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Matt 2

Punktzahl wie die Kickers, 27:9, erzielt. Das Entscheidungsspiel um die württem- bergische Meisterschaft wird wahrscheinlich erst nach Schluh der Endspiele ausgetragen, da Kickers und Bückingen schon am ersten Festtag gegen die Vertreter der Gruppe Main antreten.

Die süddeutschen Endspielteilnehmer sind also jetzt wie folgt aufmarschiert:

Abteilung I: 1. FE. Nürnberg, Spvg. Fürth, Bayern München, München 1860, SB. Waldhof, Phönix Ludwigshafen, FK. Pirmasens und 1. FC. Kaiserslautern.

Abteilung II: Fuhballsportverein Frank­furt,, Eintracht Frankfurt, Mainz 05, Wormatia Worms, Karlsruher FB., Phö­nix Karlsruhe, Stuttgarter Kickers, Union Böckingen.

Das erste Endspiel fand bereits am Sonnag in der Abteilung I statt. Etwa 10 000 Zuschauer wohnten dem Treffen SB. Waldhof gegen Spvg. Fürth im Mannheimer Stadion bei. Ein starker Nebel behinderte die Sicht. Trotz­dem gab es einen spannenden Kamps, der torlos endete. Waldhof hatte etwas mehr Chancen und Fürth konnte von Glück sagen, daß es wenigstens einen Punkt ge­wann.

Der Herrenreiter Axel Holst gewann zum zweiten Male das Cham­pionat der Springreiter.

(Nachdruck verboten.)

.Nie Drei von »er EnnMfrnle“

Ein heiterer Roman von: R. S. lltsch. (Copyright by Verlag Alfred Bechthold in Braunschweig).

26. Fortsetzung.

Debrvix hielt ungeniert ihren Mick aus. Mun sie dicht vor ihm stand, kam ihm zum Bewußtsein, daß er solche Augen noch nicht gesehen hatte. Sie hatte ihren Wil­len — das konnte man merken. Das ovale, edle Gesicht mit dem energischen, fast strengen Zug um den Mund — die hohe, zurückliegende Stirn — das dunkelblonde, im Nacken einfach zusammengeknotete Haar verliehen ihr einen eigenartigen, bezau­bernden Reiz. Mitunter — je nach dem sie die Augenlider bewegte — glaubte man Hochmut und Stolz in ihren Zügen wahrnehmen zu können.

„Ich könnte noch mehr gute Arbeiter gebrauchen, aber .. Ihre Lippen zit­terten ein wenig. „Entschuldigen Sie, — es kommt mir darauf an, daß ich zuver- verlässige, fleißige und tüchtige Leute habe. Wie Sie wissen, ist jetzt die Zeit der Ar­beit ... In drei Wochen müssen zwei­hundert Morgen Roggen und dreihundert Morgen Weizen in den Schobern liegen. Gar nicht zu sprechen von dem Heu, bas (n den nächsten Tagen noch hereingebracht werden muß."

„Wenn wir Arbeit annehmen," warf Molden ein, „so tun wir es aus dem Grunde.um uns unser Brot zu verdienen."

„Sie können sich darauf verlassen, daß wir für unseren Lohn auch arbeiten wer­den!" setzte Debroix noch hinzu.

x Wieder traf ihn der Mick.

„Sie müssen mich verstehen," sagte sie. „Wir haben Routine in solchen Fällen . . Wir sind vorsichtig geworden! — Ich hatte vergangene Woche zehn Handwerksbur­schen eingestellt. Aus Rot, — weil man aus dem Lande keine Arbeiter haben kann. Es zieht alles in die Städte — in die Fabriken . . . Die Leute aßen sich ein­mal ordentlich satt, nahmen ab und zu auch

Sportbeilag« der „Oberhessischen Zeittmg"

Rr. 297

Meister und Meisterinnen -es Sports

Lilly Nutzem (rechts) triumphierte über die Dänin Frau Hollis bei dem deutsch-dänischen Tennisländer­kampf, der in der Kopenhagener Halle ausgetragen wurde und der mit einem 8:2-Sieg der Deutschen endete.

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Die Wiener Eislauf-Künstler, die im Berliner Sportpalast begeistert umjubelt wurden. Von links nach rechts: Das Kunstläuferpaar Frau Gaillard- Petter und die erst 16jährige Hilde Holovsky.

Ehrenvolle Rugbv Niederlage in Lyon

Rorö-sü-belttsche Aurwahlfünstekn verliert 15:21

Der Deutsche Rugby-Fuhball-Berbaud er­öffnete seine diesjährigen internationalen Spiele mit der Begegnung einer, nord-süd­deutschen Auswahlfünfzehn, die sich in der Hauptsache aus Frankfurter. Heidelberger und Hannoveraner „Ruggers" zusammensehte, ge­gen den französischen Rugbymeister Lyon Olympigu« Universitaire. Wenn zwar auch vor kurzem erst norddeutsche Mannschaften mit Hohen Siegen aus Frankreich zurückkehr­ten, so muh man doch berücksichtigen, daß diese dann zumeist gegen schwächere Mann­schaften errungen wurden. Die erstllassigen französischen Vereine sind für unsere Clubs immer noch unschlagbare Gegner. Man sah daher dem Spiel in Lyon mit einiger Be­sorgnis entgegen, fürchtete man doch — zum Beweis seien die hohen Niederlagen unserer Nationalmannschaften gegen den französischen Verband angeführt — eine eklatante Nieder­lage. Um so angenehmer wurden daher die Rugby-Anhänger durch die verhältnismähig knappe 15:21» (6:4«) Niederlage der deut­schen Fünfzehn überrascht.

Don Beginn an führten die Deutschen ein schönes Spiel vor und waren den Franzosen

em ebenbürftger Gegner. Brs zur Pause war das Spiel vollkommen offen. Unsere Mannschaft hafte sich bald gefunden und kam oft gut vor das französiche Mal, so dah bei der Pause die deutsche Kombination zwei Versuche gebucht hatte, denen die Franzosen nur einen schön getretenen Dropkick ent­gegensetzen konnten. Nach dem Wechsel än- defte sich das Bild. Die Franzosen kamen mehr und mehr auf und brillierten m glän­zenden Passings und Dreiviertelangrisfen. Unsere Mannschaft wurde stark zurückgedrängt und hatte besonders gegen Schluh grohe Mühe, die dauernden Angriffe der wendischen französischen Dreivieftels und Stürmer, die ebenfalls im Handspiel ganz hervorragend waren, abzuwehren. Bis zum Schluh hatten die Franzosen noch 17 Punkte gebucht, wäh­rend unsere Spieler nur noch dreimal ein­laufen konnten. Alle deutschen Versuche blie­ben unerhöht. Die zahlreichen Zuschauer im Stadion Iris zollten den guten Leistungen und dem fairen Spiel der Deutschen lebhaf­ten Beifall.

Westdeutscher Rugbysteg in Holland.

Westdeutschland schlämm Eindhoven Holland

Em« westdeutsche Auswahl-Fünfzehn be- ftritt am Sonntag in Eindhoven ihr erstes internationales Repräsentatwspiel gegen die Ländervertretung von Holland. Wie nicht anders zu erwaften war, feierten die West­deutschen, die sich fast ausschliehlich aus Düs­seldorfer und Kölner Spielern rekrutierten, qegen die noch wenig erfahrenen Holländei mit 24:11 (11:8) einen glatten Sieg, der der allerdings erst in der zwecken Hälfte, nachdem die Holländer auf 11:11. gleichgezv- gen hatten, durch überlegenes Spiel zustande kam.

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Das Wörter Mig-VEanm

Dienstag, den 20. Dezember.

6 15: Wetterbericht. — Anschließend: Mor­gengymnastik. — 7.20: Schallplatten-Konzert. — 12.00: Konzert. — 13.30: Konzert. — 15.20: Hausfrauen-Nachmittag. — 17.00: Konzert des Süddeutschen Rundfunkorchesters. — 18.25: Zeitfragen. — 18.50: „Serben und Deutsche — Beziehungen Zwilchen Volkern , Vortrag. — 19.20: Von der Armut und vom Geben. — 19.30: „Wer ist, es?" Lite- rarisches Rätsel. — 19.45: „Kleme Liebe rn der großen Stadt", Hörspiel. -21.05: Beet- hoven-Konzert der Berliner Philharmoniker. — 22.00: Ilse Faber spricht. — 22.20: Zeitan­gabe. Tagesnachrichten, Wetterbericht, Sport­bericht. — 22.45: Nachtmusik.

WeHerbeobachtunien 18.19. Dez.

Höchste Temperatur am18. Dezemb. -0.1 Celsius

Niedrigste Temveraturteicke Nacht -5.5 Ceinus

•Barometerft.

Relative

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18.12 2 Uhr nackm.

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19.12.7 Uhr

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-4.6 Teil.

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vorm.

PHOTO-BÖHLER - BRILLEN-BÖHLER Weftergasi« 30 Bahnhofstr. S

Marburg/Lahn Fernruf 2248. Wetterbericht.

Die Wirbeltätigkeit im Norden ist noch in vollem Gange. Es entwickeln lick dauernd neue Tiefdruckwirbel, die aber eine sehr nördlich gelegene Bahn ein­schlagen. während das urastige sejttan- dische Hochdruckgebiet noch weiter be­stehen bleibt. Dieses besteht zum gröh- ten Teil aus warmen und trockenen Lustmassen mit geringer Bewölkung. Rur im südlichen Teil desselben liegen noch flache Kaltluftschichten, die meist w.it Nebel ausgefüllt sind.

Witterungsaussichten für Dienstag: Fortbestand des Hochdruckwetters.

ein Souvenir mft und verschwanden über Rächt spurlos . . ."

Das war mm doch Debroix zuviel. „Wenn Sie uns so etwas zutrauen, dann ist es am besten, wenn wir weitergehen! .. Wir sind übrigens keine Handwerksbur- schen!" Gr wollte sich den Hat wieder aufsetzen.

„Run, — was sind Sie denn sonst?" Sie schlug erregt mit der Reitpeitsche an die Wade.

„Wir sind Ghremnänner! .. . Genagt das, bitte?"

^.And Sie liegen auf der Straße?"

„Hat das etwas mit unserem Charakter zu schaffen?"

„Das nicht! .. . Aber im allgemeinen erfreut sich Ihre Zunft keiner besonderen Hochachtung!"

„Kann da der Einzelne was dran machen?"

„Selbstverständlich! ... Gr muß zeigen Und beweisen, daß es eine Ausnahme gibt! Mesen Beweis hab« ich bis jei$t noch nicht."

„Wir hatten den guten Willen, den Beweis zu erbringen! . . ."

„Run ja, — das freut mich eben! . . . Ich habe immer den guten Willen — ganz ohne Borurtelle—, den brauchbaren Men­schen zu suchen, — ihn auch zu unter­stützen, soviel eS in meiner Macht liegt. Es ist dabei ganz rchne Belang für mich, aus welchem Milieu er kommt!"

Ihre Stimme war zuletzt weich fast gütig geworden.

„Ich glaube, Sie versichern zu können, daß Sie es nicht bereuen werden, wenn Sie uns einstellen!"

„Run gut . . . Sie können es sich bis morgen mittag überlegen! . . . Entschlie­ßen Sie sich dann, ob ote hierbleiben wol­len! — Man wird Ihnen gleich Beschäfti­gung geben."

Sie ging eiligen Schrittes dem Herren­haus« zu.

Die drei sahen sich betroffen an.

„Kinder, Kinder!" stieß Wuttke befreit hervor. „Ich habe meine Hand naß- jeschwitzt! — Hat die eine Courage, — verdammt nochmal . . ."

Molden seufzte. „Run haben wir noch lange kein Essen! Was fangen wir an?“

„Das scheint interessant zu werden." ver­setzte Debroix. „Ein solches Mädchen ist mir im Leben noch nicht vor die Augen gekommen!"

Wuttke fuhr mit der Hand über die Bart­stoppeln und kniff die Augen zu. „Ich habe es jleich jesagt, daß die Chose nicht so ein­fach sei. Es wird das beste sein, wenn mir uns so leise weinend um die Ecke verdrücken... Die Langhaarige bringt es fertig und ver­prügelt uns noch mit der Reitpeitsche. Jeden Augenblick hatte ich vorhin schon Angst, es würde hageln."

Gleich darauf kam ein älterer Mann und übergab ihnen allerhand Werkzeuge. Er er- klärte, sie sollten einweilen die Holzstämme spalten, die am Rande des Hofes aufge- stapelt wären. Sie machten sich unverzüg­lich an die Arbeit. —

Helmi Hoben hatte gefrühstückt. Sie ging zum Fenster und schaute in den Hof. Sie war ganz in Sinnen versunken, als es an die Tür klopfte. Auf Ihr „Herein" kam d7r Mann ins Zimmer, der den Neulingen die Arbeit angewiesen hatte.

„Nun, Hermann, — hast du alles ausge- rfätet?"

„Jawohl, gnädiges Fräulein! — Der eine erzählte, sie wüßten mit Baumstämmen um­zugehen. Sie hätten dieselbe Arbeit auf einet Papierfabrik verrichtet!"

„So, — aha! — Nun gib acht, Hermann: Heute mittag führst du die drei in die Ee- sindestube zum Mittagessen! . . . Dann zeigst du ihnen nach dem Abendbrot ein Nachtlager in der Scheune, die an die Kuhstallungen stößt. Sind sie morgen mittag noch gewillt hierzubleiben, so richten wir ihnen Zimmer im Gesindehaus ein."

„Wie gnädiges Fräulein befehlen, so wirds gemacht! Aber ich glaube nicht, daß es so weit kommt!" Hermann zerrte verlegen mit dm Fingern an dem Hut ,ben er in der Hand hielt.

„Wie meinst du das?" Fast ärgerllch kämm die Worte aus Helmis Mund. .

Hermann, der schon über zwanzig Iahre auf dem Gut bedimstet war. wurde ratlos.

„Die Männer — hauptsächlich die beiden füngcren — haben so weiße, schöne Hände... ‘ sagte er. „Ich denke, daß ibnen die Ar­beit hier zu sauer wird. Wenn sie schöne Kleider trügen, könnte man glaubm, es feien Prinzen. Sie haben so etwas Eigenartiges

gekocht.

Fortfetzuna

an sich, — so etwas Vornehmes, ich weis nicht..." ,

Helmi stand wieder am Fenster und be­trachtete die Arbeitenden. Plötzlich wandte sie sich lachend um. Wie um unangenehme Gedanken zu verscheuchen, warf sie den Kops in dm Nacken und schloß die Äugen halb. ,

„Du kannst gehen, Hermann! ... 91 ein, noch einen Augenblick! •— Morgen früh sährtz du mit dem Wagen zur Stadt und holst im Güterschuppen einiges Stückgut ab. Nimm dir einen von den Fremden mit, — meinet­wegen den älteren . . ."

Der Mittag rückte heran. Es kam den Fremden vor, als ob noch nie Stunden M ihrem Lebm so träge verflossen seien. 3n ihren Leibern schrie und jammerte es natz Nahrung. — Endlich holte Hermann sie zum Mittagessen ab.

In der Gesindestube standen einige MaM beisammen und kicherten, als die drei ein- lra,*3uten Tag, Leute!" rief Wuttke, der bemerkte, daß er die für Debroii und Mol­den fatale Situation mit einem Scherz be­heben müsse.

„Guten Tag", kam es leise und erstaunt zu­rück. Die Weiber warm bestürzt. Dor schim einer zu sein, der nicht gerade auf den Kopf gefallen war. . Q„

„Habt ihr auch was anständiges lekockst- wandte sich Wuttke an die koroulente Köchin, die eine Schüssel mit Erbsensuppe out den Tisch stellte. Er schlug ihr vertraulich an­der Hand auf die Schulter. . . Wir kön­nen nämlich vor Kohldampf nicht mehr !e” rabe gehen. Unser Magen sind zusammen- leschrumvft wie leere Tabaksbeutel . . .

Die Weiber lachten derb und laut. _.e

„Ei, was habt ihr feine Stimmchm!' bemerkten Wnttkes Ironie nicht. „So etnro-- wunderbar Unartikuliertes ist darinnen! Das muß sich doch beim Jesang besonders rn ausmackm." , ,

Die Mägde erröteten vor Stolz über m vermeintliche Belobigung. Sie betra-b e sogar Miiftkes Worte als eine leise A'iffsrm rung, ein Liedchen zu singen. An eine Nebentisch nahmen sie Platz und berieten.

Debroir füllte die Teller b-s an den R ' Der Dust der delikatm, alter noch beinen Bauernsuppe bmahm dm Hungrigen fan

Die Suppe schmeckte hervorragend. Erbstm Kartoffeln und Reisch warm durcheman-u