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Dienstag, den 21. März 1911.
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Sie Wm non MM
Ser „E entkernen Spion" und seine Helfer. — Bier Werstangestellte al» Spionage-Komplizen.
Sa» „private gntereffe" an Kriegsschistbanteu. — $n» „Archiv" der Spione. — Ser Engländer ott» Southampton.
Ser Traum des Friedens.
Am Wendepunkt der Weltgeschichte?
Seit Eduard der Siebente sein Haupt zur Ruhe niederlegte, hat sich im Land der Angelsachsen mancherlei geändert, und just in diesen Frühlenztagen klingen über den Kanal die Osterglocken des allgemeinen Weltfriedens zu den östlichen Gestaden, im Reich der Vattern berechtigt und verständlich Staunen weckend. Und seltsam: Während im Parlament der Milliarden-Etat der britischen Flottenrüstung im Vordergrund der Debatten stand, und Englands Suprematie auf den Meeren als Forderung nationaler Ehre mit leidenschaftlichem Eifer verfochten ward, sprach an friedlicherer Stätte Sir Edward Grey, des Britenreichs viel- gewandter Außenminister (und schon zu Eduards Zeiten dem Steuer englischer Weltpolitik am nächsten stehend) goldne Worte über die völkervereinende Sehnsucht des Friedens, über, das internationale Schiedsgericht-Ideal und die Wege, die zur Erlösung der Welt vom lähmenden Druck der Rüstung führen können. Worte, die wie ein Lichtstrahl über den Erdball blitzten und die in der alten und neuen Welt Hoffnung und Begeisterung geweckt haben, weil sie das Sehnen von Millionen zur bestimmten Idee formten und dem Menschheitverlangen das Ideal des Friedens näher vors Auge rückten. Worte, die wie Befreiungskunde klingen; wie Erlösung aus zwängender Feffel, und die darum auch auf dem Erdrund ein gewaltigers Scho gefunden haben, als es seit Jahrzehnten der Stimme eines Sterblichen beschieden war.
Ueberm Atlantic, im Land der unbegrenzten Möglichkeiten wo das Cana- da - Problem und hie Sorge nnd die Gelbe Gefahr das Mißtrauen gegenüber England stets wach und aufmerksam erhalten haben, wird Sir Edwards Schiedsgcrichtsplan begeistert als das Wichtigste und Bedeutsamste gefeiert, daS in den letzten zwanzig Jahren im Interesse des Weltfriedens geschehen sei, und in England selbst hat ein Mann von der politischen Gewichtigkeit und besonnenen Ueberle- gung des Lordkanzlers in öffentlicher Versammlung erklärt, man stehe an einem bedeutungsvollen Punkt der Weltgeschichte und die Hoffnung der Menschlichkeit scheine der Erfüllung nahe zu sein. Sogar die britische Kirche bat dem Zauber des Friedenstraums ihre sonst so würdige Nüchternheit geopfert und den dritten Sonntag im Lenzmond zum allgemeinen FriedenS-Sonntag proklamiert, und es ist charakteristisch, daß die Begeisterung für den Frieden alle sonst im Britenreich bestehenden religiösen und konfessionellen Gegensätze wie mV einem Zauberschlag verscheucht und die Gesamtheit der Seelen in ihren Bann geschlagen bat. Wie eine große Flutwelle wälzt sich die Friedensbewegung über ganz England, und oaß diese Entzündung einer tief in die Seelen greifenden Volksstimmung durch die nüchternen, sorglich abgewognen und wohl temperierten Worte eines einzelnen Mannes hervorgerufen und die Explosion eine ganze starke Nation erschüttern konnte, beweist, wie elementar der Friedensdrang selbst in diesem Volk und in diesem Lande kühler Geschäftspolitik ist.
Dabei ist der „Traum des Friedens" nicht einmal neu: Hunderte der Besten und Größten baben ibn vor uns geträumt, und Millionen haben ibn für ibres Lebens Dauer tief im Herzen getrogen, ohne indessen zu seiner Verwirklichung mehr beitraaen zu können, als den ehrlichen Willen, das Ideal zu beseelen. Auch die Schiedsgerichtsidee ist nicht von heute oder gestern, und wenn auch das stille Prunkbaus im grünen Haag bisher nur ein kalt-steinernes Denkmal des Friedens geblieben ist, und bis zur Stunde mehr Kriegslärm als Friedensgeläut in seinen Hallen zu hören war. so darf dock nicht vergessen werden, daß schon im alten Jahrhundert des Russenzaren Friedensbotschaft dir Welt durcheilte und die Divlomatie von fünf Erdteilen zu überlegnem Lächeln reizte. Was damals tastend angedeutet ward, hat beut William I. Taft, der Vereinigten Staaten klar- schaueuder Präsident, in festere Form gefügt, und Sir Edward Greys begeisternde Beredsamkeit hat den Gedanken lichtfunkclnd interpretiert. Das Bedeutsame erscheint erst in den Symptomen, die das Einst und Jetzt umrahmen: Vor anderthalb Dezennien Staunen, gemischt mit mitleidigem Lächeln; höfliche Aufmerksamkeit, der Ueberzeugung vom Wertmangel der Idee mühsam abgerungen; heute nationenbewegende Begeisterung, die Achtung vor der Gewalt des menschheitbefreienden Gedankens und die Erkenntnis des natürlichen Bedürfnisses. daS
Die Verhaftung der Spione
Hamburg, 20. März. (Privai-Te- legramm.) Wie wir schon durch Aushang berichtet haben, verhaftete die Hamburger Kriminalpolizei am Sonnabend abend einen Engländer und vier Hamburger Personen, die unter dem dringenden Verdachte stehen, Spionage betrieben zu haben. Die Verhafteten sollen nämlich versucht haben, näheres über die in der Bremer und Hamburger Werft im Bau befindlichen deutschen Kriegsschiffe in Erfahrung zu bringen.
Ueber die smsationelle Affäre werden uns in einem Privat-Telegramm aus Hamburg noch folgende Einzelheiten berichtet: Wie inzwischen festgestellt worden ist, hat der verhaftete Engländer, der sich bereits seit drei Monaten in Deutschland aufhält, fortgesetzt Fahrten zwischen Hamburg und B remerh a v erss unternommen und in beiden Hafenstädten versucht, Anschluß an Angestellte der großen Werften zu erlangen, die zurzeit Kriegsschiffe in Bau haben. Dies scheint ihm aber nur in Hamburg gelungen zu fein, denn gleichzeitig mit ihm wurden vier Angestellte einer großen Werft unter dem dringenden Verdacht der Spionage verhaftet. Seit acht Tagen wurden die Verdächtigen Tag und Nacht von der politischen Abteilung der Polizei beobachtet, bis am Sonnabend so viel Verdachtsmaterial zufammengetragen war, daß man zur Verhaftung schreiten konnte. Alle fünf Verhafteten wurden fofort einem mehrstündigen Verhör unterzogen. Der Engländer gab an, daß ihn lediglich „privates Interesse an Kriegsfchifsbauten" dazu getrieben habe, Daten darüber auf deutschen Wersten zu sammeln. Er will diese Daten indessen nicht weiter gegeben haben. Man fand aber bei ihm sowie bei seinen Mitschuldigen eine gdnze Anzahl Daten über noch im Bau befindliche und eben erft vom Stapel gelaufene Kriegsschiffe, die jedoch alle ziemlich belanglos sind und nicht geeignet fein könnten einer fremden Macht, Einblick in die militärischen Geheimnisse unserer Kriegsschiffe zu geben. Allerdings ist die Polizei der Meinung, daß wichtigere Daten vielleicht schon an die unbekannten Auftraggeber abgesandt worden sind wenn auch sowohl der Engländer wie die beiden Deutschen bestreiten, wichtiges Material tn Händen gehabt zu haben. Im Interesse der Landesverteidigung kann zur Stunde über die Untersuchung noch nichts weiteres bekanntgegeben werden. Der verhaftete Engländer will aus Southampton stammen und zum Besuch von Geschäftsfreunden nach Deutschland gekommen sein; die Polizei ist indessen überzeugt, daß es sich um einen Spion handelt, der während der ganzen Zeit seines Ausenthalts planmäßig gearbeitet hat.
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Die Polizei schweigt!
(Telegramm unseres Korrespondenten.) Hamburg, 20. März.
Tie Polizei schweigt sich über die Spionage-Affäre, die in Hamburg das Tagesgespräch bildet, hartnäckig aus und verweigert eoi'che Mitteilung an die Presse. Es heißt indessen, daß die Nachforschungen nach den Verbindungen der Verhafteten noch fortgesetzt werden und daß weitere Verhaftungen wahrscheinlich sind. Die in Hast Befindlichen sollen nämlich noch eine ganze Reihe anderer Personen in den Kreis ihrer Bestrebungen hineingezogen haben, ohne daß diese Per- oiien allerdings um den Zweck der von ihnen erbetenen Mitwirkung wußten, Im Lauf des gestrigen Tages wurden die Verhafteten wiederholt vernommen, und der Hauptschuldige, der angebliche Engländer aus Southampton, soll sich hierbei in auffällige Widersprüche verwickelt haben. Seine angeblichen Helfershelfer blieben bei ihrer früheren Aussage, daß sie von den Spionageabsichtcn des Engländers nichts gewußt hätten und lediglich aus freundschaftlichem Entgegenkommen ihm einige Daten mitgeteilt hätten. Ter Name des Engländers wird von der Polizei noch geheim gehalten. Es heißt, daß die Unlcrsuchungsbehörde neue Spuren verfolgt, die wahrscheinlich zur Verhaftung weiterer Schuldi
gen führen werden, da der Verdacht besteht, daß außer dem verhafteten Engländer no ch andere Ausländer an den Spionagc- vcrsuchen beteiligt gewesen find.
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Der Gentleman Spion.
(Von unferm Korrespondenten.)
Berlin, 20. März.
Von hochgeschätzter Sette gehen mir aus politischen Steifen zur Hamburge r Spionageaffäre folgende Mitteilungen zu: „Im Interesse der Landesverteidigung" hielt es die Hamburger Polizei für angebracht, über die Verhaftung von Spionen in Hamburg zunächst nichts bekannt zu geben. Es ist aber schon soviel darüber bekannt geworden (durchaus nicht zum Schaden der Landesverteidigung, sondern im Interesse der öffentlichen Aufklärung), daß man den Unterschied dieser neuesten Affäre von dem Fall der englischen Offiziere Trensh und Brandon Ende des vorigen Jahrs genau feststellen und gewisse politische Konsequenzen daraus ziehen kann. Die beiden Offiziere waren Gentlemen- spione und wurden vorn Reichsgericht in Leipzig ebenso wie der preußische Leutnant Helm in England als ©entfernen behandelt. Sie hatten nicht versucht, Angehörige des Landes, das sie ausspionierten, zu Schuftereien zu verführen, sondern trügen lediglich ihre eigene Haut zu Mar». Sie erhielten die „ehrenvolle Haft" der Festungsstrafe und werden wohl ihre vier Jahre so wenig ganz durchhalten müssen, wie seinerzeit die beiden französischen Offiziere Dubois und Daquet, die vor achtzehn Jahren in Leipzig wegen Spionage ebenfalls vier Jahre zudiktiert erhielten und schon nach einem halben Jahre anläßlich der Beisetzung des ermordeten Präsidenten Carnot vorn Kaiser begnadigt wurden.
Es ist aber ein ganz gewaltiger Unterschied, ob ausländische Offiziere auf deuffchem Boden sich Kenntnis solcher Dinge verschaffen, die für den Ausgang eines etwaigen Krieges von Belang werden können, oder ob deutsche Reichsangehörige von einem fremdländischen Agenten (fei es in bestellter oder unbe- austragter GefchästSführung) dahin gebracht werden, ihr eigenes Vaterland zu verraten und sorgsam gehütete Geheimnisse, die ihnen vielleicht nur auf dem Dienstwege zugänglich waren, einer fremden Macht auszuliefern. In diesem Falle wäre es sehr unangebracht, vor- nehme M i ld e walten zu lassen, sondern hier muß die ganze Wucht unserer Gesetzgebung einsetzen. Unsere beutfdje Gesetzgebung ist viel schärfer, als bei der letzten Spionageaffäre erkennbar wurde. Wenn der jetzt in Hamburg verhaftete Engländer behauptet, daß ihn lediglich „private Interessen an Kriegsschiffbauten" dazu getrieben haben, Daten darüber auf deutschen Werften zu fammeln, und daß er diese Daten nicht weitergegeben habe, so schließt das eine energische Strafverfolgung wegen Spionage Weden gegen ihn noch gegen feine Helfershelfer aus; mögen diese auch noch so lebhaft bestreiten, „wichtiges Material" in Händen gehabt zu haben.
Eben weil das deutsche Strafgesetzbuch, das außer der Veröffentlichung von geheim zu haltenden Dingen nut deren Mitteilung an eine fremde Regierung mit Strafe bedroht, sich als unzureichend erwiesen hat, wurde unser besonderes Svionagegesetz vom dritten Juli 1893 geschaffen. Dieses Gesetz ist nicht strenger als die enffprechenden ausländischen Gesetze. ES ist auch nicht etwa einer besonders kriegerischen Laune auf deutscher Seite entsprungen, sondern ngch dem Vorbild anderer Staaten (insbesondere nach dem stan- zöfischen Gesetz vom achtzehnten April 1886) gehalten. Unser Spionageaesetz bedroht schon die einfache nackte .Ausspähung", also das Sichverschasfen des Besitzes oder der Kenntnis militärischer Geheimnisse, flam abgesehen vom Verrat, mit harter Strafe. Schon der Versuch der Anssväbuna ist strafbar, und der Be- weaarund bleibt dabei gam gleichgültia. Die Hamburger Verhafteten erklären, die bei ihnen voroeinndenen Taten über noch im Ban befindliche und eben erst vom Stavel aelaufene Krieasschiffe feien „belanglos", feien alfo keine militärischen Geheimnisse. Selbst wenn dies aber der Fall fein sollte, wird dadurch die Straftat an sich im Sinne des Gesetzes nicht gemildert, und nach der Erfahrung, die man erst kürzlich mit der „Spionage, von Borkum" machen mußte, darf man Wohl erwarten, daß im neuen Hamburger Falle die ganze Sckärfe des Gesetzes zur Anwendung gelangt.
-er-
Schicksal der Völker auf sicherere Grundlagen, als auf die Spitze der Bajonette zu gründen.
Edward Grey (beim Bankett der Internationalen Schiedsgerichtsliga): „Wenn ei» Schiedsgerichtsvettrag zwischen zwei großen Ländern geschlossen wird nach den Grundlinien, wie sie der Präsident der Vereinigten Staaten als möglich entworfen hat, fo lassen Sie ihn von den beiden beteiligten Mächten ohne Hintergedanken abschließen. Die Wirkung des gesetzten Beispiels auf der ganzen Welt würde unbedingt wohltätige Folgen haben müssen. Ein gutes Beispiel fetzen, heißt hoffen, daß Andere ihm folgen werden, jinb wenn andere Großmächte folgen, fo wird es schließlich etwas wie eine Friedensliga geben. Diese Dinge müssen sich jedoch ihren Weg durch ihr eignes Gewicht bahnen . . Die paar Worte repräsentieren den Kern einer weltumspannenden Idee und die tiefste Wahrheit hei darin kristallisierten Gedanken offenbart sich in dem Satz, daß die Dinge „sich ihren Weg durch ihr eignes Gewicht bahnen müssen." Wenn man die Anfänge der Friedensbewegung und die Kindertage der Idee am h e u t i» gen Wertgehalt praktischer Friedensarbeit mißt, ist zu erkennen, daß das Gewicht der Tinge die Entwicklung tatsächlich bereits ein achtenswertes Stück Weg vorwärtsgedrängl hat, und daß auch die Wahrscheinlichkeit besteht, durch das natürliche Bedürfnis auf der Bahn dem Ziel noch näher gebracht zu werden. Diese Entwicklung wird sicher auch das alte Europa im Festlandbereich nicht unberührt lassen, und es wird bann vielleicht doch einst bet Tag heraufdämmern, ber bet Welt die Erfüllung eines langen Sehnsuchtstraums und die Erlösung von jahrhundertlangem Sorgendruck bringt! F. H.
ßnglMtzs Friedens-Sonntag«
(Eigene Drahtmeldung.)
London, 20. März.
Die Mehrzahl der Geistlichen nahm ge- stern die letzte Rede des Ministers des Aentze- ren, Sir Edward Grey, über die Frage des Abschlusses eines SchiedSgerichtSvertra- ges zwischen Großbritannien und den Bereinigten Staaten zum Gegenstand ihrer Predigten. Man begrüße mit Freuden diesen demokratischen Zug zum Frieden und es sei di, Pflicht der Kirche, diese Bewegung mit aller Kraft zu unterstützen. Die Kirche« waren anläßlich der allgemeinen Friedenspredigten (die vorher in allen Gemeinden sämtlicher Konfessionen angekündigt worden waren) Überfüllt, und nach den Gottesdiensten fanden im Hyde- Park große Stratzenansammlnngen statt, die sich zu gewaltigen Demonstrationen für die Friedensidee gestalteten. Die Redner, die die Rede Greys besprachen, wurden von der nach Zehntausenden zählenden Menschenmenge mit Begeisterung begrüßt.
Aus den Tiefen.
Bilder vom italienischen Camorra-Prozeß.
(Von unferm Korrespondenten.)
Viterbo, 18. März.
Das kleine, sonst den Schlaf der Erinnerungen tierträumenbe Eiruskerstädtche« Viterbo wat eine einzige Aufregung, benn es hatte sich auf eine Staffeneinquartierung von fünfzig Advokaten? vierzig Journalisten uni über zwei Dutzend Photographen, ei« halbes Regiment Infanterie (das das ständig garnifo- nietende Regiment verstärkte) und auf ein Bataillon, das aus Carabinieri, Schutzleuten und Geheimpolizisten zusammengesetzt war, ein- richten müssen. Morgens in aller Frühe wurde der schöne, stille Fontainenplatz, an dem das Barfüßerklostet liegt, das zum „Justizpalast' umgewandelt worden, mit militärischen Spalieren bepflanzt, die den Andrang der Neugierigen abwehren sollen. Gegen acht Uhr beginnt das Hin- und Herfahren der grünen Eise« blechwagen, die
die sechsunddreißig Gefangenen abholen sollen, die im Hauptgefängnis S. Marii di Grado vor den Stadtmauern untergebracht sind, während die vier privilegietten Angeklagten, die in andern, Zwangswohnsitz gesickert sind, ber Priester Don Ciro Vitozzi, der Ankläger Abbiatemaggio und. zwei andere, im geschlossenen Landauer herbeigeholt werden. Ällk Delinquenten sind an den Armen gefesselt und dazu noch mehrere zusammen an langet Kette miteinander verbunden. In den Sicker- heitszimmern entledigt man sie ber Fesseln: bann werben sie in ben Sitzungssaal geführt, als welcher bie Klosterkirche bient, wo für die fechsunbreitziq ein riesiger Käfig hetge- richtet ist. während der „Spion" Abbiatemaggio