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Essskier Keurstr Mschrickten

2v Beilage.

Dienstag, 31. Januar 1911.

Nr. 49.

Srfter Iahrgang.

die »olle Autonomie gewährt

gehoben werden kann, ist ü b e r b a u d t k e i n e

werden höflichst ersucht, sich be

anreizend auf Frankreich wirken.

Am besten wäre es gewesen, man hätte

Einkäufen auf die Inserate in den .Casseler Neueste Nach­richten" zu berufen ::::::

s>en einleitenden Rede den Entwurf einbringen wurde. Erst am Sonnabend, als die Schwie- rutkeiten der Situation deutlicher in die Er- ichcmuna traten, erhob sich Herr von Beth- niaim Hollweg, um die von uns bereits tele-

Hierauf hält noch der elsässische Zentrums, abgeordnete 23cttcrle eine sehr scharfe Rede vom nationalistischen Standpunkt aus. Ihm antwortet der

V jnwtmano tu i e l m tzxeinoes- l a n d. (Lachen und Widerspnich.1 Die Sol-- baten werden bei jeder Gelegenheit übervorteilt (Heftiger Widerspruch der Elsässer. Rufe zur Ordnung.) Ist gegen den Polizeivräsi-

sich nach langen Jahren nach einer Derfassungs. eiweiterung, und nun ist die Gelegenheit da aus dem Entwürfe etwas Brauchbares zu niachen.

seinerzeit das Reichsland in Preußen einver- 1 eib t. Wenn die Elsaß-Lothringer nicht er­reichen, was sie wünschen, dann sind sie selbst daran schuld.

!tete ? Wir lehnen die Vorlage vollständig ab. Wir halten die geplante Verfassungsänderung kur eine Gefahr für die Sicherheit des Reiches. DaS beste wäre die Zurückziehung der Vorlage Der näch ste Krieg wird durch die elsaß-lothrmaifche Verfassung unter Umständen sir größere Rahe gerückt. (Heiterkeit und Hobo- Rufe.) Das sage ich, obwohl ein Appell an die Furcht keinen Widerhall im deutschen Herzen fhtbet. (Ledebour: S i e Angstmcyer!) Das ist eine Kühnheit von Ihrer Seite. Die­ses erneute Entgegenkommen gegen Elsaß- Lothringcn must direkt

Em tleies Erröten, ein leichtes Zaudern und . . . sie schlug ein. Sie bat ihn. sie allein zu lassen. Das Herz war ihr zu voll

Abg. Hosfel (Rpt.): Man darf die letzten Vorgänge nicht so tragisch nehmen. Störeu- * eSubetatt. Unsere Regierung sucht den richtigen Weg zu finden. Das Land fehnt

_______ -eg-

Reichstag und Reichsland.

ReichstagSfitzung vom 28. Januar.

Im Reichstage kam man am Sonnabend endlich auf seine Kosten: Eine Kanzler­rede. Derartige Reden sind in neuerer Zeit eine Seltenheit geworden, aber man muß sagen, daß

Diese besaß sein Herz ... und ihr bot er ich zum guten Kameraden an.

Und doch war ein jubelndes Glück in ihr borfnungsireudig streckte sie ihre Arme dem limmentben, glitzernden Meere entgegen, dem ie so viel verdankte, und ries laut in die Lüfte ■ »Die Lebende hat recht'"

Und sie war die Lebeudest ______

wöhnlich wenig Menschen, und von dort aus konnte man auch so schön die Sonne untergehen jeyen.

... Sie fröstelte bei feinen letzten Worten. Ja, für sie ging die Sonne wirklich unter.

Was für ein liebes Gesicht, was für gute treue Augen sie hatte! Sie sah ordentlich hübsch aus trotz ihres einfachen geschmacklosen Kleides, ihrer unmodernen Jacke. Und als sie nun mit ihrer süßen Stimme, die ihn aus der Lethargie des Schmerzes aufgerüttelt hatte, die ihn an die heißgeliebte Frau erinnerte, ihm für manche Freundlichkeit dankte und ihn bat, ?uch manchmal ihrer zu denken, da kam es über ihn.

Er nahm ihre Hände, die sie ihm willen­los uberlreß, fest in die seinen, als wollte er ,,e nie mehr fortlassen. Seine Kinder brauchten eine Mutter, fein verödetes Haus eine Haus- Kau, er selbst einen Menschen, der ihn in seiner ^ueL.^fton^28anim ^llte es nicht das sympathische gebildete Mädchen sein? Es stand allem^aus der Welt und er auch.

.Ich kann mich nicht von Ihnen trennen. ®cnn «ie nichts Liebes in der Welt haben, wenn ,s&r Herz frei ist, so biete ich Ihnen eint Heimat bet mir. Seien Sie meinen armen Kindern eine liebevolle, folgsame Mutter, mir eine gute Freundiit, und ich werde es Ihnen danken. Ich verlange nicht Ihr Herz, denn das meine bat . . . die Zote mit ins Grab genom- -letk,/5$Iaflen Sie ein. Auf gute Kamcrad- lchaft!

entgegengearbeitet werde. Auch der rvldelkommißbesitz sollte im weiteren Maße zur Koloniwtion hergegeben werden. Der Sand- Wirtschafts-Minister bemerkte, daß aus dem Gebiet der inneren Kolonisation ein allzu rasses Tempo nicht eingeschlagen werden könne, weil sonst die Grundstückspreise zu seht steigen würden. Auch könne man nicht überall

?u lassen. Das Herz war ihr zu voll.'

Die Abendschatten senkten sich schon tief berab, und ne stand noch immer allein und sah benennen aufs Meer hinaus. Tas Glück war gekommen, jene Welle, die ihr Leben bedrohte hatte es gebracht. Sie hatte ein glänzendes $cim gefunben und dazu den Mann, den sie heimlich liebte. DaS war viel . . . sehr viel und doch zu wenig für ihre verlangende Liebe' hre durstende Seele, wenn jene Zote ihn nicht reigab.

Der Entwurf ist eine Enttäuschung,

T^ilrelorm, ein Stückwerk, aber immerhin /-M , ,

rÄWVÄ'Kää; ®*c verehelichen Leser L .............-

Staatssekretär von Elsaß-Lothringen, Zorn von Bulach, indem er die Angriffe Wetterlös zurückweift und sagt, die Mehrheit der elsaß- lothringischen Bevölkerung nehme die Vorlage • mit Dankbarkeit an. Er selbst als Elsaß-Loth- ringer würde es ja auch gerne sehen, wenn

V'e btefe toetttg geschmackvolle Musik nicht, ^or ich wurde in diesem Falle auch kommen." öte schwieg.

6r verstand ihre stumme Frage.

Wben," er beutete auf seine Florbinde E Arm, .ich traure Ich habe meine Frau, die ich über alles geliebt habe, verloren. Und sie haben ihre Stimme. Wenn Sie sprechen und ich meine Augen schließe, dann glaube ich, sie, d,e teure Dahingeschiedene, zu hören" ,, Arm begriff sie seine Bitte. Er war ein r. Was seine Augen verrieten, be­stätigte sein Mund.

Von Mitleid getrieben versprach sie ,u fa-m und ging mit ihm ab- der Menschen, fern der lauten Musik im Mondenschein unten am Strande auf uttb ab.

Von dieser Stunde an wär er ihr täalicber Scglctter. Sie hatte eigentlich wenig von dem schweigsamen Manne, der keine Fröhlichkeit aufkommen ließ. Sie hatte sich die Ferienzeit am sonnigen Meer lachender gedacht, aber sie ging ihm doch nicht aus dem Wege. Ja sie vermied sogar die andern Menschen, die sich ihr genähert, um sich ganz ihm widmen zu können. Er brauchte sie. Und in diesem für jede Frau so sympathischen Gefühl des Rötig- seins lag ihr Lohn. Es brachte ihr den stillen. verschlossenen Mann von Tag zu Tag von Stunde zu stunde näher, ohne daß sie sich'z entgeltend, emgeftehen wollte.

Mit einer Angst, für die sie keine Er­klärung fand, sah jie das Ende der Ferien heranrucken. 2.ie Stunde der Abreise war nicht mehr tern, das alte Joch winkte bereits

Sie waren, wie er es liebte, im Boot m£rUh<£Catrrkt ®aS Segel glitt nur langsam, weil der Wmd gering war. Die Schiffer woll- ten bas «egel einziehen und rudern. Er ver- 6,nb2rtie eS und ließ das Boot treiben, r.-». Äncr b?tt beiden sprach ein Wort. Sie €&en «esagt, daß sie morgen nach Hmtse reifen werde. Er batte sie erschreckt, fast assnngslos angesehen, und von dem Augenblick an nicht mehr gesprochen.

Sie fühlte seine Trauer über ihr Fortgehen und auch ihr war das Herz zum Brechen schwer' Lie wußte, daß sie von neuem zu überwinden anfangen müsse. Sie schauderte vor den alten Verhältnissen, die ihr jetzt nach diesem Lichtblick noch unerträglicher fein würden.

Als st« wieder festen Boden unter ihren Fußen batten, machte er ihr den Vorschlag, nach der Südspitze zu gehen. Dori wären fu: ae-

Staatssekretär Dr. Delbrück: Der Abgeord- nete Preiß hat mit seiner Rede die Sympathien fiir fetne weitergehenden Forderungen sicherlich Nicht gestärkt. Er hat offenbar einen Miß - T getan. Das beweist schon der letzte Redner. Sein Vorwurf, daß unsere Truppen NN Reichsland schleckt und unfreundlich bebau beit teerden, ist in dieser Allgemeinheit nicht . Verfügung des Polizeipräsidenten

von Mülhausen ist z w e i s e l l o s ein Miß-! arifs, eine sehr starke Entgleisung des Beamten, die vom Statthalter mit aller

5Ä Ä" -- Wk. -- n°ch nicht der Ansicht der Mehrheit der Elsaß-Loth-1 <-_• , .... .

ringischen Bevölkerung. Es ist zweifellos un- L, • Herauf ichließt die Debatte. Die Vorlage berechtigt, wenn er behauptet, wir behandeln eine flommiffion don 28 Slite

die Elsaß-Lothringer gliedem verwiesen, und nach einer langen

mte einen jwmben Volksstamm. Die Zeit ist nung: Petition en.

noch Nicht so lange her, als man na-1

mentlich in den Kreisen des Abgeordneten *

»och nickt e nmal so viel für Elsaß-Loth .

ringen forderte, aI5 mir jetjt konzediert haben. WÜNschk MM 6t«t

PSLL'll ÄmmM'S Um« -°m 28. »mm.,.

der Regierung Im Landtag beherrscht noch immer Herr “‘Ccbt geben, und die Elsaß-Lothringer das neh-15.° » Schorlerner das Terrain. Auch am men wurden, was erreichbar ist. ©onnabenb gab es zu einer Reihe von Kapi-

Abg. Frhr. von Hertling (Ztr.): Die Aus-I'Ä" Spezialwünsche. Eine etwas mehr suhrungen des Herrn von Liebermann entehre-- £?gem«ne Debatte entspann sich wieder beim cken wenig dem Geist bet Versöhnung Auch - - -Forderung der inneren Kolo- bte Ausführungen des Abgeordneten Preiß be» °n • wo die Parteigegensätze gele-

bauern Wir umsomehr, als sie ans elsässischem ^rt aufeinander prallten. Der kon-

Munde kamen. (Beifall.) Im Geaensatz zum ^^'ve Abgeordnete von Bockelberg. Abgeordneten von Liebermann erklären wir, 9e9en d'- Behauptung des Fort-

ei»-elsässische Frage gibt eS nicht mehr, weder IV. u V <' b<?6 bie Konservativen ge> als deutsche noch als internationale Frage I ßertJ\ic *rtHcr£ Kolonisation seien. Ihm aut-

Wir danken dem Fürsten 9 ' Iv?r^eic Herr Pachnicke, der meinte, daß man

LÄchLkß,WÄS IÜÄ »ft ” «

te*inUniLc^ umliegenden Ortschaften. (Heiter­keit) Unser Ziel muß auck für das Elsaß blei- rnnn b°Irftärtbi9t Eingliede- rung als ftaktor in das Deutsche Reich, mit einer im Sande selbst heimischen 2?0 rchi sch en Spitze. Wir sind prinzipiell

to a bIr eiL? «SiJ? “ 0.8* I,uurucn- «ua, rönne man nicht überall direchts auch im Reichslande. An den kolonisieren. Hinsichtlich der Leraabe von kunae^ii werden^wtt- ^Seschlagenen EinschrSn. Krondomänen für die Kolonisation gab bet S Erläge nicht scheitern Minister eine z u s a g e n b e E r k l ä r u n g

^Ablehnung einer Vertretung im ab. Beim Titel der hochwaffergefährlicken Ge-

40 ”• !Pra>chma einen Zentrumsantrag, der

.. „g-, Bohle (Soz): Der Klerus war es, der ich»ellere Abwehrbauten verlangt, da ja die die elsatz-lothringische Bevölkerung lange in I mummen bereits bewilligt seien. Der Anttaa Jem Glauben erhalten hat, daß einst der Tag I wurde aber zurückgezogen, nachdem ein Verire- mi? »urde, da Elsaß-Lothringen wieder des Finanzministerinms bezüglich der Ser.

kreich vereinigt wird. (Unruhe im ^abe der Mittel Zusagen machte. Der Gestüts. Zentrum.) Etat wurde bann noch nach unwesentlicher De-

„ Abg. Gregoire (Hosp, der Natt): Wir be. Te erledigt, woraus sich das Haus auf Mon. klagen aufs tiefste die Angriffe be« f>ernt SieJ*09 vertagte, um den Forst- und Domä. bermann auf das elsässische Volk und weisen sie " e n e t a t zu beraten.

charf zurück. ' I ___________________________

weitete sich . . sie vergaß ihr einsames Da­heim, den aufreibenden Kampf ums tägliche Brot, ben sie seit Jahren führte, ihren sie we- nig befriedigenden Beruf.

»Fräulein, welche Unvorsichtigkeit, wollen Sie von den Wellen mit fortgerissen werden?" horte sie plötzlich eine Männerstimme fragen Zu gleicher Zeit fühlte sie sich an der Hand ge­faßt und mit fortgezogeu.

m Der Warner hatte nur zu recht. Eine große Welle fiel eben prasselnd auf die Stelle, wo sie gestanden. Erschreckt drückte sie die Hand des Fremden, der sie gerettet.

Er ließ ihre Hand nickt los, als fürchtete er, sie fuche, sie wolle den Tod. Fast hätte sie bei dem Gedanken aufgelacht: den Tod fit- eben... jetzt... wo sie eben erst erkannt, wie schon bad Leben sein kann!

Als sie oben am Ufersteig anlangten, ließ er ihre Hand los, grüßte stumm und wollte sich entfernen.

Sie sah ihn an: ein von der Sonne ge- bräitnieS, feingefdjnttteneä Gesicht, mit einem ernsten, fast feindseligen Ausdruck, aus welchem große dunkle Augen trübe blickten, Augen, wie sie sie liebte.

Verwirrt neigte sie den Kopf und ließ ibn gehen. Dann, sich erinnernd, welchen Tank sie ihm schulde, eilte sie ihm nach.

„Mein Herr, wie soll ich Ihnen danken? Sie haben mir vielleicht das Leben gerettet."

Fast sckücktern kamen die Worte von ihren Sippen, als schämte sie sich ihrer Vergeßlichkeit, ihrer Undankbarkeit.

Jäh hatte er sich bei ihren ersten Worten gewandt, und ohne die dargebotene Hand zu ergreifen, ohne sie anzufehen, bat er:

„Bitte, fprechen Sie, fprechen Sie. Ich muß Ihre Stimme noch einmal hören."

Noch verwirrter wiederholte sie ihren Dank. Nun bat er, sie nach Hause begleiten zu dürfen. Sie hatte sich vorgenommen, keine Bekannt- chaften zu machen, aber in diesem Falle konnte ie nicht nein sagen.

So gingen sie nebeneinander her. Er sprach von diesem und jenem, fragte sie manches, und lauschte, wie es schien, gierig ihren Serien — er wollte sie nur sprechen hören.

Seltsam erschien er ihr.

Er iah sie gar nicht an. Rur ihre Stimme wollte er hören

Wie sonderbar!

An ihrer Türe bat er:

Kommen Sie zum Abendkonzeri? Ich

9Bn*yIft«eÄttfA |Lm ^Ansatz zu feinen Vorgängern dem Für-

^1* ,lcn Bulow eine gewisse Redefreudigkeit inne

Wenn der «amtier ftreidiL ^°ante. Das Gleiche ist aber bei Herrn von

(Don unferm h" r, Kanzler mrtcht. Bethmann-vollweg nicht der Fall: Er ist

Visen unjerm parlamentariichen Mitarbeiter.) w .

ihn Löcr"8Iagt %et“ Scrnabrob^fbe' bei Cin ^kc^c,r- bet schweigt, selbst bann, wenn

bett Kaiser von größerer Bebeu^a Dte« u6e„r Hc elsaß-lothringische Verfassung, macht sich auch in einer beickleunialen^B-^^ tewt der Kanzler sich zurückgehalten, obwohl erstattung an den Kaiser bemerfbar ^ir angenommen hatte, daß er mit einer gro-

gehört, baß der ' KaT küizttch dem ' emteitcnben Msbc hpn -

^^?Eanzler seinen Dank für die Verteidigung

5Sbe- bie er durch den Kanzler ge®

?ä“äp s.'äsJ raff* •*** -91*'

9ID6tet Kanzlerreden am Sonnabend der vori- (Demokrat Elsässer) zum Wort,

gen Woche befand sich der Monarch zwar nicht „LÄT Unsere Forderung der Auto-

Derlin, aber nichtsdestoweniger wurde er »«s V) $u sein, weil man

ttotzdern noch am selben Tage genau "Ä^als M.tglreb, sondern als Werkzeug über den Verlauf der Verhandlungen und über ' - gewisse Bestrebrrngen betrachtet. Es ist der den Inhalt der Reden deS Ncichskanzlers I ^tiosum: man will uns erst als voll- Uitterrichtet. Für solche Fälle (wenn sich näm- rnJs«’m?LattertcJlttei!Ltocnn wir unsere deutsche Uch. der Kaiser auf Reisen befindet) sind be- b bea Dag legen, tut aber alles,

l~bSe:JE??6nabmen getroffen, um den Gang bc§ Zusammengehörig­

er Reichstagsverhandlungen an den Monar- kcrtsgefühleS geradezu zu verhindern.

chrit zu berichten. Der Hauptinhalt wird ihm Die Vorgänge in Metz

Vt^„r a.bbis cd em Wege übermittelt, können die Aufrechterhaltung des Ausnahme- rirfrf’ iih»,stenographische Be- regimes nicht begründen. Hat nicht auch Ser»

Reichstagsverhandlungen her- lin fein Moabit? Herr von Köller bat es »J'ib??1"1 s^ko" ein Kurter verstanden, die größten Hitzköpfe zu erziehen:

»A8 Kaisers, um ihn mit dem nächsten I unter der Regierung des einbeimiscken Staats- ^niuibrln^wben Aufenthaltsort deS Monar- sekretärS Zorn von Bulach traaen diese Gle- ifien 6ringett. I mente das Haupt wieder bedenttick bock

b_rh~?rr. Parlamentsbericht ruht dann Wohl-Vorlage ist ein Verlegenhe i ts p »utt

Erschlossenen Ledermappe, Niemand im Elsaß will von einer Monarch^ b2 ”,ut b« WügcIadTutant vom Dienst und etwas wissen, das Land ist strena demokratisck b« Kaiser selbst die Schlüssel besitzen. Sind Wenigstens soll manunSbenlebeEnalicken wichtige Entscheidungen zu fällen, dann Statthalter geben, um die "andesverwaltun" tmrb dem Kaiser nach der Entscheidung des von Berlin unabhängig zu macken Eine Ver «a»ta^eUtTbTraeI<,at58CrjP,*nhfri9ata lut ^^ung, die jederzeit von Nutzen her wiederauf- « a ch t z e 11 vorgelegt. Handelt eS sich da- gehoben werden kann, iftuberbauvtkeine ^9cn„ uw keinerlei Entscheidungen von feiten Verfasfung. Wir fordern ein allgemeines

Ä ÄÄ'Sfc'SÄ Ä®1 ‘m

«ramm der Reichstagsreden schon am Abend Bevöttenm^if?® 8“ ®^"' ®te 2Rebrbcit bei desselben TageS, an dem sie gehalten werden. - ., .

Ja, es ist schon oft vorgekommcn, daß der Kai-1 1,0* Uicht reif und nicht würdig

fer noch an demselben Abend die bettefsenden I dafür. (Widerspruch der Elfäffer.) Der Deut- Ressortmlnjster zu sich berief, um mit ihnen !*e lebt im Reicksland wie im Feindes­über Fragen, die im Reichstage verhandelt '“*i“ - “

wurden, zu konferieren. Als Fürst Bülow noch Reichskanzler war, ist der Kaifer mehrere Male am fpäten Abend bei dem Fürsten vor- »,» «mni um «DiiiciPiait-

gfW««, um mtt ihm über die Ergebnisse bet be«ten von Mülhaufen eingefchritten, Reichstagsverhandlungen und über etwa not- bcr revolutionäre Umzüge gestat- wendig gewordene Maßnahme« mündlicke '* * * * ’ •»»-»-* «■• - -

Verhandlungen zu Pflegen. Von dem Inter­esse, das der Kaifer den ReichstaaSsttznngen entgegenbringt, wissen auch die Männer aus feiner näheren Umgebung zu berichten, mit denen er eifrig pro und contra debattiert.

Durchs Shr.

Bo« Hcle«e Lang-Anto«.

Sie Nappie das Buch zu und verteilte die korrigierten Hefte zum letztenmal vor den Fe­rren. Dann noch einige Worte der Ermah­nung, gute Wünsche, und die Kinder waren entlassen.

Sie reichte den herandrängenden kleinen Mädchen die Hände, aber sie sprach kein Wort Ihre vor Aufregung zttternde Stimme hätte ihre Freude verraten können, die größer war, aß die der laut davonstürmenden jubelnden Kinder.

„Die großen Ferien" waren für die Viel- geplagte dasfelbe Zauberwort wie für die lär­mende Kinderschar. Nicht vom frühen Morgen bis zum späten Abend die Ausübung des sich ttmner gleich bleibende« Frondienstes!

Sie hatte sich das Leben anders gedacht. Sohin hatten ihre Hoffnungen, ihre Phantasie sie nicht getragen? Was wollte sie nicht alles erreichen, erringen, erkämpfen? Sie fühlte Mut, Kraft, Fähigkeiten in sich: und wieviel war davon in diesen lleinlichen, traurigen Sor­gen ums tägliche Brot übrig geblieben? Ja, wenn sie hätte das Oberlebrerinnenerameu machen oder studieren können! Aber dazu hatte es nicht gelangt, und schweren Herzens mußte sie alle hochfllegenden Pläne aufgeben. Heute war es überwunden, wenigstens fühlte sie das Zucken des müde gewordenen Herzens nicht Ehr so sehr. Sie hatte sich mit dem Leben abgefunden und nahm es hin, wie es war.

Diesmal freute sie sich doppelt auf die Se­rien. ©ie hatte gespart, fast gescharrt, um sich einmal auch etwas zu gönnen. Sie wollte das Meer sehen, sich mit eigenen Augen von des- sen Schönheit überzeugen, dessen stärkende Kraft für abgearbettete, gehetzte Menschen mit- gemer.e“.

Mit klopfendem Herzen und fliegenden Pulfett stand sie zum erstenmal am Ufer und starrte leuchtenden Auges in die wildbewegte See. Es hätte nicht viel gefehlt, sie hätte wie ein Shnb in das Toben und Rauschen hinein- gezauchzt.

Wie schön, wie großartig schön war das. wie nahm es ihr Herz und Sinne gefangen * Sic hatte den murmelnden Wellen, bie eilfertig ft* überstürzend nüber kamen, entgegenlaufen mögen. Ihre Glieder reckten sich, ihre B^«