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Nr. 302

Wirtschaft und Handel

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Zahlen wird es verständ- ilanb rund 15 Millionen

1932

Die heutige britische Verwaltung.

Berliner Börsenbericht vom 23. Dezember.

Die Grundstimmung blieb, wie man schon am Vormittag annahm, auch zu Beginn des offiziellen Verkehrs weiter freundlich. Das Geschäft hielt sich allerdings in engem Rahmen, denn die Kundschaft zeigt vor den Feiertagen keine Neigung. Bör­sengeschäfte zu tätigen, und die Spekula­tion schritt vereinzelt zu Deckungen und in einigen Werten auch zu Glattstellungen. Die Kursgestaltung war daher nicht ein­heitlich, es überwogen aber doch die Besse­rungen, die ebenso wie die Rückgänge Nur selten über ein Prozent hinausgingen. Am Berliner Geldmartt blieb die Situation völlig unverändett, in Anbettacht des be­vorstehenden Iahresultimos zeigte der Martt also eine sehr flüssige Verfassung. Sages» geld stellte sich auf 4>st bzw. 47s, vereinzelt auf 4 Prozent. Privatdiskonten waren weiter angeboten, doch hielt sich das An­gebot in mäßigen Grenzen. Reichswechsel und Reichsschahanweifungen lagen sehr still.

Berliner Devisenbericht vom 23. Dezember.

HelsingforS 6,134—6,146, Wien 51,95 bis 52,05, Prag 12,465—12,485, Budapest —, Sofia 3,057—3,063, Holland 169,13 bis 169,47 Oslo 72,03—72,17,- Kopenhagen 72,43-72,57, Stockholm 76,27—76,43, Lon­don 13,98—14,02, Buenos Aires 0.858 bis 0,862, Aeuhork 4,209—4,217, Belgien 58,26 bis 58,38, Italien 21,55—21,59, Paris 16,-42—16,46, Schweiz 81,02—81,18, Spa­nien 34,37—34,43, Danzig 81,72—81,88, Japan 0,899—0,901.

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Koyre’, A. La Pkilosphie de Jacob Boehme. Pads 1929.

logen. Nennenswerte Aenderungen sind zu­nächst kaum zu erwarten, wenn auch die für die Fleischverbilligungsaktion neubewilligten Geldmittel eine kleine Belebung des Absatzes bringen werden und bei kälterem Wetter sich der Fleischkonsum etwas beleben dürste«, -

Lebensversicherungs-Verträge in Kraft sind. Denn kein Familienvater weist, ob er nicht auch zu den Hunderttausenden gehören wird, die jedes Jahr vorzeitig sterben; kein Mann weiß, ob er nicht auch aus der Vollkraft seines Le­bens durch einen Unfall oder eine chckische

Bartenstein, O. Die Zusammenlegung der Grund­stücke. Meraeburg 1932.

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Henkel. H. Der Notstand nach gegenwärtigem und künftigem Recht München 1932.

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SMithßunuf Nr NrrikmwiSlum

Die Vorräte an Brotgetreide und Mehl in den Mühlen und Lagerhäusern waren Ende November etwas geringer wie im Mo­nat vorher, wo dieselben bereits als knapp bezeichnet werden mutzten. Es zeigt sich also bis in die letzte Zeit hinein die Abneigung der Derkäuferichaft gegen jegliche Laaerbil- dung, welche charakteristisch für das (Scheibe« geschäft des lausenden Wirtschaftsjahres ist. Bei dieser Sachlage können die Mühlen zwar nicht auf eine laufende Entnahme von Ge­treide aus dem Markte verzichten, aber an­dererseits mutz auch jede, selbst verhältnis- mätzig geringe Ueberbelieferung, zu Preisrück­gängen führen. Diese Situation erlebten wir in den letzten Wochen. Auf der anderen Seite mützte sich aber jede Belebung des Mehlge­schäftes in stärkerer Preisbefestigung auswir­ken. Die Frage, ob eine solche Vergrößerung des Mehlabsatzes für die nächste Zeit wahr­scheinlich ist, muh jedoch verneint werden; zu­mal selbst die bescheidenen Hoffnungen auf eine .Belebung durch das Fest sich nicht erfüllt haben. Eher könnte man erwarten, dah bei den tiefen Preisen mit dem Beginn des neuen Jahres das Angebot wieder zurückaeben wird, nachdem der dringendste Geldbedarf der Land­wirtschaft mit dem Ende des Jahres zunächst einigermaßen gedeckt ist. Auf der andern Seite weroen jetzt aber die auf Sperrlager eingelegten Weizenvorräte allmählich ftei und es besteht nur wenig Aussicht, daß die Mühlen vorziehen, diese als eisernen Bestand lagern zu lassen. Auch dürften die mit den Bäckern zu höheren Preisen abgeschlossenen Lieferungs- vettrage den Mehlmarkt weiter Helasten. Man wird also nach wie vor in den Stützungs­raufen das Hauptmittel sehen müsien, um weitere Preiseinhutzen zu vermeiden. Dabei ist aber zu berücksichtigen daß die Stützungs- stellen, um eine spekulative Ausnutzung der Stützungskäuse möglichst zu verhindern, sich jetzt im allgemeinen nicht mehr auf die Auf­rechterhaltung eines bestimmten Preisniveaus versteifen, sondern ihre Aktion elastisch zu ge­stalten suchen. Es muß unter diesen Um­ständen die Lage auf dem Brotgetreidemarkt als ziemlich unsicher bezeichnet werden. Um die Festtage wird sich das Eetreideaeschäft natürlich nur in den allerengsten Grenzen halten.

Auch Gerste, welche sich bisher tm ganzen Wirtschaftsjahre aus den häufig angeführten Gründen von allen Eetreidearten am wider­standsfähigsten erwiesen hatte, wird jeht von der allgemein schwachen Tendenz starker er­faßt. Je ungünstiger sich der Absatz für Roy- flen gestaltet, umso rentabler erscheint es, die Noggenverfütterung zu verstärken. Das allein ist aber nicht der Grund für die schwä­chere Tendenz der Gerste, die als Beifutter dauernd ihren speziellen Wert besitzt. Viel­mehr ist auch hier das Angebot erheblich be­wachsen; es kommt gleichzeitig mehr Material I zu Futterzwecken auf den Markt, welches zu­nächst für Industrie und Vrauzwecke dispo- I niert war, dort aber keine Unterkunft findet. I Ferner bleibt es nicht ohne Einfluß auf die I - Preise, daß die Futtergeheidevorräte in zwei- I ter Hand sich nach der letzten Statistik etwas I vergrößert haben. Trotzdem dürsten sich die I Gerstenpreise am schnellsten wieder erholen. 1 wenn das Angebot sein normales Ausmaß wieder gewonnen hat. Einem weiteren Ab- I

Warenmärkte

Getreide tn 1000 5Ulogr„ Mehl und Artter mittel k 100 Kilogramm

Berliner Eetrerdemarkt vo« 23. Dezember.

Weizen 186—188, Roggen 153—155, Braugerste 166—175, Kitter- unb Inüa- striegerste 158—165, Hafer 114—118, Wei­zenmehl 23,25—26,25, Roggenmehl (70 %) 19,10-21,40, Weizenüeie 8,80—9,20, Rog­genkleie 8,70—9,00.

Nachdem bereits gestern zum Börsen­schluß eine Beruhigung nach den voraas- gegangenen Preissteigerungen eingetreten war, bröckelten die Preise im Protmkten- verkehr heute fast allgemein weiter ab. Das Inlandsangebot hat sich zwar nicht verstärkt, die Nachfrage ist aber angesichts des schleppenden Mehlabsatzes infolge der Schiffahrtsschwierigketten auf der Oder sehr gering; außerdem will man natur­gemäß vor den Feiertagen Neuengage­ments kaum noch eingehen. Am Prompt- markte lauteten die Gebote für Weizen 1 RM. niedriger, und auch für Roggen waren gestrige Preise nicht immer zu er­zielen. Am Lieferungsmarkte nahm die Staatliche Gesellschaft vereinzett Material auf, jedoch vermochten sich lediglich die Roggenpreise einigermaßen zu behaupten, während Weizen bis 1 RM. nachgab. Weizen- und Aoggenmehle haben schlep­pendes Geschäft bei wenig veränderten Preisen. Hafer lag nach der gestrigen Er­holung erneut schwächer, besonders im Ieithandel ergaben sich angesichts der Enge des Marktes beträchtliche Preis­schwankungen. Gerste in lunveränderter Marktlage.

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Montag, dem 26. Dezember.

635: Hafen - Kollert von Bremen. — 8.30: Chor al blasen. — 9.15: Stunde des Chorgesangs. — 10.00: Erlöserkirche Frank­furt: Festgottesdienst. — 11.30: „Selig ist der Mann", Kantate von 3ob. Seb. Bach. — 12.00: Platz-Konzert. — 13.30: Musi­kalisches Durcheinander (auf Schallplatten). — 14.30: „Mutter Schrödern", eine lustige Schwiegermuttergeschichte. — 15.00: „Das tapfere Schneiderlern", em weihnachtliches Funkmärchen. — 16.00: Konzert des Städti­schen Kurorchesters Baden-Baden. — 18.00: „Arm und doch glücklich", eine besinnliche Stunde. — 18.40: Sportbericht. — 19.00: Musikalische Reise-Erinnerungen an den „Flug um die Welt". — 20.05: Grobes Konzert des verstärtten Philharmonischen Orchesters Stuttgart. — 22.10: Zeitangabe, Tagesnach- richten, Wetterbericht, Sportbericht. — 22.20: Fortsetzung des Großen Konzerts. — 22.45: Don London: Tanzmusik.

Dienst«, dem 27. DeMmber.

6.15: Wetterbericht. — Anschließend: Mor­gengymnastik. — 7.25: Schallplatten-Konzert. — 12.00: Schallplatten-Konzert. — 13.30: Konzert. — 15.20: Hausfrauen-Nachmittag. — 17.00: Konzert. — 18.25: „Preußischer nnd frideriztanifcher Sozialismus", Vortrag. — 18.50: „Das Lebenslicht", Weihnachts­märchen. — 20.00: „Dritter Feiertag", ein bunter Abend. — 22.00: Neue Schallpiatten. — 22.20: Zettangabe, Tagesnachrichten. Wetterbericht, Sportbericht. — 22.45: Nacht­musik.

Geschäftliche Mitteilung.

Wie alt kannst Du werden? Die soeben ver­öffentlichte Ausgabe 1932 des „Statistischen Jahrbuches für das Deutsche Reich" enthält sehr interessante Angaben darüber, welches Alter die Menschen in Deutschland erreichen und woran sie sterben. So hatten z. B. von je 1000 männlichen Personen, die im Laufe eines Jahres starben, nur 531 Personen ein Alter von mehr als 55 Jahren erreicht; die übrigen 469 Personen waren vor Erreichung des 55. Lebensjahres gestorben!

Jnteresiant auch die Todesursachen: Von den insgesamt 360 776 männlichen Personen, deren Tod im Laufe eines einzigen Jahres erfolgte, find nur 49 792 an „Lebensschwäche" (über 60 Jahre alt) gestorben, dagegen die übrigen 310 984 an einer von 24 verschiedenen „Krank- ?eiten“ ober durch „gewaltsame Einwirkungen" Verkehrsunfall, Sturz usw.). Mit anderen Worten: von 10 0 männlichen Per­sonen sterben 81 vorzeitig!

Von den im Lauf eines Jahres verstorbenen männlichen Personen standen 22 462 erst im 21. bis 30. Lebensjahr, 18437 im 31. bis 40. Lebensjahr,, 25 011 im 41. bis 50. Lebensjahr; 25 011 im 41. bis 50. Lebensjahr; und insge­samt 171548 waren verheiratet, d. h. es w u r. den durchschnittlich Jenen Tag des Jahres in Deutschland 469 Ehe­frauen zu Witwen:

zeichnet werden. Dasselbe ist von den Eier- markten zu berichten. Trotz des Festes und teilweise einsetzenden Frostwetters mutz­ten die Preise an vielen Markten erneut zu- rückgesetzt werden. Am stabilsten erweisen sich noch die Preise für Kühlhaus- und Kalkeier, da die Bestände nahezu geräumt sind Hält das Frostwetter länger an, so kann man wenigstens eine gewiße Stabilität der in der Atzten Zeit stark gesunkenen Preise erwarten. BBei milderem Wetter jedoch würde sich speziell kn den unteren Gewichtsklassen die wachsende Leaetätigkeit^ der Junghennen in einer ge­mässen Verstärkung des Angebots auswirken und möglicherweise zu neuer Abschwächung des Marktes führen. 8

Wie auf allen anderen Märkten hat auch au dem Absatz von Schlachtvieh das Weihnachtsfest enttäuschL Wie sich die Ver- hältnisie hier seit dem vorigen Jahre ver­schlechtert haben, geht am besten daraus her­vor, daß in der Woche vor Weihnachten im »origen Jahre die Auftriebe an Schweinen um 40 000 Stück größer waren und die Preise

gebots und Verwertung im eigenen Betriebe »egegnet werden. Irgend eine Belebung der Nachfrage ist hier zunächst nicht zu erwarten.

Die letzte Woche zeigte erneut, daß die Ten­denz auf den Cpeisekartoffelrnärkten ganz von -der Wittermm abhängig bleibt. Gute Ver- Wartung der Kaufneigung zeigt sich immer nur ®ei drohendem Frost. Auch das Weihnachts- jfest hat den Markt nicht nennenswert belebt. 'An diesen Verhältniffen dürfte sich, zunächst -sttchts ändern.

Die Hoffnung auf eine Belebung des B n t- «ergefchäftes infolge der Festtage hat !Kch nur wenig erfüllt. Die Tendenz muß als ziemlich uneinheitlich bezeichnet weroen. Das ! Angebot an Landbutter in der Provinz hat Snfolge der Hausschlachtungen zugenommen. Da erfahrungsgemäß nach den Weibnachts- 'tagen der Butterbedarf noch weiter zurück-

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Stechow, W. Apollo und Daphne Leipz. 193Z-

Krankheit seiner Familie enttiffen wird, V daß seine Familie tn Not und Abhängigkeit g« raten würde, wenn ihr nicht durch die Lebens «ß

):( Dunlov-Tennis- und Golfbälle — Te nis-Schläger. . 3m Vertrieb der bekannt Dunlop-Tennis- und Golfbälle sowie T nis-Schläger ist ab 1. Oktober d. 3s. ernt R. Aenderung eingetreten und der Verkauf wst der von der Firma Deutsche Dunlop Eu Compagnie A.E., amau/HMain, übernoin» men worden. Die seitherige Belieferin bei deutschen Marktes, die Fttma Deutsche Ma- cinlov E.m.b.H., Berlin SW 68, Schützen- straße 59, befindet sich ab diesem Tage Liquidation. Tie Firma Dunlop wird der Vertrieb obiger Artikel bis auf werteres ad Hanau vornehmen, wob« in Aussicht ge- n qmm en ist, die Verkaufsorganisation unter Hinzuziehung der erzenen Dunlop-Reifen-Ver- kaufsniederlagen innerhaO Deutschlands tut kommenden Frühjahr auszubauen.

__ Übersetzung.

Der Weihnachtsbaum. Der Weihnachtsbwu hat sich in den 300 Jahren, seitdem er in Deutsä land den Schmuck des Heiligen Abends bilbd das ganze deutsche Volk erobert. Es gibt feite eine Familie, in der nicht ein geschmückter Ta» nenzweig den Ehristabend, die Wohnung ifa und die nötige Weihnachtsstimmung in das Hch brilMt-Ohne Ehristbaum kein Cristfest Die g» ße Beliebtheit, deren sich die Tanne zu Weit erfteut, äußert sich vor allen Dingen i statistischen Zahlen. Es werden nämlich in Deutsch land nicht weniger als rund 6 Millionen Weid naS’?£,5ume verkauft. Schon aus dieser Zat geht hervor, daß nicht viele Familien Vorhand« sind, die aus irgend einem Grunde auf bas schönste Zeichen des Christfestes verzichten. ® tft selbstverständlich, daß diese ungeheuren Mus sen von Tannenbüumen rechtzeitig zur Verschil» kung in die Städte bereit stehen müssen, bannt "icht am Weihnachtsabend irgendwo Mang«! herrscht.