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angelezeicheiten einer Reihe von Laiver- fitäten, darunter die llniversitüt Mar­burg, in seinen Händen. Ministerial­rat Dr. Klingelhöfer, der zu den besten Verwaltungsbeamten des Ministeriums für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung zählt, hat insbesondere die Universität Marburg jederzeit in umsichtiger und fruchtbarster Weise gefördert. An ihrer schnell aufstrebenden Entwicklung in den letzten sieben Jahren hat er hervorragen­den Anteil. In dankbarer Anerkennung seiner großen Verdienste wurde ihm 1929 von der Medizinischen Fakultät der Uni­versität Marburg die Würde eines Ehren­doktors der Medizin verliehen. Am Welt­kriege nahm er als Leutnant der Reserve des Meiningischen Infanterie-Regiments Nr. 32 teil, zuletzt nach schwerer Verwun­dung 1917/18 als Adjutant der Landwehr­inspektion Straßburg im Elsaß.

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Westdeutscher Spielverband.

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* Bon der Winterhilfe. Wir brachten gestern eine Nottz über die heute stattfindende Straßensammlunz. Wie uns nunmehr vom städt. Wohlfahrtsamt mitgeteilt wird, werden diese Sammlun­gen vorübergehend ausgesetzt und beginnen erst wieder am ersten Diens­tag im neuen Jahre und zwar in den für heute vorgesehenen Straßen.

Weiter wird seitens des städt. Wohl­fahrtsamtes mitgeteilt, daß die letzten Sprechstunden der Wohlfahrtspflegerinnen in diesem Jahre am Montag, dem 19. De­zember, ftattfinden.

Die musikalische Leitung hatte Werner Eatz- mann, der in enger Verbundenheit mit der Partien das Orchester gut in der Hand hatte. Doch darf er, wenn auch im Banne der Rhyth­mik, Nicht durch allzu aufffallende Körper­bewegungen. wie einSteb-auf-Männchen, das, Blickfeld der Zuschauer stören. Die Musik

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Gottesdienst.

Sonnabend, den 17. Dezember. Reformierte Gemeinde. 20.30 W'

Feier des hlg. Abendmahls in der 51rw Kapelle der Umversttätskirche, Pft. - Ritter.

Zum Kurator der Phllipps-llniversi- tät in Marburg wurde von den Kom­missaren des Reiches am 13. Dezember ds..Js. der Ministerialrat Dr. jur. et rer. pol., Dr. med. h. c. K l i n g e l h ö f e r er­nannt. Ministerialrat Klingelhöfer, des­sen Familie aus Hesien stammt, wurde 1887 in Lüdenscheid geboren. Er studierte 19071910 an den Universitäten in Frei­burg, München, Berlin und Münster Rechts- und Staatswisienschaften. 1920 zum Gerichtsassessor ernannt, wirkte er von 19201925 bei den Provinzialschul­kollegien Berlin, Schleswig und Koblenz als Regierungsassestor, bezw. Regierungs­rat. Seit 1925 gehört er der Hochschul­abteilung des Preußischen Ministeriums für Wisienschaft, Kunst und Bolksbildung an, woselbst er 1927 zum Oberregierungs- rat und 1929 zum Ministerialrat beför­dert wurde. In diesem Ministerium lag das Referat für die äußeren und Finanz-

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Bon der Universität. Der Honorar- profesior für Didaktik der alten Sprachen, Eymnafialdirektor i. R. Dr. Cornelius Hölk ist vom Wintersemester 1932/33 mit der Ab­haltung der Lateinischen Kurse zur praktischen Einführung in die Quellen des römischen Rechts beauftragt an Stelle des ausscheiden­den Studienrats t. R. Engelhardt.

' Dl « zweite geistliche Abend­musik tn der Stadtpfarrkirche findet am kommenden vierten Advent statt. Nach dem starken Eindruck, den das Kon­zert am ersten Advent gemacht hat, darf aus allseittges Interesse gerechnet werden. Sind doch die Herzen jeK ganz empfäng­lich für die frohe Botschaft geworden, die sich ja nirgends schöner als in der Musik zu äußern vermag. In die Darbietungen teilt sich Musikdirektor Wagner mit Fräu­lein Litt "Gebhardt und Dr. Gutbier. Zur Darbietung gelangen Werke von Bach Biber, Buxtehude, Händel und Walther. Wie üblich ist das Programm in den Preis von 0,50 RM. eingeschlossen. Nähe­res besagt die Anzeige am Samstag.

Die Einwohnerzahl von Marburg

am 1. Dezember 1932.

Nach der laufenden Feststellung be­trägt die Einwohnerzahl der Stadt Marburg am 1. Dezember 28 582.

Sie verteilt sich auf die einzelnen Kon­fessionen wie folgt:

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Hockey

T.- u. Spv. 1860 1. Herren To. 186M Frankfurt 1. Herren 3:0.

Dieses Spiel brachte den Beweis für iwl Richtigkeit unserer Vorschau. Durch fleißig«! Training hat die Marburger Mannschaft ein« solche Spielstarke erreicht, daß sie in da» augenblicklichen Form einen Vergleich mit denk starken Frankfutter Mannschaften aushaltE kann.

Unsere Kritik bei den letzten Spielen Haiti anscheinend im Spielausschuß der Markow ger Hockeyspieler Beachtung gefunden. Aa Sonntag war die so oft bemängelte HalfreÄ richtig aufgestellt. Elborg, Dr. Kleemani und Deinett spielten so gut zusammen, das man den Eindruck hatte, es handelt sich hi« um einen lange zusammenspielenden äJlann- schaftsteil. Die anderen Posten waren eben- falls gut besetzt, so daß die Vorbedingungen für ein gutes Spiel erfüllt waren.

Die erste Halbzeit stand vollkommen iS Zeichen der Marburger Mannschaft, was i« auch durch das Halbzeitresultat von 3:0 f* stätigt wird. Fender und Biel erzielten i< ein schönes Tor. Beim Stande von 2:0 glaubten die Gäste, eine Niederlage duft unfaires Spiel vermeiden zu können. T« Rechtsaußen Fender, der die treibende Kr<tt im Angriff war, fiel der unerlaubten Spiel' weise der Frankfutter zum Opfer. Schwer verletzt mußte er 10 Minuten vor der Pause ganz ausscheiden. Der Sturm spielte tro? allem noch gut zusammen und konnte dum Heuse ein drittes Tor erzielen.

Nach Halbzeit kamen die Frankfutter auf und lieferten ein gleichwertiges SM In Punkto Hätte waren sie aber den Plak' Herren über imb verhinderten hierdurch we? tere (Erfolge des jetzt sehr vorsichtig spiele"' den Marburger Sturmes. Es blieb bei de« 3:0 für Marburg. Dieses Resultat verbieg statte Beachtung, da es gegen eine nicht i®: schnelle und technisch gute Mannschaft, so"' dern vor allem gegen dieHärteste" unter den Frankfutter Mannschaften erzielt trnirbt-

Die Schiedsrichter waren gegen die Gb ju nachsichtig. Eine Herausstellung Linksaußen der Frankfurter wäre wegen !e* nem unsportlichen Benehmen die richtige W

Aus dem Gerichtsfaal

Ein Kraftfahrer von der hiesigen Post war an der Ecke der Kasielerstraße und Eisenstraße beim Ueberholen mit einem Radfahrer zu­sammengestoßen. Dabei war der Radfahrer verletzt worden und mußte in die Klinik ge­bracht werden. Der Kraftfahrer hatte einen Strafbefehl von 30 jt erhalten. Nach eingehender Prüfung des Sachverhalts kam das Gericht zu der Üeberzeugung, daß sich der Kraftfahrer eines berufspflichtwidrigen Ver­gehens und der Kraftfabrzeugfrevels schuldig gemacht habe und beließ es bei der Strafe.

Ein Geschäftsmann von hier war des un­lauteren Wettbewerbs beschuldigt worden. Auf Grund der Sachlage erkannte das Gericht auf Freisprechung, da es sich um ein Versehen gehandelt habe.n.

.... Schiedsrichter und -Anwärter btt Schiedsrichter-Vereinigung des Gaues Mai­

feld der Zuschauer stören. Die Musik , . .""t einigen Ausnahmen nicht die leichtflüssige Melodik wie die anderen Erzeug- nrste des Komponisten auf. Die tragischen Knfätze der Handlung find finngemäg und temperamentvoll gehalten. Die Aktschlüsse find tragisch betont mit Bühnengeschick. Lehar hat der Handlung ein in allerhand reizvollen Far­ben moderner Instrumentation schillerndes umstkalisches Gewand angezogen.

Letzte WnMaMMldmmn

r. Frankfurt, 16. Dez. Die Tendenz des heutigen Vormittagsverkehrs ist nicht un­freundlich, besonders da man die Schleicher- Rede nicht ungünstig beurteilt. Auch vom Jndustriemattt liegen keine ungünstigen Nach­richten vor. Die Spekulation ist aber nach wie vor zurückhaltend. Umsätze werden nicht getätigt. Farbenindusttte 97,50, Gelsenkirchen 51, Stahlverein 35, Akku 53, A. E. E. 31,7536, Mannesmann 63.

r. Berlin, 16..Dez. Die Stimmung am Produftenmattt ist weiter ruhig. Das Angebot ilt ausreichend. Die Lieferungs­preise für Weizen in Märzficht werden 1 M unter dem gestrigen Niveau gehandelt. Hafer ruhig, Gerste gut behauptet.

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Sütaage» mm 80 Pia. an.

2m ersten, namentlich im zweiten und im letzten Akte erhebt sich die Musik zu dramatisch schwungvollen Duetten genähtt von elegischer Melodik gelegentlich brs zur Grenze der Oper. Das Stück selbst ist das moderne Märchen von

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Sonnabend, tat 17. Dezember.

645: Wetterbericht. AnstUreßend: Mor­gengymnastik. 7.20: Schallplatten-Konzert. 10.10: Schlckftmk. 12.00: SchaKpKch teu-Ko-nzett. 1330: Konzert. 1530. Sttmde der Jugend. 17.00: Konzert bes Bayerischen Rundfunkorchesters. 1825: Reich sreform und Kirchenverernigungsbt, ftrebu-ngen", Vottrag. 18.50:Zum na, stkälischen Wmterprogramm", Vottrag. 19.20:Die große Wunderschau", Szene» aus der Theatergeschichte. 20.00: Betty singt: 1. Teil: Oper. 22.00: Tagesnach­richten, Wetterbericht, Spottbericht. 22.30: Tanzmusik. 23.00: Dettin singt: 2. Teii: Operette.

Somttag, tat 18. Dezember.

6.15: Hafen - Koiyett von Hamburg. - 830: Morgenfeier. 9.30: Stunde bts Chorgesangs. 11.00: Weihnachtsgespräch. 11.30:Süßer Trost .mein Jesus kommt", Kantate von Joh. Seb. Bach. 12.00: Konzett. 13.00: Konzert. 14.00: Zehn, Minutendienst der Ländwrttschaftskammv Wiesbaden. 14.10: Stunde des Lander, 15.00: Stunde der Jugend. 16.00; Konzett des Städtischen Kurorchesters Wier- badm. 18.00:Die heilige Nacht und die Tiere", ein Weihnachts-HörsipiÄ. - 18.45:Das Märchen von der Nachtigall", ein Melodram. 19.30: Sportnachrichten, 19.40: Konzett. 20.45: Von Wien: Heimat Oesterreich". 2230; Zeitangabe, Tagesnachrichten, Wetterbericht, Spottbernht 22.45: Abend-Konzert.

bürg, Ortsgruppe Marburg, treffen sich mit ihren Angehörigen am Sonnabend, 17. d. Mts., abends 8.30 Uhr im Restaurant Fronhof in Marburg zu einer kleinen Weih­nachtsfeier. Auch die Mitglieder der WSV.-Vereine sind herzlichst willkommen.

Schiedsttchter-Velehrungsstunde.

Sonnabend, 17. d. Mts., abends pünktlich 7 Uhr bei Sauer in Wetter 5. Belehrungs­stunde. Behandelt werden Regel 7, 8 und 9.

stark in Sentimentalität getaucht; jene könnte auf di« Dauer ermüden, würden nicht ein­zelne geschickt eingeflochtene, sehr reizvolle Serien urch ein paar komllche Episoden di« schwermütige Stimmung entspannen. Dann nämlich ist der Charatter der Operette ge­wahrt. Sonst ist das Ganze mehr opernmäWg gehalten. 2m Gegensatz zu dem meist zufrie­denstellenden glücklich-fröhlichen Ausklang der meisten Operetten endigt die Handlung, die sich auf den verschiedenen Weltanschauungen des Westens und Ostens (Europa und Asien) ***fbaut, recht tragisch

Evangelische Katholiken Jüdische .

Andere .

Stadt Marburg WvhlfahrtSgwt» scheine zur Ausgabe mit folgendem Inhalt:

Wohkfahrtsgutschein über den Wett von 2Vs RPfg., bestimmt für den Ein­kauf von Lebensmttteln zum notwendig­sten Bedarf.

Es ist den Siefetanten strengstens un­tersagt, Tabakwaren, Spirituosen und sonstige Eenußmittel abzugeben.

Der Wohlfahrtsgutschein wftd beider Stadthauptkasse Marburg (Lahn) einge- löst.

Die Wohkfahrtsgutscheine Men dazu Menen. Bettkern anstelle von barem Gelbe Gutscheine zu geben, mit denen sie sich Lebensmittel für den notwendigsten Le» bensbedars in den hiesigen Lebensmittel­geschäften erwerben können. Es ergeht des- halb an die Einwohnerschaft Marburgs di« dringende Bitte:

Gebt Bettlern kein bares Geld sondern Gntscheine, damit ein Mißbrauch mit dem (Selbe vermieden wird."

Di« Wohlfahrtsgutscheine werden in Heftchen zu je 10 Stück ä 2V> Pfg. aus­gegeben. Das Heftchen kostet 25 Psg. Einzelne Gutscheine werden nicht ausge- g^ben.

An die hiesigen Lebensmittelgeschäft« ergeht di« herzliche Bitte, die Gutscheine anzunehmen und unter keinen Umständen Spirituosen Und andere Genußmittel ab­zugeben, weil sonst der Zweck dieser Wohl» fahrtSgutschein« vereitelt wird.

Di« Stadthaupttasse in Marburg löst jeder Zett während der Kassenstunden diese Gutscheine in bar ein.

Di« Ausgabe der Gutscheine erfolgt täglich außer Montags und Mittwochs von 1112 Ahr un Rathause, Zimmer Nr. 16.

Das Land -es Lächelns

Die romantische Operette in 3 Akten nach Viktor Leon von Ludwig Herzer und Fritz Löhner, Musik von Franz Lehar, unter Spiel­leitung von Kurt Seifert, als Eistspiel bei vereinigten Operettenbühnen BochumHam- b«n ging hier vor leider schwach besuchtem Hause in Szene.

* Unglücksfall. Dieser Tage ereignete sich in einem Neubau in der Uferstraße ein Unglücksfall, der leicht sehr schwere^Folgen hätte haben können. An einem Schweiß­apparat. der durch die kalte Witterung einge- troren war, wollten die Arbeiter einen Be­hälter mit einer Lötlampe auftauen. Dabei eiplobierte der Behälter und ein junger Mann wurde erheblich an den Augen verletzt. Er wurde in die Augenklinik gebracht. Ein zwei­ter kam mit dem Schrecken davon.

* Ein zweites Telefunken- Matinee veranstaltet am Sonntag, dem 18. Dezember, 11.15 Uhr vormittags, das Phono-Funk-Haus Steinmetz im Capitol. Wie aus der Anzeige ersichtlich, erhält jeder 50. Besucher als Weihnachtsgabe eine Telefunkenplatte (25 Zentimeter).

Tagesanzeiger.

Freitag, 16. Dezember.

Vergnügungsanreiger.

Kratz'sche Bierstube, Marktgasie: 17 und 20 Ahr: Künstlerkonzert der Kapelle Willy Otto.

Eafe Mattees, Reitgasse: Ab 20 Ahr: Konzert, Hansi Nuttsch mit seinem Orchester.

Eafe Detter, Reftgasse: Ab 20 Ahr: Bobby Müller und feine Solisten.

Stadtteller: 20 Ahr: Künstlettonzert.

Restaurant Daub, Frankfutter Str.: 20 Ahr.

Konzett mit Tanzeinlagen.

Capitol, Diegenstraße: 17 und 20.15 Ahr: Liebe in Uniform.

Kamera, Kasernenstraße: 17 u. 20.15 Ahr: Scampolo ein Kind der Straße.

Lichtspiele, Bahnhofsttaße: 15.30, 17.30 Und 20.15 Ahr:Im Bann des Gulen- spiegels; ferner 22.30 Ahr:Der trau» mende Mund.

Versammlungen, Vorträge, sporüiche Veranstaltungen asm.

Hotel Freidhos, Kasernenstt.: 1012.30 und 14.3020 Ahr: AusstellungDie Schlacht ber Waterloo.

Volkshochschule: 20.15 Ahr im Hörsaal 29 des Landgrafenhauses: Dr. Köniher: Di« deutsche Ballade und ihre Dichter. Desgl. 20.15 Ahr in der Südschule: Englisch. Desgl. 20.15 Ahr bei Spangenberg, Bahnhvfstr.: Schachkursus.

Deutsche Bau- und SiedlungSgemeinschast Darmstadt: 20.15 Ahr im Hotel Freid- hof: Fllrnvottrag.

Sonnabend, 17. Dezember. Ginseldorf: GeflügelaussteMng.

Di« Darstellung hielt sich auf beachtens- wetter Höhe, besonders die Hauptpersonen des Stückes. Die Ausstattung der Bühne war recht geschmackvoll (W. Günther), auch die Kostüme (Oskar Sommer-Dortmund), die ein­gestreuten Tanzkomposittonen bewiesen aufs neue di« feinfühlige Einstellung auf die sinn­fällige Tanztechnik des Operettengenres.

3m Mittelpunkt bei Darstellung stand Karl Jank-Hoffmann (Stadttheater Elber- feld) als Prinz Sou-Chong, schauspielerisch unter Wahrung des gegebenen Idioms wie auch gesanglich gewinnend. Er besitzt ein wohlklingendes Organ mit qekflegter Ee- sangskultur, welches in feiner Modulation in allen Stärkegraden und Anpaffung an die Musik hervortrat. Gleich ihm gefiel auch die Partnerin Liffy Niemcz als Braut und Gattin des Prinzen. Eine herrliche Bühnen- figur, Salondame mit gutem darstellerischem Können. Ihre metallisch klingende Sepran- stimme in der Höhe imposant, aber häufig forciert, weiß sich sieghaft dem Orchester ge- gegenuber im Fortissimo zu behaupten, aber auch im Piano namentlich im Liebeslied (1. Akt) ein feines weiches Piano zu sin­gen. Das Ehinesenfräulein Lotte Zara war gar lieblich, ergreifend im 3. Akt,, bei guter Stimme eine graziöse Tänzerin voll naiver Zärtlichkeit und Weiblichkeit. Carl Otto als Eunuch gab sich als feister komischer Kauz mit kargen, sonst dem Träger dieser Rolle eigenen witzigen Pointen.. Der Ober­leutnant, verpörpert durch Walter Fried- r > ch, enttäuschte im 1. Akt, wuchs dann bester in die Rolle hinein, aber steif blieb er immer. Er hatte zuviel Rückgrat! Die übrigen Darsteller waren mit Aufgebot ihrer darstellerischen Mittel bemüht, der Auffüh­rung zu gutem Ettolg zu verhelfen. Dieser bestätigte sich in mehrfachem Hervorrufen auf offener Szene und starkem Beifall nach dem Schlußakt.

* 'Die Operette, «Die Fledermaus"', wird am 5. Januar 1933 hier «geführt.