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D»«6emwe3titima. Marvurg e. L, Sonnadend, den 17. Dezember 1932

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Stijn Streu vels

(A. Sangen'®. Müller, reich illustriert, 2.80 RM). Wie Brües bas Geschehen in die Ge« schichte seiner rheinischen Heimat verlegt, so begibt sich bei dem Vlamen Streuvels bas Wunber, innig und schlicht erzählt, in seiner vlümischen Sauern weit Unb bei ihm ist das

Die hier vor acht Tagen angekündigte Hochdruckwetterlage erwies sich von be­merkenswerter Stabilität. Die zuvor im östlichen Mitteleuropa entstandene Schnee­decke genügte, um durch ihre Ausstrahlung das Hochdruckgebiet über Polen, West- und Südrutzland zu stärken, wogegen der nord­westlich bis zum Mittelmeer reichende Ausläufer des Maximums allmählich ab­gebaut wurde. So entstand eine Ostströ­mung, bei der in Verbindung mit der nächtlichen Ausstrahlung die Tempera­turen weit mehr im mitteldeutschen Binnenland als im Nordosten sanken. Be­sonders im Freistaat Sachsen war es in den ersten Tagen der Woche sehr falt; bei­spielsweise wurden in Zwickau 15 Grad unter Null gemessen, wobei selbst die Höchsttemperatur des Tages nicht über minus 11 Grad hinauskam. Auch in Er­furt kam ein nächtliches Temperatur­minimum von 15 Grad, in Eleiwitz von 11, in Nürnberg von 10 Grad Kälte vor.

Sachverständiger aufzutreten dauernd erkannt,. Der Haftbefehl wird aufgehoben.

Für den Zeugen, der den Zeugen Grau schlagen hat, dürste dieser Prozeß noch übles Nachspiel haben.

inte Mer für Den WeihnMW

ii.

Als einen Meister deutscher Prosakunst von

Darm wird die Zeugin Marg. Ludwig vernommen, die ihr Verhältnis zum Ange­klagten schildert.

Von den vielen Zeugen ist bann noch bie Aussage bes Dienstknechts Grau von Bedeu- tung, ber bei einer in Frage kommenben An­gelegenheit zugegen gewesen ist. Dieser schil­dert einen Vorfall, der sich an einem Mittwoch im Stall seines Dienstherrn ereignet habe. Der Schwager des Angeklagten sei zu ihm gekom­men und habe gesagt: „Wenn du das be­schwörst, was du ausgesagt hast, dann bist du gerade so ein Schuft, wie der Jeide." Der Zeuge hat dieses Ansinnen aber energisch zu­rückgewiesen und dabei hat ihm der Schwager eine Tracht Prügel verabfolgt.. Dieser Vor­fall wird auch von dem Oberlandjäger bestä­tigt, bei dem der Zeuge Anzeige erstattet hat.

Der Angeklagte wird von den meisten Zeu­gen als ordentlicher und zuverlässiger Ar­beiter geschildert, der noch nie mit einem Ge­richt etwas zu tun gehabt hat. Auch fein Ar­beitgeber stellt ihm das beste Zeugnis aus.

Damit war die Zeugenvernehmung zu Ende und ber Vertreter ber Anklage, Staatsanwalt­schaftsrat Kunze, nahm bas Wort. Er fchil- berte noch einmal sehr eingehenb die Vor­gänge, die zur Erhebung der Anklage geführt hätten, geht dann auf den Tatbestand ein und betont zum Schluß, ein Meineid sei ein Ver­brechen, das sich gegen die Rechtspflege richte und das ganze Staatsleben bedrohe. Aus diesem Grunde habe der Gesetzgeber für dieses Verbrechen schwere Strafen vorgesehen. 3war müsse man dem Angeklagten zugute halten, daß er noch nie vorbestraft sei und daß er sich

Karl Jaspers: „Mar Weber" Deutsches Wesen im politischen Denken, im Forschen und Philosophieren (kart. 1 RM.), um bann zu den Büchern überzugehen, hie selbst von Weihnachten sprechen »ber boch nn besonberen Maße sich eignen, unter den Weihnachtsbaum gelegt zu werben. Da sind zunächst die „Weihnachtsgeschichten" von

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(r. <$>. xtnpefttyeyet

Josef Magnus Wcharr

? seiner patriotischen Phantasie „Die M= M nach Paris" (Verlag Langen/Müller.

5.50 RM.). Dies Buch ist gewidmet •JF Deutschen, die nein sagen könne» und Lautet eine großartige Abrechnung mit all <?cn> die in den leKen 12 Jahren sicht »,1T Ingen konnten: mit den eifrigen Poli- Nstti sowohl wie mit allen Spießern, bie ihre LM wollten und immer wieber glaubten an Krönen Reden von 'Verständigung und ..Wohnung. In diesem Buch gelingt Weh- *■ cme visionäre Zusammenfassung desNach-

Glekchzeittg schwankten jedoch in Danzig und Königsberg die Temperaturen eng um den Gefrierpunkt, den sie tagsüber sogar überschritten.

Erst um die Wochenmitte gewannen die atlantischen Tiefdruckgebiete wieder Ein­fluß auf die Witterung zunächst von West­deutschland. Ein Tief über Spanien und der Viscayasee, das sich Mittwoch einer neuen nordatlantischen Sturmzyklone als Randwirbel angliederte, trug seine Warm­luft in der Höhe bis Westdeutschland, wo sich die Erwärmung bei geringfügigem Regen rasch bis zum Boden durchsetzte und in Aachen schon Dienstag das Quecksilber bis auf 13, in Esten auf 11 Grad Wärme steigen ließ. Die durch das Absinken der Luftmasten am Westabhang des Hochdruck­gebiets erfolgte Erwärmung machte sich ganz besonders auf den Gipfeln der deut­schen Gebirge bemerkbar, wo um die Wo­chenmitte selbst die nächtlichen Tempera- turminima um 2 bis 5 Grad über dem

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jederzeit bereitwilligst durch die »Autorisierte Electrola-Verkaufsstelle«: KURT NEUFELD, Marburg, Bahnhofstr. 18

Wilhelm Schäfer.

Sein neuer Roman „Der Fabrikant Anton Kilharz und das Theresle" (Verlag Hangen« L. 3.80, kart. 2,50 RM.) zeigt in mrer sprachlichen Straft und Sauberkeit die M Meisterschaft, in seiner Haltung und Ab- JJt bas alte erziehliche Verantwottungsbe- Mßtsein. Der Fabrikant Beilharz, ein mit« Mäßiger Mensch, ber in seiner prunkvollen övrknogsvilla sich mcht ganz wohlfühlt, dem ?r Krieg die schöne Ordnung in Familie und zerstört, der dann endlich in der Sorge das Theresle und ihre Kinder zu fei« ursprünglich echten Wesen zurückfindet, ® Einfachheit und Schlichtheit seiner (Ottern ist er mcht geradezu ein (Ezempti, das Mhelm Schäfer seinem Volk statuiert? Das tfjftige und manchmal auch romantisch zarte M wirb überall Freude erwecken, wo man Sinn hat für ungebrochene Grobheit.

X3tt eine tiefere Schicht deutschen Wesens uns

liche Schwurgerichtsperiode geschlossen. —n.

40-50 St)-#

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Mit dem Dank des Vorsitzenden an Herren Geschworenen wurde die außerordent-

t voll' etiiedk ir >esch-l' ö tjl‘ cht »£r ■trag'” sfl!»”' ingu”” in re” t tfüp öieif” nbaü”' ,6uftril

Das Wetter der nölbsten Woche

Md, meist trüb, Westwinde

(G. Grote Verlag, L. 5.80 W. ... .... großartiges Kulturbild des rheirrischen Barock im 18. Jahrhundert als Rahmen wird die Wiederkehr Christi mit den zarten Farben der Legende hineingemalt. Dies Buch spricht ernst von der Notwendigkeit der Bereitschaft sich vom Göttlichen ergreifen zu lassen. — Eine Wiederkehr schildert auch die Erzählung „Das Christkind" von

(Verlag Langen/Müller, L. 3.80 RM.), die frellich nicht wie die üblichen Weihnackstsge- schichten nur Gefühls- und Rührseligkeit ken­nen, sondern durchaus die innere Hoheit und Herbheit von Kolbenheyers übrigem Werk haben. Aber alle feine Geschichten führen hin zu dem Kern des Weihnachtsgefchehens: zur Erlösung im Glauben, wie sie entstanden sind aus dem Bewußtsein dieser Erlösung! Am klarsten und schönsten gelingt Kolben- Heyer die vollendete Verdichtung schehens in der „Weihnacht eines Imgs". — Auf andere Weise nähert Weihnachtswunder der Roman „Die kehr" von

in einer Zwangslage befunden und in Not­lage gehandelt habe. Für das Verbrechen des Meineids beantrage er die gelingst zulässige Strafe von 1 Jahr Zuchthaus. Darüber hinauszugehen liege beim Angeklagten keine Peranlaffung vor. Die gleiche Strafe bean­trage er für das zweite Verbrechen. Beide Strafen bitte er in eine Gesamtstrafe von 1 Jahr 10 Monaten Zuchthaus zu- sammenzuziehen. Weiter Beantrage er Ab­erkennung der bürgerlichen Ehrenrechte für 5 Jahre und dauernde Aberkennung des Rechts als Zeuge oder Sachverständiger zu fungieren. Den Hauftbefebl bitte er aufrecht zu erhalten.

Rechtsanwalt K r e is ch e r war der Ansicht, daß eine Verurteilung auf die Aussage von Frl. Ludwig und der Familie Jeide nicht er­folgen könne, und er bitte den Angeklagten freizusprechen.

Um 20 Uhr verkündete das Gericht folgendes Urteil: Der Angeklagte wird wegen Meineids und Verleitung zum Meineid zu 1 Jahr und 2 Monaten Zuchthaus verurteilt. Die bürgerlichen Ehrenrechte werden auf die Dauer von 2 Jahren und die Fähigkeit als Zeuge oder

kttegsgeschehens: Abstimmnngskämpfe, Verfol­gung derer, bie sich mit ihrem Blut einsetzten für bie Heimat, Inflation unb Arbeitslosig­keit, unb zum Schluß mit beißendem Hohn geschilbert bie „Wallfahrt nach Paris", bie uns hoffentlich erspart bleibt, wenn wir näm­lich endlich nein sagen werben! Das auf« rüttelnbe Buch bes durch seinen Roman „Sie­ben vor Verdun" bekannt gewor­benen Frontkämpfers Wehner entspringt tief­ster Liebe zum Reich mtb ist ein Bekenntnis mm Reich, bas für ihn keine politische, son­dern eine metaphysisch« Idee fit. In diesem Buch ringt deutsches Wesen um feine letzten Ziele. Wieweit gerade bie Idee bes Reiche s heute im Mittelpunkt lebendig­ster Auseinandersetzung steht, erweist der Nach­hall, den bas Werk

Moeller van bat Brück'?

erhält. Nach dem „Tritten Reich" und dem „preußischen Stil" logt nun Hans Schwarz em Werk vor „Das ewige Reich" (Verlag Korn, Breslau, L. 5.50 RM.), die aus dem Nachlaß ergänzte Neufassung einer schon vor dem Kriege vollendeten Darstellung der größten Gestalten der deutschen Geschichte, in der die ewigen Kräfte unseres Volles, verkörpert in seinen Helden lebendig werden. "Einen wich­tigen Beittag bedeutet auch bie „Aussprache unter Deutschen", bie F. Büchner unter bem Titel:

„Was sit das Reich'?"

Obrlegt. (StcSLng-Bücherei. fort 1 RM.) Hier wirb in ber Stellungnahme führender Geister unserer Nation öar, baß das Reich der politische Ordnungsgedanke der Deutschen ist (unb nicht die national-staatliche Demo­kratie). — Aus der Stalling-Bücherei wol­len wir noch ein Büchlein erwähnen, bas man politisch und geistig interessietten jungen Männern schenken sollte:

Marburger Schwurgericht

Jahr 2 Monate Zuchthaus wegen Meineids unfc Verleitung zum Meineid

2. Verhandlungstag.

Am 2. Derhanblungstag beschäftigte sich das Schwurgericht mit einer Anklage gegen den verheirateten Dienstknecht Heinr. Mann aes Moischt (Kreis Marburg), der beschuldigt wird, vor dem Amtsgericht in Marburg am 23- September d. I. wissentlich einen falschen Eid geleistet und zweitens einen Zeugen zur Begehung eines Meineides verleitet zu haben (Verbrechen gegen §§ 153 und 159 des Straf­gesetzbuches).

Das Gericht setzt sich wie am ersten Ver­handlungstage zusammen. Die Anklage wird durch Staatsanwaltschastsrat Kunze und her Angeklagte durch Rechtsanwalt Krei­sche! vertreten.

Der Angeschuldigte war in einen Alimen- jationsprozeß verwickelt. In diesem Prozeß war dem Angeschuldigten der Eid auferlegt worden, mit dem er seine Aussage bekräftigen sollte, daß _er mit der Marg. Ludwig aus Moischt während der Empfängniszeit vom 10. Dezember 1929 bis 10. April 1930 in feinen intimen Beziehungen gestanden habe. Durch diesen Eid gewann er jenen Prozeß, in dem auch die Eheleute Jeide aus Moischt ver­nommen worden waren. Diese hatten nur ausgesagt, was der Richter sie gefragt hatte. Sie wurden damals nicht vereidigt.

Kurz darauf, nachdem M. den Eid geleistet hatte, ging der Zeuge Jeide zum Kreisjugend­amt und teilte dem Beamten mit, daß er vor Erricht nicht die Wahrheit gesagt habe und daß der Angeklagte Mann geäußert habe: JBenn ich den Prozeß gewinne, dann be­kommst du 50 Mark. Du brauchst vor Gericht rur das auszusagen, was du gefragt wirst." Das war der Grund zur Erhebung der An- flage wegen wissentlichem Meineid und wegen Verleitung dazu.

3n der Voruntersuchung hatte der Ange- schuldigte zugegeben, daß es möglich sein könne, daß er mit dem Fräulein L. zu der staglichen Zeit in näheren Beziehungen ge­stunden habe, er wisse es aber nicht mehr genau. Bei der gestrigen Vernehmung bestritt er dieses ganz entschieden. Den beugen I. iabe er nicht zu einer falschen Zeugnisaussage Derleitet. Die 50 Mark habe er ihm für die Wege versprochen, die dieser ihm in dem Ali- «entationsprozeß zu seinem Rechtsanwalt be­sorgt habe.

Wunber so nah, wie es heute kn unser« überhasteten Zeit fast undenkbar scheint. Sek^ ten ist wohl ein so zattes unb fernes Weih­nachtsbuch geschrieben wie bies. Man sollte ja nicht versäumen, bieses auch durch seins Bilder wettvolle Buch zum Schenken zu be­nutzen, vor allem wenn man Mädchen im Alter von 12—15 Jahren zu bedenken ylltt Für ältere Mädchen aber wähle man, rott endlich mal mit den unleidlichen, unwahrhaf­tigen Iungmädchenbüchern aufzuräumen, von

Marie Hamsun

„Die Langerudkinder wachsen heran" (A. Sangen'®. Müller. L., 4.50 RM.). Auch ohne die drei ersten Bände vom Leben der Langerudkinder zu kennen, wird jeder junge Und alle Mensch seine helle Freude haben an diesen feinen unb noblen Kindern, die gar nichts von der modernen Blasiertheit haben, die fo lebendig sich durchschlagen in der Welt! Weiß Gott, man möchte auch solch eine Jugend haben — oder sie einmal seinen Kindern be­reiten mögen, fern vom lauten Treiben ber Stadt, — garnicht sehr gesegnet mit Glücks- aüiern, aber umhütet von guten Eltern, die dafür sorgen, daß jedes sich entfaltet nach seinem tiefsten eigenen Wesen! Als eine wundersame Offenbarung kindhaften Wesens steht auch die Heine Amei vor uns, die

Ruth Schaumann,

die vielseitige Künstlerin uns in ihrem neuen Prosabuch (Amei, eine Kindheit: E. Grotes Verlag, L., 4.80 RM.) vorstellt. Sehr zatt und femftmttg ist hier das langsame Hinein- wachsen einer kindlichen Seele in bie Welt ber Erwachsenen geformt. Den tragischen Bruch in einer solchen Entwicklung zeichnet mit großer Siebe in seiner „Kinbemovelle"

Franz Rabl

(Verlag Wunderlich, L., 3.60 RM ) — über dieser knappen Erzählung liegt ber Glanz der

Es werden bann mehrere Zeugen vernom- 9tn, die zum größten Teil über den Leumund bes Angeschuldigten und über die Belastungs- ipteilil-i?l8cn Auskunft geben sollen. Dann werden 3etc Eheleute Jeide vernommen, die bekunden, ß Frl. Ludwig bei ihnen im Hause gewohnt und der Angeklagte sei sehr oft zu ihnen mtmen. Sie geben bann eine ausführliche "Iberung über das Verhältnis des Singe« gten zu Frl. Ludwig und bestätigen auch, ß der Angeklagte ihnen gesagt hätte: „Wenn

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korst- sollen, Kirch- irwoi. rg b« urg. ttschei.

Stzfrierpunkt lagen, während tagsüber auf ber Wasierkuppe (926 Meter) 12, auf bem Kahlen Ast (850 Meter) 11, auf bem Feld- berg im Schwarzwald (1497 Meter) und auf bem Fichtelberg (1213 Meter) 10 Grad Wärme erreicht wurden. Die Höhe der ganz dünn gewordenen kalten Bodenlust« schicht betrug in ber Norddeutschen Tief­ebene Mittwoch nur noch einige 100 Meter. Aber auch in dieser Kaltluftschicht wurden seit Mittwoch tagsüber schon Tempera­turen von 3 bis 5 Grad Wärme erreicht.

Zur Zeit bahnt sich trotz Verstärkung des über Südrußland bis auf mehr als 785 Millimeter Höhe gestiegenen Maximums eine Wetteränderung durch ein kräftiges Sturmtief südlich von Island, desien Zen­trum zwar in nordöstlicher Richtung auf Spitzbergen abzuwandern scheint, bas aber mit der Warmluft seiner Vorderseite ziem­lich weit ins mitteleuropäische Binnen­land eingreifen dürste. Obwohl gleichzeitig von ber Viscayasee bas Azorenmaximum norbostwärts auf bem Kontinent vor­dringt, wird doch das ganze nördliche Mitteleuropa in eine zunächst recht milde maritime Westströmung gelangen, die S>ar zunächst keine wesentlichen Nieder­läge verursachen, aber Bewölkung mit-» sichbringen wird. Die Temperaturen wer­den demgemäß nunmehr auch in den mitt» leien und östlichen Landesteilen anstei- gen; erst beim Eintritt einer kälteren Rückseitenströmung bürste es unter nord- westlichen Winden zu verbreiteteren Nie­derschlägen kommen, die namentlich in den Gebirgen in Form von Schnee fallen und bie dort inzwischen stark zusammenge-» schmalzens Schneedecke wiederherstellen, werden. Im südlichen Mitteleuropa und im Alpengebiet wird sich vermutlich das trockene, zum Teil fettere Strahlungs-» »etter bei Winden aus östlichen Richtuw* gen noch erhalten: wie lange, bas bfeißf abzuwarten unb hangt von der wetteren ZMonentätigkeit auf dem Nordatlantik ab, die allerdings jetzt wieder eine stärkere Belebung zu erfahren scheint. Sofern sich' triefe Vermutung bestätigt, wird »ährend der kdmmenden Woche auf den Eintritt einer neuen Frostperiode nicht zu rechnen sein, stlbst wenn sich das russische Hoch­druckgebiet noch länger erhält. Sein Ein­fluß dürfte sich bann allenfalls westlich bis zur Weichsel geltend machen.

Das Frankfurter Mis-MMM

Montag, dm 19. Dezember.

6.15: Wetterbericht. — Anschließend: Mvr- gengyrnnasttk. — 7.20: Schallplatten-Konzert. — 12.00: Schallplattm-Konzett. — 13.30: Konzert. — 15.20: «Mutter Erde", Dor- frag. — 16.30: „Em rheinischer Weber- junge erzählt", Improvisationen. — 17.00: Selten gehörte Weihnachtsmusik. — 18.25: „Robert Musils Roman werk — Dis Bilanz eines Zeitatters", Vortrag. — 18.50: Eng­lischer Sprachunterricht. — 19.20: Weih­nachtsratgeber für den Büchermarkt. —19.35: Kokett des Südwestdeutschen Rundftcnk- orchesters. — 21.20: „Die Jagd nach dem Gold des Kapitän Kid", eine abenteuerliche Geschichte, 4. Teil. — 22.10: Zeitangabe, Tagesnachrichten, Wetterbericht, Sportbericht,

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