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CTftWTiT®f Zeittrng. Marburg e. $? Commbend, bat 17. Tv$fflt6rr 1932

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Am Dienstag, dem 13. d. Nits. hielt im Saale des Bahnhofshotels zu Kirchhain die Kreisbauernschaft Kirchhain ihre dies­jährige Herbstgeneralversammlung ab. Unter Leitung des Vorsitzenden Herrn Röme r-Schweinsberg wurde die Ver­sammlung eröffnet und in kurzen Wor­ten die trostlose Lage der Landwirtschaft in Form eines Rückblickes auf das ver­flossene Jahr den Mitgliedern noch ein­mal vor. Augen geführt. Vor allem wurde die katastrophale Entwicklung des Preis­standes für landwirtschaftliche Produkte gegeißelt. Der Vorsitzende war sich voll und ganz bewußt, daß die Lage wie sie heute ist, unter keinen Umständen mehr so bleiben darf, da selbst der beste Land­wirt sich nicht mehr behaupten kann und die Regierung im Interesse der gesamten Nation der Landwirtschaft eine besondere Hilfe gewähren muß. Er wies dann noch besonders auf die Arbeit der Organisa­tion, insbesondere auf die des Kurhessi­schen Landbundes hin und erteilte dann Herrn Direktor Sporkhorst vom Kur- ) erdien Landbund das Wort zu seinem Referat.

Dieser dankte dem Vorsitzenden für seine freundlichen Begrüßungsworte und be­dauerte außerordentlich, daß die vielen Maßnahmen des Kurheffiichen Landbun­des nicht alle zum Erfolge führen konn­ten. Er machte von vornherein der Ver­sammlung klar, daß er kernen parteipoli­tischen Vortrag halten würde, da die Par­teipolitik trennte und der Berufsstand einigte. Er teilte seinen Vortrag in zwei Teile ein und zwar: 1. Rückblick auf die bisherige Lage und 2. Arbeit und Erfolge die damit verbunden sind. In sehr klaren und übersichtlichen Worten wurde von ihm das Schicksal des Bauernstandes aus älter Zeit bis heute in seinen vielen Ver- imberungen den Zuhörern vor Augen ge- r.führt. Auch die Entwicklung der land­wirtschaftlichen Organisationen seit der Zeit des Entstehens des Bundes der Landwirte spielte in seinen Ausführungen eine Hauptrolle. Das Leben des Bauern fei von altersher ein Leben voller Arbeit und Not gewesen. Die Nachkriegsjahre wurden von dem Redner bann näher unter die Lupe genommen. Insbesondere ging aus seinen Worten hervor, daß in der Nachkriegszeit alle Regierungen der Landwirtschaft nur Versprechungen ge­macht, aber alle Maßnahmen sich zu Gun­sten der Industrie ausgewirkt hätten. Nach der Inflattonszeit hätte sich die Lage der Landwirtschaft allerdings besonders verschlechtert und hier im Kreise Kirch­hain durch die Leberegelseuche eine noch weitere Verschlechterung eingetreten sei. Der Redner machte dann in interessanter Weise klar, wie die Nachkriegsverschul- dung entstanden ist. Dann ging er aus die Arbeiten und Erfolge des Landbun­des ein und betonte nochmals, daß durch

den Widerstand der industriellen und par­teipolitischen Einslüsie bei den Regierun­gen, nicht alle Arbeiten von Erfolg ge­krönt fein konnten, daß aber trotzdem vieles vom Landbund zur Linderung der Not in der Landwirtschaft erreicht worden sei. Dazu gab er einige treffende Bei­spiele, die jedem einzelnen Zuhörer die wirkliche Arbeit des Landbundes be­stätigten.

Bei den weiteren Ausführungen han­delte es sich in der Hauptsache um die Preispolitik, wobei die letzten Verhand­lungen über Kontingentierungsmatznah- men besondere Beachtung fanden. Er er­klärte ziemlich bestimmt, daß der Reichs­landbund seine Stellungnahme gegenüber der jeweiligen Regierung von dem Er­folg der Maßnahmen abhängig machen wird. Er forderte dann die Mitglieder, die in den verschiedenen Parteien Ein­fluß haben, auf, ihren Einfluß bei der Partei dahingehend geltend zu machen, daß in Zukunft die landwirtschaftlichen Belange auch im Reichstag etwas mehr Beachtung fänden; denn es ginge in der heutigen Krisenzeit nur darum, den Hof und das von den Vätern Ererbte zu er­halten.

Zum Schluß feiner Ausführungen for­derte Herr Direktor Sporkhorfi die Mit­glieder alle zur Mitarbeit auf und gab der Meinung Ausdruck, daß nur ein

starkes Vertrauensverhältnis innerhalb der Organifation zu fruchtbarer Arbett führen könnte. Die Führer hätten sich genau so für die Belange der Landwirt­schaft eingefetzt wie jeder einzelne Land­wirt selbst und würden auch dieses in Zu­kunft unbeirrt weiter tun. Es gelte des­halb heute zwischen Führer und Mitglie- Ibern und der Organisation das Wort Treue um Treuel

An den Vortrag des Herrn Direktor Sporkhorst schloß sich eine sehr rege Aus­sprache an. Es wurden in dieser Aus­sprache alle möglichen Fragen behandelt und man konnte allgemein aus der ©tim» mung der Versammlung feststellen, daß die Aöte der Landwirtschaft tatsächlich un­tragbar sind. Insbesondere wurde von einigen Mitgliedern sowie auch vom Herrn Vorsitzenden selbst die Senkung der Ge­bühren, vor allem der Strompreise, an® geregt.

Als weiterer Redner sprach Herr Land- wittschaftslehrer Becker Kirchhain, zum ersten Male in der Generalversammlung der Kreisbauernschaft Kirchhain. Seine Ausführungen zielten in der Hauptsache auf die Betriebswirtschaft hinaus und be­ruh tten also die Zweige eines landwitt- schafüichen Betriebes. In ganz außer­ordentlich treffender Weise wurde von chm die Vielseitigkeit eines landwirtschaft- llchen Betriebes in allen wirtschaftlichen

Landfrauentag in Kirchhain

-o- Wie wir schon in der «estrigen Zei­tung kurz mitteilten, fand am Donnerstag hier ein Landfrauentag, verbunden mit einer Adventsfeier, statt. Zu dieser Versammlung waren zahlreiche Landwittsfrauen und Mit­glieder des Vereins ehern. Schülerinnen er­schienen. Der Saal im Hotel Mossbach, mit Tannengrüu geschmückt, zeigte mit seinen schön verzietten Kaffeetischen ein festliches Blld. In der Nähe des Einganges zum Saal erregte eine hübsche Ausstellung von Backwaren, die tue Mädchenklasse selbst herge- stellt hatte, die Aufmerksamkeit der Besucher. Sehr schön war auch die Ausstellung .ge­schmackvoller Töpfereiwaren aus Homberg und kunstgewerbliche Flechtwaren. Die Leh­rerin für landwittschaftliche Houshaltungs- kunde, Frl. Kühne, begrüßte die überaus zahlreich erschienenen Teilnehmer der Ver­anstaltung, sowie die erschienenen Gäste. Sie kennzeichnete turs Zweck und Ziel der Ver­anstaltung und gab zur näheren Beschrei­bung der Arbett des Verbandes der länd­lichen Hausfrauenvereine Kurhessens Gräfin Wrangel das Wort zu ihrem Vortrag. Gräfin Wrangel, die Sachbearbeiterin für die Landfrauenarbett bet der Landwttt- schaftskammer, zeigte in eingehender Weiss ben Zweck und die Ziele dieser Organisation. In eindrucksvollen Bädern sprach sie von der Notwendigkett der Zusannnenarbett un- | ferer Landfrauen, die ihre fachliche Fottbil- I düng nicht nur im Jugendalter wt der Mäd« 1

Henklasse der Landwirtschaftsschule erhalten, sondern auch späterhin in enger Zusammen­arbeit mit dieser Stelle Vorteile für ihre Be­rufsarbeit kennenlernen. In diesem Rahmen finden je nach Bedarf Lehrgänge über spe­zielle Fragen sowohl in der früheren Kreis­stadt, als auch draußen auf dem Lande statt. Hierzu steht auch die Wirtschaftsberaterin des Verbandes, Frau Tenge, den Ottsgrup- pen oder den Kreisbezirksvereinen zur Ver­fügung. Aber nicht nur in fachlichen und wittschaftlichen Fragen, sondern auch für Herz und Gemüt bietet die Organisation des länd­lichen Hausfrauenverbandes vieles, wovon ein Heines Beispiel die heutige Veranstal­tung sein soll. Nach der Ansprache wurde die Mitgliederliste herumgereicht, in die sich schon über 20 eint rügen. Nachdem schon mehrere Einzelmttglieder des Verbandes ländlicher Hausfrauenvereine in Kirchhain und llmge- genb vorhanden waren, ist durch die Erün- dungsversammlung endlich der Schlußstein auf bas Gebäude der Fraucnorganisation auf dem Lande auch bet uns gesetzt worden. Die mit Lichtern geschmückte Kaffeetafel gab der Veranstaltung ein weihnachtliches Gepräge. Bald stimmten auch die Teilnehmer unsere schönen Weihnachtslieber an. 3um Abschluß brachten die Schülerinnen der Mäbch entlasse ein Krippensptel zur Ausführung, bas mit großer Freube und mit Bett all ausgenommen würbe.

Zweigen als da« Aotwendigste in heutig?. Zett dahin gestellt. Die einseitige dehnung eines Betriebszweiges, sei es(K?, treidedau oder Weidewirtschaft, lehnte e ab mit der Begründung, daß die Ersaht ning gelehrt habe, daß diese einzeilige In­tensivierung des Betriebes die ungeheure!, Konjunkturschwankungen nicht ertrage könne. Im Hinblick auf den ungeheurer niedrigen Preisstand der Verebelung-- produtte wäre es trotzdem nicht angängig ton rücksichtslos mit der Diehwittschch aufztträumen, sondern gerade dann etf* recht für einen wertvollen Diehstand Sorge zu tragen, der in der Lage ist, unter ratio. netter Fütterung immer noch eher einen Erlös za bringen, als eine vernachlässige Mehwirtschaft. Des weiteren dürste man nicht vergessen, daß eine gute Viehwin- schuft unter Beachtung der günstigen Der- Wertung der wirtschaftlichen Futtermittel toti) der guten Behandlung des Düngers, die beste Stütze der Feldwittschaft darstellt. Insbesondere ging Herr Becker dann noch auf die Winter- und Sommerfütterung sowie auf die Verwertung der Kattosfel toti) die Behandlung der Weiden uni Ausdehnung des Futterbaues näher ein. Jusammenfassend kann gesagt werden, daß auch dieser Vortrag des Herrn Becker eine besonders angenehme lleberraschung für die Versammlung war, da die gesamten Aus- führungen außerordentlich lehrreich mit hoch interessant gestaltet waren. Ein ft- bet Versammlungsteilnehmer hat eitle nützliche Anregungen und Winke mit nach Hause nehmen können.

Eine Aussprache konnte mit Rücksicht auf die soweit vorgeschrittene Zett nicht mehr eingesetzt werden und der Vorsitzende schloß dann kurz nach 6 Ahr die Ver­sammlung.

Dle SBinterW im Landkreise Marburg

Für die Winterhilfe des Landkreises Marburg gingen durch Sammlung weitere Zuwendun- gen ein.

Eemeinbe Hachborn: 29,50 Ztr. Kartoffeln, 0,35 Ztr. Roggenmehl, 0,05 Ztr. Weizenmehl, 0,50 Ztr. Eemüs», 0,23 Ztr. Hülsenfrüchte, 0,05 Ztr. Obst, 2 Blasen Wurst.

Gemeinbe Lohra: 8,40 Ztr. Kartof­feln, 0,70 Ztr. Korn. 0,50 Ztr. Roggenmehl 0,05 Ztr. Weizenmehl, 0,65 Ztr. Gemüse, 22 Laib Brot, 4-/- Pfb. Speck, 1 Wurst.

Gemeinbe Michelbach: 22,25 Ztr, Kartoffeln, 0,10 Ztr. Roggenmehl, 2,60 Ztr, Gemüfe, 0,50 Ztr. Hülsenfrüchte, 8 Laib Bro! unb ein Bargelbbettag von 32 RM.

Gemeinbe Schön stabt: 13,75 Ztr, Kartoffeln, 0,15 Ztr. Roggenmehl, 0,65 Ztr, Weizenmehl, 4 Laib Brot.

Gemeinbe Stebebach: 5,50 Ztr. Kartoffeln, 0,50 Ztr. Roggenmehl, 0,10 Ztr. Weizenmehl, 0,50 Ztr. Hülsenfrüchte, 6 Laib Brot.

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Vollkommenheit! Wer einoi Jungen von 1415 Jahren ja beschenken hat, der mag auch an die Freude denken, die ihm in seiner Jugend5)ie Sagen des klassischen Stltertums" gemacht haben, wie sie uns

Gustav Schwab

«E. Der Insek-Verlag hat dieses, wie der Robinfon, nie alternde Buch mit den Saffttchen Bildern von Flormami neu auf- gdegt (Lernen 4,50 RM.). Ein Leben von nie vergehender Beispielhaftigkeit, nm dessen Gestaltung sich immer wieder die Dichter be- mühne, schildett «ns

Felir Tttmnermanns

iS fernemFranziskus" (Intel-Derlag, L., 5, RM.). Zum ersten Mal verläßt hier der Dichter ferne olämische Heimat. Aber chn beglettet die Innigkett fernes Glaubens Md die eingeborene Siebe zur Welt, zu Baum Md Tier und Mensch. An fernem Werk wird Har, wie eng verbunden echte Dichtung, Volkstum und ReligiosttSt sind auch wenn der Dichter den Schauplatz seines Werkes in die Fremde verlegt, wie Timmermanns hier selbstverständlich den Weg des Franziskus vom roettfreabigen Minnesänger zum heiligen Bettler auf italienischem Boden na^eichnet. Ganz erdnah ist dieses Buch, schlicht erzählt und mtt den eigenen nawen Bildern des Dich­ters geschmückt, sein Held ist kein Heiliger von Geburt, fern Weg ist der eines Menschen, der mtt den WLerftätchen der Wett rmgt, um endlich totwund, aber frötzüch im Glau­ben, zu fernem Gott «tzugcheu.

Nun wollen wtt rwch einige Gedrcht- bände nennen. Die Bereitschaft, sich rrom Gedicht ergreifen zu lassen als von einem strahlenden Kleinod, in das der Dichter die Sprache fernes Volkes gebannt hat. ist auch heute vorhanden trotz allen gegenteiligen Ge­redes.

Agnes Bürgel

läßt rhrm Balladen jetzt einen Band Ge­dichteHerbstgesang" (Verlag Diederichs. L, 2V0 RM.) folgen, in dem das Schicksal ihrer Heimat Ostpreußen leidenschaftlich auf- klingt. Hans Grimm hat eine Auswahl ans bat Versbüchern von

Hermann Eknrdiss,

dem (Elftel des großen Mathias Claudius, ge­troffen (Meine geliebten Ltaudrus-Gedichte", Verlag Langen/MMer, L 3, RM.). In einer zwanzig Setten umfassenden Einleitung schildett Grimm, wie ihm biete vorbildlich schlichten Verse zu lebendigem Besitz gewor­den sind. Als einHausbuch deutscher Lyrik" legt der Phaidon-Verlag eine Aus­wahl von den Anfängen bis zur Gegenwatt vorDie schönsten deutschen Ge­dichte" (£ mit 64 Bildern, 2,85 RM.), die wohl befriedigen kann, abgesehen von einigen großen Unsicherheiten bei der Beur­teilung der Gegemvartslyrik. Die gute und erfolgreiche Auswahl, die

Will Vesper

fett langen Jahren betreut (Die Ernte", Verlag Langewiesche, 3,60 RM.), fft dieser neuen Auswahl fteilich immer noch gewachsen. Man soll sich überhaupt nicht zu schnell von dem jeweils Treuestenbillrgen Buch' gefangen nehmen lasfen. Unbedingt empfehlen kann man von den Neuerscheinungen die schönen »Vrref« und Tagebuchblätter" der ftühoer- storvenen Malerin Paula Modersohn« Decker (K. Wolf Verlag, 2,85 RM.) cmer Empfehlung bedarf dagegen die große Kunstgeschichte, bte Richard Ha- Tttxrmu Dortegt (Verlag Knaur, mit 1100 Abb. und 12 färb.Tafeln, L, 4,80 RM.), in Marburg sicher nicht mehr. Der man­nigfaltigen Ausdruckskraft deutschen Wesens geht der neue Band derStauen Bücher" nach, den Leo Bruhns unter dem Titel

»Ans atten Bildern"

(Laugewiefche Verlag, 2.40 RM.) zusammen­gestellt hat. In diesen Köpfen aus Bildern des 15V16. Jahrhunderts offenbart sich auf überraschende und beglückende lost auch für uns Nachgeborene beschämende!) Weise bas Antlitz des deutschen Menschen. In die Zu­kunft weist das Bilderbuch vom deutschen Kinde, das Erna Lendvai-Dirksen uns gibt (Untere deutschen Kinder", E. Schönfeld, 4,80 RM.). Die ganze Vielfalt deutscher Landschast. deutscher Stamme tritt in diesen Kinderbildern sutagc. Schöne billige Bilder­bücher bietetDer eiserne Hammer", beson­ders geglückt find die neuen BändeWol­ken" undDer Naumburger Dom" (Verlag Sangewiesche, je 1^0 RM.). Von den an« deren billigen Buchreihen war schon öfter in dieser Zeitung die Rede. Wir verweisen noch einmal kurz auf die Stalling -Bücherei (je 1 RM.) mit ihren geistig-politischen und auch den dichterischen Bänden (so Will Vesper: T»e Weltenuhr: und von H. H. von Grote: Der Hauptmann eine ausgezeichnete dichterische Gestaltung aus dem großen Kriege!) und diekleine Bücherei" des E. Müller/A. Lawgen-Ver- laas (je 80 Pfg.) es ist wirklich kern Man­ga an dichterisch wertvollem deutschen Schrffttum! In der Insel-Bücherei sind trat Serinann Löns einige seiner unver­gleichlichenTiergeschichten" erschienen, von Jos. PontenDer Gletscher" (je 80 Pfg.). Es wäre wohl schön, wenn jeder, der es doch noch ermöglichen kann, wenigstens aus diesen billigen Büchern eins auswähtte und verschenkte, denn gerade in solcher Zeit wie dieser brauchen wir Stärkung aus den Kräften der Seele, aus dem Schatz der Ver­gangenheit unseres Volkes, den unsere Dichter hüten als das Gedächtnis der Nation. Ver­gessen wir darum auch die älteren Dichter

nicht, es gilt so viel wertvolles deutsches Ei' zählergut, das beute kaum gekannt ist ani doch so vielem neuen überlegen: ich greife nur heraus Benno RüttenauersAlexau- der Schmälzle" (2 Bände, G. Müller 5 RM-l Daß et so wenig bekannt ist, zählt Wilh.

fer zu denUnverständlichkeiten der nett« deutschen Bildung". Dann Sudermanns Litauische Geschichten" (bei Cotta) dann von Lena Christ, der tragisch stütz bahiu- gegangenen bayerischen Volkserzählerin, d« prächtigeRurnplhanni" (Langen/Müller, 2- 2.80 RM.) und den schönen Entwicklungs­roman eines bayerischen Herrgottschnitzerss Matthias Bichler" (A. Duncker, 2,80 RM) mutz ich noch Wilhelm Raabe nennen, dessen Akten des Vogelsangs" undAbu Telfan' man gar nicht oft genug lesen kann' Uno muß man noch an H an s Caro s sa et' innern, weil er in diesem Iaht nicht, wie au die fixen Schreibet schon wieder ein neuer Buch geschrieben hat? SeinArzt Eimf (Insel-Verlag, L. 6 RM.) sollte niemals mehr vergessen werden!

Zum Schluß soll noch hingewiesen werde" auf einen neuartigen Kalender, den Enge" Diesel unter dem Titel

Deutschland gestern und heute"

im Ftanckh'schen Verlag, Stuttgart, erscheinen läßt. Er zeigt in ausgewählten Bildern aus Ost- und Weftpreußen (andere deutsche Land­schaften werden folgen) die Veränderung® Bilde Deutschlands, die durch Industrie, HE del und Siedlung vor sich geht. Nach Ablam des Jahres watwert bet Kalender als Bu« in den Schrank.

Büchet, richtig gewählt mit Liebe uoo Verantwortungsgefühl, können uns FreE und Erhebung schenken, sie sollen uns Ma- Halt und Kraft geben für den ernsten Alltast und für beit gemeinsamen Weg unseres Vott^ zu seiner Selbstbesinnung nnb Selbst' gewinnung!o.$