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Frankreichs Geldnöte
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sozialisten und sechs Kommunisten den festgenommen.
die Ausgabe von Höhe von fünf langt.
Der linksradikale
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Politische Zwischenfälle in Berlin
4 Verletzte — 60 Personen in Haft genommen
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Port» —.60 GM. Beleg« werden berechnet. Erfüllungsort Marburg,
Haftbefehl gegen Vrolat
Berlin. 27. De^ Die Justizpressestelle teilt mit: Der Direktor der BL.8. Fritz B r o l a t war heute zur verantwortlichen Vernehmung vor dem Untersuchungsrichter geladen. Da er bei dieser Vernehmung die gegen ihn vorliegenden dringenden Berdachts- gründe des Meineides nicht entkräften konnte »nd Fluchtgefahr besteht, hat der Untersuchungsrichter entsprechend dem Anträge der Staatsanwaltschaft Haftbefehl gegen ihn erlassen. Brolat wurde heute in das Untersuchungsgefängnis eingeliefert.
Es handele sich also um Maßnahme.
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Aufschlag R«klam.-MNNm. 0.40 SM. Srundschrlft: Prttt. Jeder Rabatt gilt als Barrabatt. Ziel 5
Der Au ] etgenprebs den 11 gespalt. Ze 0t06 08».
»utter in saLrikatiou
Die Kammer nahm heute nachmit» lg die Regierungsvorlage an. die zur
Roosevelts gewertet.
Die amerikanische Regierung werde ihren Pariser Botschafter Edge antworten lassen. Die Mitteilung, die der französische
Anzeiger für (das frühere knrhessische) Oberhesse«
Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg
fk. Paris, 28. Dez. Hoover meldet aus Washington, daß der französische Botschafter Claudel nach entsprechenden (Erörterungen in Paris eine Unterredung mit dem Staatssekretär S t i m s o u gehabt und erklärt habe, daß Frankreich trotz seines Wunsches, die Verhandlungen über die Schuldenfrage wieder aufzunehmen, im Hinblick auf die gegenwärtige politische Lage eine Vertagung der Verhandlungen vorziehe. In amtlichen Kreisen wird dieser ftanzösische Schritt als die Verschleppung der Berhaud-
ten. Das würde bei einer jährlichen Fabrikation von 500 000 Tonnen ein 8utterznsatz von 3 Prozent bedeuten. Man beabsichtigt die Eimischung von 15 000 können nur deshalb, weil 55 000 Tonnen satter eingeführt würden, davon aber tut 400 000 Tonnen für die deutsche Land- dirtschast tragbar seien.
Sondertagung der Hitler-Jugend abgesagt.
fk. München, 28. Dez. Wie die nationalsozialistische Korrespondenz mitteilt, ist die vom 30. Dezember ds. Js. bis 4. Januar 1933 geplante Sondertagung der Hitler-Jugend in Gotha abgesagt und auf einen späteren Termin verschoben worden
verwendet wer-
Mittwoch, denA.Soz.IM
Dl« .Sberhessische Zeitung' erscheint sechsmal wöchentlich. Äk- zugspreis monall. L Marburg 2.20 GM. «inschl. Zuflellungsgebichr, bei unsren Agenturen 1,93 GM. zuzügl. ZustellungSgebühr, durch die Post 2.25 GM. Für etwa durch Streik, Maschtnr»d«f«k1 od«r elementar« Grelgnkff« ausfalkrnd« Nummern wird ketn Ersatz geleistet. Verlag, D«.§. Hltzerolh, Druck der Unib-Duchdruckerei Zoh. Aug. Koch, Markt 21/23. Lernsprecher: Rr. 2054 u. Rr. 2055 Postscheckkonto: Amt Frankfurt a. M. Nr. 5015. — Sprechzeit der Rrdaktion don 10—11 und
*/il—1 Uhr.
öberlscssssche Zeitung
15 0 0 0 Tonnen
ft Berlin, 28. Dez. Zwischen mehreren Nationalsozialisten und einem' Trupp Kommunisten entstand in der Nacht zum Mittwoch vor einem nationalsozialistischen Lokal im Nordosten Berlins eine Schlägerei, in deren Verlauf mehrere Schüsse abgegeben wnrden. Drei Nationalsozialisten und ein K o m - manist wurden ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei durchsuchte ein kommunistisches Verkehrslokal und mehrere Häuser und nahm 80 Personen fest.
Später versuchten Angehörige der NSDAP, ein kommunistisches Berkehrs- lokal im Norden Berlins zu stürmen. Sie warfen durch die offene Tür einen Sprengkörper, durch den aber niemand verletzt wurde. Fünf Natioaal-
Das Budgetzwölftel von der Kammer bewilligt.
'Paris, 27. Dez. Die Kammer hat den Gesetzentwurf über die Bewilligung des Budgetzwölftels für 1933 in seiner Gesamtheit mit 524 gegen 53 Stimmen angenommen. Vor der Abstimmung hat der sozialistische Abgeordnete Bracke die Erklärung abgegeben, daß die Sozialisten in der Bewilligung des Budgetzwölftels nicht eine budgetäre Abstimmung im eigentlichen Sinne des Wortes erblicken, sondern nur der Regierung die Möglichkeit geben wollen, einen Monat lang zu leben.
Keine neuen Verhandlungen zwischen Schleicher und Hitler.
Zu der Nachricht, daß während der Weih- Mrtsfeiertage neue Verhandlungen zwischen “pn Reichskanzler von Schleicher imb ^dols Hitler angebahnt worden feien, Plantet in nationalsozialistischen Kreisen,
Die Personalveränderungen in der Schulverwaltung
Berlin, 27. Dez. In einem Berliner Morgenblatt wird in großer Aufmachung über die geplanten Veränderungen in ■ der Schulverwaltung berichtet und behauptet, daß diese Veränderungen sich einzig und allein gegen die sozialdemokratischen Beamten richten. Aus Kreisen der kommissattschen preußischen Staatsregierung wird dazu ervätt, daß es sich bei den Maßnahmen in der Schulverwaltung lediglich um solche handelt, die durch die Verordnung über die Vereinfachung der Mittelinstanzen notwendig geworden sind, vor allem um die Unterstellung der Prooinzschul- kollegien unter die Oberpräsiden- ten. Die Personalveränderungen richten sich keinesfalls aus politischen Gründen gegen sozialdemokrattsche Beamte. Es werden auch eine ganze Reihe Beamte abgebaut, die nicht der Sozialdemokratischen Pattei angehören, ebenso wie sozialdemokratische Beamte im Amte bleiben. Unrichtig sind ferner die Behauptungen, daß die betroffenen Beamten nach ihrer Beurlaubung von bry Monaten fristlos entlassen werden sollen. Die Beamten erhalten im Gegenteil die ordnungsgemäßen Uebergangsgebührm.
daß dies schon deshalb unmöglich wäre, weil Httler die Feiertage in den Bergen verlebt habe, während der Reichskanzler m Berlin geblieben sei. Auch an gut unterrichttter Berliner Stelle ist von abermaligen Ver- handlimgen zwischen dem Reichskanzler und Adolf Hftker nichts bekannt.
lung aber aufschieben wolle, die einerseits die französische Kammer beschlossen habe, die Vereinigten Staaten um die Zustimmung zur allgemeinen Schuldenkonferenz zu ersuchen, ehe es sich zur Hebet« Weisung der am 15. Dezember 1932 fälligen Rate bereit finde und daß 2. in den Vereinigten Staaten eben kein Beschluß zustande kommen kann, weil eine Zusammenarbeit zwischen Roosevelt und Hoover sich zerschlagen habe. Die französische Regierung werde also warten bis nach dem Amtsantritt Roosevelt. Die englisch-amerikanischen Verhandlungen hätten zur Zeit ebenfalls den Zweck zu einer Verschiebung der Schuldenverhandlüngen mit den Vereinigten Staaten zu gelangen.
In Berliner parlamentarischen und politischen Kreisen wurde, sowett der Weihnachts- Urlaub beretts beendet war, vor allem die Frage erörtert, wie die Aussichten für die Januar-Tagung des Reichstags lägen. Auf der Tagesordnung der Sitzung des Aeltestenrats am 4. Januar, nachmittags 4 Uhr, steht lediglich ein Antrag der kommunistischen Fraktion auf Einberufung des Reichstagsplenums. Es verlautet in parlamentarischen Kreisen, daß fetzt auch die N a t i o n a l s o z r a l i st e n den Wunsch hätten, den Reichstag früher tagen zu lassen, als es ursprünglich möglich erschien, nachdem die Reichsregierung erklärt hatte, sie könne vor Mitte Januar die gewünschten Auskünfte über die Kassenlage des Reichs und über den Etat für 1933 dem Haushalts- a ns schuß des Reichstags nicht geben. Als Termin für den Wiederzufammentritt des Reichstags nannte man in parlamentarischen reifen Mittwoch, den 11. Ianuar.
heißt auch, daß die Reichsregierung einer orzeitigen Einberufung des Reichstags keine Schwierigketten in den Weg legen werde, wobei hervorgehoben wird, daß es umso besser fei, je schneller eine Klärung der politischen Haltung des Reichstags gegenüber dem Kabinett von Schleicher erfolge.
Man kann damft rechnen, daß Sozialdemokraten und Kommunisten ver- fuchen werden, die politische Aussprache im Reichstagsplenum mit anschließender Abstimmung über die Mißtrauensvoten sofort bei Wiederaufnahme der Plenarsitzungen statt- finden zu lassen. Für das Weiterbestehen des Reichstags in seiner jetzigen Zusammensetzung dürste dabei maßgebend sein, ob die Nationalsozialisten durch posstive Zustimmung zu den Mißtrauens-Anträgen die Mehkheit gegen Schleicher schon in der Januar-Tagung ermöglichen, oder ob sie es für angebracht halten .sich zunächst der Stimme zu enthalten ,bzw. sich an der Abstimmung nicht zu beteiligen.
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Die Finanzierung der Arbeitsbeschaffung. r fk. Berlin, 28. Dez. Die Borfinan- iierung des Sofortprogramms für die Arbeitsbeschaffung liegt im wesentlichen fest. Sie dürfte auf der Grundlage der Steuer« Gutscheine mit der vorgesehenen Tilgungsbauer von fünf Jahren und unter Einschaltung der Körperschaften für öffentliche Arbeiten und der Rentenbank-Kredit- «nstalt erfolgen.
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Heute Veröffentlichung der Margarine- vcrordnung.
ft Berlin, 28. Dez. Die Veröffentlichung der Margarineverordnung wird im Laufe des Tages erfolgen. Danach sollen
Frankreich verschiebt die Schulden-Verhandlungen
Mitteilung an die amerikanische Regierung — Hinauszögerung bis zum Amtsantritt Roosevelts ■ •
hat laut „Temps" in der Kammer einen Gesetzentwurf eingebracht, durch den Die Regierung zur Aufnahme einer staatlichen Anleihe zu 3'ft Prozent in Höhe von 20 Milliarden Francs ermächtigt werden soll. Die Anleihestücke sollen von der Einkommen- und Erbs chafts st euer befreit fein.
300 Millionen Francs für die französische Landwirtschaft.
fk. Paris, 28. Dez. Zn einer Aach- fitzung hat die Kammer den Gesetzentwurf angenommen, der dem Landwittschafts- minister einen Betrag bis gu 300 Millionen Francs zur Stabilisierung der Getreidekurse, Finanzierung der nächstjährigen Ernte und Anlage von Gctreide- vorratshagern zur Verfügung stellt. Am Donnerstag vormittag beginnt die Kammer die Diskussion über die österreichische Anleihe.
Die Rückkehr Norman Davis zur Abrüstungskonferenz ungewiß.
Washin gtvn, 27. Dez. Der Konferenz Rorman Davis mit Roosevelt wird hier starke Beachtung geschenkt. Man schließt aus dem Hinweis Roosevelts auf seine Unterhaltung mit Clemenceau während der Versailler Verhandlungen, daß Roosevelt Frankreichs Bestehen auf Sicher-
Bombenanschlag auf einen frühere» Nationalsozialisten.
Stolberg (Är. Landsberg), 27. Dez. In der vergangenen Nacht wurde vor dem Hause des ehemaligen Anftaltsbeamten Bernebee- 2ay ein Bombenattentat verübt. Die Bombe explodierte unter dem Raum, den die Eheleute Bernebee-Jay noch vor einigen Tagen als Schlafzimmer gebraucht hatten. Die Fenster wurden vollständig zertrümmert. Verletzt wurde niemand. Bisher wurden in der Angelegenheit drei Mitglieder der NSDAP verhört. Wie es heißt, gehörte Bernebee-2ay bis vor kurzem der NSDAP an. Er war ausgeschieden und hatte sich der deutsch - völkischen Freiheitsbewegung ange- schlosien. Heber die NSDAP soll er sich abfällig geäußert haben.
Botschafter Claudel dem Staatssekretär Stimson gemaftt hat, soll eine Ergänzung eines von der amerikanischen Botschaft in Paris nach Washington gekabelten Berichtes sein, in dem darauf hingewiesen wird, daß Frankreich eine Zahlung n i cht
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. Alarm-Gerüchte über den Rücktritt des ReichsernShrungsminifters.
In den letzten Tagen ist die Behauptung aufgttaucht, es sei auch innerhalb des Kabinetts von Schleicher zu zollpokiti- schen Differenzen zwischen demReichs- ernährungsminister Frhr. von Braun und dem Reichswittschastsminister Prof. Warmbold gekommen. Es hieß sogar, der Reichsernährungsminlster habe jetzt emen längeren Urlaub angetreten, von dem er in Fern Amt nicht zurückkehren werde. Demgegenüber hören wir an gut unterrichttter Stelle, daß die Rücktrittsgerüchte um dm Reichsernähnmgsminister nicht ben Tatsachen entsprächen.
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