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Völlig ungeklärte Währungslage Grundverschiedene Auffassungen in England

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ft Paris, 29. Dez. Die hentige Kam- mersitzung über die Garantie der franzö- fische» Regierung fiir die Ivv-Millionen- Schilling-Tranche der österreichische» An­leihe wird alle» Anschein «»ch sehr brrvegt sein. Trotz der Haltung des Finanz- »nd des Auswartigen-Ausschnsses der Kammer, die beide fSr die Annahme des Regie- rungsvorschlages gestimmt haben, ist der Ausgang der Sitzung noch voll­kommen ungewiß. Die Einstellung der beiden großen Senatsausschüsse ist auf die Abgeordneten nicht ohne Einfluß ge­blieben. Es steht zu erwarten, daß eine große Anzahl, die bisher noch eine zweifel­hafte Stellung einnahm, stch in letzter

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Stunde dazu entschließen, gegen Vorschlag zu stimmen.

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Der Änjdgmbrt« brtrLgt fit tun 11 gtspalt. 3tl!ematatwicUt 0.08 GM., Samilienanjeiflen Wt Barzahl. 0.07 GM^ am», u. aus- WLrtig« Anz. 0.10 GM. Gog. klein« Anzeigen nach 6b«jta!tartf.®rtmb- schtifl: Solontl. Sei schwietig.Satz, sowie b«t PIai>dv7schiIfl50°l, Auf­schlag. Gammelanzeigen 100®/, Aus schlag Reklam.-Milllm. 0.40 GM. Grundschrift: Petit. Jeder Rabatt gilt al« Barrabatt Ziel 5 Tag«. Offerte»-Gebühr: 25 Pfg., bei Zustellung der Anaebote einschl. Port».60 GM. Belege werden berechnet. SrjülUmAso rt Marburg.

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Schwierigkeiten für Paul-Boncour

Die Garantie der österreichischen Anleihe

orgaits her mazedonischen EmigrationMa- verübt, der in eine

ft Kapstadt, 29. 2ez. Die unsichere ährungslage in »afrika hat ein einander geschaffen das eine gewisse ik aufweist. Die S anken, die amt- u Stellen, die Presse und die Bevölke- ng find durchaus nicht einig darüber, ob ie Notenbank den Gold tandard verlassen t oder nicht. Die gan! barste Auslegung ht dahin, daß Südafrilr nach Innen den oldstandard verlassen hct, ihn jedoch nach ußen aufrecht erhält. Obgleich das füd- frikanische Pfund nicht »ehr in Eoldgeld »gelöst wird, ist das S Hatzamt der Mei­ns, daß der südafrit Nische Kurs auf ldparität erhalten weiden kann, indem ie ausländischer Verpflicht ungen in Gold geieistet werde», ine neue Sensation ha die Mitteilung r Goldbergwerkskamme; herqorgerufen, ß fie fich nicht mehr »erpflichtet halte, Gold an die Reserve iank abzugeben, sondern es auf dem feien Markt an den Höch st bietenden »er kau -

durch Strrit Maschinendrftkt od«r «lkmkntat« Gr«ignifse ausstllrud« 9tumm«tn wird fein Ersatz g«- leistet. Drrlag, Dr. §. Hitzkroth, Druck btt Unib-Buchdrrckerrt Ioh. Aug. Koch, Markt 21/23. 8«rnspr«chtr: Nr. 2054 u. <Rl2055 Psstschtckkonto: Amt Frankfurt

bet Rtbaktion von 1011 und 1 Uhr. z

Die Handelsvertrags­verhandlungen

Frankreich über das deutsch-französische Zusatzabkommen befriedigt.

ft P a r i s, 29. Dez. Der Abschluß des Zusatzabkommens zum deutsch-französischen Handelsvertrag wird hier mit Genug­tuung begrüßt Havas hobt die erzielten günstigen Ergebnisse hervor und erklärt, man habe eineAtmosphäre gute» Ein­vernehmens" auf wirtschaftlichem Gebiet zwischen den beiden Ländern hergestellt.

Der offiziösePetit Parisi en« schreibt, daß die neue Regelung Frankreich einen reellen Nutzen bringe.

E x c e l s i o r" spricht von einer ge­rechten «nd vernünftigen Grundlage des neuen Abkommens, die h» wesentlichen Frankreichs Forderungen Rechnung trägt.

Die deutsch-polnischen Verhandlungen vor dem Abschluß.

ft Berlin, 29. Dez. Die deutsch-pol­nischen Wirtschaftsverhandlungen, die in den letzten Wochen stattgefunden haben, dürsten voraussichtlich Anfang Januar zu einem Abkommen führen, das ein kleines polnisches Zucker-Kontingent vor­sieht im Austausch für die Einfuhr eines Kontingents von Häut.en und Fellen.

kch, daß das größte Grckd erzeugende Land feine Bindung an das Gold vollkommen lösen wolle, da dies den zukünftigen Wert des Haupterzeugungs- und des Hauptaus- fuhrattikels Südafrikas beeinträchtigen würde. Möglicherweise werde das südafri- konische Pfund in ein niedrigeres Ver­hältnis zum Gold gesetzt werden, um die südaftikanischeu Auherchandelsaussichten zu verbessern.

Regierungskrise in Bulgarien

Rücktritt des Kabinetts - Politischer Mord

anderen Seite seien die Berater von Gene­ral Smuts gegen ein Zusammengehen von Roos und SmutS, den Roos, wie gemeldet, in die von Hm geplante Regierung ein® beziehen wolle.

DerDaily Telegraph- wie auch die Finanzzeitungen berichten, baß die süd- afrikanische Regierung das gemünzte Gold der Währungsdeckung durch Goldbarren ersetzen wolle. Gs fei sehr unwahrfchein-

Sosia, 28. Dez. Wie erwartet, hat am Mittwoch der bnlgarisch« Ministerpräsident dem König den Rücktritt des Sesamtkabiuetts überreicht Das Rücktrittsgesuch wurde an­genommen und da, seitherige Kabinett mit der Forttührnng der Geschäft« betraut Lor Einsetzung eine« neue» Kabinett, wird der König di« Meinung«» der Parteisühree an­hören.

Die Demission der bulgarischen Regierung Muschanow war von einem darmatischen und blutigen Vorgang begleitet. Als nach der Demission der Präsident der Sobranje. Ma- Imoro, zum König gerufen wurde, trafen vor dem Königsschloß, das inmitten der bulgan- kchen Hauptstadt siegt, zwei Hauptgruvpen der Mazedonier, der Michellowisten und der Protogerowisten, aufeinander und begannen sofott aufeinander zu schießen. Die Gen­darmerie beteiligte sich an dem Kampf. Ein Gendarm wurde getötet, sechs Angehörige der beiden mazedonischen Gruppen wurden schwer verwundet. Unter den Schwerver­wundeten befindet sich der Chefredakteur des mazedonischen HauptorgansMakedvnia" na­mens Efttmoff.

Heber die blutigen Zusammenstöße vor dem bulgarischen Königsschloß, über die verschie­dene, teils sich widersprechende Meldungen Vorlagen, wird nunmehr folgende auHentikche Darstellung gegeben, aus der hervorgeht, daß es sich hierbei um einen neuen Anschlag des mazedonischen Bruderkampfes handelt, und mit dem Rücktritt des bulgarischen Gesamt­kabinetts nicht im Zusammenhang steht. Da- . nach wurde am Mittwoch gegen Mittag auf den Schriftleiter Sintern Efttmoff des Haupt- 1

Anzeiger für (das frühere kurhefstschej Oberhessen

Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburgs

kedonia" ein Anschlag verübt, der in eil förmliche Straßenschlacht ausartete. Als EfI most den Platz vor dem königlichen Schli beschritt, in dem gerade der König mit de Gesandten der Kammer die durch den Rück'

Die Reichsmschüsse für Hausreparaturen

Berlin, 28. Dez. Amtlich wird mit» geteilt: Die Reichszuschüsse für die Jn- standsetzunqsarbeiten an Wohngebäude» betragen ein Fünftel der Kosten, für die Teilung von Wohnungen die Hülste. Um den einzelnen Hausbesitzern die Aufbrin­gung des eigenen Anteils an den Koste» zu erleichtern, hat die Reichsregierung besondere Maßnahmen getroffen. Die Deutsche Bau- und Bodenbank Berlin hat sich bereit erklärt, Kredite auf der Grund­lage der dem Hausbesitz zustehenden Steuergutscheinen für die Grundsteuer zu geben, soweit die Steuergutscheine am 1. 4. 1934 und 1.4.1935 fällig werden. Der besondere Vorteil für den Hausbesitzer liegt darin, daß auch der Anspruch auf zu­künftige Steuergutscheine als Grundlage für eine Kreditgewährung anerkannt wird. Die Abtretung des Anspruches auf solche Steuergukscheine soll als Sicherheit dienen.

Zur Durchführung der Kreditoktion hat der Reichsarbeitsminister im Einverneh­men mit dem Reichsminister der Finanzen die Reichsbürgschaft übernommen. Der Kredit wird dem Hausbesitzer unmit­telbar durch geeignete örtliche Kredit­institute gegeben werden, soweit sie mit der Bau- und "Bodenbank zusammenarbeiten. Daneben ist die bereits vor einigen Mo­naten eingeleitete Kreditbeschaffung auf der Grundlage von Jnsiandsetzungs- wechseln dadurch weiter gefördert worden, daß der Reichsarbeitsminister im Einver­nehmen mit dem Reichsminister der Ff' nanzen Anträgen von größeren Kredit­instituten auf Uebernahme der Reichs- bürgschaft entsprochen hat.

Die radikal-sozialistische Fraktion, die im Lause des Mittwoch eine Sitzung abhielt, ohne einen Beschluß zu fassen, wird vor- aussichtlich in ihrer Mehrheit für den Ge­setzesvorschlag eintreten, da der ehemalige Ministerpräsident H e r r i o t im Lause der Sitzung selbst das Wort ergreifen wird, um für die Annahme der Lausanner Ab­kommen Stellung zu nehmen. Diese Tat­sache ist auch der Grund dafür, daß man in parlamentarischen Kreisen die Verab­schiedung für möglich hält. Die Regierung hat jedenfalls in ihrer Abend- fitzung am Mittwoch beschlossen, auf die Stellung der Vertrauensfrage zu verzichten, sodaß die Mehrheits­parteien vollkommen freie Hand haben, für oder gegen den Antrag zu stimmen.

tritt der Regierung geschaffene Lage besprach, eröffneten zwei Männer in Jägerkleidung auf den Hauptschriftleiter ein Schnellfeuer aus Pistolen und Jagdgewehren und verletzten ihn schwer. Die Leibwache Eftimosts, die ihn stets zu begleiten pflegte, erwiderte das Feuer. In diesem Kreuzfeuer wurden vier Silis vorübergehende Personen schwer ver-

. Von den Attentätern* flüchtete einer in den nahen Stadtpark und setzte dort das Feuer gegen seine Verfolger fort. Er konnte aber festgenommen werden. Ein weiterer Attentäter lief über den um die Mittagszeit stark belebten BoulevardZarbefreier" und schoß wild um sich. Ein zufällig des Weges kommender Offizier brachte ihn schließlich zu Fall, wobei der Attentäter einen Revolver und zwei Handgranaten verlor. Bei dem Ver­such, die Flucht fortzusetzen, wurde er von einem Schutzpolizisten durch zwei Schüsse nie- dergeftreckt und konnte hi schwer verletztem Zustand verhaftet werde».

Bei der Schießerei auf dem Platz vor dem königlichen Schloß erhielt ein Polizeibeam­ter einen Kopfschuß, durch den er sofort ge­tötet wurde. Ferner wurde im benachbarten Kriegsministerium ein am Fenster stehender Beamter durch eine verirrte Kugel ins Herz getroffen, so daß insgesamt zwei Todesopfer und sechs Schwerverletzte das Ergebnis dieses neuesten Anschlages des mazedonischen Bru­derkampfes sind. Die Angreifer waren Pro- ' togerowifte».

Was Währungsexperiment in Südafrika

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Die Verfügung der füdfrikanischen Re- erung, durch die die Einlösbarkeit er Danknoten in Gold aufge - oben wird, wird amtlich damit begrün« daß infolge der polittsthen Lage anor- e DevisenkLufe und Abzüge von ge­münztem Gold zu Aufhortungszwecken stattgefunden hätten. Hierdurch würden die Danken äußerst gefährdet. Um eine Krise zu vermeiden, müßten daher die not­wendigen Maßnahmen zum Schutze der Gold- und Devisenreserven getroffen wer­den. Die Banken würden mir noch solchen Personen Kurserleichterungen gewähren, die Derpflichtungen in Heberfee hätten.

Der Führer der Südafrikanischen Partei Smuts und der Transvaal-Rationalist Tietmann Roos hielten am Mittwoch ihre mit Spannung erwarteten Kampf­reden gegen die Regierung Hertzog. Ge­neral Smuts begrüßte die Bestrebung von Roos zur Bildung einer Koalitions- Regierung und erklärte sich zur Mitarbeit bereit. Er drückte feine Befriedigung über die Maßnahmen der Regierung aus, die auf ein Verlassen des Goldstandards hin­zielten, verlangte jedoch gleichzeitig eine Währungsentwertung. Roos er­klärte, daß Smuts allein nicht in der Lage fei, die Regierung Hertzog zu stürzen und eine Koalitionsregierung zu bilden. Seine Mitarbeit unter einer Persönlichkeit, die die Rationalisten und die Südafrikanische Partei vereinigen würde, wäre jedoch zu begrüßen. Die für die Wohlfahrt Süd­afrikas wichtigsten Hauptziele seien neben einer Koalitionsregierung die Abschaffung des Rassenkampfes und die Entwertung des südafrikanischen Pfundes.

Die englische Preffe bringt MnKch ver­worrene und widersprechende Meldungen über die Lage in der südafrikanischen Anion. Manch« Zeitungen erklären, daß die bis­herigen Krisenmaßnahmen der Regierung Hertzog bereits einem Abgehen Südafri­kas vom Goldstandard gleichkämen. Be­merkenswert ist die Meldung der »Slime 6, derzufolge die Regierung Hertzog noch sehr stark im Sattel ist Uno feine Gefahr seitens des Transvaal-Ratio­nalisten Tielmann Roos zu erwarten habe. Die Aussichten von Roos, die Transvaal-