Nr. 59. — i. Jahrgang.
Casseler Neueste Nachricht«»
Sonnabend, 11. Februar <«11.
Stadtverwaltung und namentlich von der
Han
lichste unterstützt
Witterung voraus: Zunehmen Bewölkung,
etwas milder, vorerst keine erbeblichen Nie-
Die
besserer Einsicht . .
' -u-
Wiedergabe.
-e-
Kleiner Feuilleton.
T, vernrrcy steppet, I feiner zusammengeschrumpften Geldmittel be- ™
Sie UMMMk innfaMlO Seiten.
<.
das warf
uif« Die hat
Kiderlen und der Waflerzoll.
(Telegramm unseres Korrespondenten.) Aus dem Reichstag wird uns berichtet;
Die neue Milttarvorlage.
Berlin, 10. Februar. (Telegramm seres parlamentarischen Mitarbeiters.) Budgetkommission des Reichtags
A Ein „netter" Schlafkollege. Der aus Düsseldorf zugereiste Schweizer Albert P. mietete sich bei einer in der Ottosttaße wohnenden Frau ein und mußte mit einem anderen Mieter das Zimmer teilen. Als P. eines Tages allein war, erbrach er den Kofser des Ztm- mergenossen und eignete sich die darin ausbewahrten Ersparnisse in Höhe von 330 Mark an. Die Casseler Strafkammer verurteilte den netten Schlastollegen deshalb heut »u einem
die Gattin des Polizei-Wachtmeisters Dimitrow während einer mehrtägigen Abwesenheit ihres
öffnete, fand sie darin zu ihrem Entsetzen den Kopf ihres Mannes, in Wachsleinwaud ctngt« wickelt. Dimitrow galt als ein äußerst tüchtiger und dabei strenger Beamter, der bei den Terroristen ebenso gehaßt wie gefürchtet wurde. Es handelt sich offenbar um einen Racheakt seitens der revolutionären Elemente.
A Zur Hebung deö Verkehrs. Die Königliche Eisenbahn-Direktion soll (wie man uns mitteilt), die Absicht haben, auf der Strecke Cassel-Kirchditmold-Wilhelmshöhe mit dem Beginn des Sommers einen neuen elektrischen Triebwagen einzulegen, der durch den gesteigerten Verkehr notwendig wird.
(In dem Gutachten wird dann daraelegt, wie damals die Mittel für die Strecke Cassel-Volkmarsen bewilligt und die Regierung ersucht wurde, die Frage des Banes einer Bahn von Cassel nach Köln eingehend zu prüfen. Die Regierung sei sedoch an eine ernste Prüfung der Frage gar nicht heranqe- gangen. Nachdem dann darauf hingewiesen wird, daß sich die Verhältnisse seit jener Zeit
Köln-Lüsieldors elektrisch :
(Telegramm unseres Korrespondenten.)
Letzte Telegramme.
(Rach Schluß der RedaMon eingegangen.)
A. Casseler Musiker in Bayreuth. Wie Noch erinnerlich sein dürfte, dirigierte vor Kurzem Siegfried Wagner im hiesigen Kgl.
Das „Corps der Rache/' Warfchau, 10. Februar. (Pvivak
nung erhöht sie noch den angenehmen Eindruck ihrer Leistungen. Von den übrigen Mitwirkenden seien Herr Wurzel (Lothario), Fräulein Herpe (die die Mignon mit Piel Innigkeit sang) und Herr W a r b e ck (Latzrles) hervorgehoben. Bei Herrn Koegel (Wilhelm Meister) hätte man gewünscht, daß mehr innere, geistige Anteilnahme an der so dankbaren Rolle zum Ausdruck gekommen wäre. Die Vertreter der kleineren Rollen trugen rhr Bestes zum Gelingen des Ganzen bei, und die schönen Dekorationen und die ganze Inszenierung erzielten eine hervorragend günstiae Gesamtwirkung. Chor und Orchester bewegten sich auf der üblichen Höhe und besonders die Kuvertüre erfuhr durch das Orchester unter der sichern Leitung des Herrn Dr. Zulauf eine sein ausgearbeitete, dynamisch gut abgetönte
Schabacker, Landessekretär, Cassel; Hans Uhlendorf, Ingenieur, Cassel: Julius Becker, Fabrikant, Großalmerode: Karl Koch, Privatmann, Grabenstein: Mar Grünbaum, Fabrikant, Cassel; Rudolf Runckel, Landwirt, Wölf- ferode; Otto von der Malsburg, Rittergutsbesitzer, Elmshaufen; Karl Weber, Oberlehrer, Cassel, und Wilhelm Buchholz, Geheimer Ober- Baurat, Cassel.
A Unsere Handelskammer. Die Casseler Handelskammer erstatcte in ihrem soeben herausgegebenen vierten Heft des Jahrgangs 1910 einen Bericht über ihre Tätigkeit in den Monaten August, September und Oktober. Man nimmt mit Interesse von dem Inhalt des Büchleins Kenntnis, da aus ihm hervorgeht, wie intensiv die Casseler Handelskammer alle wirtschaftlichen Fragen der Residenz verfolgt und zu fördern bestrebt ist. Neben den an anderer Stelle mitgeteilten Hingaben und Gutachten, seien hier zwei weitere Eingaben aus dem Bericht herausgehoben: Die eine betrifft die an die Königliche Eisenbahndirektton gerichtete wegen der Einlegung eines neuen Nachtschuellzug sp aares zwischen Berlin und Cassel. Der Eingabe ist
wenig verändert hätten, heißt es in den, Gutachten weiter):
Eine durchgehende, für den Vollbetrieb eingerichtete Linie ist aber nach wie vor ein dringendes Bedürfnis, da das ftagli>*>e Gebiet feine wirtschaftlichen Stütz- und Zielpunkte hauptsächlich in Köln einerseits und in Cassel anderseits findet. Köln ist von: Cassel aus nach wie vor nur auf großen Umwegen zu erreichen, und aus engern Beziehungen zu einem der wichtigsten Mittelpunkte des rheinischen Erwerbslebens werden zweifellos neue Möglichkeiten des Aufschwungs für Gewerbe. Industrie und Handel in Cassel zu erwarten sein. Ferner würde Cassels engeres Hinterland nach Westen hin erheblich erweitert werden. Eine Vollbahn- verbindunq für Köln würde für Cassel weiter aus dem Grunde von größter Bedeutung fein, weil es dadurch einen neuen und wichtigen Anschluß an internationale Verkehrsbeziehungen erhalten würde.
Die Darlegungen der Handelskammer wirken so überzeugend, daß es sich erübrigt, sie zu kommentieren und man darf hoffen, daß auch Herr von Breitenbach, der bekanntlich mitten ,im Zeichen des Verkehrs" ! steht, sich den hier vorgebrachten Gründen nicht I verschließen wird. Es scheinen zurzeit f i - nanz ielle Gründe zu sein, die den Minister zu einer Ablehnung des Projekts veranlassen, aber diese Gründe sind nicht auch für später gegeben, und es wird sich deshalb empfehlen, das Projekt nach wie vor mit allem Nachdruck zu fordern. Vielleicht kommt dann eines Tags auch Herr von Breitenbach zu
deshalb an die Handelskammer mit der Bitte, eine Aenderung in der Terminfestfetzung veranlassen zu wollen. Die Kammer hat darauf an den Magistrat der Residenz einen Antrag gerichtet, daß nach Eröffnung des neuen Viehhofs der ViehMarkt an den Wochentagen Montag und Donnerstag statt- finden möge. Da zurzeit noch Erhebungen schweben, ist eine Regelung der Angelegenheit noch nicht erfolgt; es ist aber Aussicht vorhanden, daß der Anregung der Handelskammer stattgegeben werden wird.
man zunächst mit den Nachbarstaaten Oesterreich und Holland verhandeln, und dann erst dem Reichstage mit der entsprechenden Vorlage kommen solle, oder ob umgekehrt erst de» Reichstag seine Entscheidung zu treffen habe. Staatssekretär von Kiderlen- Wächter erklärte hierauf, daß erst der Reichstag gehört werden falle. Erst nachdem dies geschehen sei, werde man mit den Nachbarstaaten verhandeln. Der Staatssekretär erklärte dann weiter: „Gegenwärtig herrscht nur geringe Neigung, in Verhandlungen einzutreten. Ich nehme aber die Sache nicht tragisch. Die Nachbarstaaten kennen eben die Vorteile, die ihnen das Gesetz bie- tete, noch nicht, und daraus resultiert ihre Abneigung. Wenn sie erst die Vorteile kennen werden, dann werden sie auch z« Verhandlungen bereit sein."
Die Kasseler Reichstagswahi.
Berlin, 10. Februar. (Telegramm rm-
WahlprvfungSkommiffion des Reichstags hat heute die Wahl des Abgeordneten Böhme (5. Cassel) für gültig erklärt. Gegen die Wahl war bekanntlich Protest erhoben worden.
△ Eine „gesuchte" Persönlichkeit. Auf der Anklagebank der Casseler Strafkammer ; heute der Schweizer P. wegen Fahrraddiebstahls, der ihm eine Gefängnisstrafe von sechs Monaten einbrachte. Wegen gleicher Straftaten wird P. von den Staats- anwalffchasten in einer ganzen Anzahl von Städten verfolgt. Vorgestern wollte P. sich in einer Strafzelle der irdischen Gerechtigkeit durch Selbstmord entziehen; seine Absicht konnte jedoch noch rechtzeitig vereitelt werden.
/v Das „Verhängnis des Humpelrocks". Ein L e s e r unseres Blattes, der sich als Feind der neuesten Damenmode bekennt, schreibt uns: Kommt da gestern über den Marttnsplatz ein« Dame einhergetrippelt, weil sie infolge des engen Rocks nur ganz kleine Schritte (noch kleiner als sonst) machen konnte. Mit einem Wagen der gelben Linie wollte sie nach Wil- helmshöhe fahren, wenn ihr . . . der Humpelrock nicht die Absicht durchkreuzt hätte. Alle Versuche, das kleine Füßchen auf das Trittbrett des Straßenbahnwagens hinaufzubringen, blieben erfolglos. Der enge Rock hielt >ie Füßchen fest umklammert. Da die Situation chließlich recht peinlich wurde, setzte die Dame im Humpelrock den Weg zu Fuß fort
A Kleine Tageschronik. Herr Zugführer a. D. Jobs Rommel und feine Gattin feiern heute ihre goldene Hochzett. Der König hat dem Jubelpaare die Ehejubttäumsmedaille verliehen, die Herr Pfarrer Nordmann überreichte. — Auf der Holländischen Straße schlug heute mittag ein Betrunkener eine große Schau- sensterscheibe ein. — Aus der Leipziger Straße stießen heute vormittag zwei Fuhrwerke zusammen, wodurch das eine beschädigt wurde. Die Polizei stellte den Namen del Schuldigen fest. — Zwei Kupferdiebe wurde« heute von der Strafkammer zu drei und sieb«
in ihrer heutigen Sitzung die Vorlage über die Friedenspräsenzstärke des Heeres nach kurzer Debatte angenommen und die Reuforderungen bewilligt.
Der Kommandeur vom sechsten Korps.
Berlin, 10. Februar. (Telegramm.!. Zum Nachfolger des Generals der Infanterie von Woyrsch, des biherigen kommandierenden Generals des sechsten Armeekorps, ist der Kommandeur der 17. Division, Generalleutnant von Pritzelwitz, ernannt worden.
Februar-Sturm im Süden.
Rom, 10. Februar. (Spezial- Telegramm.) Aus Sizilien und in Süd- Italien herrschen andauernd Sturm und Kälte. In vielen Orte« haben sich starke Schneefälle ereignet. In Messina und Reggio di Calabria wurden sogar die Schulen wegen der Kälte geschloffen. Im Hafen von Palermo wurden durch schweren Seegang viele Schiffe auf die Quais geschleudert. Ter österreichische Dampfe« „Lzeania" wurde stark befchädigt, Menschenleben find bisher noch nicht ju beklagen.
A Cassels Viehmärkte. In Cassel finden in jeder Woche drei Viehmärkte statt (Dienstag, Donnerstag und Freitag), außerdem wird noch an jedem ersten Mittwoch int Monat ein Jungviehmarkt abgehalten. In be-
Aus Berlin wird uns depeschiert: Wie der Eiseubahnminister heute im Abgeordnetenhaus mitteilte, steht die Konzession der elektrischen Schnellbahn Köln-Düsseldorf nunmehr in naher Aussicht. Während aber die Gemeinde Köln das Projett sehr eifrig stützt, steht man feiner Verwirklichung in Düsseldorf mit gemischten Gefühlen entgegen, weil man hier die Bahn nur dann für ersprießlich hält, wenn fie von vornherein ______
fein Torso bleibt, sondern bis Dortmund △ Das „Abenteuer" des Fürsorgezöglings. durchgeführt wird. Anfangs Dezember vorigen Jahres entwich
----- der Fürsorgezögling Chr. Engelhardt _____„________ . . „ _ j Die neuen Geschworenen. Heute vormit- aus der Korrekttonsanstalt in Rengshausen. Theater ein Abonnements-Konzett. Bei dieser wurden im Landgerichtsgebäude die G e - In der Wohnung seines Vaters und im Hause Geleaenbeit wurde er auf die ausgezeichneten Ischworenen für die im März beginnende seines verheirateten Bruders erbrach er alle Rtätte ves Kal Theater-Orchesters aufmerk- Schwurgerichtstagung ausgelost Aus der 192 Behältnisse, und eignete sich Kleidungsstücke s„6 h,;, seinesAbreise zwei Mit- Namen enthaltenden Urne wurden die Namen und Barmittel an. So ausgerüstet, begann er ;am, so daß kurz nach semer Abrefte zwei " foIaenbrt dreißig Herren gezogen: Otto Mate, ein »freies Leben" zu führen und in die Welt glubcr unserer ersten Kapelle . Privatmann, Cassel; Georg von Eschwege. hjnauszudampjen. Seine Fahrten führten
Teilnahme an den Wagner-Aufführungen ^ Gutsbesitzer, Reichensachsen: Rudolf »oben- it)n hjz nach Helgoland, wo er in Anbetracht Bayreuth erhielten. Es sind btc »etren i 6eim Kaufmann, Ullendorf: Heinrich Stepper, I feinet zusammengeschrumpften Geldmittel bc- Gählert (Bratsche) und Keller (Geige), ®el)r1 Kaufmann, Wolfhagen; Wtthelm "“2:'^““' i scyroß, zunächst bie Heimreise unzuireie,«. J-- erfreulich ist es, daß unser Kgl. Orchester nun Landwirt, WilhelmshauseN; Hermann Rosen Cuxhaven wurde er indessen verhaftet und auch in Bayreuth vertreten ist, da dort nur stock, Gutsbesitzer, Obersuhl; Karl Weltmeyer, ^r Aburteilung nach Cassel gebracht. Vor
allererste Kräfte verwendet werden.
uix- „Das Objett". Wie uns aus Berlin geschtteben wird, brachte das dortige Lustspiel- Haus eine Komödie heraus, die den fachmännischen Titel .Das Objekt" trägt Der Verfasser des Stückes ist ein Berliner Rechtsanwalt namens Fritz Selten. Im Mittelpunkte der Handlung stehen ein angehender Rechtsanwalt, der von feiner Zukünftigen und deren Familie zur Uebernahmc eines-sensationellen Mordprozesses gedrängt wird, und ein ebenso genialischer wie wurmsttchrger Baron, der sich mutwillig in den Verdacht des Mordes brachte. Das Stück fand viel Beifall.
Verwaltung und namentlich von der △ Die Bevölkerungsbewegung in Cassel, a a <rvT
delskammer auf das angelegent- Zn der Woche vom 29. Januar bis 4. Februar n 6
«Uflx unterstützt wurde. Eingehend erörtert betrug der Geburtenüberschuß in Cas- m2t jur bett morgigen
wurde die Frage in bet Sitzung des Hau sel nur 25 gegen 40 im Vorjahre. Wahrend die L"^^ud jur Hessen-Nassau folgende
zwischen dem Süd-Osten und dem, - ,------- - - . ; „ . . , r ,__
Westen der preußischen Monar- ein umfangreiches Material beigefugt worden, chie würde für den Aufschluß und das beweisen soll, wie notwendig eine Nacht- für den wirtschaftlichen Zusam- Verbindung auch im Interesse einer besseren menhang des in Frage kommen- Postverbindung mit Berlin ist. Unter den Gebietes von allergrößterden jetzigen Verhältnissen gelangen die abends Bedeutung fein. Wie sehr die zwi- in Cassel aufgelieferten Briefe in Berlin erst scheu Cassel und Köln offen gelassene Lücke bei der zweiten Bestellung an die Adressaten, das System des preußischen Bahnnetzes Die andere an die Eisenbahndirektton gerich- durchbricht, tritt bei Bettachtung einet Eisen- tete Eingabe, die die Einlegung von Schnell- bahnkatte auf das deutlichste zutage. Zügen zwischen Essen-Münster und
Nachdrücklich wurden die Bemühungen Cassel befürwortete, hatte den Erfolg, daß um Ausbau einer Vollbahn zwischen Cassel die Direktton zugesagt hat die Angelegenheit und Köln gegen Ende der achtziger Jahre mit den im Frage kommenden Eisenbahn- Wieder aufgenommen. Damals bestand in direktionen näher zu prüfen und dann weitere C a f f e I ein Arbeitsausschuß, der von der Mitteilungen zu machen.
A Die Abrechnung für das Soldatenheim. Gestern nachmittag hielt das .Landeskomitee für Hessen zum Bau des Vatetlän- difchen Soldatenheims in Ohrdruf" int Centtal-Hotel eine Sitzung ab, in der die endgültige Abrechnung erfolgte. Generalleutnant z. D. von Holleben erstattete den Kassenbericht, aus dem folgendes entnommen sei: Der Gesamtertrag der Spenden für Hessen (ausschließlich der nicht zum XI. Armeekorps gehörenden Bezirke) betrug 13.358 Mark. Diese Summe wurde in folgender Weise aufgebracht: 3368 Mark durch freiwillige direkte Spenden fertS parlamentarischen Mitarbeiters.) von Privatpersonen, 1808 Mark durch Kollek- tanten, 369 Mark durch Sammlungen in Marburg, 2460 Mark durch Sammlung im Regierungsbezirk Cassel (ohne Stadt), 1347 Mark int ! Fürstentum Waldeck, 785 Mark durch Samm- I lung in den Krieger-Vereinen, bei Behörden und Korporattonen und 3394 Mark durch kirchliche Kollektion. Der Gesamterlös wurde durch die hiestge Filiale der Dresdner Bank an das Bankhaus Müller in Gotha abgesührt. Die gesamten Baukosten des im Sommer vorigen Jahres feierlich eingeweihten Soldatenheimes betragen 94.220 Mark, von denen durch Sammlungen 82.723 Mark gedeckt sind; 11.497 Mark sind mithin noch aufzubringen. Man hofft, diese Summe auch noch durch freiwillige Beiträge aufbringen zu können. Postdirettor Major a. D. Schlüter in Cassel bat sich bereit erklärt, weitere Spenden zur Ueberweisung an das Zen- ttalkomitee in Gotha entgegenzunehmen.
teiligten Kreisen neigt man nun zu der An- . „ .... ._. ...
sicht, daß diese Termine den hiesigen Verhält- 3« bet Reichstagsromm.jfton für nissen schlecht angepgßt seien. Man wandte sich ® ch t ff a h r t s ab g ab e n - G e setz
- -- • - --- -- - heute der Betichterstatter die Frage ans, ob
lioa, «fuiyucuoiL, jut ÄDurieuung naaj y_auei georacy'- ™ ' a «„„»t.nmhrifrn ritt
Gutsbesitzer Sellbach; Georg Kleinvogel Kau;- ^t Strafkammer endete heute die Haupt- Mannes " dienstlichen ^Sdegenhettent cm mann, Großalmerode; Gustav Esckerick. Pri- Verhandlung mit der Verurteilung des Ange- ??st^." „b £„LC^trm E-tticp-n den
vatmann, Cassel; Fritz Eckhoff. König! Baurat Ha^en Einern Jahr Gefängnis. fn"h fip """" 1,1 ,berm GK±fc*-n 6e”
Cassel; Karl Knaus, Archltett, Gand: Jakob1 Heidtrnann, DampsschneidemüülenbeutzLt, Obet- kaufungen: Gustav Riederich, Kaufmann, Hofgeismar: Konrad Scherb. Land- und Gastwirt, Obermöllerich; Ernst Holzapfel. Metzgetmeistet, Eschwege; Ernst Ludwig, Hosgärwet, Cassd: Karl Hoppe, Gutsbesitzer, Genfungen: Rudoft vom Hagen, Kaufmann, Cassel; Heinrich Faulhab, Gutsbesitzer, Guntershausen; vemnch Becker, Fabrikant, Cassel; Walter Schneider, Reaierunas- und Baurat. Eschwege; Auaust -<obr
ober um bloße Fahrlässigkeit handelt, I Bedeutung geht klar aus einem Gutachten Herbie leicht zu einer furchtbaren Katastro"^ hätte vor, das die Raffelet Handelskam- fiihren können. Der schlecht bewachte Bahnhof Intet dem Regierungspräsidenten in biefer Anwird nachts fast regelmäßig von plünderndem gelegenheit erstattet hat, und worin es heißt: Gesindel helmgesucht. . Die Herstellung einer Vollbahn von
» Die Champagnerkneipc ,m Kielraum. Cassel nach Köln ist bereits seit Jahr-
Wie uns aus H u l l berichtet wird, wurden im zehnten von den beteiligten Kreisen in
Kielraum des aus Dünkirchen eingetroffe-1 Cassel, sowie in dem sonst in Frage kommen- nen französischen Dampfers Herold die Lei- den Verkehrsgebiet auf das lebhafteste b e - Hen von drei Arbeitern gesunden, die offenbar fürwortet und immer aufs neue Wieder
durch Einatmen von Kohlengas den Tod angeregt worden. Schon daraus ergibt sich,
gesunden hatten. Reben den Leichen befanden U"d dauernd das .^n-
r 1 tereffe für die Ausführung dieses immer
sich halbgclcerte Champ gner;la;chen noch fehlenden Gliedes unseres Bahnsystems
~ Die Erde zittert! Rach einer Meldung ist Unseres Wissens sind die Bestrebungen
«us Graz schreckte vorgestern gegen vier Uhr nach Herstellung dieser Verbindung zuerst
morgens ein heftiger Erdstoß in Raibl in nach Vollendung der Halle-Casseler Bahn zu
K ä r n t h e n die Bewohner aus dem Schlafe. Anfang der siebziger Jahre des vorigen
Die Bewegung bauende mehrere Sekunden in Jahrhunderts ausgenommen oder doch leb-
ber Richtung von Osten nach Westen. bastel betrieben worden. Die Bahn Gaffel«
= Das Schwarze Meer im Eis. Einer ^ürde ein« fast gradlinige Fortsetzung
Nachricht aus O d e f s a zufolge ist der Odessaer !
Meerbusen bis Otsitzakow vollständig mit Eis -.chinrenweges nach Breslau bllden. Eine
bedeckt. Die Einfahrt der Dampfer in den laufend^'" Uede
Hafen ist äußerst beschwerlich. Die Haseyver- loufcnbe Berd rnd ungs st recke waltung hat um Entsendung eines Eisbre- I chers aus Nttolajew gebeten. . I
nr Die Tragödie des Fremdenlegionärs. Einer Drahtnachricht aus O r a n zufolge ist ein Fremdenlegionär namens Roncheller, der auf der Flucht vor den Verfolgern in das Meer gesprungen war, um schwimmend einen dänischen Dampfer zu erreichen, ertrunken.
nr Im Meer verschollen? Nach einer Depesche aus H e l s i n g f o r s ist die Eisscholle, die mit zweihundertdreiundfünfzig Fifchern ins Meer hinausgetrieben war, in mehrere Teile g e b o r st e n. Ein Teil der Fischer ist gerettet. lieber hundert jedoch, die die Eis-1 schölle nicht rechtzeitig verließen, wurden wieder ins Meer getrieben. Ihre Lage ist gefährlich, da die Lebensmittel verbraucht sind. Gestern abend ist von Helstng- sors der Eisbrecher S a m p e ntit Vorräten and Aerzten aufgebrochen. Er ist bisher nickt surückgekehrt. Nähere Nachrichten fehlen vorläufig.
~ Wild-West. Wie uns aus L u b l i n telegraphiert wird, wurde unweit der Stadt eine von Polizisten begleitete G e l d p o st von fünfzehn Bewaffnet?« überfallen.. Fünf Polizisten wurden getötet. Das Geld ist angeblich gerettet worden.
Das Neueste ans Wei.
Seine Schnellbahn kaffel-SSln!
Berlin, 10. Februar. (Telegramm.) In bet gestrigen Sitzung bet Bubgetkom- miffion beS Abgeordnetenhauses gab bet Eisenbahnminister von Breitenbach bei bei Behandlung der „Elektrisierung von Bahnlinien" bi? Erklärung ab. daß et sich dem Bahnprojekt Cassel- K 5 l n gegenüber ablehnend verhalte. Diese Mitteilung wird man in allen Kreisen unserer Bevölkerung mit großem Bedauern hören, umsomehr, da feit Jahren von S t a d t, Handelskammer und wirtschaftlichen Korporationen die dringende Notwendigkeit der Bahnlinie Cassel-Köln mit Nachdruck begründet worden ist, und man annehmen mußte, daß sich der Minister überzeugende« Gutachten nicht entgegenstellen werde. Man darf aber doch noch hoffen, daß der bekanntgegebene Befchluß des Ministers nicht der endgültige ist, und deshalb an die maßgeblichen Stellen die Bitte richten, in der weiteren Verfolgung des Bahnprojetts nickt zu erlahmen, da feine Ausführung für die Residenzstadt Cassel von außerordentlich großer wirtschaftlicher Bedeutung ist. Diese wirtschaftliche
ses der Abgeordneten am 30. Mai 1891 bei Zahl der Todesfälle die gleiche blieb, beider Beratung des Gesetzentwurfs betreffend ringerte sich die Zahl der Geburten von 79 auf die Erweiterung, Vervollständigung und 64. Unter den Gestorbenen befanden sich fünf verschlage, besseren Ausrüstung des Staatsbahnnebes. Kinder (gegen vier im Vorjahre) im Saug- - - - ■ ......'lmgsalter. Die Todesursachen waren
hauptsächlich Diphterie, Tuberkulose und Erkrankungen der Ätmungsorgane.