9?r. 30. — l. Jahrgang.
Kasseler Neueste Nachrichten
oanz zufällig auf der Wolga-Bulgulma-
decktc. Daraufhin forderte der Inspektor die
Nachfolger ernannt worden.
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zu tragen, deren Spargroschen den Betrügern zum Onfer gefallen sind.
im Gegenteil eine solche Bewegung willkommen heißen. Es ist denn auch den Bergleuten dringend angeralen worden, sich nicht
Fast alles hat Licht- und Schattenseiten: man muß eben die Dinge zur g ü n st i g e n 3 c 11 verrichten; je nach den Umständen sind die Vor- und Nachteile größer oder kleiner gleichwie die Dinge je nach der Tageszeit ver- schreden beleuchtet sind, und kürzere oder längere schatten werfen.
Kämpfen in dir mehrere Prinzipien um den Vorrang, so überlege, was du bei friiheren Gelegenheiten bei dem Kamps zwischen denselben Prinzipien nach der Tat gefühlt hast, und handle dementsprechend.
Die Affäre der Brüder N e r a t o w wächst sich zu einem selbst in Rußland ungewöhnlich er» scheinenden Skandal aus. Wie die Unter-, , „
suchung in den Betrügereien bei der Wolga- sammlungen anberaumt, Lulgulma-Vahn ergeben hat, standen die * *c 6 r ft ü r m i f rfi r»
ss Moabit norm Ende. Aus B erlitt meldet uns einTelegramm: Der Moabiter Krawallprozeß dürfte nicht (wie man zunächst angenommen hatte) beute zu Ende ge- ührt werden können. Es stehen noch die Plä- dohers von sechs Verteidigern aus. Das Urteil dürfte erst am Mittwoch gefällt werden, da der Dienstag für Beratungen frei bleiben soll. Gleichwohl wird der z w ei 1 e Krawallprozeß vor dem Schwurgericht seinen Anfang nehmen. Die Anklagebehörde wird in diesem Prozeß Oberstaatsanwalt Preuß clbst bcrtrcten.
äs Der Mord in der Blumenthalftraße. Hierzu wird heute aus Berlin gemeldet: In der Frauenmordaffäre in der Blumenthal- traße wird eine neue Spur verfolgt. Frau Hoffmann soll öfters nach einem Sportpalast gegangen sein und dort einen Angestellten gc-
Das Fieber, vom Körper hervorgerusm, um ihn von Krankheitsstoffen zu befreien, hat fein geistiges Gegenbild in der Aufregung insofern, als sich die Seele dadurch ven dem befreit, was sie belastete.
, , Dieselbe Bedeutung, die Handel und Verkehr jur die Entwicklung der Industrie haben, hat der Gedankenaustausch für das geistige Leben, indem er die Phantasie durch Bildung neuer Verbindungen zwischen den Vorstellungen anregt, gleich wie Handel und
Wie man durch die erregende Einwirkung von Ableitungsmitteln eine beruhigende Wirkung auf den erkrantten Teil des Kör- vers hervorruft, so erreicht man durch Ablen- ntm der Vorstellungen von erregenden Dingen die Beruhigung des Gemüts.
States vom Zage.
Die Leipziger „Stiefel-Fetischisten ".
(Von unserm Korrespondenten.)'
Ans Leipzig schreibt man uns: Die eigenartige Gilde der Zopfabschneider, Tintenspritzer und Kleiderschlitzer, über deren Beweggründe sich die Gelehrten noch nicht vollkommen einig sind, haben einen neuen Zuwachs erhalten, nachdem die Schuhindustrie einen früher nicht getonnten Aufschwung ae- nommcn bat und bestrebt ist, die Fußbekleidung der Damen und Herren immer eleganter und luxuriöser zu gestalten.
ratows in aller Form unter dem Protektorat hoher russischer Staatsbeam-
Vorstellungen sind Spiegelbilder der Wirklichkeit. Wie von einem Gegenstand kein BÜd im Auge entsteht, wenn sich die Strahlen nicht auf der Netzhaut vereinigen, so bilden sich auch keine Vorstellungen, wenn sich die Begriffe nicht zu einem Ganzen vereinen.
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Frage Dich bei Deinen Handlungen: werde ich darüber denken, wenn ich sie v o l l- brächt habe?"" Bedenke bei jeder Sache wie sie sich weiter entwickeln könnte, wenn Umstände eintreten würden, mit denen Du nicht gern» rechnen mochtest.
Industrie neue Verbindungen zwischen Stoffen und Kräften fchafsen.
Es sind das die sogenannten „Stiefel« Fetlsschisten", auf die neue Stiefel oder Schuhe eine unerklärliche Anziehungskraft aus- uben, sodaß sie zu den unglaublichsten Handlungen bereit sind, um ihrer anormalen Neigung zu huldigen. Sie haben dabei durchaus nicht etwa den Wunsch, die Stiesel sich anzueignen, sondern sie bilden für sie lediglich den Gegenstand der zärtlichsten Aufmerksamkeit und Zuneigung, und es drängt sie, die Stiesel zu streicheln oder gar . . . zu küssen. Voraussetzung ist dabei allerdings, daß sich die neuen Stiesel an den Füßen eines Mädchens oder eines jungen Mannes befinden, die einen feinen kleinen Fuß besitzen. Es sind das psychische Erscheinungen, die anscheinend mit dem Sexualleben in Zusammenhang stehen und offenbar auf Entartung zurückzu- führen sind. Ein besonders merkwürdiger Fall dieser Art hat sich geffcrn hier in Leipzig abgespielt: Ein Quintaner der Oberrcaischule wurde schon vor längerer Zeit auf einen jungen Mann aufmerksam, der ihm fortwährend folgte und wie hypnotisiert die neuen Stiefel des Schülers ins Auge faßte. Auch als der Knabe einen anderen Schüler traf und dieser sich ihm anschloß, blieb ihnen der Unbekannte aus den Fersen. Die beiden jungen Leute konnten sich dieses Gebabren nicht erklären und glaubten es mit einem Geistesgestörten zu tun ju haben, bis der Fremde in dem Augenblick, als der Quintaner das Haus feiner' Eltern betrat, schnell an ihn berantrat, seine Beine umfaßte und die Stiefel zu betasten und zu streicheln begann. Da der Knabe zu schreien anfing, entfloh der merkwürdige Mensch. Der von dem Vorfall benachrichtigten Polizei sind inzwischen noch eine Anzahl ähnlicher Fälle gemeldet worden, in denen der „Fetisch" Gymnasiasten belästigt bat. ohne daß ' bisher seine Feststellung gelungen ist.
Sie Politik des Zuges.
Kampf auf der ganzen Linie. (Pri- Sattclegramm.) Nach einer unS aus Köln Angehenden Meldung, fand dort gestern unter der Leitung des Stadtverordneten Völlig eine gewaltige Prote st Versammlung gegen die Wcrtzuwachs- steuer statt, der u. a. der Reichstags- und Landtagsabgeordnetc Trimborn und die Landtagsabgeordneten Frank und De i b e r beiwohnten. Es hatten sich etwa 2000 rheinische Landwirte, Grund- und Hausbesitzer cingefun- den, und es wurde eine Resolution angenommen, in der sich die Versammlung ganz entschieden g^gen das beabsichtigte Reichswertzuwachssteuergesetz aussprach. Die Dor
rs Der Schatz des Verbrechers. In einer Gärtnerei zwischen Osscnb ach und Frank- s u r t a. M. wurde ein großer Silber- fdja$: Tafelaufsätze, Tischgeräte usw., die sämtlich aus Einbrüchen in den Städten Heidelberg, Frankfurt, Mannbeim u. a. berrübr ten, von der Polizei ausgegraben. Die ,<->ci< delberger Polizei hatte den Einbrecher gleich mrtgcbracht. um sich die Stelle zeigen zu lasen. Der Verbrecher ist ein Arbeiter aus Offenbach, der früher dort als Hausbursche be« fchästigt war.
äs Zehn Häuser in Flammen! Im W a > renhaus Hahn in Ebingen sWürttemberg) brach in der vergangenen Nackt ein Großfeuer aus, dem in wenigen Stunden zehn Häuser zum Opfer fielen. Sielen brannten bis auf den Grund ab. Etwa 30 Familien find obdachlos. Das Rathaus war bedroht.
x Schneepflug-Katastrophe. Aus Mailand meldet ein Telegramm: Beim Lotsch- ° erg tunnel stürzte ein Schneepflug einen steilen Abhang hinab und zerschmetterte drei Arbeiter, die sofort tot blieben, zwei weitere Arbeiter wurden schwer verletzt.
ÄS Eifersuchtsdrama auf dem Boulevard. Nach einem Telegramm aus Paris feuerte auf dem Boulevard Pereire der Schutzmann Deeourcy zwei Schüsse aus seinem Dienstrevolver auf den Elektriker E h a n e t in dem Augenblicke ob, als dieser Arm in Arm mit Deeoueys Gattin an jbm vorüberging. Der Zustand Chanets ist sehr ernst. Deeourcy wurde verhaftet.
ss Der Typhus in Nancy. Aus Nancy wird berichtet: Infolge des Ausbruches bes Typhus beim 8. und9. Dragonerregi- ment sind die Reservisten dieser Regimenter nach Pontä-Monsson geschickt worden.
Steines Feuilleton.
Braunschweiger Theater - Geschichten. Zu den iungsten Vorkommnissen am Braunschweiger Hoftheater, über die wir telegraphisch berichtet haben, veröffentlichen die amtlichen „Braunschweigischen Anzeigen" eine 6 rklärung der sämtlichen vier Hof- bezw. Qberhofämter. aus der hervorgebt daß die Pensionierung des Hoflapellmeisters R k e d ei mit dem Streit Riedels mit der Hofopersangeritt Roeder nichts zu tun bat daß vielmehr mit Rücksicht auf das hohe Alter Riedels eine jüngere Hilfskraft diesem zur Sette gestellt werden sollte. Weiter besagt die Erklärung, daß der Entschluß, das Engagement der Hofopersängerin Roeder nicht zu er«
Konzert im Zentral-Hotel.
.Otto Müller-Cassel, Senta Wolschke-Leipzig.
Wenn ein Kind seinen ersten Schritt tut, so ist es wohl meist von'treuen Hütern umgeben, die ihm die nötige Stütze leihen. So dachte wohl auch Herr Otto Müller, als er den hiesigen Pianisten Herrn Victor Wichura und die dramatisch« -Sängerin Frl. Senta W o l sch t c aus Leipzig zur Unterstützung bei ihrem gestrigen ersten Schritt in die Ocffenlichkeit heranzog. Er tat daran auch sehr wohl, denn von künstlerischem Standpunkt aus hat er für seine Person allein in keiner Weise die Berechtigung, ein öffentliches Künstlerkonzert (benn nach den Preisen von 4, 3 unb 2 Mark sollte es boch ein solches fein) zu veranstalten. Herr Müller besitzt Weber Stimme, noch Schule, von einem Vortrag ist aar nicht zu reden. Ich weiß nicht, wo Herr Müller seine Studien gemacht bat, aber soviel steht fest: Er bat nichts gelernt. Fräulein Wolschke sang Lieder von Franz Sckmbett. Weber, Schumann, Reger. Griea und Strauß. Sie besitzt febr schönes Stimmaterial und ihr Vortrag nenat von großem Temperament.
Um jedoch ihre reichen Mittel voll zur Geltung zu brinaen, müßte Fräulein Wolschke noch ernste Studien betreiben. Manches gelingt ibr schon recht gut aber die Stimme ist noch zu wenia ausaeglichen und klingt febr oft forciert. Auch ist die Atemfübrnng nicht emwandsirei. Ihr manchmal zn temperamentvoller Vortrag beeinträchtigt die Klana- frbönbeit des Tones. Besonders gut gelangen ibr bic-2iebcr... „Tas Torf" von Reger und
I cinbewen worden waren. Die Versammlungen froren durchschnittlich stark besucht. Für | den morgigen Sonntag sind über fünfzig Versammlungen geplant. In allen Versammlungen wird eine gleichlautende Resolution angenommen werden, in der in per Hauptsache eine ISprozcntige Löhner- hühung gefordert wird. Es ist indessen überall die Neigung vorhanden, wenn irgend tunlich, einen Streik z u £ e r m ei-ew-s. In Zechenbesitzerkreisen besteht übrigens vor
= Die Verbrecher von Houndsditch Hier- zu wird aus London weiter gemeldet: Die drei getöteten Houndsditchmörder gehörten einer mindestens achtundzwanzig Köpfe starken Verbrecherbande an. Der in der Syd- nehstraße umgekommene zweiundzwanzigjäh- rige Littauer Vogel soll nie in seinem Leben gearbeitet, sondern nur von Raub und Diebstahl gelebt haben. In Suwalki verhaftet, gelang es ihm, nach London zu enttommen.
ttS Der verurteilte Sklavenzüchter. Ein Spezialtelegramm.) ans N e w y o r l teilt uns mit: Der Holzindustrielle Haens, ein vielfacher Millionär ist zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt worden, wegen Anwendung der Sklaverei auf seinen Besitzungen. Das Gericht hat sich geweigert, die Gefängnisstrafe
sung in Monaco veröffentlicht worden Dem Bericht ist der Text eines Verfassungsgesetzes beigezugt, das die Billigung des Fürsten gefunden hat. a ~
„ .pn unterrichteten Konstantinopler Greifen ist das Gerücht verbreitet, baß ber Großwesir Hakki Pascha halb zurück treten werde.
An neunzehnjähriger Dramatiker.
Ein Jndianerftück im Residenztheater.
Gestern abend gelangte im Residenztheatel "üs fünfaktige Schauspiel „Marino" von Justus Wolfram Schottelius, einem neunzehnjährigen Herrn, zur Aufführung. Der junge Schottelius beschwort in seinem Drama das untergegangenc Aztekenreich, das Schicksal Montezumas, des roten Kaisers. Um 1520 spielt das Stück, das das goldene Mexiko jener Zeit auftaueben läßt. Unb auf bem Theater wütet Cortez, sein Zerstörer, mit feinen spanischen Söldnern, die wie Bluthunde über die Kinder des Sounenreiches hersallen. Die Heldin der Tragödie ist Marina, eine Sklavin, die erst dem Montezuma ihre Liebe schenkte, bann ins Lager ber Weißen Feinde überging, den Cortez entflammte und zur Verräterin an ihren roten Brüdern wurde. Ihre Rache läßt das Aztekenreich, dessen Kaiserin sie erdolchte, in Trümmer auseinanderbrechen. Tie Szene prunkt in farbigsten Kostümen, im Schmucke bunter Federn. Greuel toben auf ihr. Sie wird von Mord und Brand verheert und ermordet am Ende auch die Nerven ber Zu- fchauer.
Kein Funken von Talent, von Künstlertum entzündet sich in diesem lärmenden Stück, das nach einer lang verbrauchten Schablone zurecht- geschnitten ist. Naive Technik bewegt feine Gestalten. Es wächst aus kindlicher Aufzassung hervor. . . und das vermochte fast zur Gitte zu rühren. Man übersieht deshalb auch beinahe die verblaßte Ornamentik der Sprache, die in Trivialitäten ertrinkt, jenen Dialog, dessen Tragik vom Gelächter unfreiwilliger Komik verscheucht wird. Gewiß: -Herr Schot- relius aus Hannover ist erst neunzehn Fahre alt, und das entschuldigt manches: auch das, daß Indianerangelegenheitett noch limbische Rick Carter-Wallungen in ihm entfesseln. Man kann da nur lächeln, mochte den Jmialina streicheln: Vielleicht aelingfs das zweite Mal! Schuld an seinem Malheur ist nur Direktor Nordau, der ihn entdeckt hat . . . in G o s l a r.
Er war (so plakatierte er) .überzeugt, daß
ss Der Juwelier als Schmuggler. Wie aus Petersburg gemeldet wird, ist dort der bekannte Pariser Juwelier Cartier, ber im Hotel be l'Europe Schucksachen im Werte von über zwei Millionen Mark zum Verkauf ausgestellt hat, bei bet russischen Zollbehorbe in Verbacht ber Z oll- befraubation geraten. Eine eingehende lntersuchung endete damit, baß etwa 150 Golb- achen, darunter ein kostbares Diadem, das aus 300 000 Mark geschätzt wird, als unverzollt konfisziert wurden.
LS Die Tragödie ber Vierzehnjährigen. Aus Uglitsch (Rußland) wird telegraphiert: Der Zeichenlehrer Malinin wurde wegen stttlichkeitsverbrechens an einer 14j äh rillen Gymnasiastin verhaftet. Das junge Mädchen verübte einen Selbstmordversuch und schwebt in hoher Lebensgefahr.
Sonntag, 8. Januar IM.
kamtt haben. Dieser Angestellte soll am Mordtage nicht in seine Wohnung znrückae. kehrt fern. a
zx Die Falschmünzer von Frankfurt. Die Kriminalpolizei in Frankfurt a M ver haftete einen Drcschlerund einen Hilfsarbeiter, die unter dem Verdachte stehen falsches Geld angefertigt zu haben. In einer von beiden gemeinsam bewohnten Mansarde sand man Gips- und Metallteile, die ihnen bei Herstellung des falschen Geldes als Form bienten.
■_ .-----= - - ------------, deren Verlau
sehr stürmisch zu werben verspricht, weshalb bie Behörden umfangreiche Vorsichtsmaßnahmen getroffen haben. Es wurden weitere
Ktctt ^ahre hindurch fortsetzen, ohne eine Ent- ßendemonstrationen gerechnet wird In dcckung befurchten zu müssen. Inzwischen der verflossenen Nacht kam es mehrfach zu R u- fchemt festgestellt zu sein, daß die Ncratows hcstörungen, wobei mehrere Gendarmen auch bei einer Reihe von andern Betrüge- schwer verletzt wurden.
reien ihre Hand im Spiel gehabt haben, und „
cs sind nach dieser Richtung hin umfassende Politische Ehronik. Ermittlungen im Gange, durch die eine ReiheL» ^a g sersatz Wahl im
bekannter Beamter aufs schwerste c ” P c 1 o f f c I ist auf den
kompromittiert wird Oberflächliche 2" ^?ar festgesetzt worden.
Schätzungen beziffern, die von den Neratows I bcr Fn^meric"v o^n Ä;?
unb ihren Helfershelfern begangenen Betrüge- nierkorps, ist unter Belassung 'st la suite des reien auf mindestens fünfzehn M i l l i o - Gardepionierbataillons zur Disposition u e n Rubel, und den Verlust dieser Riesen- gestellt. Der Gouverneur von Metz, G c - summe haben der Staat, einige kleine Banken ncralleuinant Meudra, ist zu feinem und in der Hauptsache kleine Leute Nachfolger ernannt worden.
in dem jungen Dichter Schottelius der deutschen Bühne ein Dichter heranreisen würde" Nach endloser Verhandlung hat er nun aeftern abend definitiv bett Gegenbeweis "ange- treten. Die Aufführung war im übrigen sehr hübsch, bie Ausstattung (im Verhältnis genommen) sehr prunkvoll. Hier verdient Herr Nordau, weil er prekäre Mittel überwutiden hat, Anerkennung. Die Leistung ber Frau Lissi Nordau, die die Marina vorzüglich gab, sei besonders hervorgehobein w. B.
„Margarethens Wiegenlied" von Grieg und das Publikum spendete ihr reichen Beifall. Herr Wichura beglcüete sämtliche Gesangs- numment in feinfühliger Weise. Außerdem bereicherte er das Programm durch die Etüden as-dur, a-moll und ges-dur von Chopin, sowie den Erlkönig von Sckmbett und Rigoletto von Verdi, die beiden Letzteren in Lisztscker Bearbeitung. Herr Wichura verfügt über eine glanzende Technik und weichen Anschlag
daß wir ihn . in seinem Programm nur als Techniker kennen gelernt haben.
fällig auf ber Wolga-Bulgulmo-1läge bedeute eine cinseitiac Bela01, „ « Bahu alte schienen der Dcniidow-Wcrke ent- nicht nur der städtischen, sondem auch der länb- veckte. Daraufhin forberte ber Jnfpcktor die I lichen Grund- und Hausbesitzer
Vertrage mit der Fabrik und stellte hierdurch Wetterleuchten im Ruhr-Revier» (Pri- p". Umstand fest, baß die vottclegramm.) Aus Bochum wirb
.Wolga-Bulgulmo-Bahn ihre uns depeschiert: Nachdem sich der Zentralver- pablungen nicht m Geld, )andern . . . in Ak- band auf die Ginaabc her er n A r h »i / tten leistete. Eine daraufhin eingclcitetc Re-1 nL „ ” ®c ^6 arbeit cr-
oision stieß auf bie überraschende Tatsache, daß klärt bat die Lobnira»-"^" UI et*
bie Bahngcsellschaft von einzelnen Behörden ckcn zu verhandeln sollet
nnamant^, Finanzministerium unb von uunmebr durchA rb citCr au s sch ürf c"den
Melekeskcr-Zufuhrbahn, übertragen worden siatt f t - b c r f amm lun g en
Diese war ein total hoffnungsloses Untcrne^ .^^andcn gemeinschaftlich
men, das sich nie rentieren konnte. Trotzdem mußte die Sparkasse des Post- und Tclcgra- i'henreffotts für 2800 000 Rubel Aktien dieser Bahn ungesetzlicherwcife anfaufen. Als die Geschichte zu einem uuerhörten Skandal ans- zuwachsen drohte, kaufte das Finanzministerium diese Aktien auf, u. vernichtete durch die Opferung von zwei Millionen Rubel Staats- gelbern die Ersparnisse ber kleinen Beamten. Späterhin verlor bas Finanzministerium an
Schlaglicht auf die Zustände im Zarenreich
. "in- Denselben Standpunkt werden die morgen
, „ . stattsittdenden Versammlungen ber christli -
Verschwundene Millionen. Ich en Gewerkschaften einttehmen.
q3-r„inM1 . . cS Vom Kampfplatz ber Arbeit. (Spe -
..eratom und Compagnie. »taltelegramm.) Zur Bergarbeiterbewc-
(Telegramm unseres Korrespondenten.) gung in Belgien wird uns ans Lüttich be»
-. Vciersburg wird uns depeschiert: Arbeiterpartei Bergleute ^dringendzur Wiederaufnahme ber Arbeit aufforderte, gewinnt ber Ausstand weiter an Ausdehnung. Für morgen sind mehrere Ver-
Aphorismen.
Bon E. Weitz-Caffel.
. wundert matt sich, wie scheinbar geringfügige begangene Fehler das Gewissen so sehr guaien: sie scheinen eben bloß gering zu fein, weil sich zufällig keine schlimmen Folgen zeigten: man wird nur beunruhigt durch die Votttellung ber schwerwiegenden Schäden, die sich hätten bilden können durch Begehung d e r- ierbett Febler, wenn andre Umstände vorgeherrscht haben würden.
Wie aus sicherer Quelle verlautet, ist ber Nachfolger bes Freiherrn Mumm v. Schwarzenstein auf bem Botsch aste r p o st e n in Tokio bereits ernannt. Es muß jedoch erst das Agrement der japanischen Regierung abgewartet werden, bis ber Name des neuen Botschafters bekanntgegeben I Kerben kann. Es wird u. a. als Anwärter auf den Tokioter Posten Graf von Rex, ber derzeitige deutsche Gesandte in Peking, genannt.
Zur innerpolitischen Lage in Oesterreich wird uns aus Wien telegraphiert: Die Schwierigkeiten der Kabineits- bilbung liegen jetzt bei den Polen, die von dem Ministerpräsidenten eine programmatische Erklärung über bie Wasserstraßenfrage verlangen, die aber in der verlangten Form natürlich nicht gegeben werden kann.
Soeben ist, Pattfer Meldungen zufolge der von mehreren Gelehrten verfaßte Bericht Über die Einführung einer Verfaß-