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Casseler Neueste Nachrichten

Sounaveud, sl. Dezember ISIst.

Sie Politik des Tages

•3» der Presse ist der Annah liehen worden, die Nachricht

er«

le über Magen-

Haidacher ist, der vor einiger Zeit in Frank­

em Dampfleffel in der Fabrik der Morcwodd

Kleirres Feeilletou.

Ser Retohorker «rach.

(Privat-Telegram mj

Depesche« aus Konstantinopel zu­folge hat der Ministerrat die Entsendung dreier Kanonenboote an die Küste des Schwarzen Meeres beschlossen, um ein Uebergreifen der in Saturn ausgebrochenen Unruhen auf türkisches Staatsgebiet zu verhindern.

Ein Clown tritt auf. Er bringt sei» altes Repertoire. Noch vor kurzer Zeit war er eine der Hauptattraktionen eines wandernden Zir- kus.^Das Publikum wälzt sich vor Lachen und klatscht den Clown immer wieder heraus, und wie wenn er diese zahlreichen Hervorrufe er­wartet hätte, kommt er jedesmal mit einem andern Hut heraus und verneigt sich stumm mst todernster Miene.

Nun folgt eine Liedersängerin mit einer prächtigen Altstimme. Sie war in ihren gesunden Tagen eine der ersten Kräfte einer größeren Hofbüüne. Ihr Repertoire besteht aus zwei sehr sentimentalen Liedern, welche die Zuschauer zu Tränen rühren.

Den Schluß der Vorstellung bildet ein Marionettentheater. Ein Kranker, der schon jahrelanger Patient der Anstalt ist, hat die sämtlichen Puppen des Marionettenfpiels während seiner Krankheit geschnitzt und mH Ziemlich komplizierten mechanischen Vorrich­tungen versehen, die man sonst bei Marionetten nicht findet Die Puppen selbst sind kunstvoll geschnitzte Holzfiguren, und ein ganzes Heer von Figuren passiert die Bühne.

Ta begegnen wir den alten Bekannten: Dem Kasperle, dem Teusel und seiner Groß­mutter, dem Krokodil, das wütend nach dem Kasperl schnappt, der ihm darauf mit einer riesigen Keule den Garaus macht. Da läßt erner die Phantasie des Pupvenschnitzers, der ein Puppensviel selbst geschrieben hat, aller- hand klapperdürre Gespenster auftreten mit blaßgrünen Gefickter« und roten, leucktenden Augen. Wilde Tiere laufen über die Bühne; Riesenvögel flattern durch die Luft. Und die Butze zucken und der Donner kracht, bis , Kasperl mit der Keule wieder auftritt und alle ■ Gespenster und sämtliches Getter zum Teufel : lagt, den er kurz zuvor endgültig abgetan hat. ■

Em Schlußgalopp beendet die Aufführung. Nachdem sämtliche Mitwirkende noch einmal vor der Rampe erschienen, wohin sie der dröhnende Beifall des beaeiktetten Publikums

Wie uns aus New York berichtet wird, hat die Groß-Jury gestern gegen Joseph Robin, den Hauptakttonär der Northern- bank, durch dessen Finanzoperattonen angeb­lich die Schließung dieser Bank herbeigeführt

gerufen, werden die Stühle zur Seite gerückt, um Platz für das Tanzvergnügen zu schaffen.

Da ich mich speziell für die Marionetten­buhne rnteressierte, ließ ich sie mit von ihrem Erbauer nach der Vorstellung zeigen, und war noch mehr erstaunt über die fein durchdachte Anlage und die technische Einrichtung, als ick sie mir in der Nähe anschauen konnte. An der Figur von Teufels Großmutter, die mit ganz besonderer Sorgfalt ausgeführt war, hatte der Kranke ein Vierteljahr gearbeitet. Ihr Gesicht wres auch tausend Rillen und Falten auf, Pickel und Wärzchen, die in der Entfernung gar nicht zur Geltung gekommen waren.

So war auch auf die übrigen Puppen eine ungeheure Sorgfalt verwendet, die sich bei einem andern Puppentheater schwerlich lohnen dürfte. Der Kranke zeigte mit noch einen ganzen Stoß Dekorationen, die er für ein zweites Puppenspiel gemalt hatte, an dessen Tert er zurzeit noch schrieb, und das bei de, nächsten Festlichkeit seine Uraufführung erleben sollte.

»Da müssen Sie unbedingt wiederkommeu Herr Doktor. Da werd' ich was Feines Bungen,1 sagte der Marionettenspieler schmnn, zelnd, als ich ihm zum Abschied die Hau» reichte.

Als ich in den Festsaal zurückkehrte, drehten sich bet den Klangen eines Walzers Acrzto Wärter, Wärterinnen und Kranke lusttg inr Tanz. — — — — — — — — —

- Die Cholera in Paris? Aus Paris uns telegraphiert: In der Nähe des Bastilleplatzes sind eine Concierge, ihr ZOsäbri-

Aber die ganze Unterhaltung bewegt sich im Flüsterton, bis ein schmetternder Trompeten- ftoß das Gespräch verstummen läßt.

scheinlich eine ganze Reihe von Prozessen M Gefolge haben.

Politische ShrouÜ.

In Potsdam ist gestern (wie uns ein Telegramm meldet) der frühere komman­dierende General des ersten Armeekorps, Ewald von K l e i ft, im 87. Lebensjahr an ben Folgen eines Schlaganfalles gestorben.

Theater im Irrenhaus.

Ein Stimmungsbild, von Dr. med. Carmers. „ „Vor nicht allzulanger Zeit pflegte man Geisteskranke noch in Rarrentürme und soge­nannte Unsinnigenanstalten einznfperren. Die Unterkunstsräume waren ftnstere, enge Löcher, bie von Ungeziefer wimmelten. Darinnen saßen bie armen Kranken hinter festen Eisen­gittern, würben von brutalen Wärtern gequält, vielfach von Aerzten behanbelt, bie glaubten, daß Geisteskrankheit eine von Gott verhängte ©träfe für begangene Sünden fei, und infolge­dessen die Kranken mit allen erdenklichen Marterinstrumenten, in deren Erfindung sie eine bewunderungswürdige Virtuosität ver­rieten, quälten, und es ruhig geschehen ließen, daß Besucher allerhand rohe Scherze mit den Kranken trieben, und die Irrenanstalt als ein besseres Vergnügungsetablissement betrachteten.

Durch die großen Umwälzungen, die sich im vorigen Jahrhundert auf sozialem Gebiet vollzogen, hat auch die Fürsorge für Geistes­kranke eine gründliche Reformation erfahren. Unfere nwdernen Anstalten sind gleich den andern Krankenhäusern nach den neuesten hygienischen Anforderungen gebaut. Da fin­den wir Helle, große Krankensäle und bilder­geschmückte Tagräume für Kranke, die außer Bett sein können. Dort dürfen sie sich mit Spielen, Lesen und Musizieren besckästigen. Man versucht eben, so gut wie möglich, den Kranken die eigene Häuslichkeit zu ersetzen. Wie mancher arme Mensch, den man früher auf der Landstraße hätte zugrunde gehen lassen, Bat in solch einer Anstalt ein dauerndes be­hagliches Heim gefunden, ganz abgesehen von jenen, die dank der fürsorglichen Pflege ihre Gesundheit wiedererlangten.

In keiner modernen Irrenanstalt fehlt ein großer Festsaal, der die Kranken an bestimmten Tagen zu fröhlichem Zusammensein vereinigt. Ich habe manchen solcker Feftlickkeiten beige­wohnt, von beten eine mir ganz besonders in der Erinnerung blieb:

Sieben Uhr schlägt's vom Turm der An- staltskirche. Das Abendessen ist vorüber. Die :

iS3 Wasitsch, der Spion. In der gestrigen Sitzung der österreichischen Delega­tion kam die Affäre des Spions Wa­sitsch zur Sprache, der behauptet hatte, zu dem österreichffchen Gesandten in Belgrad, Gra­fen Forgach, in engsten Beziehungen gestanden zu haben. Minister Graf Aehrenthal stellte demgegenüber auf das Bestimmteste fest, daß Graf Forgach nie mit Wasitsch in Ver- kehr gestanden habe. Weiter stehe aller- dings fest, daß subalterne Beamte der Gesandffchast verttauliche MitteUungeu von Wasiffch, der sich an sie herangedrängt habe,

~ Raubmord auf offener Straße. Mel- düngen aus Luzern zufolge wurde gestern übend im Stadttell Obergrund ein 34jährigei Kohlenfuhrmann des städttschen Konsum' Vereins namens Egli, Vater von fünf Kin­dern, der verschiedene Forderungen etnkassiert hatte, auf der Straße ermordet und b^-°ubt. Von dem Täter hat mau noch

Die Beisetzung desGrafenBallestrem worden ist Ankläa eU I ,'1 Sestern in feierlicher Weise in der kaiholi-

von Geldern deV 7 1 518 scheu Kirche in Ruda in Oberschlesien voll-

. Northernbank in Hohe von zogen worden. Als Vertreter des Kaisers

Die Summe von erschien der Herzog zu Trachenberg, Fürst zu

80 000 Dollars ist indessen nur ein kleiner Teil I Hatzfeld.

^^ägensschädigung, die die Bank und Wie uns aus Wetzlar berichtet wird, ihre Klienten durch Robin erlitten buben. I entspricht der Nachricht, daß der Regierungs- Insgesamt wird der Verlust auf etwa Präsident von Meister in Wiesbaden auch eine MillionDollars beziffert, und es im Wahlkreise Wetzlar-Altenkirchen vom Bund ist zur Deckung dieses Verlustes so gut wie Landwirte als Reichstagskandidat ausae-

nichts vorhanden. Der Krach wird toabr» "icht den Tatsachen, Gemeinsamer

-■------------ - 9 I Kandidat der Konservativen und Bündler ist

hier v o n E i ch e l.

., ., —- ------ . —ensgesährlich,

die vier anderen glücklicherweise nur leicht verletzt. Sämtliche Türen und Fenster der Werkstätte wurden zertrümmert.

Nr. 23. — L Jahrgang.

beim Indessen sind die finanziellen Katastro- Phen nicht auf Deutschland beschränkt geblie­ben: Neben der Insolvenz der Wiener Börsen- slrma Goldberger & Pollak ist vor allem der Zusammenbruch der Cha ring Croß Bank in London zu nennen, bereu Schade" nicht genüget ist, als bei dem bei der Niederdeutschen Bank. Auch Newyork hatte in den letzten Tagen erst feine Jahresvleite durch den Zusammenbnlch der Northern-Bank deren Manager Robin angesichts des un-' vermeidlichen Ruins des Unternehmens ^bunigst ins Sanatorium flüchtete. Rechnet rna« die Finanzkatastrophen des letzten Iah- zusammen, bann ergtBt sich eine Summe von rund hundert Millionen Mark, die dem Leichtsinn, der Spekulattonsfucht und frecher Unredlichkeit zum Dpfer fielen. Die wirtschaftliche Gesundung, deren Zeichen überall merkbar werden, ersor- dett eben Buße für begangene Sünden, und es ist nur bedauerlich, daß biefe Buße von Denen getragen werben muß, bie im Vertrauen großer waren als ,, . im Erkennen!

Dr. H. Z.

... -----. -'♦'IV* nuu/ ULUUtll LDaen

Einige der Mädchen sind fpäter spurlos verschwunden, und man mmmt an, daß sie von Polssy durch V^r" brechen aus dem Wege gebäumt worden ? angebliche Baron hat auch in Frank- Ä^nrr.»I<tttn§^ u»d Brasilien Schwind- ler-Gastrolleu gegeben und wird nun sein kroßes Sündenregister begleichen müssen, -er-

bie erste Nachricht darüber durch das am 26 »Umber hier eingetragene Telegramm des stellvertretenden Gouverneurs aus Jan nach Berlin gelangte. Am gleichen Tage wurden die Angehörigen der Ermordeten durch behördliche Vermittlung benachrichtigt, am folgenden Sl^e «Ade ,der Inhalt des Telegramms veröffent­licht. Ein aus Rabaul über Sydney abgesand- tes Telegramm über die gleichen Vorgänge traf erst am 27. Dezember in Berlin ein.“ Das halbamtliche Blatt weist dann auf die schlech. ten Verkehrsverbindungen auf Po- nape hin, bie bas frühere Eintreffen von Nach­richten unmöglich gewacht hätten. Jedenfalls bedarf u. E. die Verspätung ttotz dieser Erflä- rungsversuche noch der Untersuchung.

Welten Tore der einzelnen Pavillons öffnen sich, um die Kranken herauszulassen, die sich in ihrer Anstaltstracht, von Wärtern und Wärte­rinnen begleitet, in geordnetem Zuge nach dem Hauptgebäude begeben. Schweigend liegt ringsum der weite Anstaltsgarten; und diese Stille wird nur durch die schlürfenden Schritte der Kranken unterbrochen, die lautlos dahin- schreiten, wie Kinder, die bie freudige Erregung verstummen ließ.

Der große Saal ist fesflich erleuchtet, und die Kranken nehmen vor der Bühne Platz. Kaum wagen sie die Stühle zu rücken, wenn sie sich niederfetzen. Da naht der Direttor und die Aerzte mit ihren Angehörigen und nehmen auf den ihnen reservierten Stühlen Platz

Ein verdecktes Orchester, dessen Dirigent ebenso wie die Musiker sämflich Kranke sind, spielt eine Ouvertüre einer Neidischen Oper. Die Sicherheit, mit der bie unsichtbaren Musi­kanten spielen, ist auffallend. Der Dirigent hat früher in gesunden Tagen vor einem auserlese­nen Publikum ben Taktstock geschwungen, unb einige feiner Orchestermitglieber sind Berufs- musiker, bie übrigen sehr brauchbare Dilet­tanten.

Die letzten Töne der Ouvertüre sind ver- ttungen. Die Zuhörer, die mit angehaltenem Atem ben Tönen lauschten, drecken nun in stürmischen Beifall aus.

Der Dirigent muß mit seiner Künstlerschar erscheinen. Er ist hochaufgeschossen, hager; dunfle Locken umrahmen ein bleiches, ernstes Gesicht, über das ein flüchtiges glückseliges Lächeln huscht, als er sich vor uns artig verbeugt.

Es gibt kaum ein dankbareres Publikum als Geisteskranke. So kargen sie denn auch nicht nach dem folgenden Singspiel mit reichem Beifall, obgleich einer der Hauptakteure immer recken bleibt, was die übrigen Darsteller der­art zum Lachen reizt, daß sie dem Publikum bisweilen den Rücken zukehren müHcn. um ihr Lachen zu verbergen. Ein großer Teil der J Zuschauer ist sicherlich der Meinung r>gß dies alles zum Stück gehöre, und spricht sich denn 1 auch i» der Pause recht anerkennend über die i künstlerischen Leistungen der Darsteller aus. i

— Das überfallene Postamt. Aus R o m wird telegraphiert: Bewaffnete Band? t e n drangen in das Postamt von G o n n o s - und plünderten alles aus. Zwilchen den Räubern und den her» Betgeetlten Karabimeris entwickelte sich ein Feuergefecht. Ein Bandit wurde erschossen die anderen entkamen.

~~ Die grollende Erde. Letzten Nachrichten ans Athen zufolge halten die Erdstöße in ganz E l i s an. Man hat bisher 1 50 nicht starke Stöße gezählt. Der Materialschaden ist beträchtlich. Von Verletzungen aber ist bisher nichts bekannt. -Die Ueberschwemmungen in­folge des Regens verschlimmern die Situation.

äs Das neueste Schiffsunglück. Einem I» c 91S?m m aus Christiania zufolge strandete der englische Dampfer .Bo- L“ "1 f aus Hüll gestern bei heftigem Schnee- ar^"n Lofoten. Vier Mann, darunter der Kapstan, der Bootsmaat und der erste Ma­schinist, wurden über Bord gespült unb tranken, während der Steuermann am

Uon den Wellen erschlagen wurde. SchMr aus Vaero begaben sich sofort ans Ret- Augswerk und es gelang ihnen, mit eigener Lebensgefahr die sieben Mann vom Wrack zu retten, das nach wenigen Minuten faul.

vor? (Privat-

ää?«"vT®* i WÄ’Ä»? SSM Meinung, daß das Ministerium nicht immer wiesen "werden konni- nachge-

nach Wunsch bedient wird, um die gegen das lassen Auchde Sitt'r wieder ent-

bestehende Regime gerichteten geheimen Pläne lin ^k^Sittttchke11sbeHorden^

einer Gegner im monarchischen, wie im re- mblikanifchen Lager zu vereiteln.

! . Auf der Bank beraubt. Aus Berlin wird gemeldet: Ein Lehrling der American Expreß-Company weckselte auf der Reichsbank amro<ntifd)eS Geld gegen deutsches um Er erhielt 5000 Mark in Banknoten. Ms er die Summe ciustecken wollte, wurde sie ihm von einem jungen Menschen, der sich unauffällig ^urgenahett hatte, en triff en. Der Dieb werden.tcnnte nod> nicht ermittelt

Ä Das Drama des Witwers. Aus K ö 1^ "*a gemeldet: Gestern abend suchte ein Vater von drei Kindern . -------c Kellnerin in einem

Weinrestaurant auf und feuerte auf sie, als fre yunc um vsnoe August in einem 'Trnntfn, I M A- r Liebeserklärung zurückwies, vier

rn: Der Kelch des Todes ... Wie aus P e t eis b u r g depeschiert wird, sind im Kreise Peterhof nach dem A b e n d m a h l in einer lutherischen Dorfkirche 32 Personen erkrankt und drei davon gestorben. Wie sich heraus- stellte hatte der Kirchenälleste aus Versehe« statt Wein eine Mischung von Schwefelsäure und chromsaurem Kali in ben Kelch gegossen.

ÄS Blattern unb Pest in der Mongolei. Wie aus Petersburg telegraphiert wirb, sollen am unteren Lauf des Amur die Blat- t e r« furchtbare Verwüstungen unter den Ein­geborenen anrichten. Auch die Pest breitet sich in der Mongolei weiter ans.

„ Das Grimstader Ibsenhaus in Gefahr. Uns wird geschrieben: Den wenigen Reisen- den, die bei ihren Fahrten nach dem kleinen norwegischen Städtchen Grimstad verschla­gen werden, der berühmt gewordenen Gc- meinde, in der Ibsen als Jüngling seine Apo- thekermhre verbrachte, pflegt man noch heute mit stolz das bescheidene einstöckige Häus- cken zu zeigen, in dem sich einst die Apotheke und Drogerie befand, hinter deren Ladentisck der kommende Dichter die Kundsckast bediente Aber das historisch gewordene Bauwerk totrfr

„,Die giftigen Magentropfen. Ein Tele- aus Danzig meldet uns: Die , wws bezw. acht Jahre alten Söhne des Päch- Nach einer Meldung aus New-Orleans ist „ »mer,w Ohra starben unter Vergif- Äv ‘ ‘ i- nach dem Genuß

n.^"M.a gen tropfe«, die ihre Mutter

rrr Das Räffel von Houndsdttch. Nach einer Londoner Depescke erschienen gestern vor dem Polizeigericht in der Guildhall 3 Män- «er und 2 Frauen, angeblich alles Russen, die beschuldigt werden, zu dem Morde an den Po- Hälften in Houndsdttch in Beziehung zu stehen. Der Untersuchungsrichter ertlärte, daß et sein gesamtes Belastungsmaterial erst vorbringe« werde, wenn die Polizeibehörden ausreichend ,u- Der Tod der Siebenschläferin. Aus ®eI^en^ett gehabt hätten, noch einmal Nach- —, — ueuie nwi " nchen wird uns mitgeteilt: Eine 21jäh-1 wrschungen anzustellen. Der Sitzung wohnt«

heraus, daß der Verhaftete der aus der Sttafl Bauerntochter aus Salzburg fchläferte sich der russische Konsul bei.

anstatt Bülach bei Zürich entwichene Ludwig "eb^n^Taae und ft^°A • - ®ine Dampsteffel-Katastrophe. Nach

L._ .----...------ • - » 'reoen Lage und starb dann, ohne das einem Telegramm aus Bittsfield Brack

' '______X ' Bewußtsein wiedererlangt zu haBen. I ein Damvflessel in der Fabrik her

eutgegengenommen hätten; die Beziehungen zuIkurza -

Wasitsch seien aber abgebrochen worden als -em 9Zamen eines Baron, ______

sich die Wertlosigkeit seiner Jnformattonen ! äußerlich ^den d^nkhar^^^ hatte. Er macht I wird uns gen___________

herausstellte Wasitsch habe dann Geldforde- spricht perfekt französisch spantich^ünd^^enalisck' Witwer Va

un» OB « »amu -bg-«,-,.» B°t d-m ÄS Tri!? S -160 ®

tourte, habe er mit .Enthüllungen' gedroht, Sebttchen -Baron Palsiy' identisch zu sein. Er j er dann auch, entgegen der Wahrest, ge- hatte sich Ende August in einem Franksur macht habe. I' p T —■—• ■ ■

m Barich Washington,Untinnati, ’ Buenos

feftaefient unb e5 ronntc| —i«i» «ne y-oncierge, Ihr 3CiäBri-

Palfs^M ä d ch e'n i n hS ""^liche^ Baron 3er Sohn und dessen Maittesse nach dem Ge- scheu Bor d?lls verepm Ba “,r°°n .unb Ragout unter stellte sich den Mädchen als Abgesandter irgend stord/» ° " h n l i ch e n E r s ch e i n u n g e n ge- eines reichen südamerikaniscken S starben. Die Falle werden von der behörd-

und heiratete auch mebrere von ihnen umI^Gesundhestskommission untersucht, die aus diese Weise seine Opfer nach drüben lotfen i,a6 c§ si4 um eine an»

------- - - 1 steckende Krankheit handelt, fondern den Tod der drei Personen ben berborbenen Nahrunas- Mitteln zuschreibt.

Das Ponape-Drama. Die »Norbbeut- sche Allgemeine Zeitung' gibt offiziös bekamst:

Warden. Demgegenüber wirb festgestellt, daß ---------- L ru- Die Kleinbahn verunglückt. Nach Mel-

to*<*** ham » buttgen aus Elberfelb sinb zwischen Del.

31C11CS bom «HOL beraikcki^ Werden zwei Motorwagen der „Baron Palffy", ein moderner Blaubart? Zahlreiche^Pers",n^tourben versetz"'

(Von unfern Korrespondenten.) bS^e/hfn bie tn§ Krankenhaus gc* Aus München wird uns in Ergänzung Ein füXhniährinrr o

telegraphischer Meldungen geschrieben: Surdh k 51« hat geftern? tok 5 «on Yrt gcmelbe" öle Energie eines Schneiders ist es gelungen, wird, ein löjäbriger Knabe bfr @nfm EN von vielen Behörden wegen schwerer eines Uhrmachers, die 35jahrige 'ledige^Be-1 Verbrechen und Vergehen steckbrieflich verfolg- Iltzerin eines Znckerwarengeschästs am Apostel- ten internationalen Gauner, den "oster in ihrer Wohnung überfallen angeblichen „Baron P a l f f h', endlich der unb ihr mit einem boldiartigen Messer meh- IPolizei auszuliefern. Der Schneiber, ber in Stiche in den Rücken veigebracht, so- Zürich wohnt unb in München seine Ange-1 ^0 die Verletzte schleunigst nach dem Hospital I hörigen besuchen wollte, bemertte auf ber Fracht werden mußte.

Fahrt von Zürich nach München in ber Nähe Die explodierte Granate. Im Artillerie-1 von Buchloe plötzlich, daß. feine Hintere Hosen-1 D r e s d e n explodiette, als ein Ge-1 lasche durchschnitten war unb daß bie Geld-! - ^iullt tourde, dieses auf bisher noch

börse fehlte. "icht festgestellte Weise. Durch ben starken Luft-

Er bezichtigte einen Mitteisenben des dltt m^^r.er zu Boden geschleu-,

Diebstahls unb drang auf Vornahme der'- tourbe Ieb

Leibesvisitation. Der Verdächtige überreichte ihm sodann seinen Geldbeutel und bat, ihn nicht anzuzeigen. Der Schneider veranlaßte aber in München die Festnahme des Die­bes, und aus der Polizeidirektion stellte es sich