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Nr. 296

CberbefTiW 3eltung, Marburg a. g, Sonnabenb, den 17. Dezember 1932

Sette 9

Turnen, Spiel und Sport

ins

Der Platt de« Kolonialen Ehrenmal«

Das

Der »HeMge Weg« zum Kolonial-Ehrenmal

♦

Niederwalgern 1. — Ockershausen 2., 2.30.

►n die

In Süddeutschland beginnt schon — Meisterschaftsrunde zwischen den Gruppen« siegern und Gruppenzweiten. In Mann« heim stehen sich Spv. Waldhof und Spiel« Vereinigung Furch gegenüber.

Deutsche Tuenersckaft

Marburger Freistudenten 1. — Turn- und Sport-Berein 1860 1.

Schönstadt 2. — Oberrosphe. NfB.-Kurh. 3. — Cappel 2. Germania 3. — Ockershausen 3. Dreihausen 2. — Holzhausen 1. Leidenhofen 1. — Grohseelheim 2. Wallau 3. — Oberdieten. Frechenhausen 2. — Roch. Oberwalgern — Lohra.

Holzhausen — Weidenhauseu 2. Frohnhausen — Günterod. Aiederofleiden — Schweinsberg. Neustadt 1. — Langenstein 2. Neustadt 2. — Niederwald 1.

• Roda — Amönau.

Koloniale Reichsehrenmal soll nach einem bereits bekannten Be'chlutz des Reichs­ausschusses der kolonialen Verbände an der Ludwigsklamm in Eisenach errichtet werden. Unser Bild zeigt eine prächtige Felspartie

):( 18000 Schwingungen in der Stunde. Gemeint ist nicht etwa die gigantische Leistung der Kolben einer D-Zuglokomotwe, sondern die ebenso beroimbernsrocrte Arbeit des Gangreqelers (der Unruhe) Ihrer Uhr. Es lohnt sich tatsächlich, einmal etwas tiefer m das Wesen einer Uhr einzudringln, um er- kennen zu können, wie solche Leistungen von der Uhr jahraus, jahrein, mit glechblerbender Präzision und Zuverlässigkeit erreicht roetben. Eine neu erschienene, hochinteressante Bro- schüre „Wissen Sie, warum Ihre Uhr geht? klärt jeden Laien über seine Uhr m weitest« gehendem Mähe auf. Wenn, Sie diese Schrift gelesen haben, lernen Sie erst die Uhr richtig kennen und wissen dann selbst zu beurteilen, was zur guten Uhr gehört und was man von der Ubr, die man kaust, verlangen kann. Die Broschüre wird m zedem Alpma- Geschäft an jedermann, vor allem aber cm Freunde von Uhren .gern und kostenlos ab« gegeben.

Don Bedeutung sind noch die UebungS« spiele der deutschen Studentenmannschaft für das Länderspiel gegen Italien, die am ’ Samstag in Worms gegen Alemannia- Olympia am Sonntag m Saarbrücken ge­gen eine Stadtmannschaft und am Montag in Neunkirchen gegen Borussia spielt. Der FSB. Frankfurt spielt ein Privattpiel ge­gen den DfR. Mannheim. In Kassel ist Fortuna Düsseldorf Gast des SG. 03.

Rugby.

Hine deutsche Auswahlmannschaft, aas Hannoveraner, Frankfurter und Heidelber­ger Spielern gestellt, trägt in Lyon ein Treffen gegen den französischen Rugby- meister Lyon Universitaire Llympigue aus. Obwohl die deutsche Fünfzehn sehr stark aufgestellt ist, wird ihr ein Sieg gegen die Franzosen wohl sehr schwer fallen. — Eine westdeutsche Auswahl-Fünfzehn trägt in Eindhoven einen inoffiziellen Länderkampf Holland aus.

der unten angegebenen Aufstellung, sein Rönnen in der verflossenen Berbandsrunde wiederholt unter Beweis stellen konnte und keineswegs zu unterschätzen ist. Es kann jedem, der Interesse an gutem Handball­sport hat, nur empfohlen werden, sich die­ses Spiel anzusehen. Die Mannschafts­aufstellung der Freistudenten ist leider nicht bekannt, wir geben nachfolgend die der Turner bekannt: Wiese: Schmidt, Köhler, ©lernen, Beaupain, Gasterstedt; Stutz, F. Kaiser, Prinz, Weigel, Henkel.

Turn» und Sport-Berein Niederwalgern 1. gegen Turn- n. Sp.-B. 1860 Marburg.

Dieses Spiel findet in Niederwalgern statt und beginnt bereits um 12.30 Uhr.

Fußball

Dezirksliga.

Hessen Hersfeld — VsD.-Kuch. Marburg.

Mur dieses eine Punktspiel steht aus dem morgigen Programm. Aber geraoe dieses Treften ist wohl eines der schwer­sten, das die Marburger auszutragen ha­ben, gelten doch die Hersfelder auf eige­nem Platz fast unüberwindbar. Mur Bo­russia Fulda gelang bisher ein Sieg: die Marburger Germanen konnten ein Un­entschieden erzwingen, während 03 Kassel und Göttingen geschlagen heimwärts fah­ren mußten. Vor Jahren war es fast genau so, damals war es der DfB.-Kurh., der die lange Serie der Siege auf eige­nem Platz unterbrach, und zwar dadurch, weil er mit frischem Elan in den Kampf zog. Geschieht dies auch morgen, dann braucht uns um den Ausgang des Spieles nicht bange zu sein, auch wenn immer noch einige gute Kräfte pausieren müssrn.

Die Germanen.benutzen den freien Sonntag zu einem Freundschaftsspiel. Wieder ist es der FV. Wallau, der den Marburgern sein Können vvrführen will. Da die Hinterländer darauf brennen, bes­ser als vor 14 Tagen gegen den BfB.-K. abzuschneiden, wird es einen interessanten Kampf geben, der einen Besuch des Spott­platzes am Kaffweg lohnend macht. Der Beginn ist auf 2.30 Uhr festgesetzt.

Die Pokalrunde nähett sich ihrem Ende. Morgen treffen sich:

Hermannia Kassel — Dura Kassel. SV. Göttingen — 05 Göttingen. Schlüchtern — Borussia Fulda.

In den unteren Klassen steigen folgende Punktkämpfe:

2. Dezirksklasse.

Dreihausen — Marbach Frankenberg — Wetter. Breidenstein — Erdhaufen. Frechenhausen — Feudingen.

1. Gauklasse. .

Allendorf — Kirchhain. Speckswinkel — Langenstein. Buchenau — Eckelshausen. Caldern — Friedensdorf. Bürgeln — Cölbe.

Wehrda — Schönstadt. Cappel — Mellnau. VfB.-Kurh. 2. — Germania 2. Weidenhausen 1. — Wommelshausen 2. Mornshausen — Endbach Hartenrod — Sinkershausen.

Steinperf — Dottenhoin 2. '

Obereisenhausen — Breidenbach 2. Lixfeld — Gönnern.

Banfe K — Wallau 2.

2. Gauklasse.

Berghausen — Erndtebrück.

Banfe 2. — Schameder. - . ,

Raumland — Birkelbach

Friedensdorf 2. — Eckelshausen 2. Hommertshausen — Kombach Buchenau 2. — Allendorf.

Sterzhausen — Sarnau.

Cölbe 2. — Unterrosphe.

Die kanadischen EishockeyspiZer, bk am Mittwoch und Sonnabend m Paris spielen, werden am Montag und Dienstag nächster Woche im Berliner Sportpalast dem Ber­liner Schltttschuh-Nud gegenübettreten.

Die deutsche Stuben kneif wirb am 19. Dezember auch gegen Borussia Neunkirchen ein llebungssplel austragen, ehe sie den Lan- derkampf gegen Italien m Catania bestreaer.

Die ELdwestdentschen Eislaufmeister- schäften in Gießen.

Für den Winter 1932/33 wurde die Durchführung der Meisterschaften des Sud- westdeutschen Eislaufverbandes (SWDEV.) dem Gießener Eisverein übertragen. Die Gießener Eisbahn bietet als eine der größ­ten Schwimmeis bahnen Deutschlands die beste Gewähr für eine glatte und einwand­freie Abwicklung dieser großen eisspott- lichen Veranstaltung. Zum AuSttag ge­langen die Meisterschaften in Kunstlauf, Schnelle us, Eishockey und Eisschießen. AIS Termin ist der 7. und 8. Januar vorge­sehen. Für das heimische Spottpublikum sowie das der engeren und weiteren Um­gebung verspricht diese Veranstaltung zu einem einzigartigen Ereignis von yohem sportlichen Reiz zu werden.

Zur Ludwigsklamm in Eisenach, der Stätte des neu zu errichtenden Reichs-Kolonial-Eh- renmals, führt der sogenannte „Heilige Weg", zenyen velmyen weoeniens an u ben wir in diesem Bilde zeigen. Oberhalb men eine würdige Statte finden, ber Klamm wirb ein Thing-Matz berge»

Kongresse und Tagungen

Der Bund Deutscher Zivilsuper- numetate (Standesvertretung oberer Beamten ber Zivilsupernumerarlaufbahn) hielt in Berlin seinen diesjährigen Bun­destag ab.

In einem großangelegten Dortrag be­leuchtete Bundesvorsitzender Schneider „Beamtenzeitfragen und deutsch^ Zivil- supernumerariat". -Bei aller Wahrung der Standesinteressen wurde die unbe­dingte Notwendigkeit der Gemeinschafts­arbeit in den großen Fragen des Berufs­beamtentums deutscher Art und Prägung betont. Er setzte sich u. a. mit den über­spitzten und der Derwaltungsarbeit ab­träglichen Forderungen (Stellenvorbehalt zu 100 Prozent) des Reichsbundes der Zivildienstberechtigten auseinander und übte Kritik an dem Verhalten der Leh­rerschaft, die, abseits der offiziellen Hal­tung ihrer Verbandsorgane offen und ins­geheim die sachlich begründete Vorbil- dungsforderung der oberen Beamten aller Verwaltungen bekämpfe.

Bundesdirettor Schuler nahm im Rahmen des Geschäftsberichts Stellung zur Notverordnungspolitik in Verbindung mit der These von der „institutionellen Ga­rantie" (Prof. Dr. Karl Schmitt) mit ihren verheerenden Rechtsminderungswir» kungen. Den oberen Beamten, Bindeglied der Verwaltungen mit der Öffentlichkeit, Bindeglied zwischen der auf akademischer Vorbildung beruhenden Tätigkeit der höheren Beamten und der mechanisch-prak­tischen Tätigkeit der Beamten der andere« Laufbahnen wird die sich anbahnende Ver- waltunqsreform in besonderem Maße und mit besonderer Wirkung Erweiterung, Er­höhung und Verselbständigung ihres Auf­gabengebiets überantworten, in deren Zug die Uebertragung von Dienstgeschäften oben nach unten liegt. Der Bundestag darf daraus den Anspruch erheben auf end­liche gesetzliche Festlegung der Vorbil­dung, die in der Verwaltungsübung fett mehr als einem Jahrzehnt in Anspruch genommen wird: Abiturium!

Der Bundestag wandte sich mit aller Schärfe gegen jede Absicht eines Stellen­besetzungsmonopols, wie es der Reichsbund der Zivildienstberechtigten fordert.

Die viel besprochene Verwaltungs- r e f o r m, zu der der Bund einen prak­tischen Beitrag geliefert hat, nahm in den Verhandlung breiten Raum ein. Dazu behandelte Universitätsprofessor Dr. Hans Peters-Berfin die „H a u p t p ri n z i p i e n einer Derwaltungsreform.

Verwaltungskost en und Nutz­effekt müssen in angemessenem Verhältnis einander stehen.

I Kollegial- oder bürokratisches Prinzip, Dezentralisation oder Zentralisatton, Ter­ritorial- oder Realprinziv sind grundsätz­lich für jede Reform zu klären. Ausschlag-

I gebend bleibt die Forderung: Den richtt- I gen Mann an den richtigen Platz.

Endlich ist die psychologische Wirkung be- I Hörbücher Maßnahmen stets in Restnung zu stellen. Mit der Betonung, daß die Verwaltung und ihre Reformen vom I Vertrauen der Bevölkerung ge- I Jtagen werden mässen, und daß ohne Lei- I stungssteigerunq durch entsprechende Vor-, I Aus- und Fortbildung, ohne Stärkung des Berufsethos und ohne Rechtssicherheit auch I keinen Boden gewonnen werden könne, schloß der Vortragende seine mit stürmi­schen Beifall aufgenommenen Ausführung 1 gen.

I Der Bundestag verwahrte sich gegen die I volksiettetzenbe Beawtenh^e und ne^en I die Forderung des Industrie- und Han­delstages auf Umgestaltung der Reichspost I nach dem Muster der Reichsbahn, forderte I dagegen eine Rückführung der Reichsbahn I unter die Verfügungsgewalt und das I Eigentum des Reichs. Schließlich verur- I teilte er die Schädigungen, die die inakti- I oen Beamten und Hinterbliebenen erfah- I ten haben, und forderte Beseitigung der I dem außerplanmäßigen Beamten und Be- I amte nim Vorbereitungsdienst auferlegten I und untragbaren Härten.

Gpoetneviskeiten in Kürze

g# Ulm werden am 9. und 10. Septem­ber die süddeutschen Meisterschaften tm Z-hn- kampf und Sechskampf der Männer und an Fünfkampf der Frauen ausgetragen.

Drei Schwimm-LSnderkämpfe hat Deirtto- kand im kommenden Jahre abgeschlossen, und zwar alle im Ausland. Gegen Frankreich kämpfen die deutschen Schwimmer am 9. Jun in Paris, während die Termine für d« Kämpfe gegen England in London und ge­gen die Tschechoslowakei m Prag noch nicht feststehen.

Fast 14 Stunden in ber Luft blieb der junge westdeutsche Segelflieger Göbels-Ham- born. Mit einem Segelflugzeug der Gruppe Hamborn vollzog er einen Dauerflug von 14,45 Stunden.

Verzichten will der spanische Mittelge­wichts-Europameister Ara auf den bis 2. Januar befristeten Titelkampf mit dem deut- schm Meister Seelig, da der Spanier loh­nendere Verträge in Paris und London hat.

Um ben Amateur-Borpokal stehen sich in der Vorschlußrunde in München am kommen­den Freitag die beiden stärksten deutschen Verbandsstaffeln, Bayern und Westdeutsch­land, gegenübe'

Am kommenden Sonntag, vorm. 11 Uhr, werden sich im Stadion oie beiden oben genannten Mannschaften zu einem Gesell­schaftsspiel treffen. Zwischen den Mann­schaften haben in den vergangenen Se­mestern schon, mehrere Spiele ftattgefm« den. Dieselben wurden z. T. von den Freistudenten und z.T. von den Turnern gewonnen. Der Ausgang des am Sonntag tag stattfindenden Spieles steht vollkom­men offen. Die Freistudenten führen eine körperlich und technisch statte Mannschaft

Treffen gegen einen Gegner, der, in

richtet. Im tiefen Frieden des herrlichen Thüringer Tannenwaldes wird das Wahr- zeichen deutschen Gedenkens an unsere Kolo-

ber Klamm, an der in bronzener Schrift die Namen der Kolonien, großer kslomaler Füh­rer und reliefartige Symbole angebracht wer­den sollen.

iiti.