Stile 2
_______Oberßeffifche 3ettitng, Marburg «. L. Mout«, d« 19. Dezember 1932
Der Verräter von Langemarck
Das Urteil: 10 Jahre Zuchthaus
Belgische Regierungskrise beendet
Brüssel, 17.Dez. Das heute gebildete neue belgische Kabinett besteht nn wesentlichen aus denselben Persönlichkeiten wie das erste Ministerium d e B r o q u e v i l I e. Das Bündnis Katho- liken-Liberale ist auss neue gefestigt, umso mehr, als sich die betden Parteien über die wichtige innerpolitische Streitfrage der staatlichen Unterstützungen für katholische Schulen einigen konnten.
Das neue Kabinett wird sich am Dienstag den beiden Kammern vorstellen. Seine wichtigste Aufgabe ist die Bewilligung wenigstens der unmittelbar notwendigen Etatsmittel für die ersten Monate des neuen Haushaltsjahres 1966. Weiter gilt es, den durch Wühlen und die politischen Kämpfe bis zur letzten Stunde verzögerten Plan der Sanierung der Staatsfinanzen mit größter Beschleunigung fertigzustellen. Das Defizit betragt nicht weniger als 2y2 Milliarden Francs.
Neues Eisenbahnunglück in der Schweiz
L e i p z i g, 17. Dez. In dem Verfahren wegen Kriegsverrats gegen den Lastlraft- wagenführer August Jäger aus Erfurt verkündete der IV. Strafsenat unter dem Borfitz des Reichsgerichtsrats Dreves heute nachmittag folgendes Urteil:
„Wegen Berdrechens nach § 50 Absatz 8 des Militärstrafgesetzhuches, begangen in der Zeit vom 13. bis 14. April 1915, wird der Angeklagte zu zehn Jahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehrenrechtsverlust verurteilt.-
Es handelt fich dabei bekanntlich darum, daß der Angeklagte in der Nacht zum 14. April 1915 aus der Stellung der 5. Kompagnie des J.-R. 234 vor Langemarck zu den Franzosen übergelaufen war und dort auf die an ihn gerichteten Fragen Antwort gegeben hatte, namentlich in der Richtung, daß aus der deutschen Stellung heraus für
die allernächste Zeit ein Gasangriff den Franzosen drohe. Dieser Gasangriff war der erste im Blasverfahren, der von den deutschen Stellungen aus unternommen werden sollte. .
Das Gericht erklärt* begründend, der Artikel des französischen Generals Ferry in der „Revue des Vivants", in dem der Angeklagte als Verräter gebrandmartt wurde, sei für das Urteil nicht maßgeblich gewesen. Entscheidend aber sei für das Gericht das Verhalten des Angeklagten in der Stellung 6/234 und später in französischer Gefangenschaft. Wenn man tne eigenen Aussagen des Angeklagten über sein Verhalten, über seine Beweggründe und über sein Tun zusammenhalte mit den Aussagen der vielen Zeugen, so müsie sich die lleberzeugung aufdrängen, daß der Angeklagte bewußt zu den Feinden überge- laufe'n sei und daß er den Verrat, der ihm zur Last gelegt wird, dort auch begangen habe.
Seen, 17. Dez. Infolge Nebels fuhr 4eete in Oerlikon bei Zürich ein Personen, zug auf eine stehende Lokomotive. Nach den bisher eingegangenen Meldungen hat dieser Unfall dreiTodesopfer gefordert; zwölf Personen sollen verletzt sein. Nähere Einzelheiten fehlen noch.
Das EisanbahmmgkSS bei Oerlikon.
Zürich, 18. Dez. Zu dem Eisenbahnunglück bei Oberlikon wird ergänzend gemeldet:
Der verunglückte Zug fuhr mit großer Geschwindigkeit auf die alleinstehende Lokomotive auf, da offenbar die Einfahrt in den Bahn- Hos versehentlich freigegeben war. Dn Zu- kammestprall war so heftig, daß die Kupep- lung riß und die elektrische Lokomotive des llnglückszuges den Hinteren Teil der Dampflokomotive eindrückte. Bei dem Personenzug bohrte sich ein Wagen dritter Klasse in einen Schutzwagen hinein. 3n dem Dritterklafse- wagen befanden sich sämtliche verunglückten Personen. Kurz nach dem Zusammenprall fuhr ein Rangierzug gegen "bie beiden zur Seite gedrückten Wagen, richtete aber keinen großen Schaden an. Der Führer der alleinstehenden Dampflokomotive konnte im letzten Augenblick äbspringen. Der Heizer wurde mit dem Fuß eingeklemmt, konnte sich mcht mehr befreien und verbrannte. Unter den Verunglückten befinden sich keine Ausländer.
Ausland
Belagerungszustand über Argentinien.
Buenos Aires, 18. Dez. In ganz Argentinien ist nach erfolgter Zustimmung der Kammer wegen des von der Regierung aufgedeckten Putschversuches der Belagerungszustand verhängt worden. Wie jetzt festgestellt worden ist, sollte die Revolution am 30. Dezember ausbrechen. Wie verlautet, hat der militärische Führer der Umstürzler, Oberstleutnant Cattaneo, ausgesagt, die Umstürzler hätten nach dem Sturz der Regierung die Gewalt dem Obersten Gerichtshof übertragen wollen. Der verhaftete frühere Präsident Dr. Jrigoyen wird voraussichtlich nach der Insel Martin Earcia gebracht werden.
Kreuzers Bruder zu Zwangsarbeit verurteilt.
Stockholm 17. Dez. Generalkonsul Torsten Kreuzer, der Dpuder des Zündholzkönigs, wurde heute vom Stockholmer Amtsgericht zu 3V-> Jahren Zwangsarbeit wegen Betrugs im Zusammenhang mit Konkurrenzverbrechen durch falsche Buchführung und betrügerischen BankerottS in bezug auf die HHg-- broforsen-Angelegenheit verurteilt. Torsten Kreuger wurde außerdem verpflichtet, an Käufer von Högbroforsen-Obligationen Schadenersatz in Höhe von zusammen über eine Million Kronen zu leisten.
180 Millionen Mark Gold reisen «ach Amerika.
London, 17. Dez. Zm Laufe des Tages wurden bei Lloyds und den See- versicherungSgesellschaften große Versicherungen für dre Verschiffung von Gold im Werte von neun Millionen Pfund Sterling abgeschlossen. Die neun Milüonen Pfund Sterling, die $ar Versendung nach den Vereinigten Staaten bestimmt sind, sind auf folgende fünf Dampfer verteilt worden: „Majestic" 2,4 Millionen, „Lan- caftria “1,5 Millionen, „Mauretania“ 2,8 Millionen, „Britannic“ 1,5 Millionen und „Qlurania“ 800 000 Pfund Sterling. Alle fünf Dampfer treten ihre Fahrt noch vor Jahresende an. Es wird angenommen, daß es sich um einen Teil des Goldes handelt, das von der Bank von England für Rechnung der Vereinigten Staaten in Ausführung der Kriegsschuldenzahl'nng am 15. Dezember bereitgestellt worden war.
Siedlung in Italien
Einweihung der Stadt Littoria durch Mussolini
Rom, 18. Dez. Am Sonntag fand die feierliche Einweihung der neugegründelen Stadt Littoria in den früheren Pontim- schen Sümpfen durch Mussolini statt. Damit ist der erste und schwiengste Teil des ungeheuren Trockenlegungswerks abgeschlossen, das dieses durch Iahrtausende gefürchtete, gänzlich entvölkerte Fiebergebiet in wenigen Jahren zu fruchtbarem und dicht besiedeltem Ackerland gestalten wird.
Nach einer Rundfahrt durch die v lernen en Gemeinden, in denen die bereits zahlreich errichteten Kolvnistenhäufer vorläufig zusam- mengesaßt sind, fuhr Musiolini die Front der Traktoren und Dampfpflüge ab, die auf der Rundstraße rings um Ltttorm in endloser Reihe aufgestellt waren. Dann fuhr er auf den dichtbesetzten Hauptplatz ßrttorias
und sprach von dem Balkon des turmgekrönten Rathauses aus zur Menge: Der heutige Tag sei einer der schönsten der falchrstr- schen Aera. Er bedeute einen entscheidenden Abschnitt. 6000 Bauern seien auf dem neu gewonnenen Boden angesiedelt. Aber nach faschistischer Art werde man erst die Siegesbotschaft veröffentlichen, wenn der ganze Plan vollendet sei und 40 000 bis 50 000 Landwirte ihr Brot in dem neuen Gelände vor den Toren Roms finden würden.
Mufsolinr kündrgte für den April die Ansiedlung weiterer 2000 Familien, für den Herbst 1933 die Einweihung der neuen Stadt Sabauda und für das Jahr darauf die der Stadt Pontinia an. Das faschistische Italien arbeite, die anderen sollten es bei seiner friedlichen Arbeit ungestört lassen.
Hitler lehnt Kompromiß ab
Erklärung vor den Amtswaltern
Hitler vor den Amtswaltern des Gaues Magdeburg-Anhalt.
Magdeburg, 18. Dez. Vor über 4000 Amtswaltern der NSDAP, des Gaues Magdeburg-Anhalt sprach am Sonntag Adolf Httler irt der Magdeburger Stadthalle. Er begründete seine Haltung zur Frage des Eintritts in die Reichsregierung und meinte, daß man zu Anfang dieses Jahres den Versuch gemacht habe, die NSDAP, aufzulösen, um am Ende des Jahres aber den Führer dieser Bewegung in die Regierung.zu bekommen. Die Taktik der Bekämpfung der nationalsozialistischen Bewegung habe mit dem Totschweigen begonnen und ende jetzt mit der Bestechung. Niemals werde er sich und die NSDAP, für ein Linsengericht verkaufen. Die Macht dürfe der Nationalsozialismus nur dann nehmen, wenn er überzeugt sei, daß er sie auch halten könne. Wenn man einmal nach Berlin gehe, dürfe man nicht wieder herausgehen. Httler erklärte, daß er kein anderes Lebensziel kenne, als daß die Bewegung siege. Wenn irgendeiner das Ziel verlasse, so kümmere ihn das mcht. Er werde bleiben, und wenn das Schiff zug nmde gehe.
Goebbels vor dm Amtswaltern des Gaues Essen.
Essen, 18. Dez. In der dicht besetzten Halle des Zirkus Hagenbeck hielt der Gau Esten der NSDAP, am Sonnabendnachmit- tag eine Amtswaltertagung ab, in der auch der neu ernannte Stabsführer Dr. Ley und der Reichsorganisationsleiter Dr. Goebbels sprachen. Dr. Ley überbrachte die Grüße Adolf Hitlers. Dr. Goebbels begründete dann in seiner Rede die bisherige und zukünftige Haltung der NSDAP. Wenn man frage, weshalb die NSDAP, nicht in die Regierung gegangen sei, so müsse er sagen: „Wir wollen alles oder nichts. Wir wollen keine Versöhnung. Wir haben rrichi die Ab- fidjt, mit dem "Faulen und Kranken zu paktieren". Für die NSDAP, gebe es fehle Machtübernahme unter Verzicht auf den p*.i= tischen Charakter. Die ganze Partei werde es einmal dem Führer danken, daß er in jenen krisenhaften Zeiten des 13. August und des 25. November seinen Charakter gewahrt habe. Dr. Goebbels verglich weiter die NSDAP, mit einem Schiff im Sturm, besten Kapitän es auch nicht kümmern könne, wenn ein Mairn über Bord gebe. Die Autorität des Führers sei so groß, baß sie niemals erschüttert werden könne.
Der Deutsche Gerverkschasts- bund zur Siedlungsfrage
Berlin, 17. Dez. Der Deutsche Gewerk jchafts bund hat an Reichskanzler von Schleicher ein Schreiben gerichtet, m dem die Ausführungen des Reichskanzlers über den Zusammenhang zwischen Arbettsbe- schaffung und Siedlung unterstrichen werden. Das Schreiben weist dann darauf hm, daß der Deutsche Gewerkschastsbund unter dem 19. August der Reichsregierung ferne Stellungnahme zum Problem „Arbeitslosigkeit und Siedlung" unterbreitet habe und fährt dann fort: '
„Wir müssen feftfteöen, daß in der ZlM- schenzett eine wkrlliche Förderung der Steb» Iitng nicht emgetreien ist, sondern daß sich alle Anzeichen für einen wetteren Rückgang gezeigt haben. Wir sind infolgedessen gezwungen, auch Ihnen, Herr Reichskanzler, unsere Forderungen zu unterbreiten. S«, Herr Reichskanzler, haben sich klarer als Ihr Vorgänger zu dieser Aufgabe bekannt. Sorgen Sie dafür, daß es mcht bei diesen eindrucksvollen Worten bleibt, sondern daß bas Sieblungswerk wirklich vollbracht wirb."
Nach einer Reihe von EmzeloorschWgm schließt bas Schreiben: „Der Deutsche Ge- werkschaftsbunb erwartet vom Herrn Reichs- taoalei und vom Herrn ReichÄmmnGak für
Arbettsbeschaffung, doch sie bie Hemmnisse, bie der Siedlung fett der Ueberführung ihrer Betreuung in das Reichsernährungsmmrste- rium in den Weg gelegt worden sind, durch rücksichtsloses Durchgrerfen überwinden. Der Deutsche Gewerkschastsbund hat nicht das Vertrauen, daß der bisher für diese Fragen allein zuständige Herr Reichsernährungs- Minister von Braun der Siedlung das notwendige und erfolgreich fördernde Interesse entgegengebracht bat"
(r ulten) zötnnttei T»
Berlin 18. Dez. Der frühere sozialbemö- kratikche Reichstagsabgeorbnete Eduard Bernstein ist im fast vollendeten 83. Lebensjahre an Altersschwäche gestorben.
Bernstein gehörte der Sozialdemokratischen Partei feit dem Jahre 1872 an. Er war lange Jahre in der Schweiz Redakteur des sozialdemokratischen Kampforgans „Sozialdemokrat", bas ber Bekämpfung des deutschen Sozialistengesetzes biente. Nach Ausweisung ber Rebastion aus Zürich ging er nach London, wo er bis zum Jahre 1901 lebte, ba ihm auch nach bem Fall bes Sozialistenge- setzes bie Erlaubnis zur Rückkehr in bie Heimst nicht erteilt würbe. Er zählte zu ben persönlichen Bekannten von Marr unb Engels, würbe aber unter bem Einfluß bes englischen Svzwlismus «egner ber radikalen
«r. 297
Richtung seiner Partei wmbe »egrünber des Revisionismus. Von 1902 b^ 1906, von 1912 bis 1918 unb von 1920 bis 1928 war er Mitglied bes SReidgtages. Seine Schriften zur Theorie b« Sozialismus g«- nosten internationalen Ruf.
bei
-r
etel
tud
te-
g £
»Q
JtQl sie
e n d e
Io itji Ue
öi 5 K A A m b( bc bi bi hc w bi ül vc fti nc fo in
Ml mi
Ja ber uni ich ®Ü 6ci ben Si 8e zun iir Dii kor De:
T
>un
St!?i |trc vun 6Üfi
Mei
der in Brand und stürzte sich brennend ordern Fenster der im 1. Stockwerk gelegene' Wohnung auf die Straße. Sie wurde schweren Drandverletzungen ins Kranre-- haus eingeliefert. Der in der Wohua-s entstandene Brand konnte bald gelost werden.
dir rfei
tu bii mi P be Ki he W lid Bc fte ba
eh r»h- bk
wi ine «et Mi an
Deutsches Reich
Dr. Eoerdeler gibt das Amt des Preis- kommifiars ab.
Berlin, 17. Dez. Der Herr Reichs. Präsident hat den Dbetibiirgermetfter bei Stadt Leipzig, Dr. Goerdeler, auf fernen vor längerer Zeit gestellten Antrag vom Amte des Reichskommistars für Prers- überwachung entbunden. Mit der Führung dieser Geschäfte wird der Ministerialdirektor im Reichswirtschastsministerium Dr. Heintze betraut.
Wieder Ueberfälle auf Lebensmittel, gefchäfte in Berlin.
B e r I i n, 17. Dez. An fünf verschiedenen Stellen der Stadt verübten heute abend kurz vor Ladenschluß Trupps von jungen Burschen Ueberfälle auf Lebensmittelgeschäfte. Ueberall gelang es ihnen, unerkannt zu entkommen. In einer Ge- flügelhandlung in der Müllerstratze im Norden Berlins schlugen die Täter sechs große Fensterscheiben ein. Auch hier tonn, ten sie unter Mitnahme von geraubten Waren unerkannt entkommen.
Politische Schießerei in Berlin.
Berlin, 17. Dez. Aus einem Demonstrationszug von Kommunisten, der gegen 18 Uhr die Eollnow-Straße in Nordosten Berlins durchzog, wurde ein Schuß in die Landwehrstraße abgegeben. Die 44jährrge Marta Schanker aus der Landwehrstratze wurde durch ihn am rechten Unterschenkel verletzt. Es gelang der Polizei, eine Anzahl von Demonstranten, die wahrscheinlich an der Schießerei beteiligt waren, festzunehmen und der polistschen Polizei zuzu- führen. Auch in Köpenick mußte in der Müggelheimer Straße um 18 Uhr ein De- monstrationszug von etwa 120 Kommunisten durch Polizeibeamte aufgelöst werden.
Kommmnstischer Hungermarsch nach MLnche« geplant.
fl. Münch en, 19. Dez. Die München« Polizei warnt vor einem geplanten kommunistischen Hungermarsch nach München. Wie die Polizeidirektion mitteilt, sucht die Kommunistische Partei die Erwerbslosen für Dienstag zu einem Hungermarsch nach München vor das Rathaus aufzuhetzen, um einen Druck auf die Beratungen des Stadt- rates auszuüben. Auch mit dem Gedanken, die Kohlenvorräte der Stadt „festzustellen und sich näher anzusehen", wird m einem Rundschreiben eines kommunistischen Erweror- losen-Ausschusses für Süd-Bayern gespielt. Die Polizeidirektion München hat die notwendigen Vorkehrungen getroffen.
Mit «irrer Million in bk Schweiz geflüchtet
Berlin. 16. Dez. Nachdem im April bie Signalbau A.-G. Dr. Huth zusammen- gebrocken war. würbe von der Staatsanwaltschaft I gegen den Inhaber bei Aktienmajorität unb Direktor der Gesellschaft, Dr. Franz Huth, ein Verfahren wegen Konkursvergehens unb handelsrechtlicher Untreue eingeleitet. Auch die Aufsichtsratsvorsitzende der Aktiengesellschaft, Frau Erika Neuner- wurde in bas Verfahren verwickelt. Wie jetzt festgestellt wurde, hat Frau Neuner Beträge von insgesamt einer Million Mark au- bem Unternehmen herausgenommen unb i« schließlich nach ber Schweiz geflüchtet. Ma» vermutet, baß Frau "Neuner diese von "ihr end nommene Million bereits vorher nach be1 Schweiz überwiesen hat. Die Staatsanwalt' schast hat gegen Frau Neuner Steckbrief er- lassen.
Mord en einem ©dbbnefträget.
Kattowitz, 17. Dez. 3n der Nähe von Ustron wurde ein Geldbriefträger auf einem Bestellgang im Wald von einem Manne überfallen und beraubt. Der Täter schlug den Beamten mit einem Knüppel nieder und mmui ihm darauf mit einem Messer ben Hals burm- Darauf raubte er die Geldtasche, in ber fto 2100 Zloty befanden, unb flüchtete. D« Räuber wurde jedoch von einem Manne o^ merkt, der die Verfolgung aufnahm. Da dem ,u Räuber die Geldtasche zu schwer war, wau er sie von sich und entkam zunächst. Die V lizei 'konnte ihn aber kurz daraus" festnehmen, ' Der überfallene Gelbbriefträger wurde m-Z Lazarett geschafft, wo er eine Stunbe darani seinen schweren Verletzungen erlag.
Schrecklicher Selbstmordversuch einer Hausgehilfin. u
Leipzig. 18. Dez. Zn der Kar- Prinzstraße war am Sonntag eine sE Hausgehilfin mit der Familie ihres |gn beitgebers in Meinungsverschiedeichei^ 8oä geraten. Gegen 17 Ahr zündete sie hi tzll