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1. Jahrgang

Nummer 81

hessische pbencheitung

Casseler MendMung

Fernsprecher 951 und 982.

Donnerstag, bett 9. März 1911

Die .Casseler Neueste Nachrichten" erscheinen wöchentSch sechsmal und zwar abends. DerAbonnementSpreiS beträgt monatlich50Pfg. bet freier Zu- stellnug i»S HanS. Truckerei, Verlag u. Redaktion: Schlachthofstratz« 28/30. Berliner Bertretnng; SW, tzriedrichstratz« H Telephon: Amt IV, 676.

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Fernsprecher 951 itnb 952.

^ntertionSvretse: $>te sechSgespattene Zeil« für einheimische Eeschäfte» $f- Inserat- 25 % Reklam-zeil- für -vihetmtsch« »o. toiftetoW für auswärtig« 60 Ps. «eschästSst-lle- »älntsche Straßeä. SW, Friedrichstraße 16, Telephan: Amt IV, 676.

in

der

Folgen des Verhältnisses zu beseitigen? Eine

ruhigen.

Der nationalliberale Kandidat Dr. Thoma

Wurde.

teibeschluß) säst einstimmig für den natio­nalliberalen Kandidaten.

An neuer Marokko-Krieg?

Die Lage äußerst ernst!" (Eigene Drahtmeldungcn.)

Sie Zmmenstädker Wahl.

Rationalliberaler Sieg am Bodensee.

bet Nachsicht, die Frau wird nach dem alten Rezept Dumas:tue-la !* bestraft, verdammt. So ging es achtzehnhundertsechsundneunzig mit der großen Dichterin Gräfin Lara, dm ebenfalls von ihrem Liebhaber, der @clb brauchte, getötet wurde. Sie war in rhrer^zn- gend an einen adligen Neapolitaner und Ber- saglierekapitän verheiratet, der die zarte emv- findsame Frau vernachlässigte. Ernes ^ages verliebte er sich in seiner Gattin.Kammerfrau, und, als er zudringlich wurde, riet»otefe au-. .Mann und Frau sind doch die gleichen. Dar auf bedrohte er die Zofe und drefe gestand, daß

ihre Herrin anderwärts sich tröste.

Was tut der Kapitän in seiner theatralischen Weise« Er überwacht die Gattrn, und als er eines Tages erfährt, wann und wo sie ein Stelldichein hat, ladet er seine Kameraden in sein Haus. Er selbst überfällt die Schuldige, zwingt sie, mit ihm nach Hause zu fahren, und zeigt sie dort den Kameraden mit den Worten: .Das war einst meine Frau, setzt ist sie eine Dirne. Da habt ihr sie! Hier­mit hatte er nach dem modernen Sittenkodex seine »Ehre" als Mann und Militär wiederoer­gestellt. Tie verstoßene Frau nahm würdevoll keinen Pfennig Geld von ihrem Mann und ^er­nährte sich unter falschem Namen von der Fer der. Als sic alterte, näherte sich ihr

zur Urne gedrängt. Die Sozialdemo­kraten stimmten (entsprechend dem Par­

ahnen und die Schuld, die da dem Auge der Menschlichkeit erkennbar wird, wächst riesen-

Yen: Bock, der Hauptübeltäter, bleibt vorm Zuchthaus bewahrt und sein Mitangeklagter, gegen den der Staatsanwalt, als schwerer Schuld dringend verdächtig, lange Gefängnis­strafe beantragt hatte, geht als Freier und Richtschuldig-Befundner aus dem Tempel dei Gerechtigkeit beim. Die Milde des Urteils dar überraschen: Der Rektor einer Schule, der das in ihn gesetzte Vertrauen in niedrigster Weise mißbraucht, seine amtliche Autorität zur Be­friedigung gemeiner Lüste geltend gemacht und manches junge Menschenleben gewissenlos ver­giftet hat, ist dem Gerichte minder schuldig er­schienen, als der Sittlichkeitsverbrecher ge­wöhnlichen Typs, und dem Verurteilten ward ohnehin die Vergünstigung gewährt, daß der gegen ihn erlassene Haftbefehl auf Antrag des Verteidigers widerspruchslos aufgehoben, und fast die ganze Dauer der Untersuchungs-

Rach einer Depesche desMatin" aus Fez hat zwischen scherifischen Mahallas «nd den Aufständischen am Mittwoch eine Schlacht stattgefunden. Der Angriff wurde durch den rebellischen Tribus der Scheardas geleitet. Die Rebellen wurden nach kur­zer Zeit geschlagen und hatten große Verluste an Toten «nd Gefan­genen. Einzelheiten über die Kämpfe feh-

Der Tod am Aschermtttwochtag.

(Privat-Telegram m.) 1

Wie uns ein weiteres Telegramm unseres Krefelder Korrespondenten mitteilt, ist der an­gebliche (zum mindesten aber noch unaufge­klärte) Selbstmord des Husaren Spohr vom elften Husaren-Regiment am Aschermittwoch erfolgt, nachdem Spohr, der ohne Urlaub die Kaserne verlassen hatte, bei der Rückkehr von Kameraden bedroht und anscheinend auch mißhandelt worden ist. Ob diese Miß­handlungen mit dazu beigetragen haben, Spohr in den Tod zu treiben, ist noch nicht festgestellt. Die Militärbehörde hat eine ein­gehende Untersuchung etngeleitet.

Bock legt Revision ein!

(Telegramm unsers Korrespondenten.) Berlin, 8. März.

len noch.

Wie uns ein weiteres T e l e g r a m m be­richtet, hat Mulay Hafid zahlreiche Fuhrer der großen Stämme gegen sich; Außerdem herrscht bei ihm ständlgeGeldknavphe, dagegen hat er den Vorteil, sämtliche Kmds d^s Südens auf seiner Seite zu haben. Diese Kaids

ein stellungsloser Literat und heuchelte, um auf ihre Kosten zu leben, Liebe. Als sie ihm aber nichts mehr gebe« konnte..^, ermord ete er Ire, Es ifi immer

groß empor.

Drei Jahr nur ward der Sünder von der Ausübung öffentlicher Aemter ausgeschlos­sen, und bei seinem Mitangeklagten war auch diese Sühne nicht einmal möglich, da das Ge­richt nach Lage der Prozeß-Situatton zu einem Freispruch kommen mußte. Man darf aber wohl erwarten, daß die Aufsichtsbehörde dafür j Sorge nagen wird, die Jugend nie mehr den Gelüsten dieser beiden Schänder beruflicher Standesehre auszusetzen, denn der Mitange­klagte Knöfel hat den Gerichtssaal zwar als Freigesprochner verlassen dürfen, aber der Freispruch bedeutet auch für ihn keine Peini­gung von schwerem Verdacht, und das, was das Strafgericht mangels gesetzlicher Handhaben nicht vollenden konnte, wird hoffenflich die DisziPlinargerechtigkeit umso nach­drückliche: nachholen. Die Oeffentlichkeit hat em berechtigtes Interesse daran, daß dies ge­schieht, denn der Staat muß in der Lage sein, Gewähr dafür leisten zu können, daß die Ju- gend im SchM-u» vo- d-° WM

Rektor Bock.

Ein Jahr und drei Monate Gefängnis!

Berlin, 8. März. (Telegramm.) Im Prozeß gegen den Rektor Bock wurde gestern nachmittag folgendes Urteil gefällt: Der Angeklagte Bock wird unter Freisprechung von den übrigen Fällen we­gen zweier vollendeter Fälle und eines ver­suchten Falles des Verbrechens gegen die Sittlichkctt zu einer Gesamtstrafe von einem Jahr drei Monaten Gefängnis verurteilt, von denen sechs Monate durch erlittene Untersuchungshaft als verbüßt angesehen werden. Auch wird ihm die Fähigkeit, öf­fentliche Aemter zu bekleiden, auf die Tauer von drei Jahren abgesprochen. Der gegen ihn erlassene Haftbefehl wird aufgehoben. Der Angeklagte Knöfel wird freige- gesprochen.

Die beiden Sünder können von Glück sa-

Depeschen aus Paris zufolge sind dort gestern im Ministerium des Aeußern Depeschen eingetroffen, die die Lage im Zentralgebiet -Marokkos al- »äußerv e t-n.fi bezeichnen.

(Telegraphische Meldungen.)

In Jmmenstadt-Lindau, dem zu einund­neunzig Prozent katholischen bayerischen Mahlkreise am Bodensee, hat am Dienstag die Neichstagsstichwahl stattgefunden, und ihr Ergebnis ist der Sieg des nationallibera­len Kandidaten Dr. Thoma. Ein Tele­gramm meldet uns:

Jmmenstadt, 8. März. (Privat-Te- legramm.) Bei der gestrigen Reichstags­stichwahl wurden für Dr. Thoma (nat.- i lib.) 14 386 und für Emminger (Ztr.) 12474 Stimmen abgegeben. Dr. Thoma ist somit gewählt. Die Wahlbetefligung war eine außerordentlich starke und von beiden Seiten wurden saft alle verfügbaren Wähler

Rektor B o ck ist, entsprechend dem gestrigen Urteil der Strafkammer des Landgerichts ll, noch gestern abend aus der Untersuchungshaft entlassen worden, und hat fich zu keiner Familie begeben. Er wird von seinem HauS- arzt der ihn schon im Untersuchungsgefängnis ? . ,7._____«t>nn?«erltan =

rechnet wird. In der Begründung des ausfäl­lig milden Urteils wird ausgesührt, daß die durch Sachverständige bekundete erbliche B e l a st u n g die Schwere der Straftaten menschlich milder erscheinen lasse, und daß au­ßerdem auch die Beweisaufnahme ergeben habe, daß manche Aussagen der als Zeuge ver­nommenen Kinder stark 2 b er tri e b en ge­wesen seien. Beim Mitangellagten Kno- f e I dagegen handle es sich nur um zwei Jimi- rechtlich zu ahndende Fälle, in denen indessen das Erfordernis der Strafantrag-Stellung nicht

und zan Die ganze iuuu ,77 geno tiu w--- --- - y ,

hast auf die erkannte Straf als verbüßt ange- Entsittlichung bewahrt bleibt. Das Urteil im

tigkeitsempsinden des Volks ^"kaum ver­standen werden, und wenn es lau eNiden Wett haben soll, dann wird es erforderlich sein, daß die Lehren, die der peinliche Prozeß der Schulverwaltung nach mancherlei Rich- tuna hingebracht hat in der Praxis die ge­bührende Beachtung finden!

,, s._ u-n.lDie sämtlichen Stämme in der Umgebung von

se«. Der letzte 3entrumSabgeDtbnetc toai ber Hverrat begangen. Inzwischen - zweiten^Aanuar dieses Jahres^verstorbene . . -id) bereits zwischen den Truppen

'Sultans und den Aufständischen, ernste Kämpfe abgespielt zu haben. Ern Spe- rial-Telegramm berichtet uns darüber.

* Paris, 8. März:

tDcfett fein!

Daß der Gerichtshof die Aussagen der-pjer des Sünders sorglich auf .ihren Gehalt gewogen hat, war: leine Pflicht,. und es ist vsychologifch auch verständlich, daß stch ?,ro fchen der Wirklichkctt und den Bekundung^ gesiegt" und"damit dem Zentrum die

kindlichen Empfindungs- un f haben, sen bisher zum sichern Patteibe,in gerechne- mögens tatsächlich Gegensatze ergeben h s b sh^ In der Hauptwahl am

denn in der Mehrzahl der Falle vane fünfunbtoan.igrtcn Februar waren Rationa -

Bock-Prozeß Kinder (zum Teil erst «n ^crale mil 10 633 Stimmen und Zentrum mH

Grenie der Pubertät stehend) über Begeb-n ^ ^ um runb 1200 Stimmen ausernan- heiten auszusagen, deren Wesensart ihrem L $en Ausschlag haben die Sozi al de mw

geschickt zu verbergen. Die privaten Lieb­schaften scheinen dem jungen Soldaten. schließlich über den Kopf gewachsen zu sein. Voll), weil das Opfer seiner Erp ffug«

Spohr (wie das Gerücht geht) von Karne- ' überaus tragischen Fall raden erschlagen und dann ausgehängt wor- , l phiert worden, daß man mir Einzelhei­den, oder einem andern Verbrechen zum I erlassen wird; indessen bietet der Fall An- Opfer gefallen sei. Spohr hat stch höchst ^tz zu einigen allgemeineren Erörterungen. Er kunstgerecht selbst erhängt. Die Besichtigung erinnert sofott au einen k^hereii Mord, ^v^^ durch die Gerichtskommisfion hat teineStmr chw Zeichen

äußerer Gewalt gegeben, die den Tod her-1 » hoppelten Männermoral) die ganze

beigesührt haben könnte. Es bleibt also nur Herrenwelt auf Seiten des Mörders, und nur die Annahme übrig, daß Spohr Selbst-! dieDamc n bedauerten deflen Obfer. Au.) inord verübt hat, ioei l Iunö tbic Verirrung dem Gat- zweifetten Lage keinen Ausweg mehr sah. LTbÄSw« Sm^

Der Vorfall gewinnt nach dieser Dar- in Schuhe schieben. Er war zuerst stellung (die unserm Korrespondenten von Mi- und zwar in zahlreichen eklatanten Fal- lilärischer Seite zugeht) allerdings ein andres et'Hc6 die liebebedürftige Frau Ansehen; da von den Krefelder Blattern aber einsam und liebeleer,

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klänmg' des Falles erfolgt, der im Jndustrie- bezirk das höchste Aufsehen erregt und Anlatz zu den abenteuerlichsten Gerüchten gibt, die die Oeffentlichkeit in bedenllichster Weise beun-

erfüllt sei.

Infolgedessen war,wie geschehen, zu er­kennen Daß der Hauptübeltäter Bock erblich belastet ist, haben mehrere Sachverständige übereinstimmend bekundet: An der Tatsache nt also füglich nicht zu Zweifeln, und die Beweis- bat ia aulh die fcltfatne ~ie 1 lassi» w* i«,*« -** * M

sestqestellt, daß der jetzt am Ende des fünften &efud)t hatte, wegen seiner Mageuerkran- Lebens Dezenniums Stehende bereits als Semi- roeiter behandelt. Bock hat übrigens

narschüler eine stark krankhafte sexuelle Veranla-1 )eincu Verteidiger beauftrag, gegen das Urte nnna offenbart hat, die ihm bei den Mitschülern Revision beim Reich s gertcht anz den bezeichnenden NamenMädchmangst" ein- metocn, da er nach wie vor behauptet, un- trug. Der Mann nun, der als 3*gbd{^utt)ig zu sein, und m einem neuen B reits wider die Gesetze der Sittlichkeit fehltt faf)ren durch weiteres Eutlastungsmatettal (nicht aus verbrecherischer Absicht, sondern aus Freisprechung zu erziele« hofst. vererbt-krankhafter Anlage), bat Jahrzehnte hindurch als Jugendbildner _ gewirkt, ob ne I daß seiner vorgesetzten Behörde von der denflichen Eigenart seiner sexuellen Mbwe das gerinaste bekannt war; würde vermutlich amh heut noch in Amt und Würden stehen, wenn der Lärm der Snaßenentrüstung, die ^bern und den Staatsanwalt nicht ausgescheuch -ba - te In der so oft (und mit vielem Recht» ver dämmten .Konduitenlisten' die auch imj Schulreich üblich und gefurchte sind, wiid über das winzigste Nichts im Dasein des Beamttn Buch geführt, und mancher Tüchtige stolperte schon über den leisesten Federstrich des M ß- Hauens in dieser .CHronikderHeimlichkeiten- Tas Wichtigste aber, das C har alt stische im Charakter und Seelenbilv> des Menschlichen scheint für dieKonduitenliste Zbst in der Sammeltubrik .Bemerkungen^ überflüssiges Beiwerk zu fein. Wär s anders. Der .Fall Bock" würde nicht zu beflagen g -

,-niv,»«- di- d« r-i.h-s.->-A-»,l»,d--.S«^L'L?Sa. fache unerläßlich gewefen fein: P f $ $ 0 , ie/B roai o gisch aber erscheint sie nicht ungewöhnlich,Ibaf)in toat et und es ist ferner auch zu beachten, daß die et» k. - gentliche Schuld des Rekwrs und Schulvor- tehers nicht in den Verbrechen a n f i ch und in Privatier Alois Schmid tn ^mmenstadt. ihren Augenblickswirkungen, fondern --,----

ihren weitern sittlichen Wirkun-

aen und in der Seelenvergiftung MNk YUfk!rell--Lrl»»vmr.

frivol Angetasteten zu suchen ist. Selbstmord oder Verbrechen?

Da die Beweisaufnahme unter streng- (Eigene Drahtmeldungen.) stem Ausschluß der Oeffentlichkeit erfolgt Krefeld kommt die Kunde von

ist, läßt sich die Tragweite der Verbrechen tragischen Vorfall, der in den Einzel- nichi mit Sicherheit abschätzen, sie latzt sich aber weiten jedenfalls noch der Aufklärung bedarf- .. ------- M"'"' SeTt Nach den vorliegenden Meldungen soll ein

beim Krefelder Husaren-Regiment dienender Soldat von seinen Stubengenossen zu Tode mißhandelt und die Leiche dann aufge- hängt worden sein, um den Anschein des Selbstmordes zu erwecken. Amtlichersetts wurde festgestellt, daß tatsächlich ein heftign Streit stattgefunden hat, so daß sieben Sol­datenverhaftet wurden. Die Zeitungen verlangen energisch eine Erklärung des Regi­ments, ob die Meldungen den Tatsachen ent­sprechen. Ein Telegramm unseres Krefelder Korrespondenten berichtet uns über den aus- nQ 0 -------- ~ -

sehenerregenden Vorfall folgende Einzelheiten. einen großen Einfluß bei ihren

Krefeld, 8. März. Stämmen. Gestern abend ging tn Paris das D« ««-»Id, M $«« "Mn« «"«« dl- an(.

ist der Husar Spohr vom hiesigen H«s°- g^. d vorgeschickt worden war,

tenregiment, der sich bei seinen Kameraden ^geschlagen und der Komman- keiner sonderlichen Beliebtheit erfreute, mti> bont felbft getötet wordm sei Dieses der sich vor längerer Zeit auch mit seinen Gerücht hZ aber.b.s ietzt keine^^- Angehörigen entzweit hatte weil er emen funden.^ Es M Jofid^ stark erschüttert allzu lockeren Lebenswandel Mtte. aIS tftp uttb daß U eb erraschung en jeden junger Mann hatte er schon zweiBräute Augenblick zu erwarten sind.

mit zwei Kinder«. Beim Regiment -------

I konnte er sich schwer an die Disziplin ge- SÄheittt

I wöhnen und war schon öfters über Urlaub 6Ed

ausgeblieben. Auch in Krefeld hatte Spohr yor und nach dem Tttgona-Drama. weiblichen Verkehr und auch hier sieht eine (3$on unferm K orrespondenten.) Braut von ihm der Gebutt eines Kindes Rom, 6. März,

entgegen. Das bedauernswerte Mädchen Die Bluttat der letzten Woche, der eine erwartete natürlich eine spätere Heirat, daIberaöttertc Hofdame zum Opfer fiel, hat sie von Spohrs Vorleben nichts wußte. ganz Rom, nein, ganz Italien in Auf-

Spohr soll dieser Braut geraten haben, die regung versetzt; denn zwei Kreise, die bisher Folgen des Verhältnisses zu beseitigen? Eine über dem Gemeinen zu steh^erl^cki ^^^«0^! schwere Geschlechtskrankheit wußte Spohr Iund Armee,^ b sich nach der

I »i- 1 VOx populi tion einem gewöhnlichen .sonteneur

nicht unterscheidet. Er mordete (so sagt das