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Sonnabend, 84. Dezember tote.

kaffeler Neueste Nachrichten

von W. befindet,!sie beide die inzwischen verheirateteten Schwe-

gcndes

Urteil

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Zwei Jahre und sechs Monate Gefängnis. Caffel, 23. Dezember.

meisten waren Landwirte und Händler, die mit der Firma Rosenkranz in Verbindung standen.

Der Angeklagte hat eingeräumt, daß sein Bruder Adolf, der damals ebenfalls von hier geflüchtet war, aber nicht ausgeliefert worden ist, zwar die Wechsel fast ausnahmslos ausgeschrieben habe, daß er (Angeklagter) fe- doch in allen Fällen die Akzepte allein gefälscht habe, sein Bruder also als Mit» «ter bei der Wechselfälschung nicht in Betracht komme. Die Gebrüder Rosenkranz sind im Jahre 1908 infolge verfehlter Spekulationen und infolge übermäßiger Aufwendungen in

A Der Mörder von der Edertalspcrre. Der wegen des Mordes in der Edertalsperre in Untersuchungshaft genommene italienische Ar­beiter Elmi traf gestern abend mit dem 6,36 Uhr hier fälligen Frankfurter Per- soncnzuge auf dem hiesigen Oberstadlbahnhof als Trausportgefangener ein und wurde nach dem Landgerichtsgefängnis über­führt. Mit dem nämlichen Zuge wurde ein aus der hiesigen Strafanstalt entwichener Häftling, der noch eine mehrjährige Frei- heitsstrase zu verbüßen hat, und in der Nähe von Weilburg ergriffen wurde, nach Caffel zu­rückbefördert. Der Mörder Elmi wird bis zu seiner Aburteilung vorm nächsten Schwurge­richt im hiesigen Landgerichtsgefängnis verblei­ben. Er ist ein schmächtiger blasser Mensch von etwa 25 Jahren, der einen mehr verschüch­terten als herausfordernden Eindruck macht, und dem man, nach seinem Aussehen zu urtei­len, einen Mord nicht zutrauen würde.

dann, um den Zusammenbruch zu verhindern, zu dem verkehrten Mittel der Wechselfälschung gegriffen. Es handelt sich insgefamt um 28 Wechselfälfchuugen, dre in der Beweis- aufnahme einzeln durchgenommen werden.

Eine weitere Anzahl Wechsel ist ebenfalls

Der vielerörterte Strafprozeß gegen den Kaufmann und Pferdehändler Siegfried Rosenkranz von hier, der wegen um­fangreicher Wechsel-Fälschungen unter Anklage gestellt ist, gelangte in der heute vormittag stattgehabten Sitzung der hiesigen Strafkammer zur Verhandlung und Ab-

>aben.

A Von der Transmission erfaßt. Ein urchtbares Unglück hat sich heute vor- mittag zwischen 11 und 12 Uhr in. der Eise n- möbel-Fabrik von Schmidt und Keerl ereignet. Dort wollte ein Schlosser­lehrling den Riemen auf die Transmisiion legen, wobei er von diese» erfaßt und einige Male herumgeschleudert wurde. Da der Raum nicht sehr hoch ist, wurde der Kör­per gegen die Decke geschleudert. D. Unglück­liche wurde schwer an Kopf und Bei­nen verletzt. Er scheint auch innere Verletzungen davongettagen zu haben. Die Santtätskolonne vom roten Kreuz schaffte ihn in das Diakonissenhaus in Wehlheiden.

Tier in den Rachen, um seine Wut auf sich abzulenken ... , ,, .,

Was folgte, ist kaum zu beschreiben. Einigen beherzten Zuschauern, die hinzustürz- ten, gelang es, die anderen Löwen, die der Blutgeruch wild machte, hinauszutreiben. Aber auf dem Boden des Zentralkäfigs walzte sich ein Knäuel von halb zermalmten Leibern, wohl eine Minute lang . . . eine Minute, gleich einer Ewigkett!

Endlich fielen, irgend woher, sechs Revol- berschüfle: Diana stürzte zusammen . . . man riß das Knäuel auseinander —--

Horace war verhältnismäßig gut davon- gekommen, wenn er auch aus mehreren Wun­de» stark blutete. Linas Körper aber bildete eine formlose Mafle, in der das Leben schon beinahe erloschen war. Dennoch versuchte sie noch schwach zu lächeln, als Horace sich über sie beugte; ihre Listen zuckten noch: „Ich habe dich lieb gehabt'/

Da gellte aus einer Ecke her eine dünne, schrille Stimme: .Herr Villars! Habe ich meine zwanzig Frank gewonnen, . ,*

Die heutige Nummer der „Casseler Neueste Nachrichten" Umfaßt

— 10 Seiten. =.

ich das Posamentiergeschäft von W. befindet, cm Laden Feuer aus. Dem Ladeninhaber war es gelungen, bis zum Eintreffen der Feuerwehr die erste Gefahr zu beseitigen und mit Hilfe der Wehr gelang es denn bald, den

Letzte Telegramme.

(Nach Schluß der Redaktion eingegangen^

Brandon, der Sohu einer Deutschen. ,

Leipzig, 23. Dezember. (S p e z i a l t e l e - gramm. Wie verlautet, ist der gesterni m Leipzig wegen Spionage verurteilte englische Offizier Brandon der Sohn einer Deut scheu, die mtt ihrem Mädchenname« Lio« hieß und einer alten, angesehenen Frawkfurter Familie entstammt. Brandons Mutter, die lange Jahre hindurch in Fulda gewohnt hat, heiratete eiueu englische« Rechtsanwalt, der in­zwischen verstorben ist. Einer der Söhne des Rechtsanwalts ergriff die Wzttrskatt^e. Dieser ist nun der verurteilte Spion Brandon.

Die neueste Explosions-Katastrophe.

München, 23. Dez. (Spezialtele­gramm.) Ein Extrablatt des Kuriers meldet über eine schwere ExplosiouS- awstrophe in Kelheim bei Regensburg: Heute «acht 12 Uhr erfolgte im Keff-lhauS der hiesige« Cell«loid-Fabrik auf dem rech wn Donau-Ufer eine schwere Explosion, deren Entstehungsursache noch. nicht ist. Zwei Arbeiter wurden «etötet, eine große Anzahl schwer verletzt. Zwei weitere Arbeiter erlag«, ihren Wunden im Krankenhaus.

Die deutsch-euglifche Annäherung.

Bonbon, 23. Dezember. (SPezialteie- gramm.) Aussehen erregt ein Artikel der "Daily News", in dem eine « end er«««

?.? sto* swgga&Sfe et*

gar nicht daran, zu intervenieren.

DaS Berdi-Theater in Flammen.

Paris, 23. Dezbr. (Spezial-Tele» gramm.) „Eclair meldet aus Mailand. Gestern abend brach im Rerd i-Th enter, einem der größten Schauspielhäuser fallens, Keuer aus, das in kurzer Zett den Bau tn Asche legte. Menschen sind bei der Kata- firophc nicht umgekommen.

Die Spielhölle der „Ehrenbürgerin".

Petersburg. 23. Dezember. (Spezial­te! eara mm) Hier hat die Polizei neu«. dingS wieder eine Svielhöl * e mffüehobm, «nb -war in der Wohnung der erblichen Ehrew Urnerin Chowanowa, wo enorm doch gespielt worden ist. 50 Personen, darunter öiele elegante Herren und Damen, wurden verhaftet.

tels Sprengungen losgelöst werden. Die Sprengschüsie üben eine ziemlich starke Wir- kung aus, so daß die Steintrümmer teilweise bis an die alten Eisbrecher fliegen nnd die Fensterscheiben der benachbarten Häuser er­schüttert werden. Ter Pumpenbetrteb und die AdbruchSarbetteu werden In letzter Zeit bis spät i« die Rächt hinein durchgefühtt, womit all«chings erhebliche Störungen der Nachtruhe verbunden sind, die sich indeffen im Interesse der schnellen Erledigung der Arbeiten nicht vermeiden lassen. —

Ä Wem, die Bremse versagt . . . Gestern nachmittag ereignete sich in der Eisenbahn- hanptwerkstätte ein nicht unerheblicher Unfall. ES sollte ein Kran ausprobiert wer­den, zu welchem Zwecke er mit dem Unter­gestell eines Eisenbahnwagens belastet wurde. Hierbei versagte eine Bremse am Kran, und die Last durchschlug dem Schlaffer Ferchland das linke Bein über dem Fuß­knöchel. Die Sanitätskolonne brachte den bedauernswerten Verletzten nach seiner in Harleshausen gelegenen Wohnung.

Brand zu löschen.

A „Kupferliebhaber". Gemeint ist nicht die harmlose Spezies der Liebhaber vom Bildniffe, die in Kupfer gestochen sind, son­dern diejenige der Kupferdiebe. Einem hiesigen Ingenieur R. sind von ungetreuen Angestellten drei Zentner des wettvollen Me­talls nach und nach gestohlen und an Althänd­ler verkauft worden. Die Diebe sind jetzt ver­haftet worden. Es sind zwei Familienväter. Ihr Vorleben war bis jetzt einwandfrei und ihr Prinzipal hätte sich von ihnen einer sol­chen Untreue nicht versehen. Beide besanden sich in fester Stellung und bezogen auskömm­lichen Lohn.

A ,„3« der Fahrtrichtung absteigen!" Wie oft ist das Abspringen während der Fahrt von der Straßenbahn schon gerügt worden, und immer wieder hört man von Un­fällen, die dadurch geschehen sind. Heute mittag gegen 12 Uhr sprang ein noch unbekann­ter Landmann ,der zum Gerichts-Termin geladen worden war, vor dem Justiz-Palast von einem Straßenbahnwagen, entgegen­gesetzt der Fahrtrichtung, ab. Er stürzte auf das Pflaster und blieb blutüber- strömt liegen. Passanten schassten den Der- letzten in das Restaurant zum Römischen Kai­ser, wo ihm ärztliche Hilfe zuteil wurde.

A Das Wetter am Sonnabend. Der amt- rt*e Wetterbericht sagt für den morgigen Sonnabendfolgende Mtterung.. voraus: Vorwiegend wolkig, neblig und trübe, meist trocken, Temperatur wenig geändert.

Der Angeklagte wird wegen der be­gangenen Straftaten zu einer Gesamt­strafe von zwei Jahren und sechs Monaten Gefängnis, sowie zu 200 Mark Geldstrafe, evtl, weiteren 20 Tagen Gefängnis verurteilt. Zwei Mo­nate der Unterfuchungshaft werden auf die Strafe als verbüßt angerechnet.

Der Angeklagte nahm das Urteil ruhig entgegen und wurde nach Schluß der Sitzung wieder In das Landgerichtsgefängnis zuruck- geführt. Rosenkranz hat feine Verteidiger aber beauftragt, gegen das Urteil Revision an­zumelden. "r" .

urteilung. Der Zuschauerraum ist gebrar . voll, viele Personen können keinen Zutritt mehr erlangen. Die Verhandlung leitete als Vor­sitzender Landgerichtsdirektor Dr. Wege, dre öfsentliche Anklage vertritt Staatsanwalt­schaftsrat Claaßen, die Verteidigung des Angeklagten führen die Rechtsanwälte Dr. Lewiusohn und Dr. Weber. Zur Ver­handlung sind nur wenig Zeugen ge­laden, da der Angeklagte Rosenkranz ia be­kanntlich ein Geständnis abgelegt hat.

Der Angeklagte, der aus der Unter­suchungshaft vorgeführt wird, sieht etwas blaß, aber sonst recht wohlgenährt aus; er gibt ruhig und gelassen Antwort auf die an ihn gerichteten Fragen des Vorsitzenden, vielfach icdoch so leise und undeutlich, daß man seine Worte kaum versteht. Rosenkranz ist am 16. Mai 1874 in Cassel geboren, bisher unverheiratet und m>ch nicht bestraft. Er ist auf Grund des zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten von Nordamerika bestehenden Auslieferungs- Vertrages vom 16. Juni 1852 am 30. Oktober 1910 von dort nach hier ausgeliesett worden und befindet sich feit dieser Zeit in Unter- snchungshast. Rosenkranz ist jedoch nur wegen der Urkundenfälschungen und nicht wegen der verschiedenen Betrugsfälle ansge- liesert worden. Die letzteren kamen also heute nicht mit in Bettacht.

Die Anklage legt Rosenttanz zur Last, im Jahre 1908 zu Caffel in 28 Fällen Wechsel­fälschung verübt zu haben, und zwar in der Zeit vom 13. Mär, bis 23. Juli 1908. Diese gefälschten Wechsel waren von der Firma Her­mann Rosenttanz auf eine Anzahl Geschäfts I künden hier und in der Provinz ausgestellt, bet

A Die Bevölkerungsbewegung in Caffel. Rach Mitteilungen des städtischen Statisti­schen Amtes gestaltete sich die Bevöl­kerungsbewegung in der Stadt Cassel während der 51. Jahreswoche (vom Sonntag, dem 11. Dezember, bis Sonnabend, den 17. Dezember) wie folgt: Lebendgeborene der vor­hergehenden Woche: 72 (gegen 72 der gleichen Woche des Vorjahres). Totgeborene in der gleichen Zeit: 2. Gestorbene (aus­schließlich Totgeborene): 49 (gegen 33 dersel­ben Woche des Vorjahres). Darunter Kinder im 1. Lebensjahre: 7 (gegen 7 derselben Woche des Vorjahres). Verhältniszahl der Gestorbe­nen (ausschließlich Totgeborene), auf das Jahr und 1000 Einwohner berechnet: 16,7 (gegen 10,9 im Vorjahre). Als Todesursache werden genannt: Diphterie und Croup 5, Keuchhusten 1, Tuberkulose 7, Akute Erkran­kungen der Attnungsorgane 7, Magen- und Tarmkatarrh, Brechdurchfall 3, (darunter Kin­der im ersten Lebensjahre 2), gewalt­samer Tod 1, und alle übrigen Todesursachen 25 Fälle.

A Der Abbruch der Fulda-Brücke. Die Abbruchsarbeiten an der Fulda brücke sind numehr soweit gediehen, daß die Holzteile des alten Psahlrostes aus dem Brückenpfeiler in der Hauptsache entfernt werden konnten, eben­so sind die alten Pfähle herausgezogen wor­den. Der steinigte Untergrund, der in der Hauptsache ans Röth-Fels besteht, mutz mit-

A Die Feuerwehr in Tätigkeit. Eine Häufung von Brandfällen ist von gestern auf heute zu melden. Unsere Feuerwachen haben so schon einen Vorgeschmack von den Festtagen, die ihnen in der Regel durch die „unvermeidlichen" Christbaumbrände eine er-! heblicke Mehrarbeit bringen. Der größte von den vier Brandausbrüchen, die seit gestern vorgekommen sind, wurde heute früh für, vor 4 Uhr in einem Hintergebäude der Erd- mannschen Badeanstalt in der Mauer- sttaße bemertt. Dort brannte die Dach- konstruktion und die Holzverkleidung eines Wafferbehälters. Die Feuerwehr war aus der in der Nähe befindlichen Brandwache schon nach wenigen Minuten zur Stelle; aber schon schlug die Helle Flamme ziml Dach aus. Die Wehrmannschaften hatten fast orei Stunden zu tun, um den gefährlichen Br-md zu ersticken. — In der Leipzigerstratze Haus? Wef er^tra°ße"Nr.^39 ^ereignete sich I verschiedenen Bankfirmen zahlbar gemalt unb aeftern abend kurz nach 8 Uhr ein Schornstein- dann von bem Angeklagten bie erforderlichen

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gen.

Die Hauptschuld an seine« Zahlungs­chwierigkeiten und deren Folgen schiebt der Angeklagte dem Umstande zur Last, daß ihm das Bankhaus L. Pfeiffer hier den Kredit p l ö tz l i ch a u f k ü n d i g t e und er an- nähernd 100 000 Mark habe beschaffen müssen. Er besttitt mit Nachdruck, daß er selbst vcr- fehlte Spekulationen getrieben und große Summen durch Aufwand durchgebracht habe, im Gegenteil: Er habe stets reell und solide gehandelt. Es habe ihm durch­aus fern gelegen, betrügen und schädigen zu wollen, denn sonst hätte er doch leicht für 100 000 Mark Wechsel akzeptieren bczw. a»2- stellen können.

In der Zeugenvernhmung bekundete u. a Kommerzienrat Kropf: Er habe lange Jahre mit dem Angeklagten in Geschäftsverbindung gestanden und sei sehr zufriedenstellend von ihm bedient worden. Kaufmann Landgrebe bezeugt ebenfalls, von dem Angeklagten stets anständig bedient worben zu fein. Pserbe- hänbler Michel, der großen Geschäftsverkehr mit der Firma Hatte, stellt ihr das Zeugnis aus, daß sie (soweit ihm bekannt) nur reelle und solide Geschäfte gemacht hat. Rosen­kranz war ihm oft 60—70 000 Mark schuldig, Differenzen seien aber zwischen ihnen niemals vorgekommen. Von besonderem Aufwand und Luxus, den Rosenttanz getrieben haben solle, wisse er nichts.

Nach Schluß der Bewelsausnahme be- arünbete Staatsanwaltschastsrat Claaßen die Anklage in eingehenden Darlegungen und beantragte gegen den Angeklagten eine Ge­samtstrafe von vier Jahren Zuchthaus, fünf Jahren Ehrverlust und 4200 Mark Geldstrafe evtl, wertere 270 Tage Zuchthaus.

Nachdem die beiden Verteidiger in län­gerer Ausführung für Zubilligung mildernder Umstände plädiert hatten, verkündete der Ge- 'ichtsvorsitzende nach kurzer Beratung sol-

Klein« Feuilleton.

jg „Frühlings Erwachen" verboten! Aus Königsberg wttd uns geschrieben: Vor einigen^ Wochen wurde vom hiesiger Polizei- Präsidenten die toettere Sssattliche Aufführung von Wedekinds Kinderrragobie .Frühlings Erwachen" im hiesigen Stadttheater unter- sagt Die Direktion des Stadttheaters wandte sich infolgedessen mtt einer Beschwerde an den Regierungspräsidenten, in der besonders da­raus hingewiesen wurde, daß das Stuck in an­deren Städten, so auch ttl Berlin unbeachrandei zur Aufführung gelangt sei. Die Befchivett>e wurde zurückgewiesen. Der Wortlaut der Ant­wort des Regierungsprasidenttn liegt letzt vor. Es . wttd darin u. a. folgendes ausgefuhrt.

tern reichlich ausgestattet, und einer anderen 20 000 Mark Mitgift ausgezahlt. Er (Rosen­kranz) habe unüberlegt gehandelt, er habe aber eigentlich gar keinen genügenden Grund zur Flucht gehabt, da er noch ein Grundstück, das über die Hypotheken einen Mehrwert von etwa 90 000 Mark hatte, besaß. Es schwebten auch schon längere Zeit Verkaufsverhandlungen, di« ich aber wegen des Zusammenbruchs zerschlu-

Die Beschwerde über die Verfügung des hie­sigen Königlichen Polizeipräsidenten vom 22. d Mts. tocise ich hierdurch zuruck. Die Kmder- ttagödie „Frühlings Erwachen", welche in dem hiesigen Stadttheater nach dem Wortlaut bes anliegenden Bühnenmanuskripts ohne wesent­liche Stteichungen «»fgefubri worden ist, stellt verschiedene unsittliche Hanolungen dar und er- erörtert sie in einer Wesse, welche>ei^tt sind, di- Sittlichkett zu gefährden. Abgesehen von einer Reihe das Schamgefühl schwer verletzen­der Redewendungen wirken besonders dre drttte Szene des zwetten Aftes und die viertt Szene des dritten Mies anstößig". _____

tn, Der Sprachreiniger Wustman» -fr. Wie uns ein Privattelegramm aus Leip, z i g meldet, ist der bärtige berühmte Ratsarchl- var Wustmann gestern gestorben. — SBuft- We'?Fottchungen ettm bedeutenden ^Namm I gefälscht'wordem doch sind diese, bevor sie zur Rtfübrte einen heißen Kamps um Klage kamen, jedesmal von den Angeklagten « nÄ«deit der deutschen Sprache, oder von seinen Geschäftsfreunden einge- w welche? Tendenz er manchmal so wett ging, löst worden. Ein anderer Teil Wechsel kam ffiebattterien nicht scheute. Seine Der- zwar zu Protest nnb Klage, ist aber auch auf Helft? uSStÄ unserer Sprache find irgend eine Weise rechtzeitig erledigt worden. iSen ta daSbellsteLicht zu rücken. Großes In andern Fällen haben die Bezogene« die Aussehen ere^tt ___**“ <R'** -Meifei I h-rmelnert imh ftnb darauf verklagt

Sprachbummhettl

verkett führen und dadurch eine vottetthafte Einwirkung ans btt Gef^dhett btt Bewohner dieser sonst ntd# gerade gesegneten Stadttelle ausüben. Im Hinblick auf das nahende Jahr der Tausendjahrfeier könnte dieses Vorgehe« in der folgenden Zett bann tn größerem Un^ fange auf Gesamt-Cassel

werden. Gerade in den anbern Stadtteüen grinst bem Auge ost eine kahle, unsaubere Sei­tenwand, an dtt in absehbarer Zett etu New- bau nicht angegliedert wttd, «siegen, währenb die mitunter gar «W einmal unhübsche Fas- k»be«-druck völlig ver­schwindet.

Lier könntt vielleicht bet Gartenban- herein, der für die Ballon- und Vorgarten- ansfchmückung bereits so verdienstvoll wirkt, Anregungen geben, wie sich solche Wände durch ein Sfidbfl lange haltendes Grün (Efeu ist etwas düster) ganz oder doch zum Teil ver­decken laffen. Aber auch die weiße F a r b e tann hier viel helfen, tote denn überhaupt in anderen Städten die Hofteiten meist hell ge­strichen sind. Mag sein, daß hiermit ine schleckte Beschaffenheit bet Steine verdeckt wer­den soll (bei einem etwaigen Hanskauf könnte man sich ja darüber bergetoiffern) Licht und Freundlichkeit aber würden die allgemeine An­wendung des Weißen für die Hinterfronten sicher bringen und der Einheimische würde sich durch die Umwandlung Wohler fühlen, wah­rend bet Fremde aus dem „sauberen Caffel sicher den besten Eindruck mit heimnehmen dürfte. Die Residenz an der Fulda ift nun einmal Großstadt geworden und als fptoe erwachsen ihr auch hinsichttich bet „Repräsen­tation nach außen hin" neue und größere Pflichten, bie aber Jeder zu seinem Teil sicher gern erfüöen wird, der „fein Cassel" liebt.

A Die Elektrifizierung bcS Eifenbahnvor­ortverkehrs. Es dürfte weiteren Kreisen noch unbekannt sein, daß die hiesigen Eisenbahnver­waltung die Elektrifizierung der Vorortbahn (Pendelzüge) Caffel-Wil- helmshöhe in Aussicht genommen hat. Ob da­mit eine VerrnehrungberZüge verbun­den sein wird, läßt sich zurzeit noch nicht sa­gen, doch ist's zu hoffen. Die Veränderung der Bettiebsart würde nicht viel bedeuten. Den Wageninsaffen ist's ziemlich einerlei, ob sie durch Elektrizität oder durch Dampflraft von der Stelle bewegt werden. Den Vorort- bewohnern liegt nur daran, öfter Verbin­dung zu haben. Voraussichttich Wird die

moderne Betriebsart fchon zum1. Mai einge- « führt. Der Schuppen für den Triebwagen ist JA WWzW NöfLNötzlsW auf Rothenditmolder Grund bereits erbaut. 1 Vorläufig kommt nur ein Triebwagen hier­her Es ist also Akkumulatorenbettieb geplant, keine Oberleitung. In den Pendelverkehr der elekttischen Staatseifenbahn wird voraussicht­lich auck Niederzwehren einbezogen. Mtt der elektrischen Ringbahn über Bettenhausen, von der allzu hoffnmigsfroh veranlagte Genuiter schon ttäumen, dürste es noch gute Wege

,eOe Licht zu rücken. Großes In ander« Fällen haben die Bezogenen me seinerzett ein Buch „Allerlei I Zahlung verweigert und find darauf verllagt en" das zahlreiche Auflagen worden. Dtt ©efamtfumme der unter Anklage hat ' l stehenden gefälschten Wechsel beträgt 18 3ol M.

1&k eine Stabt ohne Schundliteratur. Den und 60 Pfennig. Der Angeklagte gibt in feiner Bemühungen des Tilsiter Magistrats und Vernehmung an, daß er unb. fein Bruder der Zenttalstelle für Jugendschutz ist es ge- Adolf daS väterliche Geschäft im Jahre 1902 lungen daß in Tilsit der Detttteb der fog. übernommen und durch rastlose Tätigkeit tn Schund-und Schmutzltteratur eingefttllt worbm ^e Höhe gebracht hätten, sodaß der zahr- ist. Sämtliche dortigen Buch- u. P-^erhandlun. It^e Umsatz schließlich nahezu eine gen, selbst die klewstm in' «"toernbaren m(ntDR Mark betragen habe. Winkelmassen, haben ittchi nur erklärt, baß ste 1904 fet die Firma durch bet»

weiter feine bttarttge SHeratnr berufen toer-I-^ste Spekulation e n bes in Süd- dcn, Indern M^n ^ch alle ^unbMttatur s p^ verstorbenen Brubers sckwer geschädigt