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Caffeler Neueste Nachrichte«

Freitag, 201 Januar 1911.

Hmdelszettung

Rate erwartet werden kann.

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durchdringen wird.

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Dffl W W WU I

18. 1. 19. 1.

18. L 19. L

18. 1. 19. I.

. 213.87

Bahnen. 1? L 19 L

19. i.

18. L

WechseL

LübeckBüchener . 187.90

94.10

94.20

86.60

ProHuktenHörse

(Schlusskurse.)

Banken.

18. 1. 19. 1.

Wachs

J204. 202 .(242.501252.75

302.50

316.- 1313

108AO 209.70

86.60

182.50

94.30

92.30

92.80

92.50

Credit .. Diskonto

- - S

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<s-T

98.50

100.40

9930

146.10

301150

187.60 106.99 209.10 222.40 126.50

21

167.75 267L7 242.25 187.25 17037 186.37 198.25

fest

schäft resultierende Gewinn dürste in der Hauptsache zu Zurückstellungen verwendet werden.

182.75 9430

9230

93.10

Türken-Lose Laura Bochumer Gelsenkirchen Harpener Rombaeher DeutschLuxemb Hohenlohe

5

5

Baltimore.... Canada-Padfle

17030 212.75 15830

21

108187 210

Hansa 4°/o-ige Russen vJ902

171.70

132.10

265.25 196 164.80

126.10 11450

214.25

851125 37.

216.25

1239.75

17L90 132 265.50 195.60 164.90

126.35 114.70 213.75

Der Chef des Welthauses Rudolf Herteog in Berlin hat Erfahrungen auf dem Gebiete des Reklamewesens gesammelt, die ihn zu dem Ausspruch veranlassten:

213.75 195.62

265.25 172.12 164.87 131.87 144 183.87

166.25 267

241.50 186.75

170.25 186.75

197.75 z. fest

Weizen, Tendenz: , Dezbr. .

, Mai , . .

Roggen, Tendenz Dezbr. .

. Mai .... .

Hafer, Tendenz: . Dezbr. . . , Mai ....

Mais, Tendenz: .

. Dez.br. - . . , Mai, . . . "Rilböti Tendenz: 27.. .. Dezbr. . .

. 2 Mai . , .

18. 1.

94.30

85.20

102.60

94.30

85.10

Rombaeher Hütte .. Schuckert. Elektr... SiegenSolingen .. Siemens & Halske . Stahl 4 Mölke Stolberger Zink.... Vorwohl. Porti. Zem. Wenderoth ........

W'eetf. Stahlwerke Wittener Guß Zellstoff Waldhof .

10 267.70 498.75 199.60 225.25 21050

87.60 236.75 323 362

Dr. Backhaus' Kindermilch, bester Ersatz für Muttermilch.

Schweizer Milchkur, u. Keftr-Avftalt A. Müller, obere Karlsstr./»-*/* Telephon 603.

Dynamit-Trust.... . Eschweiler Bergwrk. Geisweider Eisen.. - Gelsenkirch. Bergw. Ges. f. elektr. üntern. Gr. Berlin. Str.-Bahn Gr. Casseler Sto.-B. Hamburg. Pacteetfrt

137.62 221.75 14387

108.12 17450

94.12

85*25 18225 168.62 227.87 208.75 184.62

170.40 144

160.80

186L0 190 17530

208.70 170.30

197 iosjo 143.10

184.25

175.25 167 172

142.60

248*50 166.25 273 143.75 108.10 106.25

213.90 239.40 166 179.25

160.92

92 241.50 147.50 142.75 226.50 1*W.75

50.75

196.25 265.25 172.12 164.87 132

144.12

134.25

19. 1.

94.30

85.20

102.60

94.30

85.10

Türken-Lose 4%-ige Ungar. Goldr. 4°/-ige Ungar. Kro­nenrente ........

Geschäftliche Mitteilungen.

** Eine« wertvollen Berater für alle ständigen oder gelegentlichen Inserenten h»t die bekannte Annoncen-Expedition JnvalV d e n d a n k. Berlin 23., soeben mit ihrem Zei­tungs-Katalog pro 1911 herausgegeben. Tas vornehm ausgestattete und dabei handliche Werk führt in zuverlässiger, übersichtlicher Rei­henfolge fast sämtliche Tageszeitungen, illu­strierte Blätter und Fachzeitschriften der Welt auf, so daß es jedem, der in die Lage kommt zu inserieren, an Hand dieses Katalogs mög­lich ist, sich schnell und sicher zu orientieren.! Die wohltättgen, gemeinnützigen Bestrebungen des Jnvalidendank sind bereits allgemein be­kannt, ebenso auch, daß Seine Kaiserliche und Königliche Hoheit der Kronprinz das Protek­torat über diesen Verein übernommen hat. Die Versendung des Katalogs an Inserenten er­folgt gratis und franko von der Zentrale des Jnvalidendank" in Berlin W. 8, oder von einer der nächsten Geschästsstellen. i

4/B-ige Spanier . ... 4°'-ige Türken Ton

10

267.10 497.75

200.25 227.75

210.60

89.10

237 320.50 360.25

Rhein!. Stahl Allg. Elektr. Ges. Siemens & Halske DeutschUebersee Ges. f. elektr. Untern. Dynamit-Trust Gr. Berliner Str.-B . Tendenz:

AccumuL-F abrik Boese

Allgem. Elektr.-Ges. Badische Anilin... Bert-Anhalt- Manch. Bochumer Gußstahl Braunschweig. Jute. Brauer. Schöfterhol Casseler Federstahl Concordia Bergbau . Consolidation Deutsche Linoleum-

19. 1.

80.40

20.445

20.445

80.925

100.20

49.90

l/s/o-ige österr.

Süberr. JanJuli 4/,-ige Russen von

Ross. Baak für aus-1

wärt Handel.... 1171.10

Otavi-Minen.......114430

South -West - Afrika

(deutsche Stücke)|100.80

Londoner Börse

(Anfangskurse.)

Nachhörssnkurse gegen 3V« Uhr

18. 1. 17. 1.

Berliner Handelsees. Darmstädter Bank . Deutsche Bank ... Diskonto- Command Dresdner Bank .... Mitteldeutsche Pri­vatbank . .;

National-Bank .. . .. Oesterreich. Credit

g« Die heutige Berliner Fondsbörse. (Spezial-Telegramm.) Trotz der festen Grundstimmung Newyorks tendierte die heutige Börse in etwas schwächerer Haltung. Nur Bankaktie» bewahtten eine feste Tendenz mit Ausnahme von Diskonto-Kommandit. Kanada waren im Einklang mit Newyork abgeschwächt. Paketfahrt und Llohd fester. Das gleiche ist von Elettrizitätswerten zu melden, namentlich von Siemens u. Halske- und Schuckert-Aktien.

C® Insolvenz Schiffmann-Berlin. (Spe­zial-Telegramm.) Die Hauptschulden hei der Insolvenz Schiffmann belaufen sich auf 10 M illi o n e n M a rk. Die Passiven setzen sich im übrigen nur aus geringen Wechsel­verbindlichkeiten zusammen.

<g Barziner Papierfabrik. (Spezial- Telegramm.) Wie von authentischer Sette mitgeteilt wird, wird die nächste General­versammlung über eine Kapitals - Er­höhung Beschluß fassen, die mit dem beson­ders günstigen Stande der amerckanischen An­lage und der Notwendigkeit ihrer Erweiterung motiviert wird. Die Dividende für 1910 rnird mit 12 Prozent als ziemlich sicher an­gegeben. . ,

s» Karl Lindström A.-G. (spezial- Telegramm.) Rach Informationen schlägt die Verwaltung der am Sonnabend stattfin­denden Auffichtsratssitzung die Verteilung einer Dividende von 20 Prozent (15 Prozent im Vorjahre) vor. Der diesjährige Abschluß zeigt »in befriedigendes Bild von der Weiterent­wicklung des Unternehmens. Der aus den günstigen Ergebnissen der Bekka-Rekurs-Gesell-

Besser als durch die-vorstehenden Worte eines hervorragenden Kauf­mannes kann der hohe Nutzen, den die Zeitungsannonce bringt, nich illustriert werden. Kommt dazu noch die richtige Wahl der Zeitungen, in denen inseriert werden soll, dann kann der Erfolg nicht ausbleibcn.

186 18650

177 20950

170.40 198

107 142.90

184.10 177.

165.10 172

144.50 217

247.75 169.50

272.75 14430

106.90 106.25

214.90 240.25 167.70 179.75 161.25

94.25 241.75 146.25

. 142.50 . 227.40 . 107

18. 1.

80.45

20.465

20.445

80025

8A075

3-/.-

Sericht und Recht.

Sie Tragödie der Vrofessorsfrau.

(Bon unser« Korrespondenten.)

Aus Nürnberg schreibt mau uns: Unter großem Andrange des Publikums, das sich aus den ersten Gesellschaftskreisen zusam­mensetzte, begann gestern vor dem hiesigen Schwurgericht die Verhandlung in dem Auf­sehen erregenden Totschlagsprozeß gegen die Rettorswstwe Frau Professor Dr. H e rb e r ich, die im April vorigen Jahres ihren Mann, den Leiter der hiesigen höheren Mädchenschule, Professor Dr. Herberich, durch fünf Revolverschüsse getötet hat. Die Angeklagte wird aus der Untersuchungshaft vorgeführt.

Bei ihrer Vernehmung erklärt Frau Her­berich, sie wisse überhaupt von den Einzelheiten der schrecklichen Tat nichts mehr. Was sie dar­über anzugeben vermöge, habe sie sich lediglich aus dem Inhalt der Anklageschrift in ihrem Kopfe rekonstruiert. Sie könne nur sagen, daß die Tat der Ausfluß einer ungeheuren Err _/gung gewesen sei, die sie angesichts der Tatsache beherrscht habe, daß ibr Manu ihr das Leben verbittert habe. Der Vorsitzende geht dann das Eheleben der Angeklagten durch. Es wird festgestellt, daß sie vor der Heirat mit Professor Herberich ein Verhältnis mit einem Klavierspieler Stadelmann hatte, der bei ihr wohnte, und das einen intimen Charakter hatte. Tie Ehe mit Professor Herberich war eine Liebesheirat, es kamen aber bald schwarze Tage mit Zerwürfnissen. Die Angeklagte behauptet, daß sie sogar von ihrem Manne geschlagen worden sei. Der Vorsitzende hält ihr vor, daß auch sie gegen ihrem Mann nicht gerade feine Ausdrücke ge­braucht und ihn ,B auernlackel", .Hund" und »Bastard" geschimpft habe. Die Ange­klagte bestreitet das aber. Bei ihrer weiteren Vernehmung erzählt die Angeklagte, daß sie philosophische Schriften, Schopenhauer und Nietzsche, gelesen habe und sich eingehend mit der Frauenbewegung befaßte. Ihr Dorstandsamt im Frauenstimmrechtsverein legte sie nieder, weil ihre geistigen Kräfte nach­ließen. Der Vorsitzende und der Staatsanwalt bemühen sich vergeblich, aus der Angeklagten herauszubekommen, weshalb sich ihre Ehe schließlich so unharmonisch gestaltete. Die An­geklagte behauptet, daß ihr Mann sie geistig vernachlässigte, gibt aber dann zu, selber einen Teil der Schuld zu tragen. Nach Wieder­herstellung der Oeffentlichkeit wird in. die Zeugenvernehmung eingetreten und als erster Zeuge der -24jährige Sohn der Ange­klagten aus erster Ehe vernommen. Er be­kundet einen Vorfall, wobei es einmal zu einem heftigen Streit zwischen seiner Mutter und dem Stiefvater gekommen sei. Der Vater habe ver- muüich die Mutter geschlagen, denn diese war sehr erregt und sagte, sie wollte sich ver- Sist en. In dem Erregungszustand machte e ihr Testament, in dem sie den Vater ent­erbte. Die Fassung dieses Testaments war sehr unlogisch gehalten. Der Zeuge meint, daß die ersten Jahre der Ehe glückliche waren. Die Schuld an den späteren Zerwürfnissen liege wohl auf beiden Seiten. Der Vater war ein Pedant und konnte keinen Widerspruch ver­tragen. Er war außerdem abgearbeitet und sehr nervös. Auch die Mutter_toai leicht erregbar. Auf Befragen durch die Sach­verständigen bekundet der Zeuge noch, daß die Mutter mitunter schwere spanische Weine getrunken habe. Die Verhandlung wird schließlich aus Donnerstag vertagt, -sh-

Der Mann mit de« Couplets. Der Agent M., der qestern twie wir schon mitteil- ten) wegen Verbreitung unzüchtiger Schriften vor der Strafkammer stand, wurde zu drei Monaten Gefängnis verurteilt, trotzdem er wiederholt behauptete, daß die auf den von ihm vertriebenen Postkarten enthaltenen Couplets in öffentlichen Umerhaltungslokalen vorgetragen worden seien. Die Zeugenverneh­mung ergab jedoch ein gegenteiliges Resultat. Der Gerichtshof zog indessen dieMöglich­keit" des Zutreffens der Behauptung d, s An­geklagten in Erwägung, und nahm zugunsten des Angeklagten an, daß einzelne Humoristen diese Terte ohne Erlaubnis vorgchragen haben können. In Verbindung mit-dieser An- klagesacke stand eine andere wegen Beleidi­gung und falscher Anschuldigung, die D! gegenüber dem Mittelschullehrer R. und dem Polizeikommissar Dr. ... begangen haben soll In der ersteren Sache erfolgte Frei­sprechung, wegen Beleidigung des Polizeikom­missars eine Verurteilung des M. zu 6 Mo-

riLkouttSrmStzigung?

unseres Korrespondenten.)

Loudon und Berlin wird wieder "772 die Frage einer Herabsetzung der ^ziellen Bankdiskonts erwogen. Erleichterung des Geldmarktes findet all- *~nid) statt; sie ist auch diesmal zu beobachten ?wese» und pflegt ein Nachlassen der Geld- ätze nach sich zu ziehen. Der Londoner Bankdiskont hält sich diesmal auf 4'A Prozent und der Berliner gar auf 5 Prozent. Da in beiden Plätzen aber die Inanspruchnahme der Zentralinftttute nachgelassen hat, so ist es nicht unwahrscheinlich, daß beide Banken mit ihrem Wechselzinssutze herab- geheu werden. Und zwar erwartet man in London schon für heute eine Ermäßigung, allerdings nur auf 4 Prozent, wenn nicht noch plötzliche Ansprüche an die Goldbestände der Bank hervortreten. In Berlin ist der Pri­vatdiskont jetzt seit zwei Wochen schon um 1% Prozent vom offiziellen Satz entfernt, so­daß auch hier eine Ermäßigung der offiziellen

gestern damit beschäftigt, die Straße Whletzen- rod-Laugenschwarz für den - Verletz: vom Schnee freizumachen. - " "

A> Rinteln, 19. Januar. (Die Auslö­sung der Spezial-Kommijsion.) Da die Verkoppelungsverfahren in der Land­gemeinden des hiesigen Kreises als nahezu voll­endet anzusehen sind, wird die hiesige, seit lan­gen Jahren bestehende Königliche Spezial- Kommission zum 1. April er. aufqesö st. Die damit bedingte Versetzung der zahlrikchen Beamten dieser Behörde wird hier unangerehm empfunden werden.

<A> Fechenheim, 19. Januar. (N ick Car­ter-Schule.) Drei Burschen im Alter von dreizehn Jahren fielen hier der Pslizei durch große Geldausgaben auf. Die Burschen wurden verhaftet, wobei ftd her­ausstellte, daß sie aus Mannheim hären. Einer von ihnen hatte seinen Eltern am Sonn­abend 2 00 Mark gestohlen. Zuerst fuh­ren sie nach Frankfurt, statteten Auioma ten, Cafes und Konditoreien Besuche ab und machten sich einige, vergnügte Stunden. Von da ging's weiter nach Fechenheim. Auch hier lebten sie herrlich und in Freuden, bis die Po­lizei die Durchbrenner in Gewahrsam nehm. Die Eltern wurden sofort telegraphisch berach- richttgt. Es wurden noch ca. 130 Mark bei den Ausreißern vorgefunden.

&> Eppcnbeim, 19. Januar. (Eine n:ue Bürgermeister - Affäre) Bürgeunei- ster Gottschalk von hier wurde auf Vrrfii gung des Landrats des Obertaunrs- kreifes von seinem Amte suspendiert Wie verlautet, soll die Angelegeicheit mit der von Dotzheim eine gewisse Aehnlichkeit halten

Aus der Heimat.

S> Neustadt b. Marburg, 19. Januar. (D i e Folgen der .väterlichen" Tat.) Die Frau des jungen Keßler, die von ihrem Schwiegervater durch einen Revolverschub chwer verletzt worden war, ist in der Klinik n Marburg g e st o r b e n. Der Zustand des ebenfalls dortselbst darnieder liegenden jungen Mannes ist besorgniserregend, doch hofft man, ihn am Leben zu erhalten. Eine aus dem Untersuchungsrichter und dem Staatsanwalt bestehende Gerichtskommissiou ist gestern zur Feststelftmg des Tatbestandes hier eingettofien.

o°o Fulda, 19. Januar. (Die Ueber- reste des K o r n h a u s e s.) Die beim Brand des K o r n h a u s e s beschädigten Getreide- und Düngervorräte sind von einem hiesigen Privatmann aufgekauft worden, der sie im Einzelverkauf an Jntereffettten abzugeben bc- absichttgt.

o°o Fritzlar, 19. Januar. (Vorsicht: »Scharfschießen!*) Die hiesige Artil­lerie wird am nächsten Sonnabend in der Nähe des Bahnhofs ein Scharfschie­ßen abhalten. Das Schießfeld liegt zwischen Rothelmshausen und Kalbsberg. Die durch dieses Terrain gehenden Wege sind in dieser Zeit abgesperrt. Zuschauer dürfen sich nur in der Nähe des Bahnhofs auf der Straße nach Kalbsberg aufhalten. Die Hebung wird etwa 10 Uhr beginnen i: tb 2 Stunden dauern.

o°o Fritzlar, 19. Januar. (Die Influ­enza in unserer.Garnison.) Don den Soldaten der hiesigen Garnison sind eine große Anzahl an Influenza erkrankt und auch unter den übrigen Bewohnern der Stadt herrscht diese heimtückische Krankheit; teilweise ist sie mit L u n g e n t c n t z ü n d u ng verbunden.

o°o Wächtersbach, 19. Januar. (Der Zug des Unglücks.) Frau Wies wollte beim Häckselschneiden ein Stück Holz aus der Maschine entfernen, als das Rad in demselben Moment noch eine kurze Umdrehung machte und das Messer der Frau die Sehnen der rechten Hand durch schnitt.

Hünfeld, 19. Januar. (.Verschüt­tete" Landstraßen.) Ungeheure Schnec- m offen liegen auf den Höhen bei Schlet- zenrod-Wetzlos, so daß auch die Straßen nicht passierbar sind. 22 Mann waren

184.87 13957

198.87 217

Hirsch Kupfer.....

Hohenlohewerke. .. König Wilhelm conv. Laurahütte Ludwig Loewe & Co. Neue Boden-Ges.... Norddeutscher Lloyd OberschLEisnb.-Bed. Orenstein & Koppel

Wachs.....146.50

Dortmunder Union C..

Alles, was ich besitze, verdanke ich nicht nur der Solidität meiner Geschäftsführung, sondern zu den Zeitungsannoncen.

von 1898........ 1'7.,-ige Griechische

Monopolen! ..... t'Ä-g* Japaner .. 5:,-ige amort. Hal. »aige Mexikaner 4;«ege öeterr. Goto-

^y/o-ige Reichsanl. ^»ige Reichsanl... 4io-ige Preuß. Cona. 3'/,°/<rigePreuß.C<ms. y/g-ige Preuß. Cona. 4Vie/g-ige äußere Ar- geuonlef....____

I1/,/«-ige Chinesen

WarschauWiener. 221.80 ; Pennsylvania..... -112650 1 Südösterr. Lombard. 21 Oesterr. - ungarische

Staatsbahn.......

Prinz Heinrich-Bahn 145.761

100.20

50.40

98.70

100*40

99-20

171.25 213.50

158.50 2087

145.12 108.62

210

12&50 138.12 221.87 143 107.12 17462

94.12

85*25 182.50 J69.12

naten Gefängnis. Beide Strafen zog das Gericht zu einer Gesamtstrafe von sieben Monaten Gefängnis zusammen.

Q Moabit vor'm Schwurgericht. Aus Berlin wird uns berichtet: In der gestrigen Schwurgerichts-Sitzung über die Moabiter Krawalle wurde die Beweisaufnahme geschlos­sen, nachdem die Staatsanwaltschaft und die Vetteidiger auf die Vernehmung weiterer Zeugen verzichtet hatten. Die Plaidovers werden am F r e i t a g beginnen. Heute sind-oi keine Sitzung statt.

Q DerLiebcspärchen-Jäger". Aus Mannheim wird uns geschrieben: Mit einem außerordenllich schweren Verbrecher, dessen Treiben der Vorsitzende als »geradezu tierisch" charakterisierte, hatte sich das hiesige Schwurgericht in der Person des 43 Jahre alten Arbeiters Reichert zu befassen. Der Angeklagte pflegte in der Maske eines Sitten­beamten in den ösientlichen Anlagen sich an Liebespärchen heranzumachen, den Mann durch Drohung mit Verhaftung zu verscheuchen und sich an den Mädchen in der schwersten Weise zu vergehen. Um sich unkennttich zu machen, hatte sich der Angeklagte ein ganzes Lager von fal­schen Bärten und Perücken beigelegt, die er abwechselnd trug. Nur selten kam es vor, daß die überraschten Pärchen sich zur Wehr setzten. Einmal ist es ihm allerdings passiert, daß er von einem stämmigen Chauffeur furchtbare Hiebe bekam. In einigen Fällen hat der An­geklagte die Ueberfallencn auch bestohlen. Schließlich ereilte ihn das Geschick. Die Ge­schworenen nahmen auf eine gewisse geistige Minderwerttgkeit des Angeklagten Rücksicht und billigten ihm in zwei Anklagepuntten mil­dernde Umstände zu. Das Urteil lautete auf zwölf Jahre Zuchthaus, zehn Jahre Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht.

Die Münchener Ballonhallen-Katastrophe. (Privat-Telegramm.) Der Prozeß wegen des Einsturzes der Münchener Parse- valballon-Hallc hat nach dreitägiger Verhandlung vor der Straflammer des Land­gerichts München gestern mit der ko st en- lose nFreisprechung der drei technischen Beamten und des Montagemeisters des Eisen­werks München geendet. Der Staatsanwalt hatte wegen fahrlässiger Tötung und fahr­lässiger Körperverletzung Gefängnisstrafen von drei Wochen bis zu drei Monaten beantragt. Es waren vierzig Zeugen und sechs Sachver­ständige zu der Verhandlung geladen.

Gasbrands . Goldfields.....

Modderfontain. . Geduld ..» Goerz « Chartered Debeers ..... Amalgamated . . Anaconda. ... 9 Rio Tinto Otavi ....... South Westafrika Tendenz: .»««»

Engi. Konsols . 4% Argentinier .. .

3% Deutsch. Reichs­anleihe A/0 ... .

4°/0 Russen 5° 0 Russen .»-.< Aichison ..... Baltimore Canada Southern Pacific . Union Pacific . . Erie...» Missouri New-York Central Northern Pacific . Pennsylvania . . . Steel Com Steel Prefe ..... Central Mining

Donners marckhütte.

Deutsche Spiegel* . Gl 16 r - » «

Deutsche Bank .... Berliner Handelsges. Dresdner Bank .... Darmstädter Bank.. A.SchaaffiLBankver. National-Bank .... Russische Bank.... Petersb. Int Hndlsb. Oesterr. Staatsbahn Lombarden Prinz Heinrich-Bahn Baltimore

LübeckBüchner .. Pennsylvania...... Schantungbahn ... WarschauWiener.

Italien kurz London vista......

London kurz ...... Paris vista Daris kurz ..... Wien kurz Privatdiskont .....

Fonds.

19. L mtr.

206 206.50 M&fb 15 9 mtr.

155. 157.25 still 134-5» 136.50

lau 58.80 .

4»/,-ige Mosk.-Kasan

40,e-ige Rusa. Süd-

oSbahn 1897 ....I 92.80

Industrie.

18. 1. 19. i.

Berliner Kursbericht

18. u. 19. Januar 1911, nachmittags 3 Uhr.

18. 1. ruhig.

203.78

207.25 mtr.

156.75

159.- ruhie.

155.50

157.75 siill

135.

137.- still

59.70

Donner,marck-Unst!mmig.eiten *

Von unterrichteter Seite wird uns ge­schrieben: Bei der Donnersmarckhütte scheinen die Ansichten des Vorstandes und des Aufsichtsrates über die finanzielle Lage des Unternehmens recht geteilt sein. Der Vor­stand hat nämlich eine Schätzung der diesjäh­rigen Dividende dahin abgegeben, daß wahrscheinlich wieder 14 Prozent zur Vertei­lung kommen würden. Demgegenüber erklärt nun der Aufstchtsrat, daß die Erträgnisse des Ltzten Jahres eine Erhöhung de-r Divi­dende von 14 Prozent auf 15 Pro­zent zulassen würden. Es muß wundern, daß innerhalb der Verwaltung eines doch gar nicht zu großen Unternehmens solche Unklar­heiten über die Lage herrschen Die Schätzung des Vorstandes (der doch die Bücher führt und die Abschlüsse zu tättgen hat, und dem alles zuerst bekannt wird, was den wirüichen ge­schäftlichen Teil des Unternehmens angeht» follte wohl den größeren Glauben genießen, wenn nicht ein Haken dabei wäre: Dieser be­steht darin, daß bei fast allen Aktiengesellschaf­ten die Aufsichtsräte und die darin ver­betenen B a n k e n die Dividende festsetzen und dabei auch auf den Kurs Rücksicht nehmen. Daher kann auch im Falle der Donnersmarck­hütte angenommen werden, daß von den bei­den streitenden Parteien der Aufsichtsrat mtt seinem Willen einer großen Dividende

18. 1.

19. 1.

5.27

5.25

6.01

5.94

12.62

12.83

1.50

1.56

1.36

1.36

34 6

34/2

18.63

18.62

67.25

66

8.12

8

70.25

70

7.25

7.25

32 6

31 6

ruhig

fest

80.18

80.06

91.37

91

84.25

94.25

96.37

96.25

104.75

104.75

107.12

107.12

111

111

216.

214.62

121.25

121.62

182

28.50

29.37

29.25

36.42

36.62

114.50

114.75

. 122.25

121.50

. 65.aO

65.50

. 80.50

79.76

. 1^2.50

122775

. 1525

715.25

8.77

8.75