Stummer 40.
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ClOtklMUsle MchnchN
Csffrlrr Wrndzritung
MmdMung
Fernsprecher 951 mrd 952.
Freitag, den 20. Januar 1911
Fernsprecher 951 und 952.
Deutschlands Tmuer
die
hat.
D.
strengste«
für eigene Zwecke verwandte
und die Urkund«, über die Zurückscndung
Am Angesicht des Todes.
Der Bericht eines Geretteten. (Privat-Telegram m.)
Mehrheit der Versicherungsfälle aber anderSdar, da im allgemeinen doch mit einem l a n g s a -
«iflte Herztätigkeit. Ohrensausen, sowie Uebel- tnt infolge der lange» Aufenthalts in kom- prrmlerter Lust. Einer der Geretteten schildert die Katastrophe folgendermaßen:
Telegramm unsers Korrespondenten meldet, soll noch im Laufe des heutigen Tages eine marine.
®ef44ft,15 w, fcbdtte40SM brr . ui.^aurezeUe für einheimisch« ®e- a“äjD^‘fl» 80 Pk- «eschäst«ftelle: »Slntsche Straße s Berliner Bertretung: SW, Friedrichstraße 16, reiephmn Amt Vl/«7&
ausgezeichn«, scheint allerdings später durch das Versehen eines der Matrosen be- s ch a d i g t worden zu sein. Später erhielten wir fortgesetzt von oben her Rotluft sodaß einigermaßen ein Wechsel der Luft eintreten konnte. Sonst hätten wir es unmöglich so lange ausgehalten. Wir wurden durch ein Tau, das man uns durch eines der Tor- pedolanzierrohre zuschickte, mit der Außenwelt in Verbindung gebracht. Dann wurde einer nach dem andern ein Torpedolanzierrohr an die frische Luft befördert.
Jathe der K ri m'i na Ito mm ff. far Schrelber und der Polizeikom. “l'P“' Denner ihres Amtes enthoben, I daß über die Gründe dieses auffälligen ^Sanges zunächst in der Oeffentlichkeit Nä- ^es verlautete Schließlich wurde gegen Benner em kriegsgerichtliches Ser. La $ Von 5!"ffleitet, weil er seinen Borgesey- Polizeidezernenten Stadtrat Schwi.
120X29 —2400 : 4 - 800
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erflehtet wöchentlich s«ch«mal. Bis arf b!f .Neueste Nachrichten' alle» Familien in Caffel oiUia
reumg, SW>» Friedrichstraße 16, Telephon: Amt VI, 676.
1000 Ms sKoM.-tAM i ^ahre, die für die spätere Bemessung der Pen- IfiDrt von entscheidendem Einfluß sind (im obi>
halbe Arbeit?
Glossen zur Privatbeamten-Bersicherung.
if? endlich, nach langem Warten, der ttrf Versicherungsgesetzes
9RährPn>T£cft£lIte veröffentlicht worden.
uet-9!?n3en- ^rem Ende zugehenden Legislaturperiode des Reichstags hat man ^'.JEgierung beständig gemahnt, mit dieser mcht zu zögern und die Verabschiedung «nuS)t Etwa erst dem nächsten Anff,^9 "°rzubehalten. Herr von Bethmann Hollweg (der ja so große Stücke auf den Zwang zum Schaffen und auf die Zusammen- tassung der bürgerlichen Parteien zu postti- ver Arbeit hält) hatte hier eine bedeutsame Gelegenheit, nach feiner eigenen Maxime zu Handeln und den Parteien einen Arbeit^
3U ben r,e selbst verlangt haben und an dessen Durcharbeitung sie alle mit Eifer zu gehen sich bereit erklärt hatten. Nun leüv?/. b/E Veröffentlichung des Entwurfs reichlich spat, und man kann sich zu diesem Zeitpunkt kaum noch des VerdaMz einer unerwünschten politischen Nebenabsicht erwehren, ^m Reichstag wurde nämlich schon I Mo Weihnachten viel davon gemunkelt, daß I bic Regierung die schwer verständliche Absicht I pege, das Hohe Haus im nächsten Spätherbst I
!ur3J^ Wägung einzuberufen und I
?Xe” itn Januar neunzehnhun-1 "Eehmen zu lassen. Zu diefem Zweck konnte unter Umständen das Privat- I beamten-Versicherungsgesetz die erwünschte Handhabe bieten, und man empfindet deshalb I Unbe^a^n^“14615“”11 Entwurfs einiges I
. ^un die Beurteilung des Ent
wurfs in diefem Mdmem nur eine vorläufige Ä?m£r erklärlicherweise viel zu breit an- nnr fast unmittelbar nach seiner Ser» osfentlichung in vollem Umfange gewürdigt Ire^g^nftPfri^8 zunächst den Personen- 1V f nbetrifst, aus den sich die Versicherung erstrecken soll, so ist er nach einer Richtung wesentlich weiter ausgedehnt, in anderer Richtung dagegen wesentlich mehr beschränkt, als man angenommen hatte. Der Entwurf be. schrankt sich keineswegs auf die Privatbeam- ten im engeren Sinn, sondern umfaßt die rphrr 6 CJ X-r 6 fchlechthin: Handlungs- i lehrlmge beispielsweise und Werkmeister, alle I *'ntn Stellungen, ohne Rücksicht auf die Vorbildung, also so ziemlich alles, was nicht Arbeiter im engem Sinne oder selbständiger Unternehmer ist. Die eigentlichen Pri- vatbearnten legen aber auf eine derartig weite Ausdehnung der von ihnen erstrebten Versiche-1 xung leinen Wert, meinen vielmehr, daß damit Interessen komuliert werden, die in Wahr- heit äußerst wenig zusammenaebören «rau I LT'! •“““ "“•* ■»«vmäiere uno or »«U bU ?u»rtX; U S«Ä?8 h,“ Ä" snf.tm.it. n »er Beziehung geht, erhellt daraus, daß die unterste Gehaltklasse die Jahresarbeitsverdienste bis zu 550 Mark umfassen foff. Anderseits ist der Kreis der Versicherten nach oben hin wefenllich enger umgrenzt, als den Verhältnissen der Privatbeamten ent- sprlcht. Die Versicherung endet nämlich bei einem Jahresarbeitsverdienst von 5000 Mark Allerdings ist eine sreiwilige Weiterversicherung zugelaffen, jedoch nur in sehr begrenz- «m Umfange, und nur, sofern schon für 120 Monate Beiträge entrichtet worden sind.
Ein Privatbeamter alfo, der kurz vor Zn-1 rucklegung einer zehnjährigen Arbeitsperiode etue Gehaltstufe von mehr als 5000 Mark er- reicht, hat die bis dahin geleisteten Beiträge einfach in den Schornstein zu schreiben. Das kann unter Umständen ein Betrag von mehr als 1500 Mark fein. Die Begrenzung nach I eben ist in der vorgesehenen Form also nicht minder bedenklich, wie die vollkommen fehlende I Begrenzung nach unten. Die materiel-1 I e n Leistungen erscheinen auf den ersten Blick I nicht gering. Nehmen wir einen Privatbeam-1 ten in der Gehaltsstufe von 3600 Mark. Er I Sehört zu der Versicherungsklaffe, die monat-1 kich 20 Mark Beitrag zu entrichten hat. Davon I «ft die Hälfte vom Arbeitgeber, die Hälfte vom I Angestellten zu tragen. Die Altersrente für I diesen Beamten berechnet sich nach einem Vier-1 lei ber Beiträge ht den ersten 120 Monaten I und einem Achtel vom Reste der wettere» Bei-1 ttage. Setzen wir den Fall einer dreißigjährigen Wartezett, so ergäbe das: |1
»ir waren im Segrtff, gerade unter kettete Untersuchung weg^^Ursache Wasser zu gehen, als wir merkten, daß das ' des itnnrnrfs »>— ♦».!—»2s
Schiff außer Manövriertätigkeit gesetzt war. Zu gleicher Zett drang Wasser in das Kompartiment der inneren Abteilung ein. Trotzdem wir versuchten, den Schwebkiel loszumachen, gelang es uns nicht, wieder nach oben zu kommen. Die Mannschaft versammelte sich sofort in der vorderen Abteilung an dem vorgeschriebenen Zufluchtsorte. Mit dem Turm, in dem sich ber Kapitänleutnant Fischer, Leutnant jur I See Kalbe und Rudergast Rieper befanden, konnten wir keine Verbindung me|t aufrecht erhalten. Die Telephon- BuSä «z« bou, die wir auswarfen, funktionierte zuerst ! Still schweig e nb«Ätet.
®l£ uns aus Kiel berichtet wird, befindet sich bte gerettete Mannschaft des ,U HI* noch im Marme-Lazarett. Heute ist das Befinden sämtlicher Leute ausgezeichnet, und mit einer einzigen Ausnahme befinden sich alle außer Bett. Die Hauptbeschwerden waren Bef*r#„.
। des Unglücks auf dem Unterseeboot "" m" £t ! SMV»S1““8en ber Beteiligten Wran noch heute eine des soeben ins Trockendock gebrachten Bootes anfchließen ^n marinetechnischeu Kreisen gewtt^t di?' An »ahme immer mehr Boden, daß tatsächlich e i n ff"feh en in der Bedienung des Boo cs das La u?k7?»0efiihrt hat, da die Booteinrich- niwHi8.1!«9 Enknkt war und tadellos einem 61 ®e^lct tattH nur von
mTt r «7, bet Dentilbediemmg betrauten
MofV worden sein, und nach
timwn ruEzett Ermtt^
f^Sen angestellt, über deren Resultat die
Ein weiteres Privat-Telegramm meldet ut^ hierzu noch von anderer Seite: Der Unfall ist nach Auskunft der ?!?^"Estation der Ostsee dadurch entstanden, daß das Hinterschiff irgend eine Leckage er» ist wahrscheinlich ein m^iikationsschieber undicht geworden Die große Zahl ber Anwesenden auf dem gesuickenen Unterseeboot erklärt sich dar- aus, daß drei Seeoffiziere und drei Marine-
Lie Katastrophe de» „U Hl» - Die Ursache des Unglücks. - Ms Ausland kondoliert, ttue Untersuchung der Marine-gnspettion.
g.. ,2n beiden Parlamenten ist gestern vor ^Egruu der Sitzungen eine kurze, aber ein- Trauerkundgebung anläßlich der
Kntastroph» auf dem Unterseeboot SuJrlf ^fokgt, und im ganzen Reich wird Deutschlands Trauer über das Unglück, das drei wackren Seeleuten das Leben kostete i S-lmpfun?en;; Tiefe Trauer ist umso be- a S,v.?ie, Ursache der Katastrophe immer noch nicht einwandsfrei aufgeklärt ist ett. bt°?rf?nni Fa anj^ein erweckt, daß irgend hnrVi*?<!?eZ F ? nS c I oder eine Und r ?1 e ’1 k»as Unglück herbeigeführt
, 1285,05
reser Form stellt stch, wie man siebt |ü*« wesentlich ungünstiger: Ei kbe! ruletzt auf 4800 Mark Jahresae- ?in Vi^'r ^ieht nicht viel mehr als I J8 "rtel seines Gehalts als Pension | ?tc. Er aber gar das Unglück haben, wäb- das Gehalt von 5000 .^n uderstelgen, so hat er für diesen Rett I nur eme jährliche Anerkennungsgebübr van N Ei Mark aufzubringen, um später nicht aller I Anrechte bcrlufftg ju neüen, bcstiebt sahh leine entsprechend geringere Alterspension. Ser
PEfun? beVÄS tommt man alfo ledensalls zu dem Schluß daß er einerseits zu viel, anderseits iu m<«i, und gerade für bi! mit u d Eid atbeamten (die
steigenden Gehältern rechnen I»!ÄE«) sich ganz wesenüich nngünsttaer stellt, als nach der bescheidensten Hoffnuna^an- 's“.ff“,?«!
Aus Anlaß des Unglücksfalles des Unterseebootes ,U IIP beauftragte Präsi- ^.E"i llitzres den französischen Ma-| Bromberg, 18. Januar,
rineatiachee in Berlin, dem Staatssekretär I Eigenartiger Polizeiverhältnisie bei Rerchsmarineamts sein Beileid aus- si4 die Stadt Bromberg zu erftmen %or ^drucken. Der Minister Pichon ließ emigenMonatenwurde derP o liz e iinsvek dem Staatssekretär Von Schön das Betteidltot «-1-1 -- 1 “’
1ketSr?r,benten der Regierung der Republik, sowie sein eigenes Betteid ausdrücken und beauftragte den französischen Botschafter m Berlin, der Dolmetscher birfeiben Gefühle bei der kaiserlich deutschen ^Regierung zu fein. ?Er italienische Marineminister, sowie der dänische Verteidigungsminister drückten dem Staatssekretär des Reichsmarine- "E' don Tirpitz, ihre Teilnahme an dem Unfall aus. Auch aus den übrigen europäi- Wen Sänbem und von außereuropäischen Machten liegen Beileidskundgebungen vor.
, Ein Berliner Blatt hatte die Mutmab«,«» an -ord auSgewrochen, daß bas Unterseeboot „U 6IIP l^a^rWcinlicb deshalb verunglückt sei, wettI e§ f e i n Bugtorpedo a n Bord, und man I entsprechenden Ballast als Gewichtsausgleich mttzunehmen. DaS Booi! müffe”' Diese Erkläning srr'» bon unterrichteter amtlicherI Zeite als v ö l I i g n n, u t r e f f e n d bezeich-1 «ff die technrsthe Ausrüstung des Bootes! allen Anforderungen entsprach. I
Bllhel-EMlchte».
Die Starnberger Polizeiaffäre vor Gerichk7 — (Son unferm Korrespondenten.)
Sfü/wei- MMZUW folgendermaßen stellen: $$ b C Berechnung
36 X 9,60 — 346,60
16,60 _ 597,60
48 X 20 - 960,00
120 V 90 : 4 — 486,05
20 — 2400 : 8 — 400 00
120X26,60-3192 ;; 8 - g
jum Duell herausgefordert
Ienbete Verhandlung
endete auch mit der Senirtetluna des Renner bann"m»!»"ngfügigenHtrafe. Es stellte^ich d°»u Wetter heraus, daß die Suspendierung ««♦ ,^“mina»ommtffar§ Schreiber wegen £Lf “0 c n erfolgt war.
! Beschuldigte wurde im Dezember in Un- senommen und nach
Lm.bÄ5 br£l Voruntersuchung die Klage Zerschlagung im Amte und
Beiselteschafsung von Urkunden sTa°Vn? Die Angelegenheit beschäftigt letzt das hiesige Schwurgericht. In bei
Sie amtMie UtttaMung. «ÄT.Ä'SÄÄ S' Unglück ober Versehen? I Dienstzeit meldete er sich in
----- •«*»««.) äs
Siel, 19. Januar. M” *.n Bromberg. Der Angeklagte hatte
Die von der Marineverwaltung einge= | boA L»a”1^ etwa 3300 Mais, Uutersuckuua meaon hpr tt |t>och brachte er schon von Danzig s
an fünftausend Mark Schulden
Imit, die sich im Lause der Jahre, da er eint |FamiIie von sieben Köpfen zu er- *tt hatte, auf 15 000 Mark erhöhten. Der v?n K Va^ ak"nQ^Betrifft em- Summe »on 45 Mark, bte Schreiber zu Unannst-m etner unter Si ktenkontrolle stehet bE« Frauensperson unterschlagen haben soll Die Frau war wegen Uebertretuna fit- Sen dlVorschriften festgenommen murttn in tmr1 » L. oorgefundenen 45 Marl k via rn. polizeilichen Gewahrsam genom- u^en, Pis die Frau mit der Erklärung heraus- tefiobe^fiA m” ?Etrag im Ossizierskasino noOnMoWnV; » ^m^ichastigt gewesen sei, hAa ^m.Ä^1 betrag wurde daher an ba8 OffizierSkasmo gesandt, das ihn aber zu- rnckgehen ließ, da eine Frau mit dem angege- beuten, wie die folgenden zwanzig Jahre) I Hosino Dienste ge-
” '”au|klaff," j’1"1“ Sn&sim« M<
w'" M ta »Ä’Ä'Ä't LL ÄÄSfÄ*”'
Kiel, 19. Januar.
... .D?s geborgene Unterseeboot liegt augen- dttcklich noch tm Innern des Hebedamviers > —ö—
„Vulkan- vor der Kaiserlichen Werft mit- Hutersuchuna des „Ü ni-
ten im Hasen. Die Werstdirettion bältI festzustellen, ob tatsächlich eine
auf Ersuchen der Torpedli^ekttonNrenae I Ktt8 derBedienung des Bootes die
das Unterseeboot ins Dock zurückgebracht kommen. m öt00£
imrb, wird ei den Angestellten der Werst *
«1S‘ .!'KW1?ÄS $ie r-ll-alM- Des «Mmd,.
Wm/J V 81D m m i f f i e n ihres BelleidSdepeschen aus aller Welt.
W-rst lag. Rach den geltenden Bestim- Berlin. 19 ^m.A,
mungen ist es streng verboten, daß' —- — - - - * * 19‘ 3attUflt' ' ohne die Begleitung des .Vulkan- Tauch- manöver abgehalten werden. Die Ursache der Katastrophe dürfte (wie von unterrichteter Seite rnttgeteilt wird) in einem Ber- fepe» zu suchen fein. Es soll vergessen worben sein, ein Sicherheitsventil am Den tilotorrohr zu schließen. Durch bieses Ventil mußte naturgemäß Wasser in bas Rohr eiu- bringe^ da das Rohr nicht genügend lust- i dicht abgeschlossen war.