnungsrat Vortrag von einem Juristen gehalten werden wurde ihm in Anerkennung feiner amtlichen soll. Da das Thema allgemein interessieren Verdienste vor einigen Jahren verliehen.

Ueberhaupt dieses Buch! Als es mir auf meinen Schreibtisch gelegt wurde, bekam ich einen heiflosen Schrecken, denn als ich hinein­guckte, sah ich Zahlen und immer wieder Zah­len. Anfangs wollte mir die Galle überlaufen, daß man mir eine Besprechung des Buches ru- ntutete, aber als ich sah, daß das Statistische Amt mich von dieser Arbeit entbunden hatte, glätteten sich die Wogen meines Redakteurher­zens und ich erinnerte mich des Ausdruckes eines guten Freundes, bet mir in feiner ihm eigenen bozierenben Weise erklärt hatte: Mit.-- „ Zahlen läßt sich am besten ein wirtschaftlicherI bitt zu änbern, baß Hunbe, bte von könig- Vorgang umfassen. lichen, kommunalen ober Privat-Forstbeanüen,

Die Ziffern über den Geschäftsverkehr ber ~ ~ '

stäbtischen Sparkasse fesselten zuerst mein In­teresse, was wohl daher kam, baß „Gegensätze" sich bekanntNch anziehen. Zuerst starrte ich auf bie fein säuberlich über« unb nebeneinanbtr ge­stellten Zahlenreihen. Mon Dien, dachte ich, wie muß eS den Leuten im Kos wirbeln, die tag­aus, tageln nur immer arabische Zahlen schrei­ben müssen. Und mit dem Zeigefinger meiner rechten Hand tippte ich an meinen Verstands­kasten, schlug eine ergötzliche Lache an und sagte: Natürlich, nur Zahlen können die Be­amten noch schreiben, daher ist auch ihre Un­terschrift selten ,u lesen . . . Dann nahmen die Zahlen Gestalt an: Vor dem Auge siieg manch alte? Mütterlein auf. das ihren zu- rückgelegten „Groschen" der Sparkasse anbet« traute, oder die angehende Braut, oder bet Bräutigam, die für bie Aussteuer zu Sparern geworden waren. Alle sehen wohl voller Freude des TageS entgegen, wo ber Sparkas­senbeamte die Dividende in Gestalt ber I

Zinfen in das Sparbuch einträat

Wenn ich einen Augenblick Ihr Gehör ~ ~——----------, —

erbitte, so ist es eine Angelegenheit von all- MP DNtMMMWs UMsMiz gSltSN stehend soll bereits die Kündiauna zugestellt, gemeiner volitiscber Bedeute. 1

Str. 94. — I. Jahrgang.____________________

Spekulant und war als Mann von vierzig Jah­ren seine zwanzig Millionen „wert". Nun widmete er sich hauptsächlich den Silber« bergwerken, und zwar mit solchem Erfolge, daß er bald allgemein der „Silberkönig" genannt wurde. Diesen Namen behielt er auch bis zu seinem Tode. Moffat wat in geschäftlicher Hin­sicht ein verwegner Mann, der in schwie­rigen Fällen nie um Aushilfsmittel verlegen war. Er war überaus gewissenhaft in der Er­füllung seiner kontraktlichen Verpflichtungen, kümmerte sich aber nie und nirgends um das, was die „öffentliche Meinung" von ihm tagte. Als ihm einmal das Mandat eines Senators Angeboten wurde, lehnte er dankend ab, indem er erklärte, daß es für ihn „wichtigere und vernünftigere Dinge gebe, als die Po­litik . . -sclj.

12 Das Unglück auf der Straße. Aus Berlin meldet uns ein Spezialtele­gramm: Der frühere Kommandeur ber ersten Fußartilleriebrigabe in Berlin, Generalmajor z. D. Wehmeyer, ist gestern nachmittag bas Opfer eines Stratzenunsalles geworben. Als

dürfte, host man auf eine große Besucherzahl, f A Aus dem Hoftheater. Wie uns von der ------ Intendantur mit'geteilt wird, ist Fräulein A Der Etat des Landkreises Caffel. Die 4£„rIlanf£ ^nb £irb ihre Rolle der

Vertreter des Landkreises Caffel berieten ge- tn ber Ballett-Feerie „Das Bilder­stern in einer Sitzung den Haushaltsplan Darstellung Tmmn HAheater zur

für das Jahr 1911. Die Etatssumme ist ge- Tl.-'^uung kommt) Fraulem Fraedrrch genüber dem Vorjahre um etwas gestiegen, Berlin übernehmen.

während er 1910 mit 166 100 Mark balanzierte, _ △ kleine Tageschronik. Der bisherige Kaffenanwalt der Ruhegehaltskasse für Lehrer und Lehrerinnen an den öffentlichen Volks- toulen des Regierungsbezirks Cassel, Geheimer Regrerungsrat von Dehn-Rotfelser, ist vom Laudesausschuß für die am 1. April 1911 begumenbe neue sechsjährige Amtsperiobe toteber gewählt worden. — Die dies­jährigen Manöver des 11. Armee­korps finden in den Kreisen Witzenhausen, Hettigenstadt, Worbis, Mühlhausen, Langensal­za. Weißensee, Sangerhausen, Rorbhausen, Ebeleben und Sondershausen in der Zeit vom bis 20. September statt. — Auf dem Graben kam es gestern abend zwischen mehreren Zivi­listen und einem Urlauber wegen eines Mäd­chens zu einer S ch l ä g e r e i, bei der eine Per­son so verletzt wurde, daß sie bie Hilfe ber Sa- nitätswache in Anspruch nehmen mußte — Am jHollänbischen Platz fuhr gestern mittag ein ?’V Ln’;rD, ber bei bänden vernichtet wurden. 24 Familien sind

aber beschädigt wu?de toö$xcnb ba§ Rad | obdachlos, es herrscht große Not.

Die städtische Sparkasse ist die s i ch e r st e I worden sein. Man rechnet auch mit Arbeiter- Anstalt für Verzinsung von Kapitalien. Aber entlaffungen. wenn ich den hunderttausend Mark betragenden A Ein Miffionsvortrag im Vereinshaus. Hauptgewinn der jetzt in Berlin zu Ende ge- Ueber das Thema: „Die Bedeutung der ärzt- gangenen Geldlotterie (der leider auch an mir lichen Mission für unsere Schutzgebiete" wird borübergegangen ist) erhalten hätte, würde ich am Montag, den 27. März, abends 8 Uhr, Dr. doch schwankend geworden sein, ob ich „mein meb. Olpp aus Tübingen im großen Saal Gelb" einer mehr Zinsen tragenben inbustriel- des Evangelischen Vereinshauses (Kölnische len Gruppe anvertrauen sollte, als der wohl nie Straße 17) einen durch Lichtbilder illustrierten über vier Prozent Zinsen kommenden Spar- Vortrag halten. Dr. Olpp war neun Jahre raffe. Darin liegen die Vorteile des Nichtkapi- lang als Miffionsarzt in China tätig, hat sich tauften, daß er in dieser Angelegenheit sich keine jetzl als Dozent für das Fach der Tropenmedi- Kopsichmerzen zu machen braucht. Doch zurück zin an der Universität Tübingen habilitiert, zu den Zinsen: Die städtische Sparkasse hat und ist zugleich zweiter Direktor des dortigen deren im Jahre 1908 (bis zu welchem bie Sta- bentschen Instituts für ärztliche Mfi'ion, also tistlken reichen) beinahe Dreiviertel- ein Mann, ber aus persönlicher Erfahrung Millionen Mark gutschreiben müssen. Ein- heraus rebett kann. Vielen Casselanern ist er ~ noch in freunblicher Erinnerung burch

ben Vortrag, den er vor zwei Jahren über feilte ärztlichen Erfahrungen in China hier hielt. Dieser Vortrag gab damals Anregung I )U tatkräftiger Mitarbeit bei der Gründung des ärztlichen Instituts in Tübingen. Das „Casseler Zimmer" im Institut ist ein bleiben j des Zeugnis dafür. Aus rein humanitären und gesundheitlichen, aus kolonialpolitischen, kulturellen, wirtschaftlichen und wissenschaftli­chen Gründen ist die ärztliche Mission der För­derung wert. Das nachzuweisen, Wird die Aufgabe des Vortrags fein.

A Aus dem Reich des Flügelrads. Für den Bau der Nebenbahn von Heiligenstadt nach Schwebdä wird zum 1. April d. I. eine Bau- abteilung mit dem Sitze in Heil-genstadt er« richtet. Zum Vorstand ber Bauabteilnug ist der Kgl. Regierungs-Baumeister S'chra- b e r, zum Streckenbaumeister ber Kgl. Regie- rungSbaümeifter Ströhmeyer zu Cassel (ersterer nach Göttingen, letzterer nach Ers- haußen) versetzt. Der bei ber Königlichen Eisenbahtl-Direktion in Cassel beschäftigte Eisenbahti-Oberfekretär, Rechnungsrat Wick, ist unter Beförberung zum Rechnungsbi­rektor (kommissarisch) an bie Königliche Eisenbahn-Direktion in Hannover versetzt. Aus Anlaß ihres Uebertritts in ben Ruhestanb würben bem Bahnwärter Beckerin Ihrings­hausen unb bem Sattler Schörling in Eassel das Allgemeine Ehrenzeichen verliehen. cs für unsere Pflicht gehalten, die Stimmung

Uebertragen wurde die vertretungsweise Ver- im preußischen Volke der Regierung ernsthaft

wattung.der Bahnmeisterei 1 Caffel dem Bahn- vor Augen zu halten.

ift (Söf^bnrL^r1 R! Jw ATw"’ ‘ Der Rede HeybebrandS, der das Hans mit

mä S bQ b Rordhausen großer Aufmerksamkeit gefolgt war, folgte auf

von vor Rechten lebhafter Beifall. Die

fung zum Eisenbahnsekretär: Gütervorsteher Nickel in Jesberg; zum Bahnmeister: Bahn- meiftcrafbirant Köhler in Caffel; zum Eisenbahnasststenten: Telegraphist Salz-

_____________________Freitag, 24. März 1915.

I Freunde Stellung nehmen müssen. Sie be­trifft die Vertretung Preußens im Vundesrat bei der elsatz - lothringi- schcn Verfassungsreform. Ich will nur kurz sagen, daß es nicht in unserer Absicht liegt, hier in irgend eine langwierige allgemeine Verhandlung über diesen Gegen­stand mit der preußischen Staatsregierung einzugehen. Es liegt uns nur daran, unsere Meinung zum Ausdruck zu bringen. Es wird nicht bestritten werden können, daß die preußischen Stimmen im Bundesrat ber jetzi­gen Gestaltung ber Verfaffungsvorlage zu- gestimmt haben. Mr haben von jeher den Grundsatz ausgestellt, daß die A b g a b e v o n Bundesrats st immen ein Regie­rung s a k t ist und der Kontrolle n i ch t n n t e r l i e g t. Ich glaube nicht, daß darüber ein Zweifel bestehl. Die Königliche Staatsregierung hat sich schon auf den Stand­punkt gestellt, daß es nicht angängig sei. die Tätigkeit des Landtags mit hinein «u ziehen, bevor ihre Bundesratsstimmen abgegeben

I waren. Ich bekenne offen, daß dies in der Tat die Reichsgeschäfte erschwe­ren würde, wenn zuvor eine solche Erörte­rung stattfindet. Deshalb habe ich auch da­von Abstand genommen. Aber damit ist die Sache für uns nicht erledigt. Wir halten es für unsere Pflicht, unserer Meinung Ausdruck zu geben, ob bie Vertretung bes preußischen Staatsintereffes im Bundesrat genügend gewesen ist. Mir behalten uns vor, von bei Regierung zur gegebenen Zeit eine Recht- fertigung zu verlangen. Im ge­genwärtigen Momente ist unser Landesinter- t-ffe in erheblichem Maße berührt. Es hcm-