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Dienstag, 31. Januar 1911.

Casseler Neueste Nachrichten

Nr. 49. 1. Jar-rgang.

niendem Frost.

Gießen-Ridd»

Kassels Stadtparlament.

in einigen Tagen bekannt zu geben. Die Natto-

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Wjernyi (Turkestan), 30/Januar. iT e I c -

Kollegiums.

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I« der

Ä DieNacht zum Montag'

Marktgasse kam gestern um Mitternacht eio.machcn. daß er ihm g est o b le n worden war. I

Einbrecher hatten während dgr Abwesenheit des Arbeiters seiner Wohnung einen Besuch ^abgestattet. Aus einem Lagerraum an bei Essigstraße wurde gestern einem Apfelsinen - Händler ein großer Posten Waren gestohlen. In beiden Fällen sehlt von den Dieben noch jede Spur.

Das moderne Cassel. Wie wir erfahren, läßt Herr Konditormeister Doch e gegenwärtig die erste Etage seines Hauses Obere Königs­stracke 4 umbauSst, zu dem Zweck, darin in aller Kürze eine größere Konditorei und C a f s (mit allem Komfort der Neuzeit ausge­stattet) zu eröffnen. Tas neue Cafe ist als ein modernes Großstadt-Etablissement gedacht, und diesem Zweck soll auch die innere Einrichtung

Mttttvoch die Verhandlung zu Ende zu führen.

A Das Nachtlager derschweren Jungen". Als am gestrigen Sonntag Pollzeibeamte des achten Reviers ihren Patrouillengang am We- _____ . ... n-

Letzte Telegramme.

(Rach Schluß der Redaktion eingegangen.)

angepaßt werden.

A Aus dem Hoftheater. Wie uns die- - nigliche Intendantur mitteilt, muß wegen an­dauernder Krankheit des Herrn Zschokke die für den heutigen Montag angekündigte Vorstellung Das Wintermärchen" abgeseßt werden. Es. gelangt dafür das Lustspiel von William So­merset-MaughamSBa.n-h" kommst du wieder?" zur Aufführung. Die Vorstellung beginnt um 7 Uhr und endet 9)4 Uhr.

Gießen, 30. Januar, (Privat leie- gram m.) Die Einigungsvcrsuche zwischen Nationalliberalen und der fortschritt­lichen Volk spartet für die Reichstags­wahl in Gießen Nidda sind g e schultert, meiwsiuiinami ,v., . Die Vertrauensmänner der fortschrittlichen

dies insofern nicht zutrifft als es sich bei dem Bolkspartei beschlossen gestern, all °'N In den

zum Umbau --- ------ . ,

Wasserleitung, und zur Nntersu-i chung der Quelle des Ftschbos.es gefordert. Eine Summe von 11000 Mark wird verlangt für die Waffen o h r v^e r l e gung in der B rnnnenstratze tn Dann soll das Steuerhäuschen u_. ----- Bahnhofsplatz durch ein neues ersetzt werden. Dieser Neubau erfordert eine Summe von 10900 Mark. Die dann folgende Vorlage zeigt, daß der Magistrat bereit ist, dem bestehenden Mangel an Bedürfnisanstalten abzuhelfen. Es 'oll nämlich die Errichtung erner Be­dürfnis an st al t an der Gabelung der Jhringshäuser- und Wolfsangerstraße erfolgen, wofür 7000 Mark angefordert werden. Die Summe läßt vermuten, daß man eine große und moderne Anstalt bauen will, die den hygie­nischen Anforderungen entspricht Der Aus­bau d e r S ch i l l e r st r a ß e. soll, endgültig vorgenommen werden. Da damit ein Geland^ erwerb verbunden ist, so sind 6200 Mart an Kosten zu bewilligen. Durch einen Gelande- verkauf muß der Fluchtlinien plan der Kuno ldstr a ß e einer Aenderung unterzogen werden. Nachdem das Kollegium dann noch eine Zustimmung für die vorzeitige Au-- füh tun g von Arbeiten ich.Rahmen des Bauvoranschlages sür das Etatsjahr l911er- teilt bat, wird die Debatte, über den ^tntrofl auf Einführung der Pvlligen Sonn­tagsruhe im Casseler Handel s- aewerbe beginnen. Aller Voraussicht nach dürfte die Beratung eine längere Zeit in An­spruch nehmen, da sich auch int Stadtparlament sowohl Anhänger als Gegner des Anttaaes finden werden. Sicherlich wird der Beschluß des Kollegiums aber so ausfallen, das er den latsächlichen Bedürfnissen Rechnung tragt, -zwei kleinere. Vorlagen . . (die Anrechnung außerpreußischer öffentlicher Dienstzeiten bei Gewährung der Ortszulagen der Lehrpersonen und die Entgegennahme -der Rechnung der Wimmek-Stiftuna für das Etatsjahr 1909) be­schließen das nächste Arbeitsprogramm des

gutangelegt" haben soll.

Lr Das Ende zweier Unglücklichen. Aus Cochem wird uns gemeldet: Zwei in den -tvgnziger Jahren stehende Mädchen versuchten in der vergangenen Nacht S e l b st mord durch Erschießen zu verüben. Sie wurden schwer verletzt mit Schüssen in der Brust aufgefunden. Das Motiv der Tat ist unbekannt. Wie ver­lautet, sollen die Lebensmüden aus einer rhei­nischen Irrenanstalt entwichen sein.

$os Neueste aus Kassel.

Die Hebung de» Kasseler Fremdenverkehr».

Die Frage: Wie ist Cassels Frem­denverkehr zu heben, ist in letzter Zeit zu einer wirklichbrennenden" geworden, und es wird ersreulicherweife überall das Streben merkbar, an der Lösung des Problems prak­tisch mitzuarbeiten. Im Anschluß an die von uns in der Sonntag-Nummer veröffentlichten Mitteilungen des Casseler Fremden­verkehrs-Vereins über die bei der He­bung des Fremdenverkehrs zu beobachtenden Richtlinien wird un^ jetzt aus dem Leser- kreis geschrieben:

Ter Vorstand des Fremdenverkehrsvereins bezeichnet seine Tätigkeit vor allem als propa­gandistisch. Diese Propaganda dürste doch wohl in der Hauptsache nur mehr allgemeiner Natur sein, und sie wendet sich jedenfalls meistens an die besser gestellten Kreise. Unsere Anregung möchte daher einmal dahin gehen, ohne Er­höhung der seither dasür aufgewendeten Ko­sten, einen geringen Teil davon in bestimmter Form zur Gewinnung weniger günstig da­stehender Bevölkerungsschichten zu verwenden.

ban Koht und Dr. Julius Elias besorgt Wird. Sie wird gleichzeitig in norwegischer tmd deutscher Sprache bei Gpldendal und Fischer erscheinen und nur Björnsons eigene Briefe enthalten. Das geplante Wert wird tn der Hauptsache von politischem Inter­esse sein, da in Björnsons Briesen der politt- siche Faktor so stark hervortritt, daß der litera­rische und literarhistorische. Charakter sich nur in zweiter Linie geltend machen.

Das Denkmal der CoqueltnS. Der französische Bildhauer Auguste MatlIard hat soeben ein neues Denkmal von künstlerischer Eigenart geschaffen, das.chen Brudern C o - aüelitt gewidmet ist und im Laufe dieses Sommers in Boulogne-sur-Mer, der Vaterstadt, der beiden hervorragenden Schau­spieler, enthüllt werden soll. Die dem Ent­würfe zugrunde liegende Idee bringt die bei­den Künstler in sehr glücklicher Werse in Zu- sainmenhang mit dem Dichter, in dessen «tucke sie ihre hervorragendsten Rollen schufen, tote Moltere, dessen Büste sich über den Bildern der beiden erholst. , .. _ -

Der Marktwert geistiger Arbeit. Man schreibt uns aüs Pa r i s: Bel der Versteige­rung der' bekannten Bibliothek r _e1 n, die dieser Tage hier stattgefunden hat, erzielten eine Reihe von modernen Buch crn ganz autzerdrsentlich hohe. .Preise. Gut Exemplar derFünfzehn Geschichten von Edgar Al­lan Po«, in der Ausgabe der französischen Gesellschaft der Bücherfreunde, mit Illustratio­nen von Legrand, hraMe 1582 Francs. Das Lob der Torheit" des Erasmus, in der Ausgabe derselben bibliophilen Gesellschaft, wurde mit 800 Francs bezahlt, und die 1893 er­schienene Großoktavausgabe von SS °J t a' rc^ jabig", mit Illustrationen von Garnier, Rops und Robaudi, brachte 1941 Francs. -? u y s- man?A Rebours-", mit Illustrationen von Lepk-re, in der Ausgabe der Gesellschaft der

Hundert Bibliophilen, fand für 1540 -(jrano einen Abnehmer.

, .. I SRerliit 30 Ssanuar. (Spezial-Tele-

. g wird sich in dleser ®ejjton amZustand des erkrankten Reichs- ----- , , I«her nicht mehr mit dem Entwurf beschäftigen 19' a maul Singer ist an- Bettenhäuser fännelt| sondern voraussichtlich erst nach den 8uernd ernst, wenn auch augenblicklich

'1 Neuwahlen in der nächsten Session. ^ine Lebensgefahr besteht. Das Bewußtsein

Zum Verbrecher geboren . . . Der beS SranIcn ist zeitweise immer noch getrübst lerlegungiKlempner Heinrich Stückra 1 h aus Cassel be la Ramöe."

SdÄm 3». ®Urt»«.

auf dem -ö«0« lu-känanis- und aram m.1 Der unter dem Verdacht der Ulkun

an, in der Zwischenzeit in Algier bei der Fremdenlegion gewesen zu sein.

m: Die Tragödie einer Professorsgattin. In Prag verübte vvrgestcrn die neunundfüns- zigjährige Gattin des Herrenhausmitgliedes und Professors der Prager Kunstakademie J o - , sef Mvslbeck, Frau. Karoline Mysl- b e ck, in ihrer Wohnung aus unbekannter Ur­sache Selbstmord.

Hinter Kerkermauern. Aus Krakau wird uns telegraphiert: Im Gefängnis des Landgerichts kam es zu argen Exzessen- .Zahl­reiche Gefangene, die sich gerade im Hofe be­fanden, erhoben plötzlich lautes Geschrei und riefen:Geht uns Brot! Ermordet uns nicht!" Die Exzedenten zerschlugen viele-Fonstsrsckei- ben, sodaß schließlich der Gefängmsdirektor. Militär requirieren mußte, das die.Ruhe wiederherstellte. Tie Häftlinge verlangten bessere Kost. Gestern vormittag erneuerten sich die Exzesse, sodaß das Militär-bis auf Wei-- teres im Gefängnis verblieb, ...

UL Vater und Schwester ermordet. Einer Meldung aus Tetschen zufolge ist in einem kleinen böhmischen Orte eine entsetzliche Blut­tat entdeckt worden. In CelakowiH bei Brandeis a. E. wurden der Hausbesitzer Wetrowitz und seine Tochter - in ihrer Wohnung mit zertrümmertem Schä-- del tot aufgesunden. Der Täter, der ein­zige Sohn des Wetrowitz, wurde ver­haftet.

iS Unterirdische Mächte. Aus Melilla erhalten wir kolgende Devesche: Jnfolg'e Les Ausbruchs des Vulkans T a a l sind -drei hef­tige Erdstöße, begleitet von ungefähr hun­dert leichten Erderschütterungen verspürt, topr- den. Man vernimmt häusig unterirdische E x - plosionen. Von Melilla aus fanrt Man die Rauchsäule beobachten. Bis jetzt ist kein Schaden angerichtet worden.

iSFamilie Alberti." Nach einer telegra­phischen Nachricht aus Kopenhagen wurde in Aarhuus der italienische Konsul Viggo Rohr wegen betrügerischen Banke- rotts und Weckselfäkschung verhaftet: 91 a 6t, ein Vater des Erministers Alberti,' war der Jn- Haber eines alten hochangesehenen Handels­hauses, und hatte vor einem Jahre den Kon­kurs erklärt. Nach der gerichtlichen Untersuch­ung ist Ra h r bereits vor zehn Jahren insol­vent gewesen, doch hat er es verstanden, mit Hilfe falscher Buchführungen immer neuen Kredit zu erhalten. Die Betrügereien belaufen sich annähernd auf zwei M i l lio - neu Kronen, die Rah r bei flottem Leben

In den letzten Jahren faßt die Gepflogenheit mehr und mehr Fuß, nicht nur den Reichs- und Gemeindebeamten, fonbent auch den Pruöat-1 angestellten im Sommer einen festen l Urlaub zu gewähren. Tiefet sollte vor allem zur Erholung, zur Abwickelung persönlicher Angelegenheiten, aber auch zur Erlangung neuer beruflicher Anregung dienen. Ob dies immer erreicht und auch gesucht wird, bleibe unentschieden: die Stadt Cassel vermag aber Erholung und Anregung in hervorragendem Maße zu bieten. Viele Familien suchen durch Abvermieten möblierter Zimmer einen Nebm- verdienst zu gewinnen. Dabei ist aber häufig mit Nichtvermietung des Zimmers oder sonsti­gem Ausfall der Miete zu rechnen. Nun wäre es vielleicht angebracht, wenn der Fremden­verkehrsverein in Verbindung mit den verschie­denen hiesigen Berufsvereinigungen mit den gedachten Vermietern eine Art Ur- laubspensionen (jedoch ohne Gewährung der Kost) organisieren würde. Der Verkehrs- verein könnte gegebenenfalls auch ausgebildete Gruppenführer (Schüler während der Ferien) Ür den Stadtbezirk anstellen, deren Vergütung ich durch Lösung einer gering bemessenen Karte von den Teilnehmern auf bringen ließe. Der Nieverdeutsche Touristen -V eretn wäre möglicherweisF bereit, Führungen burd) die nähere Umgebung zu übernehmen. Man könnte nun einwenden, den Gasthäusern wur­den auf diese Weise die Fremden entzogen. Dem ift. aber gegenüberzuhalten. daß diese Art Fremde ohne die Organisation der Urlaubs­pensionen wohl überhaupt nicht gekommen wa­ren; das Mittagessen müssen aber auch sie tn den Gasthäusern einnehmen, und so wird den Wirten doch genützt. Weiter könnte man em- wenden, es sei von den Berufsvereinen etwas zu viel verlangt. .Soviel Zeit habe man nicht übrig, derartig ideal könne man heute nicht mehr denken und dergleichen mehr. Die In­anspruchnahme der Berussvereine ist aber ganz gering, das eine oder andere Mitglied wird wohl mal einige seiner Freistunden zu dieiem Zweck verwenden können, und auch gern wol­len, der Verkehr mit auswärtigen Kollegen fuhrt unwillkürlich zu lehrreichen Aussprachen über Fachangelegenheiken und wird ihm da­durch nur Vorteil bringen; wenn man selbst aus Reifen durch die Orte unserer ITuberen Gäste kommen wird, kann matt der freundlichsten Aufnahme sicher sein. Im großen und ganzen ist ja eine ähnliche Handhabung bet ©gs»

sreunvschast unter FachgenosseN an und sursich I "H H'fühtten, wurden sie durch, lautes S SSÄÄOU -Us einem zurzeit leerstehenden 1 Berübrungs stelle der Anknüp - Hause eines Casseler Kausmanns drang, ans süngspunN, und der Wird hierdurch ge- merksam gemacht. Die Beautten vermuteten schassen. In unserer materiellen Zeit aber wird fo,-ort( daß im Innern des Gebäudes O b d ach- sich ein Band freundlichen Gedenkens durch i^r Quartier aufgeschlagen hatten, und Deutschlands Gauen knüpfen und zur Erian- ^stellten das Haus. Die Schläfer wurden gung idealer SebenSauffaffuttg beitragen. bann au« süßem Schlummer aufgescheucht, und

Die Zeit zur Erwägung dieses Vorichlages bQ. ?ngbQlb tauchten vier Köpfe aus erscheint 'jetzt am meisten geeignet; wochte er - Hansses auf, und vierBas-

ES °>°

IvFrb von sollen Polschlägen gern Rots, neg. Glieder. Die Pier wurden iul sulche gedrächl men und dankbar fein, wenn ihm von recht vie-1 und dort stellte sich dann Geraus, daß die Lern. len Seiten aus der Bürgerschaft Anregungen zu Vom ^Rachtaihl" vierschwere u n g e n teil werden. An jedem einzelnen Casselaner I ^ch denen die Polizei schon lange sahn- liegt es, mitzuarbeiten an der Hebung des Be^ uni) flUf bereit Kerbholz noch manches ur.= kehrs in seiner Vaterstadt, denn es handelt stwHeldenstück" vermerkt Ist.

hier mn eine lokale Lebensfrage^ deren gluck- . - . - . b Straßenbahn. Aus

; liche Lösung für Cassels fernere Entwicklung! e!chs"gwttd mts zu der kürzlich i .von größter Bedeutung ,s- | bcr Presse verbreiteten Notiz, daß der Ent­

wurf eines Gefetzes über die Haftung der .Straßenbahnen für Sachschaden tm Tagesordnung Reichsjustizamt festgestellt sei, mitgeteilt, daß

Verbrecherlautbann begann uuu um , Berlin, 30. Januar. L?AeAÄ2

seines Lebens hinter Gefängnis- unb gramm.) Ter unter dem Verdacht der Urrun- ^uchthau«mäuern zugebracht hat, mußte sich penfälschung und der Beihilfe zu den ^d;rotn= auw beute wieder ^n schwerer Ein- deleien des Hochstaplers Margolin verhaftett b?ü ch e in ÄefterbTr! beiAltendorf a. S. Gras de la Kamee ist aus bet Un tersu- und in Witzenhausen vor Gericht verantworten, chungshaft entlassen worden.

Geheimer Sanitätsrat Dr. Heinemann Tas Volk stimmt ab!

bezeichnete in der heutigen Verhandlung den aürich, 30. Januar. (Spezial-Tele- Angeklagtenals einen zum Verbrecher -ramm.) Gestern fand in den Kantonen eine geborenen Menschen, den feine gencht-ngemeine Volksabstimmung statt, liche Strafe abschrecken und auf den richtigen großer Mehrheit wurde eine Berfas- Weg zurückbringen könne", ^tudratb habe g^sunasänderung angenommen.

äußert, daß er auch gewillt sei, emen Raub- Johann Orth,

m o r d zu begehen, wenn die Umstande es nut ^oqann ve q.

.-.(f. brächten. Im Hinblick daraus, müsse er I Wien, 30. ^anuar. (Btivat-Telc- (bcr Gutachter) den Angeklagten für einen g e- gram m.)_ «m 1^c6tnar

meinaefäbrlichen Menschen mit die vom Wiener Oberhofmelstcramt für die krankhaftem Hirn betrachten. Das Gericht Todeeerf hilhertaen E^aeb

kam auf Grund dieses Gutachtens zu einem seqt worden ist. diach den bisherigen Lrgco: Freispruch des Angeklagten. Hoffentlich niffen kann als sicher angenommen wcrdcn dari bringt man den gefährlichen "Menschen nun Johann Or^fur tot errlari werden w , dauernd in einer Anstalt unter, damit die bc sich feit Erscheinendes Ed.kttsdes Oberhof menschliche Gesellschaft vor demgeborenen melsteramtes niemand gemeldet hat, der Verbrecher" fieber ift glaubwürdige Angaben über den ^cr

^eroremer inner ig. . Johann Orths machen kann. Die Todes-

A DieFreunde". In einer Wirtschaft am mirb für das Jahr 1890 aüsgespro-

Rrünen Weg hatten sich Sestern drei auslan- werden. Diese Maßnahme ist namentlich

buche Arbeiter gemuttich Niedergelassen btcd|tüd|er Hinsicht von Bedeutung. Der '

und ließen sich die ihnen, vom Wirt vorgesetzten ^ ^koß Orths wird sich am ungefähr 3 Mik, Spcifen und Getränke gut munden. Als bcr" t ncn f,ri0UfCn eine von ihnen sich derLösung bet Magen- Nonen Kronen »eiawen.

frage gar zu eifrig toibmete, benutzten bie bet- Neue schrecken.

den anderen die Gelegenheit und... stahlen Wjernyi (Turkestan), 30.'Januar. <Tcle- ibm aus der Rocktafche das Po r t e m o n n a i c a r a m m) Heute früh 5 Uhr wurde ein star- samt Inhalt, um sich dann schleunigst aus dem (cr Erdstoß mit einer zehn Sekunden wahr Staub zu macken. Der Bestohlene merkte als- reMbcn Bodenschwankung verspürt. Ob durch bald den Verlust und benachrichtigte die Po- ncue Erdbeben Schäden angerichtet und lizei, die die Verfolgung der Täter aufnahm. o6 Menschenleben zu beklagen sind, steht noch

A Tie Zunft der Langfinger. Als^gestern I nit6t fcft /

früh ein an der Wolssanger Ällee wohnender I

öffnel^iim^fcinen ^SonMagsanzug hervorzu- M ÖCUtlOB31110101W OOlfOBt 128kR0.

holen, mußte er dir unangenehme Entdeckung > ______

Ehepaar ruhig des Weges daher, als plötzlich zwei Männer auf den Ehemann eindran­gen, unb unter Bebrohung mit einem Mes­ser von ihm Geld verlanglen. Der An­gegriffene setzte sich zur Wehr und schlug mit seinem Stocke um sich. Däboi verletzte er einen der Angreifer am Kopfe. Als die Polizei erschien, suchten die ftechen Burschen ihr Heil in der Flucht. Dem einen flog hierbei bie Mütze vom Kopse, die der Hüter der Sicher­heit an sich nahm und durch die er den Namen des Besitzers ermitteln konnte. Es handelt sich um eiivn gewisses. Karl N., der denn auch kurze Zeit später festgenommen werden konnte. Der andere Angreifer ist leider entkommen. Auf dem Graben bedrohte in ver vergan­genen Nacht ein angetrunkener Arbei­ter mit einer Holzlatte und einer Axt seine Frau und seinen Stiefsohn. Infolge der lauten Szene sammelte sich aus der stratze viel Publikum an. Die Polizei mußte cm« schreiten und den Mann in Haft nehmen

A Hinter verschlossenen Türen. Die Straf­kammer'des hiesigen Landgerichts , hatte .sich heute mit einem Si11l i ch k eitsverbre- chen zu befassen, dem ein vierzehnjähriges

St I ' L D., ,°-n

L' ÄS«.»« ÄI. n»»

A Die fehlende Schranke. Wegen Ge- zwischen dem Meisterschaftsringer Sieg- sährdung eines Eisenbahntrans- fried und dem Meister Schneider unent- vorte« batte sich heute vor der Str.af- schieden. Der Revanchekampf zwilchen dem kammer der Brauereikutscher Conrad W. zu Westsalen Grünewald ""v dem Hollander verantworten. Am Abend des 10. November DickvanBe r g endete nach 23 Minuten mit v I passierte W. mit seinem Fuhrwerk beim der Niederlage, des Hollanders.

Bahnhof Altenbanna der Cassel-Naumbürger A Kleine Tages-Chronik. Tie Krieger- Kleinbahn die nicht mit Schranken versehene Z anit ä t s k o l onn e bat einen großenVer- Uebersahrt über die Geleise in dem Moment, fuft durch denTod ihres Führers Karl B u s ch zu als ein Zug beranbraufie. Dem energischen beklagen. Der Verstorbene gehörte der Kolonne Handeln des Zugführers war es. zu verdanken, 2- c<a6ie an und hat für feine Verdienste die daß der Zug noch rechtzeitig zum Stehen ge- ^ote Kreuz-Medaille und die Verdlenstaus- bracht und somit ein Zusammenstoß verhütet äet$nUng erhalten. In einem Hause an bei werden konnte. Da die Beweisaufnahme etne 9Cf)ienftra6e entstand durch einen überheizten Klärung darüber nicht brachte, ob der Ange- £fen ciw gtubcrtbranb,. bet. durch das klagte fahrlässig gehandelt hat, beschloß Eingreifen der Hausbewohner gelöscht

bet Gerichtshof, zunächst eine Ortsbeslch - werden konnte. Auf das heute Abend tm tigung vorzunehmen und am kommenben adtparksaale ftattfinbenbe zweite SBtn«

Iv -- ------- - ****** 'terkonzert bes Casseler Lieberver-

eins (in dem Kompositionen einiger Caste- lauer zu Gehör gebracht werden) sei nochmals aufmerksam gemacht. Einer Familie auf der Westendstraße wurden nachts aus dem Stalle drei große Kaninchen gestoh­len Am Sonnabend, den 4. Februar, findet im Restaurant Finkenherd ein Maskenball derGießberg"-Gemeinde statt.

A Das Wetter am Dienstag. Der amt­liche Wetterbericht sagt für den morgigen Dienstag für Hessen-Nassau folgende Wttte- ning voraus: Fortdauer des trockenen, heiteren Wetters, bei langsam zuneh«

Eine wichtige '

w d>er"am nächsten Donnerstag/ abenb VMr,]EMwurfurn di^Ha'ftungb e\£tr'atzen- IKnbt(7mv7 e7n$uTretcn"unb chren Kandidaten

gemachten Vorschläge bedingt gleichzeitig die Außenbahnen, sondern auch sür V o llb ah- kt 0 feff o r is®if en tu«uj Bewilligung von ganz aniehn- ^ ^^d Nebenbahnen eine gesetzliche Bündler und Antisemiten proklamierten gestern lichen G eldsummen. Da sollen zunächst Regelung erfahren. Die sehr komplizierte Ma- ben Oberlehrer Werner-Butzbach al- die Kosten (es handelt sich offenbar um einen teric t)-t f0 weit gefördert, daß die einzel- Kandidaten.

Beitrag) bewilligt werden, die durch die im nen Bundesregierungen in nicht ferner Zett zu Der kranke Paul Singer.

Monat Juni in Gaffel stattfindende~ eu t« Bestimmungen Stellung nehmen können. Berlin 30 Januar. (Spezial-Tele- febe Landwirtschaftliche Ansstel- DerReichstag wird sich indiefer Session > -Benni, öu. ,Sa -

ung" entstehen. Weiter werden die Mittel' - --------