Dienstag, den S. Januar 191L
Casseler Neueste Nachrichr«,
25. — L Jahrgang
ge -
und
Myhnen,
Letzte Telegramme.
(Rach Schluß der RedaMon eiugegaugeu.)
Athen, 2. Januar. (Telgramm.) Der Minister des Innern besuchte gestern die von Erdcrschütterungen betroffenen ®r aenden. In Leschena find fostalleHäufer unbewohnbar geworden. Die meisten Einwohner sind nach Patras und Pyrgos geflüchtet. Fortgesetzt treten leichteErdstStze
A Die rätselhafte Feuerkugel. Gleich einem feurigen Neujahrsstein schwebte gestern in mitternächtlicher Stunde eine rotglühende Kugel in ziemlicher Höhe und mit wesentlicher Geschwindigkeit am nördlichen Himmel dahin. Sie bewegte sich in der Richtung von Nordwcsten nach Osten, um dann nach einigen I Minuten im Wolkennebel ohne wahrnehmba- rem Fall zu verschwinden. Das Fernglas ver- ! mochte wohl das Pendeln der Maste zu ver-
Ä Die technischen Privatangestellteu pro- Am Donnerstag ben 5-^anuar,
L^i^rn^eso^n^ Mtt der Telephonreform, die in Handelskrersen brvber nur wenig Anklang gefunden hat, soll dem Vernehmen nach auch eine Einrichtung ber um den sein, die vermutlich von allen Teilnehmern mit Genugtuung begrüßt werden wird. Lue Abonnenten sollen nämlich eme Legitt- ! m a t i o n erhalten, die sie zur u n e n t g e l t- lichen Benutzung aller oksentl'Wen ^Fernsprecher innerhalb des Anschlußnetzes
eine klaffende Wunde an der linke« Sette des Kopfes davontrug. Mehrere Herren der Gesellschaft nahmen sich seiner an und transportierten ihn in seine Wohnung.
A Das Wetter am Dienstag. Der amtliche Wetterbericht sagt für den morgigen Dienstag folgende Witterung voraus: Veränderlich, doch vorwiegend trübe, kälter, Schneefälle-, abnehmende Bewölkung.
A Zigeuner-Streiche. Zu einer jungen Frau im Grünen Weg, die sich in gesegneten Umständen befand, kam am Silvestertag eme alte Zigeunerin, um ihr Waren zum Kauf anzubieten. Als die Hausfrau Handelsgeschäfte ablehnte, erbot sich die Zigeunerin, ihr .die Zukunft zu prophezeien". Nach dem bekannten Zigeunertrick ersuchte die Alte dre junge Frau, ihr ein Geldstück aus der Börse herauszugeben, sie werde dann an der Hand dieses Geldstückes „untrüglich" die Zukunft entschleiern können. Verständigerweise weigerte sich aber die junge Frau, der alten Hexe ein Geldstück auszufolgen, das dann sicher auf Nimmerwiedersehen verschwunden Ware. Als die Alte sah, daß sie nicht zum Ziel gelangen würde, trat sie dicht vor die erschrockene iunge Frau, machte über ihrem Haupte ermgen Hexen-Hokuspokus und sprach dann, die Zitternde mit durchbohrendem Blicke ansehend, die furchtbaren Worte: Hättest mir schon Geld geben können, denn Du selb st wirst balb keinesmehr gebrauchen.. .!. verschwand die Alte, die junge Frau in Angst und Schrecken zurücklassend. Die dustere Todesdrohung der Zigeunerin hatte dre Aermste so erregt, daß bei ihrem Zustand schlimme Folgen zu befurchten sind. Leider ist die Unheilkünderin entkommen, ohne daß ihr der gebührende .Lohn" verabreicht werden konnte.
berechttgen totrb. Es kommen für diese« Zweck allerdings nicht die hier und da aufgestellten Telephonautomaten in Frage, sondern die für den Fernverkehr vorbehaltenen Fernsprechzellen, zu denen der Schlüssel am Schalter aufbewahrt wird, von wo er gegen Vorzeigung der Legittmattonskarte in Empfang genommen werden kann. Die Erwägungen über die Einführung der Neuerung sind noch nicht völlig abgeschlossen, dürften aber voraussichtlich zu einem positiven Ergebnis führen.
Der Kaiser an Carnegie»
London, 2. Januar. (Privat-Telb« gramm.) Der Berliner Vertreter der „Daily Matt" ist in der Lage, seinem Blatte den vollen Text des Kaiserbriefs an Herrn Carnegie mitzutctten. In diesem «vom 31. Oktober d. I. datierten) Schreiben heißt cs unter anderem:
Zar Neueste aus Kassel.
Casseler Sywefiernacht.
A Cassels älteste Bürgerin. Am heutigen zweiten Januartag feiert Frau Witwe Schröder, die Mutter des Landrats und Landtagsabgeordneten Schröder, ihren funfundneunzigsten Geburtstag in voller körperlicher und geistiger Frische. Die alte Dame, die jedenfalls Cassels älteste Bürgerin ist, erfreut sich einer vorzüglichen Gesundheit und nimmt an allen Vorgängen tm täglichen und öffentlichen Leben trotz ihres hohen Alters noch regsten Anteil Dem grenen Geburtstagskind auch an dieser Stelle herzlich- aufrichtiger Glückwunsch in der Hoffnung, daß ! das kommende Jahr Cassels älteste Burgerin beim gleichen Wohlsein antreffen möge.
Von den Türmen schlug's langsam wuchtig Zwölf: Tas alte Jahr war gestorben und das Morgenrot des neuen wahres l dämmerte herauf. Als der letzte Glockcnschlag verklungen war, wandelte sich das bis dahm verhältnismäßig ruhige Straßenbild mit einem Schlag in ein brandend Gewoge froher «ust und ausgelassener Fröhlichkeit. Durch d,e । Lohenzollern- und Königsstraße flutete der breite Sttom des Silvesterverkehrs, während aus der unteren Stadt sich eine gewaltige Menschenmenge in westlicher Richtung bewegte. Durch die Sttaßen hallte, an den Mauern sich brechend, das jubelnde „Prosit Neujahr!"^ Schüsse dröhnten, Feuerwerk stieg zum nächtlichen Himmel empor, und die Luft schien erfüllt mit Myriaden von unsichtbaren, reben- prühenden Fünkchen, die in der Menschen Herzen ungehemmte Lust und brausenden -rubel weckten. Bis lange nach ein Uhr wogte und rauschte der Neujahrsjubel durch die Straßen, und die letzte Flut ebbte erst ab, als fern im Osten der erste Sttahl des jungen Tags heraufdämmerte.
meine Schwester Erika (die Dresdener Sopranistin) und meine Wenigkeit an musikalischer Begabung besitzen, stammt entschieden von Schuchs als zweitältester unter sechs Geschwistern auf Schloß Lenzburg rm Kanton Aargau in der Schweiz aus, ernem der schönsten Flecken Erde, die ich gesehen 1883 machte ich mein Abrturrum. Jch beMafttgte mich dann mehrere Jahre sonrnattsnsch. 1886 murde in Kempthal bei Zürich das indes weltberühmt gewordene Etablissement Maggi sur^ Suppenwürze gegründet. Maggi engagrerte lip'cü gleich bei der Gründung als Vorsteher seines Reklame- und Preßbureaus. In dreier Zeit verkehtte rch hauptsächlich mit Karl Henckell, außerdem gehörten Gerhart Hauptt mann und Mackay zu unserem Kreise Zürich war damals ein hervorragendes geistigesZentrum, eine Bedeutung, dre es seit Aufhebung "es Sozialistengesetzes vollkommen verloren hat. 1888 reiste ich ein halbes ^ahr mit dein rrkus Herzog und nach dessen Auflösung begleitete ich meinen Freund, den bekannten Feuermaler Rudinoff,1890 kehrte ich nach München zurück und schrieb dort mein erstes Buch „F r ü h l i n gs Erwa ch e n".
Stunde des Feuers Herr werden, oüne daß größerer Schaden angerichtet wurde. Die Entstehungsursache des Brandes ist noch nicht aus-
denburg. 1830. Ernst Dümmler, Historiker, * Berlin. 1831 B. G. Niebuhr, Geschichtsschreiber, t Bonn. 1835. E. Langbein, Dichter, ch Berlin. 1835. Karl Claus, Zoologe, * Cassel. 1861. König Friedrich Wilhelm IV„ ch Berlin. Prinz Wilhelm von Preußen wird König 1896. Hubert Fröre-Orban, belgischer Staatsmann, ch Brüssel. 1901. Ignatius Do- nclw, Urheber der Idee, daß die Shakespeare- schcht Dramen von Fr. Bacon herrührten, ch Hastings, Minnesota. 1905. Kapitulation von Port Arthur an die Japaner. 1907. Otto Benndorf, ch Wien als Direttor des archäologischen Instituts. 1908. Adolf Paalzow, bed. Physiker, ch Charlottenburg. 1910. Karl Frhr. von Bülow, Senatspräs. a. D. des Reichsgerichts, t Leipzig.
rTsnmfl für den weithin hörbaren Krach, daß - « mit einem Erdbeben zusammenhing.
M» - Ein vermißter Dampfer. Wie aus ■ oondon telegraphiert wird, hat man dort °JLC- «och keine Nachricht über den Verbleib
Postdampfers „Axim". Der Dampfer hat »wertvolle Warenladungen von 2c>00 Tonnen
Bord und wurde bereits gegen den 17. Derber auf den Kanarischen Inseln erwartet. E- wird befürchtet, daß er bei dem Swrm- r das am 16 und 17. v. M. in der Nahe 5/r Ka«aNschen Inseln herrschte, unterge- a a n g e « ist.
: ” - Der Tod in der Tiefe. In dem Koh- tenbergwerk Red Jacket (West-Virginien) wur- rie durch einen ins Rollen gekommenen Wagen M?!. Schachtzimmerung beschädigt und dadurch
Nachstürzen von etwa 1000 Tonnen Kohlen v-rursacht. Acht Bergleute sind dabei ,einer uns vorliegenden Depesche zufolge) tötet worden.
rn. Kleine Chronik. Aus Bonn meldet I uns ein Telegramm : Professor Stutz, der Direktor des kirckenrechtlichen Semmars an der Universität Bonn, hat den an ihn ergange- „en Ruf nach Leipzig als Nachfolger de« verstorbenen^ Kirchenrechtlehrers GmH Friedberg abgelepnt. ^rofessor Stütz bleibt in Bonn. — In H a mb u r g bat sich eine Gruppe von Kunstinteressenten mit ewem Kapital von e i n e r M i l l i ° n M a r k o-bildet die ein zweites Opernhaus für Hamburg erttchten will. Die Eröffnung des neuen Kernhauses soll am 15. Dezember 1912 ersol- gen; mit dem Bau wird schon im neuen Jnbre besonnen werden. — ^5« Str a ß b u r g t. - • trir vor einiger Zeit das Schauspiel „Kaser- nenluft" von der Regierung in Metz verbo- Ln fugtet iedoch freigeben worden. Auf bo- bettn Wunsch darf jedoch die Garnison den weiteren" Vorstellungen nicht mehr bei-
Palais -Restaurants eine große öffent- NxrüH«?'s
m r i h rt t anae ft e I lten statt. Ingenieur Bötticher- Berlin spricht, über das Tbema: -«•« '»SÄ "biK“ sÄÄS» “? «MS-' N^rband ^der Bund der technisch-industriellen , gÄ und der Faktoren-Bund angehoren. | ä Auch ein „Svlvesterscherz". Leider wird I fröhliche Straßenleben wahrend der Rmt- I rabrsnacht ost durch Rowdytaten gestört, so wurde in der Shlvesternacht in B e t t e n h a n- s e n auf der Straße der 27jährige Arbeiter B. von einem angeblich ihm völlig Fremden mit einem Sttlett in den Racken gestochen.
«Schwer verletzt wurde er von der Sama- riterkolonne in das Landkrankenhaus gebracht, I wo er längere Zeit bis zu seiner Wiederher- I stellung wird bleiben müssen. Lebensgefahr besteht indessen für den Verletzten nicht.
A ne „.vv«ua । A Schadenfeuer am Reujahrstag. Im Hause
Berlin berichtet wird, trägt sich die RerchSpost- Fsmffensterstiaße 16 brach Sestern Mittag gegen v-uwaltunq außer den beabsichtigten Neueritn- Uhr Feuer aus. Die Feuenvache war schnell auk d-m Gebiete des Eilbestelldienstes noch -ur Stelle und konnte innerhalb ^ner halben
Set r. Zanurtt in der Geschichte.
(* _ geboren, t — gestorben.)
1547. Fiesco ertrinft im Hasen von Ge- vtua. 1721. Herzog Ferdinand von Braunschweig, preuß. Feldherr, * Braunschweig. 1740. Mathias Claudius, Dichter, * Remfeld. 1777. Christian Rauch, Bildhauer, * Arolsen. 1778 I. G. Dingler, Technolog, * Zweibrucken. 1783 Joh. Jak. Bodmer, Dichter u. Literaturhistoriker, t Zürich. 1801. Loh Kasp Lava- ter, Philosoph, r Zürich. 1814. Klara Mundt, Schriftstellerin (Luise Mühlbach), * Neubran-
t . . Bildhauer «Phues -st.
Berlin, 2. Januar. (Spezial-Tele. atamml Heute früh starb »n Wilmersdorf der bekannte Bildhauer Pros. Josef Uphues. Der Verstorbene stand im 61. Lebensiahre. Er gehörte dem Kreise an, der in Remhold Begas' Meisteratelier seine Ausbildung erhielt.
Vom Wachtposten angeschossen.
Posen, 2. Januar (Spezial-Tele- gramm.) Beim Pulverturm des Posener Schießplatzes näherten sich in der vergangenen Nacht zwei Burschen in verdächtiger Weise dem Posten. Der Soldat r,ef fie an. Als sie nach dreimaligem Anruf keine Antwort gaben, gab der Posten Feuer. Einer der Bnrfchen wurde lebensgesährlijch verletzt. Der andere floh. $Ug des Todes. _
A Wieder ein Opfer der Glätt- Heute morgen gegen fünf Uhr ereignete sich em bedauerlicher Unglücksfall in der Rahe des Bahnhofs Wilhelm sho h^. Tvrt kebrte eine Gesellschaft A -mem Tanzve^nw .
aui und stürztt so ungleich z» Boden daß « I auf. Es regnet und hagelt mmushörl^
stolisches Kuriosum brachte der W“'»1- ;; ';- Fanuartag, postalisch „1- 1- 11^ genannt. 911(1)1 weniger als sieben Einer liehen sich am Neujahrsmorgen auf Postsendungen, die -wischen 10 und 11 Uhr vormittags oufgeg.- SL-L LL-n' T-- «.ön= z°»>-n. kuriosum wird indessen erst der 11. 11- rL h’-h’flcn Bei einer Bestellung, die an dieiem
'«T««r «U« --»mal
München. 2. Januar. (SpezNil-Telegramm.) Der Reichstagsabgeordnete für den Wahlkreis Immenstadt-Lindau Aloy« Schmidt (Zentrum), ist heute nacht geftor- bett. — Wie ein Telegramm aus Konstantinopel meldet, ist dort gestern abend dn^deuflche^ Delegierte bei der Dette publigue, C, Testa, gestorben.
^Unglück auf der Arlberg-Bahn.
Jstnsbruck, 2. Januar. . (Spezial- Tele g r a m m.) Auf der Station Bludenz der Arlberg-Bahn entgleiste aus noch um I bekannten Ursachen knapp vor der Weiche eine «okomotive mit einem Schnee pslug, auf dem sich acht Arbeiter befanden. Alle wurden hinabgeschln-dert. Fünf geriewn unter die Räder der Lokomotive. Drei.der Leute wurden sofort g e t ö t e t, die beiden anderen Arbeiter schwerverletzt.
Die Rache der Maffia. "
Neapel, 2. Januar. (Privattele« atamm.) Die Maffia hat ein neues Verbrechen begangen. Der Direktor W i t o, 46 IaAc alt, Leiter der Schwefelgrube Safara, hatte sich des Verrats gegen die Maffia, deren Mitglied er war, schuldig gemacht. Es trat sofort ein Gerichtshof aus der Mitte der Maffia heraus zusammen, der ihn zum Tode verurteilte. Andern Tages wurde Wito, als et sich zur Grube begeben wollte, von sechs maskierten Männern Sh«rf«llen und durch Schüsse getötet.
Im Erdbeben-Gebiet. ~
Ein städtisches Milltonenprojekt. Ern städtisches Millionenprojett ist für die öffentliche Beratung durch die Stadtverordne- ten reif. Die Tagesordnung für die nächste öffentliche Sitzung der Stadtverordneten am 5. Januar abends 6 Uhr enthält nämlich an erster Stelle: „Bereifftellung des Betrags von 1501 000 Mark für den Umbau bet Stationen „Königstor" und „Am Wäll" in Drehstrom, Gleichstrom, Umfotmetstattonen usw. Auch die vier nächsten Beratungsprojekte sind von nicht unerheblicher finanzieller Bedeutung: 2. Nachbewilligung des Bettags von 7709,74 Mark zum Verlag für die Herstellung der zwei ten Verankerung der Drahtbrücke. — 3. Bereitstellung des Bettags von 2600 Mark zur Herstellung eines erhöhten Fußwegs und zur um« Pflasterung des Fahrdamms in der Kochsttatze. — 4. „V. Nachtrag zu den Satzungen der Städtischen Sparkasse zu Cassel." — 5. Aende- rung des 8 7ä der Gasbezugsordnung (S>er = absetzung der Iahresabnahme - j menge bei Gäs für gewerblich- Zwecke.) Es wird ferner zur Debatte stehen. 6. Neueinrichtungen an den Mittelichulen zu Ostern 1911. — 7. Neueinrichtungen an den Bürgerschulen zu Ostern 1911. — 8. Fvstietzung der MietsentschädiMNgen der Rektoren. Lehrer und Lehrerinnen. — 9. Ministerielle Entscheidung betreffend das Losholz bet vsirmaligen Lanbgemeinben Wahlershausen, Kitchbitmolb, Rorhenbitmolb und Bettenhausen. — 10. Vermächtnis des Kaufmanns Ludwig Karl Baut zu Armenunterstützungen und zur Grabstatt.n- hHeae. _ 11. Desgleichen des Privatmanns
Jakob Möller. — 12. Eingabe der Kommission der öffentlichen Bürgerversammlung im Stadtteil Kirchditmold betreffend die Kanalbaukosten beiträge usw. — 13. Eingabe des „Burgerverein Kirchditmold" auf Beschleunigung des Ausbaues der Verbindungsstrave von der Zentgrafenstraße nach der Teichstraße und auf Beleuchtung der unteren Zentgrafenstratze. 14. Eingabe von Anwohnern der Mombaw- straße aus weiteren Ausbau der Mombach- sttaße — 15. Eingabe des Schilder- und Re- klamemalers Bodart auf Genehmigung zur Benutzung des Bauzaunes am alten Theatergrundstück zu Reklamezwecken. —• 16. Eingabe des Jnnungsausschusscs und der Zwangsln- nung der Konditoren und Piesserkuchler aus |>ä» j-d-ch»««. w»i Ausführuna von Tischler-und Schreinerarbeiten h^t der seltenen Erscheinung keinen Aufschluß durch h i e s i g e Handwerker. — 18. Rechnung gCben. Man nimmt an, dass es sich um einen des Gutes Kragenhof für das Etatsiahr IE a eu ch t b a l l o n gehandelt hat.
- ^Desgleichen derStadttschen Sparkasse sirr Versorgung unserer Lehrer. Schon
I das Kalenderjahr 1909. -0- o - I,.u tcnaerer Jett wurde inLehrerkrersen
menrats-Stellvertretcrs für den io. - • ^tt Ig cl5^tertf auf welche Weise es möglich A Der „erste Erste im Giften“. Ein po- ss-^n könnte. für alleinstehende pensionrerte I i-i ürfttfiiß hßT QCftltCXC CtftC ’ g ß fi X C fetC bcfüttbCTCt ^ßflCQC llttb ,
Aufsicht 'bedürfen, entsprechende Heime zu schaffen, die den Insassen für nicht zu-teueres Geld ein angenehmes Leben bieten. Dre An- aeleaenheit ist dieser Tage insofern in ein neues Stadium getreten, als (^e totr aus guter Quelle hörten) ein Komitee gebildet hat, das die notwendigen Mittel für aufbringen will. Das Komitee steht unter dem Protektorate des Kultus Ministers und verfügt über so viel Geld, daß der Bau v^o n
Monat O k tobe s Der betracht- ^wtrittsaeld soll nicht einheitlich normierl,
ttche^'uzuE Überschuß des Monats Ok- fonbern den Vermögensverhältnissen entspre- tober 1910 (4- 1253) war daher, für sich be- abgestust werden.
ttacktet nichts Ausfälliges. Bemerkenswert -- .....
war aber, daß er doPPett fo grog wa^,testieren. Am Donnerstag een o. ^“7, dLienigen'vom Okwber Ä*8% Ä ftnbetJm «rotzen Saale s istRA® mit I&S (rönom.istm»»»”” i lmd das Iah? berechneten Sterbeziffer von insolae von Krankheiten der ^tmuMsorgane etwas gestiegen Häufiger traten auch wieder bic namentlich das Kindesa 11 e r bepr. c den Jnfektionskrankhmten (Masern. lertc «sw) als Todesursache auf Die etayi oer tödlich verlaufenen Unglücksfalle be ief sich t küns Durch Selbstmord tebteben 3 Personen, durch fremde Hand 1 Person aus dem Leben.
Bon den Sterbefällen betrafen 12 ~ “n’ T n.
mi etioSer »«n E-M» gesamt 161 vollzoaen (gegen . 0 und 197 im Parallelmonat des Vo.ia?res).
'A Die moderne Reichspost. Wie tinsant-.
Dieser neue Beweis Ihrer weltbekannten Menschenfreundlichkeit und Großherzigkeit hat mich in höchstem Matze erfreut unb ich betrachte die gewählte Zweckbestimmung als besonders glücklich. Die Stiftung wttd in hohem Matze dazu beitragen, daß in Zukunft die E h r e n P f l i ch t der M e n s ch h e i t, für die Opfer heldenmütige, Selbstaufopferung zu sorgen, mehr erfüllt wird, als es bisher möglich war. Das wird in edlen Menschen den Wunsch erregen, Rettung ö t a t e n zu vollbringen, indem sie alle Sorge um die Zukunft ihrer Hinterbliebenen bannt. Ich bettachte es als ein H e r z e n s - Bedürfnis, Ihnen im Namen des deuffchen Volkes be« wärmsten Dank zu sagen und zum dauernden Gedächtnis Ihrer edlen Tat werde ich Ihren Namen mit der Stiftung verknüpfen. Gemäß Ihrem Wunsche bin ich auch gern bereit, das persönliche Protektorat zu übernehmen und ein Kuratorium zu ihrer Verwaltung zu ernennen. Ich lege speziell Wert auf die Mitarbeit des an meinem Hofe beglaubigten Botschafters als Mitglied des Kuratoriums.
Wie verlautet, hat der Kaiser Herrn Carnegie am Sonnabend durch den amerikanischen Botschafter einen z weit en Dankbrief gesandt, dem ein großes Medaillo «-Porträt des Herrschers tn Bronee beigefügt ist. (Siehe auch den Artikel Carnegies Millionen.)
Sie FSrstftr als Betrügerin.
Petersburg, 2. Januar. (Sp^ejJiöiLjSfe legramm.) Eine zehnstündige Haussuchung sand bei der Präsidentin des Roten Kreuzes, der Fürstin Lobanow N 0 ft 0 w s k q, durch den Untersuchungsrlchte, statt. In AlexatidrowS wurden massenhaft Dokumente über Spenden aus Jet0n- IBerkäufen, die besonders wahrend des ruf- sich-japanischen Krieges gemacht worden waren, beschlagnahmt. Die Fürstin Lobanow hatte eine Menge von Agenten im Innern Nutzlos mit Jeton-Berkiutfen beauftragt. Die dafür eingelaufenen Summen flössen nur zum geringsten Teil dem Roten Kreuz zu. D i e m e t ft en Gelder wurden • unterschlagen.
In den Cafos faß Mann an Mann und »ampfende Punschbowlen weihten das junge Fahr mit dem fügen Aroma des Silvestertrunkes. Ueberall ausaelassenste Fröhlichkeit und heller Neujahrsjubel, überhallt vom tausend-1 stimmigen Chor, froher Silvesterlieder, zu deren Melodien die Musik rauschende Weisen schmetterte. In den Restaurants war's stiller: Die Neujahrsstunde lockt mehr zum dampfenden Punschglas als zum Gambrinusopser, und bei rauschender Musik feiert sich>s besser als hinter halbleeren Gläsern in idyflischer Ruh'. Erfreulicherweise ist aus der vergangenen Silvesternacht nicht von RoheltsdelMen zu berichten, nur zwei „MesJetaffären" ereigneten sich im Trubel der Neuzahrsstunde, offenbar als üble Folge allzu reichlichen Sil- vesterpunsch-Geuusses, und für die Beteiligten wird die erste Stunde des neuen Jabres wohl noch einen bitteren Nachgefchmack haben. Unfälle haben sich glücklicherweise nicht ereignet, und so darf denn von der Silvesternacht zum Jahre neunzehnhundertelf gesagt werden, daß ie „im allgemeinen befriedigend" verlaufen, i|t