Sette 9
Sie Winterhilfe im Landkreise Marburg
Für die Winterhilfe des Landkreises Mar- bürg gingen durch Sammlung wertere -3U* Wendungen ein.
Gemeinde Altenvers: 2 Ztr. Kartoffeln.
Gemeinde Tölbe: 24,25 Ztr. Kartoffeln, 0,25 Ztr. Roggenmehl, 0,30 Ztr. Wer- zenmehl, 0,05 Ztr. Gemüse, 0,67 Ztr. Hülsen- früchte, 3 Laib Brot, 4 Pfd. Speck und em Bargeldbetrag von 52,80 Mark.
Gemeinde Damm: 6 Ztr. Kartoffeln, 0,20 Ztr. Roggenmehl, 0,20 Ztr. Gemüse, 10 Laib Brot.
Gemeinde Dilschhausen: 4 Ztr. Kartoffeln, 1,70 Ztr Roggemnehl.
Gemeinde Erbenhausen: 4 Ztr. Kartoffeln, 0,40 Ztr. Roggenmehl, 1,30 Ztr. Gemüse.
Gemeinde Giss elberg: 4 Ztr. Stet« löffeln, 0,10 Ztr. Sülsenfrüchte.
Gemeinde Göttingen: 9 50 Ztr. Kartoffeln, 0,10 Ztr. Roggenmehl.0.10 Ztr. Weizenmehl, 1,80 Ztr. Gemüse, 4 Laib Brot.
Gemeinde Kehna: 6 Ztr. Kartoffeln. 0,10 Ztr. Roggenmehl, 0,10 Ztr. Sulsen- früchte, 2 Laib Brot.
Gemeinde Kirchvers: 10 Ist. Kartoffeln, 3 Ztr. Gemüse, 3 Laib Brot, 2 Pfd Wurst, 2 Mark Bargeld.
Gemeinde Moischt: 9D5 Ztt. Kar- löffeln, 2,05 Ztr. Gemüse, 3 Laib Brot.
Gemeinde Rordeck: 20,50 3ti. Stet» toTTetn, u,40 Ztr. Roggemnechl, 0,10 Ztr. Weizenmehl. _
Gemeinde Oberndorf: 7,W 3«. Kartoffeln, 0,25 Ztr. Roggenmehl, 0,85 Ztr. Gemüse, 2 Laib Brot.
Gemeinde Reimershauken: 2 Ztr. Kartoffeln.
Gemeinde Roden Haus en: 12,50 Ztr. Kartoffeln, 1 Ztr. Roggenmehl, 0,05 Ztr. Weftenmehl, 1,30 Ztr. Gemüse, 0,10 Ztr. Hülsenfrüchte, 8 Laib Brot.
Gemeinde Roßberg: 9,25 Ztr. Stet* löffeln, 2 Laib Brot.
Gemeinde Sichertshausen: 12 Zentner Kartoffeln.
Gemeinde Unterrosphe: 17,75 Ztr. Kartoffeln, 3,05 Ztr. Roggenmehl, 1,25 Ztr. Gemüse.
Gemeinde Weitershausen: 6 Ztr. Kartoffeln, 1,50 Ztr. Gemüse, 2 Laib Brot.
Gemeinde Wenkbach: 7,40 Ztr. Kartoffeln, 0,90 Ztr. Gemüse.
r. 292
verein , 20 Uhr. die dies-
Marbui- -verbandi i freiem Was bet tnerinilen tsfeft ge- tsausfte,- lut wird, >ie Hand- ' Uhr im Behändi- urteilung e erfolgt chterkolle- >nds wir- denNichen urch weih- nien mit» tunde im Bedeutung t karburger ■ weit 6e« des deut- u Maria Interesse deutschen eitsgebiet tgM spre- glied des he sicher irtschafts. isammen» :eins find
o o. Mit idhof- nsoldaten nchtsvoll- i hat sich nsoldater ammlung n ist mit liche Re- und jede e aufzu- cht von -such ist morgen klommen
> e r.
17 und' Kapelle
O Ahr: | seinem
D Ahr: m. rt.
15 Uhr:
15 Ahr:'
, 17.30 Mund", nanbo"
tliche
Ahr im
r Süb- l. Wirt- rtb. — ch u nd niversi- iS für
rein für sacü 24 >esstsche
Zahr-
aviul
): Mor- lonzert. tert. — 15.15: ert der 18.25: ie Geschäft", Marw lufbau: rchester- tonzert. sid des e schichte 22.20: bericht, :rt.
der. ndacht,
r: Ad-
) Mr:
m
uiigen llkom- t aber ttbcn* btahl-
vVervesfische Zeitung. Marburg «. L. Dienstag, den 13. Dezember 1932
Nr. 292
Unsere Bogel bitten um Fütterung
Der Winter hat seine Einkehr gehalten und auf die Zeiten der Luft und Freude für unsere treuen Winterstandvögel folgen Tage der Not und Entbehrung. Der Hunger hat die Vögelchen aus den Wäldern in die Nähe der Städte getrieben, und sie bitten edeldenkende Menschen um Futter. Man reiche ihnen in erster Linie ölhaltige Sämereien, wie Hanf, Mohn, Sonnenblumenkerne und Leinsamen, Rüb- samen wird verschmäht. Sehr willkommen ist allen Vögeln zerriebenes Weißbrot; doch sollte dasselbe nicht feucht werden. Schwarzbrot sollte nicht gefüttert werden; naß geworden geht das letztere in Gährung über und wirkt gesundheitsschädigend. Willkommen sind auch Nußkerne, Ameiseneier, Rosinen und namentlich den Meisen ungesalzene Speckstückchen. Getreidekörner mit Ausnahme des Hafers sind im allgemeinen wegen ihrer Härte wertlos und kommen nur den Finken, Haubenlerchen und Spatzen zugute.
We Entschließung btt reisenden Kausleule
Die Sektion Gießen des Verbandes reifender Kaufleute Deutschlands hat in ihrer letzten Monatsversammlung folgende Entschließung gefaßt:
„Die Not m den Kreisen, der reisenden Kaufleute schwillt immer mehr an. Tausende und Abertausende von Handelsvertretern und Provisionsreisenden sind heute nicht mehr in der Lage, ihre Berufstätigkeit auszuüben, weil ihre Provisionseinnahmen mit Rücksicht auf den mengen- und wertmäßigen Rückgang des Umsatzes in einem krassen, Mißverhältnis zu den auf der Reise erwachsenden Ausgaben stehen. Zahlreiche Fabrikanten haben durch Angleichung der Provisionssätze am die Zeitverhältnisse, durch Gewährung eines festen Spesenzuschusses oder durch Hilfsmaßnahmen anderer Art ihren Mitarbeitern bereits geholfen. Die meisten aber verschließen sich. „aus Sparsamkeitsgründen" immer noch dieser unabweisbaren Notwendigkeit. Sie, vergessen, daß der reisende Kaufmann noch immer der zuverlässigste, beste und auch billigste Werber und Verkäufer ist und daß der Verkauf, der der Anfang und das Ende aller kommerziellen Weisheit ist,, vorbereitende Maßnahmen verlangt, die sich nicht immer sofort in bar ausmünzen lassen. Gerade in der heutigen Zeit der Absatznot sind die vertretenen Firmen mehr denn je auf die intensive Tätigkeit ihrer Mitarbeiter im Außendienst angewiesen. 3it ihrem eigenen Interesse liegt es deshalb, eine verständnis- vokle, beide Teile fördernde Regelung der Spesen- und Provisionsfrage schnellstens vorzunehmen. An alle vertretenen Häuser richten wir deshalb die dringende Bitte: Ermöglicht eine intensive Reisetätigkeit durch einen ausreichenden Provisionssatz und einen festen Spesenzuschuß.
• Aus der eoangelrfchen Landeskirche. In den Ruhestand versetzt: Klmikpfarrer Wagener in Marburg und Pfarrer Werner in Cappel zum 1. April 1933. — Bestätigt ist die Wahl des Pfarrers D. Steinweg in Berlin-Dahlem zum Kreispfarrer des Kirchenkreises Roten- burg/Fulda vom 16. November 1932 ab.
• Der Deutsche Abend, der für Ende November geplant war. findet nunmehr am Mittwoch, dem 25. Januar 1933, m den Stadtsälen statt.
isjährisvs Stiftungsfest -es Vereins ehem. Kavalleristen Marburg e. B.
Der hiesige KavaSerieverein versteht es in der Tat, mit Schwung und Eindvack seine Gedenktage zu begehens sei es auch, unter Berücksichtigung der Wirtschaftsnot dieser Zeit, in einfacher Form. Sv war der 19. Gedenktag des Bestehens des Bereins am SamStag, dem 10. Dezember, abends ein Kameradenfest im besten Sinne oes Wortes, gehaltvoll und gemütlich, getragen von den Erinnerungen an eine stolze Ber- gangenheit, erfüllt vom Vertrauen auf das heusige Leben des Bereins, beseelt durch die Hoffnung auf die Wiedererheb-rng des Daterlandes. Die DereinSräume in der Becker'fchen Wirtschaft, Reitgasse, waren bis auf den letzten Platz besetzt, schön geschmückt mit den Bildern, Erinnerungsstücken, Men Waffen des Bereins. Aus Gietzen war eine besonders wertvolle Weihe der Feier, eine starke Vertretung des dortigen Vereins des ehemaligen Leibdragoner-Regiments 2kr. 24 einyetroffen, jener prächtigen hessischen Reitertruppe im grünen Rock mit weitzem Kragen. Der Verein steht in treuer Kameradenverbindung mit dem Marburger KadMerieverein. Er brachte als sinnige Ehrengabe eine echte Stahlrohrlanze mit weitz-rotem Fähnlein mit, die mit im Weltkriege gewesen war. Der Standarteneinmarsch mit der Standartengruppe in den Men Paradeuniformen bildäe unter den Klängen der Hauskapelle die Festeröffnung. Der Vorsitzende, Kamerad Seip, begrüßte mit M Herzen gehenden Worten die Kameraden und Gäste, wobei er der Feier beredten Ausdruck gab. Die Hauptrede des Abends hiell auf besonderen Wunsch des Vereins Oberst a. D. I mma » nuel, Kreis-Kriegerverbondsvorsitzender und EhrenmitglieD des Vereins. Er entwickelte in knapp »/«stündiger Darlegung den Entwicklungsgang der deutschen Rei- teret von Friedrich dem Großen an bis zftr unmittelbaren Gegenwart. Er hob die
• Anzeigen sch windler! Wre das Krinrinalanrt Chenmitz mittefit, tritt fett längerer Zett in verschiedenen Städten Deutschlands der 30 Jahre alte Reifende Paul Kühnemund als Betrüger auf.. Er sucht verschiedene Geschäftsleute auf, nimmt Jn- seratenaufträge für Speisekarten von, Hotels und Gastwirtschaften entgegen, läßt sich Anzahlungen geben und verschwindet. Die Speisekarten und die bestellten Inserate werden nie gedruckt. Es ist ihm in allen Fällen gelungen, die Beträge im voraus zu erhalten. Er bedient sich dabei anscheinend seines richtigen Namens. Auf die Bestellzettel hat er einen in roter Farbe gehaltenen Druckstempel mit feinem richtigen Namen aufgedruckt. Der Betrüger ist etwa 1,75 Meter groß. Es wird ersucht, ihn bei seinem Auftreten der Polr- zei zu übergeben.
• Verschenkt nicht wahllos eure Hunde! Folgende beherzigenswerte Bttte geht uns zu: Man kann häufig beobachten, daß Leute ihre Hunde, die ihnen durch Jahre hindurch treu gedient haben, skrupellos an herumziehende Zigeuner ufw. verschenken. Meist geschieht dies in der Absicht, ihre treuen Wächter und Freunde los zu werden, wenn
sthlachtentscheidenden Reitertaten von Hohenfriedberg, Roßbach, Zorndorf heraus. Dann ging er auf die Befreiungskriege über um die Schlachten an der Katzbach und 'bei 'Laon, die Verfolgung bei Belle- Astiance zu nennen, wo der „letzte Häuf von Mann und Roh" an die Vernichtung des Feindes gefetzt wurde. Aus dem Kriege 1870/71 wurden die Reiterangriffe von VionvMe und Mars la Tour, die beiden „Tvdesrttte", geschildert, die Anfklä- rungstätigkett der deutschen Reiterei hn WinterfÄdzug betont. Der Weltkrieg zog in großen Bildern vorüber, die hervorragende Mitwirkung der deutschen Reiterkorps und Retterdivifionen bei vielen Gelegenheiten als wahrhafte HeereSretterei, bis di« Rot des Stellungskrieges die Rei- terer mitt Karabiner, Spaten, Handgranate, Gasmaske in den S "ihengraben zwang, wo sie getreu und tapfer ihre Schuildigkett erfüllte. Das Reichsheer von heute hat eine schöne, mustergültig berittene und geschulte Reiterei, die ihre Aufgaben, zu Pferde, zu Fuh, im Motor zu kämpfen, erfüllen wird. Der Redner schloß mit dem Hinweis darauf, daß auch der Reitetz- ge ist, in engster Verbindung mtt der Sdsgesfchulle Friedrichs des Grotzen, mit der Erhebung von 1813, mtt der Gesinnung von 1870, mtt der Kraft von 1914 die Grundlagen der Zuversicht auf die national« Zukunft Deutschlands bildet. Daß ein solcher Geist im Marburger Kavallerie- verein lebt und gepflegt wird, brachte der Redner zu klarem Abdruck. Das Wort „Durch!", das Sehblitz bei Roßbach vor dem Angriff sprach, hat noch heute seine volle Bedeutung. Der weitere Verlauf der Feier war der Gemütlichkeit des engen kameradschaftlichen Beisammenseins gewtd- mtt mtt Ansprachen, Gedichten, Gesängen. Eine Sammlung für die Kriegerwaifen- häuser erbrachte 12,10 RM. Der Verein darf mtt berechtigtem Stolz auf diese schönen Stunden zUrückblicken! D. K.
diese zu Uttern oder kränklich zu werden be- grnmten. Das Los eines solchen armen Tw- res ist nun entweder, von den Zigeunern in barbarischer Weise abgeschlachtet und verzehrt zu werden oder aber kurz angehängt, hinter dem Wagen der Zigeunerfamilie em- herzulaufen, bis es infolge Hunger und Prügel eingegangen ist. Wer hat nicht schon dieses grauenhafte Bild des rückwärts an den Jrgeunerkarren angehängten, mtttrottenden, zum Skelett abgemagerten Hundes gesehen? Wrr können daher alle Hundebesitzer, besonders Landbewohner, nur eindringlichst warnen, ihre Hunde Zigeunern auszuliefern. Sn grausamer Weise zu Tode mißhandelt zu werd«, wäre das Las dieser armen Tie«. Sollte ein Hundebesitzer aus was immer für einem Grunde gezwungen fein, seinen Hund weggeben zu müssen, so möge er in erster Lin« versuchen, das Tier ihm persönlich bekannten und tieifreundlichen Personen oder aber, falls dies nicht möglich wäre, dem nächstgelegenen Tierschutzverein zu übergeben. Aeußerstsnfalls wäre der Hund — am besten durch einen Gnadenschuß — schmerzlos zu töten, niemals aber Zigeunern oder herumziehendem Gesindel zu schenken.
Wetterbeobachtungen 12.13. Dez.
Höchste Temperatur am!2. Deremb. -4,1 Celsius Niedrigste Temveraturlekte Nacht - 7,5 Celsius
Zeit
Sarometerst. reduziert auf n. N.
Temperatur
Relative
Luft- feuchtig- kett
12,12. 2 llbr nachm.
12.12. 9 Ubr nachm.
13.12. 7 Uhr norm.
767,0 mm
767.0 mm
768,1 mm
-4,3 Teil.
-5.1 Teil
-7,0Tels
69's.
92*/«
PHOTO-BÜHLER - BRILLEN-BÜHLER Wettergasse 30 Bahnhofstr. S
Marburg/Lahn Wetterbericht.
Wettervorhersage für Mittwoch: Wolkig bis aufhetternd, im wesentlichen trocken, nachts Frost, tagsüber etwas milder.
ELE
5111VI VI1 31 VI1 • d —- - — — -
hochwertigen, auf der ganzen Welt als unübertroffene Qualitatsmnrken geschätzten SHELL AUTOOEU. Ihre Sicherheit gewährleistet die Tatsache: SHELL AUT
vfoAjbk, S-vcZz
die Qualitätsbezeichnungen
X dünnflüssig U.1X mittelftüssig