Rr. 79. — i. Jahrgang.
Casseler Neueste Nachrichten
Handelszeitung
Das
beide für nichtschuldig erklären. In der
Be
werben.
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alle ins als
in
§
A«r der Heimat.
Marburg contra Frankfurt.
Marburg. 6. März.
Es fragt sich, was die beteiligten Faktoren, Landtag und Staatsverwaltung, zu der Regelung der Angelegenheit sagen. Ob der Kultusminister einverstanden ist, ist höchst fraglich: er hat bekanntlich die Frankfurter seinerzeit auf die Forschungsuniver- sität verwiesen. Davon wollen nun die geschäftsklugen Frankfurter nichts wissen. Uns Marburgern ist gegenüber dem Frankfurter Projekt der Weg klar vorgezeichnet. „Die Frankfurter Universität kommt", sagen ihre vielen Freunde hie und da, und sie haben natürlich recht. Das ist ja auch gar nicht die Frage. Wie sie kommt, darau'
Weisaufnahme wurde unter anderm ein Bekannter des Angeklagten Bock vernommen, der diesen einigermaßen entlastete. Bock habe Wohl manchmal, wenn er ehemalige Schülerinnen auf der Straße traf, diese mit ins Cafs genommen und ihnen eine Tasse Chokolade angeboten, es sei aber nicht zu unsittlichen Vorkommnissen und auch nicht zu unanständigen Redensarten gekommen. Weiter wurden in der Sonnabend-Verhandlung einige Verwandte des Bock vernommen, um für die Frage Material zu schaffen, ob auf Bock vielleicht der strafausschließende § 51 Anwendung zu finden habe. Es wurde behauptet, daß Bock schon in der Jugend zu sexuellen Ausschreitungen neigte: auf dem Seminar batte er deshalb den Spitznamen „Mädchen- angst" erhalten. Die Verhandlung wurde sodann auf Montag vertagt. -er-
kommt es an. Und da müssen wir Hebel in Bewegung setzen, daß sie so Leben tritt, daß sie unsere Rechte Landesuniversität der Provinz
keiner Weise verletzt. Insbesondere werden wir auch bei den Parteien des Landtags darauf hinwirken müsse«, daß die „amerikanischen" Gelduniversitäten L la Frankfurt in möglichst unschädlicher Form sich auftun. Und da läßt sich sehr wohl etwas erreichen.
Daß die Marburger Besorgnisse nicht grundlos sind, ist klar, denn die kleine hessische Landesuniversität würde natürlich unter der Konkurrenz der nachbarlichen Großstadt-Universität erheblich zu leiden haben. Wie die Dinge aber nun einmal liegen, ist's zum mindesten fraglich, ob die „maßgebenden Faktoren" auf die Besorgnisse der Marburger Rücksicht nehmen
Die deutsche Schwimmsport-Premiere. Das internationale Wettschwimmen des Berliner Schwimm-Klub, mit dem am heutigen Sonnabend die Schwimmsaison iroffnet wird, hat eine erstklassige Besetzung gründen. In den Seniorstafetten treffen die er- ren Mannschaften des Hellas-Magdeburg und des Poseidon-Berlin zusammen. Dagegen sind die Bruststafette um den Kronprin- zcnpreis und die zweite Bruststafette nur schwach besetzt, da der Verteidiger, der Alte S.-V. Bres- lau, nicht am Start ist. Im Springen konkurrieren der österreichische Meister Valentich. Kühne (Poseidon-Berlin) und Arndt (Schöneberger S.-V.) Die Wiener Amateure prelen am Sonnabend geen den Berliner S.-K. und am Sonntag gegen Germania Wasserball.
Ein neuer „Ozean-Flug". Einem uns aus New York zugehenden Privattelegramm zufolge verlautet dort, daß I r w i n g Twoinbly, ein reicher Ingenieur, einen sehr originellen Flug über den Ozean plane. Er will nicht von Küste zu Küste fliegen, sondern unterwegs mehrere Stationen machen, Hu diesem Zwecke wird er drei oder vier Dampfer mieten und sie mit einem Landungsdeck ausüat- ten. Diese Schiffe werden dann an gewissen Punkten im Ozean Stellung nehmen. Die Flugmaschine wird sich auf dem ersten niederlasten, das Brennmaterial erneuern und dann zu dcrn- elben Zwecke von einem Stationsschiff auf das andere „hüpfen" bis die europäische Küste erreicht ist.
tors Ohm hatte der Nervenarzt Dr. Voß sich bekanntlich früher über die Geistesbeschaffenheit Ohms gutachtlich geäußert. Jetzt hat er den Antrag gestellt, Ohm zur weiteren und genaueren Untersuchung einem Sanatorium zu überweisen. Ueber den Antrag hat die Beschlußkammer des Landgerichts noch nicht entscheiden können, weil Ohm die zuständigen Mitglieder als befangen abgelehnt hat.
S? Magdeburger Bergwerksaktien - Gesellschaft. (Spezial-Telegramm.) Nach Dotierung verschiedener Fonds ist ein Reingewinn von 1050 000 Mark gegen eine Million Mark im Vorjahr erzielt worden, davon soll eine Dividende von 35 Prozent (33% Prozent im Vorjahre) zur Verteilung kommen.
8$ Tonwerkc Jndustric Wiesloch. (Spezial-Telegramm.) In der heutigen Sitzung beschloß der Äufsichtsrat, die Verteilung einer Dividende von 6 Prozent (5 Prozent im Vorjahre) nach reichlichen Abschreibungen in Vorschlag zu bringen.
S? Nordhausen - Wernigeroder Eisenbahn. (Spezial-Telegramm.) Aus Verwaltungskreisen wird mitgefeilt, daß die Dividende für das am 31. März zu Ende gehende Geschäftsjahr auf 3% bis 3% Prozent (gegen V/. Prozent im Vorjahre) geschätzt wird.
Der Kwilecki-Prozeß vorm Reichsgericht. Einem Telegramm aus Leipzig zufolge wird im Prozeß Kwilecki wegen Herausgabe des kleinen Grafen, der jetzt die Obertertia des Breslauer Magdalenen-Gymnasiums besucht, die Verhandlung vor dem Reichsgericht erst i m M a i stattfinden.
H »Der gefesselte Spötter" konfisziert! Man chreibt uns aus Berlin: Das jüngste Werk des Satirikers A. O. Weber: „Der gefesselte Spötter" hat seinen Titel und sein Titelbild zur Wahrheit gemacht: Es ist wirklich „gefes- elt", d. h. konfisziert worden. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde in den Räumen der Weber-Haus-Verlagsgesellschaft Haussuchung gehalten und danach die aufgefnn- denen Bestände des Werkes versiegelt. Gegen A. O. Weber sowohl wie gegen den Maler
Sie heutige Fondsbörse.
(Telegramm unsers Korrespondenten.)
Von der heutigen Berliner Montagsbörse wird uns depeschiert: Heute fehlt es der hiesigen Börse an jeglicher Anregung, sodaß sich die Spekulation von Beginn an sehr zurückhaltend verhielt. Die Kurse zeigten auf allen Gebieten nur ganz geringe Veränderungen, doch war die Tendenz im allgemeinen eine ziemlich gut behauptete. Es war das Gerücht von der Verlegenheit einer großen Bankfirma, die in der Provinz zahlreiche Depositenstellen unterhält, im Umlauf. Die Tendenz am Montanmarkte war nicht einheitlich. Phönix die anfänglich ein Viertel Prozent niedriger einsetzten, konnten später wesentlich anziehen. Von Transportwerten waren Amerikaner schwach. Auch Warschau-Wiener setzten ihre Abwärtsbewegung fort, während die übrigen Werte dieser Kategorie ihren Kurs gut behaupten konnten. Der Bankaktienmarkt war ebenfalls gut behauptet.
gf Kaliwerke Hattorf, A.-G. (Telegramm rnsers Korrespondenten.) Die Aktiengesellschaft Kaliwerke Hattorf beschloß, der demnächst statt- sindenden Generalversammlung die Verteilung einer erstmaligen Dividende von acht Prozent vorzuschlagen.
gf Ohm im Sanatorium? (Telegramm un- jers Korrespondenten.) Aus Dortmund wird uns depeschiert: Auf Veranlassung des Verwalters des verhafteten Bankdirek-
Die Bank für Handel und Industrie.
(Von unserem Börsenmitarbeiter^
Berlin, 6. März.
Ebenso wie bei der Deutschen Bank bringt ver Abschluß der Bank für Handel und Industrie (Darmstädter Bank) eine Kapitalserhöhung. Das Institut hatte im vergangenen Jahr zur Ueberleitung der Bayerischen Bank für Handel und Industrie sein Kapital Um 6 Millionen Mark (auf 160 Millionen Mark) erhöht, und die Ursache für das Unterbleibe« der diesjährigen Kapitalserhöhung dürste in der Erwägung zu suchen sein, daß bei der Ausgabe neuer Aktien dem Reservefonds kaum ein namhaftes Agio zufließen würde.
Der Bruttogewinn beläuft sich diesmal auf 23,7 Millionen Mark gegen 22,6 Millionen Mark im Vorjahr, zeigt also in Anbetracht der Äapltalsvermchrung keine besondere Zunahme Im einzelnen zeigt sich auch bei der Darmstädter Bank eine Steigerung des Ertrags an Zinsen von 6,7 Millionen Mark auf 7,9 Millionen Mark und an Provisionen von 6,8 Millionen Mark auf 8,5 Millionen Mark, Schon die Valutengewinne sind aber von 882 000 Mark auf 837 000 Mark zurückgegangen, der Gewinn aus Effekten sogar von 3,1 auf 2,3 Millionen Mark unb aus Finanzgeschäften von 4,247 Millionen Mark auf 2,41 Millionen Mark. Des weitern wird die Steigerung des Gewinns an Zinsen und Provisionen herabgedrückt durch die Verminderung der Erträge aus dauernden Beteiligungen von 1,7 auf 1,26 Millionen Mark. Dies erklärt sich aber daraus, daß die Aktien der bayerischen Bank für Handel und Industrie durch die Uebernahme aus dem Portefeuille der Darmstädter Bank verschwunden sind. Von den Geschäftsunkosten haben die Gehälter und Tantiemen eine Zunahme von 6,9 auf 8,6 Millionen Mark erfahren. Die übrigen Ausgaben hielten sich ungefähr auf der Höhe des Vorjahrs: nur wurde die Einlage in die besondere Reserve von 1,25 Millionen Mark auf 0,5 Millionen Mark herabgesetzt, um überhaupt die Zahlung der gleichen Dividende auf das erhöhte Kapital möglich zu machen. Das ist um so bemerkenswerter, als im Vorjahr seit langer Zeit zum ersten Male eine Zuweisung an den Reservefonds in nennenswerter Höhe vorgenommen worden war. Die Reserven betragen jetzt 32 Millionen Mark bei einem Aktienkapital von 160 Millionen Mark. Der Reingewinn beläuft sich auf 11,1 Millionen Mark gegen 10.7 Millionen Mark und reicht gerade zur Zahlung von 6% Prozent Dividende und zum Vortrag von abermals 440 000 Mark aus. Während aber die Vorschüsse auf Waren und Warenverschiffungen, die Effekten- und Konsortialbeteiligungen sich nur unerheblich erhöhten, die dauernden Beteiligungen aus dem oben erwähnten Grunde sogar eine Abnahme nm 12 Millionen Mark erfuhren, wuchsen die Debitoren von 278 auf 366 Millionen Mark an. Diese Steigerung der Ansprüche an die Bank hat auch in erster Linie zu der bemerkenswerten Vermehrung b er Akzepte Veranlassung gegeben, die sich bei den andern Banken nicht in bet gleichen Höhe findet, und die offenbar auch den Abschluß nicht unwesentlich belastet hat. Dr. Z.
«P Fernspr. 1096. Wolfhager Str. 177. ®>
Hanau, 6.März. (Kampfmiteinem Wilderet.) Wie uns ein Telegramm unsers Korrespondenten meldet, erfolgte gestern abend im Walde bei Brucköbel ein Zusammenstoß des Jagdaufsehers Weber mit einem Wilderer. Per Wilderer erhob, als der Jagdaufseher sich ihm näherte, sein Gewehr zum Anschlag. Als er trotz Zurufs in dieser Stellung verharrte, gab der Jagdaufseher zwei Schüsse auf ihn ab. Der zweite Schuß traf den Verbrecher, der jedoch noch die Flucht ergreifen konnte, später aber sistiert wurde. Es war der Spengler Hau aus Hanau, der einen Schrotschuß in die rechte Schulter erhalten hatte. Die Wunde ist ungefährlich.
A> Biebrich, 6.Mätz. (Die Blinddarmentzündung.) Die Blinddarmentzündung scheint hier zurzeit epidemisch aufzutreten. Seit etwa vier Wochen vergeht fast kein Tag, wo nicht ein, zwei ober sogar drei Patienten mit biefer Krankheit in das hiesige Krankenhaus zur Opetatton eingeliefert werden. Die Krankheit verschont weder jung noch alt. Augenblicklich scheint sie besonders junge Mädchen und Frauen zu befallen.
c£> Eschwege, 6. März. (DasneueGYm- nasium.) Die hiesige Friedrich-Wilhelms- Schule (Gymnasium und Realschule) siedelt nach den Osterferien in den mit einem Kostenaufwand von rund einer halben Million Mark errichteten Neubau an der Schloßgartenstraße über. Das neue Heim der Anstalt ist ein sehr
Frankfurter Universitätspro- i eit beginnt immer bestimmtere Formen anzunehmen. Dieser Umstand ist in Marburg, dem alten Sitz der hessischen Landesuniversi- fät, die Ursache der verschiedensten Besorgnisse, Marburg sieht in Frankfurt eine bedeutende Konkurrenz, gegen die die Marburger mit allen Mitteln zu Feld ziehen wollen. Aus Marburg wird uns zu dieser Frage geschrieben:
Metallguss
für alle Zwecke, roh und bearbeitet,
Lager-Weissmetalle
in sämtlichen Legierungen. „Glückauf**, Metallgiesserei, Armaturen und Maschinen-Fabrik Cassei-R„
geschmackvoller Bau mit modernster Einrichtung. An die früheren Schüler ist ein A u f r u s ergangen, als Einzugsgeschenk durch freiwillige Beiträge ein Kapital aufzubringen, dessen Zinsen alljährlich als Auszeichnung an würdige Schuler verteilt werden sollen.
Waldkappel (Str. Eschwege), 6. März. (Die neue Bürgermeist erwähl.) Die Meldefrist für die erledigte Bürgermeisterstelle unserer Stadt lief mit dem gestrigen Sonntag ab. Für das mit achtzehnhundert Mark Anfangsgehalt ausgeschriebene Amt sind vierzehn auswärtige Meldungen eingegangen.
Gericht und Recht.
Rettor Bock vor feinen Richtern.
unferm Korrespondenten.)
Berlin, 6. März.
2Jot bet ersten Strafkammer des Landge- nchts I begannen (wie wir schon mitteilten) am Sonnabend die Verhandlungen in dem Prozeß gegen den Rektor Bock von der katholischen Mädchenschule in der Gneisenau- straße zu Berlin, der sich wegen zahlreicher sittlicher Verfehlungen, begangen an feinen Schülerinnen, zu verantworten hat. Den Vorsitz im Gerichtshöfe führt Landgerichtsdirektor Forstmann, die Anklage bertritt Staatsanwalt Braut. Der Angeklagte Bock wird durch die Rechtsanwälte Abramczyk und Salomon verteidigt. Neben Bock nimmt noch der Lehrer K n ö f e l auf der Anklagebank Platz, bet bet gleichen Verfehlungen befchulbigt wirb.
Der Angeklagte Bock ist gegenwärtig 49 Jahre alt; er ist ein mittelgroßer Mann mit ergrautem Schnurrbart unb sieht nicht gerabe wie ein Mädchenverführer aus. Seine Frau befindet sich unter den Zeuginnen. An Kindern besitzt er einen sechzehnjährigen Sohn und zwei Töchter. Bock macht sich während der Verhandlung Notizen auf einen kleinen Zettel, während sein Mitangeklagter Knöfel ziemlich teilnahmslos dasitzt. Der Zeugenaufruf nimmt längere Zeit in Anspruch, da gegen neunzig Zeugen und Zeuginnen geladen sind. Unter ihnen befinden sich die Kriminalkommissare Dr. Kopp und Toussaint, die die Untersuchung gegen die Angeklagten geleitet habe», Gutsbesitzer Bock, ein Bruder des Angeklagten, mehrere Rektoren, Lehrer und Lehrerinnen, Fabrikbesitzer, Kaufleute unb eine große Anzahl ehemaliger Schülerinnen der Gemeinbeschule aus der Gneisenaustraße. Sie sind gegenwärtig meist als Kontoristinnen und Verkäuferinnen tätig. Nach der üblichen Vermahnung, die Wahrheit zu sagen, werden die Zeugen vorläufig entlassen. Der Staatsanwalt beantragt hierauf, die Öffentlichkeit während der ganzen Dauer der Verhandlungen auszuschließen, dagegen Regierungsrat Zacher, Stadtschulrat Fischer und Kreisschulinspektor Fischer als Vertreter der Schulbehörde die Anwesenheit im Saale zu gestatten. Nach kurzer Beratung berfünbet der Vorsitzende, daß dem Anfrage des Staatsanwalts auf Ausschluß der Oessentlichkeit, auch für die Presse, stattgegeben sei. Die Anwesenden müssen daher den Saal räumen. Unter Ausschluß der Oeffentlichkeif beginnt sodann die Vernehmung der beiden Angeklagten, die sich
Dienstag, 7. März 1911.
Harry Jaeger-Mewe, der das Buch mit Sttrchzeichnungen geschmückt hat, ist Anklage wegen Verbreittmg unzüchtiger Schris. ten erhoben worben. Jnkrimiuiert wird von den Zeichnungen eine Darstellung, die zwei Paar Fuße in nicht mißzuberfiehender Stel. Inng zeigt. Von den Gedichten wird namenb hd) „Der Tenor als Kammersänger" als untüchtig beanstandet. Darin wird von einem Tenor erzählt, der sein Glück bei Nacht macht Zeichnungen, wie die beanstandete von Jaeger» Mewe, sind übrigens auch bei Busch zu finden Es steht zu erwarten, daß die Beschlagnahin- wieder aufgehoben werden und somit nichts weiter bedeuten wird als ... eine Reklame für den Verfasser.
GBort und Spiel
. Ein Flug auf dem Tandem-Doppel- langjährigen Versuchen gelang bem Wiesbadener Architekten und Flugmaschi- ncnlonftruhcur Rock ein wohlgelungener Flug um den Dotzhermer Exerzierplatz auf feinem Tandemdoppelbecker, der dieser Tage mtt einem neuen Motor versehen wurde
< Der Ueberlandflug Gotha-Weimar. Aus Gotha wird uns berichtet: Um % und V2ß Uljr nachmittags fliegen gestern die beiden Flic- ger Poulain und Jeannin zum Ueber- landflug nach Weimar auf. Um 6 Uhr wurden sie bereits über Erfurt gesichtet und qemeldet Thelen unternahm nur einen Uebungsflug und hat erst heute früh gemeinsam mit dem Referendar Kaspar den Flug angetreten. Poulain und Jeannin haben die in der Luftlinie 50 Ki- »Ä1 betragende Strecke glatt zurückgelegt, berichte?uns- eIe91 amm von heute früh
Heute früh um halb neun Uhr stieg der Flieger Kaspar bei einer Windstärke von vier Sekundenmetern auf. Am vorderen Ende der Halle wurde er in einer Höhe von etwa 15 Metern von einer Böe erfaßt und zuBodengeworfen. Der Apparat überschlug sich und wurde stark beschädigt. Kaspar wurde leichtamKinnverletzt Er gab infolgedessen den Ueberlandflug na» Weimar auf.
< Wieder ein Flieger-Absturz. Einem Te- legramm aus Turin zufolge stürzte gestern der Ballon „Albatros", der zu einer Frei- fahrt aufgestregen war, in der Umgegend von Turm aus einer Höhe von 1900 Meter ab, fiel aber glücklicherweise auf Bäume. Sechs Irrten wurden fchwer, doch nicht lebensge- jährlich verletzt, mit Ausnahme von einem, dessen Zustand besorgniserregend ist.
Berliner Kursbericht
4. u. 6. März 1911, nachmittags 3 Uhr.
Wechsel,
6. 3.
20.47
80.92
Fonds.
99.90
98.10
100.25
C/g-lge österr. Gold-
•en’e'
96.90
95.70
85.17 3'!,
51.40
98.-
85.17
3'1,
Italien kurz . London vista London kurz Paris vista .. Paris kurz .. "Wien kurz .. Privatdiskont
6. 3.
94.50
84.70
102.60
94.50
84.50
51.10
98.10 uxuö
4. 3.
80.50
20.48
20.45
80.95
’ Monopolen!.____
•W/trige Japaner . #fe-ige amort Hat y/e-ige Mexikaner
4. 3.
94.50
84.-
102.60
94.50
84.70
Reichsan] IP/rige Reichsanl... 4%-ige Preuß. Co ns. e*/r"/<r-gePreiiL.Cons. bAdge Preuß. Cons. t'/Wige äußere Argentinier •WArige Chinesen von 1898 eitrige Griechische
4VÄ.-ige österr.
4. 3.
6. 3.
Silberr. Jan.—Juli
—.—
96.90
4%-ige Russen von
1902............
93.—
93.10
4°/ rige Spanier ...
—.—
—.—
4v'(n-ige Türken von
1905............
86.40
«6.50
Türken-Lose......
179.70
179.90
4°/o-igö Ungar. Goldr.
94.—
94.-
40/(j-ige Ungar. Kronenrente ........
___
__
4°/0-ige Mosk--Kasan
91.60
4°/n-ige Russ. Süd-
Ostbahn 1897 ....
91.50
91.40
Banken.
4. 3. 6. 3.
Berliner Handelsges.
173.50
173.50
Darmstädter Bank .
131.60
131.50
Deutsche Bank ....
268.75
268.50
Diskonto- Command.
196.30
198.10
Dresdner Bank ....
Mitteldeutsche Pri
165.-
164.80
vatbank ....... .
National-Bank.....
126.25
126.25
Oesterreich. Credit .
Petersburger intern.
212 —
213'-
RiUM<«tisoank.....
111.—
2ilL0
4. 3.
6. 3.
Nachbörsenkurse gegen 3V«Uhr
5. 3.
146.75
157215
Londoner Börse
19.80
19.80
(Anfangskurse.)
145.—jl45.
Produktenbörse
6. 3.
(Schlusskurse.)
170.25
172.—
306
1365..
81.12
90.50
218 —
261.75
Lübeck—Büchener . Baltin? *>re Canada-Pacific Warschau—Wiener. Pennsylvania......
Südösterr. Lombard Oesterr. - ungarische
Staatsbahn Prinz Heinrich-Bahn
' 4. 3. 188.50 103.75 216.20 203.50
6. 3.
4 76
5.53
12.18
1.28
1.24 3*2/9
1856 63 75
7.81
67.37
6.75 31/3 fest.
Rheinl Stahl Aög. Elektr. Ges. Siemens & Halske Deutsch—Uebersee Ges. f. elektr. Untern. Dynamit-Trust Gr. Berliner Str.-B .
Tendenz:
123.50
134.75
209.75
143.—
106.25
173.62
169.—
136.10
Accum oL-Fabrik
Boese
AHgem. Elektr.-Ges Badische Anilin. Bert-Anhalt.- Masch. Bochumer Gußstahl Braunschweig. Jute. Brauer. Schöffernof Casseler Federstahl Concordia Bergbau . Consolidation Deutsche Linoleum-
Wachs
Dortmunder Union C Donners inarckhillle.
Credit Diskonto Deutsche Bank .... Berliner Handelsges. Dresdner Bank Darmstädter Bank.. A.8chaaffhJ3ankver. National-Bank Russische Bank. Petersb. Int Hndlsb.
169.—
137.—
198.— 268.62 173.50 164.62 131.50 141.- 132.67 169.25 212.87 158.37
19.62 146.12
113.49 216.25
28.75
33.37
109.—
124.-
Eastrands . . . . . Goldfieids .... Modderfontain . . Geduld . Goerz ..... Charternd .... Debeers ..... Amalgamated . . Anaconda.... Rio Tinto Olavi........
South Westafrika Tendenz: .....
3°/e-ige Reichsanl. Türken-Lose Laura Bochumer Gelsenkirchen Harpener Rombacher Deutsch—Luxemb. Hohenlohe Phönix
Weizen, Tendenz:
„ Dezbr. .
w Mai . . .
Roggen, Tendenz
» Dezbr, .
. Mai . . .
Hafer, Tendenz:
„ Dezbr. . .
» Mai ....
Mais, Tendenz: . e Dezbr.... » Mai
Rübdl, Tendenz: » Dezbr. . . . Mai ... .
81.75 180.— 173.62 235.50 215.62 199.62 18737 202.62 214.37
231.50 107.—
>'.10 21 s.50 2JJ.25
81.25
95.12
105.12
107.25
105.75
218.50
6. 3.
81.12
90.50
81.62 180.— 176.25 236.- 215.50 190.62 187.75 207.87 213.50 252.87
125.-
134.87
208.75
143.25
106.75
173.25
93.01
gschL 134.50 135.75 matter
60.60
176.50
29.12
33.50
109.-
124.50
64.50
77.50
121.75
14.62
8.05
Industrie. , .
4. 3.
Engi. Konsuls ... 4”/0 Argentinier . .
3“/. Deutsch. Reichsanleihe A/O .. .
4% Russen VI, Russen ..... Atchlson Baltimore Canada Southern Pacific . . Union Pacific .. . . Erie Missouri New-York Central • Northern Pacific . . Pennsylvania . . . . Steel Corn. Steel Prefe Central Mining . • . Randminea
6. 3.
still
201.— 201.59 bsh.
150 2> 159.— fschl
56.75 159.25 gschl 134.75 135.75 fester
6080
4. 3.
212.75 198.37 259.-
173.37 165.72 137.50
144.25 132.75 168.87 211.—
153.37
19.75 145.12
113.62 217.12
6. 3. 188.— 103.60 216.50 209.40
11.50 ■273.50 498.— 195.75 236.— 21».—
93.— 250.50 322.— 355.50
11.6»
273.80
496.75
195.—
235.75
220.—
93.- 253.— 316.— 355.50
77.37
122.-
11.62
8.09
4. 3. 187250 •38.- 184.75 215.40 173.10 199.40j 109.— 143.60 190.10 178.25 182250 167.75 143.— 214.75 254.— 172.50 286.- 145.60 107.25 104.90 215.40 251.60 174.- 187.— 165.—
9.390 242.10 162.—t 146.— 232.— 106.75
5. 3.
187.40
188.50 187.90 215.40 173.10 199.10 10».-
143.40 190.50 179.- 183.— 167.75
143.25 213.60 254.—
175.10
284.25
145.75
106.75 105.69
214.50 253.—
173.90 187 — 165 —
93.90
242.50 161.75 146.25
4. 3.
4.76
5.55
12.18
1.28
1.24
32/9
18.56
64.-
7.84
67.50
6.75
31/3 ,| fest
Russ. Bank für auswärt. Handel....
Otavi-Minen
South - West- Afrika (deutsche Stücke)'
Bahnen.
81.25
95.12
105.12
108.62
105.50
219.62
118.25
4. 3. matte 201.23 201.75 beh.
156.- 155.75 gschl. 156.50 156.75
Dynamit-Trust.....
Esch weil erBergwrk. Geisweider Eisen... Gelsenkirch. Bergw. Ges. f. elektr. Untern. Gr. Berlin. Str.-Bahn Gr. Casseler Str.-B. Hamburg, packetfrt. Harpener Bergbau . Hartmann. Masch.. . Hasper Eisen......
Herkulesbr. Cassel . Hirsch Kupfer Hohenlohewerke. .. König Wilhelm conv. Laurahütte Ludwig Loewe & Co. Neue Boden-Ges.. .. Norddeutscher Lloyd Oberschl.Eisnb.-Bed. Orenstein & Koppel Phönix Bergbau ... Rhein. Stahl Rombacher Hütte .. Schuckert Elektr... Siegen—Solingen .. Siemens & Halske . Stahl 8t Nölke Stolberger Zink.... Vorwohl. Porti. Zem. Wenderoth Westf. Stahlwerke . Wittener Guß Zellstoff Waldhof..
Deutsche Spiegel* Glas............13&L
4. 3.
6. 3.
—
173.62
273.86
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24368
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