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1* Zahrgarrg.

MMr

Hessische pbenchkltung

Csfleler pbendzritung

Fernsprecher 951 tmb 952.

Donnerstag, 8. Dezember 1910

Fernsprecher 951 und 952.

sts

bÄritÄ Anlagen, und dadurch sei sein Verhalten

Mlich des P-namakanals versichert der Prä- den PriDaten geS.°nuber diM^ fibent datz der Kanal zur festgesetzten Zeit, Wetter erklärte er, es sei nicht beabirchttgt, die nämlick zum 1. Januar 1915 und innerhalb bestehenden Dezirksnetze zu beseitigen, es so^ hpg ciostenanscklaaes von 375 Millionen Del- ten aber kerne neuen geschaffen werden. Rach

Lage der Sache ist kaum anzunehmen, daß an

2>v«daffeter Neueste Nachrichten" erscheinen wSchentlich sechsmal. BiS auf westereS werden die .Neueste Nachrichten" allen Familien in Cassel völlig kostenlos geliefert. Druckerei, «erlag u. Rcdaltion: Schlachthofstrab- 28/30. Berliner Redaktion: SW., Friedrichstraße 16, Telephon: Amt VI, 676.

JnserttvnSprsise: Die fechSgefpaltene Zeile für einheimische Geschäfte 15 Pf., für auswärtige Inserate 25 Pf : ReNamezeile für einheimisch» Ge­schäfte 40 Ps., für auswärtige 60 Pf. Geschäftsstelle: Kölnische Straße 5. Berliner Redaktion: SW, Friedrichstraße 16, Telephon: Amt VI, 676.

des Kostenanschlages von 375 Millionen lar vollendet sein werde.

Tafts neueste Botschaft.

Washington, 7. Dezember. (P r Iva t - Telegramms Präsident Taft hat sich in seiner Botschaft an den nordamerttanischen Songreh für ein vorläufiges Haltmachen in

Ein Kompromiß.

(Privat - Telegramm.)

Wie uns aus Berlin depeschiert wird, ist über die neue Fernsprechgebühren­ordnung eine Verständigung zwischen Re­gierung und Reichstag angebahnt worden, von der man erwartet, daß sie zu einem befriedigen­den Abschluß kommen wird. Das Zentrum hat in der Budgetkommisston einen Antrag ein­gebracht, der vermutlich heute von der Kom­mission angenommen wird. Demnach soll für jeden Anschluß an ein Fernsprechnetz eine Grundgebühr und entweder eine Gesprächs­gebühr oder eine Pauschalgebühr (je nach Wahl des Teilnehmers) erhoben werden. Die Ge­sprächsgebühr soll 4 P f g. für jede Verbindung betragen und die Pauschgebühr entsprechend abgestuft werden, je nach der Gesamtzahl der Anschlüsse eines einzelnen Netzes,

Ein neuer Mord in der Eisenbahn.

London, 7. Dezember. (S pe'z i a l - Telegramm.) Auf der Eisenbahnstrecke LondonMargate wurde gestern in einem Eisenbahnwagen 4. Klaffe die Leiche eines elegant gekleideten Mannes aufgesunden. Der Tote wies eine entsetzliche Wunde am Halse auf und sämtliche Papiere waren ge­raubt worden.

Anschlüssen 65 M.

. 80 ,

100 ,

130 ,

180 .

, 200 .

, 240

i 260 ,

i 280 .

Anschlüffe 300 ,

lelegraphischer Dienst der Kasseler Neuesten Nachrichten.

der von Herrn Krätke empfohlenenNeu- ordnung" der Gebühren noch irgendwelche eln- chneidenden Abänderungen vorgenommen werden, es ist vielmehr damit zu rechnen, daß die neue Gebührenordnung im wesentlichen in der vom Staatssekretär vorgeschlagenen Form aus der Kommission ans Plenum des Reichs­tags gelangen wird. Daß die von Herrn Krätke angestrebteReform" in allererster Linie eine wesentliche Verteuerung des Telephon- Verkehrs bringt, ist bereits nach dem, was in der gestrigen ersten Kommissionssitzung gesagt worden ist, nicht mehr zweifelhaft, und es ist deshalb die Aufgabe des Reichstags, die Jutereffen der auf den Telephonverkehr an­gewiesenen Geschäftswelt dem stark aus­geprägtenGeschäftssinn" des Herrn Stactts- ckretärs des Reichspostamtes gegenüber mit ziemendem Nachdruck zur Geltung zu bringen.

in $ tzen von 1 bis 4 *

5 50

. . 51 100

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20001 50000

über 50000 '

Kilometer.

Staatssekretär Krätke gibt (wie er in der gestrigen Kommissionssitzung erklärte) dem An- trafi des Korreferenten den Vorzug, sowohl wegen des Prinzips, als des praktischen Wer­tes. Im Anträge des Koreferenten empftehlt er die 15-Kilometer-Zone elnzufugcu mit einer Gebühr von 10 Psg., und für die Zone bis 25 Kilometer eine Gebühr von 20 Psg. festzusetzen. Hinsichtlich der Herstellung der Rebenansöhlüsse bemertte der Staatssekretär, die Verwaltung sei und bleibe verantwortlich für das ante Funktionieren der

nach alledem als fraglich angesehe« werden. Sonderbar ist und bleibt es aber, daß trotz energischer Ableugnung ein Blatt von der Be­deutung desFigaro" mit der Nachricht von der Mililärkonvention kommt. Es könnte wirklich nichts schaden, wenn einmal auch von Berlin aus ein kalter Wasserstrahl gegen die gewissenlosen Hetzer geschleudert würde, denn die künstliche Erhaltung der Gespestster- urcht im alten Europa wirkt nachgerade be­ängstigend. . .

Er erklärt, die Zuschrift sollte auf eine englische Gesellschaft Hinweisen und auch darauf, daß an den Erpressungen mehrere beteiligt wären, von denen einer bei einer Festnahme den andern retten würde. Der Angeklagte trat mit seinem Komplizen nachher von dem Verbrechen zurück, da sie erfuhren, daß der Dienstmann, der den SBrief zu Majer getragen hatte, von der Polizei bereits vernommen worden war. Der Ange- klagte schrieb dann an Majer, daß er ' 7* unternchmen sollte, sonst würde ihn die Ver­brechergesellschaft bestrafen. Am Schluß des Briefes heißt es:Unglück­licher Mann, Sie sind abgetan. Mein Herr, Ihre Würfel sind ge­fallen." Der Vertteter der Anklage bean« tragt, aus Gründen der öffentlichen Sicherheit die Oeffentlichkeit auszuschließen, stellt ober an­heim, die Pressevertreter zuzulaffen. Der Ge- richtshof beschließt aber vollen Ausschluß der Oeffentlichkeit, auch für die Presse, für die Vertteter aus allen Teilen des Reiches erschienen sind. Tie Journalisten müssen da­her ebenfalls den Saal verlassen. Aus der weiteren Vernehmung des Angeklagten Werner geht hervor, daß er und Winges sich vor dem

Sa$ teure Telephon.

Tie Fernsprechgebühren vor der Kommission.

Herr Krätke, des Deutschen Reiches viel­befeindeter Generalpostmeister, hat mit der von ihm geforderten Verteuerung der Fernsprech-Gebühren der Oeffentlich­keit, und namentlich Handel und Gewerbe, einen üblen Dienst erwiesen, denn wenn die neue Fernsprech-Gebührenordnung wirklich Gc- etz wird (woran nach Lage der Sache kaum zu -.wcifeln ist), so bedeutet das für die gesamte Geschäftswelt eine nicht unbeträchtliche Er­höhung der Betriebsunkosten. Herr Krätke steht (ohne Rücksicht auf die Erfahrun­gen der Praxis) auf dem im generalpostmeister- lichen Interesse zweifellos begreiflichen Stand­punkt, den Betrieb der Reichspost- und Tele­graphenverwaltung so rentabel als möglich zu gestalten, und er hofft dieses Ziel am ehesten ;it erreichen, indem er die von bet Allgemein­heit zu tragenden Gebühren nach Kräften in die Höhe schraubt. Die Erfahrung lehrt aller­dings, daß die Frequenz eines Verkehrsmittels (wie es doch zweifellos die Einrichtung von Post und Fernsprecher ist) sich um so mehr "telgert, je billiger seine Benützung ist, und je weiteren Kreisen damit.seine Nutzung zugäng­lich gemacht wird. Genau so ist es auch mit der neuen Fernsprechgebühren-Ordnung. Herr Krätke nennt sie eine Verbilligung der gegen­wärtigen Sätze, die Oeffentlichkeit dagegen er­blickt in ihr (unb zwar mit Recht) eine große Mehrbelastung.

Gestern ist die Budgetkommission des Reichstages in die Beratung der neuen Gebühren-Ordnung eingetreten. Der Referent befürwortete Aenderungen des Entwurfs, und der Korreferent erklärte offen, daß er als eine ungewollte Folge der Vorlage eine Handel, Industrie und Verkehr schädigende Nadel­stichpolitik erwarte, der unbedingt ent­gegengetreten werden müsse. Der Redner wünscht vor allem eine Neuregelung der Nebenanschlüsse und größere Berücksichttgung der privaten Betriebe bei her Installation. Der Antrag des Referenten fordert Pauschal­summen nach der Zahl der Anschlüsse. In erster Linie soll dieser Anttag den Zweck haben, die Pauschalzahlung überhaupt in das Gesetz bineinjubringen, ohne schon jetzt einen be­stimmten Weg vorzuzeichnen. Nach dem An- ttage 'll die Pauschalgebühr betragen:

Gespenster überall.

(Von unserem Korrespondenten.)

Ausländische, speziell Pariser Blätter brin­gen in letzter Zeit mit bemerkenswerter Aus­dauer Sensations-Nachrichten über Deutschland und dessen Verbündete, in der augenscheinlichen Absicht, Deuffchland und den Dreibund zu verdächtigen. Es liegt offenbar System in der Sache, und es gewinnt den An­schein, daß diese Nachrichten von einer be­stimmten Stelle ausgehen, die ein besonderes Interesse daran hat, Deutschland zu verdäch­tigen. Da brachte erst vor kurzem derMatin die Tartarennachricht, daß Oesterreich und Italien unter Zustimmung Deutschlands wegen des Balkans ein Sonberabkommen gettoffen hätten, um dort den Besitz unter sich zu teilen Jetzt flattert in einem anderen Pari­ser Blatt, demFigaro", die Ente auf, daß zwischen Holland und Deutschland ein Berttaa abgeschlossen worden sei, in dem Deutschland, im Falle die Niederlande ange- ariffen würden, sich verpflichte, mit der Waffe zu intervenieren. Verknüpft wird dieses Gerücht mit den Nachrichten über neueFestungSanlagenin Holland, spe- ztell mit der Befestigung von Vttffmgen Augenscheinlich soll damit der Eindruck erweckt werden, alS wenn Deutschland hinter bleie« Plänen der holländischen MiliErverwaltung stehe, in der ausgesprochenen Absicht, die Nie­derlande alS Vorposten gegen Eng­land zu benutzen. Run liegt es klar auf der Hand, daß Holland an und für sich gut daran tut, seine Küste zu befestigen, um gegen Angriffe von außen geschützt zu sein. Ge­wiß ist Holland keine erste Macht mehr, gleich Wohl aber muß es der Selbsterhaltungstrieb dahin führen, Vorsorge zu treffen, um nicht bei einer kriegerischen Verwicklung vernichtet zu werden.

Deutschland kann der Küstenschutz Hollands insofern nur lieb sein, als dadurch England nicht ohne weitere- holländische Hasen benut­zen kann, um ttiegerffche Operationen auszu- fübren. Ebenso bestände die Möglichkeit, daß auch Frantteich ein Gleiches täte. Man könnte es daher den Niederlanden nicht verdenken, wenn sie sich gegen Reuttalitätsbruch (wie er fast in allen Kriegen vorkommt) zu decken versu­chen würden, um schwere Beeinttachttgungen der Schiffahrt, tote auch einer Verwüstung des Landes vorzubeugen. Es fft begreiflich, daß diese Bestrebungen der Hollander m England und Frankreich die Chauvinisten nicht ange­nehm berühren und daß sie aus Berger hier­über allerlei Märchen erfinden. Hat man doch eben wieder, trotz des seinerzeit erfolgten scharfen Dementts, die alte Geschichte von dem Brief deS Deutschen Kaisers an die Königin Wilhelmine von Holland aufgewärmt. Ob es was nützen wird, daß die niederländi­sche Regierung dieser Tage die Halttosigkeit dieser Gerüchte noch emmal auf das Enstchie- denste festgestellt und habet noch erklärt hat, daß die Festungspläne durchaus der eige­ne» »«i^riibe Hollands entsprungen, muß

EinKaiserpreis" für Frankreich.

Toulon, 7. Dezember. (Spezial- Telegramm.) Durch die Militärbehörde wurde dem ehemaligen Kolonial - Sol­daten Lavault aus Toulon eine Summe von 4000 Mark au'sgehändigt als Gratifi­kation des Deutschen Kaisers für die Hilfeleistung gelegentlich des Brandes der Waldersee-Baracke in Peking am 3. August 1900. Bei dieser Gelegenheit hatte sich La­vault ganz besonders ausgezeichnet und über seine Bravour war dem Kaiser Bericht er­stattet worden. *

Die Wahlen in England.

London, 7. Dezember. (Spezial-Te- f e g r a m tn.) Der gestrige dritte Tag der engli­schen Parlamentstoahlen hat endlich einen Fortschritt für die Regie­rung gebracht. Die ministeriellen Parteien haben alle in den ersten beiden Tagen verlo- reuen Sitze wiedergewonnen und sogar gegen die Konservativen einen Vorsprung von einem Sitze erreicht. Jetzt beginnen die Wah­len in den ländlichen Bezirken, in de­nen die Konservativen einen größeren und dl- refteren Einfluß auf die Wähler haben als In bett großen Städten.

Irr Bomben-MenMer.

Das Friedberger Bombenattentat vor'm Schwurgericht.

(Bericht unseres Korrespondenten.)

Gießen, 6. Dezember.

lieber den Beginn des SensationsprozeffeS gegen den Bombenattentäter von Friedberg, den erst 20jährigen Monteur Karl Wer­ner aus Kaiserslautern, haben wir gestern bereits telegraphisch berichtet. De» Vorsitz im Schwurgericht, vor dem sich der jugendliche An­geklagte zu verantworten hat, führt Land- gerichtsdircktor Schmidt, die Anklage ver­tritt Oberstaatsanwalt Lang, während als Verteidiger des Angeklagten Rechtsanwalt Tuteur I aus Kaiserslautern fungiert. Auf dem Gerichtstisch liegt die bei dem Dynamit­attentat auf das Friedberger Rathaus benutzte Metallhülse, die der Täter mit von ihm aus der Pulverfabrik St. Ingbert gestohlenem Dynamit gefügt hatte. Ferner liegt dort der Revolver, mit dem der inzwischen durch Selbstmord ans dem Leben geschiedene Kom­plize des Angeklagten, Winges, den Vorsteher der ReichsbanksMale in Friedberg, Meyer, zu erschießen versuchte. Auch steht man die Teile zweier aller Blechbüchsen auf dem Gerichts­tische liegen. Sie rühren von den inzwischen auseinandergenommenen Bomben her, die Winges an seinem Fahrrade befestigt hatte, als er ttr die Reichsbanck Nebenstelle hin­einging.

Der Angeklagte Werner

wird kurz vor Beginn der Verhandlung von mehreren Beamten des UntersuchuugsAesäng- nisses vorgeführt. Er ist ein mittelgroßer schmächtiger junger Mann, mit glat­tem schmalen Gesicht, blondem Haar und einem Anflug von Schnurrbart. Er trägt seine eigene Kleidung, in der er seinerzeit in Barmen in einem Automatenrestaurant erkannt und fest- genommen wurde. Zn seiner Personalfeststel­lung gibt er an, daß er am 29. September 1890 in Kaiserslautern in der Pfalz geboren sei und dort die Oberrealschule besucht habe. Er habe fein Einjährigene xamen ge- macht und fei zuletzt Dachdecker gewesen. Auf wetteres Befragen gibt er an, daß er mehr­fach vorbestraft sei. Auf Bestagen durch den Sachverständigen Dr. Popp schlldert der Angeklagte, wie er mit seinem Komplizen Win- ges im Walde die Dynamitwirkung aus­probierte. Auch aus Büchern hätten sie sich darüber orientiert. Bei dem Attentat auf die Villa des Bankiers fei er, als er den Schutz­mann kommen sah, auf seinem Rade zurück­gefahren, nachdem er noch einmal gepfiffen batte. Unterwegs hörte er den Knall. Da in die Büchse auch Eifenstücke gesteckt waren, wurde die Explosionswirkung der Bombe er­höht. Winges kehrte noch einmal an den Schauplatz der Tat zurück und beobachtete, wie Feuerwehr und Polizei anrückten. Der Vor­sitzende bringt hierauf den Erprefferbrief zur Verlesung, der nach dem Attentat an Bankier Majer geschrieben wurde. Es werden darin 10000 Mark nach Amsterdam gefordert. Die Unterschrift sei in englischer Sprache gehalten, der Angeklagte heutet sie heute als

Internationale Berbrechervereinigung".

Die Hochflut in England.

London, 7. Dezember. (Spezial-Te- I e fl r a m m.) Das Hochwasser in England dauert" am Der Egham-Distrikt ist auf weite Strecken von der Themse überflutet. Und auch aus den übrigen Landesteilen werden schwe­re Wasserschäden gemeldet. Da her Re­gen noch immer anbauert, liegt hie Gefahr immer weiterer Ausdehnung des Ueberschwem- mungsgebieteS nahe. Die Regierung hat Truppen in die bedrohten DtsttMe entsandt.

Nach dem Anttage deS Korreferenten foll die Gesprächsgebühr 4 Psg. für jede Verbindung betragen (also tote nach her Vor­lage), hie Pauschalgebühr dagegen soll nach der Zahl der Verbindungen gestaffelt fein, und ztoar folgendermaßen: Bei nicht mehr als 2000 Verbindungen 75 Mk. jährlich, 2000 bis 4000 Verbindungen 140 Mk., 4000 bis 6000 Verbin- düngen 200 Mk., 6000 bi« 8000 Verbindungen 250 Mk., 8000 bis 10 000 Verbindungen 300 DU. Mit 10 000 Verbindungen soll die Höchstzahl der bei einem Anschluß zulässigen Verbindun­gen erreicht sein. Für den Fernverkehr beantiagt her Referent, die Gesprächs­gebühr für ein Dreiminutengespräch festzusetzen auf: Bis zu 12 Kilometer 15 Psg., bis zu 25 Kilometer 20 Psg., usw., toie im Entwurf, h. h. bis zu 1000 Kilometer 2 Ult. unb bei über 1000 Kilometer für jede angefangenen weiteren 250 Kilometer 50 Psg. mehr. Der Korreferent beanttagt folgende Sätze: Bis zu 25 Kilometer 10 Psg., bis zu 50 Kilometer 25 Psg. usw. (toie in der Vorlage), jedoch unter Forffall ber 250- Kilometer-Zone, bte mit 75 Psg. in her Vor­lage angesetzt ist. Es soll also die Taxe gleich von 50 Psg. bet einer Entfernung bis zu 100 Kilometer, auf eine Mark steigen bis zu 500

Zar und Duma-PrSfident.

Berlin, 7. Dezember. (Telegramm unseres Korrespondenten.) Die in Petersburg zirkulierenden Gerüchte, wonach hie scharfe Antwort hes Zaren auf hie Angriffe des Duma-Präsihenten Gutschkow gegenüber hem Reichsrat auf ben Einfluß Kaiser Wilhelms zurückzusühren fei, werden, wie ich erfahre, an maßgebender Stelle als müßige Erfindung bezeichnet; denn der Konflikt beruhe nur auf dem Versuch, die liberalen Kreise Rußlands gegen Deutschland zu ver­hetzen.

*

Der Royalist auf bet Anklagebank.

Paris, 7. Dezember. (Privat-Tele- flramm.) Vom Pariser Zuchtpolizeige­richt würbe her royalistische Attentäter Tisch­ler L a h o ur wegen seines Angriffes auf den Ministerpräsidenten Briand zu 3 Jahren Gefängnis verurteilt. Lahour hatte be­kanntlich den Ministerpräsidenten bei einem offiziellen Anlaß tätlich angegriffen, ohne ihn indessen zu verletzen. Der Verurteilte erklärte, die Strafe annehmen zu wollen, man rechnet aber mit seiner Begnadigung.

Französische Asrika-Abenteuer.

Paris, 7. Dezember. (Spezial-Te­legramm.) Wie dasJournal" meldet, ist gestern abend im Kolvnialministerium ein Telegramm eingelaufen, wonach cm 19. v. M. in her Nähe von Drijele, der Haupt­stadt des Sultanats Massalit ein s ch w'e res Gefecht zwischen französischen Truppen und Eingeborenen ftattgefunben hat. Der Angriff wurde von ben Truppen scharf zurückge­wiesen. Der Feind flüchtete unter Zurücklassung zahlreicher Toten, unter denen sich der Sultan Tadiadir befindet.