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Fernsprecher 951 und 952.

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Sonntag, den 19. März 1911

frieden" gebrandmarkt habe.

Albanien im Aufruhr!

reüemtetie.

Die heutigen Morgenblätter enthalten auf­sehenerregende Mitteilungen über einen ern­sten Zwischenfall zwischen den türkischen Be­hörden und dem französischen Konsulat in Konstantinopel. Es handelt sich um folgende Borgänge: Während der Karnevalsfestlichkei­ten verhaftete die Polizei in Beirut einen jungen Franzosen, obwohl er sich auf seine sranzöflsche Nationalität berief und dem türkischen Beamten seine Legitimationspa- Piere vorwies. Der türkische Beamte nahm die Papiere entgegen, zerriß sie vor den Augen vcs Franzosen und erklärte: Gehe hin und sage Deinem Konsul, was ich mit seinen Papieren gemacht habe. Der junge Franz"!! wurde alsdann zur Prügelstrafe verur- teilt Die französische Botschaft in Konstan­tinopel beschäftigt sich augenblicklich mit die­sem Zwischenfall und hat von der türkischen Regierung die notwendigen Aufklärun­gen über diese Angelegenheit, sowie die B e- strafung der Schuldigen verlangt.

Von türkischer Seite wird der Vorfall aller­dings wesentlich anders dargestellt, und unter ändert» behauptet, datz der Franzose, der sich eines Vergehens schuldig gemacht hatte, die türkischen Beamten s ch w e r b e l e i d r g t u n d g e r e i z t h a b e. Die türkischen Behörden ha. ben über den Vorfall sofort eine strenge Un­tersuchung eingeleitet und dem französischen Konsulat ist entsprechende Ausklärung des Fal­les zugesagt worden.

Nach einer hier eingegangenen Forsch« an» Skutari hat sich in zahlreichen Ortschaf, ten Albaniens die Bevölkerung erhoben und den Aufstand proklamiert. Ferner hat sich ein Komitee gebildet, das den Ankauf großer Men- aen von Waffen und Munition vorbereiten soll. Die Mehrzahl der Stämme ist bereits !gut bewaffnet. Die aufrührerische Bewegung I gegen die Türkei hat in einigen Bezirken be-

(Eigene Drahtmeldung.) Rom, 18. Mär,.

SU »Oaffeter Neueste Nachrichten- erscheinen wöchenMch sechsmal und zw-r abend«. Set SlbonnementSpreiS betrügt monatlich 50 Pfg. bei freier Zu. stellung in« Hauch Drucleret, Verlag u. Redaktion: Lchlachthofftraße 28/30. Berliner Vertretung; SW, Friedrichstraße 16, Telephon: Amt IV. 676.

-»nfertionSpreise: SU sechLgespaltene Zeil« für einheimische GeschäfteIL Ps, sür auSwürttge Inserat» 25 % Rellame«eUe für einheimisch« Ge- schüste 40 Pf, für auswärtige 60 PH Geschäftsstelle: Kölnische Straße 5. Berliner Vertretung: SW, Friedrichstraße 16, Telephon: Amt IV, 678.

Der Traum vom Frieden.

Am Scheideweg der Weltgeschichte?« (Privat-TelegLamm.)

London, 18. März.

Der Lordkanzler führte gestern den Vorsitz über eine zugunsten des internationale» Schiedsgerichtsverfahrens in der Eßcy-Halle abgehaltene Versammlung. Er er­klärte in einer Rede, man stehe an einem bc-

zösischen Republik durch einen türkischen Beamten handelt. Ein Spezial-Tele­gramm berichtet uns über den Vorgang sol- «-»»- elni.16»««: $all9| 18.

Abenteuer am Goldnen Horn.

Gin sranzönsch-türkischer Zwischenfall.

(Telegraphifche Meldungen.)

In Beirut hat sich (wie jetzt bekannt wird) vor «intaen Tagen ein Vorfall ereignet, der jedenfalls noch tu diplomatischen Wei-

deutungsvollen Punkt der Weltgeschichte. Er hoffe, es werde tatsächlich ein Wendepunir werden, wenn eine Persönlichkeit in der Stel­lung des Präsidenten Taft so rückhattSlo» für den allgemeinen Weltfrieden und für die Idee der internationalen Schiedsgericht: spreche. Dies erheische auch die Hoffnung der Menschlichkeit. Er (der Redner) billige Str Edward Grey'» Friedensrede rückhaltlos und wünsche, datz der Tag nicht mehr fern sei, wo diese weltbeglückenden Ideen sich verwirNtchen würden. Der Staatssekretär für Irland er- klärte in einer Rede zu Bristol, das Gefühl, das man in England für die Unmöglichlett eines Krieges mit der Union habe, sollte aus Deutschland und die anderen Nationen ebenfalls ausgedehnt werden, denn England wolle und brauche den Frieden und es werde für ewige Zeiten ein Ruhmesblatt in der britischen Geschichte sein, wenn England der Friedens- und Schiedsgerichtsldrr die Wege ebne. Beide Reden wurden von der Versammlung mit B e g e i st e r u n g und lang- andauerndem Beifall ausgenommen.

Es ist eigentlich schade, datz unsere Refor-I matoren nicht auch im Reich der Keil- und Kritzel-Hheroglyphen wirksam fein können, wo der .Aesthetisierung der Schrift- zweifellos ein noch weit dankbareres Arbeitsfeld winkt. Ver­mutlich würde sich indessen dort, unten» Abend-1 schatten der Kultur, tatkräftigerer Widerstand regen als bei uns, wo die Antastung des natio­nalen Ausdruckzeichens kaum die Gemüter bewegt hat. Dennoch erscheint es nicht angän­gig. die Frage einfach und ausschließlich unterm Gesichtswinkel der nackten Zweckmäßig­keit zu betrachten, .tote es von Denen ge­schieht, die dem guten alten Buchstaben deut­scher Prägung bjen Krieg erklärt haben. Es I handelt sich nicht um eine zufällige Aeußerung des Bedürfnisses, oder eine willkürliche Ent­wicklung, sondern um historisch Ge- wordnes und Gediehenes, dessen Eigenart nicht einfach ins Ge­genteil verkehrt werden kann. Es ist ja auch vorläufig nicht zu fürchten, daß dies geschehen wird, denn der Damm ist noch stärker als die Flut; aber schon in dem Streben, den deut­schen Buchstaben in der Vergessenheit zu be­graben, offenbart sich eine Zeitströmung, der im nationalen Interesse nachdrücklich entgegen­gearbeitet werden muß. Der »deutsche Schnörkel- und die .Linie des Germanen- sind Merkzeichen deutscher Art, deren achtungsvolle Schätzung wir uns auch durch die Klügeleien spitzfindiger Aestheten nicht verleiden lassen wollen. F- H-

macht und bereit angebliche .Einkreisungspoli-1 t e r u n g e » Anlaß geben wird, da es sich um tik- man als »die höchste Gefahr für den Wett- eine schwere Seletbnuna f

Bühne und Wett.

Momentbilder aus dem Berliner Theaterleben.

(Bericht unseres Korrespondenten.)

Der Liebling aller Backfische des Berliner Westens und erfolgreiche Darsteller an Mar Reinhardts »Deutschen Theater-, Harry Walden, spielte gestern -eine Rolle" als Kläger gegen das Königliche Polizeipräsidium in Berlin in einer Verhandlung vor dem Be- zirksausschutz. Als seinerzeit der bisherige Direktor des Lustspielhauses in der Friedrich­straße, Dr. Martin Zickel, infolge der Ent­hüllungen über seine Beziehungen zu verschie­denen weiblichen Mitgliedern seines Theaters dessen Leitung niederlegen mußte, trat Harry Walden als Bewerber um den verwaisten S4» rektorposteir auf, und es schien auch, als werd- sich sein Sehnen erfüllen, als . . . die Polizei ihm einen Strich durch die Rechnung machte. Es wird uns darüber geschrieben:

Berlin, 18. März.

Schönheiten erkennen u. (ungeachtet des Genör- gels der Aestheten) aus seiner Form Leben und Inhalt schöpsen will. Datz man von einer spezifisch deuffchen Gebrauchsschrift mit Recht nicht mehr fprechen kann, weil im Schrift­brauch sich das Erbübel der Germanen: Die Vorliebe für das Fremde, ebenso merkbar macht tote beim Gebrauch bei Sprache, ist eine bebauerliche Erscheinung und bestätigt ben al­ten Erfahrungsfatz, baß bet Deutsche bas Na­tionale zu wenig schätzt, und bie aus altehr-1 würbiger Tradition ihm erwachsenden völki­schen Pflichten zu leicht nimmt. Jahrhunderte hindurch wurden in die Weltgeschichte die mar-1 ttgen Züge dotscher Daseinskunde eingegra­ben; die Grötzten unter ben Sterblichen haben Itt der »harten Form' des »deutschen Schnör­kels- den Empfindungen weltbeherrfchenden Neistes kraftvoll Ausdruck geliehen und ine Be­tten unter den Lebenden berühren l» der Schlichtheit und eckigen Gradhett des deutschen Buchstabens eine Ausprägung der charatterrm- fchen Eigenschaften germanischer Art.

Auch daS Parlament, das sich unterdessen zum I Schauplatz deS Linien- und Stilkampfs mtwck- kelt hat, trug Dezennien hindurch den schmerz des .Darbarentyps" in Heft und Buch unbe­wußt und ohne sichtliche Beschwer, und erftin neuester Zeit (die das Aesthetentum m Rem- kultur züchtet) ist dort der Stern des Anstoßes entdeckt und von ernsthaften Leuten^ derr feit same Plan erwogen worden, die «chlichcheu deS deutsche» Buchstabens durch ine -klaffstche Rundung' deS lateinischen Schriftzeichens zu ersetzen. Und seltsamerweise sind grade von dieser-SeiteArgumente für die Berechtigung des Begehr- geltend gemacht word-n, dte des unfreiwillig-komischen Einschlags mcht entbehren. Daß daS Ausland d.o deutf*e Svrache leichter und rascher erlernen werde, wenn man ihm das Idiom der Germ-men in gefälligerm Buchstabengesuge präsentiere daß dadurch gewissermaßen em -Kulturaus' gleich- angebahnt werden könne, war noch da Harmloseste von Dem, das dort r» horeit ,

und eS erscheint deshalb verständlich unb etfot- derlich, daß nunmehr auch die deutsche O e s sentlichkeit zum Wort kommr, um ihrer seitr den vielverlästerten .deutschen ^»o.kel alS eine» Bestandteil deutscher Art für sich zu

berechnet sind. Wir haben deren drei: Gute am Unterneustädter Kirchplatz, die zweite in der Wolfhagerstraße, unweit deS Holländischen Platzes unb die dritte im Stadtteil Wehlhei­den (Rach dem Adreßbuch für 1911; wie ich später aus dem Etat ersah, stnd'S allerdings vier, da noch eine in der Frankfurterstr. errichtet worden ist.) Alle sind jeden Abend von 6 bi» 8 Uhr geöffnet und mit einer Ausgabestelle der städtischen VolkSbibliotbek verbunden. Oder

Buchstabe md Seift.

Der Krieg um dendeutschen Schnörkel". I

Man merkt: Die Ideen werden rar und der i gute Rat wird immer teurer. Und so ist's i denn auch nicht seltsam, daß man, mitten im hitzigsten Etatgefecht, in den Parlamenten deut­scher Zunge Zeit und Muße findet, das altehr­würdige Erbstück der Ahnen, den schlichten Buchstaben deutscher Schrift, im Meer der Kritik zu ertränken. Scharffinige Denker haben (als Resultat haarspaltenden Hirntrai­nings) ergrübelt, daß die deutsche Schrift ei­gentlich gar keine Schrift im klassischen Sin» des Worts, sondern ein übler Notbehelf und eine dürftige Attrappe primitivster Kultur ist. Daß sie ferner die ihr Huldigenden durch den Schnörkelwirrwar physifch quält, unb infolge­dessen ein lästiges Hinbernis auf dem Weg zum Fortschrittsziel entwicklungsftoher Kul­tur darftellt. Die Entbeckung ist nicht ganz neu, und da es sich imgrunde ja nur um einen Brauch und um eine Uebung der Gewohnheit handelt, fo brauchte man sich nicht mal darüber zu erhitzen, sondern könnte es dem Zeitbedürf- nis überlassen, sich bie passenden Formen seines Darstellungsvermögens selbst zu prägen. Es scheint indessen, daß dem Kampf gegen den »Pedantenschnörkel- im deutschen Buchstaben- Schriftzeichen eine im wesentlichen nivellie­rende, von nationalem Empfinden unberührt gebliebene Tendenz zugrunde liegt, deren Gel­tendmachung nach der praktifch-technifchen Seite hin lediglich ein paar ästhetische Küm­mernisse zu stützen vermögen, und bie im übri­gen, gänzlich außeracht läßt, daß auch die Schrift ein Charakteristikum deutscher Art unb ein Bestaubte» germanischer Kultur ist.

Die Aestheten der »Jnternationalität ber Linie- vermissen am bentschen Schriftzeichen die »Klassizität der Form", den »eleganten Schwung deS Stils" und die .Schönheit deS plastischen Bildes-: Alles Dinge, deren Wertge- halt nicht pietätlos bekrittelt werben soll, die indessen bie nationale Qualität ber beut» sche» Schrift ebensowenig minbern, wie etwa der harte Klang der germanischen Laute den Wert ber Muttersprache. Der deutsche Bikchstabe muß, ebenso wie das deuffche Wort, mit deut­schem Auge gesehen unb mit deutscher Seele erwärmt werden, wenn man feine

Waldens künstlerifcher Erfolg und künst­lerische Befähigung wird sicher von niemand angezweifelt. Aber feine vielen Beziehungen zum Ewig-Weiblichen, und vor allem seine Vorliebe zu geistigen Getränken haben ihm stets allerlei böse Streiche gespielt. Oft ver­schwand er kurz vor Beginn einer Borstel- > lung und war tage», ja wochenlang nicht auf- zufinden. Dann hatte er entweder mit einer Dame oder mit guten Freunden ein Auto­mobil bestiegen und war ziel- unb Planlos in bie Welt hinausgesahren. Seine erste Frau ließ sich insolgebessen von ihm scheiden unb seine zweite soll auch oft unter ben Ee- travaganzen deS Künstlers gelitten haben. Bei Max Reinhardt stand er zuletzt mit einet hohen Summe im Vorschuß unb so mußt­et darauf bedacht fein, sich noch größere Ein- nahmequellen alS bisher zu verschaffen. Diese sollten ihm der Direktorposten am Lustspiel- hauS verschaffen, aber daS Königliche Poli­zeipräsidium hielt ihn auf Grund seiner zahl­losen Seitensprünge aus früherer Zeit für nicht so zuverlässig in artistischer, sittlicher und auch materieller Beziehung, wie eS bet Paragraph zweiundbreißig der Gewerbeorb.

nung erfordert. Das Präsidium deutete fo- 8e8g einen derartigen Umfang angenommen, gar an, daß Walden auch gegenüber dem Pa- eS ber türkischen Regierung sehr schwer ragraphen hunderffünfundsiebzig des Straf-1 .cen totrs bie Bewegung zu unterdrücken. gesetzbuchS nicht ganz standfest gewesen fct, ' Aufrührer haben eine provisorische Regie- unb verweigerte auS allen diesen Grün- Albanien ernannt, den die Konzeffion.Daraufhin strengte Harry lr 8 ----------

Walden durch Justizrat Dr. Michaelis dir r u »

Klage gegen bas Polizeipräsidium auf Er- Wlt VttllCl lfc|u

teilung der Konzession an. 3n bet gefingeit besuch der städtischen Lesehallen,

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sehr eingehender Weise erörtert. In sitt-1 unfa Dreiben (dem der Großstädter nun ein- lich er Beziehung wurde aus feine* man- maI ausgesetzt ist) »Zeit Geld ist-. Der Buch- chetlei Verhältnisse, auf feine Scheidung von I haltet, ber ins Geschäft fährt, oder aus dem der ersten Frau und auf Anderes mehr Be- Bureau seiner Wohnung zustrebt, liest die neu- zug genommen. In künstlerischer Beziehung efte Zeitung, die junge Verkmifttin hott aus wurde feine souveräne Verachtung der bin bent unvermeidlichen Handtaschchen einen klei ^m abaeschlossenen Kontrakte hervorgeho- »en Banb lyrischer Gedichte oder eme Liebes- L und ffSte^iebu»? wuroe er- «Wfejg»Ä ho« bT^Äenb wiesen, daß er trotz einer Monatsgage vc» großen Hauses mit einer Nick Carter-Ge- fünftaufenb Mark bet Max Reinhardt e» tu » ilt ber Hand, 's gibt ja auch in bet

kurzer Zeit auf einen enormen Vorschuß ge- ^otzstadt so viel Gelegenheit, Büchet zur Ver­bracht habe. Demgegenüber berief sich Wal- treibung der Langeweile, oder Zeitungen mit den auf Zuschriften von Adele Hartwig, von 6en neuesten Nachrichten zu erstehen. Auf ie- Dr Rudolf Presber, von Hans Sremurt, hem größeren Platz oder in lebet gröberen Dr John Lehmann unb Justizrat Dr. Bern- Straße finbet man Zeitungskioske, bie £efe unb menschlühen Qualitäten anerkannt wer- einen Maßstab legen wollte, so

ben. kann man es eigentlich nur halb zur Grotz-

Nach längerer Beratung kam das Gericht ftabt rechnen, obwohl es seiner Einwohnerzahl zu dem Beschluß,, in eine Beweisausnahme Inad) mit in der Reihe der Großstäbie zu r-- über bie sittliche Zuverlässigkeit girieren ist. Wie liest Cassel offent- bes Klägers einzutreten unb zu biefem Zweck ^ich? In ben Straßenbahnwagen nicht, oder ! bie bekannten Psychiater Geheimrat Eulenburg nur ßOn, selten, trotzdem Zeitungskioske tn unb Sanitätsrat Dr. Kaiser als Zeugen zu la- Dassel vorhanben sinb. Keineswegs sei bannt ben. Die Verhandlung wurde zu diesem Ve- »esagt, daß den Caflelanern »Zeit kein Geld Huf auf unbestimmte Zeit vertagt. Wie vcr-1 bedeutet; daß sie im Straßenbahnwagen nicht lautet, will da» Polizeipräsidium eine die Kon- lesen, hat wohl feine anderen Ursachen, btt zeflionsverweigerung aus ben angeführten h^r nicht erörtert werben follem ' lUmftänben eingehend begründende Beweissüh- liest aber nun Cassel onentttch? »ch

rung antreten, und es steht also abermals ein ^en städtischen Lesehallen vor allem. Theaterprozeß bevor, ber auf die Zusammen- ^te breite Masse unserer Bürgerschaft

Ihänge zwifchen »Bühne unb Wett" sicher intet«1 - * S»T* Srei*

I essanie Schlaglichter werfen wird. -er-

Sie Kirche fiir de» Friede«.

(Privat-Telegramm.)

London, 18. März.

Wie die »Westminster Gazette" mitteili, I planen bie englischen Kirchengemein- schäften eine große gemeinsame D e m o n - st r a 11 o n, um die allgemeine Billigung ber I von Sir Edward Grey gehaltenen Friedens- rede auszudrücken. Der Sekretär des nativ-1 nalen freien Kirchenrats, Referent Meyer,! erklärte einem Vertreter des genannten Blat­tes, es fei gute Aussicht vorhanden, datz ein Zusammenwirken der freien Kirchen mit ber anglikanischen und römisch-katholischen Kirche und ber jüdischen Synagoge zu diesem Zweck zustande kommen werde. Die Alberthalle und die Queenshalle seien bereits für eine Massen- I Versammlung ber Kirchen bestellt. Der nächste

Sonntag werde im ganzen Lande durch Be- j -ugnahme auf Greys Friedensrede zu einem großen Friedenssonntag gestempelt werden. Die Friedensbewegung gehe über ganz Eng­land wie eine große atlantische Flutwelle, und es sei das aufrichtige Empfinde» eines großen, friedliebenden Volkes, das sich in die­ser gewaltigen Bewegung für den allgemeinen Weltfrieden auspräge. England dürfe den Ruhm für sich in Anspruch nehmen, der eigent­liche Bahnbrecher auf dem Weg »um -Fried-n auf Erden" gewesen zu fein; dasselbe Eng- land, dem man noch vor kurzer Zett die «Schu- 'runo eine» Weltbrande»- rum Vorwurf ge-