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Taffeü« Neueste NachrlchteS

Seeeisgefellfchast. Zwölf Storni wurd«r dabei «gegenüber und hat seine Förderung nach Mög- g e t ö t e t, zahlreiche andere schwer verletzt. lichkeit zugesagt. Das Schulmuseum wird in

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rechnen.

Generalstreik in Barcelona.

, daß dieser Tage bet imiert werden wird.

Aviatikern zum Abschied das Geleite gegeben

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Letzte Telegramme.

(«ach Schluß der Redaktion eiugegangeu.)

A Cassel erhält ein Schul-Museum! Die hiesige Rektoren-Vercintgung, der sämtliche Rektoren und Hauptlehrer der Resi­denzstadt Cassel angehören, hat beschlossen, ein Schulmuseum zu begründen, das den Zweck hat, die gesamte Lehrerschaft mit al­len Lehrmitteln von einst und jetzt bekannt zu machen und sie auch bezüglich aller Neuerschei­nungen auf dem gesamten Lehrmittclgcbiete fortlaufend zu unterrichten. Da die größten Verlags- und Lehrmittel-Institute durch un­entgeltliche Zuweisung von Lehrmitteln be­reits in entgegenkommender Weise das Schul­museum bedacht haben, ist seine Gründung nunmehr als gesichert zu betrachten. Auch die städtische Schulverwaltung steht dem jungen Unternehmen sehr wohlwollend

der hier erlitten. Die Leiter, auf der er stand, geriet ins Gleiten, er wollte sich durch Absprin­gen retten, kam aber mit dem linken Fuß zwi­schen zwei Sprossen und brach so, indem er mit dem Körper nach vorn stürzte, den gefesselten Fuß im Gelenk. Ein nahe wohnender Arzt legte dem armen Menschen den ersten Verband an und sorgte für die Unterbringung des Ver-

Graces Leiche gefunden k

(Eigene Drahtmeldung.)

Aus Antwerpen berichtet uns ein P rk- vattelegramm: In der Nähe der Stadt wurde hier gestern die offenbar durch einen Sturz aus enormer Höhe gräßlich verMm- melte Leiche eines jungen Ma«neS gefunden. Aus bestimmte« Anzeichen wird geschloffen, daß es sich um die Leiche des ver­schollenen Kanalüberfliegers Grace handelt, der bekanntlich auf der Rückfahrt über den Kanal mit seinem Aeroplan verschwunden ist und von dem an annahm, daß er mit seiner Flug­maschine im Sturm zur Nordsee abgetrieben worden und dort in den Fluten umgekommen sei. In der Kleidung de« Toten fand man Briefschaften, die auf Grace schließen lasse«.

Budapest, 30. Dezember, telearamm.) In Heves

i, der Schwache". Er ist doch der Winter 1910. Kaum

ziemlich starken Wind ankämpste. Nach Beendigung der dritten Runde schoß dann, scheinbar von einem Wirbelwinde erfaßt, der Apparat in steiler Spirale aus etwa 60 Meter Höhe herab, doch glaubte man, daß Laffont, der einer der befähigtsten Antoinette-Piloten war, die Gewalt über die Maschine besäße, dann brach aber schon der linke Flügel entzwei, bald darauf auch der rechte, und schließlich schoß der Eindecker balttos mit kolossaler Wuckt zur

Iie Opfer der Bolton-Katastrophe.

London, 30. Dezember. (Sp-ezialtele^ gram m.) Die Direktion der Bolton- Mine veröffentlichte gestern die offizielle Liste der Opfer der Grubenkataftrophe; big Liste weist 343 Namen auf. Don de« Be« ««glückten waren 190 unverheiratet. DuoW das Unglück wurden 153 Frauen zu Wi^ wen und 276 Waisen beklagen den TU ihrer Ernährer.

Dos Neueste aus staffel.

Neue Kasseler Submifsionsgeschichten.

Für eine umfangreiche Ausschreibung ßcz Stadtbauamts (Schreinerarbeiten rum Neubau einer Doppel-Bürger- schule an der Hegelstraße) waren gestern die Eröffnungstermine angesetzt. Uns liegen aus den Eingängen die Forderungen der Subipis- sionstcilnehmer vor. So mancher ehrsame Meister mag sich in dem Termin über seinen Konkurrenten gewundert haben: denn es ist auch für diese Verdingung charakteristisch, daß durchweg Preisunterschiede bis zu 100 und mehr Prozent vorhanden sind. Ein Auszug aus den Offerten mag dies veranschaulichen. Der Bedarf an Schreinerarbeiten für die genannte Schule ist in 5 Lose eingeteilt. Für Los 20 (960 Schulbänke) rechnete der MindestfordeNide A. 24 768 Mk., die vereinigten Schreinermeister 27 290 Mk., und der Höckstsorderndc, Rüdden- klau & Co., 50 753 Mk. Die meisten Angebote für Los 20 waren unter 30 000 Mk. Los 21 (350 qm Trennungswände einschl. Türen) hatte n. a. folgende Ergebnisse: Mindestforderung L-r. 1434.20 Mk., Höchstforderung von Riidden- klau & Co. 4348,90 Mk. Eröffnet sind hierzu 21 Offerten, die, abgesehen von der genannten Mindestsumme, in Abstufungen von 100—300 Mark von 2636 Mk. bis zu der angegebenen Höchstforderung aufsteigen.

Auf Los 22 (Bücherbretter und Fußsockeln; 355 Mtr. und 1540 Mtr.) haben 18 Firmen eingegeben. Mindestforderung Kn. 1055 Mk., Höchstforderung R. L Co. 2495 Mk. 13 Offer­ten blieben unter 1711 Mk., die anderen 5 sind über 2000 Mk. Zu Los 23 (155 qm innere Tü­ren) liegen 26 Bewerbungen vor, die niedrigste von W-d. mit 1249,95 Mk., die höchste von Kumpe mit 2742,22 Mk. Die sonst an der Spitze der Forderungen stehende Firma R. & Co. rangiert hier mit 1452,18 Mk. an 4. Stelle von unten. Die Preisunterschiede betragen int übrigen fast regelmäßig etwa 100 Mk. Die ge­ringste Spannung zwischen Mindest- und Höchstforderung ergab sich bei Los 24 (140 qm innere Türen) mit 1516 Mk. (Fa. W-d.) und 2197 Alk. (D-dt.). Hierzu liegen 20 Offerten vor. Los 25 (34 Stück Katheder) hatte die größte Zahl von Konkurrenten, nämlich 32. Wenn irgend etwas, so ist dies ein Beweis für die Notlage int hiesigen. Schremergewerbe. Auch dir Kalkulationen' für Los 25 sind nicht gar so weit auseinander, wie es bei den ersten Losen der Fall war. 1462 M. beträgt die Min­destforderung. Sie ist zweimal vorhanden. Mit 2210 Mk. sind wiederum N. & Co. Höchst- fordernde.

letzten im Landkrankenhaus.

A Auf dem Urlaub verunglückt. In bit­teres-Ungemach wurde dem Kanonier L. von der 2. Batterie unseres 11. Feld­artillerie-Regiments der fröhliche Weihnachts­urlaub verwandelt. Er ging während des Urlaubs seinem Vater in Ntederkaufun- Aen bei verschiedenen Arbeiten zur Hand. Aus Unvorsichtigkeit geriet er gestern mit einer Hand in das Getriebe einer landwirtschaftlichen Maschine, wobei ihm zwei Finger ab­gerissen wurden. Nachdem dem Verletzten ein Notverband angelegt worden war, schaffte man ihn in das hiesige Garnison­lazarett.

A DaS Residenz-Theater zur Jahres­wende. Im Residenztheater gelangt am Frei­tag abend Beyerleins »Zapfenstreichs zur Aufführung. Der Ertrag dieser Aufführung ist bekanntlich von der Direktion den Mitglie­dern des Residenztheaters zur Verfügung gestellt. Am Sonnabend bleibt die Bühne ge- chloffen. Am Neujahrstage finden wieder Vorstellungen im Stadtpark statt und zwar wird nachmittags zum drittenmall »Papa Möller in der Klemme" und abends die lustige Posse »Mensch, bezahle deine Schulden" gege­ben. Mit der ersten Woche des neuen Jahres beginnt die Direktion wieder regelmäßig im Residenztheater mit literarischem Reper­toire. Am Montag wird »Taifun" wiederholt und am Dienstag geht Bahrs Lustspiel: ,D i e Kinder" erstmalig in Szene.

A Casseler NeujahrSgrütze. Die Casseler Kunstverlagsanstalt Siegfried Bäcker hat als »Casseler Neujahrsgrüße" einige Serien in­teressanter Karten herausgebracht, die in gelungener Ausführung Casseler Stadtan- ichten wiedergeben und sich vortrefflich als .NeujahrSgrütze" an ferne Liebe« und Be­kannte eignen. Die Karten sind in fast allen hiesigen Papierhandlungen erhältlich.

A Das Wetter am Sylvestertag. Der amtliche Wetterbericht sagt kür den morgigen Sonnabend folgende Wtttermn, voraus: Veränderliche Bewölkung, ohne erhebliche Nie­derschläge, kälter, nachts Frost.

cher vorhanden ist, und zwar in derselben Art, wie man ihn schon immer annahm: Im schul­pflichtigen Alter sind sehr gute geistige Fähig­keiten häufig bei großen, seltener bei kleineren und niemals bei kleinen Köpfen zu finden. Gute Anlagen sind ohne Ausnahme ausge­schlossen bei einem siebenjährigen Knaben mit einem Kopfumfang unter 48 Ztm., bei ebenso alten Mädchen unter 47 Ztm. Für 12- bis 14- jährige Knaben ist bei einem Umfange von 50,5 Ztm. nichts Gutes zu erwarten. In einer Klaffe von Siebenjährigen verteilten sich die Leistungen prozentual so, daß bet einem Kopf­umfang über 50 Ztm. 41,% Prozent sehr gute und 37^ Prozent durchschnittliche Leistungen gefunden wurden, während die gleichen Zifiern für die Kopfgröße unter 50 Ztm. nur 34 Pro­zent resp. 35 Pntzent betragen.

«x Feuer in Messina. Tine Depesche aus Messina berichtet: I« der Rühe des Bahn- telegraphenamts brach gestern Feuer aus und zerstörte mehrere Baracken, darunter einige Eisenbahndepots und des Bahnpostamts. Die Telegraphen- und Telephonverbindungen sind unterbrochen. Der Schade« ist beträchtlich.

telearamm.) In HeveS-Atany hat der 24jährige reformierte Hilfsgeistliche Sllil eine Frau erschösse« und dann sich selbst eine Kugel in den Kops gejagt. Kilit war in der letzten Zeit ohne Stellung.

A Der Sturz von der Letter. Einen kom­plizierten Unfall hat ein junger Fensterreini- der hier erlitten. Die Leiter, auf der er stand,

dem sogenan. alten Rathaus (in dem sich zur Zeit die Siudienanstalt befindet) unterge­bracht und erhält somit eine günstige zentrale Lage. Die Studienanstalt siedelt bekanntlich am 1. April k. Js. in das Gebäude des Real­gymnasiums in der Schomburgstraße über, das zu gleichem Termin den stattlichen Neubau in der Wllhelmshöher Allee bezieht. Der Hessische Volksschullehrer-Ver- et«, der im nächsten Herbst seine Provinzial­versammlung in Cassel abhalten wird, hat für das neugegründete Schulmuseum bereits seinen Besuch angemeldet.

A Unser Hoftheater. Die Abonnenten der Serie D werden darauf aufmerksam ge­macht, daß sie auf Grund der Abonnements­bedingungen verpflichtet sind, zu dem am Mon­tag, den 2. Januar, bei aufgehobenem Abon­nement zum Besten der Pensionsan- st a l t des Königl. Theaters stattfindenden Vor­stellung »Faust" ihre abonnierten Plätze gegen Zahlung des vollen Tageskaffenpreises abzu­nehmen. Mit Rücksicht darauf, daß am Sonn­tag und Montag an der Kasse ein großer An­drang herrscht, wird den Abonnenten, soweit sie ihre Eintrittskarten zu dieser Vorstellung noch nicht abgeholt haben, empfohlen, die Kar­ten möglich st schon heute abzuholcn.

A Herrn von Breitenbachs Neujahrs-Ge­schenk. Ein Erlaß des preußischen Eisen- bahnministers wird manchem älteren, langgedienten Eisenbahn-Beamten Freude bereiten. Bisher konnte nur den Vor­stehern, Werkmeistern und Betriebssekretären, wenn sie das 50. Lebensjahr überschritten hat­ten, ein bis zu einer Woche längerer Urlaub als den jüngeren Beamten der gleichen Klasse gewährt werden. Jetzt hat sich der Eisenbahn­minister dazu entschlossen, auch allen übri­gen Beamten, die höchstens 14 Tage Ur­laub erhalten können, eine Verlängerung zuzubilligen, sofern sie das 50. Lebensjahr überschritten haben. Es erhalten hiernach nach dem 50. Lebensjahr acht Tage: Die Bahnwärter und Nachtwächter; 10 Tage die Eisenbahngehilfen, Schaffner, Schirrmänner, Packmei'ter, Heizer usw.; 12 Tage die Werk­führer, Wagen- und Ladcmeistcr und Weichen­steller 1. Klasse; 18 Tage die Assistenten, Bahnhofsverwalter, Materialicnverwalter, Bahnmeister und die Angehörigen gleicher Rangklassen. Die Neuregelung des Urlaubs nach den vorstehenden Grundsätzen soll bereits im beginnende neuen Jahr in Kraft treten.

A Wiederseh'n macht Freude... Eine Konzertharfe im Werte von 1500 Mark schien gestern ihren Besitzer verloren zu haben. Der betrauerte den Verlust um so mehr, als das wertvolle Musikinstrument seine besondere Geschichte hat. Es ist über hundert Jahre alt und bat einmal einer Gräfin gehört. Jetzt gehört das Stück einem 76 Jahre alten Herrn, dem es seine bewundernswerte Rüstigkeit noch erlaubt, nicht nur sein Instru­ment zu spielen, sondern sogar in auswärtigen Konzerten mitzttwirken, so jetzt eben im Evan­gelischen Vereinshaus in Hann. Münden. Für den Transport der Harse in seine Wohnung nähme Herr Kolbe (so heißt der Harfen- künstler) die Hilfe eines jungen Mannes an. Bis hierher reiften beide zusammen, in der Viktoriasiraße aber verlor Herr Kolbe den Träger seines Besitztums aus den Augen, und in seiner Wohnung, deren Adresse ihm über­geben war, fand sich der fremde Mensch auch nicht ein. Die Folge war, daß der aufs höchste beunruhigte Herr Kolbe Anzeige bei der Kriminalpolizei erstattete. Doch heute hat er sein Instrument wieder zurückerhalten: Der auswärts wohnende junge Mann scheint tat­sächlich die Wohnung des Herrn Kolbe nicht gefunden haben. Die Absicht, die Harfe zu unterschlagen, hat er dagegen offenbar nicht gehabt.

A Die Fulda im Eis. Wenn der seit einigen Tagen herrschende Frost weiter anhält, was wohl anzunehmen ist, so wird bald die Zett da fein, wo unsere Fulda starr und unbewegfich als kompakte Eismaffe daliegt. Schon am gestrigen Morgen sah man zahlrei­che, nicht unbedeutende Eisschollen flußab trei­ben. Ein Glück ist es zu nennen, daß die Ar­beiten am linksseitigen Pfeiler der neuen Brücke bis auf das entfernen der Spund­wände gediehen sind. Der Pfahlrost ist gerade noch zur rechten Zett aus de« Fluten genom­men worden. Das Holz, das mehr als hun­dert Jahre unter dem Wasserspiegel gelegen hat, zeigt ein tiefschwarze Farbe und ist eifett» eft. Es wurde nach Holzminden geschafft, wo matt es zu Luxusmöbeln verarbeiten wird. Die Dampffchiffahrt war gestern noch nicht ge- ährdet, jedoch ist jeden Augenblick mit der Notwendigkeit der Betriebsettrstellung zu

Abdul Hamid im Sanatorium?

Konstantinopel, 30. Dezbr. (Privat- telearamm.) Nach einem hier verbreiteter Gerücht bemühen sich einflußreiche Gesandte, von der türkischen Regierung für den schwer

Barcelona, 30. Dezember. (Spezial- telegramm.) Der AuSstaud der Ha- enarb eiter nimmt zu. Gegenwärtig kreiken gegen 2000 Mann. Sämtliche Betrieb, liegen still. ES steht fest, daß dieser Tage be# Generalstreik proklamiert werden wird.

Untern, Weihnachtsbaum verbrannt.

Halle a. 30. Dezember. (Spezial- telegramm.) Beim Anzünden des Weih- nachtSbaMies gerieten gestern abend die Klei­der der zehnjährigen Agnes Goldschmidt in Braud. MS die Etter« «ach Hause kamen, sanden sie den WeinachtSbanm brennend vor. Unter ihm lag tot das unglückliche Kind, .E- war bereits vollständig verkohlt,

DaS Schneeunwetter.

Köln, 30. Dezember. (Spezial-Tele- gramm.) Die durch das vorgestrige Schnee­unwetter hervorgerufenen Verkehrsstö- rungett machen sich fortgesetzt in empfind­licher Weise bemerkbar, «ns de« Bahnstrecken arbeiteten bis gestern abend noch zahlreiche Sol- baten, um die Berkehrstörungen zu befeitigen. In den GebirgSorteu liegt der Schn« über einett Meter hoch, sodaß zahlreiche Ort­schaften völlig vom Vcrkhr abgeschnitten find,

Großmutter und Enkelin verbrannt.

Liegnitz, 30. Dezember. (Spezial- telegramm.) Hier verbrannte bei einem Stubenbrand die verwitwete Mühleubesttzeri» Stelzer und ihre drei Monate alte En­kelin.

Die beraubte« Heiligenbilder.

Kattowitz, 80. Dezember. (6beit51- telegramm.) In Schidlow wurde ein sehr wertvoller Schmuck von einem Heiligen­bild geraubt. Kurz darauf wurde baS Mutter- gotteS-Bild in Cytowian geplündert. Bo« den Tätern fehlt jede Spur.

Die Tragödie beS Pastors.

Sport uni) Spiel.

Sos Drama do» Fffy«

Der Todessturz des Antoinette-Piloten Laffont und seines Passagiers Polla aus dem Flugplatz von Jssy bei Paris (über den wir bereits gestern in einem Privat-Telegramm be­richteten) scheint nach den jetzt vorliegenden ausführlichen Schilderungen des Unfalles aus- chließffch auf höhere Gewalt, das heißt sie Unbill der Witternng, zurückzu- uhren sein.

Laffont und' Polla, die '(wie gemeldet) sich um den 100 000 Franc-Preis des Fran­zösischen Automobll-Klubs mit einem Fluge PoriS-Brüffel-Paris bewerben wollten, waren, als der Unfall passierte, noch auf dem Flugplatz von Jssy les Monlineaur und ab­solvierten dort einige Proberunden, um den Motor auszuprobieren, der vorher nicht tadeflos funktioniert hatte. Plötzlich sahen die zahlreichen Freunde, die den

den Jbsenverehrern nicht mehr lange ein Wallfahrtsort und eine Stätte pietätvoller Er­innerung fein, es sei denn, daß die Bewunde­rer des großen Norwegers sich zusammentun, um das Jbsenhaus in Grimstad zu erhalten. Der heutige Besitzer hat wenig Sinn für lite­rarische Erinnerungen und beschlossen, das kleine Haus abreißen zu lassen. Um dies Schicksal abzuwenden, erhebt nun Georg Brandes in der .Politiken" seine Stim­me zu einem flammenden Aufruf, in dem er dem Storthing nahelegt, die nötigen Mittel zu votieren, um das Apothekerhaus von Gcim- ftab als nationales Denkmal zu erhalten.

sA Der „dicke Kopf" siegreich! Man schreibt uns: Seit altersher sah man in einem großen Schädel gewissermaßen ein Symbol für die Intelligenz des Trägers. Nur allzu um­fangreiche Schädel schloß man als „Wasser­köpfe" von diesem Lobe aus. Später stellte sich heraus, daß man nicht ohne weiteres von dem Kopfumfang auf die Quantität ober gar Qua­lität des Gehirns schließen dürfte. Neuerdings hat nun Professor Bayerthal das alte Problem wieder aufgenommen und bei Schul­kindern nach einem Zusammenhang zwischen beiden Größen gesucht. Dabei ist er zur

___________________________ _____ i kranken Exsnltan Abdul Hamid die Er- hatten, daß der Apparat schwer gegen den laubnis zn erwirken, baß er in ein b ents ch es Sanatorium überfuhrt werbe. Alle cr-

A Bon Cassel nach Deutsch-Sübwest. Der bei der Königlichen Güter-Abfertigung in Cas- fel-Unterstadt bcfdjäftigte Eisenbahn-Prakti­kant Stäpp er ist vom Kaiserlichen KoIo­nia kamt in Berlin für den Kolonialdienst einberufen worden und wird voraussichtlich schon Mitte Januar n. Js. seine Reise nach Südwest-Afrika antreten.

A „Unter blühenden Rosen." So wird diesmal der Sinnfpruch lauten, unter dem die Mitglieder des Königlichen Theaters am 14. Januar einen Gesellschaftsabend geben werden. Die Veranstaltung findet zu Gunsten der Pensionskasse der Theatermttgtte- ber in sämtlichen Räumen des Zentralhotels statt. Die Ausführung bes Konzettsprogramms haben Solokräste der Oper und des Schauspiels übernommen und die künstlerische Leitung liegt in den Händen des Oberregisseurs Hertzer.

A Cassels Fernsprechverbindung mit Ost­preußen. Das Kaiserl. Telegraphenamt teilt uns zum Zwecke der Veröffentlichung mit: Cassel ist zum Spreckverkehr mit Allenstein, Osterode (Ostpr.) und Arnau (Kr. Osterode, Ostpr.) über • Berlin für die verkehrsschwache Zett zugelassen. Die Gebühr für ein einfaches Gespräch beträgt je Mk. 1,50.

A Fährnisse im Walde.. Beim Holzlräns- pott tm städtischen Forst fiel der Wald­arbeiter Sch. über gefällte Baumstämme, die im Wege lagen. Der Sturz erfolgte so un­glücklich, daß der Mann mehrere Rippen brach. Sch. fand Ausnahme im Landkranken- haus.

A Auf der Rodelbahn verunglückt. Gestern abend stürzte auf der Rodelbahn im Druseltal ein Herr Meyer aus Cassel so schwer, daß er einen komplizierten Unterschen­kelbruch erlitt. Ein zufällig bort zur Kur toeilenber Arzt aus Hamburg leistete dem Ver­wundeten die erste Hilfe und ließ ihn durch die freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz nach dem Roten Kreuz-Krankenhaus über­führen.

gedacht, ist der Winterlust em Ende gemacht! Seit heute mittag regnet es wieder. Radika­ler, als es irgend eine behördliche Verfügung vermochte hätte, ist so bett Klagen über die »Glttter"-Bahnen der Kinder die Ursache ge­nommen: Alles ist ,z« Wasser" geworden . ..

A Die Bevölkerungsbewegung in Cassel. Nach Mitteilungen des städt. Statistischen Am­tes gestaltete sich die Bevölkerungs- b e to e g u n g in ber Stadt Cassel während der 52 Jahreswoche (vom Sonntag, den 18. De­zember bis Sonnabend, den 24. Dezember) tote olgt: Lebendgeborene der vorhergehenden Woche: 63 (gegen 67 bet gleichen Woche des Vorjahres). Totgeborene in der gleichen Zett: 3; Gestorbene (ausschließlich Totgeborene): 48 (41): Darunter iKnder im 1. Lebensjahre: 10 (4) Verhältniszahl der Gestorbenen (ausschließ­lich Totgeborene), auf das Jahr und 1000 Ein­wohner berechnet: 16,4 (13,5). Als Todesur­sache wurden genannt: Diphteric u. Croup 5, Keuchhusten 2, Tuberkulose 4, Akute Erkrankun­gen der Atmungsorgane 11, Magen- und Darm­katarrh, Brechdurchfall 2 Kinder im 1. Lebens­jahre: gewaltsamer Tod 5; alle übrigen Todes­ursachen 19.

forderlichen Garantien sollen geboten werden, daß Abdul Hamid in keiner Weise politisch sich betätigt.

AuS Operettenland. '

Mexiko, 30. Dezember. (Spezialtele» gram m.) Regierungstruppen hat- icn mit Revolutionären ein schweres Zusammentreffen. Man sagt, die Sache der Insurgenten habe einen tödliche« Schlag et- litten, da ihnen die Regierungstruppe« etee

__________Eommdend, Sf. Dezember 1910.

Erde, wo er vollständig jertrüm- merte. Laffont war im Bogen hcraus- geschleudert worden und starb sofort in­folge Schädelbruchs, fein Passagier Polla war auf dem Sitze eingeklemmt worden und hatte fehr schwere Verletzungen erlitten, die wenige Minuten später bett Tob herbeifiihr- ten. Nach biefer Schilderung hat also keine Unvorsichttgkeii des Piloten die Katastrophe herbeigefiihrt, und anscheinend auch kein Ver­sagen des Motors, sondern der Flugapparat selbst hat der Gewalt des Windes nicht standhalten können, und die Flügel sind unter dem starken Luftdruck zerrissen und zusammengebrochen.

Die Zahl der Opfer, die die Aviattk im Jahre 1910 gefordert, hat, ist damit auf dreißig gestiegen. Davon enffallen allein auf bett Dezember sechs Opfer, cs sind dies außer den beiden jetzt Verunglückten die italienischen Offiziere Castelani und Gamma* rota, die am 3. Dezember in der Nähe von Rom verunglückten, dann der Italiener Piccolo, der in Brasilien den Tod fand, und der Engländer Cecil Grace, der nach feinem Kanalflug in bet Nordsee ertrank.