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Nr. 13. — £ Jahrgang.

Eaffeler Neueste NachrichteS

Sonntag. 18. Dezember 1910.

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Deutscher Prlvut-Beamten-Vereln

(Gegründet 1881)

Haaptverwattung Magdeburg. Zweigverein Cassel. * Korporationsrechte, Staatsaufsicht — Zirka 28 000 Mitglieder in 500 Zweigvereinen und Verwaltungsgruppen. — Zahlreiche stiftende Mitglieder, etwa 500 einkaufende Firmen nsw. — 16 Millionen Mark Gesamtvermögen. — 1 Mark Halbjahres­beitrag für deu Zweigyerein und 3 Mark Halbjahresbeitrag für die Hauptverwaltung.

Was will der Verein? Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Angestellten in den verschiedensten Zweigen und Stellungen des privatwirtschaftlichen Erwerbslebens eine Vertretung ihrer wirtschaftlichen, sozialen und recht­lichen Interessen zu sein. Mitglied des Vereins können nicht nur Privat-Beamte, sondern auch öffentliche Beamte, Selbständige, sowie Aerzte, Rechtsanwälte, Lehrer, Schrift­steller, Ingenieure, Apotheker u. a. werden.

Die Wohlfahrtseinrichtungen des Vereins, an denen alle Mit­glieder ohne weitere Beitragszahlung partizipieren:

1. Unterstützung in unverschuldeter Notlage, bei eigener Krankheit oder Krankheit der Familienmitglieder, Stellen­losigkeit oder sonstige mißtiche Zufälle.

2. Vorschußweise Prämienzahlung auf Versicherungen aller Art zur Erhaltung von Ansprüchen aus Versicherungs­verträgen.

3. Unterstützung der Relikten resp. Zahlung von Erziehungs­geldern aus der Kaiser-Wilhelm-Privat-Beamten-Waisen- Stiftung.

4. Rechtsrat und Rechtsschutz.

5. Lieferung der wöchentlich erscheinenden „Privat-Beamten- Zeitung“.

6. Kostenfreie Stellenvermittlung.

7. Vergünstigungen bzw. Preisermäßigungen in Bädern und klimatischen Kurorten.

8. Rabattvergünstigungen in den verschiedensten Geschäften nach besonderen Abmachungen der Zweigvereine.

9. Vergünstigungen beim Abschluß von Versicherungen aller Art (Leben, Unfall, Feuer, Einbruchsdiebstahl, Kaution usw.).

Standesvertretung des Vereins: Der Verein erstrebt: Staat­liche Pensions- und HinterbUebenen-Versicherung für Privat-Beamte, Schaffung von Privat-Beamten-Kammern, Einführung von Privat-Beamten-Ausschüssen, Regelung der Arbeitszeit in Kontoren, technischen und gewerblichen Bureaus, Erweiterung der geltenden Bestimmungen über die Sonntagsruhe für alle Privat-Beamten, Durchführung und Erweiterung der in der Gewerbeordnung nieder­gelegten Bestimmungen, Erholungsurlaub für alle Privat- Beamten, Änderung des § 63 Abs. 1 des H. G. Bn Recht­liche Gleichstellung im Dienstvertrag und Gesetz mit den Handlungsgehilfen für alle Kategorien der Privat-Beamten, Schnelleres, billigeres, vereinfachtes Rechtsverfahren für alle Privat-Beamten, Verbot bezw. Einschränkung der An­wendung der Konkurrenzklausel im Dienstverträge, Wahrung der Interessen der Privat-Beamten bei der Steuerreform, Änderung der jetzt geltenden Bestimmungen über die Pfändbarkeit des Gehaltes und der Pensionsbezüge, Aus­sonderung der Dienstkaution als bevorrechtigte Forderung in KonkursfäUen, Rechtliche Sicherung der Erfindungen der Angestellten usw. usw.

Versichenmgskassen mit besonderer Beitragszahlung, ab­gestuft nach der Höhe der Beteiligung:

Pensionskasse: Unbedingt fällig werdende Altersrente nach zurückgelegtem 60. ode» 65. oder 70. Lebensjahre je nach Wahl des Tarifes; hohe invaliditätsrente; Versicherung auf Beitragsrückgewähr; Pensionierung bei Berufs­invalidität ; Bestand am 1. Januar 1910: 7489 Personen mit 20533 Versicherungen und 90168"/» Antellen. 221 Invali­ditätspensionäre ; 288 Alterspensionäre.

Witwenkasse: Getrennte Abteilung für konstante und nach den Mitgliedsjahren steigende Witwenrente. Bestand am 1. Januar 1910 : 3205 Personen mit 5131 Versicherungen und 16 429 7» Anteilen. 407 Rentenempfängerinnen.

Begräbniskasse: Versicherung bis 3000 Mark; bis 500 Mark ohne ärztliches Attest; Beleihungsfähigkeit und Rückkaufs­fähigkeit der Policen. Hohe Dividenden. Bestand am 1. Januar 1910 : 4900 Personen mit 5508 Versicherungen und 3798500 Mark Versicherungssumme.

Die Pensionskasse, Witwenkasse und Begräbniskasse regeln ihren Geschäftsbetrieb auf Grund der Bestimmungen des Gesetzes über die privaten Versicherungsunternehmungen vom 12. Mai 1901 und unterstehen als große Versicherungs­vereine der Aufsicht des Kaiserlichen Aufsichtsamtes für Privatversicherung; ihren Mitgliedern gewähren sie einen rechtlich greifbaren, präzis umschriebenen, versicherungs­technisch gedeckten Versicherungsanspruch.

Anfragen sind zu richten an den Vorstand des Deutschen Privatbea mten-Vereins Zweigverein Cassel.

Freitag, den 6. Januar 1911, abends im Saale des Central-Hotels

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mit Umgehung des Zwischenhandels direkt an Private geliefert.

Man verlange in den Geschäften unsere bekannten und beliebten Marken, dann erhält man stets eine tadellose, schmack­hafte und bekömmliche Margarine Wir übernehmen für unser, sämtlichen Qualitäten jede Garantie.

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A.L. Mohr, G.nUH., Bahrenfeld.

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Cassel, Sonnabend, 17. Dez. 1910.

(Monn. C. 18):

Einmaliges Gastspiel der lyrisch­dramatischen Tänzerin

Fräulein Rita Sacchetto.

Tanzbilder:

I. Ballerinnerungen . Gillet.

II. Tarantella.....Chopin.

(Tanz einer Wahnsinnigen).

In seiner Tarantelle hat Cho­pin ein Stimmungsbild von düsterster Färbung gezeichnet. Die vom Stiche der giftigen Spinne Verwundete kann sich, wie der Volksglaube meint, nur durch rasendes Tanzen vor der tödlichen Verletzung retten. — Das Tempo des Rhythmus wächst dabei in einem so furcht­baren Maße, daß die Tanzende, die von einem Dämon besessen erscheint, in völliger Ermattung zusammenbricht, um sich im nächsten Augenblick wieder zu erhöhter Bewegung aufzuraffen.

Musikalische Leitung: Herr Dr. Pauli.

AäMM Wimii Intermezzo in einem Akt nach dem Französischen von Enrico Golstciani. Deutsch von Max Kalbeck. Musik von Ermanno Wolf-Ferrari.

In Scene gesetzt vom Ober- Regiffeur Hertz er.

Personen:

Graf Gil Herr Groß. Gräfin Susanne Frl.v.d. Osten. Sänke, Diener Herr Pickert. Ort der Handlung: PiemonL

Seit: Gegenwart.

Musik. Leitung: Herr Dr. Zulauf. Spielleitung: Herr Regifst Ehrt.

Tanzbilder:

HL Spanische Tänze:

a) Toreador u.Andalonse Rubin­stein.

b) Castagnettensolo Moszkowski. IV.Valse brillante Chopin.

Musik. Leitung: Herr Dr. Pauli. Kaffenöffnung 7 Uhr, Anfang 77i Uhr. Ende nach 97« Uhr.

Nach .Sus. Geheimnis" Pause. Sonntag, den 18. Dezember, nachmittags 27, Uhr, mü auf­gehobenem Abonnement.

Sonder-Vorstellung.

Neu enftubiert. Neu einstudiert.

Frau Holle oder:

Das fleißige u.das fauleMädchen. Eine Komödie für Kinder in sechs Blldern.—Nach dem gleich­namigen Märchen bearbeitet v. C. 2L Görner. — Musik von Catenhusen. — In Szene ge­setzt von Herrn Verend.

Kaffenöffnung 2 Uhr. Anfang 27i Uhr. Ende 5 Uhr.

1. Rang ä 4.50 Mk., 3.50 Mk.,

3.25 Mk.U. 2.50 Mk, Parkett ä 3.- Mk. u. 2.50 Mk. 2. Rang ä 2.25 Mk. XL L75 Mk. Sonntag, den 18. Dezember, abends (Abonn. D. 18):

W Md Simnoiin.

Komische Oper mit Tanz m drei Aufzügen von A. Lortzing.

In Szene gesetzt von Herrn Regiffeur Ehrl.

Kaffenöffnung 67- Uhr. Anfang 7 Uhr. Ende nach 97- Uhr.

Montag, den 19. Dezember.

(Abonn. A. 19): ßgnivnt.

Trauerspiel in 5 Auszügen von Goethe. Die zur Handlung ge­hörige Musik von L. von Beet­hoven. In Szene gesetzt von Herrn Oberregisseur Hertzer.

Kaffenöffnung 6 Uhr. Anfang 67, Uhr. Ende gegen IO1', Uhr.

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•"Ä?* Polizeihund als Darsteller m dem Sensationsschauspiel in 7 Bildern

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Die Berliner Preffe war von der Wirkung der neuen Attraktion begeistert u. widmete d. Hund u. dem Stück enthusiastische Worte, kinlatzpreise: Nnm. Plätze: Sperrsitz (num.) 2.10, strstes Parkett 1.60, Zweites Parkett 1.05, Parterre und Galerie 0.80.

«ei« Barieteakt, sond. ein vollständig abgeschloffenes Bühnenwerk m 7 Auszügen. — Das Publikum wird gebeten, bei den ©eenen des Hundes recht ruhig zu fein und sich nicht von den Plätzen zu erheben.

Vorverkauf heute eröffnet bei H. Maurer. Ständeplatz. Plakate und Programme besagen Näheres.

Die flagge Ml!

Ergreifendes Drama.

Holland. Theater, Holland. Straße 39