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Das kleine Inserat

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nicht, daß heutzutage ein dium dazu gehörte, um die tionell betreiben zu können.

Da trat Heinz wieder „Befehl von Mutting, Nach Hause bringen!"

Der sah zum Himmel.

Die kostenfreie Kontrolle der durch uns gekauften oder uns sonst aufgegebenen Wertpapiere besorgen wir in gewissenhafter Weise, jedoch ohne Uebernahme einer Verpflichtung hierzu oder sonstigen Verbindlichkeit für uns.

Die noch immer hänfig vorkommenden Verluste, welche Besitzer von Wertpapieren dadurch erleiden, daß Effekten schon seit geraumer Zeit verlost, aber infolge mangelhafter Kontrolle der Verlosung noch nicht zur Einlösung gebracht sind, veranlassen uns, diesem Zweige des Bankgeschäfts unsere besondere Aufmerksamkeit zu widmen.

macken beendigt sein!"

Ter Vorarbeiter meinte, daß möglich sei, die Leute gingen sehr die Arbeit.

Der Oberamtmann überblickte und sagte laut:

„Jawohl. ich bin zufrieden!"

Da arbeiteten Männer und Frauen einmal so emsig. >;enn sie wußten: der

Formulare zur Anmeldung von Wertpapieren zur Kontrolle sind an unserer Kasse kostenfrei zu haben, wo auch jede gewünschte Aus­kunft gern erteilt wird.

Auf Grund schriftlicher Vereinbarung übernehmen wir dagegen bei mässiger Vergütung die Kontrolle unter unserer Verantwortung, In diesem Falle übernehmen wir die Verpflichtung, die erschienenen Ver­losungslisten überwachen zu lassen und haften für allen Zinsverlust, der dadurch entstehen könnte, daß wir unseren Auftraggebern nicht wenigstens 8 Tage vor Fälligkeit — rechtzeitiges Erscheinen der Zieh­ungsliste vorausgesetzt — die stattgehabte Auslosung, Kündigung oder Konvertierung des betreffenden Papieres angezeigt haben. Diese An­zeige gilt für erfolgt, wenn dieselbe durch einfachen Brief an die uns zuletzt bekannte Adresse des Auftraggebers geschehen ist.

Kopfschüttelnd sah nach.

Draußen schwang in den Sattel und Regen, der Stadt zu. tobte in seinen Adern. Wie sollte das enden?

Set Liebe Aot.

Von Horst Bodemer.

(Nachdruck verboten.)

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sieh nur die grauen Ständer, aber ich könnt' cs nicht ändern, die Völker lagen furchtbar fest und gingen fast immer auf einmal auf!"

„Schadet nichts, mein Junge!"

Dann ging er in seine Stube, zog sich um, nahm seine Rechnungen und beaab sich zum Vater.

„Hier sind sie!"

Der blätterte sie mit ernstem Gesicht durch

Mit freundlichem Gruße verließen Vater und Sohn die Leute.

Wenige Minuten waren sie gegangen, da prasselte der erste Regen herunter.

„Rach der Heimkehr komm auf mein Arbeitszimmer mit deinen Rechnungen. Heinz, wir wollen das gleich erledigen, damit wir's los sind!"

Der ergriff des Vaters Hand.

„Wie gut du bist, — ich danke dir!"

„Gib dir Mühe, das nächste Jahr beffcr anszukommen, — Vorwürfe machen liegt mir fern, die Freude am Elternhause und an der Heimat will ich dir nicht verderben!"

Da trat eine Träne in Heinz' Augen. Wie er seinen Vater liebte, schon um dieser Worte willen!

Klitschemadennaß kamen sie zu Hause an. Heinz ging sofort in die Küche, dort traf er seine Mutter und Fräulein Herbart an.

„Muttina, ich hab' nicht Wort gehalten, ich bringe elf. der letzte Schuß war 'ne Du­blette, drei alte Herren sind leider auch dabei,

ein, bei dem Hundewetter muß mau sich vor­her den Magen wärmen!"

Während sie das tat, steckte Heinz die ^agdcmladuuaen in die große 'Posttasche. Hs ne ihm das Glas reichte, berührten sich ihre Finger, Klara Herbart 'lenkte den Blick': " t-ank den Kognak in einem Zuge aus, stellte das leere Glas auf den Tisch und legte die Hand auf ihre Schulter.

Jochens schwerer Schritt waw an der Türe hörbar, der brachte sie zur Wirklichkeit zuruck. Heinz stürzte hinaus an dem Kutscher vorbei.

„Ich weiß schon," schrie er ihn an, „ich weiß schon!"

und gab ihm dann, ohne ein Wort darüber zu verlieren, einige Postanweisungen.

„Füll die aus, Heinz, das Geld gebe ich dir heute nachmittag, du reitest rein nach An­klam, das Wetter macht dir nichts aus und gibst sie dort zur Post. Unser Bote braucht das nicht zu wissen!"

„Ich danke dir, Vater," der junge Offizier war rot geworden.

„Schon gut, — und nun wollen wir gleich 'ne Liste rausziehen, ich will nächste Woche 'ne Jagd geben, die Einladungen kannst du nach Tisch mit Fräulein Herbart schreiben, da geht's schneller!" —

An dem großen Eßtische saß am Nachmit­tage, während draußen der Regen an die Fensterscheiben schlug, Heinz Fräulein Her­bart gegenüber, er füllte die vorgedruckten Einladungskarten zur Jagd aus, sie schrieb die Kuverts. Mürting hatte auch am Tische mit einer Handarbeit Platz genommen. Neber jeden der Eingeladenen riß der junge Offizier Witze, glossierte sie, erzählte recht drastisch Er­fahrungen, die er mit ihnen gemacht. Da mußte sein neues Schwesterchen lachen.

„Na, Gott sei Dank, endlich stecken Sie mal ein recht vergnügtes Gesicht auf," sagte er zu ihr.

Und die Mutter wandte sich fragend an Klara.

„Nicht wahr, der Junge kann einem alle dummen Grillen vertreiben?"

Da wußte sie nicht, was sie darauf ant- porten sollte, sie nickte nur stumm mit dem Kopse und schrieb eifrig weiter.

Als man mit Schreiben fertig war, ging Heinz in fein Zimmer, um seinen alten Rcit- anzug anzuziehen, dann begab er sich zum Vater, holte sich Geld und die Posttasche, die er umhing und kehrte in das Speisezimmer zurück. Fräulein Herbart hatte unterdessen die Briefe zugemacht und Marken auf die Kuverts geklebt.

„Na, Schwesterchen, alles fix und fertig?" „Ja!"

„Schön, — und nun tun Sie mir noch einen Gefallen und schenken Sie mir einen Kognak

Nr. 12.

Erster Jahrgang

2. Beilage.

Sonnabend, 17. Dezember 1910

Nach anderthalb Stunden war Heinz sckon zurück. Er begab sich sofort in sein Zimmer und blieb dort bis zum Abendbrot. Seine Gedanken wollte er sammeln, aber es gelang ihm nicht. Den Kopf in die Hände gestützt saß er an dem einfachen Schreibtische, an welchem er als Kind seine Schularbeiten gemacht und starrte auf das Bild des Kaisers, das über ihm hing und unter diesem befand sich von seiner Mutter Hand der Spruch ge­stickt: „Ein feste Burg ist unser Gott." Aber Heinz Rühling wußte nur eines, daß er ha­derte mit Gott und der ganzen Welt.

Notdürftig hatte er seine Ruhe wieder, als er sich zum Abendessen hinunter begab. Ihm kam es vor, als sei Fräulein Herbart bleicher als sonst, vielleicht täuschte ihn das Lampenlicht, so redete er sich ein. Sie aber vermied, ihn anzusehen. Nur wenige Worte wechselten sie bei Tische.

Joseph Giilse, MsciwhWK

l ntere CarlstraSe 9 :—: dicht am Köniesplatz.

Die verehelichen Leser

werden höflichst ersucht, sich bei Einkäufen auf die Inserate in den „Casseler Neueste Nach­richten" zu berufen:::::::

Frauengestalt, u ,uv», .««tne ct

selbst nicht, er zog sie an sich und drückte einen flüchtigen Kuß auf ihr braunes Haar. Aus ihrer Brust rang sich ein krampfhaftes Schluch­zen. Wild wirbelte sein junges Blut in ihm auf, noch fester drückte er sie an sich — und sie ließ es geschehen, aller Widerstand war in ihr gebrochen. Ihren Kopf nahm er in seine Hände und sah ihr tief in die Augen, da wuß­ten sie beide, daß sie sich liebten.

V

„Wir bekommen Regen. — Haltet dazu Leute, bis Mittag muß hier

Hessischer Bankvereih,

Aktiengesellschaft,

_ . ~ ..... Herr

Oberamtmann erkcuntfleißiae Arbeiter auck an.

„Schwesterchen!"

Leise kam es von seinen Lippen, — liebe­voll.

sich der junge Offizier jagte hinaus in den Und das junge Blut Wie sollte das enden?

Heinz ging na« dem „Roten Schlage", um den Vater zu holen. Er. fand ihn beim Kartoffelausmachen, unweit davon wurde ein Stoppelfeld umgeackert.

„Tag, mein Junge — Weidmannsheil gehabt?“

„Und wie, Vater, solche starken Völker hab' ich mein Lebtag noch nicht gesehen!"

„Wenigstens was in dieser bösen Zeit!" „Vating, nicht verbittert fein!"

„Sollte mir gerad' einfallen, fuhr mir nur so heraus!"

Heinz begrüßte bi- Männer und Weiber. Für alle hatte er freundliche Worte. Bei dem einen war ein neuer Erdenbürger an gekom­men, bei dem andern hatte der Tod Einkehr gehalten, jedem hat!- er etwas Tröstliches zu sagen. Der Oberamtmann sah zufrieden auf seinen Jungen, er war mit seinem Schicksal zufrieden, eigentlich ging es ihm recht gut, nur daß ihm ein Wunsch, wenigstens vorläufig, versagt blieb, bedauerte er, dem Sohne nicht dereinst Wernsdorf übergeben zu können. Frei­lich, er war noch verhältnismäßig jung, wenn er seine Gesundheit behielt und Gott ihn in hohem Alter in den Sielen sterben ließ, dann hatte Heinz 25 Dienstjahre hinter sich, war alter Hauptmann oder gar Major, eine respek- rable Pension würde zu den Einkünften von Wernsdorf kommen, da ging es vielleicht. Aber der Oberamtmann verhehlte sich durchaus

Als aber das Abendbrot abgeräumt war und Heinz wieder die Hand seiner Mutter er­griffen, kam eine nervöse Lebhaftigkeit über ihn, er hatte wohl bemerkt, daß ihn der Vater öfters prüfend angesehen.

Ter sagte zu ihm:

„Schade, daß du in Frankfurt am Main nicht Onkel Reuter begrüßen konntest!"

Gott sei Dank, dachte Heinz, jetzt habe ich ein Thema!

.»SA schade, Vater, Onkel ist leider recht hinfällig geworden! — Hat man Ihnen schon von ihm erzählt, Fräulein Klara?"

„Nein!"

Sie häkelte ruhig weiter.

O, der ist furchtbar gut! Vater hat ihn bet der Attacke von Mars la Tour 1870 rans- gehcnleu, da sind sie gute Freunde geworden, er ist Großkaufmann in Frankfurt am Main und mein Pate. Wenn ich mal ein paar Tage Urlaub bekomme, fahre ich immer zu ihm, sind ja nur vier Stunden von Straßburg. Seine Frau ist vor ein paar Jahren gestorben. Kinder hat er nicht. Ich hab' eine wunder­volle Einrichtung, die hat er mir nach und nach zu Weihnachten und an Geburtstagen geschenkt. Ab und zu kommt auch 'ne Wein- kistc, — aber nie schickt er mir Geld!"

„Finden Sie das denn merkwürdig?", fragt Klara, sie sieht von ihrer Häkelei auf.

»Gott, — wissen Sie, unser einer kann immer mal ein paar Dreier extra gebrauchen!"

„Ich bin anderer Ansicht, ick möchte kein Geld annehmen, das ich mir nicht verdient habe," sagte sie ernst.

Da lacht Heinz gepreßt auf.

„Wir Lenin:nt§ sind nickt so empfindlich, Fräulein Klara!"

Sie zuckt mit den Achseln und häkelt ruhig weiter. Der Vater aber denkt: Gott« Dank, sie sind sich heute nachmittag in die $aare „ raten, das ist mir lieb. Dann wendet er sich an Heinz.

»Da du Reservisten von Straßburg nach Berlin gebracht hast, konntest d» Onkel auf dem Herwege nicht aufsuchen, aber auf der Rückreise wirft du einen Tag bei ihm bleiben, du bist ihm zu Danke verpflichtet, -- und er hat dich lieb, Heinz!"

„Natürlich, Vater, — natürlich. — Ich tu's ja so gern!"

Der Oberamtmann ist aufgestanden und sagt:

„Ueberhaupt ist es eine schöne Sache um die Dankbarkeit, — fte tst selten aus Erden!"

Die Worte treffen Klara Herbarts Her; chwer. Auf dem besten Wege tst sie, Unheil n dies friedliche Hans zu tragen. Sobald ich eine Gelegenheit bietet, erhebt sie sich und agt Gute Nacht, sie fühle sich nicht ganz wohl.

Als Heinz ihr die Hand drückt, merkt er. daß die ihre eiskalt ist. Alle Kraft nimmf er zusammen und sagt ruhig: ■ "

„Gute Nacht, Schwesterchen, — schlafen Sie wohl!"

(Forffetzung folgt.)

ein Zittern durch die junge er sah's, wie's kam, wußte er

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