WrnÄzritung
aus
Saloniki, 13. Februar.
Preßzuges bei dem Zusammenstoß ganz auf die Seite geworfen wurde, sodaß bren-- nende Kohlen aus der Keffelfeuerung herausgeschleudert wurden, durch die die Wagen in Brand gesetzt worden sind. Die erste Hilfeleistung gestaltete sich außerordentlich schwierig, da man infolge des Feuers nicht an die Wagen gelangen konnte. Der Brand nahm in kurzer Zeit solche Ausdehnung an, daß ein nur durch eine Straßenbreite von der Unfallstelle getrenntes Gebäude stark gefährdet wurde. Der verunglückte Expreßzug fuhr mit einer Geschwindigkeit von achtzig Kilometern, als auf demselben Geleise der Güterzvg ihm entgegendampfte. An eine Rettung war unter diesen Umständen nicht mehr zu denken. Man schätzt insgesamt die Zahl der Todesopfer, einschließlich der noch Vermißten, auf fünfundzwanzig, die der Schwerverletzten auf etwa fünfzig. Leichtere Verletzungen haben alle übrigen Passagiere erlitten.
die Tribüne, um den unvergleichlichen Geist, die vollendete Form der Debatten zu bereichern, oder (wie er selbst sagte) „um die Parlamentarische Sensation zu genießen". Bei uns könnte die politische Impression dieser Art wohl kaum einen Intellekt von dieser Höhe verlocken. Und das bleibt ein Armuts-Zeugnis für das Parlament des Volks, das sich der Denker und Dichter Heimsiatt nennt. ..
Abdul Hamids Trauer.
Der Tod im Haus des ExsultanS.
(Von unserem Korrespondenten.)
Der einst allmächtige Sultan der Türkei sristet heute als „Gefangener des Osmanen- reichs" ein trauriges Dasein in der Staatvilla, die ihm die Regierung in Saloniki zum Aufenthalt angewiesen hat Seit den Tagen seiner Entthronung ist Abdul Hamid kör- verlich und geistig gebrochen, und die Welt bat
den Mann, der einst von einem Kaiser als „Freund" angesprochen wurde, schon vergessen. Nun ist der Entthronte auch noch i n T r a u e r versetzt worden. Man schreibt n»S darüber
Die neuesten Katastrophen.
zwei Sisenbahv-Unsälle i« Frankreich. — gusammenstotz zwischen Sxpretzzug und SSterzng.
Beide 8Sge ei« Rand der Flammen. — Das BerhSngnis der mangelhaften Signale, zahlreiche Tote, viele Schwerverletzte.
Und die Aefthetik...?
Ei« Tag im Preußen-Parlament.
Die gestrigen Etatsverhandlungen im Landtag haben abermals ihren Gipfel in einem wenig erbaulichen Intermezzo gefunden. Nach dem Fall Hoffmann (der ja genug Staub aufgewirbelt hat) ist die neue Affäre ebenfalls ganz dazu angetan, stärkeren Zweifel an den Umgangsformen gewisser Parlamentarier auflommen zu lassen. Und es fehlt wahrlich nicht mehr viel daran, so wachsen (nach dem gestrigen reizvollen Vorfall) die Skanda- losa über sich hinaus und verhelfen dem preußischen Abgeordnetenhaus überhaupt zu einem wenig erfreulichen Ruf. Mit Bedauern muß man heute konstatieren, daß dort eine Depravie- rung des „guten Tones", des traditionellenAn- stands, wie es der ruhigen, befonnenen Art unseres Volkes entspricht, um sich greift. Heute ist es beinahe so weit gekommen, daß man unsere Volksvertreter endlich einmal an die Würde der konstitutionellen Institution überhaupt erinnern muß, die doch jeder einzelne von ihnen immer wieder mit Nachdruck repräsentiern müßte. Aber man vergißt sich augenblicklich dort mehr und mehr, und macht im Parlament unsetN trefflichen Knigge dermaßen zuschanden, daß die Sitzungen nun bald wohl überhaupt im Zeichen des gänzlichen Mangels an Aefthetik stehen werden. Und dabei sollte jeder einzelne Abgeordnete schon in der Geste dem Volk ein Musterbeispiel an staatsbürgerlicher Zucht und fairer Haltung liefern!
Der gestrige Zwischenfall, der hier erörtert werden soll, skizziert sich kurz dahin: Der konservative Abgeordnete von Heydebrandt und der Zentrumsvertreter Granowski attackierten heftig die jüngste Politik der Nationalliberalen und der Sozialdemokraten, wie es dir Nervosität im politischen Geschäft heute so mit sich bringt. Herr Gronowski leistete sich dabei unhöflicherweise den Satz: „Die N a- tionalliberalen unterscheiden sich in der Bekämpfung des Zentrums nicht von den Sozialdemokraten. Die christlichen Arbeiter lehnen es ab, dem Volk unerfüllbare Forderungen zu machen!" Diese Worte erbosten nun derart, daß der Genosse Liebknecht-sich zu dem Zwischenruf „Phantasie!" hinreißen ließ. Jetzt fuhr ihm Gronowski in die Parade, der seinerseits den unverzeihlich-brutalen Fehler beging, die Konfession eines einzelnen Abgeordneten zu schmähen, indem er schrie: „Ich glaube, meine Phantasie kann Ihre orientalische Phantasie nicht übertreffen." Und nun fiel die Pointe des ,sinnigen Dialogs, die alle parlamentarische Moblesse zerfetzte: Herr Liebknecht brüllte Gronowski weithallend als „Lasse" an, und im Hohen Haus züngelten die Aufregung und Leidenschaft wie rote Flämmchen empor.
Beleidigungen und Taktlosigkeiten der An dürfen in der fünften Geschichte nnsers Parlaments wohl einzig sein und die Oeffentlichkeit hat allen Grund, energisch gegen Szenen zu protestieren, wie sie gestern in der preußischen Landstube sich ereignet haben, wo Abgeordnete sich gegenseitig durch ihr Benehmen selbst entwürdeten. Es widerspricht das entschieden der Funktion, die das Volk den Männer seiner Wahl übertragen hat, ganz abgesehen davon, daß Zwischenfälle, wie der gestrige es war, lediglich dazu angetan, das Air unserer parlamentarischen Politik vor dem Jn- und Ausland herabzusetzen, umsomehr, als vor noch nicht langer Zeit im Reichstag Schauspiele ähnlicher Art sich ereignet haben. Nach dem Krawall Gronowski-Liebknecht wird man daran erinnern müssen, daß das Niveau der deutschen Volksvertretungen nicht etwa mit dem des österreichischen Parlaments in gleicher Höhe schweben darf, wo die lieblichen Völkerschaften der Tschechen, Polen und Kroaten sich in wenig gentlemantiker Haltung zu unterhalten pflegen, und wo dem mangelnden geistigen Gehalt der Debatten durch fliegende Tintenfässer und effektvolle Bicepsproben nachgeholfen wird. ,
Wenn man sich in Preußens Landstube weiter im „guten Ton" übt, so wird man bald in ernsthafte Konkurrenz mit jenen illustren schwarz-gelben Volkstribunen treten dürfen und . . . eine dementsprechende soziale Einschätzung des preußischen Landtages erfolgreich realisieren. Es bleibt betrübend für unsere innere Politik und für unsere parlamentarischen Sitten, daß man ihnen wieder einmal die aristokratische Geste des britischen Parlaments als Muster Vorhalten muß. Wir sind noch weit entfernt von jener Kulturhöhe, die auch die französische Volksvertretung zu wahren ver-
Wer trägt die Schuld?
(Eigene Drahtmeldung.)
Es kann als seftgestellt gelten, daß die schwere Katastrophe bei Courville auf falsche Signalgebung zurückzuführen ist. Die Strecke der Westbahn hat in der Gegend der Unglücksstätte zahlreiche Kurven und die Signalgebung ist äußerst mangelhaft. Ein Telegramm unseres Korrespondenten meldet aus:
Paris, 15. Februar.
Der Zusammenstoss der beiden Züge erfolgte i« der Nähe von Courville, wo die Bahn eine scharfe Kurve beschreibt. Es ist wahrscheinlich, dass schon in Courville dem Güterzug ein falsches Signal gegeben worden ist. Auch der Führer des Expretzzuges scheint nicht verständigt gewesen zu sein, da er die schwierige Strecke unter Volldampf fuhr. Das Signalwesen auf der Westbahn hat schon oft Anlass zu Klagen gegeben, ohne dass indessen die Verwaltung für Abstellung der Mängel gesorgt hätte. Die Signalgebung wird fast allgemein von untergeordneten jüngeren Beamten besorgt, die meist nur Aushilfsdienste tun. Technisch ist es durchaus unerklärlich, wie der Güterzug auf das Geleise des Expretzzuges geleitet werden konnte, das fast stündlich von Eil- und Schnellzügen befahren wird. Die Behörden haben sofort eine Untersuchung eingeleitet, und der schuldige Stationsbe- am 1 e ist vorläufig festgeno mmen worden. Die Unglücksstätte ist feit den ersten Morgenstunden von einer nach Tausenden zählenden Menschenmenge umlagert, die ihrer Empörung in lauten Verwünschungen gegen die Verwaltung der Westbahn Lust macht und eine drohende Stellung einnimmt. Es sind deshalb heute früh Truppen nach Courville ab- gegangen.
In der Presse wird die Verwaltung der Westbahn auss schärfste angegriffen: Der „F i- garo" erflärt, allein die Bahnverwaltung trage die Schuld an der Katastrophe und es sei Pflicht der Behörde, mit aller Strenge gegen die Verwaltung vorzugehen, die die selbstverständlichsten Betriebssicherungsmaßnahmen außeracht gelassen habe. In ähnlich scharfer Weise sprechen sich auch die üb - rigen Blätter aus.
Au der Küste gestrandet.
(Spezial-Telegramm.)
Aus London wird uns berichtet: Das der ersten Division der Heimatflotte angehörende KriegSschif „Collingwood" ist gestern abend an der spanischen Küste gestrandet. Die Beschädigungen, die das Schift erlitten hat, bestehen in einer langen Oeffnnng am Kiel. Tas Schift wird zur Reparatur nach Davenport geschleppt werden müssen. Bis heute früh war es noch nicht gelungen, das Schiff wieder flott zu machen, doch besteht vorerst keine Gefahr. Die Urfache der Strandung ist noch nicht anfgeNärt.
Die brennenden Züge.
(Eigene Drahtmeldung.)
Aus Paris wird uns depeschiert: Es scheint sich zu bestätigen, daß sich unter den Trümmern der bei Courville verunglückten Züge noch mehr Tote befinden, denn im Laufe der Rächt sind zahlreiche Personen aus Paris und aus der Provinz an der Unglücksstätte eingetroffen, die ihre Angehörigen fuchen, die sich indessen weder unter den Toten noch unter den Verletzten befinden: wahrfcheinlich liegen sie noch unter den Trümmern der Züge begraben. Die Enfttehung des Feuers ist darauf zurückzuführen, daß die Maschine des Ex-
Jn den letzten Tagen herrschte in Saloniki nicht geringe Aufregung: An einem dü- ftern Februartage öffneten sich die stets verschlossenen Tore des Gartens, und aus der schweigsam wie menschenleer daliegenden Villa, in der Abdul Hamid seine Tage verbringt, trugen einige Männer einen schwarzen Sarg. Ein paar Geistliche,ein paar Offiziere und ein paar Diener folgten dem Trauerzuge. Sofort ging es wie ein Lauffeuer durch die Stadt: „Abdul Ha» mid ist gestorben, der Exfnltan ist t o t, sie haben den Sarg schon fortgeschasst." Besonders schlaue Köpfe stürzten zum Postamt und telegraphierten den Zeitungen die aufregende Kunde. In den Gassen bildeten sich Gruppen und in den Mienen aller Bürger malte sich der naive Stolz, in dem friedlichen Saloniki einen „wirklich historischen Augenblick" sozusagen „miterlebt" zu haben. Am Abend kam dann die Enttäuschung: Der Führer des dritten Armeekorps, Hadi- Pascha, machte der Presse und den Telegraphenagenturen die offizielle Mittellung, daß Serdjemal Colsa, die Fran des Exsultans, verschieden fei. Die Verstorbene war einst, vor langer, langer Zeit, Favoritin Abdul Hamids gewesen. Sie hat ihr siebzigstes Lebensjahr erreicht, und fungierte im Mdis Kiosk als Oberaufseherin über alle Frauen des Harems. Als das Schicksal Abdul Hamid aus seinem Sultans- schlotz trieb, folgte die treue Gefährtin ihrem Herrn in die Gefangenschaft. Lange versuchte der Doktor Atif Bey seine Heilkünste an der alten Dame, die an einem Herzübel litt, und Diabetikerin war. Sie starb. Ihr letzter Wunsch war, in Beni - Djarni, der schönen Landmoschee zu ruhen, .in dem anmutigen Gotteshaus, das Abdul Hamid während der letzten Jahre seiner Regierung geschassen hatte. Und ihr Wunsch wird erfüllt. Abdul Hamid aber zeigte bei dem Tode der alten Getreuen die tiefste Trauer: Er verfiel in Melancholie, und von neuem traten die quälenden Erscheinungen jenes Magenleidens auf, das in den letzten Wochen die Cholerafurcht den Exsultan beinahe hatte vergessen lassen.
Während der Cholerawochen, die in Saloniki schnell vorübergingen und nur .wenige Opfer forderten, litt der Exsultan schrecklich unter der Furcht, angesteckt zu werden, und dazu kam die Angst, einer Vergiftung zum Opfer zu fallen. Er nährte sich dre ganze Zeit über ausschließlich von Eiern und sogar die Milchspeisen, die sonst seine Lieblingsgerichte bildeten, wurden von der Tasel verbannt. Das körperliche Befinden des entthronten .Sultans ist überhaupt ein fehr ungünstiges, und in unterrichteten Kreisen rechnet man sogar nut einem baldigen Ableben des Mannes, der den „Sturz von höchster Hohe" me hat verwinden können.
Sie Tragödie zweier Frauen.
Das Ende der Pfeil-Aftäre.
(Von unserem Korrespondenten) Graudenz, 15. Februar.
Die Angelegenheit der Gräfin Stephanie von Pfeil und Klein-Ellgut hat nunmehr ihre Erledigung gefunden, soweit Graf Pfeil in Frage kommt und zwar in einer Form, wie sie nach der ganzen Sachlage und nach den Ergebnissen der Thorner und Berliner militar- gerichtlichen Verhandlungen gegen den Grafen Pfeil nicht anders zu erwarten war. Wie ich erfahre, ist der Hauptmann im 129. Infanterie- Regiment- zu Graudenz, Graf Hans von Pfeil und Klein-Ellguth, Ende Oktober vorigen Jahres vor den Ehrenrat gestellt und dieser hat auf
Abschied unter schwersten Bedingungen erkannt, nämlich auf schlichten Abschied ohne Pension und unter Verlust des Rechts, die Uniform und den Titel Hauptmann zu tragen. Der Kaiser hat jedoch nach Vorlegung dieses von feinem Begnadigungsrecht insoweit Gebrauch gemacht, als er dem Grafen Pfeil den Titel Hauptmann a. D. beließ. Der Pensionsverlust und die Aberkennung der Uniform bleibt jedoch bestehen. Graf Pfeil war bereits nach Einleitung der verfchiedenen (zum Teil noch schwebenden) Strasversahren vom Dienst suspendiert worden, erschien aber noch zu der großen kriegsgerichtlichen Verhandlung im Juli vorigen Jahres vor dem Gericht der Königlichen Kommandantur in voller Uniform. Er hatte sich damals wegen Mißhandlung feiner zweiten Frau, einer geborenen Baronesse von Behr, ferner wegen Mißbrauchs der Dienstgewalt, Entwendung von Zeitungen aus einem Graudenzer Eafs und anderer Straf»
sicht. Dort stellt sich fogar ein Literat von
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An einem einzigen Tage ist Frankreich von zwei schweren Eisenbahn-Katastrophen heimgesucht worden, die beide zahlreiche Menschenleben gefordert haben. Das erste Unglück ereignete sich auf der französischen Westbahn und ist (wie inzwischen festgestellt ist), auf das in Frankreich allgemein recht mangelhafte Signalwesen zurückzuführen. Der zweite, leichtere Unfall, fand auf der Station Violais im Departement Pas de Calais statt. Wir erhalten über die Katastrophen folgende telegraphische Meldungen:
Paris, 15. Februar.
Ein schweres Eisenbahnunglück ereignete sich gestern abend auf der staatlichen Westbahnstrecke auf der Strtiuu Courville bei Chartres auf der Linie Paris-Brest. Der Expreß zug von Paris nach Brest, der um 5 Uhr den Pariser Bahnhof vcerlaffen hatte, stietz um 6.12 Uhr mit dem ans der entgegengesetzten Richtung auf demselben Gleis fahrenden Güterzug aus Brest zusammen. Der Zusammenstoß der beiden, mit voller Geschwindigkeit fahrenden Züge war für «Hitz ar. Die ersten Wagen und die Lokomotiven wurden vollständig zerstört und ein auf dem Nebengleis haltender Güterzug wurde durch die umherfliegenden Trümmer stark beschädigt. Durch die zerstörten Kessel der beiden Lokomotiven der. Schnellzüge wurden alle drei Züge in B r a n d gesetzt. Zahlreiche Wagen sind vollständig vernichtet. Bisher sind acht Tote aus den brennenden Trümmern hervorgezogen worden, die Zahl der Schwerverletzten läßt sich noch nicht übersehen. Erst nach Mitternacht war bei Fackelbeleuchtung die Bergung aller Leichen beendet. Zehn Schwerverletzte, die sämtlich kaum mit dem Leben davonkommen dürften, wurden ins Hospital gebracht. Unter den Toten sind die Maschinenführer und mehrere Personen, die sich in Paris aufgehalten hatten und in ihre Heimatstadt Brest zurückkehren wollten. Nach den bisherigen Feststellungen befindet sich unter den Toten kein Ausländer. Nach ben neusten Meldungen ist att dem Zusammenstoß wiederum das mangelhafte Signalwesen schuld. Der Arbeitsminister P o u c e ist noch in der Nacht mit einem Separatzuge an den Schauplatz der Katastrophe a6gereift. Der zweite Unfall ereignete sich gestern abend um neun Uhr auf der Station Siclais im Departement Pas de Calais, wo ein Arbeiterzug mit einem Kohlenzug zusammenstieß. Drei Arbeiter wurden getötet und zahlreich e andere schwer verletzt. Die Ursache des Unglücks ist falsche Weichenstellung.
Von den bei dem Unglück in Courville Getöteten konnten bisher fünf Leichen rekognosziert werden. Sämtliche Leichen sind furchtbar verstümmelt und die meisten halb verkohlt. Man befürchtet, daß sich unter den noch glimmenden Trümmern der Züge noch mehr Tote befinden. Von dem verunglückten Ervreßzug ist nichts übrig geblieben, als ein Gewirr von Eifengestänge und verkohlten Holzteilen.
1. Jahrgang.
Nummer 63.
Nummer 63. Jayrgang.
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Hessische jffttnöjfitung
Casseler
Fernsprecher 951 und 952,
Donnerstag, den 16. Februar 1911
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