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Casseler Neueste Nachrichten.

Da» Scho der »ethmmmrede.

Professor Franz König -st.

Letzte Telegramme.

tRach Schluss der ReSakttou eiugegmrgeu.)

A Geschichten auS der Aue. Vom Schöf. fengericht war ein gewisser Bläsmq von hier, ber ;bet Aue junge Mädchen belästigt hatte, zu 2 Wochen Gefängnis verurteilt worden. B. legte gegen dieses Urteil Berufung ein, hatte aber kein Glück damit. Die Strafkammer be­stätigte vielmehr das erstinstanzliche Urteil.

A Stadtassistcntcnprüfung. Die von uns erwähnte Stadtassistenlenprüsuug dettaf nicht dre Stadt Cassel. Es handelte sich dabei um die vom Städtetag veranlaßte Prüfung der A,, istenten-Anw ärter kleinerer hessi­scher Gemeinden. Die Prüfung der Anwär­ter der Stadt Cassel findet erst in den nächsten Tagen statt. Ihr Ergebnis wird in den Casseler Neuesten Nachrichten bekannt gegeben werden.

Station Trevsa infolge eines Maschinendefek­tes auf der Strecke liegen bleiben mutzte, wo­durch längere Verkehrsstörungen eingetreten sein sollten, die sich auch auf der hiesigen Station fühlbar gemacht hätten. Wir haben über diesen angeblichen Vorfall heute sowohl bei der Eisenbahndirektion als auch bei der Verkehrsinspektion Erkundigungen eingezogen. Hier wie dort war von einem Unfall iedoch nichts bekannt.

A Ein Märchen? Dem Bericht eines hiesigen Blattes zufolge sollten in einem Ge­schäft an der Frankfurterstrafe e 6000 Mark ge-

Lie Meuterer von $os Kobras.

Rio de Janeiro, 12. Dezember. (Tele­gramm.) I« der vergangenen Nacht ver­suchten die Meuterer zu fliehen. Viele von ihnen wurden gefangen genommen. Regie­rungstruppen besetzten heute früh die Insel Das Cobras, wo sich noch einige Ausständige befanden, die aber keinen Widerstand leiste­ten. Das Leben in der Stadt nimmt wieder den gewöhullchen Charakter an. (S. Artikel: »Die neueste Revolution".)

uiorgen kann voraussichtlich die Verkohrscira öffnung erfolgen. Es handelt sich hierbei um die frühere Pserdebahnsttecke. Leider geht auch letzt, nach dem Umbau, die elekttische Bahn nur bis zur Gemarkungsgrenze Cassels, von da weiter bis Bad Wolfsanger bleibt der Pserdebahnbetrieb bestehen. Die Direktion der .Großen Casseler" ist nämlich mit der Ge­meinde Wolfsanger über den Weiterbau der ElekttisÄen nicht einig geworden. Die Ge­meinde soll die Hälfte der Baukosten bezahlen •—11 °ms lehnt sie ab; mit Recht, V man in

Pari», 12. Dezember. (Spezial-Te­legramm.) Im Laufe der letzten Nacht trafen Depeschen aus Rio de Janeiro hier ein. Danach betrachtet die Regierung das durch die Meuterer vorgenommene Bombarde­ment eines Teiles der Hafenanlagen als allerletzte Anstrenung der Rebel- l e n. Die Panik, die in der letzten Rächt durch die Expwsion der einschlagenden Grana­ten entstand, teilte sich auch auf die anderen Stadtviertel mit. Große Schwierigkeiten be­reitet die Beerdigung der Toten, deren Zahl sich auf 200 beläuft. Die Regie­rung ist mtt den Meuterern in Unterhaudlun-

Et» wunderbarer Anblick, der jede Seele gefangen nimmt und dessen Eindruck nie ver­lischt. In der langen Wilhelmshöher Allee funkelt Licht an Licht, drunten im Weichbild der Stadt glitzern tausend glühende Fünkchen aus Straße und Haus, und je tiefer oben au: ber Hohe des Abends Schatten niedersinkeu, umso herrlicher strahlt unten im Tal das fun- | kelnde, blitzende Lichtmeer: Ein Bild voll Zau- der, Poesie und berückenden Effekten. In den Abendfrieden hinein tönten plötzlich die ehernen Zungen der Kirchenglockcn, die drunten im Tal dre Gläubigen zur Abendandacht riefen, ^hr melodischer Klang drang in weichen Tonen bis hinauf zur stillen Höhe, deren Ein­samkeit im Wellenschlag der ' Glockengrüße poetischen Reiz gewann. Als der letzte Glockenklang weich und leise im Abenddunkel erstarb, wandte ich meinen Schritt, und die Herkulesbahn ttug mich in schneller Fahrt aus dem Reich des stillen Friedens wieder nieder ms Tal des Lebens, wo in den Straßen immer noch die Menge der Zehntausende flutete. Cassel im Abendschatten des .Silbernen Sonn- tas". . . •»

Es bleiben, soweit die Ergebnisse bisher bekannt geworden sind, nur weniger Groß­städte übrig, die mit ihrem Zunahmeverhält­nis Cassel erheblich übertteffen. Die durch Eingemeindungen verursachten Ver-

. Erfurt (4-12,79 Prozent), (4-10,48 Prozent), Linden bei Hannover (4-11,1 Prozent), Magdeburg (-412,06 Proz.) u. a. stehen mit ihrem Bevölkerungsgewinn ungefähr auf gleicher Stufe wie Cassel.

A Die nächste Stadtverordnetenfktzimg. Für die nächste Stadtverordneten- 1 i tz u n g, die am Donnerstag dieser Woche stattfindet, ist folgende Tagesordnung festge­setzt: Nachricht über die Verhandlungen bettef- fend den „P f a s f e n st i e g", Bereitstellung des Betrags von 1740 Mark zur Er- Weiterung des Friedhofs im Stadt­teil Rothenditmold, Beschlußfassung über einen gegen die Richtigkeit der Stadtver- ordnetenwählerliste erhobenen Einspruch und Rechnung der Murhardschen Stif- t u n g für das Etatsjahr 1909.

großen Ueberschwemmung. Die österreichi­sche Südbabn führte von der Grenzfiatton Ala bis zur bayerischen Grenze nach Kufstein einen Sonderzuq, von wo die Reisenden nach Ber- lin von einem bayerischen Expreßzug abgeholt wurden.

den hier darin unterrichtet, ihre geistigen Fähigketten zur vollen Entfaltung bringen zu können, das Wissen der Welt kennen zu lernen, und dabei nicht die Leibespflege zu vernachläs- figen. Die Universität zerfällt in zwei Ab­teilungen: In die Vorbereitungsanstalt und die eigentliche Hochschule. Die Vorbereitungs­anstalt ist dazu geschaffen, die Grundlage für die weiteren Studien auf der Universität zu geben und dabei sie so zu gestalten, daß sie nicht nur für die Frauen Interesse haben, sondern daß sie auch für die geisttge Aufnahmefähigkeit der Frau zugcschnitteu sind.

Die Universität selbst hat drei Abteilungen, die selbständig nebeneinander bestehen, und die ein klares Bild davon geben, wie praktisch und im besten Sinne modern diese Einrichtung ist. Tie erste Abteilung ist die .wissen­schaftliche". Hier wird durch Vorlesungen, die von männlichen Professoren gehalten wer­den, der wissenschafttiche Teil gepflegt. Die Lehrfächer sind: Kunstgeschichte, Literatur, Medizin, Geschichte und die Geschichte der Frauenentwickelung. Die zweite Abteilung ist die .Abteilung für Körperpflege". In dieser sür eine Frauenuniversität äußerst charakteristischen Frauenabteilung wird von wissenschasllich gebildeten Aerzten und von ordentlichen Professoren den Frauen gezeigt, wie sie sich am besten gesund erhalten, wie sie sich während der Zeit der Mutterschaft zu ver­halten haben und Wie sie ihren Körper schön und kräftig gestalten können. Puder, Schminke, Fette, Oele, Salben und andere koSmettsche Mittel sind hier verpönt. Die Körperpflege darf, wenn sie Erfolg haben und biS ins späte Alter ihre Wirkung üben soll, nur durch na­türlich-mechanische Mittel erfolgen. Chemische Mittel werden verabscheut. Die dritte Abteilung ist die .Abteilung der Hausfrau". Hier werden nicht nur Haus­frauen ausaebildet, sondern vornehmlich auch

Berlin, 12. Dezember. (S pezial-Te­legram m.) Der bekannte Chirurg. Professor

damals noch kaugi gekannt. Weg und Ziel I gleich interessant: am Gipfel aber, oben, wo der steinerne Koloß thront, andächtige Bewun­derung. Zwar sprangen die Wasser nicht, und auch der Ausblick war im niederdämmernden Dezemberzwielicht nicht meilenweit; statt dessen aber leuchtete zu meinen Füßen ein prächtiges Lichtmcer: Das abendliche Cassel, in dem eben die Helle der Lichteffekte aufflammte.

Tie heutige Nummer der „Casseler Neueste Nachrichten" umfaßt

— 10 Seiten. =

Gelegenheit da, die Beziehungen zu Deutsch­land zu bessern. 1910 sei das letzte Jahr, in dem Deutschland vier Dreadnoughts gebaut habe. Später verringere sich deren Zahl. Jetzt würden sich die Beziehungen zwisch^! den beiden Ländern so gestatten, daß DeutM- land nicht daran zu denken brauche, ein netgj. Flottengesetz zu entwerfen.

rückgegangen ist. Die Ursache dafür, das fast völlige Darniederliegen der Bau- t ä t i g k e i t, ist aber bekannt. Daß die starke Einschränkung der Bautätigkeit die Erwerbs­möglichkeiten (auch für andere Gewerbe) sehr verringert und infolgedessen den Zuzugsge­winn beeiuträchttgen muß, ist leicht einzusehen, Ebenso aber auch, daß es sich dabei nur um eine vorübergehende Erscheinung handeln kann, nicht aber um einen dauernden Rückgang.

Nr. 8, — £ Jahrgang._________________

tz Die Pyrenäen im Unwetter. Aus

“ 6 / i d wird gemeldet: Infolge der Regen- §usse ift der Tajo um 2,60 Meter gestiegen. Aste Ufer sind überschwemmt, der ange­richtete Schaden ist sehr groß. Man befürchtet ein werteres Steigen des Sttomes. In Tel-

so erfolgte durch die Regengüsse ein Erdrutsch, wobei mehrere Frauen ver- schüttet wurden.

ts, Die bestraften Saboteure. Aus Pa- r i s wird uns depeschiert: Die 8. Schwur- gerichtskammer verurteilte eine Anzahl Arbei- ter der elekttische» Werke tu Vitry wegen Sabotage zu schweren Gefängnis- strafe». 7 erhielte» je zwei Jahre Gesäng- nrs und 50 Francs Geldbuße, zwei andere wurden zu einem Jahr, einer zu 1 Monat und zwei zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt, wäh­rend zwei freigesprocheu wurden.

TZ Das Cholcragefpenst. Aus Peters- bürg geht uns folgendes Telegramm zu: Auf dem hier eingetroffenen Dampfer .Herku-1 les" ist ein Matrose unter choleraver- dächtigen Erscheinungen erkrankt und sofort ins Spital überführt worden. Der Dampfer wurde unter Quarantäne gestellt.

tz Wieder ein Grubenunglück! Aus Winnipeg wttd berichtet: Bei einer Er- pwsion auf der Kohlengrube Bellewie wurden 7 Bergleute getötet und 20 ver- wundet; 45 sind noch cingeschloffen, und es ist fraglich, ob es gelingen wird, sie zu retten. Die Opfer waren fast sämtlich Ocsterrcicher.

junge Mädchen, aber weniger im Kochen, als in den moralischen Pflichten, die eine Hausfrau und Mutter zu übernehmen hat. Man wird zugeben müssen, daß diese Art der Universität viele Vorzüge vor der männlichen hat, soweit Frauen in Betracht kommen. Die Anstalt besitzt bereits 600 Studentinnen, von denen 300 die Vorbereitungsanstalt und 300 die eigenfliche Universität besuchen. -rg-

Aus Dem Reiche Der Kunst.

A- Ter „Hessen-Marsch". Der Ober­musikmeister im Husarenregiment Hessen-Hom­burg Rr. 14 R. Pfanncnschmidt in Cassel hat vor kurzem einen „Hessen- Marsch" für Klavier erscheinen lassen. Die Komposition (Preis 75 Pfg., Verlag von W. Simon, Cassel) zeichnet sich in den beiden er­sten Teilen durch frische Melodik und soldati­schen Schneid aus, während das Trio einen herzlichen Charakter aufweist. Pfannen- schmidt hat nämlich darin gcfchickt das Lied „Hessenland, Heflenland, innig dir zugewandt" eingeflochten, das besonders in den 40er und 50er Jahren gern gesungen wurde.

tAi Kleine Chronik. Die aus Berlin gemeldet wird, hat Dircttor Gregor soeben mit den Direktoren Bendiner und Phi­lip aus Hamburg einen Vertrag abgeschlos­sen, wonach die Komische Oper vom 1. September 1911 an auf die Dauer von zehn Jahren an die genannten Herren verdachtet wird. — Aus Berlin meldet ein Tele­gramm: Bei der Trauerfeier für L n d w i g Knaus, die beute mittag in der Akad-mie der Künste statlfand, war die Stadt Ber­lin durch den Oberbürgermeister Kirsch­ner und dew Büigcrm"ist»r R e i rf e ver­trete». — Der bekannte Kliniker H u ck- a r d ist (wie aus Paris telegraphiert wird) im. Altcr von 66 Jahren gestorben.

London, 12. Dezember. (Spezial- Telegr am et) Die heutige Morgenprefle bringt sehr ausführliche Berichte über dir Sonnabend-Rede des deutsche» Reichskanz­lers. Kommentiert wird die Red« jedoch nur i» den liberale» Blätter». U. a. stinmme» „Daily News" Herr» v. Bethmanu Hollweg in den Punkte» bei, daß es nicht notig sei, durch einen Vertrag festzusteüeu, wieviel Schiffe England und wieviel Schiffe Deutsch­land bauen dürfe. Es werde nur auf eine Verständigung hingearbeitet werden, so , .daß beide Länder künftig nicht mehr gegen»

. A Pferdehändler Rosenkranz vorm Straf- einander bauen würden. Gerade jetzt sei die gericht. Die strasgerichtliche Verhandlung ‘ *" ™ ' ' - ...

gegen den zu trauriger Berühmtheit gelangten hiesigen Pferdehändler Siegfried Rosen­kranz, der nach Nordamerika entflohen war, nachdem er durch eine Reihe von Wechsel­falschungen viele Mitbürger geschädigt hatte, wird nicht, wie zuerst angenommen wurde, vor das Schwurgericht kommen, sondern die hie- sige Strafkammer beschäftigen. Der Pro­

zeß wird wahrscheinlich noch im Laufe dieses Monats stattfinden.

Die Gattin als Mörderin.

Reval, 12. Dezember. (Spezial-Te« legramm.) Hier wurde ein Postbeam­ter in seiner Wohnung ermordet aufge- stohlen worden und die Einbrecher sollten I ln er 5000 Rubcl

mit ihrer Beute unerkannt enttommen sein. Au Di«rftgelder^ aufbewahrte, war aufgebrochen, zuständiger Stelle ist davon jedoch nichts be-

kamtt. Auch die von unserer Redaktto» ang«- ^angvn zu habe», wnrdedre eigene stellten Ermittelungen haben nichts ergebe», dc. Ermordeten verhaftet.

A as-. München, 12. Dezember. (Privat. Te-

' A 4 ie Straßenbahn Cassel Bwlfsanger. legramm.) Der Sonntag aus Cannes ab- Nachdem '-'t Freitag vergangener So£e auf „gangene Süd-Norderpreßzug konnte zwi- l'LV/i Ä n 1 'Heu Genna und Mailand die Fahrt nicht

henb ahn Dassel-Wolfs anger fcTtfefeen wegen der durch den Po verursachten

uchsfahrten stattgefunden haben, die im we-' - -- - --

entlichen befriedigten, wird morgen die be­hördliche Abnahme stattfinden. Ueber-

A Ein erdichteter „Zugunfall". Hier Hoffnung.Ausdruck, daß ihre R ettun g ge- wurde gestern das Gerücht verbreitet, daß der tmgen wird, bevor das Schiff in Stucke geht. V-Zug 179 Straßburg - Frankfurt - Berlin in der Nacht zum Sonntag bei der 80 000 Arbeiter brotlos.

-■ " - 1 Zürich, 12. Dezember. (Spezial-Te-

legramm.) Aus Lugano wird gemeldet, daß im ganze» Industriegebiet von Ber­gamo die Textilfabriken durch Hoch- w a f s e r zur Einstellung des Betriebes ge­zwungen sind. 80 000 Arbeiter und Ar­beiterinnen sind auf Wochen hinaus ohne Arbeit.

zwei Leute, ein Stifent E. und ein Pri- Grund geraten. Die See ist stürmisch. Nach v a t b e a m t e r. Die Selbstmordursachen ein“ drahtlosen Meldung wird das Schiff «äh.« l auf den Klippen hin- und hergeworsen. Dir

lassen sich in belden Fallen nicht mit Sicherheit an Bord befindlichen Personen, insgesamt angeben. 106, unter ihnen 52 Passagiere, geben der

„ A Dem Verdienste feine . . . Prämie! Im Amtsblatt der Landwirtschaftskammer für den Regierungsbezirk Cassel wird als Ergebnis einer Untersuchung der Geflügel Höfe im Landkreis Cassel und dessen Nachbargebie- ten eine Liste derjenigen Gutsbesitzer und Ge- lügelzüchier veröffentlicht, deren Federvieh- Haltung so mustergllttg befunden wurde, daß ihnen Prämien zuerkannt werden tonnten. Es haben erhalten: Nöll-Gudensberg erster Preis, 70 Mark, Schaper-Rothemühle zweiter Preis, 60 Mk., Riehl-Beberbcck dritter Preis, Diplom (weil früher schon mit einem Geldpreise be­dacht gewesen), Hohmann-Obervorschütz vier­ter Preis, 50 Mark, Schade-Pelzmühle fünf­ter Preis, 50 Mark, Lemm er-Ebsdorf sechster tteis, 50 Mark. Deiß-Eschenstrnth erhielt ein Diplom, weil er schon früher einmal einen Geldpreis erhalten hatte. Sodann erhielten Geldpreise von je 40 Mark; Stübing-Zicgen- hain, Barthels-Cathrinhagen, Matthias-Klein- Renndorf und Peil-Heskeim; je 30 Mk.: Kuh- haupt-Ehringen und Ebeling-Rilfshagen und I - - lr, , - '"v.—

sodann je 25 Mark Geldprämien; Heisenhuth-1 $5: P laa n i g, ist heute vormittag im Felsberg, Ernden-Fischbach, Aßmus-Felsberg Atter von 78 „fahren gestorben.

und Schröder Großseelheim. —. , _ ...

. „ t , Margarine-Vergiftungen und kein End«.

A AuS den Tiefe» des Lebens. Ein Gotha, 12. Dezember. (Telegramm.) Kellner namens Markus hat das dreijährige In Friedrichsroda und Ruhla sind zahlreiche Töchterchen seiner Logisleute mißbraucht. Fälle von Margarinevergistungen vorgekom- Der Verbrecher wurde in Haft genommen. men. Es handelt sich um Fabrikate der Firma

eine Schüleraufführung, die zugleich als - _

Weihnachtzfeier gedacht ist. Deflama-

Honen, Musikvorträge und das Märchenspiel ~ Weißenfels, 12. Dezember. (SP ezial- »Mnze, der gestiefelte Kater" von Franz Pocci ?? Ingram ui.) Auf der Polizeiwache er - gelangen zur Darstellung. Als Abschluß der I ’ J 0 ein 78 Jahre alter R e n t n e t , bet Feier werden die größeren Schüler einen Ball ^,a?, ? vergangen hatte, und deshalb im Lesemuseum veranstalten. Der ^Reinertrag verhafttt worden war.

soll für Zweck des Schülerruderns verwendet .

werden. Im Sturm auf See.

, , t Rewyork, 12. Dezember. (Telegramm.)

A Bwei Selbstmorde, freiwillig In den Der Dampfer „Olympia" ist an der Küste Tod gegangen sind im Stadtell Wehlheiden des Prinz Williams-Sunds (Alaska) auf

Jas Neueste aus Assel. Kassel: 153,120 Kiuwohuer.

Kasseler Csmttag. , Nach den nunmehr vorliegenden amtli-

■ *««m- r.«- »6.,, ?„• ” , vu 1 • Mäy le$

Meber einmal ein Sonntag mit em paar Cassel (einschließlich der Vororte) seit dem für mich! Dazu draußen ein 1. Dezember 1905 von 138 670 auf 15 3 12 0, milder Wintersonnentag, der ins Freie lockte, also um 14 450 oder 10 42 Vrore'tt o tato“beanttonrfet^nrf^1^ • r C®ro!,i2 V scrL Ju der Zeit von 1900 bis 1905 betrug

Nach Wlhe 1 mshöhe, der Prozentsatz des Einwohiierzuwachses für rum Hertules hinauf sollte es gehen, zu das damalige Cassel 4-13,6 Prozent, war also Cassels .Berühmtheiten. Der echte Casselaner, damals etwas höher. Das ändert aber nichts fh.s bcibi statten nichts besonderes mehr daran, daß Cassel auch im letzten Jahrfünft sind, der noch andere Reize seiner Vaterstadt eine stattliche Bevölkerung s z u n a h - mitleidig über die Begeisterung m e erfahren hat. Eine ganze Roihe anderer lächeln, mit der Fremde vom Herkurles spre- Großstädte hat sich nach den vorliegenden chen. Deshalb bleibt er aber doch eine einzig- Vollszählungsergebniffen mit einer sehr viel artige Anlage, dir verdient, daß sie mit Cassel geringeren Bevötterungszunahme begnü- in einem Atem genannt wird; im Süden gen müssen, und zwar Görlitz mit 4-2,28 Pro- eben Jo tote im Norden, Osten und Westen. zent, Elberfeld mit 4-4,43 Prozent, Braun- Cassel gehört zu den Städten, die dem schweig mit 4-5,07 Prozent, Dresden mit Namen nach überall bekannt, in ihrem Wesen 4-5,77 Prozent, Halle a. S. mit 4-6 22 Proz aber ebenso verkannt sind. So gUt die Nesi- Augsburg mit +6,82 Prozent, Lübeck mit denzstadt Cassel als „wenig lebhafte Beamten- + 7,72 Prozent, Breslaus mit +849 stadt" Wenig lebhaft? In der Tat, wer an Prozent, Bielefeld mit +8,51 Prozent eintönigen Werkeltagen, die nichts besonderes Leipzig mit 4-8,93 Prozent usw. (München bieten, durch die Straßen wandert, fragt sich (+1042 Prozent!. Königsberg (+10,85 Pro- verwundert, wo denn in Cassel eigentlich die zent), Erfurt (+12,79 Prozent), Osnabrück Menschen zu suchen sind, die 155 000 oder gar ' ’ Jm ' ' ■ -

160 000 Seelen, die die Residenz bevölkern.

Gestern aber sah man sie. Nicht nur durch die beiden Königsstraßen fluteten rechts und links breite Sttöme von Menschen, auch in den übrigen Geschäftsstraßen der Kölnischen-, Wil­helms- und vornehmlich der Hohenzollern- fträfet, wars «ftenso: Ganz Cassel schien auf den Beinen zu sein. Erfreulicherweise! Denn, ...„ v t

bentäfnin„tbrtt,rfi6<hbcr'<ra18 s*" M Hf" größernngen der Städte muß matAei solchen

ventssonntagen, den Tagen der Weihnachts- Vergleichen natürlich außer Betracht lassen.

Hoff- Würde man sie mitnehmen, so stellte sich für nungen uud Wunsche, die Ausstellungen der Cassel, das inzwischen 4 Vororte eingemeindet tn den Straßen glanzen und kein hat, die Bevölkerungszunahme seit 1905 auf Mw und kein . . Portemonnaie 4-27,1 Prozent. Demgegenüber ist zu den sich ni^rt, um sie gebührend zu würdigen. hier und da in letzter Zeit laut gewordenen Gestern war darüber nicht zu ttauern; im Befürchtungen über eine rückgängige Ent- Gegenteil: Der Verkehr am „Silbernen Sonn- Wicklung Cassels, die zum Teil auf nicht ohne denHosfnungen der heimischen Ge-weileres vergleichsfäbige Zahlen gestützt tour« schaftswelt vollkommen gerecht und Bat sicher den, tatsächlich kein Anlaß gegeben. Richtig ist auch all die Zehntausende befriedigt, die gestern es allerdings, daß in den letzten zwei Jahren in froher Sountagsstimmung schauend, stau- der Wanderungsgetoinn für Cassel sehr zu- nend und kaufend durch Cassels ©träfeen schrit- J---------- - - -

ten. Frohe Menschen und glückliche Mienen wärmen bekanntlich die Herzen, und so wan­derte auch ich, verheißungsreichen Weihnachts- ahnens voll, zmu Kirchweg, um mich der Her­kulesbahn für den Aufstieg zur Höhe anzu- »ertrauen. AlS .ich zum letzten Male (zwölf Jahre sind darüber verraufcht) zur Höhe em- porstieg, gabs in der Fuldaresidenz noch keine HerkuleSbahn, und die Kohlenstraße, durch die heut glitzernd die Gleise sich hinziehen, war

______________Dienstag, 13. Dezember 1910, Wolfsanger meint Jedenfalls ists bedauer- lich, daß die Bah» nur zur Hälfte modernisiert werden tarnt