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gaff eiet Neueste Nachrichte«

23. Dezember 1916.

det. daß m der Bahuhofstäße nachts R e i - touIinfpeftoS taT%ebena^Äer dtt^SchMm Mächtige Ballen wnrde« hoch in bit

f.ende belästigt worden find und daß des Aufsichtsbettrks SltSm 2ufl geschleudert, fielen auf andere Gebäude

Attentätern dann im Bahnhofs- des KreiAchulinspekwrs^Pfaner^S^dm ^er und zerstörten diese. In der Grube

gebaude festgenommen werden konnte. In der I Rotenburg) der Ottslrbnltnluettm- n I kichtete die Explosion entsetzliche Sctbmt«™»,.

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»-gelt

Sos Neueste ans kastel. Ift

Die Samte auf dem Weihnachtstisch.

flüchteten, vouSchutzleuten verfolgt, ins Bahn-

Er war so eifrig, daß er

Oie' sterbende Mörderin.

erbesakramente

erhalten.

Nächsten eilttrat!

Letzte Telegramme.

(Nach Ichlutz der Redaktion eingegangen.)

«Männer und Knaben in die Gänge geschle« > dert wurden, fortgesetzt an die Wand anschla | gend, b,s pc formlose Masse niedcrfielen. Alle bisher ausgefundenen Leichen find entsetz- lich verstümmelt. Es sei nicht anzunehmen daß auch nur einer der Eingeschlossencn dir Explosion überlebt habe. Ein Knabe wurde zutage gefördert, dem Kopf, Arme und Beine abgerissen waren. Eine elektrische Anlage ist hnrrftrtttSirt rr_- .m ö '

momentan in dieser Angelegenheit ein reger Depeschenwechsel statt, um den schweizeri­schen Auftraggeber zu ermittel«.

! gegen die ersten, unverkennbaren Anzeichen der Krankheit beachtet, dann ist fast sichere Aussicht auf Heilung. Wie mairches schwere Leid würde vom Elternhaus fernge­halten werden, wenn bei Kindererkrankungen die Eile bei der Hilfesuche als erste Pflicht erkannt werden würde.

A $08 Unglück eines Monteurs. Gestern nachmittag rutschte der Monteur F. in der Maschinenfabrik von H. bei der Besichttaung eines Kessels ab und erlitt eine schwere Ver­stau chu ng des linken Handgelenkes, sodaß er sich rn arttnche Behandlung begeben mußte

A Unfall beim Wäscherollen. Der fünf- lahnqe Sohn eines Kaufmanns aus der Hein- ncbstraße sah gestern dem Dienstmädchen beim Wäscherollen zu. In einem unbewachten Augenblick steckte der Kleine seine rechte Hand in das Getriebe und hatte das Unglück, daß ibm der Mittelfinger ganz und die anderen Finger teilweise abgequetscht wurden.

△ Ein Prachtmädel. Das etwa fünf- fährige Söhnchen eines Casseler Arztes batte sich (so wird uns mitgeteilt) an I Celluloid, das angesteckt worden war, schwer die Hand verbrannt. Wäre die Brandwunde einfach vernarbt, so würde eine häßliche blut­rote Narbe zurückgeblieben sein, die das Kind auch im Mannesalter noch in hohem Grade entstellt haben würde. Da erbot sich ein fünfzehnjähriges Mädchen, das von dem Mißgeschick des Kindes und von dessen «wahrscheinlichen Folgen gehört hatte, ein eitt- sprechend großes Stück Haut aus seinem Kör- > !per heraus schneiden und auf die verbrannte Hand des Kindes übettragen zu lassen. Rack vorausgegangener Verständigung mit de« An­gehörigen der tapferen jungen Dame nahm I der ärztliche Vater das Anerbieten der jugend-1 Uchen Heroin an. Die Hautüberttagung er-1 folgte in der vergangenen Woche und heute ist I kaum noch eine Spur der schlimmen Verbren-1

Das „Panama der Koalitionsregierung".

L Budapest, 22. Dezbr. (Telegramm) I« dem Prozeß, den der ehemalige Han- delsMinister Kofsuth und Staatssekre- .Sterenyk gegen den Verfasser der Bro- schüre: „Panama der Koalitionsregierung", Redakteur Habar, angestrengt hatten, wurde der Angeklagte wegen Verleumdung zu fünf Gefängnis «nd tausend Kro­nen Geldstrafe verurteilt.

Mailand, 22. Dezbr. (Spezialkrle. gramm.) Die Gräfin TarnowSka, die fett 2% Monaten schwer krank darniederliegt.

1 eurer «Straßburger Chronik „ ‘L ,v ^ugren yai oas xserucen groben : „Auff Weihnachten richtett! Pnfuq§ und ruhestörenden Lärms, das Ab- m 21. eu—st-— — . brennen von Feuerwerkskörpern (Kanonenschlä-

gen, r>roschen, Raketen, sogenanntes Zimmer- seuerwerk usw.) und die Benutzung vonSchuß- m der Neujahrsnacht einen er­heblichen Umfang angenommen. Zur Ver- bu^ng von Unglücksfällen und Wahrung der nächtlichen Ruhe und Ordnung warne ich da- her vor solchen Uebettretungen. Auch mache ich die Eltern im Interesse ihrer Kinder auf die G e f a h r e n des Gebrauchs von Schuß-1 tooffett und Feuerwerk aufmerksam. In den Voriahren sind einige sehr schwere Ver- I e tz ungen vorgekonlmen. Die Händler mrt Feuerwerkskörpern weise ich auf die Po- lizeiverordnung betreffend den Handel mit Sprengstoffen vom 14. September 1905 hin wonach die Abgabe von Sprengstoffen (Feuer- wettskorpern) an Personen, von denen ein Mißbrauch derselben zu erwatten steht, ins­besondere an Personen unter 16 Jahren, ver­boten ist. Als besonders gefährlich und daher verwerflich ist das Hinauswerfen bren- 1 nender Gegenstände aus Gebäuden und Fen- j itern anzusehen. Festgestellte Zuwiderhand- lungen werde ich ernstlich ahnden und nötigenfalls die gerichtliche Verfolgung der Ueberttetungen veranlassen. Im vorigen ^ahre haben aus denselben Gründen zahl-1

rercke empfindliche Bestrafungen eintreten

müssen." L

Rettungsabteilungen zu gleicher Zett i« Tä­tigkeit. ;

Diö Knappen von Horkoitz. .

Lütüch, 22. Dezember. (Privaktslr- gramm.) 500 Arbeiter der Kohlengrube [ £> 0 r 10 d) find infolge der Einführung neuer ^Vorschriften betreffend die Grubenarbetten so- ituic wegen der Abschaffung einer bisher von der Gnibenverwaltnng gewälzten Ruhepause in den Ausstand getreten. ES heißt, daß auch auf anderen Gruben bc8 Lütticher Beckens Unzufriedenheit herrscht, so­daß eine weitere Ausbreitung der Stteikbewe- gung nicht ausgeschlossen ist.

London, 22. Dezbr. (Spezial-Tele- ! gramm.) Die letzten Nachrichten über die Katastrophe in der Hilton-Grube lassen keinen Zweifel darüber, daß sämtliche Bergleute, die _^ur Zeit der Explosion in der Bard-Mine be­schäftigt waren, «mgekommcn sind. Ein Augenzeuge der Katastrophe erzählt, daß Rauch, der aus dem Schacht cmporstieg, zuerst seine Aufmerksamkeit erregt habe. Plötzlich, hörte er eine ohrenbetäubende Detonation. Rauch und Flammen schlugen, mit ans der

Die heutige Nummer der.Casseler Neueste Nachrichten" umfaßt

— 10 Seite». =.

A Die Wahlen zur Apothekerkammer. Die Wahlen inbte Apothekerkammer für die Provinz Hessen-Nassau und das Fürstentum Schaumburg-Llppe für die Jahre 1911, 1912 und 1913 haben soeben stattgefunden. Zu Mtt- aliedern wurden für den Regierungsbezirk Cassel und das Fürstentum Schaumburg-Livpe: 1. Hofapotheker W. N a g e l l in Cassel. 2. Apo­thekenbesitzer Tb. Sander in Hofgeismar, 3. Apotbekenbesitzer C. Fischer in Homberg, 4. Apothekenverwalter W. Schneider in Cassel-W. gewählt: zu Stellvertretern war- i den für dieselben Bezirke gewählt: Apotheken- besitzer C. Jung in Kirchhain. AvothÄenbe- sitzer G. Schollmeher in Marburg, Avo- tbekenbesitzer Fr. Hammann in Cassel, Apo­theker N. Nußbaum in Cassel.

ftwer babe Rußlands Elend an

ben N^^arste, nicht' Wie°derAbende^ges5

fie Menschentum, die hehrste Liebe imh (8/4. lurusTb ®IafUb?1 Sie, ich könnte wieder "im ^.uxus leben, so lange die besten Nullen in Bctt SömTent’eii^T(btett untergehen?"

„Kommen Sie darum weit fort um eSen @tn“! ®ie änbern nichts!"'sagte "er

„Nein", sagte sie, „kein Tag dar! verko­st r ^ein Meg ist vorgezeichnet. Rei- g« meiner Familie, Leonid Ni- kolartsch, und sagen Sie ihr, die Komtesse Bro- ??!5/^.,ware vor vier Jahren gestorben und ^Ue die Ihren gesegnet. Ihnen aber hei- ßen Dank., Sie haben mir den Eingang ins neue Dasein erleichtert. Wenn es unter euch

- da oben . . . Menschen wie Sie gibt, so rst vielleicht noch nicht alles verloren! Gehen sie, und lassen Sie mich unbesorgt zurück!" I

.yur^ iah die Komtesse zögernd an- nt ihr letzter Entschluß, Sina?"

„Mein letzter!" sagte sie ruhig.

„Wohin darf ich IHv mir anvertrautes Eigentum senden?"

„Ich nehme nichts mtt in mein neues Le­ben hinein. Bitten Sie die Gräfin Broba- koffa, meinen gesamten Besitz unter würdige Arme zu verteilen", sagte sie mit heiserer Stim-

»Und leben Sie wohl, Leonid Niko- lauf cp’

Er umfaßte di-armselige Frauengestalt mi. einem letzten Blick und heißer Jammer drängte Tranen in feine Augen: .Leben Sie wohl---arme---Sina'" \

Dann schritt er hinaus, hinaus ins Leben. . Und fünfer ibm ging das Schick'al feinen

. A Der Kampf um die Casseler Sonntaas- ^k«hr. fNan schreibt uns: In der Bewegung zur Einführung einer vollständigen §°2."^agsruhe im Handelsgewerbe haben die Vorstände der evangelischen Ge- meinden unserer Stadt das Wort ergriffen Die Presbhterien und Vorsteberämter der re- ^fmemden Alt-Cassels sowie der lutherischen Gemeinde und der Kirchengemein- den von Wehlheiden. Bettenhausen. Kirchdit- mold und Rothenditmold haben sich in einer gleichlautenden Eingabe an de« Magistrat ge- wendet. D

A,Aus der Beamtenwelt. Ernannt: Der Bürgermeister Zisiel in Wetter zum Stell­vertreter des Amtsanwalts, der landrätliche Privatgehilfe Kaldt in Frankenberg zum Kreisassistenten, der Vrzewachtmeister Schmidt und der Sergeant Ulle zu Schutzmännern bei der Komglichen Polizeiverwaltung hier; an stelle des verstorbenen Georg Friedrich Die­fenbach zu Oberweimar der Gemeinbeschöffe Heinrich ^unck daselbst zum Stellvertreter des Standesbeamten für bett Standesamtsbezirk j

Winter im @üb«t ...V*

Mailand, 22. Dezember. (PriSstkelr- gramm.) In Domodoffola-Tal liegt bei Schnee 3 Meter hoch. Die Bewohner be. fürchten das Niedergehe« sch w er er So toi- ne n itnö haben infolgedessen ihre Wohmmgen verlasse«. Am St. Gotthard ist cm schweizer Soldat im Schnee umgekommen. Bo« den schweizerische« Alpen wird bitte« Kälte ge­meldet.

»

V-- Die Hochflut kn Selgi«.

Lüttich, 22. Dezember. (PrtSS^kelS- gramm.) Die Maaß ist während der letzten 24 Stunden «m 25 Atm. gefalle«. Auch ihre ! Nebenflüsse sind zurückgegaugen. Die Schiff­fahrt konnte bis jetzt noch nicht wieder auf ge­nommen werden, da die Sttömnng «och zu stark ist. Der Wasserstand ist immer noch an­derthalb Meter über normalen Stand.

Die Italiener in Tripolis?

Paris, 22. Dez. (S p e z i a l t e I e g t« Bt wl Hier entstand gestern abend in vorgerückter Stunde ein Gerücht, nach dem Italien in

Truppen ausgeschifft hatte. Eine amtliche Bestättgung der Meldung liegt noch nicht vor. Man hält die Nachricht angesichts der Erklärung des Ualienischcn Mi­nisters des Auswärtigen in der Kammer für ««begründet.

Sie befürworten den von der so- tialen Kommission der vereinigten Haud- tungsgehilfen-Vereine gestellten Änttaq auf bas Wärmste. Zur Begründung ihrer Ein- gabe haben die Kirchenvorstände ausgefühtt daß die Au sdehnung der Sonntagsruhe von den Kirchengemeinden auf das Lebhaf- teste gewünscht werden müsse und daß die Erfüllung der Forderung eines vollen etages nach der Anstrengung der Wochenarbeit für unfere Mitbürger und Mit­bürgerinnen im Interesse des für das Volks- wohl fo überaus wichtigen Familien-! lebens befonders notwendig fei Fm Vor­dergrund stehe aber der lebhafte Wunfch. den Angehottgen des Handelsstandes den freien Sonntag zur Ermöglichung der T e i l -

” Gottesdienst zu gewin- niffpnb h1>r^n«nr ^er den heutigen Verhält-

Hauptgottesdienstes 61™b*

n e ß Kommission erstrebte Zustand

Bahnhofsviertel überfallen. Das Bahnhvfsgebäude tnii seinen

mafyn, als ein geeigneter Zufluchtsott ^zu

Auf offener Straße erschoffe«! ' -

& Tez. (Spezialtelegrg mm.) H^ute früh gegen 1 Uhr entstand vor einem ©ofö in der Hohen Sttaße zwichsen zwei Her­ren aus noch unbekannter Ursache ein Str eit j Der eine von ihnen zog plötzlich einen Revol­ver hervor und feuerte einen Schuß auf fei. nen Gegner ab. Dieser brach lautlos zusam- und starb bereits nach einer Viertel­stunde. Der Mörder wurde verhaftet.

Ser verhaftete Banknotensälfcher J

München, 22. Dezbr. (SpezialtelikL \ gromm.) Bei einer polizeilichen Haussuchnng wurde vor einigen Tage« eine g r ö tz e r e A n- gefälschter brasilianischer Milreis - N 0 ten aufgefunden. Der Ber- fertiger der Falsifikate ist gestern abend in seiner Wohnung in der Freysing-Straße ver- h oft et worden. Der Verbrecher ist ein 22- \ mutiger Graveur. Er ist geständig, in letz- \ ss" ?^°"f Bestellung eines fchwei.

” Auftraggebers 1000 Stück Banknoten im Nominalwerte von 1290 000 Mark hergestellt zu haben. Der innge Mann ist erst fett kurzer Zett verheira- tet. Der Fälscher gesteht nicht ein, wo er den

I A Die Kaisersöle. Mtt einem glanzvollen Programm wattet für das diesjährige Weih­nachtsfest die Direktion der .Kaisersäle" auf: Für das am ersten Feiertag 4 Uhr nachmit­tags erstmalig zur AuMhrung gelangende Programm sind n. a. folgende Kunstkräste ver­pflichtet worden: Leni Kaufmann, Sou­brette, Tiger Lillh, exzentrische Tänzerin,! Anuska, Geigen-Virtuostn, in ihrer Szene „Five o’clo<* in der Puppenstube", Jana und

1 Mara Tabu vom königliche« Hostheater München in ihren Tanzpoesien mrd The 3 Sellons, Bravour-Eguilibristen.

,. A Das Wetter am Freitag. Der it m k. liche Wetterdienst sagt für den morgigen Freitag folgnide Witterung voraus: Meist trocken, vielfach nebÄig, trübe, nachts Frost

O Tannenbailm, 0 Tannenbaum, wie §E« Imd deine Blätter! Da ist nun plötzlich I < über Nacht in allerhand Ecken und Winkeln I em harzduftendes Tannen- und Fich»!^ tenwaldche« aufgewachsen, und die im- P — „lo gen und Mädchen stehen ringsum und gucken Vofsgebäude, in dessen weiten Hallen sie leider M, wie em Baum um den anderen fortab en**a£en-

wird . . . Wie alt ist wohl die schöne ■ Polizeipräsident gegen den Neu-

Stte (wir mochten betonen, die deutsche ia6j§Intm. Der Königliche Polizei-Prä- Sitte) zum Chttstfeste eitlen geschmückten !"ent übermittelt uns mit dem Ersuchen ^Ä"ocht^aum leuchten zu lassen? Zwar Bekanntgabe folgende Warnung: ^Ju

heißt es schon in einer Sttaßburger Chronik I kehten Zähren hat das Verüben groben!

vom Jahre 1605: „Auff Weihnachten ricktett • llufugs und ruhestörenden Lärms, hns yru-1 Strasburg in dein Stuben auff, daran hencket man roßen aus ^nIfaaff£™r?aoie5 Seschnitten, Aepfel, Obla- .Zu^er usw." Und vier Jahr- zehnte spater schrieb der Sttaßburger Theo­loge Dannhauer: „Unter anderen Lappalien, nramiLiTare ölte Weihnachtszeit ost mehr Wort begeht, ist auch der Weihnachrs- oder Tannenbaum, den man zu Hause aufrichtetz denselben mit Puppen und ""^hn hiernach schüttelt und abblümen läßt. Wo die Gewohnheit her- konunt weiß ich nicht. Es ist ein Kinderspiel,! doch besser als andere Phantasey." Jmmer- hin war der Weihnachtsbaum im siebzehnten und achtzehnten Jahrhundert ein seltener Zimmergast. Die ersten Lichter sollen 1737 aufgekommen sein. Und zu Beginn des neun­zehnten Jahrhunderts war noch keinesfalls in tm,?eutf*cn Hause zur Weihnachtsfeier ein Nadelbaum zu finden. Erst um das Jabr 1830 tauchte der Weihnachtsbaum allgemein 0UT, die „Krippe" mehr und mehr verdrän-1 Send. Wir können also annehmen, daß die allgemeine Volkssitte, am hefligen Abend und in der darauffolgenden Zeit (gewöhnlich bis mm neuen oder hohen neuen Jahr) eine Fichte oder Tanne im Zimmer zu haben, erst acht­zig Jahre alt ist.

A Wemr's zu spät ist . . . Zurzeit ist die Kindersterblichkeit an Diphtheritts in unserer Stadt größer als gewöhnlich. Dabei hat diese Krankheit, die man früher die „Kin- derwürgertn" nannte, in den Augen der Aerzte ihre Schrecken fast ganz verloren, seit Beh­rings Heilserum fast in jedem Falle Rettung bringt. Warum aber fallen doch noch so er­schreckend viele unserer Kleinen und Kleinsten der Seuche zum Opfer? Aus der Nachbar-> schäft (eines Hauses in der Wolfhagerstraße)! wird uns mitgeteilt, daß dott aus einer Fa­milie vier Kinder abgeholt worden sind, von denen drei bald nach ihrer Einlieferung ins Krankenhaus starben. Noch andere, ähnliche Fälle sind uns gemeldet worden. Die Aerzte sind verzweifelt darüber, daß ihre Hilfe erst in Anspruch genommen wird, wenn! der Tod seine Hand nach den Kindern bereits ~ -- - „ - ------

ausgestreckt hat. Wenn so lange mit dem m“6te bem Krankenhaus zu-

Gang zum Arzt gezögert wird, bis Gefahr’8 ■ -toetben-

vorhanden ist, daß die Erttankten auf dem Transpott zur Rettungsstation ersticken, dann kann das beste Hcflserum, kann der beste Arzt auf der Welt nicht mehr helfen. Werden da-

nung der Hand des Knaben zu finden.! ------.

das so selbstlos für das Wohl^des 'nettren Re Gruden-Kittastrophe nr Sngland

A Nennzehnhundertelf. Das kommende Jahr 1911 bat als ersten und letzten Tag einen Sonntag. Es ist ein gemeines Jahr mit 365 Tagen. Ostern fällt auf den 16. Apttl, P fingst en auf den 4. Juni. Fastnacht auf den 28. Februar und das W e i h n a ch t 3 f e st vereinigt, da der erfie Weihnachtstag Mon- I tags ist, drei Feiettage. Am Himmel können in fernen Zonen zwei Sonnenfinsternisse be­obachtet werden. 25 Jahre sind verflossen, feit Ludwig II. seinen Tod in den Wellen des Starnberger Sees fand, der Bulgarenwrstj Alerander abgefetzt wurde «nd der berühmte Maler Piloty starb. 30 Jahre ist unfer Kai-1 ferpaar vermählt; vor 40 Jahren wurde Wil­helm I. Deuffcher Kaffer, vor 50 Fahren fetzte er sich die preußische Königskrone aufs Haupt. Den 50. Geburtstag feiern Fritjof Nansen und der Künstler Zumbusch; vor 50 Jahren I starb der Bildhauer Rietschel, Pttnzregent I Luitpold leitet als 90jähriger 25 Jahre die Geschicke Vaverns. Bor 100 Jahren wurden ,

«eboren: Kaiserin Augusta, Liszt, die Kompo- fett 2% Monaten schwer nisten Lachner und Hiller, der Freiheitskämp- hat gestern abend die St fer Hecker, Bffchof Ketteler von Mainz, der ' ' Bienenzüchter Dzierzon, der Lustspieldichter Benedix, der französische Marschall Bazaine, der „'König von Rom" (Napoleon II.) und der Chemiker Bunsen.

leistung i« dm landrätlichen Geschäften. Ver- ! 6 d t: Der Katastettonttolleur Heinttch Fffcher !^^chingen nach Rinteln vom 1. Februar ab. Verliehen: Den ordentlichen ^o essoren m der Philosophischen Fakultät! ”” Universität zu Marburg, Dr. Artur Meyer 1 und Dr. Eugen Korschett, der Rote Adlerorden 4. Klagdem Waldarbeiter Heinrich Ohlwein ^"üen das allgemeine Ehrmzeichen,

rationslanamT fn “Kd §r^ChLte?'als vollMndw "ve^cktL'"^^H?° 4%UÄbE5eäßnS

u"d Prael der Charatter als Rechnungsrat, ^ibc” Sohne sich noch in der Grube

dbm Stadtforster Burhenne zu Allendorf a. W. e5 mtt den RettungSmannschaf-

Gernelndeförster Neuß zu Orb das wieder hinab. Er war so eifrig, daß er R?wr. zur Uniform ein goldenes Portepee am oDett anderen vorauseilte. Mitunter sind 12 Htttchfanaer zu trage«. 1 ------ - '

uergessme „Nummer eins". Aus dem Leserkreise wird uns geschtteben: Im neuen C a s s e l e r A d r e ß b u ch sind bei neuen Kaufhausstraße, die den Namen I" --Küraße tragt, als Hauseigenttimer auf- I Mrt: Landwehr, Gebr, Junghern, Hätto, n.w'r1?/6^eiß. In dem einen mittelalterlichen Befestigungswerk sehr ähn­lichen Vorbau des „Palais Waitz" wird da« Damenbekleidungsgeschäft von Jonns. das feine langiöbrige Stätte in dem dem Abbruch! geweihten alten Regierungsgebäude verläßt, eine Unterkunft finden; auch die „Berlitz School wird sich in diesem eigenartigen Ge­bäude ein neues Heim schaffen. Auffallender- ! werfe hat aber die neue Straße laut Adreß­buch keine Nr. 1. Da Haus Junghene die Nr. 3 tragt, so kann der entstehende Waren­hauspalast nur die vermißte Nr. 1 sein. An diesem Neubau wird bei Tag und Nacht, an So««- und Festtagen gearbeitet, und es darf L,.* . ~ ■ - - > , -----« utn

füglich erwattet werden, daß das Warenhaus brr Falsifikate hmgeschafst hat. Zwischen «och im kommenden Jahre fettiggestellt wer- lber Münchener und der Züricher Polizei findet de« wird. Jedenfalls stehen die Eigentums- ™ ------ - ■ -

und Besitzverhaltnisse dieses Gebäudes längst fest und es ist deshalb nicht recht klar, warum im Adreßbuch die „Nummer eins" vergessen worden ist.