1. Jahrgang
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Sonnabend, den 11. Februar 1911
Fernsprecher 951 und 952.
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werden.
gramm aus
Peking, 10. Februar.
Die Meldung von dem tragischen Ende des üenstvollen Weimarer Gelehrten dürfte nicht
und Inselgruppen, die für den Seeweg nach
Indien irgend wichtig sind), 1888 aus dem
*
Kriegsgefahr am Balkan?
gramm aus
Belgrad, 10. Februar:
a richtete unter den türkischen entsin und Peking alles wohl ist,, unv tz e Verheerungen an. Die daß die fremden Niederlassungen m Tremsin t jedem Tage kritischer und die I und das Gesandtschaftsviertel in Peking
chend), England hat ohne Zweifel wie beim Jemenaufstand von achtzehnhundertfünfundneunzig, so auch beim jetzigen Hand und Geld i m S p i e l und wird tun, was es halb
arabischen Festlande 40,000 Quadratkilometer an der Südküste, von Aden aus ostwärts strei-
Tie Deutsch-Asiatische Bank in, Berlin gibt bekannt, daß nach einer soeben eingetroffenen Depesche bei ihren Abteilungen in -r l».
pestfrei sind. In den chinesischen Vierteln beider Städte seien allerdings Pestfälle vorgekommen. Ueber das weitere Vordringen def Pest berichtet uns ein Speztal-Tele«
hindurch zu erreichen. Die Türken, die bis zum Jahre achtzehnhundertdreiunsssieb-
Wegs unauffällig tun kann, um die Türken nicht zum Ziele kommen zu lassen. Doch wird das gerade jetzt nicht gar so viel sein können, und die Türken haben infolgedessen gute Aussicht, die vier jemcnischen Wtlajets jetzt endlich fester ans Reich zu keften. Ob sretlich englische Staatskunst und türkische Geldklemme in den nächsten Jahrzehnten überhaupt gestatten werden, die Hedschasbahn über Mekka hinaus nach Hodeida und Sana zu bauen und damit das abgelegene Land dem Reiche wirklich anzugliedern, steht noch dahin: Die Unruhe im türkischen Völkerkessel und das raffinierte Intrigenspiel englischer Politik sind Dinge, mit denen die unterm Halbmond Maßgeblichen auch im Glücksrausch rechnen müssen, und wer weiß,
ob nicht, trotz allem über Nacht grade im Lande Jemen die Völkerkarte eine scharfe Korrektur erfährt... ?
Suphan hinterläßt nur zwei Kinder, deren Verzweiflung und Trauer grenzenlos ist. In Weimar selbst erregt der Selbstmord des Forschers großes Aufsehen. Der Gelehrte, der als Mensch von bestrickender Liebenswürdigkeit war, erfreute sich in der dor-
Die kürzlichen Meldungen der „Nowo Wreme" über die Lage im Sandjak R o -
Jn Tschang-ffchu sind allein am gestrigen Tage über achthundert Pest lei- chen verbrannt worden. Da auch sämtliche Totengräber der Pest zum Opfet gefallen sind, war es bisher unmöglich, di« in den letzten Wochen verstorbenen Personen zu bestatten. Die Epidemie hat in der Provinz Tschang-tschu den Kulminationspunkt erreicht, indem gestern Hundert- Vierzig Tote zu verzeichnen waren, die höchste Totenziffer feit Ausbruch der Pest. Infolge der aus russischen Quellen kommenden Meldungen, daß Hunderte von Pestleichen die Straßen und Felder in der Nähe der Städte und Dörfer im Norden und Osten von Charbin bedecken, hat das diplomatische Korps gestern bei der chine- sische-n Regierung sehr ernste Vorstellungen erhoben, und das Ersuchen gestellt, Kavallerieabteilungen nach diesen Gebieten zu entsenden, um die Leichen zu bestatten. Der ganze Norden der Mandschurei ist nunmehr von der Seuche heimgesucht. Rußland verbietet den Chinesen die Zuwanderung nach den Seeprovin» zen; ebenso hat Japan Militärwachen an der koreanischen Grenze ausgestellt.
Nach einem uns aus Petersburg zugehenden Spezial-Telegramm ist in Pensa in Mittelrutzland gestern bei Ankunft eines Zuges ein pest verdächtig er Fall konstatiert worden. Der Wagen, in dem sich der erkrankte Reisende befand, sowie fünf andere Waggons, die ungefähr hundertzwanzig Insassen bargen, wurden außerhalb des Bahnhofs geführt, wo sie von einem Militär- ko r d o n bewacht wurden. Der betreffende Reisende kam aus den russischen Seeprovinzen aus Ostasien und hatte in Charbin den Wagen nicht verlassen. Dr« Behörden haben eine bakteriologische Untersuchung des Kranken eingeleitet.
Wetterleuchten?
Der Kamps ums Land des Jemen.
Vom Demen her dringt Kriegs lärm (tun Westen und die Türkei sammelt im choleraverseuchten Land Zehntausende von Trup-
Nn Gelehrten Drama.
Geheimrat Suphan durch Selbstmord geendet. (Telegramm unsers Korrespondenten.)
Weimar, 10. Februar. (Telegramm.) Der Geheime Hofrat Professor Dr. Suphan, der bisherige Leiter des Goethe-Schiller-Archivs hat gestern seinem Leben durch Selbstmord ein Ende gemacht. Das Motiv dürfte wahrscheinlich darin zu suchen sein, daß der Gelehrte, der infolge Krankheit am ersten Januar von seinem Amte zurücktrat, anscheinend in Schwermut verfallen war.
niederzuhalten, die sich der Aufgabe um—bjn- dert durch ein Zusammengehörigkeitsgefühl "-it den Niederzuhaltenden oder gar in der Freude des Hasses unterziehen: Dieser Möglichkeit erfreut sich die Türkei in noch höherm Maße und daS »Glück im Unglück" kommt ihr' jetzt zustatten.
Die Aufgabe im Jemen erscheint vom rein- militärischen Standpunkt aus nicht als überwälttgend schwer. Jemen erfreut sich des alten Namens Arabia felix (den es einem linguistischen Mißverständnis verdanken soll) mit Recht. Zwar darf man auch dort keine tropische Ueppigkeit suchen: Der ein halbes hundert Kilometer breite Küstensaum ist sogar in seiner regenlosen, sandigen Wüstheit nur ein getreues Abbfld des wüsten Inner-Arabien: aber in den Bergtäleru, die die Ueberleitung von der Küste zum Innern bilden, ist doch recht gut sein, und das zur Küste terrassensörmig abfallende Land hat Regen genug, um eine recht intensive Kultur zu ermöglichen. Eine alte Kultur: Die zahlreichen Inschriften, die man aufgefunden hat, ergeben, daß zum min- oeiten im ganzen letzten Jahrtausend vor Christus die in ihrem geschichtlichen Zusammenhang noch ganz ungreifbaren Reiche der Mi- näer und Sabäer es zu stattlicher Blüte und
nur locker und von kürzerer Dauer gewesen ist, so hat das nicht die kriegerische Tüchtigkeit des Landes, sondern seine fast insulare Lage bewirkt: Ist es doch nur über das Meer oder quer durch die öde Wüste Arabiens
pen. Und dennoch hat die junge Türkei Glück im Unglück: Wenn es rings an ihrer Periphe- .
rie kriselt, kriselt es wenigstens nicht gleich- überhaupt mit einem Schattenregiment über zeitig rings in der Runde. Und Albanien, die ferne Provinz begnügen mußten, haben ist längs ruhig, wenn Demen aufsteht. Das immer noch den günstigsten Zugang dorthin: ist mehr Glück, als man verlangen kann. Denn Den durch das nicht ganz öde Hedschas, das wenn die türkikschen Regimenter zu gleicher heilige Arabien, das Mekka und Medina in ser- Aeit westlich des Wilajets Monastier und nein Schoße birgt. Und der Zugang ist noch südlich des arabischen Hedschas erfordert wür- leichter geworden, seitdem die Bahn Beirut- den: Der Respekt vor welchen Truppen sollte Damaskus bis Medina und darüber hinaus dann all die kriegslustigen Battanslaven im auf Mekka zu verlängert worden ist.
Zaum halten, die zum Teil (tote in Bulgarien) Solange also Hodeida unterm Szepter des schon jetzt mahnen, die günstige Gelegenheit zu Halbmonds bleibt, ist auch Jemen gesichert, kriegerischem Vorgehen gegen den Erbfeind zu Schtoierigkeiten, die sich für die Türkei ergeben nutzen? Es ist Glück; es ist aber nicht nur könnten, würden nicht als Jemens Struktur Glück,' sondern auch eine Folge der losen und Bevölkerung, sondern allein mit dem Blick Struktur des Osmanenreichs: Der Zusam- auf Downing Street zu erklären sein: menhang zwischen den einzelnen Teilen, gebil- England, das gegenüber Südarabien seit bet durch die türkische Armee, ist so locker, daß langem eine konsequent auf möglichst geräusch- es nicht einmal zu einer Verständigung zwi- losen Machterwerb gerichtete Politik ver- schen den zentrifugalen Elementen kommt. So folgt hat (1839 nahm es Aden, in der Zeit von genießt das Reich auch die Vorzüge feiner 1854 bis 1896 erwarb es alle Inseln, Inselchen Fehler. Und auch den Vorzug eines weiteren' * Fehlers: Dessen, daß die Bevölkerung allen möglichen Rassen zugehört. Das erlaubt, jetzt albanische Regimenter gegen die Araber im Lande Demen zu verwenden. Der Möglichkeit, die schon Rußland besitzt, den einen Teil des Reichs durch Truppen aus anderen Teilen
Die Pest in Europa?
Rene Schreckenslunde aus dem Osten. (Telegraphische Meldungen.)
v i b a z a r finden nunmehr ihre Bestätigung. Die türkischen Truppen haben tatsächlich unter Mitnahme aller Munition und sämtlicher Gewehre das Land verlasfen und sich nach Saloniki begeben. Dagegen mehren sich die österreichischen Truppen an der Grenze des Sandjaks von Tag zu Tag. Angesichts dieser Ereignisse verkaufen viele türkische Großgrundbesitzer ihre Ländereien in der Annahme, daß das Sandjak in kurzer Zeit wieder von Oesterreich besetzt werden wird. Auch andere serbische Blätter beschäftigen fi* zurzeit in ausführlicher Weise mit der Möglichkeit eines baldigen Krieges auf dem Balkan.
Depeschen aus Konstant kn opel zu-
gehörte längere Zeit polittsch zum Machtbere.ch
des glücklichen Arabien, wie dieses umgekehrt yjele Leute, selbst Frauen und Kin- dann in der ersten Hälfte des nachchristlichen massakriert haben. In Hodeida Jahrtausends in bald engere, bald losere abes- ktnb ncue türkische Truppen angelangt, aber die sinische Botmäßigkeit geriet.) Diese Acker-1 »tobt ist von den Aufständischen zerniert und bauern und Handelsleute haben nie viel krie- die Cholera richtete unter den türkischen S-rische Tugenden entwickelt. Und wenn alle Truppen g r o t * - * * “ ’ ”*......
Fremdherrschaft, die abessinische, die persische,!Lage wird mtt jebtm Taae ........
verdienstvollen Weimarer Gelehrten dürfte nicht nur in Fachkreisen lebhaftes Bedauern wachrufen; denn mit Bernhard Suphan geht einer der bedeutendsten, erfolgreichsten Forscher der klassischen Epoche unserer Literatur dahin. Suphan wurde am 18. Januar 1845 in Nordhausen geboren. Er studierte in Halle und Berlin klassische Philologie, wandte sich dann aber bald dem Studium der deutschen Literatur (zuerst der des 18. Jahrhunderts) zu. Früh schon trat er mit tiefgründigen Beiträgen zur Herderforschung vor die Oeffentlichkeit. Ansehen erregten auch seine feinen Studien Iber Hans Sachs, Friedrich Rückert und über Friedrich des Großen Schrift „De la literature allemande", die 1888 erschien. Seit 1868 war Bernhard Suphan in Berlin im höheren Lehrfach tätig. Er widmete sich dann bald besonders der Goethe- und Schillerforschung, die er spater als seine Lebensaufgabe überhaupt betrachtete.
tiflen Gesellschaft der größten Beliebt
heit Noch vor wenigen Tagen unterhielt _______________
er sich scherzend in einer Abendgesellschaft, stigen Entwicklung dahin geführt, daß et auf sodaß man ihm seinen Entschluß in keiner alle häuslichen Güter zum Schaden der Fa-
(Telegraphische Meldungen.) Depeschen ans Uesküb zusolge bereist O m e' M a d j i, der Delegat des jungtürkischen Zentralkomitees in Saloniki, gegenwärtig das Wijalet Kossowo, um sich dort über die Stimmung der albanesischen und serbischen Bevöl- übrigens auch zu nicht unbedeutender Politk erflärte^er^ei'etner Zusammenscher Macht gebracht halten. Und wenn auch I bte Türkei aller Wahrscheinlich-
Jemen seine alte Bedeutung als Umschlagland nacb öor einem Kriege befinde. Aus für den Handel zwischen Indien und dem Bulgarien und Griechenland schicke man nach Abendland schon zur Ptolemäerzeit einbüßte, der Türkei zahlreiche revolutionäre wenn es auch niemals die sagenhafte Blüte er-1B a n d e n, die für die Regierung in Konstan- lebt hat, die der geographische Aberglaube dem tinopel den Gegenstand ^ernster Besorgmsft schwer erreichbaren Märchenlande im Altertum bfldeten. Fulls Griec^nland und Bulgarien und im ganzen Mittelalter zuschrieb (entsandte Mügeln S^ndasBa^Eweftrtvertoet- doch selbst ein so kühler Realpolitiker wle Ok- I frt bte gurret „ rmw "^1^ tavian Augustus seinen Feldherrn Aelms Gal- mcnban(. hiermit berichtet uns ein Telelus zum freilich ergebnislosen Kriegszug im 1 das „glückliche" Land): Jemen, das fast eine Million Menschen ausschließlich durch seine eigene Agrarproduktion nährt, .und dessen Ernteüberschüsse Hodeida zu einem Jahr für Jahr mehr ausblühenden Handelshafen machen, ist jedenfalls kein Land, in dem die Kriegsführung die besonderen Schwierigkeiten böte, die sich sonst überall im Sande Arabiens ergeben.
Auch die Bevölkerung kann keine solchen schassen. Die ansässigen Araber Jemens sind nicht den kriegerischen, flüchtigen Beduinen des Innern zu vergleichen: „Fast schwarz, klein, gedrungen, mit zierlichen Zügen und krausem Haar" sind die Jemen-Leute ein Mischprodukt; das alte semitische Blut hat einen starken Einschlag von hamitischem und Negerblut erhalten, durch massenhafte Regersklaveneinfuhr nicht minder, als durch die jahrhundertedauernden engen Beziehungen ;u- Abessinien (Abessinien
Hinsicht anmerkte. Umso schmerzlicher be- milie verzichtete.
rührte dann gestern die Kunde von Bern- Die Reichtümer des Grafen
Hard Suphans jähem, tragischen Ende. schwanden seit Jahren mehr und mehr batjbt.
-Die Familienverhältnisse Suphans waren I Fn den ersten Jahren der Ehe waren Pferde seit langer Zeit recht unglückliche; er und Hornvieh reich vertreten.. Da trat eine war zweimal verheiratet Beide Frauen star- Liebhaberei ein: englische Schweine, den aber und ließen den Witwer mit zwei borstenlos, niederbeinig, mit Ringelschwänz- Söhnen allein, die dem Vater viel Sorge r^rt, m>n allen Sorten und Größen waren da, bereiteten. und wurden wie Wickelkinder gehalten. Das
' währte eine Zeit. Dann waren es die Kühe und eine Mustermeierei; dann Lüh. n e r. Auch der eigentliche Landbau Und das Waldsetzen kamen an die Reihe. Ganze Hügel hingen voll junger Bäumchen, und ein Apfelbaumfeld von über tausend Baumen war Tol- stois besonderer Stolz. Auch die Jagd zu Fuß und zu Pferde mit der schönen Meute langhaariger Windhunde war eine Hauptfreude des Grafen. Bären erlegte er in nächster Nähe auch Wölfe und Luchse fanden sich In Menas
Ende veranlaßt haben, verlautet in eingeweih- Die Frau der Philosophen, ten Kreisen, daß die Tat weniger auf Su- Frau Tolstoi und ihre familie.
phans erst kürzlich erfolgte Pensionierung, als @nrreftonbenten)
vielmehr auf mißliche Familienver- (Bon unserm Kor respo uv ent en) hältnisse zuruckzuführen ist. die den Petersburg, 8. Februar.
Lebensabend des Gelehrten zu verfinstern In letzter Zeit ist der Name der Gräf iss drohten. Tolstoi, der Witwe des verstorbenen Dich-
So fand vor noch nicht langer Zeit in rers, in wenig erfreulicher Weise genannt wor- Weimär ein Prozeß statt, der eines seiner den: Man hat ihr vielfach die Schuld an der Familienmitglieder zwang. Deutschland zu Sehnsucht Tolstois nach Einsamkeit und Well- verlassen, um dem Skandal zu entgehen, abgeschiebenheit.unb damit auch indirekt an - -- - - 'dem Tode des Dichters beigemessen und be
hauptet, daß sie dem Dichter durch die fort- währende Betonung der materiellen Interessen der Familie das Verweilen im Hause verleidet habe. Sicherlich hat man damit nichts Falsches behauptet; nur mutz mar sich hüten, der Gattin Tolstois aus ihrem Verhalten einen Vorchurf zu machen. Tatsächlich wurde nämlich der Dichter von feiner gei-
die beduinische und die türkische, bisher stets türkischen Reservisten flüchten massen- hast, aus Furcht, nach Arabien geschickt zu
Im Jahre 1878 wurde er, der von nun ab auch weiteren Kreisen bekannt wurde, als Direktor des Goethe- (seit 1889 Goethe- und Schiller-) Archivs nach Weimar berufen. Als solcher betätigte er sich hervorragend als Leiter und Mitarbeiter der großen Weimarer Goethe-Ausgabe und der Schriften der Goethe-Gesellschaft, in bereit Vorstand er jahrzehntelang saß. Erst vor kurzem ist Suphan von der Leitung des großen klassischen Archivs zurückgetreten, das erst durch ihn seine gewaltige Bedeutung für das Schrifttum des deutschen Volkes erlangt, ; ; “ gemeldet-
komnLe^ und SÄSt" Matt-I dtt Pest aus ?e? Man^°r?i bereits 'nach rial, die Werke und Briefe aller großen deut- dem europäischen Rußland vorge schen Dichter, zuzufübren. und diese wiederum d r u n g e n ist und in den letzten Tagen im dem deutschen Volk durch sorgfältige, mit kein- Gouvernement Astr ach »n vier Pestsalle, die stem Verständnis gefeilte Veröffentlichungen sämtlich einen t o bliche n Verl au fgenom- (besonders sei auf seine eigene Ausgabe der men haben, amtlich konstatiert worben sind Briefe , von Goethes Mutter an Die Meldung hat tn hiesigen Regierungskrei- Goethe. Christiane und August von Goethe sen große Aufregung hervorgerufen, da verwiesen) zu erschließen.- In der Geschichte Befürchtungen bestehen, daß die «euche nach unserer Literatur wird dieser ausgezeichnete Sudrußland emgeschleppt wird, mtt dem Ru-
«« Mer»« SWal.f .
(Telegramm unseres Korrespondenten.) flen
Weimar» 10. Februar. ----------