Casseler Neueste Nachrichten
Handelszeitung.
sich
Produktenbörse
Berliner Kursbericht
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Londoner Börse
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20. Dezember 1910 nachmittags 3 Uhr
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Italien kurz .
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Paris kurz . .
Wien kurz . .
Privatdiskont,
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Vorwohler Portland-Zement Wenderoth Westfälische Stahlwerke . Wittener Guß Zellstoff Waldhof
Tendenz: still.
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4*/.
sie den Mörder an eine« Pfahl banden und ihn furchtbar verprügelten.
Der Mörder Elmi, der als jähzornig und streitsüchtig bekannt ist, stammt aus dem Pie- montesischen. Er steht im Mter von 25 Jahren und hat in der Heimat Frau und Kinder. Wie verlautet, gibt das Befinden der schwer verletzten Frau Martignon zu den ernstesten Besorgnissen Anlaß, und es ist wenig Hoffnung vorhanden, daß sie mit dem Leben davonkommen wird. Der erschossene Wirt Martignon hinterläßt 5 Kinder, die fast alle noch schulpflichtig sind.
Mr der Heimat.
Sie Mordtat an der Edertalsperre.
Getroffene brach sofort lautlos zusammen. Die Kugel war durch den Mund in den Kopf und wieder hinausgegangen. Auf den Schuß hin trat die Frau Martignon aus dem Hause. Auch auf sie gab der Unhold einen Schuß ab, der die Frau in den Leib traf und sie schwer verletzte. Frau Martignon liegt hoffnungslos darnieder, während der getötete Martignon in die Kantine gebracht wurde, wo er bis zum Erscheinen der Vertreter der Staatsanwaltschaft verblieb. Der Mörder, dessen Name Elmi ist, konnte verhaftet werden; er wurde noch im Laufe des gestrigen Tages gefesselt nach Bad Wildungen gebracht, von wo er nach Cassel transportiert werden soll. Die italienischen Arbeitskollegen des Elmi waren über diese Tat so entrüstet, daß
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(Schlusskurse.)
Weizen, Tendenz: „ Dezbr...........
„ Mai............
Roggen, Tendenz: „ Dezbr. ..........
. Mai Hafer, Tendenz: .
„ Dezbr..... .....
, Mai Mais, Tendenz: „ Dezbr. , Mai Rüböl, Tendenz: „ Dezbr...........
, Mai............
Epidemie in der Unteroffizier-B orschule.
Aus Weilburg schreibt man uns: In der hiesigen Unterosfizier-Vorschule wurde am Sonnabend ein großer Teil der Zöglinge von einer eigenartigen Krankheit befallen, die einen geradezu epidemischen Charakter annahm. In ihrem weiteren Verlauf hat sich die Krankheit dann aber glücklicherweise als weniger gefährlich herausgestellt. Bereits am frühen Morgen, kurz nach dem Aufstehen, meldeten sich mehrere Zöglinge der 1. Kompagnie krank, und im Lause des Tages mehrten sich die Erkrankungsfälle so stark, daß bis zum Abend etwa 50 bis 60 Zöglinge krank waren. Die Krankheit äußert sich in der Weise, daß die Erkrankten von Schwindel- und Ohnmachtsanfällen betroffen werden, über Hals- und Kopfweh Nagen und an Erbrechen leiden. Zum Teil hatten die Erkrankten auch starkes Fieber, einzelne vis 41 Grad. Um eine weitere Verbreitung der Krankheit durch Ansteckung zu verhüten, wurden die Zöglinge der 2. Kompagnie, bei der keine Erkrankungsfälle vorgekommen sind, am Sonntag (vier Tage früher, als vorgesehen) in den Weihnachtsurlaub geschickt. Da für die aroße Zahl der Erkrankten kein geeigneter Raum zur Verfügung steht, wurden diese auf ihren Stuben belassen, während die übrigen Zöglinge die Nacht in der Turnhalle verbrachten. Auch im Laufe des gestrigen Tages ereigneten sich noch einige Neuerkrankungen. Die Krankheit hat indessen vorläufig in allen Fällen einen gutartigen Verlauf genommen. Nur noch etwa 15 bis 20 Mann liegen krank darnieder; doch ist zu erwarten, daß auch diese sich in den nächsten Tagen wieder völlig erholen werden. Die Entstehungsursache der eigenartigen Erkrankungen ist noch nicht ermittelt, dock scheint es, als ob irgend ein äußerer Anlaß die Erkrankungen hervor-
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festet 57.10 56.90
Rr. 15. —"17 Jahrgang.
Einzelheiten berichtet:
Am Sonntag abend geriet ein italienischer Arbeiter, der schon, in Buhlen und Sachsenhausen bei dem jetzt nach Berich verzogenen Kantinenwirt Martignon gewohnt hatte, mit Martignon in Streit. Er forderte den Wirt auf, wenn er etwas von ihm wolle, möge er mit hinaus vor die Tür kommen. Draußen empfing er den Wirt mit vorgehaltenem Revolver und schoß ihn ohne weiteren Wortwechsel nieder. Der
BIllttrVeM durch Ersparnis d. teueren Ladenmiete und Schaufenster-Unkosten.
gj Herkules-Brauerei, Cassel. Die gestern abgehaltene Generalversammlung, in der 22 Aktionäre 1543 Stimmen vertraten, genehmigte bic Anträge der Verwaltung, aus dem 294 784 Mark betragenden Reingewinn wie im Vorjahre wieder eine Dividende von 9 Prozent zur Verteilung zu bringen, liebet die Aussichten des Unternehmens bemerkt die Verwaltung, daß für das neue Geschäftsjahr mit etwas höheren Malzpreisen zu rechnen fei; wenn die Belebung des Arbeitsmarktes endlich einsetze, werde sich auch der Bierabsatz wieder heben und man dürfe dann mit einem befriedigenden Ergebnis rechnen. Die ausscheidenden Aufsichtsrats- mitglieder Justizrat Dr. Harnier und Bankdirektor Heinrich Koch wurden einstimmig wiedergewählt.
g? Die Preußische Pfandbrief-Bank an der Frankfurter Börse. Wie uns aus Frankfurt a. M. berichtet wird, wurde die Zulassung von 45 Millionen Mark 4prozentige
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Warschau-Wiener............
Pennsylvania .
Südösterr. Lombarden Oesterr.-ungarische Staatsbahn .... Prinz Heinrich-Bahn ......
Industrie.
Accumul.-Fabrik Boese - - Allgem. Elektr.-Gesellschaft Badische Anilin Berl. Anh. Masch Bochumer Gußstahl Braunschw. Jute Brauerei Schöfferhof .....
Casseler Federstahl ........
Concordia Bergbau......... •
Consoli tation Deutsche Linoleum-Wachs Dortmunder Union C —- Donnersmarckhütte . ... Deutsche Spiegel-Glas Dynamit-Trust Eschweiler Bergwerk ....... Geisweider Eisen Gelsenkircher Bergwerk Gesellschaft für elektr. Unternehmen Große Berliner Straßenbahn.....
Große Casseler Straßenbahn Hamburger Paketfahrt Harpener Bergbau Hartmann. Maschinen Hasper Eisen Herkulesbrauerei Cassel Hirsch Kupfer Hohenlohewerke König Wilhelm conv. Laurahütte . . • Ludwig Loewe & Co Neue Boden-Gesellschaft Norddeutscher Lloyd Oberschlesische Eisenbahn-Bed. . . . Orenstein & Koppel Phönix Bergbau Rheinische Stahl Rombacher Hütte Schuckert Elektr. Siegen-Solingen Siemens & Halske .........
Stahl & Nölke Stolberger Zink
gibt bekannt, daß die Preiskonvention zwischen dem Verband und den Lothringisch- Luxemburger Hochofenwerken aufgelöst worden sei, weil eine süddeutsche Händlerfirma den Konventionspreis von 52 Mark um 1 Mk. unterboten habe. Welche Folgen diese Maßnahme auf den Markt haben wird, läßt sich heute noch nicht absehen. Die Verkaufstätigkeit ruht gegenwärtig vollständig.
gf Die Strömungen im Kohlen-Syndikat. Wie uns ein Privat-Telegramm meldet, verlautet in Berliner Bankkreisen, daß einzelne der einflußreichsten Mitglieder des Kohlensyndikats, die ihr Hauptinteresse nicht in Zechenbesitz, sondern im Kohlenhandel sehen, bereits für die Zeit nach Ablauf des Syndikats langfristige Lieferungsverträge abschließen wollen. Man ist geneigt, das als Erschwerung der Erneuerungsverhandlungen aufzufassen.
g? Bierbrauerei Schöfferhof in Frankfurt a. M. <P r i v a t t e l e g r a m m.) Der Rern- gewinn beträgt 207 465 M. gegen 174 861 M. im Vorjahre. Hierauf sollen 6 Prozent Dividende (wie im Vorjahre) ausgeschüttet werden. Die Aussichten für das neue Geschaftsiabr können nach dem Geschäftsbericht zurzeit als besser bezeichnet werden.
.ostden 'nnckensar , . „
g* Charlottenburger Walzwerke in Char- lottenburg-Berlin. (Telegramm.) In der gestrigen Aufsichtsratssitzung wurde beschlossen, der Generalversammlung die Verteilung einer D i v i d e n d e von 12 pCt. bei einem Gewinn- vorirag von 514000 Mark vorzuschlageiL
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Wie wir bereits gestern berichteten, hat in Berich an der Edertalsperre em schweres Mordverbrechen ereignet, das einer der an der Talsperre beschäftigten italienischen Arbeiter verübt hat. Heber den Fall werden uns noch folgende
gerufen hat.
o0o Wolfhagen, 19. Dezember. (Tragö- di- auf dem Neubau.) Auf beklagenswerte Weise fand der Maurer Ernst Welt- n e r in Ippinghausen den Tod. Bei dem Neubau eines Hauses in Naumburg beschäftigt. siel ihm eine ins Wanken geratene Bohle des Gerüstes auf den Kopf. Weimer begab sich hierauf noch allein nach seinem Heimatsott Ippinghausen, legte sich, zu Hause angekom- men, ins Bett und war am andern Morgen eine Leiche. Vermutlich ist dem Bedauernswerten durch die erlittene Verletzung Blut ins Gehirn gedrungen, was seinen schnellen -/tob herbeiführte. Der Verunglückte hmterlaßt eine Witwe mit fünf Kindern.
Z, Bad Brückenau, 18. Dezember. (Ein schrecklicher Tod.) In Lüsberg wurde der verheiratete 36jährige Muller G e o r g Segnet in seiner Mühle von einer Transmissionswelle ersaht und so lange herumge-
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Hypotheken-Obligationen-Emission 30—31 der Preußischen Pfandbrief bank in Berlin zur No- tterung an der Franksurter Börse genehmigt, gf Die Roheisen-Konvention am Ende. Die Direktton des Essener Roheisenverbandes
7.— 266.70 505.50 208.75 223.50 208 —
85 — 234.50 335.75 381.50 145.— 101.80 313.— 393.— 179 — 184 — 177.50 212.25 165.70 187.90 103.75 142.60 185.75 165.25 170 — 162.50 148.75 217.10 262.— 171.10 283 — 153.80 105.60 110.30 220.50 243.80 164.50 183 — 156.90
80.10 244.25 147.25 141.10
Anfangskurse.)
Engi. Konsols - -
4“ » Argentinier .-••••• , ,' y, Deutsche Reichsanleihe A|O 4”/o Russen 5"'n Russen * Atchison - Baltimore ....»- Canada * Southern Pacific Union Pacific
Erie ' • Missouri ... . New-York Central Northern Pacific Pennsylvania Steel Com.........
Steel Prefs - Central Mining Randmines Eastrands
Goldfields ........
Modderfontain
Geduld Goerz Chartered Debeers Amalgamated - - - Anaconda Rio Tinto Otavi South-Westafrika
Tendenz:
Die «ulhÄrifg. '
' Anscheinend beschäftigen sich die Amerikaner viel mehr mtt dem Ausgleich der zwi- ■ scheu Deutschland und den Vereinigten Staa- : ten schwebenden Streitigkeiten über das Kaligesetz, als die Deutschen selbst. Das ist auch begreiflich, denn die Amerikaner müssen vorläufig zahlen, während die deutfche Regierung sich auf das Einnehmen befchräntt.
Jüngst soll sogar der Präsident Tast sich drei Smnden lang über die Frage mit seinen Sekretären.unterhalten haben, ohne daß srei- lich bisher ein positiver Vorschlag herausgekommen ist. So sehr es auch im Interesse Deutschlands liegt, daß eine endgiltige Klärung ver Frage Herbeigeführt wird, so muß doch auf der anderen Seite ruhig abgewartet werden, bis die Amerikaner mit neuen Vorzchlägen kommen. Deutscherseits liegt vorerst keine Veranlassung zu neuen Verhandlungen vor. Die beste Lösung für alle Beteiligten wäre frettich eine Hebertragung der jetzt mit den Kaliwerken Aschersleben und Sollstedt abgeschlossenen amerikanischen Lieferungsverträge auf das Syndikat. Darauf wollen aber die Trusts der Union nicht eingehen, oder doch nur unter Zusicherung von Vorteilen, wie sie Deutschland nicht gewähren kann. Freilich müßten dann auch die beiden d e u t s ch c n Werke, die jetzt im Besitze des amerikanischen Marktes sind, einen Gewinn erhalten, da sie diesen Markt dann ja wieder der Gesamtheit der Kaliwerke freigeben würden. Nach zuverlässigen Meldungen verdienen die amerikanischen Mischdüngerfabrikanten auch jetzt außerordentlich viel an dem Vertrieb des Kali, da sie ihren Abnehmern die Monopolpreise berechnen können. Es würde also nichts schaden, wenn sie etwas von ihren riesigen Gewinnen abgeben würden. Aber auch die Atzwälzung auf ihre Verbraucher wäre ihnen ohne weiteres möglich, da sie in Zukunft un Besitz eines Monopols für alle Kali-Düngermischungen fein würden. Aus diesem Grunde kann Deutschland, so lange von den Amerikanern die Steuer für ihre Bezüge (wenn auch unter Vorbehalt) bezahlt wird, abwarten, bis diese mit neuen Vorschlägen kommen. Der Versuch, die gut sunktionierende Niederlassung des Kalisyndikats in Amerika, die German Kali-Werks, auf Grund der Shermau-Acte anzugreifen, ist jetzt als fehlgeschlagen zu betrachten, so daß auch von die- s c r Seite den amerikanischen Kalitrusts unliebsame Konkurrenz bereitet werden kann.
Fonds.
SWMge Reichsanleihe ....
3”/«-ige Reichsanleihe. ....
4’/o-ige Preuß. Consols .... 3Vi*/»-ige Preuß. Consols . . .
3°/”-ige Preuß. Consols ....
4I/>’/»-ige äußere Argentinier
4V»,/o-ige Chinesen von 1898 ..... 4°/o-ige»Griechische Monopolanleihe. .
4W.V-ige Japaner - ■ ■ 4"/o-ige Amort. Italien 5"/»-ige Mexikaner 4’/«-ige österr. Goldrente . . 4'VMge Österr. Silben-. Jan.—Juli . , 4”/o-ige Russen von 1902 4°/o-ige Spanier l”/o-ige Türken von 1905 ..... . . •
Türken-Lose • • • 4%-ige Ungar. Goldrente 4°/«-ige Ungar. Kronenrente 4%-ige Mosk.-Kasan..........
4”/o-ige Russ. Süd-Ostbahn 1897 . . .
Banken.
Berliner Handelsgesellschaft Darmstädter Bank Deutsche Bank Diskonto-Commandit Dresdner Bank Mitteldeutsche Privatbank National-Bank . Oesterreich. Credit Petersburger Intern. Handelsbank . . Russ. Bank für auswärt. Handel . . Otavi-Minen - - - South-West-Afrika (deutsche Stücke)
Bahnen.
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Mittwoch, 2L Dezember 1910. schleudert, bis der Tod eintrat. Der Vater des Verunglückten fand feinen Sohn als Leiche vor. Der Verunglückte hinterläßt eint Wüwe mtt drei kleinen Kindern.
& Wiesbaden, 19. Dezember. (Selbstmord.) Im .Rabengrund" wurde gestern ein Erhängter gefunden. Der Unglückliche hatte sich auch die Pulsadern geöffnet. Die lerfönlichkett des dem Arbeiterstande ange, örigen Mannes war bisher nicht festzutzellev-
------ Ä
Ser Greifswalder Prozeß.
Becker gu einem Jahr Gefängnis verurteilt^ (Eigene Drahtmeldung.)
Greifswald, 20. Dez. (Telegram m.> Soeben wurde im Greifswalder Landrats» Prozeß das Urteil gesprochen: Der Angeklagte, Rittergutsbesitzer Becker wurde wegen Beleidigung des Landrats von Maltzahn zu einem Jahr Gefängnis und Tragung sämtlicher Kofieu verurteilt. Becker wird gegen dies Urteil Revisio» anmelden.