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Hessische Abendzeitung

Stammet 72. ,, Jahrgang.

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FidttspeSHer SSI tt#» 952*

Sonntag, den 2S. Februar 1911

Ferasprecher 951 u»d SSL

menverhälinis bei der gestrigen ersten Abstinr

der Unterredung mit dem Ministerpräsidenten

Rach dem KasHf.

Briand am Sudel

die systematische Absicht eines gewissen Teiles der republikanischen Linken bemerkt

hält das Gelände vor der Halle abgcspcrrt und es sind gestern in aller Eile Vorkehrun­gen getrossen worden, um di« Halle besser ge- gen den Sturm zu schützen. Es bleibt indes­sen abzuwarten, ob diese Maßnahmen Erfolg haben werden. t

Sollte es zu einer Miuisterkrise kom men, so würde nach der parlamentarischen Lage ein K a V t n e 1 t B e r t e a u x die meist« Aussicht haben.

Kämpfer verbleiben in den Häfen, andere tref­fen mit großer Verspätung ein. Tie Nach­richten über Schiffsunfälle mehren sich bestän­dig und zahlreiche Fischerboote werden ver­mißt.

Reval, 25. Februar. (Privat-Telegramm.) In der Nähe der Insel Lcwensark löste sich eine Eisscholle von der Küste

.ÄÄXSift'ÄT

Zentner Vertretung, SW, gttedrfchstrvßi 16, Telephon: Amt IV. 676.

los und trieb im Sturm mit einigen Hun­de r t P e r s o n e n, die auf ihr vor dem Cr=

Ein neueres Privattelegramm von heute mittag meldet uns: Das genaue Stim-

3nferttcn4pretfe: $te tedjSgefpaltene Zeile für Mheiniische D-fchäft-» Pf, | für auswärtige Inserate Pf^ Reklamezeile für einheimifche @e- i fchsst-lv-pf, fttt auswärtige 60 Pf. «efchüftSfielle: Kölnische Ttrüße 5. j Berliner Vertretung: SW, Frlevrichflratze 16, Telephon: Amf IV, 676. i

habe, sein Werk zu verhindern, sodaß es ihm schließlich u n m ö g l i ch sei, an der Macht zu bleiben. Die Deputierten haben ans

und vom Weißenfelser Kampfplatz kommt die Kunde, daß die sozialistische Leitung der Streik­bewegung gegen die Ausschreitungen der Strei­kenden unter Androhung sofortiger Unter« stützungsentziehung die strengsten Maß­regeln ergriffen habe, um einer Wieder­holung der Exzesse vorzubeugen. Streikordner mit weißen Friedensbinden um den Arm ton»

einer höheren Persönlichkeit (Fal- li-lres») ihn bestimmen könnte, auf seinem Po­sten zu bleiben. Heute mittag wird im Elysee

den ist. ließet die Stürmverheerungen im Neu- und im Ausland liegen uns noch folgende Drahtnachrichten vor:

Ein Tag in der französischen Sammer. (Privat-Telegramm.)

den Eindruck gewonnen, daß nur ein h v h e r e S Pflichtgefühl in ihm selbst, oder vielleicht das dringende Ersuchen seitens

leicht verletzt. In Mülheim (Ruhr) stürzte ein Jnnengerüst am Reichsbankge-, bäude ein; dabei wurden ein Arbeiter schwer und drei leicht verletzt. Auch aus andern Städten im Ruhrbezirk werden Unglücksfälle infolge des Sturms gemeldet. Die Ruhr führt starkes H o ch w a s s e r und hat an ein­zelnen Stellen bereits das Usergelände über­schwemmt.

Kopenhagen, 25. Februar. (Privattelegramm.)

Seit mehreren Tagen weht ein a r k a n - artiger Sturm an der Westküste Jüt­lands, der noch beständig zunimmt und große Verheerungen anrichtet. Wette Küstenstrecken wurden vom Meer a b g e t \V s e n und große Ueberschwemmungen verursacht. Jegliche Schiffahrt ist unmöglich. Aus Christiania wird gemeldet, daß der Schneesturm längs der norwegischen Westküste unvermindert andauert. Die meisten Post-

Bei der Schtußabstimmung über die vbn Briand geforderte Vertrauensfrage ergab sich nur eine Mehrheit von sech­zehn Stimmen. Briand erllärte, daß er sich Vorbehalte, das Ergebnis der Abstim­mung in einer noch in der Nacht cinzuberrr fenden Ministerratssitzung zu prüfen und danach seine Entscheidung zu tresfxn.

Anderöaale grünem Strande.

Die Arbeitskämpfe in Weißenfels.

Das sonst so friedlich-stille Saale-Städt­chen Weißenfels, in dessen Manern die Jüngerschaft Hans Sachs' die Hochburg ihrer Kunst errichtete, schien am Donnerstag abend in em dräuend Kriegslaget verwandelt: Polizei und Gendarmerie eilte im Sturmschritt durch di« engen Gassen, und draußen im Fabrikvier­tel belagerten Hunderte von Streik-Erbitterten die Tore der Werke, durch die zur Mittagstunde d'b Scharen der Arbeitswilligen zum Streik- bn-ch emgezogen wäre». Als die Feierabend- rsaS rf5ltiIte unb Bie Von der Maschine Cr- losten sich zum Heimweg rüsteten, stellte sich den Erschrocknen dasHerr der sozialen Leiden­schaft entgegen, ein Steinhagel sauste auf die Häupter der Ahnungslosen nieder und im näch­sten Moment tobte der Kampf Mann gegen Mann: DasPrinzip sozialer Gerechtigkeit" rang wider den Willen zur Arbeit, und es be­durfte des schärfsten Eingriffs der Ordnungs- organe, um die Ruhe wieder herzustellen, und die entfesselte Leidenschaft des sozialen Kamp-

M dämmen. Es folgten die üblichen Verhaftungen und das Verhängnis wird sicher nicht auf sich warte» lassen: Der Angriff auf die Fabriken und der Steinkampf wider die Arbeitswilligen sind schwerwiegende Delikte, und notleidende Familien werden wieder (wie schon so oft im sozialen Ringen) auf Monde oder Jayke hinaus der Ernährer beraubt sein, die in enger Hastzelle das Ver­brechen des Landfrievensvruchs, begangen in der Aufwallung einer flüchtigen Stunde, mit harter Buße zu sühne« haben werden.

Die Spuren des Mansfelder ArbeitS- kampfs sind noch nicht verwischt, die damals Schuldigen weilen noch hinter Kerkermauern und nun (nach wenig Monden) heult im selben Gau aufs neue der Kampf auf. Die Streikbe­wegung in der Weißenfelser Schuh-Industrie hat sich (wenn man so sagen darf) in normaler Weise entwickelt: Die Unmöglichkeit der Berstän- blgung zwischen Arbeitgebern und Arbeitneh­mern Über die wirtschaftliche Wertung der Ar­beitsleistung erzeugte den Konflikt, und die nächstliegende und vom Gebot wirtschaftlicher Selbsterhaltung diktierte Abwehr der Arbeit­geber (die Heranziehung von ErsatzkräfteN an­stelle der Streikenden) entfesselte den Kampf der Leidenschaften. Nichts also, das die Ge­schichte dieses Lohnkampfs vom TYP der mo­dernen Streiks unterschiede; nichts auch, das die freiwillig von der Arbeitsstätte Geschie­denen als Entschuldung für sich geltend Ma- , chen könnten, als das Eine: Der durch Fremde bewirkte Streikbruch, in dem der organi­sierte Arbeiter die Ehrlosigkeit mangelnden so­zialen Solidaritätsgefühls erblickt und den er, der Härten und Fänge des Gesetzes trotzend, mit leidenschaftlicher Energie bekämpft. Daß der Kampf wider die Arbeitswilligkeit im so­zialen Ringen eine schwere wirtschaftliche G e - fahr darstellt, wird der auf dem Schlachtfeld der Arbeit Erbitterte nie gelten lassen: Er (als der wirtschaftlich Schwächre) steht in den schärfer» Waffen des Stärker», die wirtschaft­lich höhere Werte zu verteidigen haben, die gegen ihn gerichteten schroffen Spitzen sozialer Ungerechtigkeit und aus der Erbitterung glüht angesichts der im Dienst des Gegners wirken- de», sozial nahverwandten Kräfte der Haß der Leidenschaft auf.

So war'S vor Jahre» in den Berge» an der Ruhr, so War'S im letzten Jahr tat ManS- selder Silbergau, so war's in den Unruhtagen des Moabiter Kohlenfahrerstreiks: So ist's jetzt im Lohnkampf in der Weißenfelser Indu­strie. Aus den sozialen Arbeitskämpfe» des letz­ten Dezenniums ist der Oeffentlichkeit der Hin­weis auf die so zialistische Verhetzung der Arbeitermassen vertraut geworden, jener Hetze sozialer Leidenschaftlichkeit, die den Groll derEnterbten" zum wilden Haß wider die Ungerechtigkeiten gesellschaftlicher Ordnung sta­chelt, und von der die Gegner der politischen Arbeiterbewegung behaupten, daß sie die tret- bende Kraft sozialistischer Parteiarbeit sei. Im Moabiter Strafprozeß hat indessen die staatliche Gerechtigkeit ermittelt, daß der Sozialdemo­kratie als Partei nicht die Schuld an den Septemberstürmen betgemessen werden kann,

Bitterfeld, 25. Februar. (Spezial-Telegramm.;

Die neu errichtete Pakseval-Ballon- halle hat so sehr durch de» Sturm gelitten, daß niemand sie betreten darf. Man befürch­tet, daß bei längerem Andauern des Sturms, der mit orkanartiger Gewalt feit Freitag früh wütet, eine Katastrophe unvrrmeid- I i ch sein wird. Die Konstruktion der Halle hat sich als zu leicht und der Gewalt des SturMes nicht gewachsen erwiesen. Militär

friedenSbrnchS zur Berautwortuna Gewaene» Let ^ort bcr feit mehreren Tage» mit nur befinden sich acht Familienväter b ^"Unterbrechungen wütende Starm im _________ Verlauf des gestrigen Tages abermals schwere Schäden angerichtet, wobei eine Anzahl Personen verletzt wurde. Ein Tett des Lazarus-Kirchturms wurde abgedeckt von den Seitenflügeln eines Hauses in der Wi.a j s \ IAdalbertftraße wurde durch die Gewalt des

sterpMident Briand batt/kN?^' Miitt- Sturms das ganze Dach mit Schornsteinen fort S» In hrr aestern nach- gerissen. . Da in dem Hause Über dreißig SVa

des gegen die Regierung gerichtet wurden. Es handelte stch bei 6er Kritik um die allzuweit ae- bende Nachsicht, Vie die Regierung gegen­über de» Anstalten gewisser, nicht in Frankreich vorgesehener Kongregationen babe walte» las­sen, sowie über die viel zu lange Unterstützung der Laienschulen.

(Eigene Drahtmeldung)

-x-, A,r, n fC Wird uns depeschiert: I,->> 3« »»>»». >»«ro im rrimee

Im Zusammenhang mit dem Schuhmacherstreik ein Ministerrat unter dem Vorsitz des Prä-1 ,... .

5ro 0 n <'8 Arbeiter und stdenten Fallisres stattfinden, und in diesem hatten, aufs offene Meer

Arbeiterinnen von der Polizei eine Un- Ministerrat wird die Regierung ihre e n d g ü l- ^an Iettte Nachricht

tersuchung wegen Landfriedensbruchs tige Entscheidung treffen 8 über das Schicksal der Fischer. I» dem eingeleitet worden. Das Verhalten der Aus- - 8 T ' Dorfe Aibge im Gouvernement des

ständigen war gestern vollkommen rubia unh Bttöt*»*»«**.* 1* anr* I Schwarzen Meeres wurde das Schulhaus es scheint, daß die schroffen Maßnabmen des WMerflMMe M OUCt Wett. durch eine Sch n e e l a w i n e verschüttet. Da-

Streikkomitees ihre Wirkung nicht verfeblt ha- Sturmverheerungen des gestrigen Tages. bei fände» zwölf Knabe» und sechs

ben. Dir Hauptschuldigen in den vor- (Telegraphische Meldungen.) Erw achfene de» Tod.

gestrige« Exzessen sind meist jüngere Arbei Wie uns ein Telegramm unseres . Schließlich meldet uns noch ein Spe- ter und Arbeiterinnen. Unter den weaen Land- IKorrespondeute» aus Berlin betich zial-Telegramm aus London: Auf

^orkanartiger Sturm, der noch stündlich [ an Stärke zunimmt und die Schiffahrt auf d-»m Kanal ernstliSs'gefährdet. Die meisten kleiner.! Fahrzeuge habe» Schutzhäfen aufsuchen müsse» itnb könne» vorerst die Fahrt nicht iort- setze». Die Fischerflotte der Küstenbäken ist von dem Sturm stark in Mitleidenschaft gezo­gen worden und zahlreiche Boote werden als vermißt gemeldet. Wahrscheinlich sind sie im Sturm mit Mann und Maus u n t e r ge­gangen.

Merlschötzer Intimitäten.

viel *>«. stofm.n, . I DerFall Richthösen" vor der Lttaffammer.

' $er r Liegnitz, 25. Februar. (Privatte-

Segeltuchvorhang der hiess- legramm.) Dir hiesige Straflammer

ff6aIIe, der sich bisher gut verurteiile gestern in später Abendstunde

bewahrte, ist gestern nachmittag unter dem den Inspektor Kasten wegen der

Druck des Orkans durchgerissen. Es mußte Behauptung, dast de» konservative-

schleunigst Militär herbeigeholt werden, um geordnete Freiherr von Richthosen

ibn zu bergen. Das in der Halle befindliche ?uf Mertschütz Steuerhinterzie-

LuftschifsFischer" dir transatlanti- j"" *? begangen

Wen Flugervedition mußte heruntergeholt M, r Geldstrafe" D«# U-J1L8

unb mehrfach in der Halle verankert werde«. walt hatte gegen Kasten acht Monate

um es vor der Gewalt des Orkans zu schüt- Gefängnis beantragt

jen Von See werden zahlreiche Un-, Vor der Sttafkammer in Liegnitz ae- falle bmrhtct. lanate aestern (wie wir fchvn.berichteten) die

trollieren die Truppe der Ausständige» uttb W ben ben Auftrag, alle Ausschreitungen dem Streik-Komitee zur Verfolgung der Schuldi­ge» zu melde». Die Maßnahme deutet darauf hin, daß die Arbeiterörgansation sich der Pflicht bewußt ist, die ihrer Führung vettrauende»

b<Ltt Wallungen sozialer Leiden-, menveryairms oct oer genügen ersten Avflmt- fchaftttchkett und den aus der Erregungs-Hast mung in der Kammer über die Vertrau- emes einzigen Augenblicks erwachsenden vet-ens frage stellt sich wie folgt: Don der de- häNgnisvollen Konsequenzen zu bewahren mokra tisch en Linken stimmten 60 für, 2 Daß sie diese Pflicht erkennt, ist die Voraus- dagegen bei 4 Stimmenthaltungen; von der setzung politischer Ehrenbastigkeit, und das ~VaIe1 K*n,ctt 57 18 dagegen bei

genteil würde ein hnrrh Ö L>tlmmentahliu»gen; von ben radikale»

Verbr ch?» bedetaeu W entschuldbares 0 z i a l i st e n 45 für, 87 dagegen; von den S9ir hefirnrn * k n republikanischen Sozialisten 14 für, 20 dagegen , : icht an, daß der Ar- bei 1 Stimmenthaltung. Das sind zusammen

vetterpartei als solcher irgend eine Mitschuld 176 Stimmen für und 147 gegen das Ver-, an den bedauerlichen Auswüchsen des Weißen- trauensvotum bei 26 Stimmenthaltungen. Es «pandau, 2o. Februar. (Telegramm.) felser Lohnkampfes aufzubürden ist; eine an- bleibt also eine republikanische Maforität Ein beim Bau einer Brücke verwende- dre (und an sich nicht minder folgenschwere) von neunundzwanzig Stimmen. ter fünfzehn Meter hoher Hebekrah» Frage ist indessen bie: Trägt die planmä- wurde gestern vom Sturm quer über das

t>ige Verschärfung der Klaffende- MIMflkr-RNfe M Vilykr Gleis der Lehrter Bahn geworfen Durch bie

toegung unb bie schroffe Spannung (Eigene Drahtmeldung.) Aufmerksamkeit eines Arbeiters gelang es,

der sozialen Kampfkräfte durch ben Paris, 25. Februar. das Hindernis zu beseitigen, bevor der V-Zug

atzenden Einfluß staatsfeindlicher Partei-Ten- Ministerpräsident Briand hatte bekannt- die Stelle passierte. Ein folgenschweres Un-

denzen nicht dazu bei, den Groll der Wirt- lich erklärt, daß er ohne eine republikanische I glück würde sonst unvermeidlich gewesen fein,

schaftlkch schwächer» Klaffen gegen die soziale Mehrheit nicht regieren wolle und auch nicht re- Der Sturm dauert noch an und richtet auch

Ordnung der bürgerlichen Gesellschaft zu fchü- gieren könne. Um ein Uhr mittags gab der trt der Stadt arge Verwüstungen an.

kett und die Masse der .Enterbten des Glücks' Minister des Innern folgende Erklä- Duisburg, 25. Februar. (Privattelegramm.) bes Augenmaßes Natürliche» Rechtsempfin- rung ab; Es steht nach den Ziffern der Kam- Durch den noch immer wütende» Sturm

Kampf ums Brot, merabstimmung fest, daß die Regierung eine stürzte int benachbarten Dinslaken ein N e u-

öcr bie toziale Bewegung diktiert, zwingt al- Majorität von den Gruppen der Linke» erhal- ball ein. Durch den Einsturz einer Mauer

1 « $lir Anwendung der verhäng- f ten hat; sie könnte also entsprechend der Par- wurden bei ben Draht- unb Nagelwerken

msvollen Waffen, die auf dem Schlachtfeld der lamentarifchen Situation wohl an der zwei Arbeiter schwer unb drei

arbeit aeiten, die sie sichren, die schlimmsten Macht bleiben. Aber es ist möglich,

Wunde» schlagen, und wenn die Arbeiterpar- daß der Minister-Präsident in Berücksichtigung

tet bemüht ist, Denen, die ihrer Fahne folge», der Abschwächung, die die Majorität bei den

des Daseins Lösten z» erleichtern, mutz sie stch verschiedene» Abstimmungen erfahre» hat, und

auch der Möglichkeiten verstcher», die Masse» ferner mit Rücksicht auf bie jede» Tag anwach-

zügel» und sie vor de» Irrungen der Leiden-1 senden Schwierigkeiten, die es ihm unmöglich lchaftlichkeit und des soziale». Hasses bewahren mache», sein Reform-Programm zu realisiere», zu könne». Ter bürgerliche Staat hat die es a b l e y » e » wird, die volle Vekautwortlich- Pflicht, Ausschreitungen gegen die Gesetze der leit für die gegenwärtige Situation zu tragen, rechtlichen Ordnung mit Nachdrücklicher Strenge *

ahnden, und so falle» die diesen Gesetzen BrillNdS Klage.

Widerstrebenden nicht als Unterlegne im sozi-1 (Eigene Drahtmeldung.) alc» Kampf, sondern als Opfer einer die Gren- Paris, 25. Februar.

weit überschreitenden, lei- Eine Anzahl Deputierter begab sich gestern s^rüna ^^egung, deren Ur- i« später Abendstunde nach dem Ministerium

tarung i» bet Hauptsache in der planmäßigen des Innern, um dem Ministerpräsidenten ,-VJ *lar|,U.n0^ 6 V Klassengegen-Briand ihre Sympathie auszudrücken. ! Der Kampftag von Weißen- Der Ministerpräsident bemerkte ihnen, daß er

fels hat die Gefahr dieses Verhängnisses wie- ' " ' ------

bet grell aufflackern lassen, und Denen, die es angeht, klingt aus der Kampfesszene die ein­dringliche Mahnung an'S Gewissen, nicht nur Rufer im Streit, sondern auch Prediger klu­ger Mäßigung und ruhiger Beson­nenheit zu sein! F jl