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Wt. 49. — r. Jahrgang.

Kasseler Neueste Nachrichten

Handelszeitung

-rach.

dieses Domänenrentamts ist dem Domänen^

rentmeister Münnich in Caub übertragen.

(To

28. L 70. L

28. 1. 30. t.

Ges. f. elektr. Untern. 172.82

28. L 30. 1.

Wechsel.

94.

fest juents.

30. 1.

9.75

9.60

93.10 1 93.25

266.50 267.60

238.40 239.75

Braunschweig. Jute. Brauer. Schöfferbof

Casseler Federstahl 234.50

151.

300.50

.368.761369—

90.—

97.60

94.10

92.25 92J0

49130

201— 22630 210.80

87.50

167.25 267—

241.75 187.25

318—

361.50

204.75 fester

Rhetal. Stahl AUg. Elektr. Ges.

Siemens & Halske Deutsch—Ueberaee

128. L 18630 10850 21030 217— 125.50

168.62

268.12

242— 188— 173.25 187.87

200.25 fest

187.75 185.15 175— 207.25 172.40

199.75 109— 145.10 183.25 182.60 166— 172.50 142— 214— 245.50 167.25 272— 145— 10830 105.90 214.25

187 L0 185.10 175.25 207— 173— 199.75 108.90 146— 183— 182.25 165.25 17250 141L5 21550 246— 167 AO 270— 145.10 108.90 106.75 214.75

mit demjenigen von Wiesbaden vereinigt und die sotvereinigten Domänenrentämter füh­ren von dem genannten Zeitpunkt ab die Be­zeichnung „Domänenrentamt Wiesbaden" mit

gf Hannover-Thüringen. Der Grubenvor­stand der Gewerkschaft „Hannover-Thü­ringen" teilt mit, daß jetzt 1600 Stück Kure der Gewerkschaft „Heiligenmühle" an die Ge­werken verteilt werden sollen. Auf je 2 Kure Hannover-Thüringen entfallen drei Kuxe „Hei- ligemnühle. Das Bezugsrecht ist spätestens bis zum Ablauf des 10. Februar geltend zu ma­chen.

. 134,25

. 216.75

. 145.62

. 108.62

. 175.50

! 94.25

8542

. 180.25

. 167.75

■227.75 20637 183.37 178.75 194.37 214.25

-23942

Me ^Caffeler dkeueste Nachrichten" sind unter Nr. 951 und 952 an das Fernsprech' netz angeschloffen.

. ) in Leipzig mit dem f das Geld auf den Plan. Wingeß er sich mit Werner assoziierte, der

Reichsank Reichsanl Preuß. Cons. 3,/*e,trigePreuß.Con6. Preuß. Cons. äußere Ar-

Nachbörsenkerse gegen 3V« Uhr

28. 1. 30. I.

Cred»............

Diskonto..........

Deutsche Bank ....

Berliner Handehgee.

Dresdner Bank ....

Am her Heimat.

Sos Schicksal do« Sim.

(Don unserm Korrespondenten.)

Auf der großen Schnellzugstrecke Berlin- Frankfurt am Main, die von allen nach dem Südwesten und Süden gehenden inter­nationalen Schnellzügen befahren wird, liegt hoch oben in stiller Waldeinsamkeit des Rhön­gebirges 320 Meter über dem Meeresspiegel die Station Elm. Wohl jeder Reisende in Deutschland kennt sie, denn hier befindet sich der h ö ch st e Punkt der ganzen Strecke, und um ihn zu erreichen und zu überwinden, mußte seinerzeit die Station E l m als Kopf­bahnhof gebaut werden.

Die Folge davon ist, daß sämtliche Züge der Strecke hier Maschinenwechsel und die Rei­senden deshalb längeren Aufenthalt haben. Dazu kam noch, daß in Elm die Hamburg- frankfurter Züge die Münchener Zugteile abgeben, die eine halbe Stunde später m Gemünden von der Bayrischen Staatsbahn übernommen werden. So gilt denn die Station Elm als internationaler Knotenpunkt, und die Kunde, daß er von seiner stolzen Höhe demnächst in das Nichts zurück- bltcken soll, wird daher allgemeines Interesse erwecken. Seit etwa drei Jahren bohrt die Preußisch-hessische Staatsbahnverwaltung einen Tunnel in allernächster Nähe von Elm, hinüber nach der nächsten Station Fliedern. Sobald der gewaltige Bau beendet sein wird, haben die Züge es nicht mehr nötig, den steilen Berg nach Elm hinanzuklimmen und einen Maschinenwechsel vorzunehmen. In glatter Fahrt wird es dann weiter nach Frankfurt bezw. nach Berlin gehen, und die einst so berühmte Station wird in trauliche Stille zurücksinken. Die Reisenden ersparen dadurch nicht nur den Aufenthalt in Elm, es gehen auch zirka dreißig Zugskilometer Von der Gesamtstrecke ab. Bekanntlich soll die Strecke vom 1. Mai ab mit neuen Blitzzügen befahren werden, die, sobald der Tunnel vollendet ist, nur noch zweimal zwischen Ber­lin und Frankfurt, nämlich in Weimar und Bebra halten werden.

Dynamit-Trust Gr. Berliner Str -B . Tendenz:

Deutsche Bank .... Diskonto- Command. Dresdner Bank .... Mitteldeutsche Pri­vatbank National-Bank Oesterreich. Credit . Petersburger Intern.

Handelsbank ....

86.60

180.60

94—

167— 179.50 161.60

92.10 241.50

149.50 140.50 226.60

107.50 52—

208.50 252—

166.90 178.25 161—

92— 241.40 148— 140.75 226.75 106.75

51.50 207.25 352 —

94.40

85.10

102.60

94.40

85—

94.30

85.10

102.60

94.30

85—

79.87

91—

28. 1.

170.20

141.25

162—

Produktenbörse

(Schtnssknrse.)

28. L 30. 1

Dynamit-Trust Eschweiler Bergwrk. Geisweider Eisen... Gelsenkirch. Bergw. Ges. f. elektr. Untern. Gr. Berlin. Str.-Bahn Gr. Casseler Str.-B. Hamburg. Packetfrt Harpener Bergbau . Hartmann. Masch— Hasper Eisen......i

Herkulesbr. Cassel Hirsch Kupfer......

Hohenlohewerke. ..* König Wilhelm conv. 1 Laurahötte........

Ludwig Loewe & Co. < Neue Boden-Ges.... ' Norddeutscher Lloyd Oberschi .Eisnb.-Bed. ' Orenstein & Koppel

tierarzt Tollwutverdacht festgestellt bat. Infolgedessen wurde über eine Anzahl Orte des östlichen Krristeiles die Hunde­sperre verhängt.

So Hungen, 30. Januar. (Wegen Dienst- untaugltchkeit in den Tod.) In Utphe hat sich der 20 Jahre alte Steinhauer Wilh. Schneider erschossen. Er begab sich zu diesem Zweck auf den Friedhof und führte die Tat in der Nähe eines Grabsteins aus, den

Londoner Börse

(Anfangskurse.)

28. L 30. 1.

Fonds.

28. 1. 30. 1.

Der Siebzigjährige als Erpresser. Wie uns ein Telegramm meldet, verhandelte die Aachener Strafkammer am Sonnabend gegen den 70jährigen Arbeiter Flugfelde und den 16jährigen Metzgerlehrling Sch w a r z, die mit Masken versehen, von einer hiesigen alleinstehenden Dame mit vorgehaltenem Re­volver Geld zu erpressen suchten und ihr brief­lich angedroht hatten, ihr Haus mit Dyna­mit in die Luft zu sprengen. Außer­dem hatten sie von einem hiesigen Kaufmann, der sich an ihnen vergangen hatte, 1000 Mark erpreßt. Flugselde erhielt dreieinhalb, Schwarz drei Jahre Gefängnis.

„ Räuberhauptmann" Karl Mohr. Der 20jährige Tischlergeselle Karl Mohr, Anfüh­rer einer jugendlichen Räuberbande, wurde am Sonnabend in später Abendstunde vom Schwurgericht des Landgerichts Berlin TI wegen Anstiftung und Beihilfe zum versuch­ten Mord und schweren Raub, began­gen an dem Küster der evangelischen Kirche „Zum guten Hirten" in Friedenau, Rösener, owie wegen mehrfachen vollendeten und ver- uchten Raubes, Bandendiebstahls und ein- achen Diebstahls in mehreren Fällen, und Un- erschlagung in einem Falle zu fünfzehn Jahren Zuchthaus, zehn Jahren Ehr-

&> Wiesbaden, 30. Januar. (Die „Ge- schwister.") In einem hiesigen Hotel mie­teten sich am 16. d. Mts. zwei Frauenspersonen und ein Mann ein, die sich als „Geschwister" Paul, Amanda und ElseWeigand aus Frankfurt a. M. bezeichneten und bei ihrem acht Tage später erfolgten Abgang nicht nur einen Teil der Zeche noch zu bezahlen hatten, sondern auch das Zimmer in einem Zustand zurückließen, der darauf schließen läßt, daß ein Verbrechen gegen das keimende Le­ben dort verübt wurde. Von den „Geschwi­stern" fehlt jede Spur.

<A> Wiesbaden, 30. Januar. (Die Bestie im Menschen.) Als ein Privatschlächter in einem Hotelrestaurant mit Wurstmachen be­schäftigt war, stand der 12jährige Sohn des be­treffenden Wirts dabei. Darüber erbost, schlug der Metzger dem Jungen mit einem großen Messer derart ins Gesicht, daß das rechstr Ohr vollständig durchschnitten wurde und der rechte Backen noch eine mehrere Zentimeter lange Wunde aufweist. Der Verletzte wurde von Gästen in das städtische Krankenhaus ver­bracht, wo die Wunden vernäht wurden. Der rohe Patron wurde zur Anzeige gebracht.

So Wiesbaden, 30. Januar. („D omänen- rentamt Wiesbaden.") Das Domänen- rentamt Caub wird vom 1. April 1911 ab

Phönix Bergbau ... Rhein. Stahl......

Rombacher Hütte .. Sehuekert Elektr... Siegen—Solingen .. Siemens & Halske . Stahl & Nölke.....

Stolberger Zink Vorwohl. Porti. Zem. Wenderoth........

Westf. Stahlwerke . Wittener Guß Zellstoff Waldhof -

Huss. Bank für aus­wärt Handel....

Otavi-Minen .....

South -West - Afrika (deutsche Stücke)

Bahnen.

Lübeck—Büch euer .

Baltimore.........

Canada-Pacific.....

Warschau—Wiener.

Pennsylvania......

Südösterr. Lombard.

188.— , 200.50 ruhig

Engi. Konsols .. . 4P/0 Argentinier . . .

3°/0 Deutsch. Reichs­anleihe A/O ....

4e/e Russen......

y'e Russen ....»• Atchison.......

Baltimore.......

Canada . Southern Pacific . . Union Pacific .... Erie. . . .......

Missouri...... .

New-York Central ' Northern Pacific . . Pennsylvania .... Steel Com. ..... Steel Prefe Central Mining . • . Bandminae . . . .

Oesterr. - ungarische Staatsbahn...... —.—

Prinz Heinrich-Bahn (145.25

Industrie.

28. 1.

A Hof (Oberwesterwald), 30. Januar, llwut und Hundesperre.) Hier ivurde ein Hund getötet, bei dem der Kreis-

Sie neue ,Fiag."

Die Generalversammlung der Tapeten-Jn- dustrie-Attiengesellschaft in Berlin (T ia g) hat eine weitere Herabsetzung des Grundkapitals, das ursprünglich 15 Mil­lionen Mark betrug, auf etwa 7 Mill. Mk. be­schlossen, nachdem es schon vor einigen Monaten infolge des Ausscheidens der Tapetenfabrik Hansa auf 10 Mill. Mark ermäßigt worden war.

Außerdem wurde auf Antrag der Aktionäre oie Vereinigung der Betriebe beschlossen, weil sonst noch mehr Glieder des sogenannten Trusts sich von der Organisation getrennt haben würden. In Wahrheit ist die „Trag" eher alles andere, als ein Trust gewesen. Der größte Fehler wurde schon bei ihrer Gründung gemacht: Damals nahm man nicht die Ver­einigung verschiedener Tapetenfabriken in Aus­sicht, sondern die Unternehmungen sollten nur „eine finanzielle Zentralverwaltung" erhalten, Die etwa sechzehn verschiedenen Einzelbetriebe, wie sie vorher bestanden hatten, wurden auch weiter bestehen gelassen und wirtschafteten jeder auf seine Weise. Die Zentralverwaltung brachte keine Verbilligung des Betriebes, sondern im Gegenteil eine Verteuerung, da alle Ar­beiten zweimal besorgt werden mußten. Daher hat es denn auch nicht überrascht, daß die Tiag ein so schlechtes Geschäft machte und bald eine Unterbilanz auswies. Jetzt soll nun ein richtiger Tapetentrust entstehen, freilich reichlich spät, nachdem die l e i st un g s f ä h i g st e n Fabriken bereits ausgeschieden sind. Die Be­triebe sollen vereinigt werden, so daß sich hier Ersparnisse ergeben dürften. Es wird indessen abzuwarten bleiben, ob dieser neue Weg zum ersehnten Ziele führen wird, nachdem die bis­ch e r i g e n „Arrangements der alten „Tiag" vom Glück nur wenig begünstigt worden sind.

Dr. Z.

nähme einer größeren rumänischen Anleihe sprechen. Wir sind in der Lage, aus Grund authentischer Nachrichten mitteilen zu können, daß diese Meldungen gänzlich aus der Luft gegriffen sind. Es sind keine Verhand­lungen wegen einer neuen Anleihe eingeleitet worden.

gf Bereinigte Kunstseidefabriken A. G.,

Berliner Kursbericht

28. u. 30. Januar 1911, nachmittags 3 Uhr.

Eastrands ...... Goldfields.......

Modderfontain. . .

Geduld.........

Goerz ........ Charternd ...... Debeers

Amalgams ted . • • . Anaconda ...... Rio Tinto ....... Otavi .......

South Westafrika. . Tendenz: .......

Spott und Spiel.

< Casseler Fußballspiele. Am gestrigen Sonntag fand auf dem Forst das Verbands­spiel zwischen „Teutonia I" u. „Sport I“ statt. Das Resultat ist sehr überraschend, denn „Teutonia" konnte mit 5 :2 den Sieg an sich reißen. „Teutonia" spielte anfangs sehr flink und konnte schon in den ersten 25 Minuten 2 Tore erzielen. Jetzt schien sich „Sport" allmäh­lich zusammenzufinden. Ein Strafstoß' gab „Sport" das erste Tor, dem bis zur Pause ein weiteres solgte. Mit 2:2 wurden die Seiten gewechselt. Nachdem vor der Pause ein Spie­ler des „Sport" wegen einer leichten Beinver­letzung den Platz verlassen hatte, mußte nach der Pause ein Spieler derselben Mannschaft wegen unfairen Spiels ausscheiden. „Sport" gab sich alle Mühe, den Sieg an sich zu reißen, was vielleicht mit voller Mannschaft auch der Fall gewesen wäre, denn „Teutonias" Stürmer ließen jetzt' zu wünschen übrig, und nur der Hintermannschaft „Teutonias" ist das Resultat zuzuschreiben. Erst in der letzten Viertelstunde konnte „Teutonia" noch 3 weitere Erfolge bu­chen. Das Spiel der zweiten Mannschaft konnte „Sport" mit 6:1 für sich enffcheiden. Halb­zeit 2:1. Ferner standen sich „Pfeil" und „Her­mannis" gegenüber. „Pfeil" blieb mit 4:3 Sieger.

< Der deutsche Ski-Meister. Die Deutsche Ski-Meisterschaft 1911, die am Son- abend und Sonntag in Ober-Wiesenthal im Erzgebirge ausgetragen wurde, hatte (einem Privattelegramm zufolge) unter un- günsttgen Witterungsverhältttiffen zu leiden, da Schneesiurm und Nebel herrschte. Den großen Dauerlauf über 13 Klm. gewann Karl Böhm- Hennes aus Ernstthal in 1 Stunde 33 Min. 55 Sek. vor dem Amerikaner Oliver Perry Smith in 1 :36 : 42 und Rudolf Bolmann- Spindelmühle in 1:43 :13. Im Senioren» Sprunglauf errang EdlervonderPlanitz, Chemnitz mit 3 gestandenen Sprüngen bei 21 Meter Höchstleistung den ersten Preis vor dem Norweger Eigeltinger und Rudolf Holmann- Sindelmühle. Die deutsche Ski-Meisterschaft fiel somit an Karl Böhm-Hennes, während der Sächsische Königspreis und der Preis für den besten Sprung von Edler von der Planitz errungen wurde.

< Berliner Fußball-Kämpfe. Die Kämpfe um die Berliner Fußball-Verbands- Meisterschaft nahmen am Sonntag ihren Fortgang. Union schlug, wie erwartet, Bri- tannia mit 4:2, nachdem der Kampf bei Halb­zeit 1:0 für Britannia stand. Einen über­raschenden Ausgang nahm dagegen der Kampf Minerva—Berliner Ballspielklub, da Minerva nach interessantem Spiel den Berliner Ball­spielklub mit 5 :1 abfertigte (Halbzeit 2 :1).

< Norddeutsche Touren-Preisfahrten. Eine „NorddeutscheTouren-Preisfahrt" beabsichtigen in der Zeit vom 10. bis 12. Juni 1911 die Vereine Norddeutscher Auwmobilklub Hamburg, Magdeburger Automobilklub, Han­noverscher Automobilklub, Bremer Automobil­klub, Braunschweiger Automobilklub und Auto­mobilklub Westfalen zu veranstalten. Zuge­lassen sind sämtliche Mitglieder der veranstal- tenden Klubs. Der Start erfolgt am 10. Juni morgens in Hannover in Abständen von zwei Minuter in der Reihenfolge der Motoren­stätte.

6? Die heutige Berliner Fondsbörse. (S p e- zial-Telegramm.) Die Söörfe eröffnete aus den meisten Gebieten in angeregter Stim­mung. Die Erwartung des Nachlassens der Geldmarktversteifung bezw. die in der ersten Zeit Februar wohl eintretende Diskontermäßi­gung der Rcichsbank (vielleicht um ein ganzes Prozent) regten die Kauflust etwas an. Mon- ianwerte: höher. Bankernfest; russische Banken bevorzugt. Schiffahrtsaktien, Canada und A. E. G.: höher.

6? Mitteldeutsche Kreditbank. (Spezial­telegramm.) Die Sitzung des Aufsichtsrats zur Beschlußfassung über die Bilanz ist auf den 13. Februar dieses Jahres anberaumt worden.

gf Orenstein und Koppel. (Spezial- Telegramm.) Gerüchtweise verlautet, daß die Gesellschaft einen größeren russi­schen Auftrag erhalten habe. Man spttcht von 2^-2 Millionen Mark. Die Verwaltung lehnt es ab, sich hierüber zu äußern.

gf Rhein-Metall. (Spezial-Tele­gramm.) Der Abschluß des Unternehmens, der von einer Dividmdenverteilung für das abgelaufene Jahr absieht, ist bereits bekannt. Aus dem vorliegenden Geschäftsbericht ist her­vorzuheben: Im Jahre 1910 wurden die her- Lbcrgenommenen Aufträge in Kriegsmaterial glatt abgewickelt. Reu bestellungen kamen hinzu. Trotzdem kann die Beschäftigung nicht in allen Werken während des ganzen Jahres als befriedigend bezeichnet werden.

gf Rumänische Finanzen. (Spezial- Telegramm.) In verschiedenen Zeitungen finden wir Gerüchte verzeichnet, die ihren Ur-

gebessert haben; die Nachfrage nach den Produkten habe sich gesteigert, sodaß auch wie­der auf bessere Zeiten zu hoffen sei. Eine Mitteilung über das Ergebnis des vergange­nen Jahres liegt indessen noch nicht vor.

gT Die Frankfurter Börse. Eine Bekannt­machung des Börsenvorstandes bestätigt die Mitteilung, daß vom 30. d. M. an 3proz. bezw. 2 Proz. alte Prioritäts-Obligationen der Oesterreichischen Südbahn (Zinster­min 1. Januar-Juli) zum Terminhandel zu­gelassen sind. Die Abschlüsse erfolgen in Be­wögen von 25 Stück und dem Mehrfachen der­selben.

In den Sachen des Wingeß wurde ein Betrag von 5000 Jt in barem Gelbe gefunden, der von der Polizei zunächst in Verwahrung genommen-und dann, da sich über das Eigen­tumsrecht an dem Gelde Streitigkeiten erhoben, bei einer Bank deponiert wurde. In erster Linie Klte sich natürlich durch das Attentat

Stadt Friedberg geschädigt, die über den Nachlaß des Wingeß Konkurs eröfnen ließ. Zu dieser Äachlaßmaffe gehörten nun auch die 5000 Jt. Außer der Stabt Friedberg trat nun aber auch die Leipziger Kreditbank bezw. der Architekt Häufch Ansprüche auf das Geld auf hatte, bevor (

Leipziger Kreditbank 9000 M unterschlagen, indem er einen gefälschten Scheck des Archttetten Häusch einlösen ließ. Der Besitz des vielen Geldes bei Wingeß war für Werner eigentlich die Ursache, mit diesem gemeinschaftliche Sache zu machen. Die Leipziger Kreditbank und Häusch behaupten nun, daß die bei Wingeß Vor­gefundenen 5000 X den Rest der unterschlagenen Summe von 9000 Jl darstellen und verlangen vom Konkursverwalter die Herausgabe des Betrages. Die Stadt Friedberg aber (und mit ihr der Konkursverwalter) stehen auf dem Standpunkt, daß diefe Behauptung durch nichts erwiesen sei und verlangen die ganze vorge­fundene Summe für sich. So liegt gegenwärtig die Sache. Inzwischen ist im Zuchthause der Verurteilte Werner vernommen worden. Dessen Aussagen lauteten für Häusch und die Leipziger Kreditbank ziemlich günstig. Er erklärte, daß Wingeß ihm, als sie die Raubanfälle besprachen, mehrere Päckchen mit Hundertmarkscheinen gezeigt und dabei geäußert habe, daß er das Geld in Leipzig unterschlagen habe. Es wird nun darauf ankommen, ob das Gericht den Aus­sagen des Werner in dieser Beziehung Glauben schenkt. In diesem Falle würde dann die Stadt Friedberg leer ausgehen und obendrein noch die Kosten des Prozesses zu zahlen haben.

Concordia Bergbau . Consolidation Deutsche Linoleum- Wachs..........

Dortmunder Union C. DonnersmarckhÜtte. Deutsche Spiegel- Glaa............

Gericht md Recht.

ras „erbe des Attentäters."

(Von unserm Korrespondenten.)

Man schreibt uns aus Frankfurt am Main: Das Friedberger Bomben­atten tat, das am 6. Dezember vorigen Jahres das Gießener Schwurgericht beschäftigte und dem Angeklagten Werner lebensläng­liches Zuchthaus einbrachte, hat noch einen in­teressanten Ziviprozeß gezeittgt, der noch der Entscheidung der Gerichte hartt. Werner hatte nämlich einen Komplizen Otto Wingeß, der, als er sich nach einer verwegenen Flucht von Polizisten und Gendarmen umstellt sah, den letzten Schuß seines Revolvers auf sich selbst abfeuerte und sich sofort tötete.

er als G e s e l l e n st ü ck angefettigl hatte. Der unglückliche lunge Mann hatte sich freiwillig zum Militärdienst gemeldet, wurde aber für untauglich erklärt. Aus Schwermut hierüber hat er die unselige Tat begangen.

Sb Büdingen, 30. Januar. (Die Hilfs - aktion der Kriegerverbände.) Die Kriegervereine Hassens haben für die not­leidenden Mitglieder der zusammengebrochenen Obermock st ädter Vorschuß - und Kre­dit k a s f e 5564 Mk. durch gemeinsame Samm­lung aufgebracht.

So Bad Orb, 30. Januar. (Die Vete­ranenspende.) Allen Veteranen ist aus städttschen Mitteln am Kaisersqebuttstaa ein Ehrensold von zehn Mark überreicht worden. Die Zahl der Veteranen betragt hier zweiundvierzig.

28. 1.

5.17

5.88

13.01

1.43

1.31 34/9

18256 64.75

8— 68.12

7— 32/9

AccumuL-Fabrik

Boese..........

Allgem. Elektr.-Ges.

Badische Anilin.... Bert-Anhalt-Masch. Bochumer Gußstahl

30. 1.

171.40

140—

161—

213.22 197.62 266.75 172.87 165.25 131.75 144.67 134.62 171.50 213.50

158.75

20.87 146— 109.62 210.75

126— 133.75 217.75 146— 108.50 175.12

94—

85/z5 180.75 168,25 231.37 ■208.12 183.75 180.87 197.50 215.25 240.62

28. 1.

172— 13150 265.40 195.50 164.50

126.25 116—

99.90

50.50

98^0

lOn’so

213.62 196.62 265.62

172.25 164.87 131.62 144—

134— 171.25 213— 158.25

20.87 145.75 108^2 211.50

494.50 200.10 230—

210.80

87.50 235.50 320— 360—

153.75

301—

86.60 181—

94—

92.20 92ÄI

30. 1.

186.90

109.40 211—

218.40

21—

Darmstädter Bank.. A.SchaaffhSankver. National-Bank.....

Russische Bank.... Petersb. Int Hndlsb. Oesterr. Staatsbahn Lombarden........

Prinz Heinrich-Bahn Baltimore.........

Canada ...........

Lübeck—Büchner .. Pennsylvania......

Schantungbahn .... Warschau—Wiener. Hamburger Packetf. Nord deutscher Lloyd. Hansa............

4°/<rigeRussenv.l902 4‘ ,n 0-ige Japaner .. 3°!o-ige Reichsanl. .. Tthfcen-Lose.......

Laura .........

Bochumer Gelsenkirchen Harper.e.- Rombacher Deutsch—Luxemb. Hohenlohe

*Ph6nir

136.50 matt.

58.70

157— 159.25

155— 157.50 gschL 134.50 135.50 matt 68.70

matt 204.25 204.50 ruhig 156.50 158.75

beh. 155.75 158—

Frankfurt a. M. Die Verwaltung des Unter­nehmens, dessen Attienkurs in den letzten Jah­ren einen argen Niedergang aufwefft, »»»«»«> .....

hat einem Aktionär auf seine Anfrage mitge- dem Sitz in Wiesbaden. Die Verwaltung teilt, daß die Verhältnisse sich seit einiger Zeit ~ -

30.1.

172.10

131.50

265.50

195.60

164.75

126—

116.25

99.90

50.40

98.70

100.40

8425 95.87

104.87

107.62

108—

215.75

122.75

181.87

29.50

36.37

11475

123.50

65.50

81.12

123—

15.12

8.63

Weizen, Tendenz: - Dezbr. .

. Mai . , .

Roggen, Tendenz „ Dezbr. .

. Mal , ..

30. 1.

5.17

588 13—

1.42

1.31 35/9

1850 6450

7.87 6750

7— 32—

P,,/«-ige Chinesen von 1898

Pirige Griechische

Monopolen!......

W/flge Japaner ..

P/i-ige amort Ital..

Hafer, Tendenz: , Dezbr. .. . Mai ... .

Mate, Tendenz: .

. Dezbr. . . .

, Mai

Rüböl, Tendenz: , Dezbr. .. „ Mal ....

79.68 91—

8425 96.87

104.75 106.50 108.12 215.87 122.50 18137

2930 36.25

115— 124.25

65.50 81—

122.76 15.18

836

österr.

Silbern. Jan.—Juli 4%-i^e Russen von 4”f0-ige Spanier .... 4°/„-ige Türken von

1905

Türken-Lose......1

4’/<Hge Ungar. Goldr.

4*/0-ige Ungar. Kro­nenrente ........

4,/0-ige Mosk.-Kasan 4%-ige Rusa. Süd-

Ostbahn 1897 ....

Banken.

Dienstag, 81. Januar isu.

Verlust und Stellung unter polizeiliche Aus, sicht verutteilt. Die Mitangeklagte Arbeiterin Frieda Ladewig, die wegen Richtanzeige eines ihr mitgeteilten Verbrechens angeklagt war, wurde freigesprochen.

D Die „Giftmischerin aus Rot". (Privat- Telegramm.) Aus Wien wird uns be­richtet: Die Wiener Geschworenen sällten am Sonnabend einen sensationellen Freispruch Angeklagt war die 53jährige Frau Bertha C a st e l l e tz, die im Juni vottgen Jahres ih­rer Cousine- ver 69jährigen Frau Laura Mo- rawetz, zum Geburtstage Schokoladen- Bonbons zugesandt hatte, die mit Subli­mat gefüllt waren. Frau Morawetz, die von den Bonbon aß, wurde bald darauf von hef- ttgenr Unwohlsein befallen, doch richtete das Gift keinen weiteren Schaden an. Die Ange- ttagtc beging die Tat, um der Notwendigkeit enthoben zu sein, Zinsen von einem Betrage von 12000 Kronen zu zahlen, die Frau Mora- wctz der Mutter der Angeklagten vor Jahren gegen das Veffprechen geschenkt hatte, den Be­trag zu verzinsen. Diese Pflicht war mit dem Erbe auf Frau Castelletz übergegangen, die mittlerweile in finanzielle Notlage geraten war. Trotzdem die Angeklagte der Tat ge­ständig war, sprachen sie die Geschworenen einstimmig frei, da sie annahmen, daß ,die Notlage die Angeklagte verwirtt habe."

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Italien kurz ...

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Privatdiskont......

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