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Fernsprecher 951 und 952«
Dienstag, 13. Dezember 1910
Fernsprecher 951 vnd 952.
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Die Feuerbestattung kommt!
Berlin, 12. Dezember.
(Telegramm
unseres
parlamentarischen Mit
Kerker- hinter sich schließen hörte, verließ die I Punkten kommentiert, und -war hinsichtlich
fetzung der Insel CobraS erübrigte sich nach der vollendete« Uebergabe durch die Meuterer.
Das Kronprinzeupaar aus Ceylon.
Colombo, 12. Dezember. (Privat-Te- legram m.) Das deutsche Kronprinzenpaar speiste gestern beim Gouveuneur zu Mittag und wurde dann von den Behörden von Colombo nach denl Quai gebracht, wo sich die Kronprinzessin an Bord des Dampfers „Lecow" begab, während der Kronprinz sich einige Minuten später an Bord des Kreuzers „Gneisenau" zur Weiterreise einschtfste. Gestern morgen hatte der Kronprinz mit den Begleitern deS deutschen Konsuls eine Sluto- sahrt noch dem buddhistischen Tempel von Kotahrna unternommen, wo er durch den Köchen Priester, einen siamesischen Prinzen, »egrußt wurde.
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Stätte der Buße und Sühne verderbter und mit stärker« verbrecherischen Trieben, als er sie betreten hatte. Möglich, daß dem von den Gießener Volksrichtern auf Lebenszeit ins geschickten Zwanzigjährigen dies Schicksal erspart bleibt und er, wenn des Grotz- hcrzogs Gnade ihm die Sühne des Verbrechens leichter macht, nach fünfzehn Jahren als ein Gebesserter und Geläuterter in den Kampf ums Dasein zurücktritt. Ebenso möglich ist aber auch der andere Fall, und dann wäre es nicht als ein Gewinn für die bürgerliche Gesellschaft zu crackten, wenn der Mann, der schon in jungen Jahren schwere Ver- brcchenschuld auf sich geladen hat, wieder auf sie losgelaffen würde. Menschlichkeit und Barmherzigkeit sind edle Tugenden, die auch die irdische Gerechtigkeit verklären und sie menschlichem Empfinden innig verbinden, aber Aufgabe und Prinzip der Gerechtigkeit bleibt
Telegraphischer Sieaft »er Casseler Neuesten Nnchrichteu.
arbeitet8.) Wie ich erfahre, steht es jetzt ziemlich fest, daß dem preußischen Landtage der Entwurf zur Einführung der fakultativen Feuerbestattung in Preuße« in nächster Zeit zugehen wird. Die Bedenken, die der Minister des Innern bisher gegen die Einbringung einer solchen Vorlage hatte, dürfen im allgemeinen beseitigt gelten.
„£)«» bißchen Moabit".
Bettln, 12. Dezember. (Teleg.« amm «nseres Korrespondenten.) In der Presse war behauptet worden, daß der Reichskanzler mit Bezug auf die Vorgänge in Moabit die Aeußerung getan habe: .Das bißchen Moabit!* Eine derartige Bemerkung ist indessen, wie mir von zuverlässiger Stelle mitgetcilt wird, Herrn von Bethmann Hollweg weder zuzutragen, noch hat er sie g e- ta n. Nicht weniger grundlos als diese Behauptung ist die im Zusammenhang mit ihr auftretende Erzählung, daß die Inangriffnahme eines Ausnahmegesetzes gegen die Sozialdemokratie nahe bevorgestanden habe. Was von dieser Erzählung zu Halter; ist, lehren die Erklärungen, die der Reichskanzler am Sonnabend im Reichstag abgegeben hat.
'Die Irredentisten von Graz.
Graz, 12. Dezember. (Privat-Tele- gramin.) Im Grazer Jrredentistenprozeß wurden 12 Angeklagte von der Anklage des Hochverrats sreigesprochcn. Der Dreizehnte, ein Mann namens Deperit, erhielt wegen Majestätsbeleidigung zwei Monate schweren Kerker. Die Beweisaufnahme ergab im allgemeinen die Harmlosigkeit der seinerzeit stark aufgebausckten Affäre, die im wesentlichen auf die Unbesonnenheit der Beteiligten zurückzusuhren ist.
zur äußersten Linken. Zu solch starker Aus- regung war wohl kein Grund, well der Kauz, ler gesetzliche Ausnahmemaßregeln gegen die radikale Linke ausdrücklich ablehnte.
Die Regierung fühlt sich mit der .furcht- losen" Anwendung der bestehenden Gesetze stark genug und bedarf keines konservativen Ansporns: .Unsere Energie wird wachsen mit der Häufigkeit umstürzlerischer Angrisse Punktum! Pravoruse und Zwischenlaute waren verklungen. Run sind zwar die bürgerlichen Parteien noch lange nicht .gesammelt", aber eine sänftigeude Wirkung der vom Regierungsstandpunkt auS geschickten Rede war doch in den folgenden Darlegungen des nationalliberalen Führer- Bassermann unverkennbar. Bezeichnenderweise konnte er (und nicht ein Vertreter des Zentrums) dem Kanzler die Stichworte für seine unmittelbar darauf sol- gcnde Erklärung über die auswärtige Politik geben. Verhältnismäßig viel Wohlwollen batte Herr Bassermann für die Regierung übrig, weniger natürlich für die rivalisierenden Parteien. Alles in allem kam er aus disharmonischen Betrachtungen aber dock t« einem verheißungsvoll optimistischen Ausblick in die Zukunst: Sollte wirklich die .rote -flut" noch stärker sich heranwälzen, dann greife man nur getrost zu einer umfassenden innerpolitischen Reform, und zwar in liberalem Sinne. Das werde sich dann als wahres Universalmittel erweisen.
Was der Kanzler in seiner zweiten Rede über die internationalen Beziehungen mitteilte, war in hohem Grade erfreulich, denn es beweist, daß der Himmel wolkenlos, daß keine Konsliktsmöglickkeit in Sicht ist, vielmehr zwischen der deutschen und der englischen Regierung Vertrauen herrscht, und mit Rußland gelegentlich der Potsdamer Monarchen- und Ministerbegegnung eine förmliche Vereinbarung über die Interessensphären in Persien erzielt worden ist. Zwischen Berlin und Petersburg ist .das alte, vertrauensvolle
Ein Bataillon Marineinfanterie von der Festung der Insel Da» Cobra« hat in der Rächt zum Sonnabend die übrigen Offiziere zu Gefangenen gemacht und ans Festland befördert. Gleichzeitig meuterte die Hälfte der Besatzung des Scout .Rio- Grande*. Die andere Hälfte bet Mannschaft leistete unter Führung der Offiziere tapferen Widerstand und verhaftete die Meuterer, die als Gefangene an Land geschickt wurden. Die Besatzungen der übrigen Kriegsschiffe blieben treu. Um zwei Uhr morgens versuchten zwei Schaluppen mit Matrosen, an der Brücke de»
Römische Sensationen.
Rom, 12. Dezember. (Privat-Tele- gramm.) Die Affäre einer deutschen Dame in Rom beschäftigt augenblicklich die italienischen Behörden. Wie erinnerlich, hatte die Gattin des römischen Advokaten Loren- zini, eine geborene Käferstein aus Dresden, angeblich Selbstmord begangen, um sich den fortgesetzten Mißhandlungen ihres Gatten zu entziehen. Inzwischen haben aber Ermittlungen ergeben, daß die Dame wahrscheinlich das Opfer eines schweren Verbrechens geworden ist, an dem anscheinend auch der Gatte beteiligt ist. Die Affäre erregt in Rom großes Aufsehen.
Cs kriselt in Oesterreich!
Wien, 12. Dezember. (Spezial-Telegramm.) MinisterptSdent Baron Die- nerth begab sich gestern nach Schönbrunn, wo er eine lange Audienz beim Kaiser hatte, dem er genau Bericht über die sehr ernste innere Lage erstattete und ihn darauf vorbereitete, daß er unbedingt feine und de» Kabi- nett» Demission geben müsse, wenn die Polen auf ihrem eigensinnigen Standpunkt in her Wassetstratzenfrage beharren würden. Kaiser Franz Josef sprach sich über die Rot- Wendigkeit des Kabinettswechsels in Borten lebhaftesten Bedauerns au». Die Entscheidung Wird voraussichtlich heute fallen.
der Bemerkung über Marokko und des Passus über die englisch-deutsche Abrüstung. Diese betden Puntte erregen offenbar das Jnter- e|,e Frankreichs mehr als die türkische Anleihe und. die Potsdamer Zusammenkunft. Die H-eßkommentare halten sich durchweg in gemäßigten Grenzen.
Gnade bitten. Karl Werners Richter heischen vom Landesherrn die Herabminderung —-----.
der Strafe auf fünfzehn Jahre Zuchthaus, und °0<? erster Lime der Schutz der Ge- es ist wahrscheinlich, daß Ernst Ludwig von11eIIfaft flegen den Kampf des Ver» Hessen, aus dessen Charakterbild die Humam- brechens, und diesem kategorischen Jmperattv tat als edelster Zug hervorleuchtet, der Bitte aegennber treten alle andern Regungen in den der Volksrichter willfahren und dem Zwan- Hintergrund, mögen sie menfchlich auch noch zigjährigen es ersparen wird, sein durch den 11° edel und achtenswert sein.
Trieb zum Verbrechen gestempeltes Dasein hin-1
Der zweite Tag der Etatberatung.
(Von unserem Berliner Bureau.)
Berlin, 11. Dezember.
. Der Reichskanzler hat das Banner entrollt' Die einständige, hochbedeutsame Rede, ta der er es gestern tat, enthält ein förmliches Programm und führt auf eine hohe Warte, bon der aus man weit hinausschaut ins politische Land, wo die Parteien erbittert auf einander losschlagen; wo die Sorge um das Wohl be» Vaterlandes zurückgesetzt zu werden droht gegen Berechnungen der parteipolitischen Taktik, und wo der Geist der Finanzreform in den Köpfen nimmer zur Ruhe kommen kann. Wie ein getteuer Eckart stand der Kanzler gestern vorm deutschen Volk: An die verdienstvolle g em einsame Arbeit aller Parteien in der Vergangenheit erinnernd, zu neuer Einttacht mahnend und prophetisch verkündend, daß der Rausch der Neuwahlen vorübergehen, ihm aber keine Götterdämmerung folgen werde. »Die Fortsetzung der bewährten Wirtschaftspolitik werde nach den Neuwahlen das wichtigste Problem fein, dessen Lösung das Volk vom neuen Reichstag zu verlangen ein unbestreitbares Recht habe. Der parteipolittsche Zauberspuk werde gerflatteru beim Zusammenprall mit den nüchternen „Forderungen de» Tage»", und wehe dann dem Reichstag, der sich nicht seiner Aufgabe ge- wachsen zeige« würde!
Als zweiten Träger einer unanfechtbar nationalen Politik bezeichnete der Kanzler die Sorge für eine starke Wehrmacht. Gelte es, für sie Opfer zu bringen, dann würde er auch vor unverzüglicher Ausarbeitung neuer Steuervorlagen nicht zurückfchrecken: „Ich diene nicht dem Parlament, ich bin kein Partei- kanzler, ich weiß mich frei von Abhängigkeit von irgendwelchen Parteikombinationen. Mit dem Gerede vom schwarz-blauen Blockkanzler hat man nur den Witzblätern Stoss geliefert . . .' Bei diese« Worten rollte im Parkett da» Pelotonfeuer leidenschaftlicher Zwischenrufe hin und her. Wilder Lärm aber brauste über die Szene, al« der Kanzler auf die dritte eherne Säule der nationalpolitifchen Notwendigkeiten hinwie»: Schutz der b e- lebenden Staatsordnung! De, ozialdemokratische Flügel horchte gespannt Richtig, da kam der Name .Moabit*' dö wurde eine moralische Mitschuld der ^ozkal- bemofratie behauptet und der Berliner Polizei ein öffentliches Anerkenntnis zuteil. „Ruhe! Ruhe!" klang e» immer wieder donnernd
tragen haben.
Der Entschluß der Richter von Gießen entsprang dcn Triebe« edelster Menschlichkeit, und es ehrt die pflichtgetreuen Diener unbeugsamen Rechts, daß sie. nachdem der Gerechtigkeit Genüge geschehen, auch der Barmherzigkeit, dem weichem Empfinden menschlicher Anteilnahme, Herz und Ohr liehen. Und sicher führten bei der Niederschrift der Begnadigungsbitte an den Landesherrn der Gedanke und die zuversichtliche Hoffnung die Feder, daß die fünfzehn Zuchthausjahre, die deS vom Arm der Gerechtigkeit bart und schwer Ergriffenen auch im Fall deS Gnadenerweises harre«, den jungen Verbrecher in Herz und Geist so läutern werden, daß er de« Rest feiner Erdentage als nützliches Glied der menschlichen Gesellschaft zu beschließen vermag. Im Interesse des Verurteilten und um der edlen Regung willen, die die Richter deS Verbrechers zur Gnadenbitte bewog, darf man auch wünschen, I daß diese Hoffnung nickt als trügerisch sich erweisen möge, wenngleich die nüchterne Er- ahrung der StrasvollstreckungSpraxis kaum für die Wahrscheinlichkeit der Erfüllung spricht. Die ZnchthauSzelle war noch selten eine Stätte der Läuterung und der Ausgangspunkt der inneren Festigung eines am Lebensweg hart Gestrauchelten, und namentlich die Jugend, die das Schicksal in den Kerker trieb, hat hinter den Mauern des Zuchthauses nur selten den Weg zur Umkehr ins Leben der bürgerlichen Gesellschaft gefunden. Die Kriminal- stattstik zeigt sogar, daß die Zahl der Rück- älligen relattv unter den jugendlichen Verbrechern am größten ist, und daß die Rückfälligkeit gerade unter denjenigen jugendlichen Verurteilten am häufigsten auftritt, die schon in den Jahren der Entwicklung dem Verhängnis der Zuchthausgemeinsckast mit den „Veteranen des Verbrechens" überantwortet tour-1 den. Diese statistisch erwiesene Tatsache gibt zu denken, und sie gibt auch angesichts des Schicksals des Bombenknaben von Friedberg Anlaß zu ernsten Betrachtungen.
Gnade?
Der Bomben-Attentäter Werner.
Die Richter aus dem Volle, die an einem utt letzten ncbeldüstern Dezembertage den zwanzigjährigen Bombenattentäter bon Friedberg auf Lebensdauer ins Zuchthaus schickten, haben nach hartem Rich- terwcrk edle Menschlichkeit walien lassen: Mit den Unterschriften sämtlicher Geschworenen versehen, soll dem hessischen Großherzog als dem gesetzlichen Herrn über Gerechtigkeit und Gnade ein Gesuch unterbreitet werden, in dem die Männer, die über den Halbreifen das harte Schuldig sprachen, für ben durch den Wissendes Gerichts für die Dauer eines langen Lebens hinter Kerkermaucrn Verbannten um Milde und
als freier Mann zurückgegeben wird: Der Flaumbärtige vom Tag des Urteilsspruchs wird der Gerechtigkeit eherne Härte für seines ganze« Daseins Dauer spüren und ein Leben lang an dem Verhängnis schwerer Schuld zu
PrästdentschastSpalaiS anzulegen. Sie wurden aber durch die Truppen, die die Avenue Bei-Ramar bewachen, verjagt. Die Landbatterieu und die Panzerschiffe „Deo- doro" und „Bsrofo* bombardierte« f o r t g e s e tz t d i e R e b e l l e n auf der Ju- fei Das Cobra-, die daS Feuer erwidern» Der Führer der Bewegung ist ein einfacher Soldat. Die Beweggründe der Meuterer waren nur geringfügiger Ratur. Die Em- pörung dauerte auch nur kurze Zeit.
Ein Privat-Telegramm vom heu- tigen Tage meldet un» aus New York:
Die Meuterei i« Rio de Janeiro ist em Sonnabend abend nach fchweren Berlustender meuternden Truppen, die mehr als 200 Tote hatten, unterdrückt worden. Die brasilianische Botschaft in Washington teilt mit, daß der General Darrero, der Kommandant der Regie- rungötruppen, verwundet ist. Der Senat in Rio de Janeiro beschloß die Verhängung deS Belagerungszustandes für dreißig Tage. Zwei Landbatterien und zwei regierungstreue Kriegsschiffe waren biS zum Spätnachmittag in ein Gefecht mit den Meuterern verwickelt. Zahlreiche Zivilisten wurde« am Strande oder in den Straßen getötet. Die Be
ter dicken Zuchthausnmucrn zu enden. Karl I
Werner zählt heute zwanzig Lebensjahre, Sie neueste Revolution, und wenn ihm durch Ernst Ludwigs Gnade •
die lebenslängliche Sühne seiner Verbrechen Militärmeuterei in Brasilien,
erspart bleibt, und nach fünfzehn Bußejahren (Telegraphische Meldungen)
die Eisenpsorien des Zuchthauses sich ihm _ u H „ »«eroungen.) zum Wiedereintritt ins Leben der Freiheit er- . Depeschen aus Rio de Janeiro zufolge chließen, wird er des Daseins Mittagshöhe E Sonnabend in dem Fort auf der chon überschritten haben. Fünfzehn Zuchthaus- , Dsss Cobras bei Rio de Janeiro eine ahre gehen an eines Menschen Lebenskraft - ‘11 * ‘ ®r Meuterei aus, die einen sehr nicht unbemerkt vorüber, und wenn der Bom- ernsten Charakter annahm. In einem Zirkular benattentäter von Friedberg auch nach gesühn- ,er braftlianudjen Regierung an ihre Vertreter ter Tat der bürgerlichen Gesellschaft wieder IA SaUilanb werden über die Affäre folgende
— - ■ — - - - ■ 1 - - 1 Einzelheiten mitgeteilt:
Der Zweifel, daß der Zwanzigjährige im Zuchthaus zum bessern Menschen heranreifen. _. _ .. , m ~ ,
wird, findet (wie gesagt) seine Berechtigung in ,®tn ivat-Telegramm
den Erfahrungen der Praxis, und dieser uns aus P ar is : Der hiesige brasilia- Zwcifel wird auch dadurch nicht entkräftet, daß nsiche Geschäftsträger äußerte sich zu der Trup- der unter der Wucht der Anklage Zusamen- I ^meuteret wie folgt: Entgegen der Ansicht gebrochene vor seinen Richtern ehrliche Reue I °e.g. Präsidenten habe man nach der Mcute- über die begangene Tat offenbarte. In der ret toom 23. November versucht, Milde wal- Gesellschast von Verbrechern und erfahrenen ^n zu lassen. res habe aber, wie^sich jetzt „Zuchthausgäsicn" wird diese Reueregung bald zeige, W«lig Erfolg gehabt Marfchall Her- anderen Gefühlen Platz machen, wenn ber Fvnscca habe deshalb beschlossen,
Halbreise schutzlos den Einwirkungen deS ssunmchr m - l St r e ng evorz u g e h enunb „Milieus" ausgesetzt ist. denn die praktischen Iicbcn versuch einer Jndisziplin zu ersticken. Erfahrungen des Strafvollzugs haben längst erwiesen, daß gerade jugendliche Sträf-l . ———» - >
linge am ehesten dem sogenannten „Kerkerhaß" I » w
gegen die bürgerliche Gesellschaft zugänglich $05 (jQJO üCt KlUljlLN'kok. sind, und aus dieser Tatsache erklärt sich auch -<> ».r-
die starke Rücksälttgkeit in der Siattstik der $art8.' FUiber. (P r i b a t - Te l e- juo ndlichen Verbrecher. „Das Beispiel wirkt 10 r a m m.) Die Sonnabendrede des Herrn ansteckend', und mancher Halbwüchsige, bet »• Bethmann Hollweg im Reichstag wird in einer unüberlegten >,.tt wegen die Tore des der Pariser Presse vorläufig nur in zwei